DE756751C - Spritz- oder Pressgiessmaschine - Google Patents

Spritz- oder Pressgiessmaschine

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Publication number
DE756751C
DE756751C DEM142105D DEM0142105D DE756751C DE 756751 C DE756751 C DE 756751C DE M142105 D DEM142105 D DE M142105D DE M0142105 D DEM0142105 D DE M0142105D DE 756751 C DE756751 C DE 756751C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
injection
molding machine
compression
chambers
Prior art date
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Expired
Application number
DEM142105D
Other languages
English (en)
Inventor
Erhard Dipl-Ing Mueller
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Priority to DEM142105D priority Critical patent/DE756751C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE756751C publication Critical patent/DE756751C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/08Cold chamber machines, i.e. with unheated press chamber into which molten metal is ladled
    • B22D17/12Cold chamber machines, i.e. with unheated press chamber into which molten metal is ladled with vertical press motion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Spritz- oder Preßgießmaschine `Die Erfindung betrifft Spritz- oder Preßgießmaschinen zum Verarbeiten von Metallen und deren Legierungen in flüssigem oder beigförmigem Zustand.
  • Die Herstellung von Teilen mit .besonders großer Fläche oder besonders großem Inhalt im Spritz- oder Preßgießverfahren scheiterte bisher teilweise daran, daß durch die übliche Anwendung von nur einer Druckkammer entweder die Formen nicht ganz voll oder aber die Teile nicht genügend dicht oder ungleichmäßig dicht wurden.
  • Man versuchte diesem Übelstand durch größere oder mehrere Anschnitts zu begegnen oder dadurch, daß man die Preß- bz.w. Ein-Spritzgeschwindigkeit oder den Preß- bzw. Einspritzdruck möglichst hoch gestaltete. Doch ergaben sich hieraus vielfach Wirbelerscheinungen im Metallfluß und wesentliche Verteuerungen der Maschinen und Formen.
  • Auch war es notwendig, wegen der bedeutenden Abkühlung infolge der langen Meta11wege die Temperaturen sowohl der Form als auch des zu verarbeitenden Werkstoffes möglichst hoch zu halten, was wiederum Schwierigkeiten verschiedener Art mit sich brachte.
  • Weiterhin versuchte man durch die Verwendung einer Druckkammer mit mehreren Düsen oder Einströmungen Vorteile zu erzielen. Dabei brauchte man aber ebenfalls sehr lange Wege von der Druckkammer bis zu dem weitest gelegenen Punkt des Spritzgußteiles. Es wird dabei sehr wenig Entfernung gespart gegenüber einer Einspritzöffnung und einem sich innerhalb der Form verzweigendzn Anschnitt. Die toten Leerstrecken sind also lang, das ergibt urausgenutzte Spritzvolumen, großen Druckverlust und große Abkühlungsmöglichkeiten. In jedem bisher versuchten Fall lag die Druckkammer auf ein und derselben Seite des zu spritzenden Teiles.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, gehört aber nicht zum Stand der Technik, Preßgießmaschinen mit außerhalb des Schmelztiegels ang°ordneter Druckkammer und einen g°gen Lufteintritt abgeschlossenen Schmelztiegel zur Verarbeitung von Magnesium und seinen Legierungen so auszuführen, daß eine Gruppe aus mehreren Beschickungsvorrichtungen an einen Ofen angeschlossen ist und gleichzeitig auf eine gemeinsame Form arbeitet. Diese Ausführung kann jedoch in den Fällen nicht ang°w-endet werden, bei denen das Gießgut der Druckkammer aus einem Schmelztiegel unter dem hydrostatischen Druck zufließt oder mittels eines Schöpflöffels von Hand zugeführt wird.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Preßgieß- oder Spritzgießmaschine mit mehreren Druckkammern, die gemeinsam auf eine Gießform wirken. Bei dieser Maschine sind die oben angedeuteten Nachteile vermieden, und es wird zugleich den Erfordernissen beim Gießen großflächiger Teile in vollem Maße Rechnung getragen. Durch die Anordnung von mehreren Druckkammern für ein und dasselbe Werkzeug ist für ein gleichmäßiges Auslaufen der Form Gewähr gegeben, denn durch die Verkürzung der Auslaufwege ist die Gefahr des vorzeitigen Erfrierens behoben.
