DE831723C - Verfahren zur Herstellung von saeurefeste Bindungen ergebenden, selbsterhaertenden Wasserglaskittmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von saeurefeste Bindungen ergebenden, selbsterhaertenden Wasserglaskittmassen

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DE831723C
DE831723C DEE438A DEE0000438A DE831723C DE 831723 C DE831723 C DE 831723C DE E438 A DEE438 A DE E438A DE E0000438 A DEE0000438 A DE E0000438A DE 831723 C DE831723 C DE 831723C
Authority
DE
Germany
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acid
self
production
putty
resistant
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Expired
Application number
DEE438A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Dietz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Farbwerke Hoechst AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B24/00Use of organic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. plasticisers
    • C04B24/04Carboxylic acids; Salts, anhydrides or esters thereof
    • C04B24/045Esters, e.g. lactones

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Sealing Material Composition (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von säurefeste Bindungen ergebenden, selbsterhärtenden Wasserglaskittmassen Für säurefeste Bauten werden in großem Umfange selbsterhärtende Wasserglaskitte benutzt, deren Erhärtung darauf beruht, daß die Kittmehle Salze der Kieselfluorwasserstoffsäure oder analoger komplexer Fluorverbindungen enthalten. Gegenüber den nicht selbsterhärtenden Wasserglaskitten haben diese Materialien der Technik erhebliche Vorteile gebracht, insbesondere durch Beschleunigung und Abkürzung der damit hergestellten Bauarbeiten.
  • Für einzelne Verwendungszwecke sind jedoch die Fluorverbindungen enthaltenden Kitte nicht in allen Fällen mit vollkommen befriedigender Wirkung anwendbar. Wenn es sich z. B. um Kittungen in Verbindung mit Chromnickelstählen oder mit Blei handelt, tritt zufolge der Anwesenheit der Fluorverbindungen im Kitt eine Aufhebung der Passivität der Metalle bzw. Metallegierungen ein, wodurch teilweise erhebliche Korrosionen hervorgerufen werden können. In ähnlicher Weise stört der Gehalt an Fluorverbindungen bei Prozessen, in welchen die aggressiven Flüssigkeiten rundgeführt werden, so daB die zwangsweise entstandenen, wenn auch verdünnten Flußsäurelösungen allmählich das mit den Kitten vermauerte Steinmaterial korrodieren.
  • Es wurde nun gefunden, daB man die aufgezeigten Nachteile vermeiden und allen Anforderungen der Praxis Genüge leistende Wasserglaskitte erhalten kann, wenn man bei der Herstellung von säurefeste Bindungen ergebenden, selbsterhärtenden Wasserglaskittmassen unter Verwendung von Zusatzstoffen zu einem säurefesten Kittmehl die Anwesenheit von Halogenverbindungen vermeidet und erfindungsgemäß so verfährt, daß man als Er-. mit dem Alkali der benutzten Wasserglaslösungen reagierende - Verbindungen organischer Säuren verwendet; und daß man zufn Anmischen der Kittmehle Natronwasserglaslösungen mit dem Verhältnis Si02 zu Na20 kleiner als 2,5 und Si02 zu H20 größer als 0,35, oder Kaliwasserglaslösungen mit dem Verhältnis Si 02 zu K20 kleiner als 2,0 und Si 02 zu H2 O größer als 0,35 benutzt. Beispielsweise kommen als Zusatzstoffe Ester, vorzugsweise solche mehrbasischer Säuren oder solche von Oxysäuren, in Frage, oder auch Säureanhydride, Säureamide, oder die bei Einwirkung von Säureanhydriden auf Aldehyde.ent-, stehenden acetalartigen Verbindungen. Auch geringe Mengen dieser Stoffe, können bereits mit Erfolg verwendet werden. Es lassen sich mit besonderem Vorteil z. B. Oxälsäuredirriethylesterl-Citronensäuremethylester, Formamid und der innere Ester der Glykolsäure verwenden, wobei das Glykolid am besten in der polymerisierten Form benutzt wird. Die angegebenen Stoffe können einzeln oder in manchen Fällen mit Vorteil auch in Kombination miteinander benutzt werden.
