DE79403C - Kegelförmiger Einsatz mit daran sich schliessender gewellter cylindrischer Scheidewand für Schleudertrommeln - Google Patents
Kegelförmiger Einsatz mit daran sich schliessender gewellter cylindrischer Scheidewand für SchleudertrommelnInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B1/00—Centrifuges with rotary bowls provided with solid jackets for separating predominantly liquid mixtures with or without solid particles
Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei der Scheidung leichterer Bestandtheile aus Flüssigkeitsgemischen in Schleudermaschinen
wird man im allgemeinen ein besseres oder schlechteres Ergebnifs erzielen, je nachdem die
in die Maschine eingeführte Vollflüssigkeit reicher oder weniger reich an dem abzuschleudernden
Bestandtheil ist. Handelt es sich beispielsweise um Milch, so wird man bei allen bisher bekannten
Formen von Schleudergefäfsen bei gleicher Durchflufsgeschwindigkeit und Tourenzahl
eine weniger vollständige Entrahmung erzielen, wenn die in die Trommel eingeführte
Vollmich fetter ist, eine vollständigere Entrahmung, wenn die Vollmilch weniger fett ist.
Dies ist selbstverständlich, sobald man überlegt, dafs die leichteren Bestandtheile, also in diesem·
Falle die Fettkügelchen, einen gewissen Weg durch das Vehikel, also in, diesem Falle die
Magermilch, hindurch zurücklegen müssen, um die Scheidung zu bewirken. Sind mehr solche
Theilchen vorhanden, so werden sie sich gegenseitig drängen und hindern; man wird zwar
e'ine absolut grofse Ausbeute erhalten, aber die gewonnene Magermilch wird auch noch verhältnifsmäfsigt
mehr Rahm enthalten als die aus einer demselben Vorgang unterworfenen
von vornherein weniger fetten Vollmilch gewonnene. Die Entrahmung wird also relativ
schlechter sein.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf eine Centrifuge, bei welcher einerseits der
oben erwähnte Uebelstand dadurch beseitigt wird, dafs man den Scheidungsvorgang in zwei
Theile, nämlich in eine die Hauptmenge des leichteren Bestandtheiles trennende Vorscheidung
und eine Nachscheidung, zerlegt, und dafs man andererseits, um durch Nachscheidung eine
möglichst gründliche Trennung der Bestandtheile zu erreichen, die theilweise geschiedene
Flüssigkeit nicht in, der üblichen Weise an den glatten Trommelwandungen entlang führt, sondern
an einem in der Peripherie der Trommel angeordneten, durchbrochenen wellenförmigen
Einsatz derart entlang leitet, dafs die Flüssigkeit während der Nachscheidung der beständigen
Veränderung des Durchflufsquerschnittes und der Wirbelbildung unterworfen ist, um dadurch
die Abscheidung zu beschleunigen und zu vervollständigen. In der Verbindung der Zerlegung des Scheidungsprocesses in eine. Vorscheidung
und eine Nachscheidung einerseits, mit der Wirbelbildung der der Nachscheidung unterworfenen Flüssigkeit andererseits ist der
Gegenstand der vorliegenden Neuerung zu erblicken. Nach Angabe des Erfinders würde
durch Benutzung eines dieser Momente allein eine erheblich unvollständigere Scheidung erreicht
werden, als wenn beide in Verbindung mit einander benutzt werden.
Um nun zunächst die Zerlegung des Scheidungsvorganges in eine Vor- und eine Nachscheidung
zu erreichen, bedient der Erfinder sich der nachstehend beschriebenen Einrichtung.
Die Vollflüssigkeit wird am Boden oder auch am Deckel möglichst nahe der Achse in die
Schleudertrommel eingeführt und durch eine passende Anzahl von radial oder näherungsweise
radial verlaufenden Röhren R zugeleitet, welche mit der Trommel rotiren.
Dabei wird unter Berücksichtigung der Zu-
flufsmenge in der Zeiteinheit der Querschnitt dieser Röhren so klein gewählt, dafs die sich
ergebende Durchflufsgeschwindigkeit grofs genug wird, um ein Beginnen der Scheidung in diesen
Röhren selbst zu verhindern. Bevor aber die Röhren R den Umfang der Trommel erreichen,
am zweckmäfsigsten etwa auf halbem Wege, wird ihr Querschnitt erheblich erweitert, und
es werden an dieser Stelle in dem Mantel M, der in Fig. 2 abgewickelt dargestellt ist, Oeffnungen
bezw. eine Ringöffnung O angebracht, die das Innere der Röhren mit dem freien
Raum in der Trommel verbindet. Sobald die Flüssigkeit aus dem engen in den weiten Querschnitt
übergeht, wird ihre Durchflufsgeschwindigkeit plötzlich erheblich abnehmen. Erfahrungsgemäfs
tritt an dieser Stelle dann sofort eine grobe Scheidung der Bestandtheile ein, indem die leichteren durch die vorgesehenen
Oeffnungen in das Innere der Schleudertrommel zurücktreten, während die schweren ihren Weg
nach dem Trommelumfang nehmen, von dem sie dann in einer concentrischen Schicht, achsial
sich fortbewegend, einer dem gröfseren Umdrehungsradius entsprechend grofsen Schleuderkraft
unterworfen werden können und hierbei die letzten Reste von leichteren Bestandtheilen
in Richtung nach der Achse abgeben. Bedingung für diesen Procefs der Vorscheidung,
d. h.. für das Zurücktreten des Rahms, ist naturgemäfs, dafs das Flüssigkeitsniveau innerhalb
der Ringöffnung O des Mantels M liegt, etwa so wie es in der Fig. 1 der beiliegenden
Zeichnung angegeben ist.
