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Grabenaushebemaschine Bei der Erfindung handelt es sich um eine Maschine,
mit deren Hilfe es möglich ist, Wassergräben oder sonstige Gräben, auch größerer
Tiefe, schnell, gleichmäßig und ohne zeitraubende Handarbeit zu ziehen.
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Die Bedingungen, die eine Grabenaushebemaschine erfüllen soll, sind
die, daß sie nicht übermäßig schwer sein soll, um sich über nasse, sumpfige und
moorige Böden hinwegarbeiten und jede Steigung Teich überwinden zu können. Dabei
soll sie den Graben in einem Arbeitsgang ausheben und während der Arbeit auf jede
erforderliche, gleichmäßig ablaufende Tiefenarbeit eingestellt werden können. Außerdem
soll sie den ausgehobenen Boden so weit abseits befördern, daß dieser z. B. beim
Rohreinlegen nicht behindert. Im ganzen soll sie eine Arbeitsleistung zu wirtschaftlichem
Preise erfüllen.
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Zur allgemeinen wirtschaftlichen Bedeutung und Nutzung der Maschine
ist zu sagen, daß durch sie viel Ödland schnell und wirtschaftlich kultiviert werden
kann und somit für die Bodenreform, Siedlungsmöglichkeit, Flurbereinigung und -bewirtschaftung
Bedeutung hat.
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Die Grabenaushebemaschine gemäß der Erfindung besteht im wesentlichen
aus dem die hauptsächliche Arbeit leistenden eimerbaggerartigen Elevator. Dieser
kann entweder auf einem Anhänger aufmontiert an eine Zugmaschine angehängt oder
er kann direkt auf die Zugmaschine aufgesattelt werden, um mit dem Motorantrieb
näher und fester verbunden zu sein. Als Zugmaschine zum Zug und
Antrieb
der Grabeismaschine ist ein Schlepper mit 15 bis 20 PS-Leistung erforderlich.
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Diese Grabenaushebemaschine kann in einem Arbeitsgang einen Graben
ausheben, der 5o cm breit und 8o bis 120 cm (höchstens i 5o cm) tief ist.
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Die Arbeit des Gerätes beginnt mit einem Abschneiden und Auflockern
des Bodens von oben nach unten durch Vorschneider im Winkel von 45°, um ein Ausweichen
der Maschine beim Auftreffen auf Hindernisse zu ermöglichen. Hinter den Vorschneidern
sind jeweils Schaufeln vorgesehen, welche den aufgeschnittenen Boden bis zur Grabensohle
abwärts aufrollen, einsammeln und über eine rundgebogene Aufzugscharre nach oben
mitnehmen, wo sie ihn auf eine Ableitungsrinne abwerfen. Auf (fiesem gleitet der
Boden seitwärts auf einen Damm ab. Der Boden muß also so hoch befördert werden,
daß er von selbst auf den Damm abgleitet, der wiederum 3o bis 40 cm vom Grabenrand
wegbleiben muß, um noch Platz für die nachfolgende Radspur zu lassen.
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Die Grabeismaschine als Anhänger an eine Zugmaschine bekommt selbst
kein Getriebe, sondern die Zugmaschine erhält die entsprechenden Gänge und Zapfwellenschaltungen
für die schweren oder leichter zu bearbeitenden Bodenarten. Es kämen für "Zugmaschinen
sechs Gänge und zwei Zapfwellenschaltungen in Frage. Die sechs Gänge würden sich
verteilen auf drei Arbeitsgänge, z. B. mit 150 m/Std., 225 m/Std., 340 m/Std.,
einen Normalschrittgang mit 5 km/Std., Straßengang mit 15 bis 2o km/Std. und einen
Rückwärtsgang.
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In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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Abb. i stellt eine Grabenaushebemaschine als Aufsattelanhänger zu
einem Schlepper für festen, gemischten Boden dar; Abb. 2 zeigt den Elevatorrahmen
mit den daran befestigten Einzelteilen; Abb.3 und 4 veranschaulichen je einen Vorschneider
und eine Schaufel an den Ketten; Abb. 5 und 6 stellen die Grabenaushebemaschine
in Ausführung für weichen Boden, auf der Zugmaschine aufgebaut, dar. (Aufriß und
Grundriß, letzterer ohne Decke).
