DE843660C - Verfahren zur Kennzeichnung von Gegenstaenden oder Stoffen - Google Patents
Verfahren zur Kennzeichnung von Gegenstaenden oder StoffenInfo
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- D21H21/14—Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties characterised by function or properties in or on the paper
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Verfahren zur Kennzeichnung von Gegenständen oder Stoffen Es ist bekannt, Papier und Kunststoffe zu bedrucken oder zu färben oder mit anderen Merkmalen zu versehen, um sie auf diese Weise für bestimmte Zwecke zu kennzeichnen. Beispielsweise werden Wertpapiere, wie Banknoten, Dokumente u. dgl., mit schwierig nachzuahmenden Wasserzeichen, Aufdrucken und Farbtönen versehen, um sie vor Fälschungen zu schützen. Daß sich dies auf den bisher üblichen Wegen nur unvollkommen erreichen läßt, beweisen die zahlreichen Fälschungen von Banknoten, die dazu zwingen, ganze Serien nach verhältnismäßig kurzer Laufzeit aus dem Verkehr zu ziehen.
- Es wurde nun gefunden, daß man Papier und Kunststoffe hinsichtlich ihres Verwendungszwecks verbessern und ihnen zusätzliche wertvolle Eigenschaften geben kann, wenn man ihnen magnetisierbare Stoffe einverleibt. Die dem Gegenstand dadurch verliehenen magnetischen Eigenschaften lassen sich zur Erzielung verschiedenster Effekte ausnutzen.
- Will man beispielsweise Wertpapiere vor Fälschungen und Nachahmungen schützen, so druckt man ihrer Oberfläche magnetisierbare Stoffe auf oder setzt diese schon bei der Herstellung der Papier- oder Kunststoffmasse zu. Die rohen Wertpapiere oder die daraus hergestellten Dbkumente, wie Banknoten od. dgl., können dann an einzelnen oder mehreren Stellen magnetisch erregt werden. Diese magnetischen Kennzeichen lassen sich durch Messung feststellen oder mittels phonetischer Geräte, beispielsweise nach dem Magnettonverfahren, akustisch wahrnehmbar machen. Sie können jederzeit ohne Zerstörung öder Beschädigung der Papiere. geändert und durch andere Merkmale ersetzt werden. Auf diese Weise ist die Prüfung von Banknoten erheblich erleichtert, und es können Fälschungen leicht aus dem Verkehr ausgeschaltet werden.
- Auch bei anderen Gegenständen und Stoffen, wie Textilfaserstoffen, natürlichen oder künstlichen Harzen, Kautschuk und kautschukartigen Massen, Porzellan, Glas und anderen keramischen Massen, Holz usw., läßt sich das Verfahren anwenden, indem man die Stoffe oder Gegenstände mit magnetisierbaren Stoffen einfärbt, bedruckt oder überzieht und ihnen dann mittels des Magnettongerätes phonetische Kennzeichen, beispielsweise den Hersteller- oder Inhabernamen, ein Warenzeichen, eine Lagernummer od. dgl., aufprägt. In manchen Fällen wird durch die Behandlung mit den magnetisierbaren Stoffen gleichzeitig eine Verbesserung der mechanischen Eigenschaften erreicht. Beispielsweise wird durch Überziehen von Lederwaren, wie Treibriemen, mit einem den magnetisierbaren Stoff enthaltenden Lack die Oberfläche mechanisch verbessert, und bei Textilgeweben kann durch eine solche Behandlung die Webkante einen Schutz gegen Ausfransen erhalten.
- Ferner erhalten Kartothek- und Zahlkarten durch Einverleibung magnetisierbarer Stoffe wertvollere Eigenschaften. Werden derart ausgestattete Karten an bestimmten Stellen magnetisch erregt, so lassen sie sich mit Hilfe von auf magnetische Impulse ansprechenden Vorrichtungen auswerten. Die magnetischen Einträge können gelöscht und dafür andere neu aufgenommen werden, im Gegensatz zu den bekannten, maschinell auswertbaren Lochkarten, deren Wiederverwendbarkeit beschränkt ist, nachdem einmal durch die Lochung das Gefüge der Kartenfläche unterbrochen ist.
- Weiterhin ist es möglich, mit magnetischen Kennzeichen ausgestattete Papier- und Kunststoffe als Impulsgeber für Arbeitsverrichtungen zu benutzen. Auf einem Papierstreifen aufgebrachte, verschieden stark magnetisch erregte Stellen können in gewünschter Reihenfolge mehrere bestimmte Verrichtungen auslösen, z. B. elektrische Motoren in Gang bringen oder ausschalten, Signale ertönen lassen od. dgl.
- Als geeignete magnetisierbare Stoffe kommen vorzugsweise oxydische Eisenverbindungen, wie y-Ferrioxyd oder Ferriferrooxyd oder Ferrite, in möglichst feiner Verteilung in Betracht. Da diese Verbindungen eine bestimmte Eigenfarbe besitzen, bietet der jeweilige Farbton eine zusätzliche Kennzeichnungsmöglichkeit. Außerdem kann man zusammen mit dem magnetisierbaren Stoff andere färbende Stoffe anwenden. '
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Kennzeichnung von Gegenständen oder Stoffen, insbesondere von Papier- oder Kunststoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man sie vor oder nach der Herstellung mit magnetisierbaren Stoffen versieht und ihnen magnetische Kennzeichen aufprägt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man den Papier- oder Kunststoffen durch das Magnettonverfahren wahrnehmbar zu machende phonetische Kennzeichen aufprägt.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als magnetisierbare Stoffe oxydische Eisenverbindungen, wie y-Ferrioxyd, Ferriferrooxyd oder Ferrite, verwendet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB3699A DE843660C (de) | 1950-05-16 | 1950-05-17 | Verfahren zur Kennzeichnung von Gegenstaenden oder Stoffen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE703498X | 1950-05-16 | ||
| DEB3699A DE843660C (de) | 1950-05-16 | 1950-05-17 | Verfahren zur Kennzeichnung von Gegenstaenden oder Stoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE843660C true DE843660C (de) | 1952-07-10 |
Family
ID=25946610
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB3699A Expired DE843660C (de) | 1950-05-16 | 1950-05-17 | Verfahren zur Kennzeichnung von Gegenstaenden oder Stoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE843660C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4446204A (en) * | 1980-05-30 | 1984-05-01 | Gao Gesellschaft Fur Automation Und Organisation Mbh. | Security paper with authenticity features |
| FR2830545A1 (fr) * | 2001-10-05 | 2003-04-11 | Christophe Bossut | Papier sensible aux champs magnetiques exterieurs |
-
1950
- 1950-05-17 DE DEB3699A patent/DE843660C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4446204A (en) * | 1980-05-30 | 1984-05-01 | Gao Gesellschaft Fur Automation Und Organisation Mbh. | Security paper with authenticity features |
| FR2830545A1 (fr) * | 2001-10-05 | 2003-04-11 | Christophe Bossut | Papier sensible aux champs magnetiques exterieurs |
| WO2003044272A1 (fr) * | 2001-10-05 | 2003-05-30 | Christophe Bossut | Papier sensible aux champs magnetiques |
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