DE871682C - Verfahren zum Sterilisieren von Faessern mit nachfolgendem Ausblasen des Sterilisiermittels - Google Patents

Verfahren zum Sterilisieren von Faessern mit nachfolgendem Ausblasen des Sterilisiermittels

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DE871682C
DE871682C DES12894D DES0012894D DE871682C DE 871682 C DE871682 C DE 871682C DE S12894 D DES12894 D DE S12894D DE S0012894 D DES0012894 D DE S0012894D DE 871682 C DE871682 C DE 871682C
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DE
Germany
Prior art keywords
filling
air
sterilizing
pressure
blowing out
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Expired
Application number
DES12894D
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English (en)
Inventor
Friedrich Stegemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Seitz-Werke GmbH
Original Assignee
Seitz-Werke GmbH
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67CCLEANING, FILLING WITH LIQUIDS OR SEMILIQUIDS, OR EMPTYING, OF BOTTLES, JARS, CANS, CASKS, BARRELS, OR SIMILAR CONTAINERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; FUNNELS
    • B67C3/00Bottling liquids or semiliquids; Filling jars or cans with liquids or semiliquids using bottling or like apparatus; Filling casks or barrels with liquids or semiliquids
    • B67C3/30Filling of barrels or casks
    • B67C3/32Filling of barrels or casks using counterpressure, i.e. filling while the container is under pressure

