DE856994C - Vorrichtung zum kontinuierlichen Fuellen von Druckgefaessen mit stueckigem Gut, insbesondere zerkleinertem Pflanzenmaterial - Google Patents

Vorrichtung zum kontinuierlichen Fuellen von Druckgefaessen mit stueckigem Gut, insbesondere zerkleinertem Pflanzenmaterial

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DE856994C
DE856994C DEP4412A DE0004412A DE856994C DE 856994 C DE856994 C DE 856994C DE P4412 A DEP4412 A DE P4412A DE 0004412 A DE0004412 A DE 0004412A DE 856994 C DE856994 C DE 856994C
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DE
Germany
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filling
piston
pressure
locking piston
pressure vessels
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Expired
Application number
DEP4412A
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English (en)
Inventor
Rudolf Jensen
Leopold Dr Skark
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Phrix Werke AG
Original Assignee
Phrix Werke AG
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C7/00Digesters
    • D21C7/06Feeding devices

Landscapes

  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum kontinuierlichen Füllen von Druckgefäßen mit stückigem Gut, insbesondere zerkleinertem Pflanzenmaterial Das kontinuierliche Kochen in Druckgefäßen, vor allem in der Zellstoff- und Papierindustrie, erfordert vielfach das Einbringen von zerkleinertem Pflanzenmaterial in einen unter Druck stehenden Kochkessel. Das Einschleusen muß hierbei möglichst ohne Druck- und Dampfverluste erfolgen.
  • Es sind Vorrichtungen bekannt, die mit EinfÜhrungsschnecken arbeiten, wobei eine so hohe Materialverdichtung erzielt wird, daß der Dampfdruck des Kochgefäßes nicht in der Lage ist, das Material zurückzudrücken.
  • Andere Ausführungen bewirken die Materialverdichtung mittels Kolben, wobei der in ein Rohr gepreßte Materialpfropfen dem Dampfdruck widersteht.
  • Ferner sind Vorrichtungen bekannt, die das Einschleusen mittels Zellenräder bewirken. Schließlich sei noch auf kombinierte Vorrichtungen verwiesen, die im Zusammenhang mit den vorhin genannten Füllvorrichtungen arbeiten und im Prinzip einem Durchlaufhahn gleichen.
  • Die erwähnten Vorrichtungen sind in ihrer Verwendung vielfach begrenzt, also einem bestimmten Kochverfahren angepaßt und weisen gewisse Nachteile auf. So wird beim Arbeiten mit Schnecken das Material unerwünscht zerrieben, wodurch ein ungleichmäßiger Angriff im folgenden Dämpfungs-bzw. Kochprozeß erfolgt. Wird ein Pfropfen mittels eines Kolbens erzeugt, dann wird das Zerreiben wohl vermieden, jedoch entsteht unwillkürlich eine starke Verdichtung der Materialteilchen, was ein schwereres Durchdringen von Dampf- bzw. Kochflüssigkeit zur Folge hat. Auch sind sie weniger geeignet, um beispielsweise mit Aufschlußfüssigkeiten getränkte Materialien einzuschleusen Die Zellenräder weisen diese Nachteile nicht auf; jedoch ist die Anordnung von Zwischendruckgefäßen notwendig und damit ein gewisser Dampf-bzw. Druckverlust verbunden.
  • Erfindungsgemäß erfolgt die Beschickung dadurch, daß in einem dem Druckgefäß aufgesetzten Gehäuse ein gegen die Füllöffnung abdichtender, um eine zur Füllrichtung senkrecht stehende Achse drehbarer Zylinder angebracht ist, der einen radialen Kanal besitzt, in dem ein beweglicher Sperrkolben sowohl den Abschluß des Querkanals als auch die Beschickung bewirkt. Dabei kann die Hinundherbewegung des Kolbens bei jeder halben Zylinderumdrehung entweder direkt von außen gesteuert werden, oder die Bewegung entgegen dem im Gefäß herrschenden Überdruck kann selbsttätig durch das z. B. mittels eines Kolbens von außen unter periodisch alternierendem Druck zugeführte Füllgut erfolgen.
