DE867439C - Wiederbelebungsgeraet - Google Patents

Wiederbelebungsgeraet

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DE867439C
DE867439C DES26297A DES0026297A DE867439C DE 867439 C DE867439 C DE 867439C DE S26297 A DES26297 A DE S26297A DE S0026297 A DES0026297 A DE S0026297A DE 867439 C DE867439 C DE 867439C
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DE
Germany
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valve
resuscitation device
crank
rod
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DES26297A
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Henry Seeler
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    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
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    • A61M16/0009Accessories therefor, e.g. sensors, vibrators, negative pressure with sub-atmospheric pressure, e.g. during expiration
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
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    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M16/00Devices for influencing the respiratory system of patients by gas treatment, e.g. ventilators; Tracheal tubes
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Description

  • Wi ederbelebungs gerät Die Erfindung bezieht sich auf ein Wiederbelebungsgerät oder ein Gerät für die künstliche Atmung. Es ist von einfacher, gedrungener und zuverlässiger Bauweise.
  • Das Hauptmerkmal der Erfindung besteht darin, daß das Wiederbelebungsgerät einen Injektor oder Aspirator aufweist. In den Injektor fließt unter Druck ein für die Wiederbelebung geeignetes Gas. In ihm wird ein durch eine Kurbel gesteuertes Sicherheitsventil selbsttätig von der Offen-Stellung in die Zu-Stellung und umgekehrt durch die Wirkung einer Membran bewegt. Sie ist mit einer Feder gekuppelt, welche mit dem durch die Kurbel gesteuerten Ventil verbunden ist. In der Offen-Stellung läßt das Ventil zur Erzeugung einer Saugwirkung das Gas durch den Injektor fließen. In der Zu-Stellung des Ventils fließt das Gas seitlich aus dem Injektor zur Erzeugung einer Druckwirkung.
  • Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, daß das Drosselklappenventil im Injektor unterhalb von seitlichen Öffnungen des Injektors starr mit einem einfachen Kurbelmechanismus verbunden ist. Die mit der Kurbel verbundene Spiralfeder wird durch eine gleitbar befestigte Stange betätigt. Sie ist mit der Membran verbunden. An beiden Enden der Stange sind einstellbare Kompressionsfedern vorgesehen. Ein Gasstromkanal im Wiederbelebungsgerät steht mit den seitlichen Öffnungen im Injektor, mit einem zu einer Gesichtsmaske führenden Schlauch und mit der einen Seite der Membran in Verbindung. Wird durch die Membran, die Stange, die Spiralfeder und die Kurbel das Drosselklappenventil in seine Offen- Stellung gebracht, so wird die Ausatmungsphase des Wiederbelebungszyklus erzeugt. Wird das Ventil in seine Zu-Stellung gebracht, so wird die Einatmungsphase des Wiederbelebungszyklus erzeugt.
  • Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal umfaßt das Wiederbelebungssystem eine Gesichtsmaske und ein damit verbundenes Wiederbelebungsgerät. Es empfängt sein Gas aus einer Hochdrucksauerstoffquelle oder einem durch eine Turbine betätigten Luftverdichter. Die Turbine wird durch den atmosphärischen Luftdruck unter Verwendung einer einfachen Wasserstrahlpumpe angetrieben.
  • Nach einem weiteren Erfindungskennzeichen weist das Wiederbelebungsgerät einen Injektor oder Aspirator auf, in welchen das Gas unter Druck einfließt. Im Injektor unterhalb seiner seitlichen Öffnungen befindet sich das Steuerventil, welches durch einen einfachen und wirksamen Mechanismus selbsttätig betätigt wird. Der Mechanismus steht unter der Wirkung der auf Druck ansprechenden Membran.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen weiter erläutert. Es sind Fig. I eine Draufsicht auf das Wiederbelebungsgerät mit Blickrichtung auf den Schlauchstutzen mit der Reguliereinrichtung zur Gaszuführung, Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 3, -Fig. 3 ein waagerechter Schnitt durch das Wiederbelebungsgerät mit dem im Längsschnitt dargestellten Injektor, Fig. 4 ein Längsschnitt des Injektors mit dem dazugehörigen Steuerventil, Fig. 5 eine schematische Darstellung des Wiederbelebungsgerätes mit seinen dazugehörigen Bestandteilen.
