DE809612C - Verbrennungskraftmaschine mit Hilfszuendzylinder - Google Patents

Verbrennungskraftmaschine mit Hilfszuendzylinder

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DE809612C
DE809612C DEW1005A DEW0001005A DE809612C DE 809612 C DE809612 C DE 809612C DE W1005 A DEW1005 A DE W1005A DE W0001005 A DEW0001005 A DE W0001005A DE 809612 C DE809612 C DE 809612C
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cylinder
piston
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combustion engine
fuel
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DE1618913U (de
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Paul Wustmann
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M69/00Low-pressure fuel-injection apparatus ; Apparatus with both continuous and intermittent injection; Apparatus injecting different types of fuel
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2720/00Engines with liquid fuel
    • F02B2720/15Mixture compressing engines with ignition device and mixture formation in the cylinder
    • F02B2720/158Mixture compressing engines with ignition device and mixture formation in the cylinder with an auxiliary cylinder in which an explosion is generated

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

  • Verbrennungskraftmaschine mit Hilfszündzylinder Die Erfindung bezweckt ein Verfahren für Brennkraftmaschinen, bei dem in einem besonderen Raum ein überreiches Kraftstoff-Luft-Gemisch durch Selbstzündung zum Brennen gebracht wird und dieses brennende Gemisch in einem weiteren Zylinder in Arbeit umgesetzt wird. Dieses Verfahren soll zur Schaffung einer kleinen Verbrennungskraftmaschine mit einfachem Aufbau, geringem Kraftstoffverbrauch und dem Betrieb mit Schweröl führen. Die Maschine ist zum Einbau in Motorräder und Leichtkraftwagen sowie zu gewissen stationären Zwecken bestimmt.
  • Die zur Zeit auf diesem Gebiet verwendeten Motoren arbeiten fast ausnahmslos nach dem Zweitaktverfahren im Ottoprinzip mit Leichtkraftstoffen. Bei diesen Maschinen vollzieht sich die Gemischbildung von Kraftstoff und Luft außerhalb der Zylinder, und die Spülung muß mit dem bereits aufgearbeiteten Gemisch erfolgen, wobei Verluste unvermeidbar sind. Der Aufbau solcher Maschinen ist zwar höchst einfach, der Betrieb aber unwirtschaftlich. Der Bau von Dieselmaschinen ist in dieser Größenordnung nach dem derzeitigen Stand der Technik nicht möglich. Das gleiche gilt für Selbstzündungsmaschinen.
  • Erfindungsgemäß besteht die Maschine, wie beispielsweise in den Abb. i und 2 der Zeichnung dargestellt, aus zwei Zylindern, einem Arbeitszylinder z1 und einem Hilfszylinder z2 mit wenig Inhalt. Im Arbeitszylinder x1 befindet sich der Kolben 4, der über eine Pleuelstange mit der Kurbelwelle verbunden ist. Der Zylinder z1 ist mit dem Zylinder z2 durch eine große (.- 3 mm) Öffnung 3 verbunden. Im Hilfszylinder z2 befinden sich der Hubkolben i und der Steuerkolben 2. Der Hubkolben i wird zweckmäßig von der Kurbelwelle zwangsläufig angetrieben, während der Steuerkolben 2 federbelastet ist. Der Zylinder z2 und die Kolben i und 2 sind einfache zylindrische Körper, die aus einem ihrer Beanspruchung entsprechenden Material hergestellt werden können.
  • Das Arbeitsverfahren der Maschine ist nun folgendes Die Kolben i und 4 sind etwa gleichlaufend. Bewegt sich der Kolben i nach unten, so entsteht im Zylinder i ein Vakuum, das sich in der unteren Stellung des Kolbens i über den Kanal E mit einem überreichen Brennstoff-Luft-Gemisch füllt. Der Kolben 4 hat sich im Arbeitszylinder z1 ebenfalls nach unten bewegt, und der Zylinderraum hat sich mit Luft gefüllt, die bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens bis. zu einem gewünschten Grade verdichtet wird. Im Zylinder z, hat sich ein Teil des Kraftstoffes an den Wandungen abgesetzt, ein weiterer Teil bildet mit der Luft ein zündfähiges Gemisch, das bis zur Selbstzündung verdichtet wird. Der Steuerkolben 2 ist nun so abgestimmt, daß er durch diese Verbrennung, dem Kolben i vorauseilend, nach oben geschleudert wird und den Kanal 3 freigibt. Ein Feuerstrahl schießt jetzt, unverbrannten Kraftstoff mit sich reißend, in den Verbrennungsraum a, dessen Luft so heiß sein muß, daß der Feuerstrahl nicht zum Erlöschen kommt. Der unverbrannte Kraftstoff wird jetzt weiterbrennen.
