DE830284C - Verfahren und Anlage zur Truemmerschutt-Aufbereitung - Google Patents

Verfahren und Anlage zur Truemmerschutt-Aufbereitung

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DE830284C
DE830284C DEP10997A DEP0010997A DE830284C DE 830284 C DE830284 C DE 830284C DE P10997 A DEP10997 A DE P10997A DE P0010997 A DEP0010997 A DE P0010997A DE 830284 C DE830284 C DE 830284C
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rubble
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treatment
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DEP10997A
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SUEDDEUTSCHE BAUSTOFFE GmbH
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SUEDDEUTSCHE BAUSTOFFE GmbH
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C19/00Other disintegrating devices or methods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)

Description

  • Verfahren und Anlage zur Trümmerschutt-Aufbereitung Um aus dem Trümmerschutt zerstörter Gebäude einen für die Weiterverarbeitung geeigneten Ziegel-und anderen Steinsplitt zu gewinnen, bedient man sich bisher der Trockenaufbereitung, wobei zunächst die sandigen Bestandteile und Trümmer bis zu etwa 8o mm Brockengröße durch Vorabsiebung ausgeschieden werden, während der Rest nach Auslesung von Metall- und Holzteilen so weit gebrochen wird, wie Splittkörnungen gewünscht werden. Die Trennung in verschiedene Körnungsgruppen erfolgt durch Siebung.
  • Diese Trockenaufbereitung hat zwei erhebliche Nachteile, die einerseits darin bestehen, daß die vorabgesiebten Massen keiner baustofflichen Verwendung zugeführt werden, vielmehr in unwirtschaftlicher Weise viel Transportmittel benötigen, um auf Schutthalden außerhalb der Städte gefahren zu werden. Andererseits ergibt sich ein unreiner, mit Staub überzogener und nicht immer nach den gewünschten Körnungen getrennter Splitt. Besonders die feineren Körnungen von i bis 3 und 3 bis 7 mm, die den am besten wärmedämmenden Beton ergeben, sind im Trockenverfahren ohne erhebliche Staubbeimengungen und in einwandfreier Kornklassentrennung kaum herzustellen.
  • Zur Behebung der beiden oben dargestellten Hauptnachteile wird erfindungsgemäß ein Verfahren zur Trümmerschutt-Aufbereitung vorgeschlagen, bei welchem der gesamte mineralische Trümmerschutt gebrochen, dann gewaschen und in Gegenwart von Wasser durch Siebung iq die verschiedenen Korngrößen getrermt wird. Das Neue wird in der Kombination der Trockenaufbereitung und der sich anschließenden Naßbehandlung gesehen. Diese Kombination ist bei der Trümmerschutt-Aufbereitung noch nicht angewandt worden, so daß es nichts ausmacht, daß die Trockenaufbereitung an sich und die Naßaufbereitung beispielsweise bei der Aufbereitung von Erzen bereits bekannt sind.
  • Durch die Kombination sind sehr erhebliche Vorteile erreicht worden, die einerseits darin bestehen, daß nunmehr die Vorabsiebung entfällt und der gesamte anfallende Trümmerschutt einer Verwertung zugeführt wird und daß sich andererseits ein nach den Körnungsgruppen einwandfrei getrennter und absolut sauber gewaschener Splitt ergibt.
  • Weitere Merkmale der neuen Aufbereitung bestehen darin, daß der gesamte Trümmerschuttstrom vor der Wasserbehandlung nach Korngrößen in Teilströme geteilt wird, und daß alle von in die Teilströme eingeschalteten Rüttelsieben und Brechern auf etwa gleiche Korngröße gebrachten Teilströme vereinigt der Wasserbehandlung zugeführt werden.
  • Das Wesentliche der Naßaufbereitung besteht darin, daß bei einer mechanischen Wäsche (Rühr-oder Schwertwäsche) die im Wasser gelösten und im Wasser schwebenden Bestandteile des Trümmerschutts mit dem Waschwasser abfließen und daß die baustofflich nicht brauchbaren Bestandteile aus dem Waschtrog für sich abgezogen werden, so daß praktisch reiner Splitt und Sand der sich anschließenden Wassersiebung zuwandert. Bei der Wassersiebung ist es gleichgültig, ob eine Siebtrommel ganz oder teilweise in einen Wasserbehälter eingetaucht ist, ob es sich um unter Wasser befindliche Rüttelsiebe oder um ein ohne Wasserbad handelndes Arbeiten mit Wasserspritzdüsen oder Brausen handelt.
