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Eckiges, explosionsgeschütztes Gehäuse für elektrische Geräte, bei
dem die Anpressung des Deckels gegen das Gehäuse mittels Keilflächen erfolgt Zusatz
zum Patent 731 863
In dem Hauptpatent 73 r i;63 sind explosionsgeschützte
Gehäuse angegeben, bei denen die Verbindung zwischen dem Deckel und dem Gehäuse
durch einen an`zwei gegenüberliegenden Seiten gebildeten klauenartigen Verschluß
entsteht, wobei die Seiten mit dem klauenartigen Verschluß unter einem Winkel, insbesondere
senkrecht, zu den Scharnierachsen des verschiebbaren und aufklappbaren Deckels verlaufen.
Hierbei sind die übereinanderliegenden Klauen, die in Richtung einer schiefen Ebene
verlaufende Anlageflächen aufweisen, bzw. die in Richtung einer schiefen Ebene zur
Grundfläche verlaufenden Stoßstellen zwischen dem Gehäuse und dem Deckel bei parallel
zur Grundfläche liegenden Anlageflächen der Klauen nur an zwei gegenüberliegenden
Seiten des Deckels und des Gehäuses vorgesehen.
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Bei derartigen explosionsgeschützten Gehäusen wird an den übrigen
Seiten, die keine Keilflächen aufweisen, ein bei Methanexplosionen im Hinblick auf
die hierbei auftretende ZünddurchschlagsgeschwindigkeitdesMethans zulässiger Spalt
zwischen dem Gehäuse und dem Deckel entstehen, welcher ausreicht, um einen Zünddurchschlag
der heißen Gase zu @ erhindern. Durch die neuere Entwicklung, r. B. in der chemischen
Industrie, ist es jedoch erforderlich, Rücksicht auf andere Gase,
insbesondere
Wasserstoff oder Acetylen, zu nehmen, die eine größere Zünddurchschlagsgeschwindigkeit
besitzen als Methan. Deshalb wird es notwendi-, hei Gehäusen für die Ver-Wendung
in diesen Betrieben den Luftspult möglichst klein zii halten (für 'Methan siii<l
(",3 mm hei 25 min Flanschbreite und für Wasserstoff o,2 min hei einer Flanschbreite
von 25 nim zulässig).
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Da der Explosionsdruck der meisten explosiblen Gase in der Größenordnung
von atü liegt, so tritt durch diesen Druck an den Seiten ohne Keilflächen zwischen
Gehäuse und Deckel eine Verformung des schwächeren Teiles.also meistens desDeckels,
und dadurch eine Vergrößerung des Luftspaltes ein. Eine bei den Bauarten für Grubenbetriebe
noch ziilässige Vergrölierung des Luftspaltes würde Lei der Verwendung dieser Gehäuse
für andere Betriebe, bei denen brisante Gas° auftreten bzw. verwendet yverden, einen
Durchschlag herbeiführen.
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Der Erfindung liegt <lie -Aufgabe zugrunde, den Verschluß zyvischen
dem Deckel und Gehäuse so dicht zti halten, daß außer der an sich schon durch die
Herstellung bedingten geringen Spalte zwischen den Flanschen von Gehäuse und Deckel
diese hei einer Explosion nur unwesentlich überschritten werden. Dabei sieht die
Erindtuig von der Vertvendung N -oü Asbest-, Gummi-, Gewebe- und ähnlichen
Einlagen ab, da diese nach den Vorschriften für explosionsgeschützte Gehäuse den
Anforderungen nicht genügen.
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Die Erfindung zeichnet sich hierbei im wesentlichen dadurch aus, daß
hei Verwendung ton geradlini- verschiebbaren Deckeln die Anpressung des Deckels
an das Gehäuse an mehr als zwei Seiten mittels Keilflächen erfolgt. Hierdurch wird
eine besonders gute Abdichtung gewährleistet und infolgedessen das Auftreten, von
Zünddurchschlägen verhindert.
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Es ist besonders vorteilhaft, zum Anpres-,sen des Deckel: an das Gehäuse
an sämtlichen Seiten, also z. B. hei einem viereckigen Gehäuse und Deckel 'an allen
vier Seiten, Keilflächen vorzusehen.
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In der Zeichnung (Fig. 1, 2 und 3. 4) sind zwei Ausführungsbeispiele
des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, während Fig. einen für heidi ..eineinsamen
Schnitt nach Linie A-B der Fig. i bzw. 3 und Fi-.6 einen 'feil des Deckels in schaubildlicher
Darstellung zeigt.
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Das Gehäuse i weist an seinen Seitenflächen vorstehende AllSätZe 2
auf. Die Ant7e 2 bilden mit den unter sie greifenden Ansätzen 3 des das Gehäuse
i von auMen umschließenden Deckels _1 in der Betriebsstelhing der- im -Gehäuse vorgesehenen
Geräte einen klauenartigen Verschluß an beiden Seiten des Gehäuses. Der ausgesparte
obere Deckelteil ist durch die Flächen i; und 17 l)egrenzt, die zu den Flächen 3
bzw. 7 des -i ; ehä uses parallel verlaufen, und die zusamirren mit diesen die in
verschiedenen Ebenen liegenden Stol:@stellen zwischen dein Gehäuse i und dem Deckel
4 bilden.