Landscapes

  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

  • Verfahren zum Sterilisieren von Fässern mit.nachfolgendern Ausblasen des Sterilisiermittels Es ist oft nötig, die Fässer vor dem Einfüllen der Flüssigkeit durch Luft oder ein Gas auszublasen. Dies gilt besonders dann, wenn das Faßinnere zur Desinfektion mit einem sterilisierenden Gas, z. B. S 02-Gas ; behandelt wurde, mit dem das Füllgut selbst nicht in Berührung kommen darf. Es sind schon Einrichtungen bekannt, bei denen das Faß, ehe es unter den Füller gelegt wird, ausgeblasen und dann erst der Füllkopf aufgesetzt und das Füllrohr in das Faß eingeführt wird. Dieses Verfahren hat aber den Nachteil, daß der Preßgummi und das Füllrohr, die eben noch der offenen Luft ausgesetzt waren, vor der Verbindung mit dem Faß infiziert sein können und es bleiben, so daß auch das- Füllgut wieder infiziert werden würde. Nach einem anderen Verfahren; und auf dieses bezieht sich die Erfindung, taucht das Füllrohr in das noch vergaste Faß, wodurch Füllrohr und Anpreßgummi sterilisiert werden, ehe die Füllung einsetzt. Nach diesem zweiten Verfahren wurde bisher die Luft zum Ausblasen aus dem Kessel über der unter Gegendruck stehenden Flüssigkeit genommen oder aus einem Luftkessel, der mit diesem in offener Verbindung steht. Da das abzufüllende Gut, in diesem Fall Bier, aus Zweckmäßigkeitsgründen mit nur o,8 atü Gegenspannung abgefüllt werden kann, wird demzufolge auch das Faß mit Luft von nur o,8 atü Spannung . -tuis geblasen. Dies erfordert aber eine beträchtliche Zeit, um eine genügende Entfernung des Gases aus dem Faß zu erzielen. Die Erfindung besteht- darin, -daß zum Ausblasen des Fasses gegenüber dem Bierdruck im Füllkessel höher gespannte (Luft, z. B. unter hohem Druck stehende Preßluft, für den Hubzylinder des Füllorgans verwendet wird. Dadurch wird die Ausblasezeit für das SterilisiermittelwesentBch verkürzt und damit die Leistung des Füllers erhöht. Wird die Füllung früher begonnen, als der Gleichdruck zwischen dem Bierkessel und dem Faßinnern hergestellt ist, so wird dadurch gleichzeitig das erste Anlaufen des Füllgutes in das Faß verzögert bzw. gedämpft, wodurch ein ruhiges Auslaufen des Bieres erfolgt. .
  • Dargestellt ist eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung in der Zeichnung, und zwar zeigt Abb. i die Ansicht eines Füllorgans während des Füllvorganges in das Faß und Abb. 2 die Seitenansicht dazu.
  • Der Bierkessel i i, der Träger 12 und der Hub: zylinder 13 sowie die an dem Zylinder befestigten Rohre 14 und iqa mit der von diesen getragenen Brücke 15 sind ortsfest. An dem gesamten Hub des Hubkolbens 16 nehmen teil die Kolbenstange 17, der Füllkopf 18 mit dem Hahn 2o und dem Füllrohr ig. An dieser Bewegung nimmt nur bedingt teil der Preßkopf 21 mit den Teleskoprohren 22 und 22a und der Gewichtsstange 23 (Abb.2).
  • In der Zeichnung ist das Füllorgan während des Füllvorganges dargestellt. Ist die Füllung beendet, so wird durch Umstellen des Steuerhahnes 24 Preßluft unter den Hubkolben 16 geleitet, und dieser geht in die Höhe und nimmt dabei den Füllkopf 18 mit dem Füllrohr ig mit. Der Preßkopf 2i mit der Ge-. wichtsstange 23 bleibt noch dichtend auf dem Faß liegen. Hat der Rohransatz 41 den Preßkopf 21 erreicht, so wird auch dieser mit der Gewichtsstange 23 mitgenommen, bis der Kolben 16 seinen Hub beendet hat. Der Hebel 2,5 des Hahnes 2o ist dabei an der Fallklinke 26 vorbeigegangen und steht über ihr. Der Anschlagarm 27 hat bei dem Hochgang den Stellring 28 der Schaltstange 29 erreicht und den Hahn 30 in Abschlußstellung gebracht.
  • Ist ein Faß unter das Füllorgan gelegt, so wird durch den Steuerhahn 24 der Preßkolben auf Abwärtsgang geschaltet. Das Füllrohr ig und der von ihm getragene Preßkopf 21 mit der Gewichtsstange 23 senken sich abwärts. An der Gewichtsstange ist an einem Lagerarm 31 die Fallklinke 26 angebracht, so däß sie vorerst auch mit absinkt. -Hat der Preßkopf das Faß- erreicht; so bleibt er auf dem Faß dichtend liegen, und damit hat auch- die Gewichtsstange 23 und mit ihr die Fallklinke 26 die untere Ruhelage erreicht.- Der Füllkopf 18 mit dem Füllrohr ig und dem Hahn 2o gehen aber weiter abwärts. Dabei schlägt der -Hebel 25 dieses Hahnes an die Fallklinke 26, und das Küken des Hahnes 2o wird so geschaltet, daß es die-Verbindung des im Füllrohr ig liegenden Luftrohres 32 mit der Preßluftleitung des Anpreßzylinders 1.3 herstellt. Diese Preßluft steht etwa unter a,5 atü Spannung und wird durch den Entkeimungsfilter 33 geleitet. Diese hochgespannte Luft strömt, während das Füllrohr sich in das Faß senkt, in das Faßinnere und findet einen freien Ausgang durch einen Kanal im Preßkopf a1, der sie zu den Teleskoprohren 22a und iq.a leitet, so daß sie am Stutzen 34 ausströmt und das Faß von dem der zu füllenden Flüssigkeit schädlichen Gas befreit. Bevor das Füllrohr die tiefste Lage im Faß erreicht, schlägt der Hebel 35 des Hahnes 2o an den Anschlag 36 und bringt den Hahn in Abschlußstellung. Etwa zur gleichen Zeit erreicht der Anschlag 27 den Stellring 37 der Schaltstange 2g und zieht damit den Hebel 38 des Hahnes 3o herab und bringt ihn in Offenstellung, womit die in der Abb. i dargestellte Lage wieder erreicht ist. Gegebenenfalls kann zur Verlängerung der Ausblasezeit die Abwärtsbewegung des Kolbens 16 unterbrochen werden. Die Zufuhr von hochgespannter Luft ist beendet und dafür die Zufuhr von dem Bierdruck gleichgestellter Luft niederer Spannung geöffnet. Luft strammt aus dem Kessel i i über Leitung 39, über Hahn 30 in die Teleskoprohre 14 und 22 und durch eine Bohrung im Preßkopf 21 in- das Faß. Ist der Gleichdruck mit dem Faß hergestellt, so beginnt der Flüssigkeitseinlauf in das Faß. Die für die Einleitung des Biereinlaufes nötigen Schaltorgane, ebenso die für die Beendigung der Füllung nötigen Schaltorgane sind nicht dargestellt. Wird der Biereinlauf früher eingeleitet, als die hochgespannte Luft aus dem Faß entweichen kann, so wird der Biereinlauf aus dem geöffneten Auslaufventil q.o zuerst stocken und sich in dem Maße einstellen, als die Entspannung der Faßluft auf Gleichdruck sich einstellt. Dadurch wird eine Bremsung des Flüssigkeitsauslaufes und damit ein verzögerter Biereinlauf erreicht, der ein schaumfreies Füllen des Fasses gewährleistet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Sterilisieren von Fässern mit nachfolgendem Ausblasen des Sterilisiermittels mit steriler Luft vor der Füllung, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausblasen des Fasses gegenüber dem Bierdruck im Füllkessel höher gespannte Luft, z. B. unter hohem Druck stehende Preßluft, für den Hubzylinder des Füllorgans verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausblasen während des Absinkens des Füllrohres erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß kurz vor der Füllung die hochgespannte Luft abgeschaltet und an deren Stelle die unter Gleichdruck mit dem Füller stehende Luft eingelassen wird. q.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitsfüllung eingeschaltet wird, .bevor der Gasdruck im Faß sich auf Gleichdruck mit dem Bierkessel gesenkt hat.
DES12894D 1941-01-30 1941-01-30 Verfahren zum Sterilisieren von Faessern mit nachfolgendem Ausblasen des Sterilisiermittels Expired DE871682C (de)

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