  • Es kann hauptsächlich in Krankenhäusern, Rettungsstationen und verwandten Hilfseinsatzstellen benutzt werden.
  • An Hand der Fig. I bis 4 wird das Wiederbelebungsgerät in seinen Einzelteilen beschrieben. Der Hauptkörper I ist im wesentlichen von zylindrischer Form.
  • Er ist an einer Seite durch eine Schraubkappe oder Deckel 2 geschlossen. Er enthält schmale Öffnungen 3.
  • Ein kreisförmiger Vorsprung im Körperinneren bildet einen Sitz für die kreisförmige Wand 4, die kreisförmige Membran 5 und die kreisförmige Dichtung 6, welche hintereinander angeordnet sind. Sie werden durch die Schraubkappe 2 gehalten. Die Wand 4 weist die zylindrische Verlängerung 7 auf. Sie sitzt mit ihrem Rand bei 8 in einer flachen Nut des Körpers I.
  • Außerhalb der Verlängerung 7 ist die Wand 4 mit einer Reihe von Löchern 9 versehen. Der kleine zylindrische Ansatz Io in der Mitte der Wand 4 stellt die Führung für eine gleitende Ventilbetätigungsstange oder -stielI2 dar. Er ist durch die Mitte der Membran 5 hindurchgeführt und mit einem Paar Membranträgerplatten oder -scheiben I3 verbunden. An den Enden des Stieles oder der Stange r2 sind gleichwertige Druckfedern 14 und 15 angebracht. Der Endbewegung der Stange 12 setzen sie einen leichten Widerstand entgegen. Die Einstellung der beiden Federn 14 und 15 ist die gleiche, so daß nur eine beschrieben zu werden braucht. Angrenzend an die Feder 15 liegt die Schraubkappe 2. Sie hat eine kappenförmige Verlängerung I6 mit gegenüberliegenden Schlitzen 17.
  • Sie erstrecken sich durch einen wesentlichen Teil des Umfanges und nehmen einen waagerechten Stift 18 auf. Seine gegenüberliegenden Enden sind in einem drehbaren Knopf 19 verankert, welcher über die kappenähnliche Verlängerung I6 paßt. Kugel-Feder-Sperrungen 20 in den Wänden des Knopfes 19 drücken auf die Schraubkappe 2. Man erhält somit für den Knopf 19 eine Reibungseinstellung, wenn die Kugel-Feder-Sperrungen 20 in geeignete Aussparungen einschnappen. In der kappenähnlichen Verlängerung r6 ist gleitbar ein Federanschlagglied 21 gelagert. Es hat gegenüberliegende und ähnliche Nockenteile 22, welche mit dem Querstift I8 zusammenarbeiten.
  • Somit wird das Federanschlagglied-2I nach innen und außen bewegt, wenn der Knopf 19 gedreht wird. Wie aus den Fig. I und 2 ersichtlich, trägt der Knopf 19 einen Zeiger I9'. Er kann auf einer geeigneten Skala eingestellt werden. Es wird das Ansprechen des Wiederbelebungsgerätes auf Druck angezeigt, wenn es zwischen Saug- und Druckphasen des Wiederbelebungszyklus hin und her geht. Ein Stift oder Splint 23 kann vorgesehen sein, damit das Federanschlagglied 21 sich in der kappenähnlichen Verlängerung I6 nicht drehen kann. Die Kompression der Feder 15 bestimmt den maximalen positiven Druck, welcher dem Patienten während der Einatmungsphase des Wiederbelebungszyklus zugeführt wird, während die Kompression der Feder 14 den minimalen negativen Druck bestimmt, der in der Ausatmungsphase des Zyklus auftritt. Geeignete Druckbereiche für diese Phasen sind o bis + 20,3 cm Wassersäule für die Einatmungs- und o bis - 7,6 cm Wassersäule für die Ausatmungsphase. An den Federeinstellknöpfen ist eine entsprechende Skala für diese Druckbereiche vorgesehen. Der maximale Gaseinlaß druck am Anschlußstück 26 entspricht gewöhnlich dem maximalen, während der Wiederbelebung verwendeten positiven Druck, beispielsweise ungefähr + 25,4 cm Wassersäule.
