DE720121C - Verfahren zur Wiedergabe von mit Zeilenspring uebertragenen Fernsehbildern - Google Patents

Verfahren zur Wiedergabe von mit Zeilenspring uebertragenen Fernsehbildern

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DE720121C
DE720121C DET51121D DET0051121D DE720121C DE 720121 C DE720121 C DE 720121C DE T51121 D DET51121 D DE T51121D DE T0051121 D DET0051121 D DE T0051121D DE 720121 C DE720121 C DE 720121C
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DE
Germany
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line
lines
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cathode ray
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DET51121D
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English (en)
Inventor
Dr Fritz Schroeter
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Telefunken AG
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Telefunken AG
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N3/00Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages
    • H04N3/10Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by means not exclusively optical-mechanical
    • H04N3/30Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by means not exclusively optical-mechanical otherwise than with constant velocity or otherwise than in pattern formed by unidirectional, straight, substantially horizontal or vertical lines
    • H04N3/34Elemental scanning area oscillated rapidly in direction transverse to main scanning direction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Transforming Electric Information Into Light Information (AREA)

Description

  • Verfahren zur Wiedergabe von mit Zeilensprung übertragenen Fernsehbildern Es ist bekannt, bei Fernsehempfängern die, übertragenen Bildinhaltsignale für den Bildaufbau mehrmals zu venwenden, um auf diese Weise künstlich die Bildwechselzahl und dadurch die Helligkeit zu erhöhen. Die mehrfache Wiedergabe der einzelnen Bildwerte erfolgt dadurch, daß jeder Bildimpuls sowohl direkt auf die Wiedergabelichtquelle einwirkt als auch gleichzeitig geeigneten Verzögerungs-, kreisen oder Speichereinrichtungen zugeführt wird, aus denen die gleichen Helligkeitswerte nochmals mit Hilfe von entsprechenden Lichtquellen- für die gleichen Punkte des Empfangsbildes zur Wiedergabe gebracht werden.
  • Die vorliegende Erfindung verwendet diesen Gedanken der mehrfachen Wiedergabe der empfangenen Impulse durch Verzögerung bzw. Speicherung.- Sie besteht darin, daß beim Zeilensprüngverfahren jeder Zeilenzug in bekannter Weise bei seinem Eintreffen am Empfänger uriverzögert wiedergegeben, außerdem aber- um i; z, 3 ... (it-i) Zeilenzug. perloden verzögert und nach den einzelnen Verzögerungen gleichzeitig mit dem sodann übertragenen, ohne. Verzögerung wiedergegebenen Zeilenzug und den übrigen ebenfalls um den ihrer Lage im Bilde entsprechenden Befrag- verzögert wiedergegebenen Zeilenzügen wiedergegeben wird, wenn it Zeilenzüge je Bild vorausgesetzt sind.
  • Bekanntlich ist bei der Ausführung des Zeilensprungverfahrens, wie es in der neuen Normung der Deutschen Reichspost vorgesehen ist, das bei zu geringer Entfernung vom Empfangsschirm hervortretende Zeilenflimmern zu beobachten. Wenn man diesen Erscheinungen aus dem Wege gehen will und den Augenabstand größer wählt als sein aus Bildhöhe. mittlerer Sehschärfe (i,5') und genormter Zeilenzahl h=441 zu berechnender Wert, gehen Einzelheiten des Fernbildes verloren.
  • Ein zweiter auffälliger Mangel des Zeilensprungverfahren ist das Zeilenwandern. Das Auge geht mit dem cyclischen Aufbau des Rasterfeldes mit und sieht daher bei gewissen Zeilenfolgen die Grobstruktur der halben Zeilenzahl.
  • Durch die Erfindung werden diese von einzelnen Beobachtern noch immer gerügten optischen Störungen grundsätzlicher Art beseitigt, und der Eindruck der Schärfe, Ruhe und Stetigkeit des Zeilensprungbildes wird über das bisher bekannte Maß hinaus gesteigert. Zugleich werden damit noch andere weniger ins Auge springende Mängel der Zeilensprungabtastimg, z. B. der Treppeneffekt (Sägezahnrad bei schrägen Konturen), vorteilhaft vermindert.
  • Die Erläuterung der Erfindung soll zuerst für die Wiedergabe von in zwei Zeilenzügen je Bild übertragenen Fernsehbildern erfolgen.
