DE832201C - Faserstoffkoerper - Google Patents

Faserstoffkoerper

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DE832201C
DE832201C DEP34352A DEP0034352A DE832201C DE 832201 C DE832201 C DE 832201C DE P34352 A DEP34352 A DE P34352A DE P0034352 A DEP0034352 A DE P0034352A DE 832201 C DE832201 C DE 832201C
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DE
Germany
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fiber
fibrous
plate
heat
bodies
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DEP34352A
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English (en)
Inventor
Walter Neudert
Gottfried Zimmermann
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HOLZWERKE HANS WILHELMI
Original Assignee
HOLZWERKE HANS WILHELMI
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N3/00Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres
    • B27N3/08Moulding or pressing
    • B27N3/10Moulding of mats
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C2/00Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
    • E04C2/02Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials
    • E04C2/10Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products
    • E04C2/16Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products of fibres, chips, vegetable stems, or the like

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  • Civil Engineering (AREA)
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  • Forests & Forestry (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description

  • Faserstoffkörper Bei dem Faserstoffkörper der Erfindung ist der Faserstoff mit begrenzt thermoplastischen Bindemitteln benetzt und zu einem vorzugsweise plattenförmigen Bauelement geformt, welches unter Wärmeeinwirkung verformbar und durch entsprechende Behandlung aushärtbar ist.
  • Gegenüber den bekannten Faserstoffplatten, welche entsprechend den verwendeten Bindemitteln, wie Zement, Kunstharz o. dgl., eine bestimmte gleichbleibende Festigkeit und Steifigkeit aufweisen, befindet sich der Faserstoffkörper nach der Erfindung in einem Zwischenzustand. Er kann unter Einwirkung von Wärme und gegebenenfalls von Druck verformt werden. Hierbei können andere Körper mit ihm verbunden werden; z. B. können Folien, Furniere o. dgl. auf der Oberfläche aufgebracht werden. Dieser Prozeß ist -wiederholbar, und erst durch eine geeignete Nachbehandlung, die in dem l`berschrciten einer bestimmten Temperaturgrenze, im mehrmaligen Erwärmen auf einen Temperaturwert, in der Einwirkung von Gasen oder Dämpfen und ähnlichem bestehen kann, wird der Körper ausgehärtet und .damit in seinen endgültigen Zustand mit einer bestimmten Festigkeit und Steifigkeit übergeführt.
  • Die Erfindung ermöglicht infolge der Eigenschaft der Verformbarkeit eine weitergehende Anwendung von Faserstoti, als dies bei den bekannten Faserstoffplatten der Fall ist, die als festes, einmal gegebenes Bauelement höchstens in ihrem Umfang beschnitten werden können. Die Verformbarkeit des Faserstoffkörpers nach der Erfindung ermöglicht eine rlnpasstmg an die jeweiligen Verhältnisse. Thermoplastisch verformbare Faserstoffkörper nach der Erfindung können von der Erzeugungsstätte als Bauelement an Verarbeiter geliefert werden. die sie auf Lager nehmen, um sie sodann unter Einwirkung von .Wärme oder Druck oder beidem in die gewünschte Form zu bringen oder ihnen die gewünschte Dichte zu geben oder mit der gewünschten Oberfläche zu versehen und schließlich in den bleibenden Endzustand überzuführen.
  • Als begrenzt thermoplastische Bindemittel für den Faserstoff kann nach der Erfindung ein Gemisch von Acetylcellulose mit Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprodukten bzw. mit Mischpolymerisaten oder ein Gemisch von Phenol- und Kresol-Formaldehyd - Kondensationsprodukten verwendet werden. Derartige Bindemittel 'haben die Eigenschaft, daß sie bei überschreiten einer vorbestimmten Temperatur aushärten, so daß nach überschreiten dieser Grenze die Thermoplastizität verlorengeht, während bei Erwärmung unterhalb dieser Temperaturgrenzen eine plastische Verformung möglich ist. Es kann auch ein Gemisch von Acetylcellulose mit Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten verwendet werden. Ein solches Bindemittel härtet nicht nur in Abhängigkeit von der Temperatur, sondern auch von dem Auftreten von Säuren aus, so daß zur Aushärtung der Faserstoff -körper Säuredämpfen ausgesetzt werden kann oder solchen Dämpfen, welche, wie z. B. Wasserdampf, bei Zugabe von hydrolytischen Salzen zu dein Bindemittel in diesem Säure frei machen. Auch lassen sich Bindemittel anwenden, welche nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne als Alterungserscheinung aushärten, jedoch sind diese auf vielen Anwendungsgebieten nicht geeignet. Ferner lassen sich mit Vorteil Gennische mehrerer Bindemittel verwenden, von denen eines bei entsprechender Behandlung aushärtet, während ein weiteres plastisch bleibt und im ausgehärteten Zustand des Faserstoffkörpers noch als Weichmacher wirkt, so daß die Sprödigkeit herabgesetzt ist.