  • In den Fig. 3 und 4 ist ein Aspirator- oder Injektorgerät 25 gezeigt. Es erstreckt sich durch den Wiederbelebungsgerätekörper I auf der einen Seite seines Mittelpunktes und koaxial zum Gas anschluß stück 26 und einem Gasauslaß 27. Der Injektor besteht aus einem Rohr 28 mit einem ringförmigen Flansch 29 an seiner Einlaßseite. Am Flansch 29 liegt mit ihrem Flansch die Düse 30 an. Beide Flansche werden durch den Schraubring 3I in Stellung gehalten, der für sein Anziehen strahlenförmige Schlitze aufweist. Das Innere des Rohres 28 hat einen konischen Querschnitt.
  • Der Konus erweitert sich von innen nach außen. Es ist der Diffusor, der sich fast bis zum Auslaß der Düse 30 erstreckt. Seitliche Gasdurchlaßöffnungen 32 im Rohr 28 in der Nähe des Düsenauslasses stellen die Verbindung mit dem Inneren des Wiederbelebungsgerätekörpers I und besonders mit einem ringförmigen Raum zwischen der Wand 4 und von der von der Membran 5 entfernt liegenden Endwand des Körpers 1 (s. Fig. 2) her.
  • Ein Drosselklappenventil 33 im Rohr 28 ist mit einer Kurbel 34 starr verbunden. Die Kurbel 34 befindet sich mit seinem Kurbelende auf der einen Seite der Stange 12 und ist damit durch die Feder 35 verbunden. Wird die Stange 12 durch die Wirkung der Membran 5 hin und her bewegt, so bewegt sich die Feder 35 von der einen zur anderen Seite der Drehachse der Kurbel 34 (s. Fig. 2). Dadurch schnappt das Ventil 33 mit einer plötzlichen Bewegung in seine Offen- oder Zu-Stellung. Die in ausgezogenen Linien gezeigten Stellungen der Feder, der Kurbel und des Ventils entsprechen der Offen-Stellung des Ventils, bei welcher der Injektor 25 ein Vakuum in dem zum rohrförmigen Anschlußstück 36 führenden ringförmigen Raum erzeugt. Dadurch entsteht die Ausatmungsphase des Wiederbelebungszyklus, da das Anschlußstück 36 normalerweise einen zur Gesichtsmaske führenden Schlauch trägt. Gelangt das Ventil 33 in die Zu-Stellung, kann das Gas von der Düse 30 nur durch die Öffnungen 32 ausströmen. Dadurch erhält man einen positiven Gasfluß durch das Anschlußstück 36 zur Gesichtsmaske. Die ringförmige Zylinderwand 7 bildet einen bestimmten Gaskanal von den Öffnungen 32 zum Anschlußstück 36 und umgekehrt.
  • Dadurch werden die beweglichen Teile, wie die Stange I2, die Feder 35 und die Kurbel 34, gegen die von der Lunge des Patienten ausgeatmete Feuchtigkeit geschützt. Dadurch könnten bei niedrigen Temperaturen diese Teile einfrieren. Hierauf wird noch weiter unten eingegangen.
  • Das Auslaßende des Rohres 28 endet in einem mit einem Flansch versehenen Rohrteil 37 mit einer entfernbaren Auskleidung, z. B. Dichtung, 38 und einem Sieb 39 quer am Außenende des Teiles 37 zur Verhinderung des Eindringens von Fremdkörpern in das Wiederbelebungsgerät. Im Anschlußstück 26 für die Verbindung mit einer Gasdruckquelle, z. B. einem Sauerstoffzylinder, ist ein Druckflußregulierventil eingebaut. Es hat einen Querstab 40 in den Längsschlitzen 41 des Anschlußstückes 26 und in ähnlichen Nockenschlitzen 42 der drehbaren Hülse 43. Der Stab 40 trägt einen konischen Ventilkegel 44, der in das Außenende der Düse 30 eindringen und somit die Größe des ringförmigen Durchgangs zwischen dem Ventilkörper und der Düsenöffnung regulieren kann.
  • Ein in die drehbare Hülse 43 eingeschraubtes und in einer kreisförmigen Nut des Anschlußstückes 26 gleitendes Schraubpaar 45 verhindert eine Gleitbewegung der Hülse 43, läßt aber ihre Drehung zu.