  • Auf diese Weise ist es möglich, die I,' ülldichte unabhängig von der Druckhöhe im Kochgefäß, von lockerer Schüttung bis zum stark verdichteten Material, zu variieren und das Einschleusen ohne Dampfverluste vorzunehmen. Ferner ist der Kocher dadurch ein stets nach außen abgeschlossenes Druckgefäß, bei welchem Rückstöße, wie sie bei Pfropfenfüllern zu verzeichnen sind, nicht eintreten. Wesentlich ist dabei, daß die Dichtungsfläche des drehbaren Zylinders, insbesondere der reibenden Teile, klein ist und der als Abschlußorgan dienende Kolben durch günstige Einordnung in das Füllsystem selbsttätig mitbewegt wird bzw. die Steuerung der Kolbenstellung von außen betätigt werden kann.
  • Die Wirkungsweise ist in nachstehender Beschreibung erörtert und an Hand einer schematischen Skizze dargestellt.
  • Aus den Fig. 1, 2, 3 und 5 ist die Arbeitsweise der Füllvorrichtung zu ersehen, und zwar zeigen die Fig. 1, 2 und 3 drei Phasen im Querschnitt, während Fig. 5 den der Abb. i entsprechenden Längsschnitt darstellt. Das in der Zuführungsrinne i befindliche Material wird durch Füllkolben 2 gegen den Sperrkolben 3 gedrückt. Der Sperrkolben 3 ist im drehbar angeordneten Zylinder - so untergebracht, daß er in dem zur Zylinderachse senkrecht angeordneten Querkanal 5 beweglich ist. Außer der Führung des Sperrkolbens 3 im Querkanal 5 ist sein Bewegungsweg durch den Sperrkolbenschlitz 6 längs des Bolzens 7 gegeben.
  • Der Zylinder 4 ist im Gehäuse 8 eingebaut und axial, wie Fig. 5 im Längsschnitt bei 9 zeigt, abgedichtet und an der Zulauföffnung bei io am Zylinderumfang gegen das Gehäuse8 eingeschliffen. Das Gehäuse 8 ist als Speisekopf auf den Kocher oder das Druck- bzw. Reaktionsgefäß aufgesetzt.
  • Der im Kocher herrschende Druck bewirkt die in Fig. i gezeichnete Ausgangsstellung des Sperrkolbens 3. Wie Fig. 2 zeigt, wird durch den abwärts gehenden Füllkolben 2 das Material in den Querkanal 5 gepreßt, wodurch der Sperrkolben 3 entgegen dein Kocherdruck nach unten bewegt wird. Ist dieser Füllvorgang beendet, dann wird der Zylinder .4 gedreht (Fig. 3), bis die Ausgangsstellung, wie in Fig. i gezeichnet, erreicht wird. Erneut beginnt dann das Füllen. Die Anordnung kann vertikal oder horizontal aufgebaut werden.
  • Beim Arbeiten mit sehr lockerem, leicht zusammenpreßbarem Füllgut kann der in Fig. 4 gezeigte Fall eintreten, daß der Sperrkolben 3 nicht mit genügender Kraft gegen den Überdruck im Gefäßinnern verschoben wird, also nicht regelmäßig und ausreichend füllt. Bei stets gleichen Arbeitsbedingungen und gleichem Material kann dein durch entsprechende Ausbildung von Füllrohr i i und Hub des Kolbens 2 abgeholfen werden.
  • Handelt es sich jedoch um die Verarbeitung verschiedener Rohstoffe, dann ist die erwünschte Bewegung des Sperrkolbens 3 in die jeweils notwendigen Endstellungen unabhängig vom Füllkolben zu steuern. Es ist darin überdies auch bei Stoffen mit hoher Schüttdichte die Verwendung eines F üllkolbCnSS 2 nicht unbedingt erforderlich.
