DE846751C - Elektrisches Kopflichtbad mit starrer Haube - Google Patents
Elektrisches Kopflichtbad mit starrer HaubeInfo
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Description
- Elektrisches Kopflichtbad mit starrer Haube Die Erfindung bezieht sich auf die bekannten Kopflichtbäder, die aus einer den Kopf des Kranken mit Abstand umgebenden starren Haube bestehen, an deren Decke eine Anzahl Gluhlampen kreuzförmig angebracht sind, deren Strahlwirkung durch einen ungefähr in Stirnhöhe angebrachten Reflektor verstärkt wird. Bei den bekannten Lichtbädern dieser Art bestand die starre Haube meist aus Sperrholz, das auf der Innenseite hell lackiert war.
- Zur Beobachtung des Kranken dienten kleine bullaugenformige Glasfenster, die seitlich und vorn in die Haube eingesetzt waren und nur einen sehr begrenzten Durchblick gewährten. Diese bekannten Lichtbäder hatten daher den Nachteil, daß die Beobachtung des Kranken sehr erschwert war, indem man dient an die Glasfenster herantreten mußte, wenn man auch nur einen kleinen Ausschnitt seines Gesichts deutlich sehen wollte, und daß der Kranke in der Haube, die ihm fast keinen Ausblick gewährte, eine starke Bedrückung empfand, die sich bei empfindsamen Kranken bis zum Angstgefühl steigern konnte und manchmal zum vorzeitigen Abbrechen der Behandlung nötigte. Außerdem aber konnten solche Lichtbäder auch nur mangelhaft gereinigt werden, obgleich das aus dem Atem und dem Schweiß der Kranken an den Innenwänden der Haube sich reichlich bildende Kondensat eine gründliche Reinigung erfordert, namentlich wenn das Lichtbad fortlaufend von neuen Kranken benutzt wird, wie dies z. B. in Kraukenhäusern. Heil- und Badeanstalten usw. der Fall ist.
- Die Erfindung besteht darin, daß der Vorder- und die Seitenteile der Haube aus einer hufeisenförmig gebogenen Platte von durchsichtigem, abwasch- barem und wärmefestem Werkstoff, z. B. Plexiglas oder einem ähnlichen glasartigen Kunststoff, bestehen. Dadurch wird erreicht, daß der Kranke während der Behandlung frei um sich blicken kann, wodurch er abgelenkt und beruhigt wird, während das Pflegepersonal ihn auch aus einiger Entfernung gut beobachten und daher seiner sonstigen Arbeit nachgehen kann. Zugleich wird aber auch erreicht, daß die Innenflächen der Haube nach jder Benutzung saul>er abgewaschen werden können, namentlich dann, wenn erfindungsgemäß die Befestigung der Glühlampenfassungen in der Weise erfolgt, daß nur die unferen Enden der Fassungsringe ttoclt aus der das Haubeninnere nach ohen abschließenden Decke herausragen, während die Faszungen selbst, ihre Anschlüsse und Befestigungsmittel verdeckt über der Decke liegen. Ein weiterer Fortschritt in hygienischer Hinsicht wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Reflektor nicht mehr wie bisher als Blechteil im Innern der Haube befestigt, sondern als Folie zwischen zwei Schichten des die Haube bildenden durchsichtigen Werkstoffs eingeklebt wird. Auf diese Weise wird nicht nur jede Oxydation des Reflektors vermieden, sondern auch jede Beschädigung beim Ausreiben der Haube verhindert. Vorzugsweise wird auch die Innenfläche der die Haube nach rückwärts abschließenden Rückwand aus einem abwaschbaren Kunststoff hergestellt, indem die Rückwand z. B. mit einer Kunststoffplatte verkleidet wird.
- Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung des Lichtbads; I;ig. 2 einen senkrechten ;2littelschnitt und Fig. 3 eine in verschiedenen Höhenlagen aufgebrochene Draufsicht des Lichtbads: Fig. 4 einen Schnitt durch den mit Reflektor versehenen durchsichtigen Teil der Haube und Fig. 5 eine schaubildliche Darstellung des in waagerechter Gebrauchslage befindlichen Lichtbads.