  • Als Faserstoff im Sinne der Erfindung werden sowohl pflanzliche, tierische, mineralische oder synthetische Fasern, Späne o. dgl. als auch mikroskopisch feine Fasern in mehlartigem Zustand verstanden. Mehlartige Fasern werden vorzugsweise als Oberflächenfolie verwendet. Von bekannten Kunstharzpreßmassen mit faserhaltigen Füllstoffen unterscheidet sich die Erfindung wesentlich. Bei Körpern aus Kunstharzpreßstoff fließt die Preßmasse einschließlich der Füllstoffe bei der Verformung unter entsprechend hohem Druck. Beider Erfindung hingegen bleibt der Faserstoff in seiner Eigenheit erhalten, die plastische Eigenschaft des Faserstoffes wird bei der Formgebung mit verhältnismäßig geringem Druck ausgenutzt, und das begrenzt thermoplastische Bindemittel dient nur zur Stabilisierung der jeweilig gegebenen Form.
  • Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen Fig. i und 2 eine Faserstoffplatte in verschiedenen Stufen der Fertigung, Fig. 3 eine weitere Faserstoffplatte mit Furnier. Fig. ¢ und 5 eine Faserstoffplatte mit Hohlräumen in verschiedenen Stufen der Fertigung, Fig. 6 und 7 eine Faserstoffplatte mit Versteifungsrippen, Hohlräumen und zusätzlichen Fremdteilen in den verschiedenen Stufen ihrer Fertigung. Bei der Anordnung nach Fig. i ist eine bestimmte Menge Faserstoff, wie z. B. Holzwolle oder ähnliches, benetzt mit begrenzt thermoplastisclieil Bindemitteln, in Form einer Platte i i leicht gepreßt. Die Fasern liegen hierbei in gewissem Allstand, so daß zwischen den einzelnen Fasern Luft eingeschlossen ist. Ein solcher Körper hat in hohem Maße die Eigenschaft, Wärme zu dämmen und Schall zu schlucken. Auf diese Platte i i sind zwei stabförmige Streifen 12 und 13 aufgelegt, die aus einer Platte, ähnlich der Platte i i, herausgeschnitten sein können. Die zunächst nur lose aufliegenden Streifen werden sodann unter richtiger Einwirkung von Wärme gegen die Platte i i gepreßt. Durch Wärme und Druck «-erden der Faserstoff der Platte i i und der Streifen 12, 13 wieder plastisch. Der Faserstoff der Streifen 12, 13 wird in den Faserstoff der Platte i i hilicingepreßt; der Faserstoff wird an dieser Stelle verdichtet, so daß die einzelnen Fasern eng aneinanderliegen. Man erhält so die in Fig. 2 dargestellte Platte 14, die zwei Randstreifen 15 und 16 erhöhter Dichte aufweist. Eine solche Randverstärkung gibt der Platte 14 eine wesentlich größere Festigkeit, als sie die Platte i i besitzt. Eine Versteifung durch Erhöhung der Dichte des Faserstoffes kann an a11 den Stellen vorgenommen werden, die höhere Festigkeit erfordern oder an denen später eine Bearbeitung vorgenommen wird. Da nach der Erfindung die größere Dichte auf solche besonders beanspruchte Stellen des Körpers beschränkt werden kann, ist es möglich, an den übrigen Stellen ein sehr loses Gefüge zu verwenden. Die Erfindung ermöglicht dadurch eine erhebliche Materialersparnis gegenüber bekannten Faserstoffkörpern gleicher Festigkeit und einheitlicher Dichte und erschließt den Faserstoffkörpern breitere Verwendungsmöglichkeiten, wobei Forderungen nach Schall- und Wärmedämmung individuell Rechnung getragen werden kann.
