DE760962C - Einrichtung zum Anwaermen von Gasturbinen - Google Patents

Einrichtung zum Anwaermen von Gasturbinen

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Publication number
DE760962C
DE760962C DEL104901D DEL0104901D DE760962C DE 760962 C DE760962 C DE 760962C DE L104901 D DEL104901 D DE L104901D DE L0104901 D DEL0104901 D DE L0104901D DE 760962 C DE760962 C DE 760962C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
turbine
heating
gas turbine
temperature measuring
ceramic material
Prior art date
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Expired
Application number
DEL104901D
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Dipl-Ing Schmer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEL104901D priority Critical patent/DE760962C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE760962C publication Critical patent/DE760962C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D5/00Blades; Blade-carrying members; Heating, heat-insulating, cooling or antivibration means on the blades or the members
    • F01D5/12Blades
    • F01D5/28Selecting particular materials; Particular measures relating thereto; Measures against erosion or corrosion
    • F01D5/284Selection of ceramic materials
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D25/00Component parts, details, or accessories, not provided for in, or of interest apart from, other groups
    • F01D25/08Cooling; Heating; Heat-insulation
    • F01D25/10Heating, e.g. warming-up before starting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Anwärmen von Gasturbinen Zur Vermeidung schädlicher Wärmespannungen ist es bei Gasturbinen bereits bekannt, sie vor der Inbetriebsetzung durch Einleiten von heißen Gasen in das Innere der Gasturbine auf die Betriebstemperatur vorzuwärmen.
  • Bei Gasturbinen, deren Läufer und Gehäuse aus kera#mische.m Werkstoff bestehen oder mit diesem Werkstoff ausgekleidet sind, führt die Sprödigkeit des Werkstoffes innerhalb des kritischen Temperaturgebietes bis etwa 5ooa° C beim Anwärmen leicht zum Springen des Werkstoffes, während die in Frage kommenden Betriebstemperaturen von etwa 8oo° C und darüber anstandslos vertragen werden.
  • Um nun bei derartigen mit keramischen Werkstoffen versehenen Gasturbinen eine durch Wärmespannungen innerhalb des kritischen Temperaturgebietes herbeigeführte Beschädigung der Auskleidung beim Anwärmen durch in das Innere der Gasturbine eingeleitete Heizgase nach Möglichkeit zu verhindern, sind gemäß,der Erfindung an sich bekannte Temperaturmeßvorrichtungen vorgesehen, welche die Steuerungsbeile der Gasturbine bzw. die Umschaltorgane für die
    Heizgasfü hrung «o beeinflussen, daß die Gas-
    turbine erst nach Anwärmen ihrer Innenteile
    auf etwa 5oo= C unter Ausschaltung der An-
    wärmung selbsttätig oder auch von Hand in
    Betrieb gesetzt werden kann. Dies ist für
    Gasturbinen mit keramischer Auskleidung
    von besonderer Bedeutung. da nach Betriebs-
    pausen bei nennenswertem Sinken der Tem-
    peratur unter die-Temperatur von 3oo° C die
    Turbine immer wieder in das kritische Gebiet
    gerät und dadurch die keramische Aus-
    lz;eidun,- leicht Schaden erleiden kann.
    Die Temperattirm,-Pvorriclitung.en können
    dabei in Weiterbildung der Erfindung in
    Iianäle-n liegen.. die zwischen der aus kerami-
    schem Werkstoff bestehenden Auskleidung
    des Turbineng@liäus.es und dessen äußerem
    1Fetallmantel für rien Durchtritt der Heizgase
    vorgesehen sind. Werden im Laufrad, in den
    Schaufelig sowie in der Ummantelung der
    Welle und des Ständers in bekannter Welse
    hii;iIluftl;anäle angebracht, so können diese
    unter Zwischenschalttuia von durch die Tem-
    peraturinAcorrichtung beeinflußten Um-
    schaltorganen an die Leitung für die
    An wärnieIuft angeschlossen und von dieser
    Leitung abgeschaltet werden.
    In der Zeichnung ist ein Ausführungs-
    beispiel der Gesamtanordnung einer derartigen
    Anlage wiedergegeben.
    Die Hochdruckturbine i ist. zumindest so-
    tveit sie mit heißen Trc-ilsgasen in Berührung
    kommt. ganz oder teilweise aus keramischen
    Stoffen aufgebaut. Dieser Teil ist mit i11 an-
    gedeutet, während il' die Ummantelung der
    Turhin; angibt. Die Turbine i treibt als
    Nutzleistungsturbine den Stromerzeuger 2.
    3 ist die nachgeschaltete -Niederdrucl;ttiri),in:,
    die den Verdichter .l antreibt. ; ist der
    Wärmeatistauscher, 6 die Brennkammer. ; ein
    Regelventil zur Hochleistungsturbine. S das
    Regelventil, über das die Abgase der Nutzleistungsturhine i bei 9 der -Niederdruck-
    zugeführt turbine 3 werden. Bei io ent- I
    w.:ichen die Abgase ins Freie. ii ist ein
    Gebläse. das über eine Auflieizvorrichtung 12
    und über ein Regelventil 13 bzw. 14 Anwärm-
    luft der Turbine i zuführt.
    Bevor die Turbine i in Betrieb gesetzt wird. E
    werden die Ventile; und 8 geschlossen. 13
    und i.; g:öffnet, die Anwärmcorrichtung 12
    und das Gebläse i i eingeschaltet. Das Ventil
    i` einer Uingeiiungsl°itung 1511 zur Anwärm- j
