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Schwenkbarer Meßspitzenträger Durch die statischen lichtelektrischen
Feindehnungsmesser ist es bekannt, leine unter dem Einfluß einer Dehnung stattfindende
Längenänderung mittels zweier Meßspitzen zu messen, die in vorgekörnten, um die
Länge der Meßstrecke entfernten Vertiefungen des zu untersuchenden Werkstückes eingesetzt
werden, wobei der eine auf das zu untersuchende Werkstück aufspannbare Meßspitzenträger
als Lagerung für den anderen schwenkbar ausgebildeten Meßspitzenträger dient. Durch
die Längenänderung der Meßstrecke wird daher der schwenkbar gelagerte Meßspitzenträger
ausgeschwenkt. Diese Aus schwenkung wird zunächst mittels einer mechanischen Obersetzung
vergrößert und darauf in lichtelektrische Stromschwankungen umgewandelt, wobei durch
Änderung der Lichtstärke des auf die lichtelektrische Zelle gerichteten Lichtbündels
eine weitere Vergrößerung des Meßwertes erreicht werden kann.
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Der bekannte schwenkbare Meßspitzenträger ist als Rähmchen R ausgebildet
(vgl.
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Abb. I), das eine nach außen zeigende Meßspitze S1 und zwei nach innen
gerichtete Lagerschneiden L,L2 trägt, mittels derer das Rähmchen an je einer ebenen
Fläche Fl, F2 des als Grundgestell des Meßgerätes ausgebildeten festen Meßspitzenträgers
anliegt (vgl. hierzu auch Abb. 2), die das Rähmchen in einem Schnitt längs der Linie
X-Y zusammen mit dem festen Meßspitzenträger zeigt. Die feste Meßsplize ist mit
S2 bezeichnet. Der schwenkbare meßspitzenträger bildet also einen doppelarmigen
Hebel, mittels dessen die Schwenkbewegung mechanisch übersetzt wird. Die Schwenkachse
des Ra..hmchens R ist gegenüber dem anderen Meßspitzenträger
dadurch
gesichert, daß ein in der Mitte zwischen den beiden Lagerschneiden verlaufendes
fedemdes Gelenkband G1 vorgesehen ist, das einerseits am festen Meßspitzenträger
zwischen den beiden ebenen Auflagerflächen für die beiden lagerschneiden L1,L2 mittels
des Klemmschuhes K1 und andererseits zwischen den beiden Auflagerschneiden L1, L2
des Rähmchens R mittels des Klemmschuhes K2 befestigt ist. Das als doppelarmiger
Hebel wirkende Rähmchen überträgt die Bewegung des schwenkbaren Meßspitzenträgers
auf eine weitere e Hebelanordnung mittels eines federnden Kupplungsbandes, das all
dem der Meßspitze S1 abgewandten Teil des Rähmchen R eingespannt ist.
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Diese bekannte Anordnung hat verschiedene Nachteile, deren Beseitigung
Aufgabe der Erfindung ist. Bei der vorher erläuterten Anordnung muß dif Forderung
erfüllt sien, daß die beiden. Auflagerschneiden L1,L2 des Rähmchens R in Fluchtlinie
liegen und vollständig gleichartig hergestellt sind. Die gleichartige Herstellung
dieser Schneiden macht schr große Schwierigkeiten, da die Bearbeitungsstellen innerhalb
des Rähmchens schwer zugänglich sind und da überdies die in der Mitte zwischen den
beiden Schneiden vorgesehene Auflagerung für den einen Klemmschuh die Bearbeitung
noch erschwert.
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Andererseits muß die weitere Forderung erfüllt sein, daß die beiden
Auflagerschneiden L1,L2 genau über dem äußersten Eude der schwenkbaren Meßspitze
S1 liegen, da sonst beim Aufspannen des Meßgerätes an dem zu untersuchenden Werkstück
ein Kippmoment auftreten würde, das naturgemäß vernnieden werden muß. Weiterhin
muß das Gelenkband G1 am Rähmchen R mindestens um die Dicke des Gelenkbandes eingelassen
sein, wie besonders aus Abb. 1 zu erseben ist, da sonst die Schneiden L1,L2 nicht
an den ebenen Auflagerflächen F1,F2 des Trägers der Meßspitze S2 anliegen, sondern
um die Dicke des Gelenkbandes von den Auflagerflächen abstehen werden. Dieses Einlassen
macht ebeinfalls große Schwierigkeiten, da es wegen der außerordentlichen Kleinheit
der Einzelteile dieses Meßgerätes und der schweren Zugänglichkeit nur von Hand erfolgen
kann. Schließlich bringt die Benutzung cines Rähmchens als Halter der schwenkbaren
Meßspitze noch den Nachteil mit sich, daß die seitlichen Abmessungen der Meßspitzenträger
verhältnismäßig groß sind. Da das Meßgerät gerade zu dem Zweck entwickelt worden
ist, um selbst bei schwierigsten Platzverhältnissen verwendet werden zu können,
z. B. in Hohlräumen, Hohlkehlen, Aussparungen von Maschinenteilen, so liegt eine
weitere Zusammendrängung des Gerätes durchaus im Sinne einer Erweiterung der bisherigen
Verwendungsmöglichkeit.
