DE75683C - Tastenbrett für Typenschreibmaschinen und ähnliche Apparate - Google Patents

Tastenbrett für Typenschreibmaschinen und ähnliche Apparate

Info

Publication number
DE75683C
DE75683C DENDAT75683D DE75683DA DE75683C DE 75683 C DE75683 C DE 75683C DE NDAT75683 D DENDAT75683 D DE NDAT75683D DE 75683D A DE75683D A DE 75683DA DE 75683 C DE75683 C DE 75683C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
keys
keyboard
key
guide line
hand
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT75683D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Dr. A. VON KUNOWSKI, pract. Arzt, in Kreuzburg O.-Schles
Publication of DE75683C publication Critical patent/DE75683C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J5/00Devices or arrangements for controlling character selection
    • B41J5/08Character or syllable selected by means of keys or keyboards of the typewriter type
    • B41J5/10Arrangements of keyboards, e.g. key button disposition

Landscapes

  • Input From Keyboards Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisher construirten Tastenbrettern für Typenschreibmaschinen sind die einzelnen Drucktasten in der Regel in parallelen Querreihen oder auf mit ihrer Wölbung dem Schreibenden zugewendeten · concentrischen Kreisbögen angeordnet. Die Bethätigung dieser Drucktasten geschieht in der Weise, dafs man die Arme in der Schwebe erhält (oder höchstens im Ellbogengelenk auf einer geeigneten Unterlage stützt), die Hand schwebend über das Tastenbrett hinwegführt und durch Druck, hauptsächlich mittelst des Zeigefingers und Mittelfingers, die Tasten anschlägt.
Diese Art der Bewegung ist aus dem Grunde unbequem und ermüdend, weil zur Erreichung zweier in einer gewissen Entfernung von einander liegender Tasten der ganze Unterarm eine dieser Entfernung annähernd entsprechende Bewegung auszuführen hat. Aufser dem erheblichen Kraftaufwand , der hierbei erforderlich ist, ist aber auch infolge des mit der Bewegung des Unterarmes bezw. der Hand verbundenen Zeitverlustes die gröfste Geschwindigkeit , welche mit derartigen Typenschreibmaschinen erreicht werden kann, abgesehen von hierzu besonders veranlagten Personen, nur etwa das Dreifache und die mittlere Geschwindigkeit das Zwei- bis Zweieinhalbfache der gewöhnlichen Schrift.
Der Erfinder hat sich nun die Aufgabe gestellt, im Gegensatz zu diesen bisher benutzten Tastenbrettern für Typenschreibmaschinen die einzelnen Tasten so anzuordnen,, dafs sie durch blofse Bewegung der Finger beider Hände (d. h. durch einfachen Anschlag bezw. verbunden mit leichten Streck - , Beuge - oder Spreizbewegungen) erreicht und bethätigt werden können, während der ganze Unterarm, in geeigneten Stützen ruhend, beim Schreiben überhaupt nicht bewegt wird. Dieser Zweck wird nun dadurch erreicht, dafs mari sämmtliche Tasten auf zwei zur Mittellinie des Tastenbrettes symmetrisch liegenden, nach vorn gekrümmten und mit ihren inneren Endpunkten nahe an einander stofsenden Curven anordnet, welche in ihrer Gestalt ungefähr derjenigen Linie entsprechen, die durch die Fingerspitzen einer in der bequemsten Lage auf eine ebene Fläche gelegten Hand gezogen ist. Auf oder in der Nähe dieser Curve, die im Nachstehenden kurz als die »Führungslinie« der Finger bezeichnet Werden soll, sind die Tasten derart angeordnet, dafs sie von den einzelnen Fingern, die in der bequemsten Ruhestellung über den am meisten, gebrauchten Tasten liegen, durch Bewegungen einfachster Art erreicht und bethätigt werden können. Soll nur eine beschränkte Anzahl von Tasten verwendet werden, so genügt es, dieselben lediglich in der Führungscurve selbst anzuordnen. Auch hier ist ein Spielraum vorhanden von der niedrigsten Tastenzahl 5 bis zu etwa 10 für jede Hand. Ihre Lagerung wird gegeben durch Spreiz- oder Annäherungsbewegung der Finger an einander, wobei ihre Spitzen innerhalb der Führungslinie verbleiben. Besonders kommt hierbei der Daumen in Betracht, der eine ziemlich ausgedehnte Curve zu beschreiben vermag, aufser ihm noch der zweite und fünfte Finger. Diese Tasten sollen den Namen »Haupttasten« führen. Ist eine gröfsere Anzahl von Tasten erforderlich, so treten zu ihnen noch die
»Nebentasten« .hinzu, welche zu beiden Seiten der Führungslinie, d. h. auf der dem Schreibenden ab- und der ihm zugewendeten Seite derart angeordnet sind, dafs sie durch blofses Strecken bezw. Beugen (Anziehen) der Finger erreicht werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführufigsform einer derartigen Klaviatur dargestellt , bei welcher unter Anpassung der Typenzahl an die zur Zeit gebräuchlichen 48 Tasten 88 Typen vorhanden sind. Zu beiden Seiten der Tasten sind (event, verstellbare) Kissen K angeordnet, auf welche der hintere Theil des Handtellers derart gelegt wird, dafs die Unterarme einen Winkel von etwa 90 ° ·— ihre bequemste Stellung — mit einander bilden. Die Kissen K liegen etwas erhöht, so dafs die Hand frei über den Tasten schwebt. Letztere sind nun bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel auf oder neben den oben erwähnten Führungslinien für die vier Handfinger und für den Daumen angeordnet, wie es der Anatomie und Physiologie der Hand einerseits und dem Bau der Sprache andererseits entspricht, d. h. die Tasten für die am meisten gebräuchlichen Schriftzeichen sind an diejenigen Stellen verlegt, an welchen die kräftigsten und geschicktesten Finger mit ihren Spitzen ruhen oder welche sie leicht erreichen können. Die Vocale und Diphthonge werden also beispielsweise den beiden Daumen zuertheilt, und hierbei die häufigsten e und i an bevorzugter Stelle. Aufserdem kommen die am häufigsten auf einander folgenden Vocale (beispielsweise a und u, i und e) in gleicher Höhenlage auf der Führungslinie beider Daumen zu liegen. Die Tasten für die Consonanten (gegebenenfalls auch die Spatientasten) werden den vier Handfingern zuertheilt. Die häufigsten nehmen die besten Plätze auf den Führungslinien ein, welche der bequemsten (leicht gekrümmten) Stellung dieser Finger entsprechen. Die weniger häufigen entfallen auf die Nebentasten, ebenso wie die Zahlen und andere seltenere Schriftzeichen.