  • Fig. 3 zeigt eine Platte 17, deren vier Ränder 18 nach Art eines Rahmens durch Erhöhung der Dichte verstärkt sind. Eine solche versteifte Faserstoffplatte kann als Bauelement von der Fertigungsstätte geliefert werden. Je nach der Anwendung als Tischplatte, Stuhlsitz o. dgl. kann der Verarbeiter unter nochmaliger Erwärmung, gegebenenfalls unter Einwirkung von Druck, die äußere Form verändern. Erst wenn alle Bearbeitungen vorgenommen sind, wird der Faserstoffkörper der dem Bindemittel entsprechenden Nachbehandlung unterzogen, so dal.') das Bindemittel aushärtet und der Körper in der endgültigen Form verbleibt. Nunmehr kann auch die Berührung mit einem heißen Gegenstand, z. B. das Aufsetzen eines heißen Topfes auf eine so gebildete Tischplatte, keine Formveränderung mehr hervorrufen.
  • Die Oberfläche eines Faserstoffkörpers i i, 14, 17 ist rauh, da die einzelnen Fasern in Abstand voneinander liegen. Für die meisten Anwendungen werden daher besondere Oberflächenschichten 19, 20 angebracht werden. Diese «erden mit dem Faserstoffkörper verbunden, solange er noch in dem thermoplastischen Zustand ist. Als Oberflächenunter Wärmeeinwirkung verformbar und durch entsprechende Behandlung aushärtbar ist.
  • 2. Faserstoffkörper nach Anspruch t, gekennzeichnet durch in verschiedenen Querschnitten unterschiedliche Dichten.
  • 3. Faserstoffkörper nach Anspruch i oder 2, gekennzeichnet durch Hohlräume an verschiedenen Stellen des Querschnittes.
  • 4. Verfahren zur Herstellung von Faserstoffkörpern nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vorgeformte Bauelemente unterschiedlicher Größe aufeinandergelegt und unter Einwirkung von Druck und Wärme in die gewünschte Form gebracht werden.
  • 5. Verfahren nach Anspruch 4 zur Herstellung von Faserstoff körpern nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Erhöhung der Dichte einzupressenden Faserstoffkörper derart aufgelegt werden, daß sie senkrecht zu dem bei ihrer Verformung verwendeten Druck zusammengepreßt werden.
  • 6. Verfahren zur Herstellung von Faserstoffkörpern nach Anspruch 3, dadurch gekenn-Zeichnet, daß durch Einlegen von Kernstücken in den Faserstoff vor dem Pressen Hohlräume gebildet werden.
  • 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernstücke durch Imprägnierung gegen Haften der Bindemittel isoliert sind.
  • B. Verfahren zur Herstellung von Faserstoffkörpern nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Körper beliebigen Stoffes mit dem Faserstoffkörper durch die in ihm vorhandenen Bindemittel verbundenwerden. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, da.ß Fremdteile, die einer erhöhten Beanspruchung ausgesetzt sind, zwischen vorgeformten Faserstoffschichten eingelegt und durch Zusammenpressen unter Verdichtung des Faserstoffes befestigt werden.
  • i o. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Zusammenpressen die Fremdteile durch äußere Anschläge während der Verdichtung des Faserstoffes in der gewünschten Lage gehalten werden.
  • t i. Verfahren zur Herstellung von Faserstoftkörpern nach einem der Ansprüche i bis 3, gekennzeichnet durch Bindemittel oder eine Kombination von Bindemitteln, welche nach Wärmebehandlung aushärten.
  • 12. Verfahren nach Anspruch t i, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel nach überschreiten einer Temperaturgrenze aushärtet.
  • 13. Verfahren nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel nach mehrmaliger Erwärmung auf einem Temperaturwert aushärtet.