  • Die Druckkammern. können so angelegt werden, daß sie rechts und links der Form liegen. Überhaupt ist es möglich, diese sowie die Anschnitte ganz beliebig so anzuordnen, wie dies den auf der Maschine zu spritzenden Teilen entsprechend am zweckmäßigsten erscheint, um günstige Fließverhältnisse zu erhalten und die Einspritzkanäle auf ein Minimum zu beschränken, weiterhin., um in der Form die gewünschte Strömungsrichtung zu bekommen und um den an verschiedenen Stellen eintretenden Werkstoff nicht gegeneinanderprallen und Wirbelerscheinungen hervorrufen zu lassen. .
  • Infolge der Verkürzung der Auslaufwege in der Gießform ist außerdem aber auch ein Arbeiten mit üblichen Gießtemperaturen sowohl der Form als auch des zu verarbeitenden Werkstoffes sowie ein Arbeiten mit verhältnilmäßig niedrigen Gießgeschwindigkeiten und Gießdrücken ohne weiteres durchführbar.
  • Die Erfindung, mit mehreren Druckkammern zu arbeiten. ist anwendbar sowohl für Preßgießinaschinen als auch für Spritzgießmaschinen aller Art, gleichgültig, ob die Formteilebene senkrecht, waagerecht oder schräg angeordnet ist, ob mit Kolben, mit Luft oder einem sonstigen Preßmittel gepreßt wird, ob die Druckkammer in die Formteilebene mündet bzw. in dieser liegt oder außerhalb.
  • Eine der zahlreichen Ausführungsmöglichkeiten ist in den Abb. i und 2 dargestellt. Sie zeigen eine finit Preßflüssigkeit betätigte Preßgießinaschine mit beispielsweise zwei Preßkolben a, a, zwei Preßkammern b, b, zwei Anschlußkolben c, c; außerdem sind angedeutet die Gießformen d und c finit den Tischen j und g. der hydraulische Schließzylinder lt mit dem Schließkolben i. Beide Preßkolben a, a können entweder so gesteuert «-erden, daß sie gleichzeitig niedergehen und den Spritzvorgang durchführ;m, oder es kann die Steuerung so verändert werden, daß je nach den Erfordernissen des herzustellenden Teiles einer der beiden Kolben um einen beliebig einstellbaren Zeitraum dem anderen Kolben voraus-bzw. nacheilt. Dasselbe gilt in entsprechender Weise bei drei oder mehr Kolben je Maschineneinheit. Zweckentsprechend erhält dann jeder einzelne Preßkolben eine gesonderte Steuerung sowie gesonderte Druckzuführung, um bei der Verschiedenheit der auftretenden Reibungswiderstände trotzdem einen genauen Gang der Preßkolben mit der gewünschten Gleichmäßigkeit bzw.Reihenfolge zu erlangen. Auch den Erfordernissen in bezug auf Regelba.rkeit der Arbeitsgeschwindigkeit und des Preßdruckes jedes einzelnen Preßkolbens ist Rechnung getragen durch den gesonderten Antrieb jedes einzelnen Preßkolbens. Außerdem können die Preßkammern verschiedenen Durchmesser und verschiedene Höhe haben.
  • Die Wirkungsweise der Preßgießmaschine nach den Abb. i und z ist im übrigen bekannt: Nachdem die beiden Formhälften d und e mittels des Schließkolbens i oder mittels anderer geeigneter Schließorgane geschlossen sind, wird in alle Preßkammern b, b möglichst gleichzeitig Schmelzgut zugegeben und dasselbe mittels der Preßkolben a., a in die Form gedrückt. Es folgen Ausstoßen der Preßreste auf beliebige Art und Rückgang der Preßkolben a, a in die Ausgangsstellung gemäß Abb. i.
  • Bei dem vorstehend beschriebenen Beispiel sind zwei Druckkammern auf einer Seite des Werkstückes angenommen. Selbstverständlich ist es, wie oben erwähnt, ein großer Vorteil der Erfindung, daß die Maschinen so gebaut werden können, daß die Druckkammern auf verschiedenen Seiten des Werkstückes liegen.