  • Inzwischen ist der Kolben i auf seinem oberen Totpunkt angekommen, und der Kolben 2 schlägt hammerartig auf den Kolben i zurück. Zwischen beiden Kolben befindet sich aber der an den Wandungen abgesetzte Kraftstoff, der durch diesen Schlag ebenfalls mit hoher Geschwindigkeit in den Raum a befördert wird, wobei die Kolben i und 2 wie eine Lippendüse wirken. Im Verbrennungsraum a ist aber die Verbrennung bereits in vollem Gange und hat beträchtliche Wirbelbildung verursacht, die die Verbrennung des restlichen Kraftstoffes stark begünstigt. Im Zylinder z1 findet nunmehr der übliche Arbeitsprozeß statt. Im Hilfszylinder z$ hat sich der Kolben 2 fest auf den Kolben i gesetzt, wobei Schwingungen beim Aufschlag durch den dazwischen befindlichen Brennstoff nicht entstehen konnten. Beide Kolben befinden sich jetzt fest aneinander in Abwärtsbewegung, bis der Kanal 3 geschlossen ist. Der Kolben 2 bleibt nun in Ruhe und dient lediglich zum Verschluß der Öffnung 3. Der Kolben i dagegen erzeugt wiederum ein Vakuum, das durch die Öffnung E sich wieder mit einem Brennstoff-Luft-Gemisch füllt. Dieser Prozeß wiederholt sich bei jedem Kolbenhub.
  • Die Vorteile gegenüber einem Dieselmotor sind folgende: i. Die Verdichtung im Arbeitszylinder ist wesentlich niedriger und damit der Kurbeltrieb entsprechend leichter. 2. Die Einspritzung. vereinigt die Vorteile der Kompressoreinspritzung, der direkten Einspritzung und der Vorkammer, ohne deren Nachteile in Kauf zu nehmen. 3. Der komplizierte Einspritzapparat mit Pumpe und Düse entfällt und wird durch einfache zylindrische Körper ersetzt, die sich leicht herstellen lassen. 4. Die Dosierung des Brennstoffes kann in jeder beliebigen Menge erfolgen. 5. Die Drehzahl der Maschine kann gegenüber einer Dieselmaschine wesentlich erhöht werden.
  • Die Vorteile gegenüber einer Zweitakt-Ottomaschine sind folgende: i. Der Betrieb kann mit billigem Gasöl erfolgen. 2. J)er Betriebsstoffverbrauch ist durch die äußere Gemischbildung im Hilfszylinder und die innere Gemischbildung im Arbeitszylinder sehr gering. Die Höchstleistung wird bei Luftüberschuß erzielt. 3. Die Spülung des Arbeitszylinders erfolgt mit Luft, wodurch jede Brennstoffvergeudung wegfällt. 4. Zündanlage und Vergaser fallen weg; letzterer wird sehr vereinfacht. g. Die Auspufftemperatur liegt niedriger. 6. Das Drehmoment ist über einen großen Drehzahlbereich gleichmäßiger.
  • Vorteile gegenüber einer Selbstzündungsmaschine: i. Jede Selbstzündung bedingt einen steilen Druckanstieg und gibt bei der an sich schon hohen Verdichtung ganz empfindliche Schläge auf die Kurbelwelle bzw. Kurbeltrieb; es ist deshalb nur die Konstruktion von Kleinstmotoren möglich. Bei der Erfindung dagegen wird der steile Druckanstieg ausgenutzt, um den Kolben 2 schlagartig zu heben. 2. Geringer Kraftstoffverbrauch durch innere Gemischbildung. 3. Der Betrieb erfolgt mit billigem Gasöl. 4. Zeitliche Beherrschung der Verbrennung. 5. Vermeidung von Spitzendrücken.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRf ClIE: i. Brennkraftmaschine mit Luftverdichtung und Selbstzündung, dadurch gekennzeichnet, daß an dem luftverdichtenden Arbeitszylinder (z1) ein Hilfszylinder (z2) mit einem darin beweglichen Kolben (i) zur Verdichtung eines überreichen Brennstoff-Luft-Gemisches bis zu dessen Selbstzündung angeordnet ist, und daß der Arbeitszylinder mit dem Hilfszylinder durch einen Einspritzkanal (3) zum Einspritzen des teilverbrannten Gemisches in den Arbeitszylinder verbunden ist. z. Brennkraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Hilfszylinder (z$) ein weiterer Kolben (2) angeordnet ist, welcher den Einspritzkanal (3) steuert.
DEW1005A 1950-02-01 1950-02-01 Verbrennungskraftmaschine mit Hilfszuendzylinder Expired DE809612C (de)

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DE809612C true DE809612C (de) 1951-07-30

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