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Gegenstand dies Patents 802 677 ist ein elektromechanisches
Musikinstrument, bei welchem bestimmte Tonerzeuger durch ein Elektrogebläse mit
Wind versorgt werden. Ein großer Nachteil dieser elektrischen Winderzeuger sind
ihre Betriebsgeräusche. Um diese Geräusche zu unterdrücken, stellt man die elektrischenWinderzeuger
auch heute noch nach Möglichkeit räumlich getrennt von dem Musikinstrument auf,
welches sie betreiben sollen.
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Bei modernen Kleininstrumenten, die mit den heutigen engen Raumverhältnissen
rechnen müssen, sind derartige Installationen meist unmöglich. Bisher gab es zwei
Wege, um das Störgeräusch dieser Gebläse zu unterdrücken, entweder relativ große
Maschinen mit geringer Tourenzahl öder kleine hochtourige Spezialmaschinen mit Gleitlagern
und großen Schalldämpfungsmassen. Beide Wege sind relativ teuer und verhinderten-
bis heute die allgemeine Elektrifizierung gewisser Musikinstrumente, wie z. B. des
Harmoniums.
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Es ist Zweck vorliegender Erfindung, ein elektromechanisches Musikinstrument
mach dem Patent 802 677 mit einem handelsüblichen Leichtgebläse zu
betreiben, ohne daß die Störgeräusche desselben eine musikalische Behinderung ergeben.
Insbesondere sollte nicht auf ein kugelgelagertes Gebläse verzichtet werden, um
die bekannten Vorteile dieser Lagerung nicht zu entbehren.
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Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß es insbesondere mechanische
Vibrationen sind, die sich von dem Elektrogebläse über Rohrleitungen oder auch bei
direkter Anflanschung auf den Instrumentenkörperübertragen und damit störendwirken.
So können derartige wilde Schwingungen auch die elektroakustischen Tonerzeuger gefährden,
indem sie Lötstellen lockern od. dgl.
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Außer diesen mehr im unteren Tonbereich liegenden Störschwingungen
weisen die meisten Elektrogebläse auch Störtöne hoher Frequenz auf, die sich sowohl
aus dem Motorengeräusch als auch aus dem Luftströmungsgeräusch ergeben. Mit nachstehenden
Erfindungsmitteln wurde nun das gesamte Störgeräusch so herabgemindert, daß die
erwähnten Musikinstrumente auch für höchste Ansprüche, wie sie z. B. in Kirchen
gestellt werden, genügen.
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Es ist bekannt, durch Gummilagerung die Schwingungen eines Motors
zu dämpfen. Doch im vorliegenden Fall genügt die Gummiaufhängung nicht, da die einzelnen
Aufhängestellen bei einer gewissen Gummistärke immer noch schwingungsübertragendwirken
und selbst jederGummischlauch für die Luftzuführung ebenfalls nicht genügend dämpft.
Außerdem treten in Rohrleitungen immer gewisse Resonanzen auf, wenn sie von strömender
Luft durchflutet werden.
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Wie aus der Abb. i beispielhaft zu ersehen ist, werden diese Schwierigkeiten
durch folgende Konstruktion umgangen: Das kombinierte Motorgebläse i ist durch einen
Flansch 2 luftdicht mit dem Gummiring 3 verbunden. Dieser ist wiederum mit dem Flansch
.I an einer geeigneten Stelle des Instrumentes angebracht, so daß ein vollkommener
Luftabschluß erfolgt. Durch die relativ große Fläche des Gummirings 3 und durch
die allseitige Aufhängung durch den Flansch .4 werden die mechanischen Schw ingungen
praktisch unterdrückt. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung ist der, daß der Motor
durch leichte Spannung des Gummirings in der Waage gehalten wird und mit der Hälfte
seiner Länge in den Luftschacht hineinragt. Einmal wird dadurch Raum gespart, was
für den Bau von Kleininstrumenten sehr wesentlich ist, und zum anderen fällt jede
Rohrleitung und jeder Anschlußstutzen weg. Das Ventilatorrad bewegt sich also in
keinem besonderen Gehäuse.
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In der Abb.2 ist die Seitenansicht einer derartigen Aufhängevorrichtung
im eingebauten Zustand zu sehen. Der außerhalb der Luftkammer befindliche Teil des
Motorgebläses wird, in der bekannten Weise mit schalldämpfenden :Mitteln umgeben.
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Die beschriebene Konstruktion kann in gleicher Weise als Druck- oder
Saugluftsystem arbeiten. Nur ist dabei zu beachten, daß jedes System einen umgekehrten
Einbau verlangt.