  • Mit-den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Kitten sind einwandfreie und haltbare Kittungen, insbesondere solche in Verbindung mit Ohromnickelstählen oder mit Blei, möglich. Auch werden die in manchen Fällen hei Verwendung von Fluorverbindungen enthaltenden Kitten auftretenden Korrosionen an Steinmaterial durch Verwendung der erfindungsgemäßen Kitte vollständig vermieden. Weitere Vorteile sind eine bemerkenswerte Flüssigkeitsdichtigkeit sowie ein für manche Zwecke wertvolles Quellungsvermögen.
  • Beispiele i. 9o Gewichtsteile Quarzmehl geeigneter Kornzusammensetzung, 4 Gewichtsteile Ton und 2,5 Gewichtsteile aktive Kieselsäure werden mit 3,5 Gewichtsteilen Glykolid versetzt. ioo g dieses- Kitt-. mehles werden mit 30 ccm einer Käliwas-serglaslösung, mit dem Verhältnis versetzt. Die Kittmasse beginnt nach einer Verarbeitungszeit von 2o Minuten durch und durch zu erhärten und ist bei normaler Temperatur nach 3 Tagen vollständig abgebunden.
  • 2. Kittmehl, bestehend aus go Gewichtsteilen Quarzmehl geeigneter Kornzusammensetzung, 4 Gewichtsteilen Kaolin und 2 Gewichtsteilen aktiver Kieselsäure, wird mit .1 Gewichtsteilen Oxalsäuredimethylester versetzt. ioo g des Kittmehls werden mit 30 ccm einer Natronwasserglaslösung ängemischt. Die Kittmässe beginnt nach 30 Minuten Verarbeitungszeit zu erhärten und ist nach 3 Tagen vollständig abgebunden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von säurefeste Bindungen ergebenden, selbsterhärtenden Wasserglaskittmassen unter Verwendung von Zusatzstoffen zu einem säurefesten Kittmehl, dadurch gekennzeichnet, daß als Erhärtungsmittel mit dem Alkali der benutzten Wasserglaslösüngen reagierende Verbindungen organischer Säuren verwendet werden, wie beispielsweise Ester, vorzugsweise solche mehrbasischer Säuren oder solche von Oxysäuren, oder beispielsweise Säureanhydride, Säureamide, oder die durch Einwirkung von Säureanhydriden auf Aldehyde entstandenen acetalartigen Verbindungen, und daß zum Anmischen der Kittmehle Natronwasserglaslösungen mit einem Verhältnis Si O, zu Na, O kleiner als 2,5 und Si 0, zu H20 größer als o,35, oder Kaliwasserglaslösungen mit einem Verhältnis Si 02 zu K.0 kleiner als 2,o und Si O, zu H.0 größer als a,35 benutzt -werden.
DEE438A 1949-12-21 1949-12-21 Verfahren zur Herstellung von saeurefeste Bindungen ergebenden, selbsterhaertenden Wasserglaskittmassen Expired DE831723C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003383B (de) * 1954-03-19 1957-02-28 Diamond Alkali Co Verfahren zur Herstellung eines gegebenenfalls Harnstoff, Fuellmittel und Chromate enthaltenden Wasserglasklebstoffes
DE975058C (de) * 1954-07-02 1961-07-27 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zur Herstellung weitgehend wasserbestaendiger Verklebungen von Papier und Pappe
DE4111326A1 (de) * 1991-04-08 1992-10-15 Europ Chemical Ind Verfahren und gemisch zur herstellung einer grossflaechigen beschichtung

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DE975058C (de) * 1954-07-02 1961-07-27 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zur Herstellung weitgehend wasserbestaendiger Verklebungen von Papier und Pappe
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