  • Ein Zeiger 46 an der drehbaren Hülse 43 zeigt an der Skala 47 die Durchflußmenge durch das Regulierventil in die Düse 30 an. Die Größenordnmlg der Durchflußmenge beträgt o bis 40 1/Min. Normalerweise wird das Ventil nur vollkommen geschlossen sein, wenn das Wiederbelebungsgerät nicht benutzt ist.
  • Der weite Bereich der Durchflußmengen ermöglicht den Gebrauch desWiederbelebungsgerätes für Menschen jeden Alters und bei allen möglichen grundlegenden Veränderungen im Körper. Ferner bestimmt auch die Durchflußmenge in den einzelnen Fällen die Zyklusgeschwindigkeit des Wiederbelebungsgerätes, da die Durchflußgasmenge bestimmt, wie schnell die Lungen des Patienten sich vollfüllen und von Gas, Feuchtigkeit und unbrauchbaren Produkten entleert werden.
  • Die Wirkungsweise des Wiederbelebungsgerätes wird an Hand der Fig. I bis 4 erläutert. Zuerst wird Bezug genommen auf die Fig. 2. Die das Ventil betätigende Membran 5 ist hier ungefähr in einer Mittellage dargestellt. Da das Drosselklappenventil 33 (Fig. 3) geöffnet ist, saugt der Injektor Gas aus dem Inneren des Wiederbelebungsgerätes an. Die Membran 5 wird nach rechts in der Fig. 2 gedrückt. Die Wirkung der Feder 15 ist nicht länger erkennbar.
  • Aber die Feder 14 für den negativen Druck (Sog) leistet einer weiteren Bewegung der Stange 12 nach rechts Widerstand. Die Einstellung der Feder 14 bestimmt, wie niedrig der Druck wird, bevor die Spiralfeder 35 nach rechts über den Kurbelarm 34 hinausschwingt, und bewirkt, daß die Kurbel 34 und das Ventil 33 in die Ventilschließlage gelangen, wodurch die Einatmung oder die positive Druckphase des Wiederbelebungsgerätes eingeleitet wird. Bei geschlossenem Ventil 33 fließt das ankommende Gas von den Öffnungen 32 in das Wiederbelebungsgerätegehäuse I und von dort durch den bereits beschriebenen Strömungskanal zu dem Ausgangsanschlußstück 36. Sind die Lungen des Patienten mit frischem Gas gefüllt, wird der positive Gasdruck im Wiederbelebungsgerät langsam ansteigen. Die Membran 5 bewegt sich nach links. Der Stab 12 wird bewegt. Die Spiralfeder 35 wird mit der Kurbel 34, die sich noch in der gestrichelten Stellung, in welcher das Ventil ge schlossen ist, befindet, in die gestrichelte Lage gebracht. Die Kompressionsfeder 14 übt nicht länger mehr einen merkbaren Enddruck auf die Stange I2 aus. Die Feder 15 für den positiven Druck leistet aber weiterhin der Bewegung der Stange 12 nach links Widerstand. Die Einstellung der Feder I5 bestimmt demnach, wie hoch der Druck zu gehen hat, bevor die Spiralfeder 35 über den Kurbelarm 34 hinausschwingt, und bewirkt, daß die Kurbel 34 und das Ventil 33 in die Ventil-Offen-Lage gelangen, in welcher die Ausatmung oder die negative Druckphase des Wiederbelebungszyklus eingeleitet wird. Die Feder 35 ist in zwei Lagen dargestellt. Jede ist nahe der kritischen Umschnappstellung in bezug auf die Kurbel 34 (Fig. 2). Die Kurbel 34 ist in ihren zwei äußersten Stellungen gezeigt. Die voll ausgezeichnete Lage der Kurbel entspricht der Offen-Stellung des Ventils (s. Fig. 3 und 4), und die gestrichelt gezeichnete Stellung entspricht der Zu-Stellung des Ventils. In der ersten Stellung stellt die Berührung des Kurbelarmes 34 mit der Wand 4 einen Endanschlag dar. In der zweiten Stellung stellt die Berührung des Ventils 33 mit den Wänden des Rohres 28 eine direkte Stoppwirkung dar. Wie vorhergehend bemerkt, bestimmt das einstellbare Einlaßventil die Durchflußmenge für einen gegebenen Fall und gleichzeitig die Zyklusgeschwindigkeit des Wiederbelebungsgerätes. In der Praxis wird mit dem Wiederbelebungsgerät eine Tabelle geliefert, welche die erforderlichen Einstellungen des Einlaßventils für Menschen verschiedenen Alters und insbesondere verschiedener Größen anzeigt. In manchen Fällen werden die Werte geändert, z. B. wenn das Wiederbelebungsgerät für Personen benutzt wird, die schädliche Dämpfe aufgenommen haben. In diesen Fällen wird eine größere Durchflußmenge helfen, aus dem Blut einige der unerwünschten, aufgelösten Gase auszuscheiden. Wenn auch die Ausatmungsphase des Wiederbelebungszyklus gut fortschreiten wird, bis in dem Gerät ein leichter Unterdruck vorhanden ist; so wird diese Praxis nicht immer empfohlen. Manche Autoritäten empfehlen die Verwendung von Unterdruck bei der Wiederbelebung oder künstlichen Atmung nicht, weil eine Adhäsion des Lungengewebes und ein teilweises Zusammenklappen der Bronchialröhren auftreten kann.