Zum besseren Verständnifs ist in der Zeichnung die Bewegungsrichtung der Vollmilch
durch volle Pfeile, die der Magermilch durch punktirte Pfeile und die des Rahms durch
strichpunktirte Pfeile angegeben.
Nachdem die Milch auf diese Weise der Vorscheidung unterworfen ist, wird sie, wie
oben. bereits erwähnt, an einem am Trommelumfang angeordneten, axial oder annähernd
axial stehenden, wellenförmigen, durchbrochenen Einsatz entlang geleitet, um durch Wirbelbildung
eine gründliche Nachscheidung zu erreichen. Diese bisher auf dem Gebiete des Centrifugenbaues nicht bekannte und vom Erfinder
beobachtete Erscheinung, dafs durch Wirbelbildung der zu scheidenden Flüssigkeit
der Scheidungsprocefs erheblich beschleunigt und vervollständigt wird, ist auf die bekannte
Thatsache zurückzuführen, dafs bei Gemengen von Flüssigkeiten mit verschiedenen specifischen
Gewichten die Trennung der Einzelbestandtheile um so rascher erfolgt, sje gröfser die
einzelnen Flüssigkeitstheilchen sind. Bei einer Emulsion, von OeI in Wasser werden beispielsweise
feine Oeltröpfchen langsamer aufsteigen als grofse, da der Auftrieb der Oeltröpfchen,
d. h. die Gewichtsdifferenz zwischen einem Tropfen OeI und einem gleich grofsen Tropfen
Wasser mit der dritten Potenz der linearen Ausdehnung dieses Tropfens, der dem gröfsten
Querschnitt des Tropfens proportionale Reibungswiderstand desselben in der Flüssigkeit
hingegen nur mit der zweiten Potenz der linearen Ausdehnung dieses Tropfens wächst.
Nun ist aber klar, dafs, wenn man die zu centrifugirende Flüssigkeit während des Scheidungsvorganges
— im vorliegendem Falle während der Nachscheidung .— energisch
durchf einander wirbelt, die kleinen Fetttheilchen infolge ihrer Adhäsionskraft sich zu Conglomeraten
vereinigen werden, und dafs diese zusammenhängenden gröfseren Fetttheile sich gegenüber den ursprünglich in der Flüssigkeit
vorhandenen einzelnen Fettpartikeln ebenso verhalten werden, wie bei dem oben erwähnten
Beispiel einer Emulsion von OeI in Wasser ein relativ grofser Oeltropfen zu einem relativ
kleinen Oeltropfen. Es werden also auch beim Centrifugiren der Milch unter dem Einflufs.der
Schleuderkraft die zu Conglomeraten oder zu traubenartigen Gebilden vereinigten Fettpartikel
schneller als die einzelnen Partikel nach der Achse der Schleudertrommel wandern.
In der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 eine Ausführungsform der oben erwähnten
wellenförmigen, zur Wirbelbildung dienenden, durchbrochenen Einsätze gezeichnet. Die unter
dem Mantel M vorgeschiedene Milch wird auf der Aufsenseite dieser Blecheinsätze entlang
nach oben geführt und hierbei in der beschriebenen Weise durch einander gewirbelt,
so dafs die dadurch vereinigten Fettpartikel durch die Oeffnungen oder Durchbrechungen
nach der Achse der Schleudertrommel wandern können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Einsatz für Schleudertrom'meln, bestehend aus einer durchbrochenen, in senkrechter Richtung gewellten Scheidewand (Sch) und einer an diese anschliefsenden, den Boden bezw. Deckel der Trommel zum Theil überdeckenden Kegelfläche (M), unter welcher die mit der Trommel sich drehenden Zuflufsröhren (R) münden, zum Zweck, die Flüssigkeit in dem von der Wand (M) überdeckten Raum einer Vorscheidung zu unterwerfen, dabei den leichteren Bestandthcil unmittelbar über die innere Begrenzung von (M) zurücktreten zu lassen und nur den übrigen Theil der weiteren Scheidung hinter der gewellten Fläche (Sch) auszusetzen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79403C true DE79403C (de) |
Family
ID=352044
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79403D Expired - Lifetime DE79403C (de) | Kegelförmiger Einsatz mit daran sich schliessender gewellter cylindrischer Scheidewand für Schleudertrommeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79403C (de) |
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