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist der gröfseren Klarheit halber das Schema der rechten Hand eingezeichnet. Die Finger befinden sich in der bequemsten Ruhelage in der durch die voll ausgezogenen und in Kreuzen endigenden Linien veranschaulichten Stellung, d. h. der Daumen (mit dem Drehpunkt I) · ruht für gewöhnlich auf der zweituntersten Taste e auf der Daumenführungslinie, während der Zeigefinger mit dem Drehpunkt II auf der Spatientaste, der Mittelfinger mit dem Drehpunkt III auf der Taste t, der Ringfinger mit dem Drehpunkt IV auf der Taste s und der kleine Finger mit dem Drehpunkt V auf der Taste η ruht.
Der Daumen kann nun durch Abspreizen vom Zeigefinger oder Annäherung an denselben von der Taste e aus die Tasten 0 bezw. α und ä (Haupttasten) oder aber durch Streckung die »Umschaltertaste« Um bezw. die Tasten (:) ., (+) —, (!) ? (Nebentasten) erreichen. Der Zeigefinger kann durch Annäherung an den Daumen die Haupttaste r, durch noch weiteres Spreizen unter gleichzeitigem Strecken die Nebentaste 0, durch blofses Strecken von r aus . die Taste 2, von der Spatientaste aus die Taste 4, dagegen durch Anziehen (Beugen) von der Spatientaste aus die Taste c und von r aus die Taste χ erreichen. Der Mittelfinger bedient von der Taste t aus durch Streckung die Nebentasten 6 und q, während der kleine Finger von der Taste η aus durch Annäherung an den Ringfinger zur Haupttaste g, durch Anziehung in Verbindung mit geringer Annäherung an den Ringfinger zur Nebentaste k, durch Streckung zur Taste 8 und durch Streckung verbunden mit geringer Spreizung zur Taste j gelangt. Der Ringfinger bedient wegen seiner geringen Geschicklichkeit und Kraft nur eine Taste. Der zweite und fünfte Finger dagegen hat aufser den Nebentasten je zwei Haupttasten, der Daumen deren vier, so dafs ein jeder nach Mafsgabe seiner Leistungsfähigkeit ausgenutzt wird.
Diejenigen Nebentasten, welche jenseits der Führungslinien, also vom Schreibenden abgewendet liegen, werden zweckmäfsig den übrigen Tasten gegenüber erhöht, da mit der Streckung der Finger leicht ein Höhergreifen verbunden werden kann und durch den Höhenunterschied der Tasten gleichzeitig die Handhabung erleichtert wird. Auch Blinde können bei Anwendung der vorliegenden Klaviatur leicht das Schreiben mit der Maschine erlernen.
Bemerkt sei noch, dafs für die gleichliegenden Tasten der rechten und linken Hand aus physiologischen Rücksichten Schriftzeichen gewählt werden, welche in der Sprache häufig zusammen vorkommen (beispielsweise c und h), und dafs die Buchstaben der Tasten ein und derselben Hand in der Richtung von aufsen nach innen, also vom kleinen Finger zum Daumen hin so angeordnet werden, wie sie am häufigsten in der Sprache auf einander folgen (beispielsweise t auf s und f auf p), da erfahrungsgemäfs eine Bewegung der Finger in der Reihenfolge von aufsen nach innen -bei weitem leichter als die umgekehrte Bewegung ausgeführt werden kann.
Die in der Zeichnung veranschaulichte gegenseitige Stellung der Typen sieht der Erfinder infolge dessen nur als eine besonders praktische Ausführungsform seines Erfindungsgegenstandes an, die auch durch irgend welche andere
Anordnung, bei welcher die Tasten auf den Führungslinien liegen, ersetzt werden kann. Man würde beispielsweise die hier doppelt vorhandenen Umschalt- und Spatientasten zu je einer einzigen Taste vereinigen können, .welche im Bereich des Daumens bezw. Zeigefingers beider Hände liegen.
Die Bewegungsübertragung von einem Tastenbrett der oben beschriebenen Art nach den Typenhebeln oder dem Typenrad kann auf irgend eine geeignete Weise geschehen. Man kann beispielsweise, um die vorliegende Anordnung für Remington - Schreibmaschinen verwendbar zu machen, zwei in einem Winkel sich kreuzende, von je einer der (rechten und linken) Tastengruppen ausgehende Systeme von Drahtzügen verwenden, welche sich in analoger Weise, wie bei der Yost-Maschine, an die Winkelhebel der Typen anschliefsen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Tastenbrett für Typenschreibmaschinen und ähnliche Apparate, bei welchem die symmetrisch zu beiden Seiten der Mittellinie des Tastenbretts liegenden Tasten, entsprechend dem Bau der Hand, derart in je zwei Gruppen angeordnet sind, dafs die Daumentasten auf einem von dem gemeinsamen Curvensystem der übrigen Tasten getrennten Curvensystem liegen und sämmtliehe Tasten durch blofse Fingerbewegungen, wie Strecken, Beugen, Spreizen, und ohne wesentliche Bewegung der mit ihrer Wurzel auf Kissen(K) ruhenden Hände bethätigt werden können. Eine Ausführungsform des unter i. gekennzeichneten Tastenbretts, bei welcher die Tasten für die am häufigsten in der Sprache vorkommenden Schriftzeichen (Haupttasten) in der der bequemsten (leicht gekrümmten) Fingerstellung entsprechenden Führungslinie, die Tasten für die weniger gebräuchlichen Schriftzeichen (Nebentasten) dagegen zu beiden Seiten dieser Führungslinie angeordnet sind, wobei zweckmäfsig die Nebentasten, die auf der vom Schreibenden abgewendeten Seite der Führungslinie liegen, den übrigen Tasten gegenüber erhöht söin können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT75683D Tastenbrett für Typenschreibmaschinen und ähnliche Apparate Expired - Lifetime DE75683C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE75683C true DE75683C (de)

