DE7220080U - Vorrichtung zum stetigen Ausscheiden von Grobstoff aus Faserstoffaufschwemmungen - Google Patents
Vorrichtung zum stetigen Ausscheiden von Grobstoff aus FaserstoffaufschwemmungenInfo
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Description
ap/A 3147Λ8 "" ' -"" j.M. Voith GmbH
Kennwort: "Stauleisten11 Heidenheim/Brenz
Vorrichtung zum stetigen Ausscheiden von Grobstoff aus Fasersfcoffaufsohwenunuii«en.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum stetigen Ausscheiden
von Grobstoff aus Faserstoffaufschwemmungen mittels eines geschüttelten oder in Vibration versetzten Siebes in einem Behälter,
einem Stoffzulauf an einem Ende des Behälters, einem Schmutzaustrag
am anderen Ende des Behälters und einem unterhalb des Siebes angebrachten Gutstoffsammelraum.
Vorrichtungen der genannten Art sind als Splitterfänger, Wuchtschüttler,
Vibrationssichter u.dgl. bekannt. Sie besitzen einen
durch Exzenter, Federn oder Vibratoren in Schwingung versetzten
Behälter durch dessen Siebboden, der Feinitoff durchtritt, während
Grobstoffe und Verunreinigungen über dem Sieb gefördert werden
und am Ende über eine Ablaufkante ausgeworfen werden. Der durch das Sieb durchgetretene Feinstoff wird in einem Sammelraum aufgefangen,
von wo er zumeist mittels eines Überlaufrohres abgezogen wird. Anwendungsgebiete sind z.B. in der chemischen Industrie und
in der Holzstoff-, Zellstoff- und Papierfabrikation gegeben. Das Sieb befindet sich entweder über dem Gutstoffspiegel des Sammelraumes
oder es taucht in die Suspension ein. Dabei ergeben sich folgende Schwierigkeiten:
Taucht das Sieb in die suspension ein, so wird zwar eine gute Abscheidung
des Grobstoffes von den Fasern erreicht. Nachteilig ist jedoch, daß die Fasern aas Sieb sehr schnell verspinnen und damit
häufiger eine Reinigung des Siebes notwendig ist.
Verbleibt jedoch das Niveau der Suspension unter dem.Sieb, se entwässert
die Suspension sehr rasch, so da3 si cn etwa vorhanaene Faserflocken nicht mehr auflösen und.zusammen mit dem Grobstoff
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ausgeworfen werden. Dies stellt einen bedeutenden Rohstoffverlust dar.
Ein weiteres Problem besteht darin, daß die zuletzt in Rede stehende
Vorrichtung empfindlich auf Stauänderungen, die durch Änderungen in der Zulaufmenge hervorgerufen werden, reagiert. Um ein Zusetzen
der Siefelöcher zu vermeiden, ist es notwendig, daß sich das
Sieb in einer bestimmten Höhe über dem Suspensionsspiegel der sich unterhalb des Siebes im Gutstoffsammelraum sammelnden Suspension
befindet. Damit entsteht ein Luftpolster, das durch Pulsationen ein Offenhalten der Sieblöcher bewirkt. Stauänderungen bzw.
eine Erhöhung oder Erniedrigung der Zulaufmenge auf das Sieb wirken sich auf den Suspensionsspiegel im Gutstoffsammelraum aus. Die da-...
rch erfolgende Änderung des Luftpolsters führt entweder zum Verspinnen
des Siebes oder zum Zusetzen der Sieblöcher. Dies hat zur Folge, daß der Wirkungsgrad de's Sortierers absinkt und Gutstoffe
am Schmutzaustrag ausgeworfen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Vorrichtungen der in Rede stehenden Art so zu gestalten, daß ein Verspinnen des Siebes
vermieden wird und daß Faserflocken aufgelöst werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruches gelöst.
Durch die Strömungshindernisse wird die Verweilzeit der Suspension
auf dem Sieb erhöht, und die Faserflocken werden langer schwimmend gehalten. Weil die Flocken sich auflösen und die Sieblöcher
passieren können, bewirkt diese Maßnahme einen geringere:; Rohstoffverlust. Da sich ständig eine dünne Suspensionsschicht
auf dem Sieb befindet, ist die erfindungsgemäße Vorrichtung unempfindlicher gegen Stauänderungen und verhindert eine zu schnelle
Entwässerung der Suspension.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Strömungshindernisse
durch auf dem Sieb angebrachte Stauleisten gebildet.