  • Zur Ausführung des vorgeschlagenen Verfahrens dient eine Braunsche Bildschreibröhre mit zwei unabhängig voneinander in ihrer Intensität steuerbaren, durch das gleiche längs- und Querfeld abgelenkten Elektronenstrahlen. Beide Strahlen, deren Erzeugung ein ,elektronenoptisch einwandfreies System voraussetzt, rufen auf dem Leuchtschirm bei horizontaler Zeilenrichtung zwei hart aneinandergrenzende Schreiblichtflecke hervor, die bei ihrer Bewegung Nachbarzeilen erzeugen, und behalten ihre Relativlage und -größe während der Ablenkung über das ganze Bildfeld unverändert bei. Sie haben in dem wesentlichen Bereich genügend übereinstimmende Steuerkennlinien H= f (U,) (H = Lichtfleckhelligkeit, U, = Steuerspannung). Es erübrigt sich dann die Anwendung von Entzerrungsmitteln.
  • Die beiden Lichtflecke werden nun hinter dem Ausgang des Fernsehempfängers wie folgt beeinflußt (Schema Abb.2): Der Sender, dessen Bildabtaster in üblicher Weise nach dem Zeilensprungverfahren arbeitet, übertrage beispielsweise die Helligkeitsmodulation, die den nacheinander zerlegten Einzelbildern I, II, IIf . . . eines Filmstreifens entspricht. Jedes derselben wird demnach in zwei Zeilenzügen, die abwechselnd die ungeradzahligen und die geradzahligen Zeilen enthalten und je 1/5o s Dauer haben, zerlegt. Die .am Ausgang des Empfängers :entnommene Bildsignalspannung wirkt nun, wie in Abb. i dargestellt, sowohl unmittelbar auf eine der beiden Steuerelektroden W1, W2 der Doppelstrahlbildschreibröhre B als auch bleichzeitig auf den über einen Schalter U1 jeweils angeschalteten Speicherschirm eines elektronischen Speichersystems Sn 1, Sp Il ein. Die Art der Schaltung ermöglicht es, während der konphasen Aufzeichnung des jeweils von dem :einen Lichtfleck der Röhre B unverz7igert wiedergegebenen Zeilenzuges auf der eigen Speicherfläche gleichzeitig den vorausgegangenen Zeilenzug von der anderen Speicherfläche, auf der dieser festgehalten wurde, abzugreifen und, über den Schalter U2 dem Verstärker V zugeführt, mit Hilfe des zweiten Lichtfleckes nochmals zu schreiben. Dadurch wird die Auffüllung der Zeilenlücken jedes Zeilenzuges . zum vollen 44 1-Zeilen-Fernbild erreicht.
  • In Abb. i sind für die 'Gegentaktsteuerung von Beladung und Entladung beider Speicher der Einfachheit halber mechanische Umschalter Ui, U2 gezeichnet. In Wirklichkeit dienen hierzu trägheitsfreie Elektronenröhren, zu deren rhythmischer Sperrung und Öffnung die vom Sender gegebenen Gleichlaufimpulse benutzt werden. Der gedankliche Ersatz der Schalthebel durch gittergesteuerte Röhren ist dem Fachmann geläufig. Mit Hilfe von U1 wird die am VerziveigungspunktZ vom Empfängerausgang abgenommene Helligkeitssteuerspa.n.nung, während sie in B durch Beei.nflus:su:ng der Steuerelektrode W., den ankommenden Zeilenzug unmittelbar als Leuchtbild schreibt, gleichzeitig auf der unbesetzten Speicherfläche Sp 1 als Ladungsverteilung festbelegt. In demselben Zeitraum wird die elektrische Wiedergabe des zuvor übertragenen und aufgespeicherten Zeilenzuges von der besetzten Speicherfläche Sp II abgegriffen. über den Umschalter U2 dem Verstärker V und von diesem mit genau abgeglichenem Pegel der zweiten Helligkeitssteuerelektrode t-Vl in B zugeführt.
  • Die Ausführung des benutzten Speichersystems ähnelt den üblichen Speicherabtastern; ein durch bekannte Mittel nach beiden Koordinatenrichtungen abgelenkter und mit Hilfe einer Steuerelektrode in seiner Stromstärke modulierter Kathodenstrahl erzeugt an der Speicheroberfläche das Ladungsbild der übertragenen Helligkeit. Anschließend wird diese Ladungsverteilung durch den gleichen Kathodenstrahl, jedoch bei konstanter Steuerspannung und Strahlstromstärke, mit 1/5a s Verzögerung wieder abgegriffen, das Schirmpotential überall auf den Gleichgewichtswert zurückgebracht und dabei die Helligkeitswerte im Stromkreis der rückseitigen Schirmbelegung (Sammelplatte) an einem Widerstand originalgetreu reproduziert. Von den bekannten Erscheinungen durch das sog. Störsignal sei hier abgesehen.
