DE726540C - Einrichtung zur fortlaufenden selbsttaetigen Einstellung eines Gleichstromes, der einem gegebenen zeitlich veraenderlichen Gleichstrom proportional ist - Google Patents

Einrichtung zur fortlaufenden selbsttaetigen Einstellung eines Gleichstromes, der einem gegebenen zeitlich veraenderlichen Gleichstrom proportional ist

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DE726540C
DE726540C DE1930726540D DE726540DD DE726540C DE 726540 C DE726540 C DE 726540C DE 1930726540 D DE1930726540 D DE 1930726540D DE 726540D D DE726540D D DE 726540DD DE 726540 C DE726540 C DE 726540C
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Expired
Application number
DE1930726540D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Herbert Dallmann
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AEG AG
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C19/00Electric signal transmission systems
    • G08C19/02Electric signal transmission systems in which the signal transmitted is magnitude of current or voltage

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

  • Einrichtung zur fortlaufenden selbsttätigen Einstellung eines Gleichstromes, der einem gegebenen zeitlich veränderlichen Gleichstrom proportional ist Es ist bereits .eine -Einrichtung bekannt, bei welcher ein Gleichstromkreis einen Gleichstrom= motor speist, der seinerseits einen Gleichstromgenerator antreibt. Der :erste Gleichstromkreis gibt eine veränderliche Spannung ab-, die durch die veränderliche Drehzahl eines umlaufenden Meßorgans und die des Gleichstrommotors bestimmt ist. Diese bekannte Einrichtung hat demnach den Nachteil, daß für die Übertragung einer Meßgröße, nämlich der Umdrehungszahl des umlaufenden Meß-;eräts, bzw. für die Einstellung des Gleichstroms im Fernleitungskreis in Abhängigkeit von dem örtlichen Gleichstromkreis noch zwei weitere umlaufende Meßgeräte notwendig sind. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Einrichtung besteht darin, daß die Stromstärke im Fernleitungskreis keineswegs stets in proportionaler Abhängigkeit von der zu übertragenden Meßgröße bzw. vom ersten Gleichstromkreis zu sein braucht, da die Stromstärke im Fernleitungskreis außer von der Drehzahl der Gleichstrommaschine auch von dem unterschiedlichen Widerstandsverhältnis der Fernleitung abhängig ist.
  • Weiterhin ist ein Gleichstrommeßgerät bekannt, bei welchem der stromdurchflossene Leiter in einem ihn umschließenden paramagnetischen Körper ein Magnetfeld erzeugt, das durch ein von einem Hilfsstrom erzeugtes Magnetfeld kompensiert wird. Bei Nichtübereinstimmung der beiden Felder entsteht ein resultierendes Feld, 'das einen Kontakt in der einen oder anderen Richtung umlegt und dadurch über einen Servomotor eine entsprechende Verstellung des kompensierenden Hilfsstroms einleitet. Der Kontakt bleibt so lange geschlossen, als die Abweichung zwischen beiden Feldern besteht. Bei einer weiteren Ausgestaltung dieser bekannten Einrichtung ist auf dem Anker, der zur Verstellung des Kontaktes dient, eine Wicklung angeordnet zum Zweck, das Meßgerät sowohl für Gleichstrom als auch für Wechselstrom verwendbar zu machen. Bei dieser Anordnung werden außer dem Kontakt und dem Meßgerät noch ein Schiebewiderstand und ein Servomotor benötigt. Der Kontakt steht im stationären Zustand, d. h. wenn keine Meßwertänderung erfolgt, still. Er benötigt deshalb bei Meßwertsänderungen einen Anlaufweg, ehe er den Servomotor steuert.
  • Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Einrichtung zur fortlaufenden selbsttätigen Einstellung :eines Gleichstroms, -der einem gegebenen, zeitlich veränderlichen und zu messenden Gleichstrom proportional ist, insbesondere zur Fernübertragung von Meßwerten, unter Verw endung einer dauernd spielenden Kontaktvorrichtung und zweier auf dem gleichen Meßsystem angebrachter Wicklungen, von denen die eine von dem zu messenden Strom:, die andere von dem einzustellenden Strom im entgegengesetzten Sinn durchflossen wird, bei welcher der dauernd spielende Kontakt in Reihe mit einer Batterie, mit der von dem einzustellenden Strom durchflossenen Spule und mit einem Anzeigegerät in die Fernm:eßleitung in Reihe geschaltet und von einem Kondensator überbrückt ist. Hierdurch wird erreicht, daß zur zeit- und amplitudengetreuen Übertragung des Gleichs:tremes bzw. der Gleichstromschwankungen nur ein Drehspulgerät bzw. nur ein Relais notwendig ist. Diese Einrichtung hat also gegenüber der bekannten Einrichtung einen einfacheren Aufbau, und sie ermöglicht durch den ständig spielenden Kontakt ein rascheres Einstellen auf einen neuen Meßwert bei Meßwertsänderungen.
  • In der nachfolgenden Beschreibung ist die Erfindung in Anwendung auf die Fernmeßüb,ertragung einer Gleichstromstärke erläutert; sie ist aber nicht atif diese Anwendungsmöglichkeit beschränkt, sondern sie kann überall dort verwendet werden, wo ein Gleichstrom hergestellt werden soll, der einem vorgegebenen veränderlichen Gleichstrom proportional sein muß.
  • Abb. i zeigt die Schaltung in schematischer Darstellung. Es bedeutet i den Stromkreis, in dem der fernzumeldende Gleichstrom fließt. 2 sind die Wicklungen der Kontaktvorrichtung, welche ein Drehspulinstrument oder ein polarisiertes Relais sein kann. 3 ist die dem fernzumeldenden Gleichstrom zugeordnete Wicklung, ¢ die dem Fernleitungsstrom zugeordnete Wicklung, 5 die Kontaktfeder, die bei einem Drehspulinstrument auf der beweglichen Spulenachse befestigt ist, während sie bei einem polarisierten Relais auf dem Anker sitzt, der sich im Felde der Wicklungen 3, q. bewegt, 6a, 6U die Gegenkontakte für die Kontaktfeder 5, 7 ein Kondensator, 8 eine Drosselspule, 9 eine Hilfsbatterie, io die Fernleitung und i i das Empfangsinstrum,ent.
  • Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist wie folgt: Auf die Kontaktfeder 5 wirken zwei entgegengesetzte Drehmomente, nämlich dasjenige des die Wicklung 3 durchfließenden fernanzuzeigenden GleichstromesJ und dasjenige des die Wicklung q. durchfließenden Fernleitungsstromes i. Das Drehmoment des Gleichstromes J im Kreise i wirkt dabei im Sinne der Schließung des Kontaktes 5, dasjenige des Fernleitungsstromes 1 im Sinne der Öffnung. Angenommen, der Kontakt 5, 5a sei geschlossen, so steigt im Fernleitungskreis die Stromstärke i nach einer Kurve a (Abt. 2 !. die durch die elektrischen Größen dieses Kreises (Induktivität der Drosselspule 8, Spannung der Batterie 9 und iGesamtwiderstand des Fernleitungskreises) bestimmt ist. Wenn dabei die Stromstärker, die dem im Kreis i fließenden Gleichstrom J entsprechen möge, überschritten wird, überwiegt das Drehmoment des Fernleitungsstromies i, und der Kontakt 5, 6a öffnet sich. Dadurch wird der ungeladene KondensatOr 7 in den Fernleitungskreis eingeschaltet, und die Stromstärke in diesem Kreis muß infolgedessen wieder abfallen, und zwar nach einer Kurve b, die ebenfalls durch die elektrischen Größen des Kreises bestimmt ist. Sobald der Strom i' wieder unterschritten wird, überwiegt wiederum das Drehmoment des Gleichstromes J, der Kontakt 5, 6a schließt sich, und das Spiel wiederholt sich von neuem. Im Fernleitungskreis fließt demgemäß ein Strom, der im Mittel dem fernzuühertragenden Strom gleich ist, so daß also das Gleichstrominstrument i i am Ende der Fernleitung to jeweils einen dem Wert des Gleichstromes J proportionalen Ausschlag zeigt.
  • Die beschriebene Einrichtung kann bei. spielsweise dann von besonderem praktischen Wert sein, wenn der fernanzuzeigende Gleichstrom nur einen sehr geringen Betrag hat. Man hat dann durch die Wahl der Windungszahlen der Wicklungen 3 und ¢ ein bequemes Mittel, die Fernleitungsstromstärke auf einen gewünschten Wert zu bringen.