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Dadurch wird der Stofftransport auf der Sieboberfläche behindert
und vor jeder Leiste entsteht ein geringer Stau. Damit werden die Fasern voneinander weitgehend getrennt und schwimmend
gehalten, so daß sie leicht die Siebperforation passieren können. Es wird somit eine vorzeitige Aufteilung in einzelne entwässerte
Faserklumpen, die sich schwer auflösen lassen, vermieden. Der zurückgehaltene Unrat bildet vor jeder Stauleiste eine
kleine Ansammlung, die nach Erreichen einer bestimmten Höhe zusammenbricht und über die Leiste hinwegwandert.
Erfindungsgemäß sind die Stauleisten im Schnitt quer zur Fließrichtung
dachförmig ausgebildet. Für die Höhe der Stauleisten wurden als vorteilhafte Werte 10 bis ^O mm gefunden. In weiterer
Ausgestaltung der Erfindung ist das Querschnittsprofil der Stauleisten als gleichschenkeliges oder gleichseitiges Dreieck ausgebildet.
Als vorteilhafter Wert für den Winkel an der Spitze des Dreiecks hat sich ein Bereich von 45 bis 6o° herausgestellt.
Gemäß einem weiteren Gedanken der Erfindung können die Stauleisten
auch in einfacher V/eise aus senkrecht auf dem Sieb stehende Streifen bestehen. Eine Aus;-.* T.dung der Stauleisten aus zur
Siebebene geneigte Streifen ist jedoch gleichfalls möglich. Die Breite der geneigten Streifen beträgt dabei in vorteilhafter
Weise j50 bis 50 mm.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das Sieb aus, im Querschnitt gesehen, sägezahnartig aufeinanderfolgenden
Teilstücken bes teht, wobei die Rückenflanken der Teilstücke jeweils in Fließrichtung leicht ansteigen. Durch die leicht
ansteigenden Rückenflanken wird gleichfalls eine Verlangsamung
des Flusses und ein leichtes Anstauen der Faserstoffsuspension erreicht.
Erfindungsgemäß wird weiterhin vorgeschlagen, daß die einzelnen
Teilstücke in einer Höhe über dem Gutstoffspiegel des sich unterhalb des Siebes befindlichen Gutstoffsammelraumes angebracht sind,
daß sie teilweise in die Suspension eintauchen. Diese Maßnahme trägt gleichfalls zur Verlangsamung des Stofftransportes hei und
bringt als v/eiteren Vorteil die Vermeidung einer zu starken Ent-
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v;ässerung. Dies wird durch das mehrfache l/iederbespülen Tiit
Suspension von unten durch das Siebblech her erreicht. Die Gefahr des Verspinnens der Sieboberfläche tritt dabei nicht auf,
da die eingetauchten Flächen nur gering sind. Durch die Anbringung von an sich bekannten Spritzrohren wird ein gezieltes Auswaschen
durch Spritzwasser geschaffen. Im Fall der Ausführung der Vorrichtung mit Stauleisten kann dies noch durch Bespülen
des Siebes von unten ergänzt v/erden.
Srfindungsgemäfl wurde es als vorteilhaft gefunden, wenn die Länge
der durch die Strömungshindernisse gebildeten einzelnen Abschnitte bzw. der Teilstücke etwa gleich der Siebbreite ist.
Im weiteren sind Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit dachförmigen Stauleisten,
Fig. 2 eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit zur Siebebene geneigte Streifen.
Fig. 3 einen Ausschnitt mit einem senkrecht auf dem Sieb stehenden Streifen, und
Fig. 4 eine Prinzipskiaze einer anderen erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
Ein in Vibration versetzter Behälter 1 besitzt an einer; Ende
einen Stoffzulauf 2 und am anderen Ende eine Schrnut zaust ragsöffnung
3· Unterhalb des Behälters 1 befindet sich ein Gutstoffsammelraum
4 mit einem Über lauf rohr z>.
Gemäß Fig. 1 ist das Sieb 6 des Behälters 1 durch dachförmige
Stauleisten 7, die auf dem Sieb angeoracht sind, in einzelne Abschnitte unterteilt.