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Die Flächen j# und 1 5 sind vorher hearl@eitet, damit der Spalt zwischen
ihnen (las lüirhstzu lässige Maß für den Explosionsschutz nirgends überschreitet.
Zwischen den Flächen 7 und 17 entsteht ein Luftspalt 18, (leg durch den klauenartigen
Verschluß heliebig bis zur druckhaften Auflage einstellbar sein kann. Zu diesem
Zweck können die ühereinanderliegenden Klauen 2. 3 in Richtung einer schiefen Ebene
verlaufende Anlagefläche io, 2o . atif@yeiseii und die Stoßstellen ; und 17 zwischen
dein Gehäuse i. und dein Deckel 4 parallel zur Grundfläche liegen (vgl. insbesondere
Fig. 2 und Fig. 4). Die .Anlageflächen ig, 2o der Klauen sind vorteilhaft so ausgeführt,
da13 sie in einer einzigen gemeinsamen geneigten Ebene liegen, so daß f#s durch
einfachste Bearbeitung möglich @-, ird, eine Keilfläche zu erzielen, wie sie in
einwandfreier Form durch eingängiges Gewinde erzielt wird, so daß bei einer solchen
Ausführung die nichtmaschinelle Nacharbeit bzw. Anpassung nicht mehr erforderlich
ist.
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Statt die Klauen 2. 3 in Richtung einer schiefen Ebene abzuschrägen,
kann zur Herstellung einer druckhaften Anlage und Anpressung eine umgekehrte Anordnung
getvählt «erden, bei der die übereinanderliegenden Klauen ?, 3 finit parallel zur
Grundfläche verlaufenden Anlageflächen 19, 2o ausgeführt und die Stoßstellen 7,
1,^. zwischen dein Gehäuse und dem Deckel in Richtung einer schiefen Ebene zur Grundfläche
vorgesehen werden. Eine solche Ausführungsform ist in den "Zeichnungen nicht dargestellt.
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I3ei derAusführungsform nach Fig. i und2 ist der Deckel .I erfindungsgemäß
auch auf der dritten, z. B. unteren Seite finit einem Leilfhrinigen Vorsprung 3
o ausgerüstet, der in einen in dem Gehäuse vorgesehenen Ausschnitt 32 eingreift,
der entsprechend der Form des Keiles 3o ausgebildet und auf einer Seite durch eine
der Keilneigung entsprechend geneigte Fläche 3 3 begrenzt ist. Auf der entgegengesetzten
Seite kann di-:- Anpressung i mittels einer Schraube 3-1. erfolgen. Diese Schraube
kann in einem nicht dargestellten, in dem Deckel geführten Druckstück exzeiitrisch
vorgesehen werden. so daL1 leim Betätigen der Schraube zugleich das _%npressen i
sämtlicher heilfliiclien _ aneinander herbeigeführt wird.
Bei der
Ausführungsform nach Fig. 3 und .4. sind auf sämtlichen Seiten des Gehäuses und
des Deckels Keilflächen vorgesehen, indem auch auf der oberen Seite, z. B. in dem
Gehäuse i, ein keilförmiger Vorsprung 31 vorgesehen ist, der in einen, in dem übergreifenden
Teil 37 des Deckels .1. vorgesehenen Einschnitt 36 mit einer geneigten Begrenzungsfläche
eingreift. Der untere Teil des Gehäuses und des Deckels bei der Ausführungsform
nach Fig. 3 und a. kann genau so ausgebildet werden wie bei der Ausführungsform
nach Fig. i und 2. Mit 34. ist dabei eine Schraube bezeichnet, die exzentrisch in
einem Druckstück geführt wird, wodurch gleichzeitig an sämtlichen Keilflächen eine
Anpressung hervorgerufen wird.
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An beiden Seiten der Flächen 9, 1o des Gehäuses sind Scharniere vorgesehen,
deren parallel zur Richtung- der Seitenflächen verlaufende Laschen 1 2 Schlitze
enthalten. Hierdurch wird ermöglicht, den Deckel beim Offnen nach ollen zu verschieben,
um die Deckelansätze des klauenartigen Verschlusses vom Eingriff mit den Gehäuseansätzen
2 frei zu* I)ekommen. Der Schiebdruckdeckel kann dann nach vorn - um seine Scharnierachsen
2 1 geklappt werden.
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Das Gehäuse kann beliebige elektrische Geräte, z. B. Schalter, Sicherungen,
Relais o. dgl., aufnehmen. Gemäß der Zeichnung, Fig. i bis .1 ., ist der Deckel
mit einem eingebauten Drehschalter 23 ausgerüstet.