  • Die Aufbereitungsanlage besteht aus an sich bekannten Geräten und Maschinen, die alle übereinander derart angeordnet werden könnten, daß die Wanderung des Trümmerschutts durch die ganze Anlage durch die Schwerkraft erfolgt. Eine derartige Anlage würde aber ein verhältnismäßig sehr hohes Bauwerk ergeben. Um das zu vermeiden, wird nach der Erfindung vorgeschlagen, daß alle übereinander angeordneten Teile der ersten Stufe (Trockenbehandlung) neben den ebenfalls übereinander angeordneten Teilen der zweiten Stufe (Naßbehandlung) liegen, wobei zwischen dem letzten Teil der ersten Stufe und dem ersten Teil der zweiten Stufe ein Becherwerk oder ein sonstiges Fördermittel zurAufwärtsbewegung der trockenenMassen eingeschaltet ist.
  • In der Zeichnung ist die gesamte Aufbereitungsanlage in schematischer Weise in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
  • Vom Lastwagen oder der Lore i einer Trümmerbahn wird der Trümmerschutt auf einen schräg geneigten sehr groben Rost 2 gekippt. Während die zu großen Brocken vom Rost auf einen Sammelplatz rollen, gelangt alles in der Aufbereitungsanlage zu verarbeitende Material in den unterhalb des Rostes befindlichen Trichter 3, von dem aus ein Schubaufgeber 4 den Schutt gleichmäßig verteilt auf ein Förder- und Leseband 5 aufgibt. Durch einen oder zwei Arbeiter werden auf dem Leseband nur die Holz- und Metallteile ausgelesen. Vom Leseband gelangt der Schutt auf ein zweistufiges Rüttelsieb 6, von dem im gezeichneten Beispiel vier Teilströme ausgehen. Durch eine erste Führung 7 fließt der Schutt in einer Körnung von beispielsweise o bis 15 mm unmittelbar in eine Sammelgrube B. Eine zweite Führung 9 führt die Schutteile einer Körnung von etwa 15 bis 30 mm über einen Magnetabscheider io einem Brecher, insbesondere einem Stachelwalzwerk i i zu. Das durch das Walzwerk zerkleinerte Material fließt durch die Führung cj zur Sammelgrube B. In eine dritte Führung 12 fallen die Schuttkörnungen von etwa 3o bis 50 mm und gelangen über einen Magnetabscheider 13 zu einem Fein- oder Splittbrecher 14, von dem die feingebrochenen Massen durch die Führung 12' zur Sammelgrube 8 gelangen. Die beispielsweise über 5o mm großen Trümmerbrocken werden vom Rüttelsieb 6 unmittelbar in einen Grobbrecher 15 gegeben, was die vierte Führung oder den vierten Teilstrom darstellt. Unterhalb des Grobbrechers 15 ist ein weiteres Rüttelsieb 16 angeordnet, wodurch der vierte Teilstrom in zwei Unterströme aufgeteilt wird. Die durch das Rüttelsieb 16 ausgeschiedenen Körnungen von etwa o bis 15 mm fallen durch die Führung 17 unmittelbar in die Sammelgrube 8, während die größeren Brocken über den Magnetabschei4er 13 dem schon obenerwähnten Splittbrecher 14 zufließen, um dann weiter durch die Führung 12' gleichfalls in die Sammelgrube 8 zu gelangen.
  • Aller auf die Körnungen von etwa o bis 15 mm gebrochene Schutt wird aus der Sammelgrube 8 beispielsweise durch ein Becherwerk 18 nach oben gefördert, wo die zweite Stufe der Aufbereitung, das Naßverfahren, beginnt. Erwähnt sei, daß das Naßverfahren schon in der Sammelgrube 8 beginnen kann, wenn sich Wasser in der Grube befindet. Vom Becherwerk 18 gelangt der Schutt in eine Vorwäsche i9, d. h. beispielsweise in einen von einem Wasserstrom durchflossenen Trog, in dem der Schutt durch irgendwelche Rührorgane oder durch die bekannte Schwertwelle dauernd bewegt wird. Die dabei im Wasser gelösten oder im Wasser schwebenden Schutteilchen werden rriit dem zweckmäßig im Gegenstrom fließenden Waschwasser abgeführt. Das schlammige, Gips, Kalk und andere Bestandteile enthaltende Wasser fließt in Absetzgruben. Der aus dem Abschlammstrom durch einen Sandfang gewonnene Sand wird für sich abgezogen und gesammelt. Er ist als Putz- und Maurersand weiter verwendbar. Der aus der Vorwäsche gehobene Splitt, der die Körnungen von etwa i bis 15 mm umfaßt, gelangt nunmehr in die Siebanlage 20, in der das Gut in mehrere Körnungen getrennt wird und in die darunter befindlichen Silos 21 fällt.