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Alle diese Nachteile lassen sich dadurch vermeiden, daß erfindungsgemäß
die beiden Lagerschneiden seitlich im gleichen Abstand von der Achse des bolzenartig
ausgebildeten Meßspitzenträgers derart angeordnet sind, daß die durch die Kante
der beiden Schneiden gebildete gerade Linie durch den bolzenartig ausgebildeten
Teil des Meßspitzenträgers nicht unterbrochen wird. Zur näheren Erläuterung sei
auf die Ausführungsbeispiele der Zeichnungen hingewiesen.
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Die Abb. 3 und 4 zeigen gegenüber den Abb. 1 und 2 etwas vergrößert
diesen schwenkbaren meßspitzenträger im Aufriß und Seitenriß. Sch ist der bolzenartig
ausgebildete Teil des meßspitzenträgers. Seitlich im gleichen Abstand von dessen
Achse sind die beiden Lagerschneiden L1,L2 derart angeordnet, daß die durch die
Kante der beiden Schneiden gebildete gerade Linie durch den bolzenartig ausgebildeten
Teil des Meßspitzenträgers nicht unterbrochen wird. Diese beiden bbildungen zeigen
deutlich, daß die Herstellung der Lagerschneiden bedeutend erleichtert ist, da diese
von allen Seiten frei zugänglich sind und man nicht mehr durch ein die Lagerschneiden
tragendes und diese ungebendes Rähmchen behindert ist. Insbesondere kann während
der Herstellung der Lagerschneiden L1, L2 leicht kontrolliert werden, ob die Lagerschneiden
in Fluchtlinie liegen. Auch lassen sich die Lagerschneiden leicht in Fluchtlinie
mit der Meßspitze S1 bi-ingen, so daß die Gefahr des Auftretens eines Kippmomentes
beseitigt ist. Ebenfalls läßt sich die versenkt angeordnete Aufiagefläche A sehr
leicht dadurch herstellen, daß man sie beim Abdrehen des Schaftes hochzieht. Weiterhin
sind die seitlichen Abmessungen des schwenkbaren Meßspitzenträgers infolge des Fortfalls
des Räbmchens verringert worden.
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Abb. 5 zeigt in nochmals vergrößertem Maßstabe den ganzen unteren
Teil einer Meßeinrichtung, wie er für den an sich bekannten aufspannbaren lichtelektrischen
Feindehnungsmesser benutzt werden kann, im Mittelschnitt. Insbesondere zeigt die
Abbildung eine besondere Lagerung des das Federgelenk der beiden Meßspitzen S1,
S. bildenden Federbandes G1. Versenkt man nämlich die Auflagefläche A des Federbandes
um mehr als die Bändchen stärke gegenüber den Schneiden L1, L2, so erhält das Federbändchen
eine gekriimmte Lage. Dadurch bekommt es das Bestreben, wieder die gestreckte Lage
einzunehmen. Dieses Bestreben äußert sichin einem Drehmoment, welches die beiden
Meßspitzen derart zu verlagern sucht, daß ein verstärkter
Anpreßdruck
der Schneiden L1, L2 gegen die Auflagerflächen F1, F2 entsteht.
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Hierdurch wird erreicht, daß die Schneiden des beweglichen Hebels
dauernd, also auch im nicht aufgespannten Zustande des Gerätes, auf der Auflagerfläche
aufliegen. Die Befestigung des Federbändchens geschieht auf der Seite des festen
Meßspitzenträgers mittels des Klemmschuhes K1 und der Schraube B und auf der Seite
des schwenkbaren Meßspitzenträgers mittels der auf dem Schaft Sch aufgesteckten
Hülse H, die auf die Auflagefläche A mittels der Mutter M gepreßt wird.
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Damit der Klemmschuh K1 die Schwenkbewegung der meßspitze S1 nich
stört, hat diese eine Aussparung SP. Die Hülse H dient gleichzeitig als Einspannstelle
des federnden Kupplungsbändchens G2, mittels dessen die Schwenkbewegung des als
Hebelübersetzung wirkenden Schaftes Scli iauf einen Blendenträger T übertragen wird,
der in ausgLeschwenktem Zustande die Lage einer Steuerblende für eine auf eine Photozelle
gerichtete Lichtquelle verändert. S3 bezeichnet eine der beiden am festen Meßspitzentäger
außen angeordneten Schneiden, welche beim Aufspannen des Meßgerätes an dem zu untersuchenden
Werkstück in pfannen der Aufspannvorrichtung gelagert sind.
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Der gemäß der Erfindung schwenkbare, als doppelarmiger Hebel ausgebildete
Meßspitzenträger ist allgemein für feinmechanische aufspannbare Verschiebungsmesser
brauchbar.