  • Ein wichtiger Vorteil der beschriebenen Einrichtung besteht darin, daß die Kreise des fernanzuzeigenden Stromes J -und des Fernleitungsstrom,es i elektrisch völlig voneinander getrennt sind. Es erfüllt somit diese Einrichtung grundsätzlich die Forderung der Hochspannungssicherheit, die an manche Arten von Fernmeldesystemen gestellt wird und für die die Ringübertrager der Fernspre.chtecbnik hesonders ausgebildet worden sind. Die Isolation zwischen den Wicklungen 3 und q. und die Isolation ,gegen Eisen kann ohne weiteres derart ausgebildet werden, daß die für Ringübertrager vorgeschriebenen Prüfspannungen ertragen werden.
  • Die Übersetzung von Gleichströmen kann außerdem bei Summenfernmeßeinrichtu@ngen unter Umständen mit Vorteil benutzt werden. Die den einzelnen Summanden entsprechenden Fernleitungsström:e müssen nämlich auf gleichen Maßstab: reduziert werden, sofern nicht schon die Gebereinrichtung Ströme gleichen Wertmaßstabes liefert. Der Proportionalitätsfaktor des gemäß der Erfindung herstellbaren Stromes gegenüber dem vorgegebenen kann also, wie aus den beschriebenen Beispielen hervorgeht, einen beliebigen Betrag i oder = i) haben. -Eine weitere Anwendung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist die Fernmessung von Wechselströmen :oder Wechselspannungen. Zu diesem Zwecke wird der fernzumessende Wechselstrom der Spule 3, der ein neinseitig ,oder doppelseitig wirkender Gleichriclltar vorgeschaltet ist, zugeführt. Die Wirkungsweisse unterscheidet sich von der bei der Fernmessung von Gleichströmen grundsätzlich überhaupt nicht und im einzelnen nur dadurch, daß in der Spule 3 ein pulsierender Gleichstrom statt eines kontinuierlichen fließt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCFIE: i. Einrichtung zur fortlaufenden selbsttätigen Einstellung eines Gleichstroms, der :einem gegebenen und zu messenden zeitlich veränderlichen Gleichstrom proportional ist, insbesondere zur Fernübertragung von Meßwerten, unter Verwendung einer dauernd spielenden Kontaktvorrichtung und zweier auf dem gleichen Meßsystem angebrachter Wicklungen, von denen die eine von dem zu messenden Strom und die andere von dem einzustellenden Strom im entgegengesetzten Sinn durchflossen werden, dadurch gekennzeichnet, daß der dauernd spielende Kontakt (5) mit einer Batterie (9), mit der von dem einzustellenden Strom durchflossenen Spule (¢), mit einer Drosselspule (8) und mit einem Anzeigegerät (i i) in :die Fernmeßleitung (i o) in Reihe geschaltet und von einem Kondensator (7) überbrückt ist. z. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichngt daß der gegebene zeitlich veränderliche und der ihm proportionale Strom zwei elektrisch voneinander getrennte, gegebenenfalls mit verschiedener Windungszahl ausgeführte Wicklunlungeneines Drehspulinstrumentes durchfließt. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der gegebene zeitlich veränderliche Strom und, der ihm' proportionale zwei elektrisch voneinander getrennte Teile der Wicklung eines polarisierten Relais durchfließt. q.. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömstärke der in die Fernmeßleitung (i o) @eingeschalteten Wicklung (4) zum Zwecke der Summierung mehrerer Meßgrößen in einen anderen Strommaßstab umgewandelt wird. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke der Fernmessung von. Wechselströmen :oder Wechselspannungen der Wicklung (3) im Stromkreis des zu messenden Stromes ein .iinseitig oder doppelseitig wirkender Gleichrichter vorgeschaltet ist.
DE1930726540D 1930-02-28 1930-02-28 Einrichtung zur fortlaufenden selbsttaetigen Einstellung eines Gleichstromes, der einem gegebenen zeitlich veraenderlichen Gleichstrom proportional ist Expired DE726540C (de)

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