  • 14. Verfahren zur Herstellung von Faserstoffkörpern nach einem der Ansprüche i bis 3, gekennzeichnet durch eine Kombination von Bindemitteln, von denen einzelne nach entsprechender Behandlung aushärten, andere jedoch ihre Plastizität behalten und als Weichmacher dienen.
  • 15. Verfahren zur Herstellung von Faserstoffkörpern nach einem der Ansprüche i bis 3. gekennzeichnet durch eine derartige Nachbehandlung, daß sowohl die innere Struktur des Faserstoffkörpers als auch eine Verbindung mit etwaigen Fremdteilen in einem Zuge abbindet. schichten können übliche Spaltfurniere und andere Deckstoffe verwiendet werden. Mit Vorteil läßt si; h aber auch eine Oberflächenschicht aus fehlst ge- mahlenen Fasern, wie Holzmehl, Holzmull, Lederabrieb o. dgl., verwenden. Diese mehlartigen Stoffe werden zu diesem Zweck auf einen Trägerstoff, z. B. auf eine Papierbahn, aufgestreut und mit dem Bindemittel besprüht; die so gewonnene Folie wird auf den Faserstoffkörper aufgebracht und unter Wärmeeinwirkung und Druck mit diesem verbunden, worauf der Trägerstoff, der in geeigneter Weise imprägniert sein kann, wieder abgelöst werden kann. Mit solchen Oberflächenschichten aus fein zerkleinerten Faserstoffen lassen sich eigenartige Farbwirkungen erzielen.
  • Es ist auch möglich, in dem Faserstofflkörper für beliebige Zwecke Hohlräume auszusparen. Hierzu werden vor dem Preßvorgang Kernstücke der gewünschten Form in den Faserstoff gelegt, die in geeigneter Weise imprägniert sind, damit sich der Faserstoff nicht mit ihnen verbindet. Aus dem gepreßten Körper werden die Kernstücke sodann herausgezogen, so daß eine entsprechende Höhlung verbleibt. Als Imprägnierung eignet sich Seife, Glycerin o. dgl.
  • Fig. 4 zeigt zwei derartige Faserstoffplattetl 21 und 22, in denen der Faserstoff noch lose gefügt ist. Zwischen beiden Platten ist ein zvlindrisches Kernstück 23 und ein prismatisches Kernstück 24 eingelegt. Die Kernstücke können aus Holz, Metall oder einem anderen druckbeständigen Material gebildet sein. Sie sind durch Einreiben mit Seife, Glycerin o. dgl. gegen Angriff der begrenzt thermoplastischen Bindemittel, finit welchen der Faserstoff benetzt ist. isoliert, so daß sie nach dem Zusammenpressen aus der Faserstoffplatte herausgezogen werden können. Durch das Zusammenpressen entsteht die Platte 25, in welche der Faserstoff dichter gefügt ist als in den Platten 21 und 22. Die Platte 25 weist nach dem Herausziehen der Kerne 23 und 24 entsprechende Höhlungen 26 und 27 auf. Derartige Aussparungen können vern-endet werden, um Keile, Stifte oder Röhren aufzunehmen, mit denen nebeneinandergestellte Faserstoffplatten aneinander befestigt werden, oder für andere Zwecke, wie z. B. als Leitungskanäle.
  • Mit den verformbaren Faserstoffkörpern können Teile aus beliebigem Material verbunden werden. I?s ist ebenso möglich, Teile aus Vollholz wie solche aus Metall mit dem Faserstoffkörper durch das in diesem enthaltene Bindemittel zusammenzubacken. Sind diese Fremdteile besonderen Bcanspruchungcil unterworfen, dann werden sie zweckmäßig zwischen zwei Faserstoffschichten eingelegt, so daß sie nach dem Zusammenpressen von Faserstoff umhüllt sind.