  • Der Übersichtlichkeit halber sind in der Abb. i die Ablenkmittel sowie notwendige Hilfsanoden u. dgl. Teile der Bildschreibröhre B wie .auch der Speicherröhr,- Sp I, Sp Il weggelassen. Zeilen- und 7,eilenzugablenkung erfolgen bei B nach dem normalen Sprungschema, während die Strahlsystemevon Sp I und Sp II Ablenkfeldern ausgesetzt sind, die auf der einen Speicherfläche die fortlaufende Registrierung der ZeilenfoIge i, 3, 5 ... -(k- i), auf der anderen Speicherfläche die der Zeilenfolge 2, 4, 6 ... liefern. Not wendig ist hierbei eine Hilfsmaßnahme: Angenommen, die unmittelbare, unverzögerte Wiedergabe des jeweils übertragenen Zehenzuges wird in der Röhre R stets vom unteren Lichtfleck, die Auffüllung der Zeilenlücken durch den von der Speicherfläche abgegriffenen Zeilenzug stets. vom oberen Lichtfleck besorgt. Dann muß bei der einen der beiden Speicherflächen zwischen Aufzeichnung und Wiederabnahme ein ausgleichender Zusatzhub für den ,abtastenden Kathodenstrahl eingeführt werden, um zu vermeiden, daß infolge der starren Zuordnung des ,oberen Schreibfleckes zu dem gespeicherten Zeilenzug die Auffüllung einmal pro Bild um eine Zeilenlücke nach oben versetzt erscheint. Die Abb. 2 erläutert diesen Sachverhalt. Jedes der Fernsehbilder I, Ii, III wird ih Form von zwei Zeilenzügena und b übertragen. a bestehe aus allen ungeraden Zeilen i, 3, 5, 7 -.., b aus den geraden Zeilen 2, 4, 6; 8 . . . Wie bereits erwähnt, wird der untere Lichtstrahl von den urverzögerten, der obere Lichtstrahl von den verzögerten Signalspannungen gesteuert. Diese Zuordnung ist 'durch Pfeile kenntlich gemacht. Demnach schreibt der obere Strahl wähnend der Zeilenzugdauer A den Zeilenzug, a, der untere den Zeilenzug b; während der ZeilenzugdauerB schreibt der obere den Zeilenzug b, der untere Strahl den Zeilenzug a. Während A liegt in richtiger Weise die Zeile i über der Zeile 2, 3 über 4, 5 über 6 usw. Während B ist die Lage von je zwei Zeilen vertauscht. 2 liegt nun über i, 4 über 3, 6 über 5 usw. Das in dieser Weise zusammengesetzte Bild würde der Reihe nach die Zeilen 2, i, 4, 3, 6, 5 usw. enthalten. Um die falsche Reihenfolge der Zeilen zuvermeiden; wird einem der die Speicherschirme abtastenden Kathodenstrahlen während jeder zweiten Zeilenzugperiode ein Zusatzhub erteilt, so daß er etwa an Stelle der die Zeilen io, 8, 6, 4 bildenden .aufgespeicherten Ladungen die der Zeilen 8, 6, 4, 2 abträgt und demnach für die Zeile i o die Zeile 8, für 8 die Zeile 6 usf. geschrieben wird. Die Reihenfolge der Zeilen in dem wiedergegebenen Fernsehbild ist dann richtig i, 2,, 3, 4, 5 Den Hilfshub für die versetzte Wiederabnahme jedes zweiten ankommenden Zeilenzuges ,an der einen Speicherfläche gewinnt man aus den übertragenen Synchronimpulsen mit Hilfe einer einfachen Schaltung bekannter :Art (Frequenzhalbierung).
