DE871845C - Vorrichtung zur Untersuchung des Verhaltens von Grubenlampen mit Flamme in einer grubengashaltigen oder an Sauerstoff verarmten Atmosphaere - Google Patents
Vorrichtung zur Untersuchung des Verhaltens von Grubenlampen mit Flamme in einer grubengashaltigen oder an Sauerstoff verarmten AtmosphaereInfo
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Description
- Vorrichtung zur Untersuchung des Verhaltens von Grubenlampen mit Flamme in einer grubengashaltigen oder an Sauerstoff verarmten Atmosphäre - Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, welche an Grubenlampen mit Flamme gängiger Bauart angebracht werden und gestatten soll, die Verbrennung bei diesen Lampen unter Bedingungen vorzunehmen, welche denen entsprechen, die im Innern der Gruben auftreten können, insbesondere in einer Grubengas in einem beliebigen Verhältnis oder Kohlensäuregas ebenfalls in einem beliebigen Verhältnis enthaltenden Atmosphäre, um das Verhalten dieser Lampen unter diesen Bedingungen zu untersuchen.
- Diese Vorrichtung besteht wesentlich darin, eine künstliche Speisung der Lampe mit Gas herzustellen, ohne jedoch irgendwie die Beobachtung der Flamme zu stören. Auf diese Weise ist es möglich, das Aussehen der Flamme in den verschiedenen Atmosphären zu untersuchen, welche in einer Grube auftreten können.
- Das Verständnis der Erfindung wird durdl die nachstehende Beschreibung erleichtert werden, welche auf die Zeichnung Bezug nimmt.
- Abb. I zeigt eine gewöhnliche, nicht gekal)selte Grubenl ampe, welche mit der erfindungsgemä.ßen Vorrichtung versehen ist; Abb. 2 zeigt die gleiche Vorrichtung an der gekapselten Grubenlampe; Abb. 3 und 4 zeigen ein besonderes Mischsystem zur Speisung der Lampe mit Hilfe von reinem Gas (z. B. verdichtetem Grubengas).
- In Abb. I weist die Lampe wie üblich einen Körper I auf, der einen Behälter bildet, in welchen der Docht 21 eintaucht und an welchem die Säulen 3 angebracht sind, welche mit einer einen Haken 5 tragenden Endplatte 4 vereinigt und an ihrem mittleren Teil durch einen kreisförmigen Kranz 6 gehalten sind. Die Flamme ist zwischen der Oberseite des Behälters I und dem Niveau des Kranzes 6 durch einen in einer Hülse 8 gehaltenen Glaszylinder 7 geschützt. Bei gewissen Lampentypen sind in dieser Hülse 8, Öffnungen für die Luftzufuhr angebracht, welche durch Metallsiebe geschützt sind.
- Ferner wird der Glaszylinder 7 oberhalb des Kranzes 6 durch einen durch ein Metallsieb g gebildeten Zylinder verlängert, der bis fast zu der Endplatte 4 reicht. Bei dieser Lampe erfolgt der Lufteintritt durch den unteren Teil des Siebes g und gegebenenfalls durch die Öffnungen der Hülse S. Der Austritt der Verbrennungsgase erfolgt durch den oberen Teil des Siebes 9.
- Erfindungsgemäß isoliert man den Teil des Siebes 9, durch welchen normalerweise die Luftzufuhr erfolgt, indem man ihn mit einer Blechplatte 10 umgibt, die etwa 10 mm von diesem Sieb absteht.
- Diese Blechplatte ist einerseits mit dem Kranz 6 verlötet und wird andererseits durch einen waagerechten Bund II vervollständigt, welcher den zwischen dieser Platte und dem Sieb g befindlichen Raum abschließt. Man führt in den so gebildeten Einlaßkasten das gewünschte Gas durch einen mit einer beliebigen Quelle verbundenen Stutzen I2 ein.
- In dem Einlaßkasten ist ein Prallblech I3 vorgesehen, um zu vermeiden, daß der durch den Stutzen 12 ankommende Gasstrom den Austritt der verbrannten Gase stört.
- Wenn man die Lampe in einer an Sauerstoff verarmten Atmosphäre prüfen will, braucht man nur den Stutzen I'2 mehr oder weniger zu verschließen.
- In Abb. 2 weist die Lampe wiederum den Behälter I und den Docht 2 auf, die Säulen 3 hören jedoch auf der Höhe der Platte 6 auf, während der zwischen dieser Platte und der Endplatte 4 liegende Raum durch eine Blechplatte I4 abgeschlossen wird, welche Kapselung genannt wird und an ihrem oberen Teil Öffnungen 15 für den, Austritt der Gase und an ihrem unteren Teil Offnungen I6 für den Lufteintritt aufweist. In diesem Fall wird der Einlaßkasten an seinem unteren Teil durch die Kapselung selbst gebildet, deren Löcher I6 verstopft sind, sowie durch die Platte 6 und einen zwischen der Kapselung und dem Sieb auf derselben Höhe wie die Platte II des vorhergehenden Beispiels angelöteten Kranz I7. Die Gaszufuhr erfolgt wiederum durch einen mit einem Praliblech 13 versehenen Stutzen I2. Die Regelung der Vorrichtung erfolgt wie bei der ungekapselten Lampe durch die Wahl der Lage der Platte 17 und durch den Verschluß der Öffnungen der Hülse 8, wenn solche vorhanden sind. In den beiden Fällen kommt das durch den Stutzen 12 zugeführte Gas, d. h. im allgemeinen grubengashaltige Luft, von einem Vorratsbehälter unter geringem Druck, einem Mischer oder einer beliebigen anderen geeigneten Quelle.