  • Bei der in Fig. 6 und 7 dargestellten Faserstoffplatte sind Angeln 28 zur Befestigung eines Fensterflügels o. dgl. eingepreßt. Zu diesem Zweck werden die Angeln 28 an der gewünschten Stelle auf die vorgeformte Platte aufgelegt. Sodann wird ein Versteifungsrahmen 3o, der ebenfalls aus vorgeformtem Faserstoff gebildet ist, aufgebracht. Hierbei können gleichzeitig Kernstücke 31 und 32 zut-Vorsehung von Hohlnuten für die spätere Anbringung von Befestigungsteilen o. dgl. eingelegt werden. Durch Zusammenpressen unter Einwirkung von Wärme wird sodann der Faserstoff an den Stellen des Befestigungsrahmens verdichtet. Die Metallplatten 33 der Angehl 28 werden dadurch ganz von Faserstoff umgeben. Die Angeln 28 werden durch entsprechende Anschläge in der Matrize der Preßform hierbei in der gewünschten Lage gehalten. Die Platte besitzt durch die strebenförmig verlaufenden Teile erhöhter Dichte eine große Festigkeit, so daß sie die an den Angeln zu befestig geraden Teile (Fenster, Laden n. dgl.) sicher zu tragen vermag.
  • Unter Einwirkung von Wärme und Druck können auch in den Faserstoffkörper Vertiefungen gewünschter Größe eingeprel:)t werden. Hierdurch ist es in einfacher Weise möglich, Behälter zur Aufbewahrung einzelner Gegenstände ztl schaffen, bei denen der Aufbewahrungsplatz jedes Gegenstandes genau der Fortn clieses Cegetistandes angcpaßt ist.
  • Die verformbaren Bauelemente nach der Erfindung können in üblicher Weise durch Sägen, Fräsen u. dgl. in ihrer ättl5eren Formgebung verändert werden. Zum Beispiel werden für die Versteifung von Faserstoffplattcn einzelne Faserstoffstreifen benötigt, die aus vorgeformten Platten herausgeschnitten sind. Alle bei derartigen Zerkleinerungen auftretenden Abfälle könilen als Füllstoff bei der Formung verformbarer Bauelemente nach der Erfindung wieder vertvendet werden, da sie ja selbst noch nicht in den Endzustand übergeführt sind, in dem sie nicht mehr verformbar sind. Die Erfindung ermöglicht dadttrc h eine restlose Verwertung allen Materials.
  • Die Erfindung ermöglicht jede beliebige Formgebung, z. B. können auch gitterartige Gebilde dadurch gewonnen werden, daß zu Streifen vorgeformte Faserstoffkörper benetzt lverden und an den Kreuzungsstellen durch Einwirkung von Wärme und Druck unter Verdi; httulg des Faserstoffes miteinander vereint werden.
  • Eine besonders hohe Steifigkeit wird erzielt, wenn die als Versteifungsrippen dienenden, aus vorgepreßten Fascrstoffplatten geschnittenen Streifen gegenüber der ursprünglichen 1'rcliri; htung um 9o" gedreht angewendet werden. Nach dem Zusammenpressen liegt dann an den Stellen erhöhter Dichte Faserstoff, dessen Fasern nicht nur in einer Riz7htullg zusammengepreßt sind.
  • Bis zu der Aushärtung des Faserstofkörpers durch geeignete Nachbehandlung ist die Vereinigung mit allen beliebigen anderen Materialien. und jede beliebige Formgebung möglich. Durch die Nachbehandlung bindet sowohl die innere Struktur des Faserstoffkörpers als auch eine etwaige Verbindung mit Fremdteilen ab. PATENTANSPRÜCHE: t. Faserstoffkörper als Bauelement, bestehend aus mit begrenzt thermoplastischen Bindemitteln benetztem Faserstoff, so daß das Bauelement
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1214869B (de) * 1957-06-24 1966-04-21 Friedrich Jennes Chemisch Tech Verfahren zur Herstellung von Wellbahnen bzw. Wellplatten aus kunstharzgetraenkten Faserstoffen
DE1222647B (de) * 1956-12-05 1966-08-11 Detag Plattenfoermiges Bauelement
DE2920895A1 (de) * 1979-05-23 1980-12-04 Wilfried Seitz Rohrisolierschale aus mineralwolle und verfahren zu deren herstellung
WO1988000265A1 (en) * 1986-06-30 1988-01-14 Rockwool International A/S Method for continuous production of mineral wool slabs

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