  • Die Wirkung des beschriebenen Verfahrens besteht ,also darin, daß im Empfangsbild während jeder Zeilenzugperiode, d. h. innerhalb I,%50 s, die volle Zeilenzahl k = 441 des Sendebildes wiedergegeben wird. Infolgedessen verschwinden damit die durch das Zeilenflimmern und das Zeilenwandern bedingten störenden Eindrücke. Zugleich tritt, bei Voraussetzung idealer elektrischer Verhältnisse und einer praktisch vollkommenen Ausführung der Röhre B, in bezug auf Schärfe und Stetigkeit des Bildfeldes die gleiche Bildwirkung ein, -irie sie bei Übertragung von 5o ganzen Bildern entstehen würde. Die Treppenkonturen schräger Hell-Dunkel-Grenzen bleiben; soweit durch die Zeilensprungabtastung bereits auf der Sendeseite verursacht, selbstverständlich unverändert; ihre Auffälligkeit auf dem Empfangsschirm dürfte jedoch insofern vermindert werden, als eine bessere stroboskopis.che Mittelung der nacheinander abgebildeten Konturenlagen und damit eine gewisse Verschmierung der sägezahnförmigen Begrenzung eintreten kann.
  • Weiterhin ermöglicht das beschriebene Verfahreneine beträchtliche Steigerung der Bildhelligkeit; denn die Sichtbarkeit des Zeilenflimmerns ist bei der hergebrachten Zeilensprungübertragung eine Funktion der Leuchtdichte des Schirmes. Man darf annehmen, daß dafür, wie für das Bildfeld als Ganzes, die bekannte logarithmische Beziehung zwischen Verschmelzungsfrequenz und Leuchtdichte gilt. Da nunmehr die Periodizität 15o s beträgt, kann die Leuchtdichte stark vergrößert werden.
  • An Stelle der Speicherröhre nach Abb. i kann auch eine vereinfachte Ausführungsform mit etwas abweichender Betriebsweise verwendet werden. Bei dieser enthält die Speicherröhre Beinen zweiseitig beaufschlagten Mosaikschirm, auf dem auf der einen Seite ein modulierter Kathodenstrahl die ankommenden Zeilen in Zeilensprungbewegung laufend speichert, während :ein konstanter Kathodenstrahl auf der Rückseite den zuvor empfangenen und gespeicherten Zeilenzug um 1;5ö s phasenversetzt abgreift. Hierdurch werden die Umschalter U1, U2 entbehrlich.
  • Eine weitere Ausführungsform beruht auf der Verwendung einer Speicherröhre, diecinen einseitig wirksamen Speicherschirm enthält, auf dem die ankommende Helligkeitsmodur lation durch zwei gleichsinnig auftreffende, um 1/5o s phasenverschobene Kathodenstrahlen fortlaufend aufgetragen bzw. von dem sie wieder abgegriffen wird. Die Bahn der Strahlen kann dann entweder in der üblichen waagerechten Zeilenführung oder etwa in einer Spirale verlaufen. Stets ist dabei die sinngemäße Anwendung des erwähnten Hilfshubes erforderlich.
  • Naturgemäß wirkt die Notwendigkeit der Röhrenspeicherung im Verein mit der besonderen Ausführung der Bildschreibröhre stark verteuernd auf das Fernsehempfangsgerät. Die Ausnutzung des beschriebenen Verfahrens kann daher zunächst nur dort in Betracht gezogen werden, wo der Preis -des Gerätes nicht entscheidet, - z. B. beim Großbildgemeinschaftsempfang. - Für den Fall des Heimempfängers führt die Berücksichtigung der Kostenfrage zu der Aufgabenstellung, die Ladungsspeicherröhre durch elektrische Laufzeitglieder zu ersetzen. D. h. es wird .wie oben der jeweils übertragene Zeilenzug unmittelbar und unverzögert durch den Lichtfleck II der Bildempfangsröhre, gleichzeitig aber die Signalfolge des. zuvor empfangenen Zeilenzuges, die auf dem Umwege über einen Phasenverschicber die nötige Nacheilung erlitten hat, vom Lichtfleck I wiedergegeben. Ein einfacher Röhrenumschalter bewirkt bei jedem zweiten Zeilenzug, d. h. einmal je Bildperiode, durch Hinzuschalten eines abgemessenen Scheinwiderstandes die Verlängerung der Laufzeit um denjenigen konstanten Zusatzbetrag, der bei starrer Zuordnung des einen Lichtfleckes zum direkt geschriebenen, des anderen Lichtfluches zum verzögert geschriebenen Zeilenzuge erforderlich ist, um stets die zahlenmäßig und inhaltlich richtige Ineinanderflechtung beider Zeilensysteme zu gewährleisten.