Die Faserstoffsuspension tritt über den Stoffzulauf 2 in den Behälter
1 ein und wandert während der Rüttelbewegung über das Sieb 6. Die Gutstoffe passieren dabei die Siecperforation und fallen
in den Gutstoff sammelraum 4. Die Schmutzstoffe v/erden an der
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Austragsöffnung 3 ausgeworfen. Durch die Stauleisten 7 wird die
Suspension jeweils aufgestaut* wobei, insbesondere zur Schmutzaustragscffnung
3 hin, vor den Stauleisten 7 Walzen δ aus Schmutz
und Fasern entstehen. Durch ein Spritzrohr 9 wird ein Auswaschen
des Schmutzes erreicht.
Die Vorrichtung gemäß Pig. 2 ist in gleicher Weise wie vorstehend beschrieben aufgebaut, weshalb die Bezugszeichen übernommen worden
sind. Lediglich die dachförmigen Stauleisten sind durch zur Siebebene geneigte Streifen 7' ersetzt worden.
Eine weitere Möglichkeit für die Ausbildung der Stauleisten ist in der Fig. 3 aufgezeigt. Die Stauleisten bestehen lediglich aus
senkrecht auf dem Sieb stehende Streifen 7".
Sin anderes Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung ist in Fig.
dargestellt. Der grundsätξIiehe Auftau der Vorrichtung ist der
gleiche wie vorstehend beschrieben. Das Sieb 6 ist aus einzelnen Teilstücken 10, die cägezahnartig aufeinander folgen,- gebildet.
Die Rückenflanken 11 der Teilstücke 10 steigen dabei in Fließrichtung leicht an. Das Sieb 6 ist dabei in einer derartigen
Höhe über dem Niveau der sich in dem Gutstoffsammelraum befindlichen Suspension angeordnet, daß die einzelnen Teilstücke 10
jeweils an ihrer tiefsten Stelle etwas in die Suspension eintauchen.
Heidenheim, den 14.4.1972 ./-
Lo/Srö
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Claims (12)
1. Vorrichtung zum stetigen Ausscheiden von Grobstoff aus Faserstoffaufschwemmungen mittels eines geschüttelten
oder in Vibration versetzten Siebes in einem Behälter, einem Stoffzulauf an einem Ende des Behälters, einem Schmutzaus
trag am anderen Ende des Behälters und einem Gutstoffsaminelraum
unterhalb des Siebes, dadurch gekennzeichnet, daß das Sieb mit quer zur Fließrichtung der Faserstoffaufschwemmung
sich erstreckenden, den Fluß der Faserstoffaufschwemmung auf der Sieboberfläche, verlangsamenden Strömungshindernissen
(7, 71, 7") versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Strömungshindernisse durch auf dem Sieb angebrachte Stauleisten (7, 7', 7") gebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stauleisten (7) im Schnitt quer zur Fließrichtung dachförmig ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhe der Stauleisten 10 bis J>0 mm beträgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch J oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Querschnittsprofil der Stauleisten als gleichschenkeliges oder gleichseitiges Dreieck (7) ausgebildet
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel an der Spitze des Dreieckes (7) 45 bis 60° beträgt.
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7. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, /"
daß die Stauleisten aus senkrecht auf dem Sieb stehenden Streifen (7") bestehen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stauleisten aus zur Siebebene geneigten Streifen (7') bestehen.
9· Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der geneigten Streifen (7') in Strömungsrichtung j30
bis 50 mm beträgt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sieb (6) aus, im Querschnitt gesehen, sägezahnartig aufeinanderfolgenden Teilstücken (10) besteht, wobei die Rückenflanken (11) der Teilstücke (10) .jeweils in Fließrichtung
leicht ansteigen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
aie einzelnen Teilstücke (10) in einer Höhe über dem Gutstoffspiegel des unterhalb des Siebes sich befindlichen
Gutstoffsammelraumes (4) angebracht sind, daß -ie teilweise in die Suspension eintauchen.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise Spritzrohre
(9) zum Auswaschen des Schmutzes vorgesehen sind.
15· Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Länge der durch die Strömungshindernisse gebildeten Abschnitte bzw. der Teilstücke (10) etwa
gleich der Siebbreite ist.
Heidenheim, den 14.4.1972
Lo/Srö
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Publications (1)
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