  • In Fig. 5 ist ein Wiederbelebungssystem oder eine Zusammenfassung seiner allgemeinen Anwendung gezeigt. . Das Äußere des beschriebenen Wiederbelebungsgerätes ist dargestellt. Man sieht den federbeaufschlagten Einstellknopf 19 auf der Schraubkappe 2.
  • Das Anschlußstück 36 ist mit der Gesichtsmaske 50 verbunden. Sie paßt über den Mund und die Nase des Patienten und kann von Hand oder durch Bänder gehalten werden. An den das Gesicht berührenden Kanten der Maske ist ein biegsamer Schlauch 5I vorgesehen, der durch das Einwegventil 52 mit dem Maskeninnern verbunden ist. Das Ventil 52 ist so eingestellt, daß der maximale Druck in der Maske im Schlauch 51 entwickelt wird, aber nicht in die Maske zurückweichen kann.
  • Das Gaseinlaßanschlußstück 26 ist mit einer Leitung 53 über ein Abschlußventil 54 und ein Sicherheitsventil 55 mit der Druckturbine 56 verbunden. Sie ist mit einem Lufteinlaßsieb 57 versehen. Der Rotor 58 der Druckturbine ist auf der Welle 59 befestigt. Sie führt zur anliegenden Antriebsturbine 60. Die Welle 59 weist einen unrunden Endteil 6I auf, der an einen Elektromotor oder andere Antriebsquelle im Bedarfsfalle gekuppelt werden kann, wenn der Antrieb der Turbine 60 ausfällt. Im Normalfalle wird die Turbine 60 durch die atmosphärische Luft angetrieben, welche durch die Düse 62 einströmt und auf den Turbinenrotor 60' auftrifft. Der atmosphärische Luftstrom gegen das Turbinenrad wird durch Verbindung des Turbinengehäuses mit einer Wasserstrahlpumpe 63 oder einer anderen Vakuumpumpe erzeugt. Indem ein Wasserstrom aus dem Wasserhahn 64 durch die Pumpe strahlt und nachher in einen Ausguß 65 fließt, wird sie angetrieben. Eine zweite Gasquelle ist mit der Leitung 53 verbunden, indem an sie der Sauerstoffbehälter 68 über eine Leitung angeschlossen ist, in welcher sich ein Absperrventil 66 und ein Ventil 67 zur Druckvernainderung befinden. Der Sauerstoff kann im Behälter 68 unter einem sehr hohen Druck stehen.
  • Um ihn im Einlaßstück 26 des Wiederbelebungsgerätes auf einen Wert von ungefähr 25,4 cm Wassersäule herunterzubringen, muß das Ventil 67 vorgesehen sein, das yorzugsweise direkt an der Ausgangsseite des Tankes 68 angebracht ist.
