DE74351C - Augenblicks - Ausschalter - Google Patents
Augenblicks - AusschalterInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H5/00—Snap-action arrangements, i.e. in which during a single opening operation or a single closing operation energy is first stored and then released to produce or assist the contact movement
- H01H5/04—Energy stored by deformation of elastic members
- H01H5/14—Energy stored by deformation of elastic members by twisting of torsion members
- H01H5/16—Energy stored by deformation of elastic members by twisting of torsion members with auxiliary means for temporarily holding parts until torsion member is sufficiently strained
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannt gewordenen Umschalter zeigen verschiedene Uebelstände, von denen
die nicht genügende Schnelligkeit der Schaltung, das Abbrennen bezw. Zerstören der Berührungsflächen,
sowie das unbequeme Anschliefsen der Leitungsdrähte die hauptsächlichsten sind.
Bei den bekannten Augenblicks-Ausschaltern sind die Stromschlufsstücke federnd eingerichtet,
und wenn diese Einrichtungen auch für schwache Ströme genügen, so genügen sie doch nicht,
wenn starke Ströme zur Verwendung kommen, es sei denn, dafs man von ihrer Unförmlichkeit
und infolge dessen auch hohen Beschaffungskosten absieht.
Diese Uebelstände zu beseitigen, ist der
Zweck, der durch den Gegenstand der Erfindung verfolgt wird, wobei demselben der
Erfindungsgedanke zu Grunde liegt, beim BeV ginn einer Schaltung durch Bremsung der hierbei
bewegten, die Schlufsstücke und Bremsflächen tragenden Platte so viel Kraft aufzuspeichern
, dafs dieselbe selbsttätig mit einem starken plötzlichen Ruck weiter gedreht wird,
trotzdem nur unelastische, nicht federnde Stromschlufsstücke zur Verwendung kommen.
Auf beiliegenden Zeichnungen zeigen:
Fig. ι und 2 den neuen Ausschalter- in der
Ansicht und. im senkrechten Schnitt durch die Mitte, während
Fig. 11a und iib denselben im Schnitt und
Ansicht beim Ausschalten in angehobener Stellung zeigen;
Fig. 3 bis 8 stellen Einzelheiten und
Fig. 9 bis 19 den Arbeitsgang dar.
In dem aus isolirendem Stoff gebildeten Grundkörper A des Ausschalters (Fig. 1 und 2)
sind die Stromschlufsstücke B B1 und CC1
mit den Stromschlufsflächen b b1 und cc1 so
eingefügt, dafs alle vier Flächen auf einem Durchmesser des scheibenförmigen Grundkörpers
A liegen (Fig. 5). Ueber diesen Stromschlufsflächen , auf der Achse des Grundkörpers
A drehbar angeordnet, ruht 'nun die die Schlufsstücke und Bremsschuhe tragende
Scheibe D, Fig. 2 bis 4, welche aus isolirendem Stoff besteht. Die Scheibe D ist mit
einer Metallplatte d, Fig. 2, fest verbunden und trägt in ihrem Mittelpunkt eine Hülse E,
Fig. 2 und 3, welche über die Achse des Grundkörpers A geschoben und auf deren
äufserem Ende der Griff zum Bewegen des Umschalters geschraubt ist. Die Scheibe -D
sitzt lose zwischen den Bunden der Hülse E, welche an dieser Stelle Gewinde trägt, und ist
mit dieser durch eine Spiralfeder e verbunden, deren eines Ende fest an der Hülse und deren
anderes Ende fest an die die Scheibe D bedeckende Metallplatte d angeschlossen ist (Fig. 4).
In die isolirende Platte D sind die Schlufsstücke FF1 so eingelassen, dafs sie aus der
Unterseite derselben nur wenig hervorstehen, sich aber aufserdem im gegebenen Augenblick
schief einstellen können, um über die in dem Grundkörper A liegenden Stromschlufsflächen
gleiten zu können, indem bei Rechtsdrehung der Hülse E durch den Handgriff diese zunächst
durch das Gewinde zwischen den die Scheibe D lose haltenden Bunden diese Scheibe
ein wenig lüftet (Fig. 2 a und 2 b).
Damit nun die Stromschlufsstücke FF1,
Fig. 7, welche eine solche Breite haben, dafs sie die auf einem Radius des Grundkörpers
liegenden Stromschlufsflächen gleichzeitig bedecken und dann Stromschlufs herstellen, diese
Schrägstellung einnehmen können, sind sie mit der Scheibe D durch einen Niet lose verbunden,
dessen Kopf versenkt ist und der dem Stromschlufsstück eine geringe Seitenbewegung
auszuführen gestattet.
