DE78285C - Anfahrvorrichtung für Verbundlokomotiven - Google Patents

Anfahrvorrichtung für Verbundlokomotiven

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DE78285C
DE78285C DENDAT78285D DE78285DA DE78285C DE 78285 C DE78285 C DE 78285C DE NDAT78285 D DENDAT78285 D DE NDAT78285D DE 78285D A DE78285D A DE 78285DA DE 78285 C DE78285 C DE 78285C
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DE
Germany
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pressure
steam
connector
auxiliary steam
low
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT78285D
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English (en)
Original Assignee
R. LINDNER, Chemnitz, Aeufsere Dresdenerstr. 58
Publication of DE78285C publication Critical patent/DE78285C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B27/00Starting of machines or engines
    • F01B27/02Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines
    • F01B27/04Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits
    • F01B27/06Starting of machines or engines of reciprocating-piston engines by directing working-fluid supply, e.g. by aid of by-pass steam conduits specially for compound engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT^
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Anfahrvorrichtung für Verbundlokomotiven, welche besonders dadurch gekennzeichnet ist, dafs sich beim Anfahren, sobald dieses allein durch den Hochdruckkolben zu erfolgen hat, kein schädlicher Gegendruck auf den Hochdruckkolben entwickeln kann, und dafs sich beim Fahren mit voll ausgelegter Steuerung und gleichzeitiger Zuströmung von Hülfsdampf zum Niederdruckkolben die Leistung des Hochdruckkolbens ohne Abminderung der Leistung des Niederdruckkolbens erhöht.
In den Fig. 1 bis 8 ist die Erfindung in verschiedenen Anordnungen dargestellt.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, steht bei einer Ausführungsform mit dem Niederdruckschieber D oder dessen Schieberstange E ein Steuerkolben N in Verbindung, welcher mit dem Niederdruckschieber dieselbe Bewegung erhält und im Schiebergehäuse F gleitet. Dieser Kolben N wird dazu benutzt, abwechselnd zwei Dampfleitungen f1 und /2 zu öffnen und zu schliefsen, welche beide in einen gemeinsamen Hahn V münden. In Fig. 1 ist eine Stellung des Niederdruckschiebers gezeichnet, bei welcher der Eintrittskanal & für den Niederdruckcylinder geöffnet ist, demgemäfs wird durch die entsprechende Stellung des Steuerkolbens N die vom Dampfeingangsrohr des Hochdruckcylinders abgezweigte Hülfsdampfleitung fl geöffnet, so dafs Hülfsdampf in den Kanal S einströmen, und der Niederdruckkolben anziehen kann. Es werden die Abmessungen des Kolbens N und der Abstand der Einmündungen der Leitungen f1 und f'2 in dem Cylinder F so gewählt, dafs nur bei Eröffnung des Dampfeintrittskanales R oder 5 des Niederdruckcylinders die Einmündung der Hülfsdampfzuleitung/1 geöffnet wird. Bei abgeschlossenen Eintrittskanälen R und 5 ist auch, wie aus Fig. 2 ersichtlich, durch den Kolben JV die Hülfsdampfzuleitung f1 geschlossen, die Auspuffleitung/2 für den Verbinderdampf aber geöffnet, so dafs dieser Verbinderdampf, je nach dem wohin die Leitung /2 führt, in den Auspuffkanal 0 des Niederdruckcylinders oder in das Blasrohr der Lokomotive entweichen kann. Die Freigabe der Kanäle f1 und /2 geschieht nur bei voll nach vorwärts oder rückwärts ausgelegter Steuerung durch den mit derselben verbundenen Kreuzhahn, so dafs die ganze Einrichtung nur im Falle des Anfahrens oder des Fahrens mit gröfster Füllung in Wirksamkeit tritt.
Zweckmäfsig werden die Gröfsen der abschliefsenden Gleitflächen des Steuerkolbens JV zu einander so gewählt, dafs kurz vor Eintritt der Absperrung des Niederdruckcylinderhülfsdampfes bereits eine geringe Ausströmung des Verbinderdampfes eintreten kann.
Die Fig. 4 bis 8 zeigen verschiedene Ausführungsformen, und zwar Fig. 4 eine solche, bei der statt des einen Doppelhahnes V zwei einfache Hähne V1 V2 angebracht sind, und bei der die Hülfsdampfzuleitung und die Verbinderdampfableitung nicht hinter einander,
sondern auf verschiedenen Seiten des Schieberkastens liegen. In diesem Falle kann auch der Steuerkolben N ersetzt werden durch eine zweckentsprechende Formgebung des Niederdruckschiebers D oder des denselben umschliefsenden Rahmens. Der Schieber oder der Rahmen erhält dann eine Gleitplatte zum Oeffhen und Schliefsen der Hülfsdampfzüleitung/1 und zwei Gleitplatteny und ^ zum Oeffnen und Schliefsen der- Auspuffleitung /2 (Fig- 4)·
Für den Fall, dafs beide Leitungen f1 und/2 hinter einander liegen und der Kolben N vermieden werden soll, wie aus Fig. 6 ersichtlich, wird der Schieber D oder der denselben umschliefsende Rahmen mit zwei Gleitplatten χ und \ von entsprechenden Abmessungen versehen.
