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Wendelrutsche mit einer als Schleißschutz dienenden Abdeckung der
Gleitbahn In jüngster Zeit finden in der Grube vielfach. Wendelrutschen als Seigerförderer
für Kohlen, Berge o. dgl. Anwendung. Dabei ergibt sich ein verhältnismäßig starker
Verschleiß der Gleitbahn, der bei der Ermittlung der Förderkosten beträchtlich ins
Gewicht fällt.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Wendelrutsche, die ähnlich wie es.
bei geraden Rutschen schon vorgeschlagen wurde, mit einer Abdeckung aus Schleißplatten
versehen ist und die sich durch eine besonders hohe Schleißfestigkeit auszeichnet.
Das Neue besteht dabei darin, daß der Schleißschutz aus aneinandergereihten sektorförmigen
Hartgußplatten besteht, von denen nur einzelne z. B. .durch Schrawbenbolzen mit
der-Unterlage verbunden sind, während die übrigen durch wechselweise Untergriffigkeit
an den Fugen gegen Abheben gesichert sind. Vorteilhaft sind diese Hartgußsektoren
unter Zwischenlage -von Kitt o. dgl. auf der als Unterlage dienenden Wendelfläche
abgestützt. Bei dieser Ausführung ist der Einbau der Schleißeinlagen denkbar einfach.
Die einzelnen Sch.leißplatten werden wie Dachziegel übereinandergelegt und bilden
zusammen ohne weiteres eine vollkommen glatte Gleitbahn. Ein weiterer Vorteil dieser
Ausführung besteht noch darin, .daß der Einbau des Schleißschutzes an beliebiger
Stelle unterbrochen werden kann. Die Schleißeinlage kann also z. B. in mehreren
Nachtschichten. eingebaut werden, während an den dazwischenliegenden Tagschichten
in der üblichen Weise durch das Schachtwendel gefördert wird.
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Es ist an sich bekannt, eine wendelförmige Gleitbahn aus einzelnen
sektorförmigen Elementen.aufzubauen. Sektorförmige Hartgußauflagen für Wendelrutschen
sind jedoch bisher noch nicht bekanntgeworden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel,der Erfindung dargestellt.
Es zeigen: Fig. t eine Wendelrutsche in perspektivischer Ansicht von oben,
Fig.
2 in etwas größerem Maßstabe einen Querschnitt durch einen Wendelgang, Fig: 3 eine
einzelne Hartgußplatte in Oberansicht zur Kenntlichmachung der Verbindungselemente,
Fig. q. Querschnitt nach den Linien A-A und B-B der Fig. 3.
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Die Wendelrutsche besteht in bekannter Weise aus einem zylinderförmigen,
tragenden Mantelgehäuse a und der eigentlichen wendelförmigen Gleitbahn b. Die Gleitbahn
b ist aus einzelnen entsprechend geformten Blechen zusammengesetzt, die beispielsweise
an den Fugen c aneinanderstoßen.
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Zur Erhöhung der Schleißfestigkeit ist die wendelförmige Gleitbahn
b durch segmentförmige Hartgußplatten d abgedeckt, die bündig voreinanderstoßen.
Diese Abdeckplatten d sind der Gleitbahn b entsprechend profiliert,
wie insbesondere Fig. 2 der Zeichnung erkennen läßt.
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Im allgemeinen bewegt sich infolge der Zentrifugenkraft das Fördergut
hauptsächlich auf den, äußeren Teil der Gleitbahn abwärts. Darum kann entsprechend
Fig. i und 2 der Zeichnung die Innenkante f der Schleißeinlage etwas zurückspringen
gegenüber .der-Innenkante g der Gleitbahn b. Gegebenenfalls kann die Einlage aber
auch entsprechend der punktierten Linie lt in Fig. 2 bis zur Vorderkante g der Gleitbahn
vorgezogen werden.
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Die segmentförmigen Schleißplatten d werden vorteilhaft unter Zwischenlage
von Kitt i oder einer sonstigen plastischen Masse auf der Unterlage b abgestützt.
Dieser Kitt ermöglicht die einzelnen Hartgußsegmente d derart aneinanderzufi.gen,
-daß keine merklichen Absätze an den Trennfugen entstehen. Eine solche Verlegung
ist auch dann möglich, wenn die Gleitbahn b nicht vollkommen gleichmäßig ausgebildet,
an den verschiedenen Stellen verschieden stark abgenutzt oder etwa infolge des Gebirgsdruckes
verformt ist. Die Kitteinlagen i können pfropfenartig ausgebildet sein, wie Fig.
2 zeigt; es kann sich aber auch eine durchgehende Kittschicht über die ganze Fläche
der Schleißplatt:enabdeckung erstrecken.. Um -den Schub der im übrigen lose eingelegten
Abdeckung aufzunehmen, können einzelne der Abdeckplatten d durch, Schraubenbolzen
h o. dgl. fest mit der Unterlage verbunden sein.
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Zweckmäßig sind die Hartgußplatten d an ihren radial verlaufenden
Rändern na mit Verkrallungen versehen, wie Fig. 3 und d. zeigen. Jedes der Elemente
d ist zu diesem Zweck an einer Stelle mit einem etwas vorgezogene_i und durch eine
Keilfläche begrenzten Randteil -n versehen. Daneben liegt ein entsprechend ausgebildeter
Teil o, dessen keilförmige Begrenzungsfläche entgegengesetzt zu der ersteren verläuft.
Diese Verkrallungen sind derart angeordnet, daß die einzelnen Abdeckplatten d ohne
weiteres aneinander gefügt werden können. Die erste Darstellung in Fig. q. der Zeichnung
läßt erkennen, daß nach dein Einbau die einzelnen Platten d sich senkrecht zur Auflageebene
gegenseitig sichern in der gleichen Weise, als wenn sie an ihren Stoßkanten mit
Tut und Feder versehen wären. Auf dem übrigen Teil können die geradlinigen Längskanten
stumpf voreinanderstoßen, wie die untere Darstellung in Fig. q, zeigt.