  • Der Erfindungsgedanke kann auch bei Wiedergabe eines Bildes, das in Form von mehr als zwei Zeilenzügen übertragen wird, Anwendung finden. Im folgenden werden die entsprechenden Angaben für die Wiedergabe von Bildern gemacht, die aus n = 3 Zeilenzügen zusammengesetzt sind. Abb. 3 zeigt schematisch den Arbeitsvorgang. I, 1I, 111 sind drei Fernsehbilder; ,a, b, c die drei Zeilenzüge je Bild. Die Braunsche Röhre ist mit drei senkrecht übereinanderliegenden Kathodenstrahlen ausgerüstet, deren gegenseitiger Abstand je eine Zeilenbreite beträgt. Gemäß dem Schema zeichnet während der Zeilenzugperiode A der untere der drei Strahlen den ankommenden, unverzögerten Zeilenzug c, der mittlere den um eine Zeilenzugperiode verzögerten Zeilenzug b, der obere den um zwei Zeilenzugperioden verzögerten Z°il@nzug a. Die Zuordnung ist derart, daß in cyclischer Folge der untere Strahl immer die unverzögerten1 der mittlere Strahl die um eine Zeilen= zugperiode, der obere Strahl die um zwei Zeilenzugperioden verzögerten Zeilenzüge wiedergibt. Die Verzögerungen können durch die Verwendung von sechs Speichern in entspiecl:crc@er Anordnung erzielt werden.
  • Der Speicher, der zur Aufzeichnung des Zeilenzuges rc und der Wiederabtragung der aufgespeicherten Ladungen nach einer Zeilenzugperiode dient, soll im folgenden mit a, und der zur Wiederabtragung nach zwei Zeilenzugperioden dienende mit a. bezeichnet werden. In entsprechender Weise erfolgt die Bezeichnung der übrigen Sp°icher mit (31, h'2, 71- Y=- Die Stellungen der die Verbindung zwischen den Speichern, Empfänger und Braunseher Röhre herstellenden Schalter müssen derart sein, daß während l-1;1 und "2 mit dem Empfänger, die Steuerung des mittleren Strahles mit P)1 und die des oberen Strahles mit a-, verbunden ist. Die Steuerung des unteren Strahles liegt dauernd am Empfängerausgang. Während der Zeilenzugperiode B liegen a1 und a:. am Empfängerausgang, der mittlere Strahl wird von 71, der obere Strahl von f>> gesteuert. Während der Zeilenzugperi.ode C liegen ß1 und P2 am Empfänger, der mittlere Strahl wird von a1, der obere Strahl von gesteuert. Für die weiteren Zeilenzüge wiederholen sich periodisch diese Vorgänge.
  • Werden an Stelle der Speicher elektrische Laufzeitglieder verwendet, so sind an Stelle der Speicher a1, ß1, y, Glieder mit einer Verzögerungszeit von einer Zeilenzugperiode, an Stelle. von a;;, 134, e,.2 solche mit einer Verzögerung von zwei Zeilenzugperioden zu verwenden. Die Schalterstellungen erfolgen in entsprechender Weise.
  • Um die richtige Ineinanderflechtung der drei Zeilenzüge bei Verwendung von sechs Speichern zu erzielen, muß den Kathodenstrahlen bestimmter Speicher während der Abtastung gegenüber der Aufzeichnung ein Hilfshub in der Größe einer Zeilenbreite erteilt werden. Aus der Abb. 3 ergibt sich, daß im zusammengesetzten Bilde die Zeilen dann richtig aufeinaudcrfolgen, wenn die Kathodenstrahlen der Sp eich@erröbren P,2, ex 111 ;.i bei der Abtastung gegenüber der Aufzeichnung um eine Zeilenbreite senkrecht zur Richtung der Zeilen versch:obei, «erden.
  • Werden elektrische Laufzeitglieder v-#rweiidet, so müssen die den Speichern P2, 71, 72 entsprechenden Verzögerungsglieder eine Laufzeitdifferenz von einer Zeilenbreite gegenüber den übrigen Laufzeitgliedern aufweisen. Während der Dauer jener Zeilenzugperioden, in denen keine - Aufzeichnung und keine Abtra-@t111g von Spannungen erfolgt, müssen die hatliodciistrahlen der Speicher unterdrückt werden, um eine vorzeitige Zerstörung des in einzelnen Fäl'.en bereits vorhandenen Ladungsbildes zii verhindern.