- Die in Abb. 3 und 4 gezeigte Vorrichtung stellt eine weitere Ausführungsform der Erfindung dar, welche einen besonders einfachen Mischer bildet.
- Diese Vorrichtung weist, ganz gleich, ob sie auf die eine oder die andere der obigen Lampenbanarten angewendet ist, an Stelle des Stutzens 12 ein einfaches Fenster 19 auf, welches in der Seitenwand I8 für die Luftzufuhr angebracht ist, sowie einen Stutzen 24 für die Zufuhr des Gases.
- Das Fenster 19 kann durch eine bewegliche Klappe 20 verschlossen werden. Diese bewegliche I(lappe wird mittels einer an ihr befestigten Schraube 2I verstellt, welche in einem Schlitz 22 gleitet.
- Ferner erfolgt die Gaszufuhr tangential zu dem Sieb 23 durch den Stutzen 24, der einen Durchmesser von einigen Zehntel Millimetern hat. Dank dieser Vorrichtung zur Gaszufuhr braucht man nur den Zuführungsdruck des Grubengases von o bis zu etwa 20 cm Wassersäule zu verändern, um in der Lampe einen Grubengasgehalt zwischen o und 40/( zu erhalten. Bei weiterer Erhöhung des Zuführungsdrucks kann man in der Lampe explosive Mengen von Grubengas erhalten, d. h. 6 bis I60/o.
- Man kann so das den Zuführungsdruck angebende Manometer unmittelbar in Prozenten des in der Lampe erhaltenen Grubengases eichen.
- Ferner gestattet für einen gegebenen Zuführungsdruck die Verstellung der Klappe 20 vor dem Fenster 19 ebenfalls die Veränderung des Prozentgehalts an Grubengas in der Lampe. Wenn man nämlich die Oberfläche des Fensters vergrößert, nimmt der tGrubengasgehalt ab, und umgekehrt.
- Es ist wohlverstanden, daß die als nicht beschränkende Beispiele beschriebenen Ausführungsformen für beliebige Lampentypen verwendbar sind und daß die Erfindung auch alle ähnlichen Vorrichtungen betrifft, bei welchen man in der Lampe ein Gemisch von Luft und einem beliebigen Gas herstellt, wobei der Gehalt an diesem Gas nach Belieben auf bekannte Weise verändert werden kann.
- Mit Hilfe dieser Vorrichtung kann man das Verhalten der verschiedenen Grubenlampen in einer grubengashaltigen oder mehr oder weniger an Sauerstoff verarmten oder an Kohlensäuregas angereicherten Atmosphäre untersuchen und über Tage dem Grubenpersonal praktische Versuche der Schlagwetterforscnung vorführen.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß sie gestattet, über Tage das Arbeiten der Grubenlampen mit Flamme unter Bedingungen zu untersuchen, die denen entsprechen, welche in den Gruben auftreten können, insbesondere in einer grubengashaltigen Atmosphäre.
- - 2. Vorrichtung nach Anspruch I,gekennzeichnet durch eine Zuführungskammer, welche durch zwei kreisförmige Kränze (6, 11) begrenzt wird, von denen der eine an dem Fuß des Siebes (g) der Grubenlampe und der andere ungefähr auf der Höhe der Trennung zwischen dem Lufteintritt und dem Austritt der Gase durch das Sieb angeordnet ist, sowie durch eine ungefähr zylindrische Blechplatte (10).
- 3. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zuführungskammer seitlich begrenzende, ungefähr zylindrische Platte durch den unteren Teil derKapselung der Lampe gebildet wird (Abb. 2).
- 4. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung zur Gaszufuhr in die Zuführungskammer durch einen Stutzen (I21) gebildet wird, der radial angeordnet ist und gegenüber einem Prallblech (I3) mündet.
- 5. Vorrichtung nach Anspruchs, 2 und 4. dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen dem Behälter und dem Lampenzylinder angeordneten Luftzuführungslöcher verschlossen sind.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch I, 2 und 4, dadurch geliennzeichnet, daß die Lufteintrittslöcher an dem Fußteil der Kapselung verschlossen sind.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzufuhr an dem Fuß der Einlaßkammer durch ein rechteckiges Fenster (I9) erfolgt, welches mit einer durch eine Schraube (2I) befestigten beweglichen Klappe (20) versehen ist, wobei sich die Schraube längs eines Schlitzes (22) verstellt. welcher ebenso lang wie das Fenster ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaszufuhr mittels eines Injektors (24) erfolgt, welcher tangential zu dem Sieb gegenüber diesem Fenster (19) angebracht ist.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch I, 2, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß das den Zuführungsdruck des Gases angebende Manometer unmittelbar in Prozenten des in der Lampe erhaltenen Grubengases geeicht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| FR871845X | 1949-09-03 |
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| DE871845C true DE871845C (de) | 1953-03-26 |
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| DEC1794A Expired DE871845C (de) | 1949-09-03 | 1950-07-14 | Vorrichtung zur Untersuchung des Verhaltens von Grubenlampen mit Flamme in einer grubengashaltigen oder an Sauerstoff verarmten Atmosphaere |
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| DE (1) | DE871845C (de) |
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