  • Das in der Fig. 5 dargestellte System soll wegen der verschiedenen Wiederbelebungsgasquellen eine angemessene Sicherheit gewährleisten. In der Darstellung der Fig. 5 ist das Wiederbelebungsgerät mit der Quelle 56 für die komprimierte Luft verbunden. Das Ventil 66 ist dabei geschlossen, während hierfür das Ventil 54 geöffnet ist. Das Sicherheitsventil 55 nahe der Quelle 56 dient zur Aufrechterhaltung eines bestimmten Maximaldruckes, z. B. von ungefähr + 25,4 cm Wassersäule in der Leitung 53. Während reiner Sauerstoff mit einem unbedeutenden Prozentgehalt an damit vermischtem Kohlendioxyd das vor: zuziehende Gas darstellt, kann auch komprimierte Luft immer ein befriedigender Ersatz sein. In manchen Fällen wird dauernd Kohlendioxyd dem fließenden Sauerstoff aus einer besonderen Flasche mit einem Meßventil zugefügt.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Wiederbelebungsgerät, gekennzeichnet durch folgende Kombinationen: Das die Gasempfangskammer darstellende Gehäuse (I) hat ein Anschlußstück (36) für die Verbindung mit einer Gesichtsmaske (50); die Kammer (I) wird von einem Injektor (25) durchquert; das eine Ende des Injektors wird an eine Druckgasquelle angel schlossen, sein anderes Ende weist ein Auslaßstück (37) auf, das ins Freie führt; im Injektor (25) befinden sich eine Düse (30), darunter ein verengtes Stück und ein drehbar angebrachtes Ventil (33) für die Öffnung und Schließung des Injektors zwischen dem verengten Stück und dem Auslaßstück (37); mit dem Ventil (33) ist starr eine Kurbel (34) verbunden, die sich nach außen in das Gehäuse (I) erstreckt; in dem Gehäuse (I) befindet sich eine Membran (5) für die Betätigung des Ventils (33), die mit der einen Seite der Gasaufnahmekammer (I) in Verbindung steht; eine gleitbar angebrachte Stange (I2) ist zentral an der Membran (5) befestigt; seitlich von der Stange (I2) erstreckt sich eine Feder (35), die mit der Kurbel (34) verbunden ist; oberhalb des verengten Stückes des Injektors (25) befinden sich Öffnungen (32), die mit der Gasaufnahmekammer (I) in Verbindung stehen; so daß das in den Injektor (25) fließende Gas abwechselnd durch die Öffnungen (32) in die Lungen eines die Gesichtsmasken (50) tragenden Patienten oder durch den Injektor (25) über das Abilußstück (37) ins Freie strömt, je nachdem ob das Ventil (33) durch die Wirkung der Membran (5), Stange (I2), Feder (35) und Kurbel (34) geschlossen oder geöffnet wird.
  2. 2. Wiederbelebungsgerät nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbel (34) starr mit dem Ventil (33) verbunden ist und mit seinem Kurbelarm sich nach außen in den Raum des Gehäuses (I) erstreckt.
  3. 3. Wiederbelebungsgerät nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gleitbar angebrachte und mit der Membran (5) starr verbundene Stange (I2) sich im rechten Winkel zur Kurbel (34) erstreckt.
  4. 4. Wiederbelebungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen der Stange (I2) und dem Kurbelarm (34) angebrachte Feder (35) über die Kurbel (34) hinaus in zwei entgegengesetzte Stellungen schwingt, wenn die Stange (I2) durch die Wirkung der Membran (5) hin und her geht, wodurch das Ventil (33) entweder geöffnet oder geschlossen wird.
  5. 5. Wiederbelebungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (5) quer im Gehäuse (I) angeordnet und im Abstand hierzu ebenfalls quer eine gelochte Wand (4) im Gehäuse (r) angeordnet ist.
  6. 6. Wiederbelebuñgsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand (4) eine rohrförmige Verlängerung (7) aufweist, deren von Membran (5) abgelegenes Ende im Gehäuse (bei 8) eingelassen ist.
  7. 7. Wiederbelebungsgerät nach den Ansprüchen I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (I2) sich axial durch die rohrförmige Verlängerung (7) und durch die Querwand (4) erstreckt.
  8. 8. Wiederbelebungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (I2) an ihren beiden Enden durch je ein Druckeinstellelement (14, I5), welches als Druck-, Zug- oder Blattfeder, Abreißmagnet, Klinkenrastung od. dgl. ausgebildet sein kann, beaufschlagt wird.
  9. 9. Wiederbelebungsgerät nach den Ansprüchen I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckeinstellelemente (I4, I5) durch je eine einrastbare Einstellkappe (I9) verschoben, verdreht oder durch Hilfsarmaturen in ihrer Wirkung beeinflußt werden können.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1215869B (de) * 1958-03-24 1966-05-05 Philip Lockland Stanton Beatmungsgeraet

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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