    corrichtung ist dabei ebenfalls geschlossen.
    Die Anwärmluft wird über das Ventil 13 dem
    Innern der Turbine zugeführt und über das j
    Ventil 20 ins Freie ali-eführt. Die Anwärm- !,
    Itift für d:n Zwischenraum zwischen dem j
    Turbineninnern und der Turbinenummatite-
    hing wird über das Ventil i.F zugeführt und
    Tiber ein Ventil 1; ebenfalls ins Freie abge-
    Lassen. i8 und i9 sind Thermometer, z.13.
    1 eingebaute Thermoelemente zur Überwachung
    j der Anwärmtemperatur. Diese Thermo-
    j elemetite bzw. Temperaturmeßeinrichtungen
    können z. B. an verschiedenen Stellen des
    keramischen Werkstones eingebaut sein. Sie
    dienen dazu, über Regelvorrichtungen die
    Steuerung der Turbine so zu beeinflussen, daß
    ihre Inbetriebsetzung erst dann erfolgen kann.
    wetni die Anwärmtetnperatur von 3oo° C er-
    reicht ist. Die Umstellung der gesamten
    Steuerung von Anwärmen auf Inbetrieb-
    setzen kann selbsttätig mit bekannten Mitteln
    vor sich gehen. Mit der Tiber das Ventil i _q
    führenden Umgehungsleitung i #5" soll ange-
    deutet werden. daß die -'#',triiniungskanäle für
    das Anwärmen der Turbinenummantelung
    auch dazu dienen können. bei Betrieb der
    Turbine Iiühllttft aufzunehmen. Das Ventil
    i.I ist dann geschlossen. und die Anheizcor-
    riehtung 12 ist außer Betrieb.
    Während der Anwärmzeit können die Ver-
    dichterturbine 3 und der Verdichter d. ange-
    lassen und hochgefahren werden. Hierzu dient
    <las Ventil 16. wobei die Turbine 3 als nor-
    male Hochdruckturbine betrieben wird. Die
    Ventile; und 8 sind dabei. wie oben ange-
    geben. geschlossen. Durch eine besondere
    Tennperaturiiberwachungsvorrichtung wird
    dafür Sorge getragen. daß die Turbine 3 mit
    keiner zu hohen Temperatur beaufschlagt
    wird. -Man kann dies einmal dadurch er-
    reichen, daß die eingespritzte Brennstoff-
    menge bei 6 entsprechend geregelt wird.
    ferner dadurch. daß man verdichtete Luft
    unmittelbar in die Treibgasleitung der Tur-
    bine 9 überleitet, wie durch Leitung und Ven-
    til -21 angedeutet ist. Ist die Turbine i
    genügend angewärmt und die Verdichter-
    turbine 3 voll in Betrieb. so kann das
    Inbetriebsetzen der Turbine i erfolgen. Dabei
    können die Ventile 2o. 13 und 1.:I, nach Aus-
    lösen durch die Temperaturmeßcorrichtung
    von Hand geschlossen. ebenso das Ventil 16,
    während die Ventile; und 8 voll Hand ge-
    öffnet werden können. Dieser Vorgang kann
    selbsttätig erfolgen. ebenfalls ausgelöst durch
    die oben angedeuteten 11eßüberwacliungs-
    einrichtungen.
    Die beschriebene Anordnung gibt natur-
    gemäß nur ein Beispiel einer erfindungs-
    gemäßen Anlage wieder. Es können auch
    mehrere Turbinen mit keramischen Aufbau-
    stoffen vorhanden rein. Auch kann es so sein,
    daß bei Anlagen, die rasch -Nutzleistung ab-
    geben müssen, zunächst die Turbinen aus rein
    metallischen Baustoffen in Betrieb gesetzt
    werden und erst nach einiger Zeit, wenn die
    Turbinen mit keramischen Baustoffen ge-
    nügend angewärmt sind. diese mit zum
    Antrieb der Arbeitsmaschinen angekoppelt
    werden. Erwähnt sei noch, daß das Anwärmen der Turbinen mit keramischen Aufbaustoffen auch durch eingebaute elektrische Widerstand.sdrähte erfolgen kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Anwärmen von Gasturbinen, bei denen Läufer und Gehäuse aus keramischem Werkstoff bestehen oder mit keramischem Werkstoff ausgekleidet sind, durch in das Innere der Gasturbine eingeleitete Heizgase, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte Temperaturmeßvorrichtungen vorgesehen sind, welche die Steuerungsteile der Gasturbine bz.1v. die Umschaltorgane für die Heizgasführung so beeinflussen, daß die Gasturbine erst nach Anwärmen ihrer Innenteile auf etwa 5oo° C unter Ausschaltung der Anwärmung selbsttätig oder auch von Hand in Betrieb gesetzt werden kann.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß die Temperaturmeßvorrichtungen in Kanälen liegen, die zwischen der aus keramischem Werkstoff bestehenden Auskleidung des Turbinengehäuses und dem äußeren Metallmantel des Turbinengehäuses für den Durchtritt der Heizgase vorgesehen sind.
  3. 3. Einrichtung nach den Ansprüchen i und 2 mit Kühlluftkanälen im Laufrad der Gasturbine, in den Schaufeln sowie in .der Ummantelung der Welle und des Ständers, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlluftkanäle unter Zwischenschaltung von durch die Temperaturmeßvorrichtung beeinflußten Umschaltorganen an die Leitung für die Anwärmeluft angeschlossen und von dieser Leitung abgeschaltet werden können. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 570366, 598o40, 681576; österreichische Patentschrift Nr. 33250.
DEL104901D 1941-07-18 1941-07-18 Einrichtung zum Anwaermen von Gasturbinen Expired DE760962C (de)

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DE681576C (de) * 1937-03-16 1939-09-26 Bbc Brown Boveri & Cie AEussere Heizeinrichtung fuer Heissdampf- und Gasturbinen

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