Family

ID=348622

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT75683D Expired - Lifetime DE75683C (de) Tastenbrett für Typenschreibmaschinen und ähnliche Apparate

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE75683C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0427036A2 (de) Tastatureinheit zur Steuerung von Prozessoreinheiten
DE3686930T2 (de) Tastatur fuer eine informationenverarbeitende vorrichtung.
DE69227901T2 (de) Ergonomische tastatur
EP0587817B1 (de) Tastatur
DE19624463A1 (de) Steuereinrichtung für Nutzfahrzeuge, insbesondere für landwirtschaftliche nutzbare Schlepper
DE19751573A1 (de) Bediengerät für Spielmaschine
DE102005007789A1 (de) Handbetätigte Bedienvorrichtung für einen Bedienplatz eines Flurförderzeugs
DE75683C (de) Tastenbrett für Typenschreibmaschinen und ähnliche Apparate
DE4206515C1 (de)
DE577708C (de) Schreibmaschinentastatur
DE2218065A1 (de) Tastatur fuer schreibmaschinen oder dergleichen
DE3889352T2 (de) Dateneingabesystem für einen Rechner.
EP0762318B1 (de) Computermaus
DE3702401A1 (de) Vierzehn-tasten-tastatur
DE972928C (de) Wagenbetaetigter Funktionswaehler fuer Schreibrechenmaschine
DE69031221T2 (de) Tastatur
DE29723047U1 (de) Bewegliche Tastaturhälften mit Maus-Funktionalität
DE4405655A1 (de) Tastatur zur Eingabe von Informationen in eine Vorrichtung
DE2017063A1 (de) Tastenanordnung zur Bedienung von Maschinen
DE282273C (de)
DE360042C (de) Universalschiene
DE700558C (de) Tastatur fuer Schreibmaschinen
DE664949C (de) Tastatur fuer Schreibmaschinen
DE749192C (de) Tastensatz fuer 10-Tasten-, insbesondere Rechen- u. dgl. Maschinen
DE190009C (de)