- Das dargestellte Lichtbad hat eine Rückwand 1, die z. B. aus Sperrholz besteht und zum Aufhängen an einer Wand, einem Stativ od. dgl. eingerichtet ist. An dieser Rückwand ist mittels eines Scharniers 2 in an sich bekannter Weise das Deckelbrett 3 der Haube 4 hochklappbar befestigt. Unter dem Deckelbrett 3 ist mittels eines umlaufenden Rahmens 5 ein Zwischenbrett 6 befestigt, das die Fassungen 7 der Glühlampen 8 und deren Zuleitungen 9 trägt. Die Fassungen 7 der Glühlampen werden durch eine den Heißluftraum der Haube nach ollen abschließende Deckenplatte 10 verdeckt, die nur mit Ausschnitten 1 1 für die sie durchdringenden Fassungsringe versehen ist. Dadurch bildet die Deckenplatte 10 eine leicht zu reinigende glatte Fläche. Die Haube 4 besteht erfindungsgemäß aus einer einzigen, hufeisenförmig gebogenen Platte eines glasartig durchsichtigen, abwaschbaren und wärmebeständigen Werkstoffs, z. B. aus Jenaer Glas, Plexiglas oder einem ähnlichen Kunststoff.
- Der Reflektor besteht erfindungsgemäß aus einer Metallfolie, z. B. einer Aluminiumfolie 12, die zwischen der Haube 4 und einer Schutzschicht 13 luft-und feuchtigkeitssicher eingeschlossen, z. B. eingeklebt ist. Der Reflektor 12 und seine Schutzschicht 13 kann, wie in Fig. 4 gezeigt. auf der Außenseite der l-laulie 4 angeordnet sein, wobei die Schutzschicht nur einen niederen. den Reflektor nur wenig überragenden Streifen bildet. In der gleichen Weise könnte der Reflektor aber auch mit seiner Schutzschicht auf der Innenseite der Haube angeordnet werden. Dabei müßte die Schutzschicht 13 ebenfalls aus einem durchsichtigen Werkstoff bestehen, was l)ei der Außenanordnung nicht erforderlich ist.
- Außerdem alter kann man auch die ganze Haube 4 aus zwei miteinander verklebten oder verschweißten Schichten des durchsichtigen Werkstoffs herstellen und den Reflektor zwischen diese beiden Schlichten 4 und 13 einschließen, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. In allen Fillell liegt der Reflektor gegen Oxydation und mechanische Beschädigungen beim Auswaschen der Haube 4 geschützt. Eine Randfassung 14, die an dem Deckelrahmen 5 befestigt ist, hält die hufeisenförmig gebogene Haubenplatte 4 in ihrer Form.
- Die den Innenraum der Haube 4 nach oben abschließende, nur von den Lampenfassungen 7 durchdrungene Deckenplatte 10 kann ebenfalls aus abwaschbarem, glasartigem Werkstoff bergestellt und an ihrem Rand 15 mit deill Werkstoff der Haube 4 verklebt oder bei Verwendung eines geeigneten Kunststoffs verschweißt werden, so daß die ganze Innenfläche der Haube fugenlos abwaschbar ist.
- Ebenso kann man die Innenfläche der Rückwand 1 mit einer Platte i6 aus deni gleichen Werkstoff l)elegen, wobei die Seitenränder 17 dieser Platte winkelförmig nach vorn gebogen werden, so daß sie die Seitenränder der Haube 4 außen umfassen (Fig. 3).
- Soll das Lichtbad bei bettlägerigen Kranken, also in waagerechter Gebrauchslage augewandt werden, dann muß die untere Öffnung der i4aulte 4 durch einen schmiegsamen Vorhang 18 aus einem wasch-Itaren Stoff (z. ß. gummiertem Stoff od. dgl.) abgeschlossen werden, damit die in der Haube entstehende Heißluft nicht entweichen kann (Fig. 5).
- Dieser Vorhang 18 wird zweckmäßig aii einem U-förmigen Federbügel 19 befestigt, der einfach auf das untere Ende der Haube 4 aufgeklemmt wird (Fig. 2). Nfan kann den Vorhang alter auch auf ein Gummiband 20 aufziehen. an dessen Inden Haken 21 od. dgl. angeltracht sind, die über die Seitenkanten der @ Haube 4 gehakt werden (Fig. 5). In beiden Fällen ist es zweckmäßig, den unteren Rand der Haube 4 als Bördelrand 22 auszubilden, der als Widerlager für den Klemmbügel 19 dient und zugleich einen Schutz gegen Verletzungen durch scharfe Randstellen bietet.