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Die Einzelteile der Grabenaushebemaschine sind: Der Grundrahmen 2,
welcher aus zwei Schienen eines Lastkraftwagenrahmens besteht. Er liegt hinten auf
zwei Tragrädern 4 auf, welche luftgefüllte Gummiballon-Bereifung aufweisen, um ein
Versinken zu verhindern. Das vordere Ende des Grundrahmens ist am Hinterteil des
Schleppers abgestützt. Die Bremse 3 ist verkehrsmäßig und bei Geländehängen erforderlich.
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:\uf dem Grundrahmen 2 ist der Hauptlagerrahmen 5 angebracht, auf
welchem oben die Hauptwelle mit dem Elevatorantrieb gelagert ist.
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Der hinten befindliche Aufzugrahmenbogen 6 ist auf dem Grundrahmen
2 befestigt und trägt die Aufzugvorrichtung 21, mittels deren der Elevator zum Transport
gehoben oder in Arbeitsstellung gesenkt werden kann. Dies geschieht mittels einer
Kurbel vom Führerhaus aus. An der Schutzwand 7 hängen die Ableitungsrinnen 22. Außerdem
bietet sie Lagermöglichkeit für die Zapf-,vellc 20 und die Kurbel (ler Aufzugvorrichtung
21.
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:\uf dem Flauptlagerrahmen 5 befinden sich die Hauptwellenlager 8,
Abb. 2, welche die Hauptwelle 25 aufnehmen, auf der der Elevatorrahmen 9, zwei Kettenräder
12 sowie (las eine Kegelrad des Kegelgetriebes 23 gelagert sind.
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Der Elevatorrahmen 9 lagert auf der Hauptwelle 25 mittels des oberen
Endlagers 24. Am anderen Ende des Elevatorrahmens 9 nimmt das untere Endlager i
i die Welle für die anderen beiden Kettenräder 12 auf. Das Endlager 11 ist mit einem
Kettenspanner io versehen, um den zwei Gliederketten 13 die richtige Spannung zu
verleihen. Auf die Länge des Elevatorrahmens 9 verteilen sich drei Deckenrahmen
i9, welche die Aufgabe haben, die Decke 16 zu tragen, welche den Elevator vor Witterungseinflüssen
zu schützen hat. Sie müssen soweit sein, daß der Elevator unbehindert hindurchlaufen
kann. An den beiden hinteren Deckeilrahmen i9 ist die Aufzugvorrichtung 21 befestigt.
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An der Decke 16 befindet sich unten die Aufzugscharre 17, welche ein
Weggleiten des aufgeschnittenen Bodens beim Einschaufeln verhindert. An der Aufzugscharre
17 ist mittels einer Kette der Sohlenstrichkegel i8 (eine io bis 15 cm lange
und 3 bis 4kg schwere Eisenstange) befestigt. Dieser hat die Aufgabe, hinter der
Grabenaushebemaschine her eine runde Rinne in den Graben zti -ziehen, die als Wasserablauf
dient.
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Über je zwei Kettenräder 12 läuft je eine Gliederkette 13, an welcher
die Vorschneider 15 und die Schaufeln 14 abwechselnd auswechselbar befestigt sind.
Bei Bearbeitung weichen Bodens fallen die Vorschneider 15 weg und die Schaufeln
14 haben die in Abb. 5 und 6 der Zeichnung dargestellte Form. Die Schaufeln 14 für
festen Boden haben die in Abb. 3 und 4 dargestellte Form und sind auf die Kettenglieder
aufgesetzt. Demgegenüber sind die vorauslaufenden Vorschneider 15 seitlich an den
Kettengliedern angebracht, um den Boden etwas breiter, auch tiefer, vorzuschneiden,
damit die nachfolgenden Schaufeln nicht klemmen,