DE855698C - Verfahren zur Gewinnung fluechtiger Stoffe aus Gasen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung fluechtiger Stoffe aus Gasen

Info

Publication number
DE855698C
DE855698C DEP22181A DEP0022181A DE855698C DE 855698 C DE855698 C DE 855698C DE P22181 A DEP22181 A DE P22181A DE P0022181 A DEP0022181 A DE P0022181A DE 855698 C DE855698 C DE 855698C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
extraction
gases
substances
mixture
volatile substances
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP22181A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr-Ing Grothe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP22181A priority Critical patent/DE855698C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE855698C publication Critical patent/DE855698C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/48Halides, with or without other cations besides aluminium
    • C01F7/56Chlorides
    • C01F7/58Preparation of anhydrous aluminium chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung flüchtiger Stoffe aus Gasen Man kann aus einem Gasstrom Stoffe auf verschiedene Weise zur Abscheidung bringen und gewinnen. Man kann die Gase unter den Tau- bzw.
  • Sublimationspunkt der abzuscheidenden Stoffe abkühlen und diese in flüchtiger oder fester Form in Vorlagen, Filtern, Staubkammern u. dgh auffangen.
  • Man kann die Gase auch mit flüssigen Lösungs-oder festen Absorptionsmitteln in Berührung bringen. so daß die abzuscheidenden Stoffe gelöst oder absorbiert werden.
  • Es tritt jedoch häufig der Fall ein, daß das so gewonnene Zwischenprodukt sich für die Weiterverarbeitung, insbesondere für die Gewinnung des darin gelösten Stoffes, nicht gut eignet.
  • Das Prinzip der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß man ein Absorptionsmittel benutzt. welches den fliichtigen Stoff aufnimmt, ihn aber an einen anderen, anschließend beigemischten Stoff abgibt, so daß das Absorptionsmittel wieder zur neuen Absorption verfügbar wird.
  • Der abzuscheidende Stoff wird mit Absorptions-bzw. Lösungsmitteln in Berührung gebracht, die den abzuscheidenden Stoff besonders gut aufzunehmen vermögen, und dem so erhaltenen, den abzuscheidenden Stoff enthaltenden Zwischenprodukt ein weiterer Stoff beigemischt, der oder gegebenenfalls dessen Mischung mit den übrigen vorhandenen Stoffen mit dem albzuscheidenden Stoff in seiner größten Menge eine abtrennbare Phase bildet, so daß einerseits der abzuscheidende Stoff in einer für die Weiterverarbeitung und/oder Gewinnung geeigneteren Verbindung oder Mischung vorliegt, andererseits das Absorptions- bzw. Lösungsmittel wieder zur neuen Absorption verfügbar wird.
  • Welche Stoffe hier im einzelnen anzuwenden sind, kann u. a. aus den Zustandsdiagrammen ermittelt werden.
  • Die vorliegende Erfindung ist mit Vorteil anwendbar auf die Gewinnung von luminiumchlorid, das mit Hilfe von Chlorierungsmitteln aus aluminiumhaltigen Stoffen erzeugt wurde. aus dem gasförmigen Reaktionsgemisch in einer für die Xluminiumc'hloridelektrolyse besonders geeig neten Form. Es kann alter in sinngemäß abgewandelter Form auch auf viele andere. inshesondere flüchtige Stoffe Anwendung finden.
  • Für Aluminiumchlorid kommen als geeignete Absorptionsmittel hauptsächlich Alkaliehloride bzw. Erdalkalichloride in Betracht -Nuch Gemische derartiger Chloride sind mit Vorteil anwendbar. Das Aluminiumchlorid wird von den genannten Salzen, beispielsweise einem Gemisch aus Lithiumchlorid mit wenig Kaliumchlorid, l>esonders bei Temperaturen etwas oberhalb des Schmelzpunktes der eutektischen Mischungen bzw. der komplexen Verbindungen begierig aufgenommen. Die entstehende flüssige Phase die sich jedoch für die Aluminiumelektrolyse unter anderem wegen ihres hohen Dampfdruckes nicht besonders eignet, läuft ab und kann durch geeignete Schleusen aus dem Absorptionsraum abgeleitet \\-erden. Wenn man nun dieses gewonnene flüssige Gemisch mit einer Schmelze aus vorwiegend Kaliumchlorid mit wenig anderen Chloriden vermischt, so tritt eine temperaturabhängige Entmischung ein. wobei sich als obere flüssige Phase der Komplex KAlCl4 mit relativ geringem Dampfdruck abscheidet, in welchem je nach der Temperatur mehr oder weniger große Mengen der übrigen Salze der Mischung gelöst sind, während die untere Phase nur wenig AlCl3 enthält und zur neuen Absorption zurückgeht. Bei dieser Entmischung gehen die für die Aluminiumelektrolyse störenden Verunreinigungen fast gänzlich in die untere Phase, so daß die aluminiumchloridreiche Phase vorteilhaft zur elektrolytischen Gewinnung von Aluminium benutzt werden kann. Durch Regelung der Temperatur bei der Entmischung und durch Wahl der Salzkompositionen lassen sich die Zusammensetzungen der beiden Phasen in gewünschter Weise regeln. Nach Zersetzung der Hauptmenge des Aluminiumchlorids erhält man als Endelektrolyt wieder eine kaliumchloridreiche Schmelze, die für die Entmischungsoperation gebraucht wird.
  • Das Verfahren ist immer dann anwendbar, wenn der zu gewinnende flüchtige Stoff mit zwei anderen Stoffen, von denen der eine als Absorber dient, im flüssigen Zustand unter bestimmten Konzentrations- und Temperaturbedingungen ein System mit einer Mischungslücke bildet. Dies trifft beispielsweise auch für das System Phenol-Aceton-Wasser zu.