Claims (12)
- P A T E N T A N S P R Ü C H E: 1. Elektrisches Kopflichtbad mit starrer Haube, dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise hochklappbaren Vorder- und Seitenteile der Haube aus einer einzigen Platte (4) von durchsichtigem, abwaschbarem und wärmefestem Werkstoff (z. b. Plexiglas) bestehen.
- 2. Lichtbad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die das Haubeninnere nach oben abschließende Deckenplatte (10) nur von den Eassungsringen der darüber verdeckt liegenden Lampenfassungen (7) durchdrungen wird
- 3. Lichtbad nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckenplatte (10) ebenfalls aus einem abwaschbaren, wärmebeständigen Werkstoff (z. B. Plexiglas oder einem ähnlichen Kunststoff) besteht.
- 4. Lichtbad nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (15) der Deckenplatte (10) mit der die Haube bildenden Kunststoffplatte (4) verschweißt ist.
- 5. Lichtbad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der im Bereich der Glühlampen angeordnete Stirnreflektor aus einer Metallfolie (12) besteht, die zwischen der Haube (4) und einer erforderlichenfalls ebenfalls durchsichtigen Schutzschicht (13) eingeschlossen ist.
- 6. Lichtbad nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand der Haube aus zwei miteinander verklebten Schichten (4 und 13) des durchsichtigen Werkstoffs besteht un der Reflektor (12) zwischen diese beiden Schichten eingeschlossen ist.
- 7. Lichtbad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Innenfläche der die Haube tragenden Rückwand (1) aus einer abwaschbaren, wärmebeständigen Kunststoffplatte (16) besteht.
- 8. Lichtbad nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenränder (17) der die Innenfläche der Rückwand bildenden Kunststoffplatte (16) winkelförmig nach vorn gebogen sind und die Seitenränder der Haube (4) außen umfassen.
- 9. Lichtbad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei waagerechter Gebrauchslage des Lichtbads die schulterseitige Öffnung der Haube (4) durch einen abnehmbaren, schmiegsamen Vorhang (18) aus waschbarem bzw, abwaschbarem Stoff (z. B. gummiertem Gewebe) verschlossen werden kann.
- 10. Lichtbad nach Anspruch 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorhang (18) an einem Federbügel (19) befestigt ist, der die Haube (4) umfassend auf deren unteren Rand aufgeklemmt werden kann.
- 11. Lichtbad nach Anspruch 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorhang an einem elastischen Band (20) befestigt ist, dessen Enden mit an den Seitenkanten der Haube (4) zu befestigenden Haken (21) od. dgl. versehen sind.
- 12. Lichtbad nach Anspruch 1 und 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (4) mit einem als Widerlager für den Träger (19, 20) des Vorhangs (18) nach außen vorspringendem Rand. z. B. einem Bördelrand (22), versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH4833A DE846751C (de) | 1950-08-08 | 1950-08-08 | Elektrisches Kopflichtbad mit starrer Haube |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEH4833A DE846751C (de) | 1950-08-08 | 1950-08-08 | Elektrisches Kopflichtbad mit starrer Haube |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE846751C true DE846751C (de) | 1952-08-18 |
Family
ID=7144148
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH4833A Expired DE846751C (de) | 1950-08-08 | 1950-08-08 | Elektrisches Kopflichtbad mit starrer Haube |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE846751C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE936282C (de) * | 1952-01-18 | 1955-12-07 | Martin Achner | Waermestrahler mit einer reflektierenden Innenverkleidung aus Metallfolie fuer einzelne Koerperteile, insbesondere fuer Heilzwecke |
| DE968151C (de) * | 1951-10-19 | 1958-01-23 | Siemens Ag | Reflektor fuer Bestrahlungseinrichtungen |
-
1950
- 1950-08-08 DE DEH4833A patent/DE846751C/de not_active Expired
Cited By (2)
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| DE968151C (de) * | 1951-10-19 | 1958-01-23 | Siemens Ag | Reflektor fuer Bestrahlungseinrichtungen |
| DE936282C (de) * | 1952-01-18 | 1955-12-07 | Martin Achner | Waermestrahler mit einer reflektierenden Innenverkleidung aus Metallfolie fuer einzelne Koerperteile, insbesondere fuer Heilzwecke |
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