DE716430C - Verfahren zum Senknieten duenner Bleche, insbesondere im Flugzeugbau - Google Patents

Verfahren zum Senknieten duenner Bleche, insbesondere im Flugzeugbau

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Publication number
DE716430C
DE716430C DEH146451D DEH0146451D DE716430C DE 716430 C DE716430 C DE 716430C DE H146451 D DEH146451 D DE H146451D DE H0146451 D DEH0146451 D DE H0146451D DE 716430 C DE716430 C DE 716430C
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DE
Germany
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rivet
riveting
sheet metal
countersunk
sheets
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Expired
Application number
DEH146451D
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Butter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heinkel Flugzeugwerke E GmbH
Original Assignee
Heinkel Flugzeugwerke E GmbH
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Publication date
Application filed by Heinkel Flugzeugwerke E GmbH filed Critical Heinkel Flugzeugwerke E GmbH
Priority to DEH146451D priority Critical patent/DE716430C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE716430C publication Critical patent/DE716430C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J15/00Riveting
    • B21J15/02Riveting procedures
    • B21J15/025Setting self-piercing rivets
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
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    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J15/00Riveting
    • B21J15/10Riveting machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Insertion Pins And Rivets (AREA)

Description

  • Verfahren zum Senknieten dünner Bleche, insbesondere im Flugzeugbau Die im Leichtbau, ganz besonders im Flugzeugbau, in großen Mengen vorkommenden dünnen Bleche lassen sich nur mit größter Vorsicht von geübten Fachleuten nieten, weil durch die Nietschläge leicht eine bleibende Verformung der Bleche am Umfang des Nietloches entsteht, die ein Verziehen oder eine Wellenbildung im Blech zur Folge hat. Trotz dieser großen Schwierigkeiten und des vielen Ausschusses ist man beim Nieten geblieben, da das Löten lind Schweißen für wechselnd beanspruchte Verbindungen nicht zuverlässig genug ist und verschiedene Leichtmetallegierungen durch die Erwärmung bei diesen Arbeitsverfahren ihre Festigkeit einbüßen.
  • Besonders große Schwierigkeiten bereitet die Senknietung dünner Bleche miteinander. Zwar sind bereits viele Vorschläge und auch Vorrichtungen bekanntgeworden, die bezwecken, beim Nieten Handarbeit möglichst auszuschalten, damit gleiclimäf.#.ige einwandfreie Nietverbindungen schnell hergestellt werden können. Bei diesen bekannten Einrichtungen wurden die erforderlichen Löcher in den zu verbindenden Blechen meistens gebohrt oder gestanzt, und der der von Hand oder selbsttätig eingebrachten Nieten wurde maschüiell gebildet. Man hätte auch bereits vorgeschlagen, den Nietschaft selbst als Stanzstempel zur Herstellung der Nietlöcher zu benutzen, doch handelte es sich hierbei nicht um versenkte Nietverbindungen.
  • Für die Herstellung von- Blechverbindungen im Flugzeugbau hat man auch bereits vorgeschlagen, die Einsenkung der Bleche durch den Senkkopf des. Nietes zu bewirken, indem der Lochrand der vorgelochten Bleche mittels des Senkkopfes in eine entsprechende Matrize gedrückt wurde.
  • Bekannt ist es auch, ein schwaches ungelochtes Blech mit einem starken gelochten Teil durch eine Senknietung zu verbinden. Das anzunietende starke Werkstück ist dabei selbst als Senkform an der dem dünnen Blech zugekehrten Seit ausgebildet. Das schwache Blech wird dabei zuerst von dem Niet selbst durchbohrt und der Lochrand in die Versenkung des stärkeren Teils durch den Senkkopf des \ietes liineiiigedriickt. Der Schliefäkopf liegt auf der unverändert geraden Außenfiäclie des stärkeren Teils auf. Für die Senknietung zweier dünner und empfindlicher Leichtmetallbleche waren aber diese bekannten Verfahren wegen technischer Mängel oder fehlender Wirtschaftlichkeit wenig brauchbar. Denn einmal erforderten sie mehrere Arbeitsgänge und damit einen großen Aufwand an Arbeitszeit; außerdem war es danach nicht möglich, allgemein den Nietschaft als Stanzsternpel zur Herstellung der Nietlöcher zu verwenden, da das Nietmaterial im Flugzeugbau gegenüber den zu vernietenden Blechen vielfach aus weicherem Leichtmetall besteht. Ein weiterer Nachteil der bekannten Verfahren ist darin zu seinen, daß die Lochränder am Nietschaft nicht satt anliegen, so dali eine praktisch dichte Nietverbindung nicht erreicht wird.
