DE855375C - Verfahren und Vorrichtung zum Schutze von U-Booten gegen Ortung durch Echolotsuchgeraete - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Schutze von U-Booten gegen Ortung durch Echolotsuchgeraete

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DE855375C
DE855375C DEA4528D DEA0004528D DE855375C DE 855375 C DE855375 C DE 855375C DE A4528 D DEA4528 D DE A4528D DE A0004528 D DEA0004528 D DE A0004528D DE 855375 C DE855375 C DE 855375C
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DE
Germany
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water
ejected
inhomogeneity
protection
submarines
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Expired
Application number
DEA4528D
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English (en)
Inventor
Willy Dr Kunze
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Atlas Werke AG
Original Assignee
Atlas Werke AG
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63GOFFENSIVE OR DEFENSIVE ARRANGEMENTS ON VESSELS; MINE-LAYING; MINE-SWEEPING; SUBMARINES; AIRCRAFT CARRIERS
    • B63G8/00Underwater vessels, e.g. submarines; Equipment specially adapted therefor
    • B63G8/28Arrangement of offensive or defensive equipment
    • B63G8/34Camouflage

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Radar Systems Or Details Thereof (AREA)

Description

  • Es ist bekannt, Schiffe, insbesondere U-Boote, durch Horchgeräte aufzusuchen, die die Bootsgeräusche, vornehmlich die Schraubengeräusche, unter Wasser abhorchen. Dem verfolgten Schiff ist es aber möglich, durch Abstellen der Schraube oder Umstellen auf geringe Fahrt die Geräusche so weit zu vermindern, daß ein sicheres und rechtzeitiges Auffinden durch Horchgeräte nicht mehr möglich ist.
  • Man hat deshalb Suchgeräte vorgeschlagen, die von dem Geräusch des aufzusuchenden Schiffes unabhängig sind. Diese Geräte arbeiten nach dem bekannten Echolotverfahren, bei dem ein Schallstrahl in horizontaler Richtung ins Wasser ausgesandt und reflektierende Gegenstände, insbesondere Schiffe, an dem von ihnen reflektierten Schall erkannt und nach Richtung und Entfernung ermittelt werden. Gegen dieses Suchverfahren gab es bisher kein wirksames Schutzmittel.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, das verfolgte U-Boot gegen Echolotsuchgeräte dadurch zu sichern, daß künstlich erzeugte Reflexionsstellen in der Umgebung des Bootes erzeugt werden. Dies läßt sich erfindungsgemäß durch Bildung von Inhomogenitäten im umgebenden Wasser erzielen. Diese erzeugen ebenso wie das U-Boot selbst ein deutliches Echo und verschleiern dadurch in wirksamer Weise den tatsächlichen Ort des U-Bootes.
  • Zur Durchführung des Verfahrens ist das U-Boot mit einer Ausstoßvorrichtung versehen, durch die Stoffe ins Wasser gebracht werden, die reflektierende Inhomogenitätsstellen erzeugen. Diese Ausstoßvorrichtung kann beispielsweise auseinerDüsenanordnung bestehen, durch die Luft in feinster Verteilung in das Wasser ausströmt. Ferner kann eine Gasloläschenwolke auch durch Chemikalien erzeugt werden, die im Wasser Gase entwickeln. Auch lassen sich flüssige Lösungen von Salz, z. B. Kupfersulfat od. dgl., ins Wasser bringen, um Schlieren zu erzeugen, die eine andere Dichte haben als Wasser.
  • Gegebenenfalls können auch feste Körper ins Wasser ausgestoßen bzw. ausgeworfen werden, die vor dem Ausbringen ein verhältnismäßig kleines Volumen einnehmen und sich dann derart im Wasser ausbreiten bzw. ausdehnen, daß eine genügend große Inhomogenitätsstelle entsteht.
  • Durch Erzeugung mehrerer Gaswolken oder sonstiger Inhomogenitätsstellen in der Umgebung des Bootes läßt sich sein Standort in wirksamer Weise verschleiern.
  • Die Erfindung sei schematisch veranschaulicht.
  • Das in der Abbildung dargestellte U-Boot a erzeugt durch Ausstoßen z. B. von feinen Luftbläschen aus einem Druckbehälter b mit verschließbarer Ausströmdüse c eine oder mehrere Gaswolken d, sobald es merkt, daß es angelotet wird. Die Gaswolken d bleiben dann zwischen dem noot und dem Feind als Anlotungsobjekt zurück und bewirken auf diese Weise eine wirksame Täuschung huber den Standort des U-Bootes.
  • PATENTANSPRtJCHE: I. Verfahren zum Schutz von U-Booten gegen Ortung durch Echolotpeilgeräte, gekennzeichnet durch Erzeugung von schallreflektierenden Inhomogenitätswolken in dem das Boot umgebenden Wasser zurVerschleierung seines Standortes.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das U-Boot mit einer Ausstoßvorrichtung für Stoffe ins Wasser versehen ist, die reflektierende Inhomogenitätsstellen im Wasser erzeugen.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Düsenanordnung, durch die Luft in feinster Verteilung in das Wasser ausströmt.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Ausstoßen von Chemikalien, die im Wasser Gase entwickeln, die dann länger in Bläschenform im Wasser erhalten bleiben.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß flüssige Lösungen von Salz, z. B. Kupfersulfat od. dgl., ins Wasser ausgestoßen werden, die Schlieren bilden, welche eine andere Dichte haben als das Wasser.
    6. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß feste Körper ins Wasser ausgestoßen werden, die frei im Wasser schweben und vor dem Ausstoßen ein verhältnismäßig kleines Volumen einnehmen, während sie sich nach dem Ausstoßen im Wasser derart ausbreiten, daß eine genügend große Inhomogenitätsstelle im Wasser erzeugt wird.
DEA4528D 1939-09-02 1939-09-02 Verfahren und Vorrichtung zum Schutze von U-Booten gegen Ortung durch Echolotsuchgeraete Expired DE855375C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3771115A (en) * 1966-01-04 1973-11-06 Linden H Mc Simulated submarine target apparatus
DE2929201A1 (de) * 1979-07-19 1981-01-29 Ver Flugtechnische Werke Signalgenerator zur simulation von sonarechos fuer eine unterwasser- sonaranlage
DE3435130C1 (de) * 1984-09-25 1993-05-13 Diehl Gmbh & Co Angetriebener Unterwasser-Stoerkoerper

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