  • Bei der Siebanlage handelt es sich um eine Trommel, die mit Sieben verschiedener Maschengröße besetzt ist, und die ganz oder teilweise im Wasser umläuft. Auch kann es sich um unter Wasser angeordnete Rüttelsiebe handeln. Schließlich ist es noch möglich, die Waschung während der Siebung durch Wasserspritzdüsen oder durch Brausen fortzusetzen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Trümmerschutt-Aufbereitung, dadurch gekennzeichnet, daß der Trümmerschutt gebrochen, dann gewaschen und in Gegenwart von Wasser durch Siebung in die verschiedenen Korngrößen getrennt wird.
  2. 2. Verfahren zur Trümmerschutt-Aufbereitung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Trümmerschuttstrom vor der Wasserbehandlung nach Korngrößen in Teilströme (7, 9, 12) geteilt wird und daß alle von in die Teilströme eingeschalteten Rüttelsieben und Brechern auf etwa gleiche Korngröße gebrachten Teilströme vereinigt der Wasser, behandlung zugeführt werden.
  3. 3. Verfahren zur Trümmerschutt-Aufbereitung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der mechanischen Wäsche die im Wasser gelösten und im Wasser schwebenden Bestandteile des Trümmerschutts mit dem Waschwasser abgeführt werden, so daß praktisch reiner Splitt und Sand der nachgeschalteten Wassersiebung zuwandert.
  4. Verfahren zur Trümmerschutt-Aufbereitung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der in dem abfließenden Waschwasser enthaltene Sand durch einen Sandfang gewonnen wird.
  5. 5. Trümmerschutt-Aufbereitungsanlage nach den Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch ein vom Leseband (5) beschicktes Rüttelsieb (6) und sich anschließende Führungen (7, 9, 12) für Schutteilströme, in die teilweise Brecher bzw. ein Stachelwälzwerk eingeschaltet sind, die den Schutt auf etwa gleiche Korngröße zerkleinern und sämtlich zur Sammelstelle (8) für die Naßbehandlungführen.
  6. 6. Trümmerschutt Aufbereitungsanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß alle übereinander angeordneten Teile der ersten Stufe (Trockenbehandlung) neben den ebenfalls übereinander angeordneten Teilen der zweiten Stufe (Naübehandlung) liegen, wobei zwischen dem letzten Teil (8) der ersten Stufe und dem ersten Teil (i9) der zweiten Stufe ein Becherwerk (18) zur Aufwärtsbeförderung der Massen eingeschaltet ist.
DEP10997A 1948-07-09 1948-10-02 Verfahren und Anlage zur Truemmerschutt-Aufbereitung Expired DE830284C (de)

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DEP10997A Expired DE830284C (de) 1948-07-09 1948-10-02 Verfahren und Anlage zur Truemmerschutt-Aufbereitung

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DE (1) DE830284C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1192498B (de) * 1961-10-09 1965-05-06 United States Steel Corp Schleuderprallmuehle
DE2818175B1 (de) * 1978-04-26 1979-08-23 Rheinische Kalksteinwerke Verfahren zum Zerkleinern von mineralischen Rohstoffen
DE3248493A1 (de) * 1982-12-29 1984-07-12 Lindemann Maschinenfabrik GmbH, 4000 Düsseldorf Verfahren zum rueckgewinnen von wertstoffen aus mischabfaellen der bauwirtschaft und anlage zum durchfuehren des verfahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1192498B (de) * 1961-10-09 1965-05-06 United States Steel Corp Schleuderprallmuehle
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DE3248493A1 (de) * 1982-12-29 1984-07-12 Lindemann Maschinenfabrik GmbH, 4000 Düsseldorf Verfahren zum rueckgewinnen von wertstoffen aus mischabfaellen der bauwirtschaft und anlage zum durchfuehren des verfahrens

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