DE744825C - Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DuengemittelnInfo
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- DE744825C DE744825C DEI71747D DEI0071747D DE744825C DE 744825 C DE744825 C DE 744825C DE I71747 D DEI71747 D DE I71747D DE I0071747 D DEI0071747 D DE I0071747D DE 744825 C DE744825 C DE 744825C
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Classifications
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln Aus städtischem Abwasserklärschlamm wird das beste Düngemittel dann gewonnen, wenn man die heiße Vergärung anwendet. (Imhoff, Taschenbuch der Stadtentwässerung 1941 S. 2o5.) Dabei wird der Schlamm zuerst entwässert, bis er stichfest ist. Das kann z. B. in einem Saugfilter geschehen (Taschenbuch S.2oi). Der stichfeste Schlam;n »«wird zu Gärhaufen so locker aufgehäuft, @daß die Luft durchstreichen kann. Weil die Luft Zutritt haben muß, kann man das Verfahren auch als belüftete Vergärung bezeichnen im Gegensatz zur Ausfaulung unter Wasser, wobei die Luft ferngehalten wird. Im Gärhaufen ,erhitzt sich der Schlamm auf etwa ;o° und trocknet dabei auf etwa 1511/o Wassergehalt zusammen. Er läßt sich dann zu einem streubaren, pulverförmigen Düngemittel zermahlen.
- Bis jetzt hat ,dieses Verfahren den -Nachteil, daß es nur mit frischem Schlamm durchführbar ist. Wenn der Schlamm vorher unter Wasser ausgefatult werden könnte, hätte man als Vorteile, daß die Menge des Schlammes vermindert ist, daß die Entwässerung leichter vor sich geht, daß üble Gerüche vermieden werden, daß im Faulraurrie das wertvolle Methangas gewonrnen wird und daß d ie Faulräume als Scb1ammspeicher dienen, die die tageweise stark wechselnden Schlammengen ausgleichen, so daß :die Entwässerungs- und Düngerbereitungsanlagen kleiner bemessen werden können.
- Bisher sind aber die Bemühungen, unter Wasser ausgefaulten Schlamm zu vergären, gescheitert, weil durch das Ausfaulen unter Wasser neben einem Teile des Brennwerts noch andere nicht näher bekannte Eigenschaften und Stoffe verloren gehen, die zur heißen Vergärung nötig sind.
- Die Frage läßt sich wirtschaftlich dadurch lösen, daß man erfindungsgemäß zwar die Hauptmasse des Schlammes zuerst unter Wasser ausfault und sich die damit verbundenen Vorteile sichert, daß man aber einen Teil des Schlammes frisch abzweigt, entwässert und dann dem entwässerten ausgefaulten Schlamme zumacht, bevor die Gärhaufen aufgesetzt «-erden. Die 'Menge des frischen Schlammes wird so bemessen, daß sie gerade ausreicht, die belüftete Vergäiung möglich zu machen, tim ein; Zähl zti rennen z. B. ein Viertel der ganzen Menge in den Feststoffen geniessen.
- Das Verfahren der Erfindung ist besonders wirtschaftlich beim Belebungsverfahren (Taschenbuch S. 1..l.I). Hierbei entstehen <«-ei Arten von Schlamm: in den Vorbecken der gewöhnliche Abwasserschlamm und in den Nachbecken der überschuß des belebten Schlammes. Gewöhnlich werden beide Schlammarten gemischt, ausgefault und dann entwässert. Die belüftete Vergärung ist dann nicht möglich. Gerade der belebte Schlamm ist aber bei starker Lüftung in Lüftungsbecken entstanden, und er hat neben hohem Düngewert die Eigenschaften, die zur belüfteten Vergärung erwünscht sind. Man zweigt in diesem Falle aus dem belebten Schlamme einen Teil frisch ab, entwässert und setzt ihn der übrigen Masse des aasgefaulten und entwässerten Schlammes zu.
- Bisher hat man wohl schon frischen Schlaiiin mit aasgefaultem Schlamme geinischt. Dabei hat man aber nassen frischen Schlamm verwendet, wie z. B. in deutschen Patentschriften beschrieben ist. -Man hat auch schon frischen belebten Schlamm in :'lmeriha auf Saugfiltern entwässert und dann in Öfen heiß getrocknet. Gerade aber das Mischen von; trockenem frischem und trockenem aasgefaultem Schlamm zum Zwecke der Belüfteten Vergärung in Gärhaufen gemäß der Erfindung verspricht die genannten vielen Vorteile.
