DE7303734U - Spulenkern-aufnehmer an wickelmaschinen - Google Patents

Spulenkern-aufnehmer an wickelmaschinen

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DE7303734U
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    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H75/00Storing webs, tapes, or filamentary material, e.g. on reels
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    • B65H75/18Constructional details
    • B65H75/24Constructional details adjustable in configuration, e.g. expansible
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Description

"Spulenkern-Aufnehmer an Wickelmaschinen"
Wenn Werkstoffe, wie Kunststoffolie und Papier nach einer Behandlung, beispielsweise Schlitzen oder Falzen, wieder aufgewickelt werden sollen, dann werden die hierzu dienenden Spulenkerne, die gewöhnlich von Papperohren gebildet werden, auf der Wickelwelle einer Wickelmaschine unter Heranziehung zweier voneinander entfernter Manschetten aufgebracht. Jede Manschette ist über Gleitpassung mit der Wickelwelle verbunden und weist einen Flansch auf, dessen Durchmesser großer als derjenige des Spulenkernes ist, und besitzt außerdem einen Zapfen, der in ein Endteil des Kernes einragt und diesen trägt. Üblicherweise wird jede Manschette von einer Mitnehmerscheibe angetrieben, die an die Wickelwelle über einen Reibring, beispielsweise aus Filz, zwischen der Mitnehmerscheibe und der Manschette angeschlossen ist. Die so erhaltene Bauteilgruppe bildet eine Schlupfkupplung, wobei die Mitnehmerscheibe gegen die Manschette mit hinreichender Kraft gedrückt wird, um so zu gewährleisten, daß das Material mit einer gewünschten Spannung aufgewickelt -wird. Diea ist besonders wichtig, wenn Kunststoffolie geschlitzt und wieder
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aufgewickelt wird, weil TeilatUoke eines breiten BahnstUokes dicker sein können als andere TeilstUoke und somit ein Aufwlkkeln mit geringerer Geschwindigkeit erfordern. Die Schlupfkinpplung-Bauteilgruppe ermöglicht es, den Spulenkern mit einer geringeren Drehgeschwindigkeit umlaufen zu lassen als die Wiokelwelle, wobei die Spannung in dem Material, das wieder aufgewikkelt wird, diese Geschvindigkeit begrenzt.
Ein Naohteil der vorgesohilderten Aufspannung der Spulenkerne ist in der Tatsache zu sehen, daß jeder Kern von seiner Mansohette her lediglich durch die Reibung zwischen den Stirnseiten des Kernes und den Manschetten angetrieben wird. Daher kann dann, wenn verhältnismäßig hohe Wickelspannungen gewünscht werden, zwischen den Manschetten und dem Kern unerwünschter Schlupf auftreten.
Eine weitere Mißliohkeit stellt sich insbesondere bei Sohlitz- und Wickelmaschinen am Ende eines Arbeitszyklus φ ss> ein, wenn die gewickelten Spulen von den Wiokelwellen der Maschine genommen und durch neue Kerne ersetzt werden. Beim bekannten Vorgehen ist dies verhältnismäßig zeitraubend und dadurch kostspielig, weil jede Zusammenbaugruppe demontiert und von der Wiokelwelle abgenommen und dann erneut aufgesetzt werden muß·
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Aufnehmer für Spulenkern« an einer Wickelmaschine zu schaffen, bei dem die aufgezeigten Nachteile vermieden oder doch verringert werden.
Das erstrebte Ziel wird mittels eines Spulenkernaufnehmers mit Manschette an Wickelmaschinen erreioht, der sich daduroh auszeichnet, daß die Manschette ein am Umfang in beiden Drehriohtungen winklig verstellbares Glied und mittels dieses Gliedes nach außen und zurück stellbare Mitnehmer aufweist. Von Vorteil ist es dabei, wenn die Manschette als Hohlzapfen mit Ringbund und einer Anzahl Kurvenflachen ausgebildet ist, auf welchen die Mit-
nehmer aufliegen, und wenn das Verstellglied als Ring mit einer Anzahl Ausnehmungen gestaltet ist, in welche die Mitnehmer eingesetzt sind. Günstig ist es ferner, wenn der Veratellwinkel des Ringes auf ein das völlige Herausbewegen bzw. Zurückstellen der Mitnehmer bewirkendes Bogenstück begrenzt ist.
Es empfiehlt sich nooh, jeden Mitnehmer mit einem Vorsprung zu versehen, der sich quer zur Drehbewegung des Ringes erstreckt und zum Aufspannen eines Spulenkernes am Aufnehmer dient.
In konstruktiver Hinsicht ist es ratsam, wenn die Manschette zwei Bauteile umfaßt, von welchen das erste die Form eines Ringbundes mit einem integralen Hohlzapfen aufweist und das zweite als Ring mit Bund ausgebildet ist, der den Ring nach innen überragt, wobei die Kurvenflächen am Außenmantel des Hohlzapfens und die Nuten zur Aufnahme jeweils einer Zunge in derjenigen Stirnseite des Bundes angeordnet sind, welche den Kurvenflächen zugekehrt ist.
Von Vorteil ist es ferner, wenn die Mitnehmer grundsätzlich rechteckig gehalten sind und mit einer Fläohe auf der Obenseite der Kurvenfläohen ruhen und an der gegenüberliegenden Seite einen nach oben sich erstreckenden Vorsprung besitzen, dessen Querschnitt einem umgekehrten V folgt.
Die Kurvenflachen empfiehlt es sich, der Form eines nach außen ansteigenden exzentrischen Teilkreisbogens folgen zu lassen.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Aufnehmers wird es ermöglicht, einen Spulenkern durch einfaohes Aufschieben auf die Manschette und relatives Verdrehen des Ringes gegenüber dem Hohlzapfen fest aufzuspannen und duroh entgegengesetztes relatives Verdrehen des Ringes zu lösen, wobei die Nuten die winklige Verstellbewegung des Ringes begrenzen.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung erläutert, die