  • Es ist für den Fachmann ohne -weiteres niögli--li, an Hand der für die Wiedergabe von Bildern mit zwei oder drei Zeilenzügen gegebenen Anweisungen die zur Wiedergabe eines Bildes mit anderen Zeilenzugzahlen notwendigen Bedingungen abzuleiten. Eine all gemeine Angabe von Schemen erübrigt sich daher.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Wiedergabe von in rt Zeilenzügen je Bild mit Zeilensprung übertragenen Fernsehbildern, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zeilenzug in bekannter Weise bei seinem Eintreffen am Empfänger urverzögert wiedergegeben, außerdem aber um i, 2,3 ... (n - i) Zeilenzugperiod@en verzögert und nach den einzelnen Verzögerungen gleichzeitig mit dem sodann übertragenen, ohne Verzögerung wiedergegebenen Zeilenzuge und den übrigen, ebenfalls um den ihrer Lage im Bilde .entsprechenden Betrag verzögert wiedergegebenen Zeilenzügen wiedergegeben wird. -
  2. 2. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i für zwei Zeilenzüge je Bild, dadurch gekennzeichnet, daß zur gleichzeitigen Wiedergabe beider Zeilenzüge :eine Braunsche Röhre mit zwei konphas abgelenkten Kathodenstrahlen dient, deren Auftreffpunkt auf dem Schirm um eine Zeilenhöhe gtgeneinander versetzt ist, von denen der eine Kathodenstrahl mit den urverzögerten, dem einen Zeilenzug angehörenden, der andere Kathodenstrahl mit den verzögerten, dem vorhergegangenen Zeilenzug angehörenden Spannungen moduliert ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung elektronenspeichernder Anordnungen zur Verzögerung der Bildsignalapannung, in denen die zu verzögernden Spannungen durch die Rufladung von Elementarkapazitäten eines Mosaikschirmes mittels eines mit den Spannungen modulierten Kathodenstrahles während der Dauer eines Zeilenzuges aufgezeichnet und während der Dauer des. darauffolgenden Zeilenzuges mittels eines konstanten Kathodenstrahles fortlaufend wieder ,abgetastet werden, so daß im Stromkreis der den Mosaikelementen gemeinsauren Gegenbelegung Entladungsströme auftreten, die an einem Widerstande den aufgezeichneten Spannungen proportionale Spannungsabfälle hervorrufen. ¢.
  4. Anordnung nach den Ansprüchen 2 oder 3, gekennzeichnet durch zwei elektronenspeichernde Anordnungen, in deren einer während der Dauer eines Zeilenzuges die ankommenden Signalspannungen aufgezeichnet, während gleichzeitig die in der anderen während des vorhergegangenen Zeilenzuges aufgezeichneten Spannungen abgegriffen werden und daß hierbei der Vorgang der Speicherung und Abnahme in jedem Speicher je Zeilenzug wechselt.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine elektronenspeichernde Anordnung mit zweiseitig beaufschlagtem Mosaikschirm, auf dessen einer Seite ein modulierter Kathodenstrahl die ankommenden Zeilenzüge in Zeilensprungbewegung laufend aufgezeichnet, während ein konstanter Kathodenstrahl auf der anderen Seite den zuvor empfangenen und aufgezeichneten Zeilenzug um die Dauer eines Zeilenzuges phasenversetzt abgreift.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine elektronenspeichernde Anordnung mit einseitigem Mosaikschirm und zwei gleichsinnig auftreffenden, um die Dauer eines Zeilenzuges phasenverschab.enen Kathodenstrahlen, auf der -die Helligkeitsmodulation von dem einen Strahl fortlaufend aufgetragen und von der sie von dem anderen Strahl wieder abgegriffen wird. -7. Anordnung nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch .gekennzeichnet, daB ein Kathodenstrahl während des Abgreifens der auf dem Mosaikschirm aufgespeicherten Spannung während der Dauer jedes zweiten Zeilenzuges um zwei Zeilenhöhen in der zum Zeilenverlauf senkrechten Richtung verschoben ist. B. Anordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung elektrischer Laufzeitglieder zur Verzögerung der Signalspannungen in der Weise, daß die Laufzeit eines Verzögerungsgliedes für die Dauer jedes zweiten Zeilenzuges um die Zeit einer Zeilenperiode verändert wird.
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