- Als Beispiel wird das '%--erfahren für die Belebungsanlage einer Großstadt von einer Million Einwohnern in Zahlen dargestellt: Der Ch.-rschuß des belebten Schlammes ist (eingedickt) täglich i5oom@ mit 98°/0 Wassergehalt, also finit Feststoffen. Davon wird die Hälfte, also ,^50 1111 mit 15 t Feststoffen durch Saugfilter auf 82°/° Wassergehalt gebracht und damit stichfest gemacht. Das sind , stichfest Im Vorbecken entstehen täglich iooio i113 Schlamm mit 95°/" Wassergehalt, also finit Feststoffen. Dieser Vorbeckenschlamm kommt zusamin.en mit der zweiten Hälfte des belebten Schlammes in den Faulraum. Das sind Mono ;- 750 = 1750 in' Schlamm mit 50 + 15 =()5t Feststoffen. Dort vermindert sich die Masse durch Vergasung und Eindickung auf täglich 6j0 n113 lallt 93°/° Wassergehalt, also mit Feststoffen. Dieser ausg.faulte Schlamm wird durch Filter auf 62°/° Wassergehalt entwässert und ist so ebenfalls stichfest. Seine 'Menge beträgt dann Die 83 t frischer Sch'.aintn «erden mit den 124 t aasgefaulten Schlammes gemischt zti Gärhaufen aufgesetzi. Die Feststoffe ds frischen Schlammes betragon dalxi der gesamten Feststoffe des Gärhaufens. 12a11 hat so den Vorteil, daß j60/° der Feststoffe in aasgefaultem Zustande verwendet «-erden und daß dennoch die belüftete, heiße Vergärung möglich ist.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln durch belüftete Vergärung von unter Wasser ausgefaultein und entwässertem Abwasserhliirsclilaiiini, dadurch äel:enpzeichr&t, daß der unter Wasser aasgefaulte und entwässerte Schlamm vor dem Aufsetzen zu Gärliaufen finit geringen, etwa 250l° betragenden 'Mengen frischen entw;isserten Sclilainm,s innig vermischt und die aufgestapelte Masse einür Heilvergärung unterworfen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlamm aus einer Belebungsanlage verwendet und der erfoiderliche Zusatz an frischem Schlamm aus dein Clxrschuß des belebten Schlaniines entnommen wird. Zur Abgrenzung des Antneld ungsgegenstandes vom Stand der Technik sind ini Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen «-orden: deutsche. Patentschriften .... N r. 691 528, 685 o36; Chemische Apparatur, 2;. Jahr",., 19-4c, Heft 14 S. 213 bis 215.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI71747D DE744825C (de) | 1942-03-10 | 1942-03-10 | Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI71747D DE744825C (de) | 1942-03-10 | 1942-03-10 | Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE744825C true DE744825C (de) | 1944-01-26 |
Family
ID=7197194
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI71747D Expired DE744825C (de) | 1942-03-10 | 1942-03-10 | Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE744825C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE856743C (de) * | 1950-10-26 | 1952-11-24 | Wilhelm Mueller | Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE685036C (de) * | 1937-04-21 | 1939-12-09 | Ludwig Kuehnlenz | Verfahren zum Herstellen von Duengern aus Klaerschlamm |
| DE691528C (de) * | 1938-01-30 | 1940-05-29 | Stadtgemeinde Stuttgart Vertre | Verfahren zum Ausfaulen von Gerbereischlamm |
-
1942
- 1942-03-10 DE DEI71747D patent/DE744825C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE685036C (de) * | 1937-04-21 | 1939-12-09 | Ludwig Kuehnlenz | Verfahren zum Herstellen von Duengern aus Klaerschlamm |
| DE691528C (de) * | 1938-01-30 | 1940-05-29 | Stadtgemeinde Stuttgart Vertre | Verfahren zum Ausfaulen von Gerbereischlamm |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE856743C (de) * | 1950-10-26 | 1952-11-24 | Wilhelm Mueller | Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln |
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