Zwischen den Schlufsstücken FF1 sind
aufserdem noch die keilförmigen Bremsflächen ff1 in der Platte D angeordnet, die aber eine
solche Breite haben, dafs sie nur eine der Stromschlufsflächen b oder bl bezw. c oder c1
bedecken können. Aufserdem haben diese Bremsflächen einen verschiedenen Abstand von
dem Mittelpunkt der Scheibe D, und zwar in der Art, dafs die Bremsfläche/bei der Drehung
der Scheibe D nur die Flächen c c1 berühren
kann. Die Bremsflächen //J sind beide nach derselben Seite hin keilförmig gebildet (Fig. 8)
und in der Scheibe D starr befestigt.
Hat der Ausschalter mit seinen Stromschlufsflächen die in Fig. 9 und 10 dargestellte Lage
eingenommen, ist also die Scheibe D so gedreht, dafs die Schlufstheile FF1 die beiden
Stromschlufsflächenpaare bc und ^1C1 decken,
,so ist Stromschlufs hergestellt. Wird nun die Scheibe D in Richtung des Pfeiles (Fig. 9)
entsprechend der Kreisrichtung der Bremsflächen ff1 gedreht, so ist der Strom unterbrochen,
sobald die Berührung zwischen den Stromschlufsflächen im Grundkörper A und den
Schiufsftächen FF1 in der Platte D aufgehoben
ist, und die Bremsfläche f1 ruht auf der Stromschlufsfläche
c, die Bremsfläche / dagegen auf der Stromschlufsfläche bl. Diese Ausschaltung
erfolgt aber sehr plötzlich, wie dies bei Verfolg des weiteren Arbeitsganges verständlich
werden wird.
Haben nämlich die Bremsflächen diese in Fig. 11 und 12 dargestellte Lage zu den Stromschlufsflächen
eingenommen und soll nun wieder eingeschaltet werden, so setzen die Bremsflächen ff1 der Drehung der Scheibe D
einen Widerstand entgegen, der erst dann überwunden wird, wenn bei Weiterdrehung der
Hülse E durch den Griff (Fig. 2) die Scheibe D etwas gelüftet und die Feder e so stark angespannt
ist, dafs sie unter Mitnahme der Scheibe D diesen Widerstand überwindet, der
infolge der Keilform der Bremsflächen ff1
und des Anhebens der Platte D sich allmählich verringert, so dafs die Bremsflächen //■ von
den Stromschlufsflächen c und b1 plötzlich abgleiten.
Während dieses Vorganges wurde also die Kraft, welche zum Drehen der
Scheibe D erforderlich war, in der Feder e aufgespeichert, so dafs die Scheibe durch die
Feder plötzlich mit grofser Kraft vorwärts geschnellt wird, sobald die Bremsflächen ff1
von den Stromschlufsflächen c bl abgleiten. Durch die Kraft der gespannten Feder e wird
die Platte oder Scheibe D plötzlich so weit vorwärts gedreht, dafs die breiten Stromschlufsstücke
FF1 zum Theil auf den Stromschlufsflächen
bc und c1 b1 ruhen (Fig. 13 und 14)
und hiermit Stromschlufs hergestellt ist. Hierbei haben sich aber die Stromschlufsstücke FF1
schräg gestellt, so dafs sie nun wieder ihrerseits schlanke Keile bilden.
Wird nun die Scheibe D weitergedreht, so wirken die Stromschlufsstücke FF1 genau wie
die keilförmigen Bremsflächen ff1 und die Scheibe wird wieder so lange gebremst, bis
die Feder e genügend angespannt ist, um die
Reibung der Bremsflächen und um die Stromschlufsstücke FF1 über die Stromschlufsflächen
b c und clbl hinwegführen zu können. Die
bei Ueberwindung dieses Widerstandes in der Feder e aufgespeicherte Kraft schleudert dann
die Scheibe D wiederum plötzlich vorwärts, sobald die Stromschlufsstücke FF1 von den
Stromschlufsflächen b c und c1 b1 abgleiten. Der
Strom ist also unterbrochen und bleibt unterbrochen, da die selbstthätige Drehung der
Scheibe D nur so weit erfolgen kann, bis die Bremsflächen ff1 auf die Stromschlufsflächen
b c1, Fig. 15 und 16, gelangen. Diese Bremsflächen
sind unter sich nichtleitend verbunden.
Zur Herstellung des Stromschlusses mufs die Scheibe D ■ wieder weitergedreht werden,
wobei dann wieder durch den Widerstand, welchen die auf den Stromschlufsflächen b c1
ruhenden Bremsflächen ff1 der Weiterdrehung
" der Scheibe D entgegensetzen, in der Feder e eine Kraft aufgespeichert wird, welche die
Scheibe plötzlich vorwärts dreht, sobald die Bremsflächen//1 die Stromschlufsflächen b bl
verlassen, so dafs die Stromschlufsstücke F1 F in sehr rascher Bewegung auf die Stromschlufsflächen
bc und C1O1 gelangen (Fig. 9 und 10)
und hierdurch wieder Stromschlufs herstellen.
