DE855698C - Verfahren zur Gewinnung fluechtiger Stoffe aus Gasen - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung fluechtiger Stoffe aus GasenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zur Gewinnung flüchtiger Stoffe aus Gasen Man kann aus einem Gasstrom Stoffe auf verschiedene Weise zur Abscheidung bringen und gewinnen. Man kann die Gase unter den Tau- bzw.
- Sublimationspunkt der abzuscheidenden Stoffe abkühlen und diese in flüchtiger oder fester Form in Vorlagen, Filtern, Staubkammern u. dgh auffangen.
- Man kann die Gase auch mit flüssigen Lösungs-oder festen Absorptionsmitteln in Berührung bringen. so daß die abzuscheidenden Stoffe gelöst oder absorbiert werden.
- Es tritt jedoch häufig der Fall ein, daß das so gewonnene Zwischenprodukt sich für die Weiterverarbeitung, insbesondere für die Gewinnung des darin gelösten Stoffes, nicht gut eignet.
- Das Prinzip der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß man ein Absorptionsmittel benutzt. welches den fliichtigen Stoff aufnimmt, ihn aber an einen anderen, anschließend beigemischten Stoff abgibt, so daß das Absorptionsmittel wieder zur neuen Absorption verfügbar wird.
- Der abzuscheidende Stoff wird mit Absorptions-bzw. Lösungsmitteln in Berührung gebracht, die den abzuscheidenden Stoff besonders gut aufzunehmen vermögen, und dem so erhaltenen, den abzuscheidenden Stoff enthaltenden Zwischenprodukt ein weiterer Stoff beigemischt, der oder gegebenenfalls dessen Mischung mit den übrigen vorhandenen Stoffen mit dem albzuscheidenden Stoff in seiner größten Menge eine abtrennbare Phase bildet, so daß einerseits der abzuscheidende Stoff in einer für die Weiterverarbeitung und/oder Gewinnung geeigneteren Verbindung oder Mischung vorliegt, andererseits das Absorptions- bzw. Lösungsmittel wieder zur neuen Absorption verfügbar wird.
- Welche Stoffe hier im einzelnen anzuwenden sind, kann u. a. aus den Zustandsdiagrammen ermittelt werden.
- Die vorliegende Erfindung ist mit Vorteil anwendbar auf die Gewinnung von luminiumchlorid, das mit Hilfe von Chlorierungsmitteln aus aluminiumhaltigen Stoffen erzeugt wurde. aus dem gasförmigen Reaktionsgemisch in einer für die Xluminiumc'hloridelektrolyse besonders geeig neten Form. Es kann alter in sinngemäß abgewandelter Form auch auf viele andere. inshesondere flüchtige Stoffe Anwendung finden.
- Für Aluminiumchlorid kommen als geeignete Absorptionsmittel hauptsächlich Alkaliehloride bzw. Erdalkalichloride in Betracht -Nuch Gemische derartiger Chloride sind mit Vorteil anwendbar. Das Aluminiumchlorid wird von den genannten Salzen, beispielsweise einem Gemisch aus Lithiumchlorid mit wenig Kaliumchlorid, l>esonders bei Temperaturen etwas oberhalb des Schmelzpunktes der eutektischen Mischungen bzw. der komplexen Verbindungen begierig aufgenommen. Die entstehende flüssige Phase die sich jedoch für die Aluminiumelektrolyse unter anderem wegen ihres hohen Dampfdruckes nicht besonders eignet, läuft ab und kann durch geeignete Schleusen aus dem Absorptionsraum abgeleitet \\-erden. Wenn man nun dieses gewonnene flüssige Gemisch mit einer Schmelze aus vorwiegend Kaliumchlorid mit wenig anderen Chloriden vermischt, so tritt eine temperaturabhängige Entmischung ein. wobei sich als obere flüssige Phase der Komplex KAlCl4 mit relativ geringem Dampfdruck abscheidet, in welchem je nach der Temperatur mehr oder weniger große Mengen der übrigen Salze der Mischung gelöst sind, während die untere Phase nur wenig AlCl3 enthält und zur neuen Absorption zurückgeht. Bei dieser Entmischung gehen die für die Aluminiumelektrolyse störenden Verunreinigungen fast gänzlich in die untere Phase, so daß die aluminiumchloridreiche Phase vorteilhaft zur elektrolytischen Gewinnung von Aluminium benutzt werden kann. Durch Regelung der Temperatur bei der Entmischung und durch Wahl der Salzkompositionen lassen sich die Zusammensetzungen der beiden Phasen in gewünschter Weise regeln. Nach Zersetzung der Hauptmenge des Aluminiumchlorids erhält man als Endelektrolyt wieder eine kaliumchloridreiche Schmelze, die für die Entmischungsoperation gebraucht wird.
- Das Verfahren ist immer dann anwendbar, wenn der zu gewinnende flüchtige Stoff mit zwei anderen Stoffen, von denen der eine als Absorber dient, im flüssigen Zustand unter bestimmten Konzentrations- und Temperaturbedingungen ein System mit einer Mischungslücke bildet. Dies trifft beispielsweise auch für das System Phenol-Aceton-Wasser zu.
Claims (1)
- Beispiele a) Über 100 kg eines sei etwa 550° erstarren den und grob zerkleinerten Salzgemisches aus 73% Ei Cl, 22 % K Cl und 5 % Al Cl3, das sich u. a. infolge seiner großen Oberfläche besonders gut zur Absorption eignet, läßt man bei einer Temperatur von 200 bis 250° einen Aluminiumchloriddampf enthaltenden Gasstrom streichen. ach Aufnahme von 150 kg AIC13 erhält man eine Schmelze im Gewicht von 250 kg mit 700/0 Al Cl3, 7% K Cl und 23% Li Cl. Diese wird mit 137 kg einer über 700° heißen Schmelze (Endelektrolyt) mit 10% mischung und, nach Ahtrennen des zu gewinnenden Stoffes aus der anderen Phase, letztere als Zusatzstoff angewendet werden.
Priority Applications (1)
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