  • Eine weitere Vervollkommnung ist in gewissen Fällen sowohl bei Preßgieß- als auch bei Spritzgießmaschinen am Platze in der Weise, daß die den Preßdruck in der Druckkammer erzeugenden: Glieder, wie Preßkolben oder ähnliche Teile bzw. deren Antriebe, starr miteinander verbunden werden, so daß die verschiedenen Druckkammern mit Bestimmtheit zu genau demselben Zeitpunkt unter Druck gesetzt und mit demselben Druck und derselben Geschwindigkeit entleert werden.
  • Dabei ist außerdem die Möglichkeit gegeben, die auf die Druckkammer bzw. das Preßgut einwirkenden Glieder, wie Preßkolben oder ähnliche Teile, so zu gestalten bzw. anzuordnen, daß ihr Auftreffen auf das Preßgut zu verschiedenen Zeitpunkten geschieht.
  • Mittels Begrenzung der Rücklaufwege der Preßkolben a, a, beispielsweise durch Stellvorrichtung zc und v bzw. Anschlag w oder durch andere geeignete Hubbegrenzungen, läßt sich weiterhin eine Verschiedenheit der einzelnen KolbenarbeitsWege erreichen. Dadurch wird bewirkt, daß z. B. die Preßbüchse b mit größerem Abstand x von dem Preßkolben a. auch die größere Menge flüssigen Metalls aufzunehmen vermag, wobei alle Kolben mit der Förderung des Metalls in das Werkzeug d und e trotzdem gleichzeitig einsetzen können.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Preßgießmaschine, bei der das Gießgut der Druckkammer aus einem Schmelztiegel unter dem hydrostatischen Druck zufließt oder mittels eines Schöpflöffels von Hand zugeführt wird, bzw. Spritzgießmaschine, bei der im Innern des Schmelztiegels eine mit Wandöffnungen für den Durchtritt des Gießgutes versehene Druckkammer vorgesehen ist, aus der das Gießgut mittels eines in der Druckkammer geführten Kolbens unmittelbar in die Form gepreßt wird, da,-durch gekennzeichnet, daß mehrere Druckkammern bzw. mehrere Druckkammern samt Schmelztiegel über den Umfang der Gießform verteilt sind und gemeinsam auf eine Form wirken.
  2. 2. Spritz- oder Preßgießmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die den Preßdruck in den einzelnen Preßkammern erzeugenden Mittel, z. B. Preßkolben, in Abhängigkeit voneinander stehen.
  3. 3. Spritz- oder Preßgießmaschine nach den Ansprüchen i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die den Preßdruck in den einzelnen Preßkammern erzeugenden Mittel derart in Abhängigkeit voneinander stehen, daß die Druckwirkung auf das Preßgut während eines Arbeitsganges zu verschiedenen Zeiten eintritt. q.. Spritz- oder Preßgießmaschine nach Anspruch i, dadurch gelz,-nnzeichnet, daß die den Preßdruck in den einzelnen Preßkammern erzeugenden Mittel unabhängig voneinander zu betätigen sind. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. 380 52i.
DEM142105D 1938-06-30 1938-06-30 Spritz- oder Pressgiessmaschine Expired DE756751C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM142105D DE756751C (de) 1938-06-30 1938-06-30 Spritz- oder Pressgiessmaschine

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DEM142105D DE756751C (de) 1938-06-30 1938-06-30 Spritz- oder Pressgiessmaschine

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE756751C true DE756751C (de) 1953-11-09

Family

ID=7334984

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DEM142105D Expired DE756751C (de) 1938-06-30 1938-06-30 Spritz- oder Pressgiessmaschine

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DE (1) DE756751C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE380521C (de) * 1921-08-09 1923-09-08 Julius Bibau Spritzgussmaschine mit Metallpumpe

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE380521C (de) * 1921-08-09 1923-09-08 Julius Bibau Spritzgussmaschine mit Metallpumpe

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