Der Ausschalter nimmt nun wieder die zuerst besprochene Stellung ein, so dafs der soeben
geschilderte Arbeitsgang von neuem beginnen kann.
Das Neue und Eigenartige des Ausschalters liegt also in der Anwendung nicht federnder
Stromschlufetheile und besonderer Bremsflächen, so dafs beim Bewegen des Ausschalters eine
sehr starke Kraft aufgespeichert wird, die beim Aufhören der Bremswirkung ein selbstthätiges
plötzliches Ein- und Ausschalten des Stromes bewirkt.
Wie einleitend erwähnt, soll mit dem neuen Umschalter noch der Uebelstand beseitigt werden,
dafs die Stromschlufsflächen bei der Herstellung der Schaltungen abbrennen oder zerstört
werden.
Dies erfolgt nun dadurch, dafs der Grundkörper A des Ausschalters mit einer dünnen
Platte G, Fig. 2, bedeckt wird, die mit Ausschnitten versehen ist, durch welche nur gerade
die Stromschlufsflächen b c und bl cl der
Stromschlufsstücke BC und B1C1 hindurchtreten
können. Infolge dieser Einrichtung können sich nun bei der Schaltung das Verbrennen
der Stromschlufsstücke bewirkende schädliche Lichtbogen zwischen den Stromschlufsstücken
und den in der Platte D angeordneten Stromschlufsflächen nicht bilden; mithin
können Ströme von hoher Spannung ohne, die geringste Schwierigkeit ausgeschaltet werden,
da die aus isolirendem Stoff hergestellte Platte G die Entstehung eines schädlichen Lichtbogens
verhindert bezw. denselben schon im Entstehen erstickt.
Um nun die Leitungsdrähte leicht und bequem an die Stromschlufsstücke anschliefsen
zu können, besitzen dieselben, wie dies Fig. 6 zeigt, einen hohlen Zapfen, mit dem sie in
eine passende Aussparung der Grundplatte A eingesetzt werden. Seitlich und quer zur
Bohrung des Zapfens ist jedes der Stromschlufsstücke B B1 und C C1 mit einer Gewindebohrung
versehen, in welche eine Klemmschraube eingefügt ist. Die Grundplatte A enthält der Lage dieser seitlichen Schrauben
entsprechende, am Umfang des Grundkörpers offene Aussparungen (Fig. 5), so dafs man
nach dem Einführen der Leitungsdrähte von unten in die hohlen Zapfen der Stromschlufsstücke
diese Drähte durch Anziehen der Klemmschrauben leicht und bequem festlegen kann.
Durch diese eigenartige Ausführung der Stromschlufsstücke werden alle die Uebelstände
und Unbequemlichkeiten vermieden, welche den bisher gebräuchlichen Befestigungsarten der
Leitungsdrähte anhaften.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Augenblicks - Ausschalter mit durch Drehung des Obertheiles bewirkter Schaltung, gekennzeichnet durch die Anordnung unelastischer Stromschlufsstücke und besonderer Bremsflächen in der isolirenden Scheibe (D) des Obertheiles, wobei diese Scheibe auf der Drehachse (E) zwischen Bunden lose gelagert und mit letzterer durch eine Feder (e) so verbunden ist, dafs bei der Drehung der Achse die gegen einander treffenden Stromschlufs- und Bremsflächen die isolirende Scheibe (D) so lange in ihrer Drehung zurückhalten, bis die letztere genügend angehoben und die Feder (e) hinreichend angespannt ist, um die isolirende Platte (D) plötzlich mitnehmen zu können, so dafs hierbei so viel Kraft aufgespeichert wird, dafs eine plötzliche Ein- und Ausschaltung erfolgt.
- 2. Bei dem unter i. gekennzeichneten Augenblicks-Ausschalter die Anordnung einer die Grundplatte (A) und damit die Befestigungslappen (B C und B1 C1) der festen Stromschlufsstücke bedeckenden Isolirplatte (G), Fig. 2, die mit Ausschnitten versehen ist, durch welche nur gerade die Stromschlufsflächen (bc und bxc^) hindurchtreten können, wodurch die Bildung eines Lichtbogens zwischen den beweglichen Stromschlufsstücken (FF1) und den Befestigungslappen (B C und B1 C1) der festen Stromschlufsstücke verhindert wird, so dafs der Augenblicks-Ausschalter in sehr flacher Form mit geringem Abstand der Stromschlufsstücke ausgeführt werden kann.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74351C true DE74351C (de) |
Family
ID=347403
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT74351D Expired - Lifetime DE74351C (de) | Augenblicks - Ausschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE74351C (de) |
-
0
- DE DENDAT74351D patent/DE74351C/de not_active Expired - Lifetime
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