  • Fig. 6 zeigt den Querschnitt, Fig. 7 den Längsschnitt einer solchen Vorrichtung. Die Bewegung des Sperrkolbens kann mechanisch, hydraulisch oder elektrisch bewirkt werden. In Fig. 6 und 7 ist die hydraulische'Betätigung des Sperrkolbens 3 als Beispiel gezeichnet. Der Führungsbolzen 7 wird in diesem Fall für die Aufnahme der Druckleitungen 12 und 13 verwendet. Am Führungsbolzen 7 sind ferner die Gleitrohre 14 und 15 befestigt. Der Sperrkolben 3 ist mit den zylicidrischen Bohrungen, die als Flüssigkeitskammern 16 und 17 dienen, ausgestattet, die am Fuße die Hochdruckdichtungsringe 18 und 1g aufnehmen. Die Gleitrohre 14, 15 sind den Flüssigkeitskammern 16, 17 dicht angepaßt. Je nach axialer Zuleitung der Druckflüssigkeit kann der Sperrkolben nach einer der beiden Seiten bewegt werden. In den Fig. 6 und 7 wird die Leitung 13 als Druckleitung beansprucht, so daß die Flüssigkeitskammer 17 mit Preßflüssigkeit gefüllt und dadurch der Sperrkolben in der unteren Stellung bleibt. Gleichzeitig mit dem Füllen von 17 wurde die Flüssigkeitskammer 16 über die Druckleitung 12 entleert. Der umgekehrte Vorgang wird durch Füllen der Flüssigkeitskammer 16 über Druckleitung 12 und Entleerung von 17 über 13 erreicht. Die Steuerung der Druckflüssigkeit wird in üblicher Art mit der Drehung des Zylinders selbsttätig ausgelöst.
  • Die beschriebene Vorrichtung ist insbesondere für Kochapparate in der Zellstoff- und Papierindustrie gedacht, eignet sich aber auch für alle Behandlungsapparaturen, bei denen stückiges oder gepulvertes Gut kontinuierlich in ein unter Überdruck stehendes Behandlungsgefäß eingebracht werden soll.
  • Eine drehbare Meßtrommel mit einem im Querkanal der Trommel beweglich gelagerten Kolben wurde bereits als Speisevorrichtung einer Brikettiermaschine vorgeschlagen. Hierbei handelte es sich jedoch nicht um die Beschickung eines unter Überdruck stehenden Kessels, und die Bewegung 3es Kolbens erfolgte lediglich unter der Wirkung der Schwerkraft. Detngegenüber wird bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Kolben entweder durch die Art der Materialzuführung oder unabhängig von der Materialzufuhr durch eine besondere Steuervorrichtung entgegen dem im Kessel herrschenden Überdruck bewegt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum kontinuierlichen Füllen von Druckgefäßen mit stückigem Gut, insbesondere zerkleinertem Pflanzenmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Gehäuse (8), das direkt am Druckgefäß aufgesetzt ist, ein gegen die Füllöffnung abdichtender drehbarer Zylinder (4) eingebaut ist, welcher senkrecht zur Zylinderachse einen der Füllöffnung entsprechenden Querkanal (5) besitzt, in welchem zum Abschluß des Querkanals gegen die herrschenden Druckunterschiede ein eingepaßter, hin und her beweglicher Sperrkolben (3) liegt, der entgegen dem Innendruck verschoben wird und so als Füllkolben dient.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Sperrkolbens (3) entgegen dem im Druckgefäß herrschenden Druck durch einen das Gut zuführenden Füllkolben (2) bewirkt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrkolben (3) unabhängig von der Materialzufuhr (z. B. mechanisch, hydraulisch oder elektrisch) gesteuert wird.
DEP4412A 1950-10-12 1950-10-12 Vorrichtung zum kontinuierlichen Fuellen von Druckgefaessen mit stueckigem Gut, insbesondere zerkleinertem Pflanzenmaterial Expired DE856994C (de)

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