Claims (1)

  1. Beispiele a) Über 100 kg eines sei etwa 550° erstarren den und grob zerkleinerten Salzgemisches aus 73% Ei Cl, 22 % K Cl und 5 % Al Cl3, das sich u. a. infolge seiner großen Oberfläche besonders gut zur Absorption eignet, läßt man bei einer Temperatur von 200 bis 250° einen Aluminiumchloriddampf enthaltenden Gasstrom streichen. ach Aufnahme von 150 kg AIC13 erhält man eine Schmelze im Gewicht von 250 kg mit 700/0 Al Cl3, 7% K Cl und 23% Li Cl. Diese wird mit 137 kg einer über 700° heißen Schmelze (Endelektrolyt) mit 10% mischung und, nach Ahtrennen des zu gewinnenden Stoffes aus der anderen Phase, letztere als Zusatzstoff angewendet werden.
DEP22181A 1948-11-20 1948-11-20 Verfahren zur Gewinnung fluechtiger Stoffe aus Gasen Expired DE855698C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP22181A DE855698C (de) 1948-11-20 1948-11-20 Verfahren zur Gewinnung fluechtiger Stoffe aus Gasen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP22181A DE855698C (de) 1948-11-20 1948-11-20 Verfahren zur Gewinnung fluechtiger Stoffe aus Gasen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE855698C true DE855698C (de) 1952-11-17

Family

ID=7368603

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP22181A Expired DE855698C (de) 1948-11-20 1948-11-20 Verfahren zur Gewinnung fluechtiger Stoffe aus Gasen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE855698C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE884358C (de) Verfahren zur Reinigung von technischer Phosphorsaeure
DE1592432B1 (de) Verfahren zur Zinkabtrennung von Cadmium
DE821340C (de) Verfahren zum Trennen von Gasgemischen
DE483393C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Chlormagnesium
DE855698C (de) Verfahren zur Gewinnung fluechtiger Stoffe aus Gasen
DE2418801C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Mannit und Sorbit aus einer wäßrigen Lösung
DE424017C (de) Verfahren zur Herstellung saurer Natriumformiate
DE961254C (de) Verfahren zur Herstellung praktisch alkalimetallfreier Aluminiumoxyd-Kieselsaeure-Katalysatoren in Form von Glas mit Skelettstruktur
CH286928A (de) Verfahren zur Gewinnung eines aluminiumchloridhaltigen, für die Aluminiumelektrolyse bestimmten Salzgemisches.
DE3637225C2 (de)
DE937644C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Selentetrabromid bzw. von reinem Selen
DE723812C (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem, wasserfreiem Natriumcarbonat
DE887871C (de) Verfahren zur Trennung von Kupfer-Nickel-Zink-Legierungen
EP0266599B1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Magnesiumsulfaten
DE654025C (de) Verfahren zur Trennung von in Wasser leicht loeslichen Aminosaeuren und Ammoniumsulfat
DE875808C (de) Verfahren zur Herstellung von fluorhaltigen Olefinen
DE829165C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen des Benzoesaeuresulfimids
DE59888C (de) Verfahren zur Gewinnung von Aluminium aus Aluminaten
DE825395C (de) Verfahren zur Gewinnung von Cer(IV)-Nitrat
DE2542642A1 (de) Verfahren zur gewinnung von gallium
DE938667C (de) Verfahren zur Abscheidung explosiver fluessiger Salpetersaeureester aus Waschwaessern
DE1159415B (de) Verfahren zur Gewinnung von Lithiumchlorid bzw. -carbonat und Borax aus Solen, die diese Salze neben Alkali- und Erdalkalichloriden enthalten
DE578547C (de) Verfahren zur elektrothermischen Herstellung von Aluminium
AT150146B (de) Verfahren zur Gewinnung von metallischem Magnesium durch Reduktion von oxydischen Ausgangsstoffen.
DE449608C (de) Kieselgurpraeparat und Verfahren zu seiner Herstellung