Der von der Steuerung zwanglä'ufig bewegte und sich nur bei den gröfsten Füllungen öffnende doppelte Kreuzhahn oder das dem gleichen Zweck dienende Ventil V kann, wie in Fig. 8 dargestellt, durch zwei gleichzeitig von der Steuerung bewegte Kreuzhähne oder Ventile F1 F2 ersetzt werden. Ferner kann der einfache Hahn V1 für die Hülfsdampfleitung unter Umständen weggelassen werden, so dafs nur ein Hahn · F2 für die Ableitung des Verbinderdampfes erübrigt.
Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch Fig. 4, Fig. 7 einen ebensolchen durch Fig. 6.
In Fig. 8 ist eine schematische Darstellung der ganzen Einrichtung gegeben, e ist die Hauptdampfleitung für den Hochdruckcylinder, von welcher die in das Ventil F1 führende HUlfsdampfzuleitung fl abzweigt. Die punktirten Pfeile im Hochdruckcylinder der Fig. 8 zeigen die Wirkungsweise der Einrichtung bei undichtem Hochdruckkolben oder Hochdruckschieber. Wie ersichtlich, gelangt der auf die Austrittsseite des Hochdruckkolbens überströmende Leckdampf in die Verbinderleitung, von hier aus durch die von den Gleitplatten χ und \ des Niederdruckschiebers freigelegte Auspufföffnung f'2 in das Ventil F2 und von dort, je nach Wahl der Leitung, in den Auspuffkanal 0 oder in das Blasrohr. Es ist demnach ein Versagen im Anziehen bei undichtem Hochdruckkolben, wenn dieser allein anzuziehen hat, vermieden.
Nach der schematischen Darstellung in Fig. 8 findet ferner bei geöffnetem Anfahr- und Auspuffhahn die Hülfsdampfzuströmung innerhalb der Hochdruckkurbelwinkel β ß1 und der Verbinderdampfaustritt innerhalb a. a1 statt. Beim Anfahren oder beim Fahren mit gröfster Füllung und demgemäfs voll ausgelegter Steuerung wird durch die angemessen weit hergestellte Hülfsdampf leitung dem . Niederdruckkolben der erforderliche Hülfsdampf zugeführt und. wird abwechselnd mit dieser Zuführung Verbinderdampf ausgepufft, so dafs aufser der Mehrleistung des Niederdruckkolbens durch den Hülfsdampf auch eine solche des Hochdruckkolbens durch die vorübergehende Abminderung des Druckes im Verbinder erzielt wird. Ferner wird bei der nur · geringen Aenderung der Winkelgeschwindigkeit innerhalb einer Radumdrehung, verbunden mit entsprechender Gröfse der Mündungsweiten von f1 und f'2, eine sehr gleichmäfsige Vertheilung dieser beiden Mehrleistungen auf beide Kolben erzielt und hierdurch auch bei geringster Fahrgeschwindigkeit der Maschine jedes Zucken der letzteren verhindert.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Anfahrvorrichtung für Verbundlokomotiven, bei welcher Hülfsdampf in den Niederdruckcylindern eingelassen wird, sobald die Steuerung der Maschine voll ausgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dafs aufser dieser Hülfsdampfleitung eine weitere Leitung vorgesehen ist, welche dem Verbinderdampf den Austritt in die freie Luft entweder durch den Auspuffkanal des Niederdruckcylinders oder durch das Blasrohr der Lokomotive gestattet und die vom Niederdruckschieber oder von einem mit dessen Steuerung zwangläufig gekuppelten Organ abwechselnd geöffnet und geschlossen wird, in der Weise, dafs Verbinderdampf nur nach oder kurz vor Abschlufs ■ der Hülfsdampfzuströmung zum Niederdruckkolben auf dem erwähnten Wege entweichen kann, zum Zweck, bei undichtem Hochdruckkolben oder Hochdruckschieber in den Kurbelstellungen, in welchen der Hochdruckkolben allein anzuziehen hat, die Entwickelung eines schädlichen Gegendruckes auf letzteren zu verhindern, sowie überdies die Leistung des Hochdruckkolbens beim Fahren mit voll ausgelegter Steuerung durch Abminderung des Verbinderdruckes in dem Bereiche der angegebenen Kurbelstellungen zu erhöhen.
  2. 2. Eine Ausführungsform der durch den Anspruch ι. gekennzeichneten Anfahrvorrichtung, bei welcher die Zuleitung für den Hülfsdampf und die Ableitung für den Verbinderdampf durch ein mit dem Niederdruckschieb.er oder dessen Steuerung zwangläufig gekuppeltes Organ oder durch den Schieber selbst derart gesteuert werden, dafs die Zuleitung für den Hülfsdampf dann geöffnet wird, wenn einer der Eintrittskanäle des Niederdruckcylinders ganz oder_ theilweise freigelegt ist, die Ableitung für den Verbinderdampf dagegen nahezu so
    lange geschlossen bleibt, wie diese Dampfeintrittskanäle und die Hülfsdampfzuleitung geöffnet bleiben.
    Eine Ausführungsform der durch die Ansprüche i. und 2. gekennzeichneten Vorrichtungen, bei welcher ein Doppelhahn oder ein System von zwei Hähnen für die vorerwähnten Leitungen Anwendung findet, zu dem Zweck, nur bei voll ausgelegter Steuerung die Hülfsdampfzuleitung und Verbinderdampfableitung zu öffnen, dagegen bei Stellung der Steuerung für geringere Füllungsgrade beide gleichzeitig zu verschliefsen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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