1 I I >
- 4 ein Ausfuhrungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 einen Aufnehmer in auseinander·"
gezogenem Zustand, schaubildlich,
Fig. 2 eine Ansicht eines Bauteils des Aufnehmers nach Fig. 1,
Fig. 3 den Aufnehmer nach Fig. 1 im zusammengesetzten Zustand, schaubildlich,
Fig. 4 eine Rückansicht des Aufnehmers nach Fig. 3»
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie 5-5 in Fig. 4, vergrößert,
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie 6-6 in Fig. 4, vergrößert.
Der Aufnehmer 10 weist einen im wesentlichen rechteckigen Messing-Bundring 12 mit Hohlzapfen 14 und Ringbund 13 auf. Auf dem Außenmantel des Hohlzapfens 14 sind vier nach außen vorspringende Kurvenflächen 15 vorgesehen, deren Außenfläche teilkreisförmig verläuft, wobei der Mittelpunkt der Teilkreise von der Mittellinie des Teiles 12 entfernt ist. Die Kurvenflächen 15 steigen daher nach außen hin exzentrisch an. Der Ringbund 13 weist nach dem Zapfen 14 hin vier eingeformte Nuten 16 auf. Diese Nuten 16 sind von gleichbleibender Breite, und ihre Innenwand 17 läuft in Flucht mit der äußeren Umrißlinie der Kurvenflächen
Das zweite Bauteil 11 des Aufnehmers besteht einfach in einem Ring 18 mit einem nach innen gerichteten Bund 19· Das zweite Bauteil 11 ist so dimensioniert, daß der Ring 18 über ein freies Bndstück des Hohlzapfens 14 des ersten Bauteiles 12 des Aufnehmers geschoben werden kann, so daß die Innenwand des Bundes 19 bündig an die Innenwand des Hohlzapfens 14 anschließt und die äußere Mantelfläche des Ringes 18 in die gedachte Fortsetzung der äußeren Mantelfläche des Ringbundes 13 des ersten Bauteiles 12 fällt. Die so entstandene Manschette 11, 12 weist eine recht-
eckige Ringnut 20 (Flg. 5) auf, in welche die Kurvenflächen 15 vom Nutengrund aufwärts einragen und nach welcher die Nuten 16 im Ringbund 13 weisen.
In die Ringnut 20 ist ein Bauteil in Form eines Ringes 21 mit einer gerändelten Oberfläche 22 eingesetzt, dessen Außenmantel mit dem Außenmantel der Manschette 11, 12 fluchtet. Der Ring 21 besitzt einen einwärts gerichteten Kranz 23, dessen Innenmantel mit dem Grund der Ringnut 20 zusammenwirkt. Der Ring 21 weist vier um 90 entlang des Umfanges verteilte Ausnehmungen 2k auf. In jede Ausnehmung 2k ist ein Mitnehmer 25 in Form eines grundsätzlich rechteckigen Stahlblockes eingesetzt, dessen Untenseite 26 auf einer der Kurvenflächen 15 aufliegt und der eine Zunge 27 aufweist, die in eine der Führungsnuten 16 eingreift, wodurch er in der Manschette 11, 12 gefesselt wird.
Jeder Mitnehmer 25 besitzt einen nach außen ragenden Vorsprung 28 mit einem Querschnitt, der einem umgekehrten V folgt, und ist im übrigen mit Gleitpassung in einer der Ausnehmungen 2k des Ringes 21 eingesetzt. Durch Verdrehen des Ringes 21 im einen Drehsinn werden die Mitnehmer 25 an der Manschette 11, 12 von der Untenseite 26 aus, die auf den nach außen ansteigenden Kurvenflächen 15 aufliegen, nach außen verstellt. Verdrehen des Ringes 21 im anderen Drehsinn veranlaßt die Mitnehmer 25, bedingt durch die Zungen 27 in den Führungsnuten 16, sich nach innen zurückzuziehen.
Wenn beispielsweise zwei Aufnehmer 10 auf einer Wickelwelle montiert sind, kann eine Kernspule bei zurückgezogenen Mitnehmern 25 (Fig. 2) über diese geschoben und dann so gedreht werden, daß der Ring 21 relativ zur Manschette 11, 12 verdreht wird, wodurch die Kernspule aufgespannt wird (Fig. k). An der Kernspule auftretende Drehkräfte bewirken einzig und allein ein stärkeres Befestigen am Aufnehmer 10. Die Manschetten 11, 12 können dabei Teil einer Rutschkupplung bilden, sofern dies gewünscht ist.
Zum Abnehmen einer bewiokelten Spule vom der Welle bedarf es lediglich des Drehene der Spule In der »um Wiokeln entgegengesetzten Richtung! wodurch der Ring 21 so verdreht wird, daß die Mitnehmer sich zurUokbewegen, worauf die Spule In Axialrichtung von der Wickelwelle abgenommen werden kann«
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebene Auβführungsform beschränkt, vielmehr umfaßt sie auoh Abwandlungen, die noch innerhalb des Erfindungsrahmens liegen. Beispielsweise können die Kurvenflächen 15 durch Schlitze in den Flanschen der beiden Manschettenteile gebildet werden. Auch kann die Manschette Bestandteil der Wickelwelle sein und eine Mehrzahl von Ringen 21 entlang der Erstreckung in einem Abstand von beispielsweise 2 Zoll aufnehmen. Auf diese Weise kann jede beliebige Zahl von Spulenkernen einer praktisch zu verwirklichenden Länge auf dem WIkkelschaft aufgespannt werden. Die Vickelwelle braucht nicht mit besonderen Aufnehmern für jede Anwendung versehen zu werden.
Der Aufnehmer kann an jeder Maschine verwendet werden, die zum Spulen verwendbar ist und ist keineswegs auf die Anwendung bei Schlitz- und Wickelmaschinen beschränkt. Die Erfindung ist mit gleichem Vorteil bei Papierbearbeitungsmasohinen, Textilmaschinen und jeglichen Maschinen anwendbar, bei welchen eine Bahn auf einen Spulenkern gewickelt wird.

Claims (11)

Schutzansprüche
1. Spulenkernaufnehiner mit Manschette an Wickelmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (11, 12) ein am Umfang in beiden Drehrichtungen winklig verstellbares Glied (21) und mittels dieses Gliedes (21) nach außen und zurück stellbare Mitnehmer (25) aufweist.
2. Aufnehmer nach Anspruoh 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette als Hohlzapfen (14) mit Ringbund (13) und einer Anzahl Kurvenflachen (15) ausgebildet ist, auf welchen die Mitnehmer (25) aufliegen, und daß das Verstellglied als Ring (21) mit einer Anzahl Ausnehmungen (2k) gestaltet ist, in welohe die Mitnehmer (25) eingesetzt sind.
3. Aufnehmer nach Anspruoh 2t dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellwinkel des Ringes (21) auf ein das völlige Herausbewegen bzw. Zurückstellen der Mitnehmer (25) bewirkendes Bogenstück begrenzt i&t.
k. Aufnehmer nach Anspruch 2 oder 3, daduroh gekennzeichnet, daß jeder Mitnehmer (25) einen Vorsprung (28) besitzt, der sich quer zur Drehbewegung des Ringes erstreckt und zum Aufspannen eines Spulenkernes am Aufnehmer dient.
5. Aufnehmer nach Anspruch 3» gekennzeichnet durch die Verstellbewegung begrenzende Nuten (i6) in der Manschette, in welche Zungen (27) der Mitnehmer (25) einragen.
6. Aufnehmer nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, daduroh gekennzeichnet, daß die Manschette (11, 12) im wesentlicnen rechteckigen Querschnitt aufweist und eine hauptsächlich rechteckige Ringnut (20) besitzt, in welche der Ring (21) eingesetzt ist.
7. Aufnehmer nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette zwei Bauteile umfaßt, von welchen das erste (12) die Form eines Ringbunde β (13) mit einem integralen Hohlzapf «an (1Ί) aufweist und das zweite (11) als Ring (18) mit Bund (19) ausgebildet ist, der den Ring (18) nach innen überragt, wobei die Kurvenflächen (15) am Außenmantel des Hohlzapfens (14) angeordnet und die Nuten (16) in der Stirnseite des Bundes (13) angeordnet sind, welche den Kurvenflächen (15) zugekehrt ist.
8. Aufnehmer nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die Obenseiten der Kurvenflächen (15) mit der Innenwand (17) der Nuten (16) fluchten.
9. Aufnehmer nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenform der Kurvenflächen (15) teilzylindrisch gehalten ist.
10. Aufnehmer nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (25) grundsätzlich rechteckig gehalten sind, wobei die eine Fläche (26) auf der Oberseite der Kurvenflächen (15) ruht und an der gegenüberliegenden Seite ein nach oben sich erstrekkender Vorsprung (28) vorgesehen ist, dessen Querschnitt einem umgekehrten V folgt.
11. Aufnehmer nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vier Mitnehmer (25) an der Manschette mit gegenseitigem Winkelabstand von 90 am Umfang verteilt angeordnet sind.
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