  • Diese Schwierigkeiten werden der Erfindung __2emäl.9 dadurch beseitigt, daß die zli vernietenden u»gelochte» Bleche zwischen einer eine Führung für den Nietstempel enthaltenden Backe und einem mit einer Senkform ve:selicnen Körper fest ciiigespaiintw@erden. Die Bleche «erden von dem Niet in die Senkform getrieben und von diesem gelocht. Der Schließkopf wird im gleichen oder in einem anschließenden Arbeitsgang gebildet. Durch dieses Verfahren wird neben größter Wirtschaftliclll;eit, die bei der atiß.erordentlich hohen Zahl der im Flugzeugbau zu \-erarbeitenden Senkniete von erheblicher Bedeutung i;t, ein sehr sauberes Arbeitsergebnis ohne jede-, Verzielwn der zu verl)indt#»de» sehr dünnen und sehr empfindlichen Leichtnict.-tllliIcclie erzielt: @iiit':icrdem ermöglicht e5 die Verwendung eines Nietwerkstolles, der gegenüber dein Werkstoff der zu verbindenden Bleche erheblich weicher ist. Trotz dieser Weichheit de#r Nictc werden mit dem \"crfalit-cii nach der Erfindung vollkommen glatte Lochränder in den zu verbindenden harten Blechen erreicht.
  • Zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung dient zweckmäßig ein Nietic-crkzeug, dessen Schlagstempel einen größeren Energicülierschuß besitzt und der z. B. mittels i wies Bundes, der auf die Führungshülse für den Niet aufschlägt, in dem Augenblick zum Stillstand gebracht wird, in dem der Niet die für die Schließkopfbildung erforderliche Lage erreicht hat. Statt der erwähnten Matrize kann malt auch einen Gegenhalter verwenden, der zweckmäC;ig keine Bohrung besitzt; denn es wäre bei schlechter Zugänglichkeit der Nietstelle schwierig, diese Bohrung bei der Nieteinführung von außen genau zu treffen. Der Gegenhalter, der als Matrize dienen soll, muß also auf andere Weise nachgiebig sein, und zwar kann man ihn aus einer plastischen Masse herstellen, z. B. weichem Metall, Hartgummi, Holz oder auch aus Säckchen, die finit Sand, Metallkörnern u. dgl. gefüllt sind. Die Säckchen können aus Leder, Gummi, Stoff o. dgl. hergestellt sein. Solche Gegenhalter haben den Vorteil, daß sie dem das Blech durchstanzenden Nietschaft nur wenig Widerstand entgegensetzen, weil die Körner gegeneinander eine Art rollende Reibung haben und daher nach der Seite ausweichen können. Eine vorzeitige Verformung des Nietschaftes wird also verhindert, der Widerstand ist aber :doch so groß, daß die Geschwindigkeit des Nietes plötzlich abgebremst wird, wenn der .breitere Nietkopf auf das Blech aufschlägt bzw. der Senkkopf am ganzen Umfang das Blech eingedrückt hat.
  • Bei Venaendung .eines G:egenlialters, der beispielsweise aus Blei besteht, kann das Nietverfahren nach der Erfindung noch dahin ausgedehnt werden, daß man die Gescliwindigkcitsenergie des Nietwerkzeuges und des Nietes nicht nur zum Durchstanzen, sondern im gleichen Arlicitsgangc außerdem noch zur Bildung des Schließlzopfes ausnutzt, d. h. das Niet durchstößt die zu verbindenden Bleche und prallt dabei so auf die Masse des Gegenhalters, daß sich der Nietschaft zum Schließl:opf verformt. Wesentlich zweckmäßiger ist aber die Trennung des Stanzvorganges voll der Scbließkopfbildung, und zwar so, daß die Einführung des Nietes, d. h. das Durchstanzen, unter Verwendung eines körnigen Geben. Falters, die Schfießkopfbildung aber mit einem festen Gegenhalter erfolgt. Dazu kann ein Werkzeulrenutzt werden, das z. B. auf der einen Seite ein Sandsäckchen, auf der anderen einen Eisenkörper trägt.
  • Das :Nietverfahren nach der Erfindung umfaßt noch weitere Nietmöglichkeiten, undzwar mittels der bekannten Sprengniete. Die Bildu»g des Scliließkopfcf s erfolgt durch Sprengung einer iin Nietschaft befindlichen Sprengladung. Der Schlagstempel zum Durchstanzen der Bleche kann zugleich zum Sprengen benutzt werden oder man verwendet einen besonderen Schlagstift und ein Sprengwerkzeug.
  • Zur Erklärung des Gegenstandes der Erfindung sind in der Zeichnung die für eine Senknietung zweier dmnier Bleche erforderlichen Werkzeuge und die einzelnen Stufen des Verfahrens dargestellt. Abb. i zeigt das Einführen des Nietes, Abb. z die Stellung nach dem Einführen und Durchstanzen, die Abb. za vergleichsweise die entsprechende Stellung bei der bisherigen Senknietung, Abb.3 den Beginn der Schließkopfbildung und Abb. ¢ die fertige Nietverbindung.
  • Die beiden Bleche a und b werden zwischen eine Führungshülse c und eine Matrize d gepreßt. Die Pressung wird erzielt durch einen Gelenkbügel, der die Teile c und d verbindet und unmittelbar vor dein Einführen des Nietes schon zusammengedrückt wird. Der Niet wird durch den Stempel/ mit sehr großer Geschwindigkeit gegen die beiden Bleche geschleudert. Infolge der außerordentlich großen Beschleunigung, die der Niete dabei erfährt, kann er nicht umkippen sondern legt sich mit seiner ebenen Kopffläche an die Stirnfläche des Stempels/ an. Der Nietschaft treibt dann die beiden Bleche a und b in die Senkform der Matrize und durchschlägt sie gleichzeitig. Die Matrize d fängt den Niete auf und vernichtet die gegebenenfalls noch übrigbleibende Geschwindigkeitsnergie. Die Blechverbindung hat dann die Form nach Abb.2. Bei Versuchen hat sich herausgestellt, daß beim erfindungsgemäßen Verfahren zwischen Blech und Niet eine sehrgute Anlage an jeder Stelle erzielt wird, während bei den Senknietungen bisheriger Art, bei denen zuerst das Nietloch gebohrt wird, zwischen dem Niet und dem Ras@d des Nietloches-Zwischenräume übrigbleiben (Abb.2a). Die Verbindung nach Abb. a wird nun «,ieder zwischen zwei Werkzeuge, und zwar zwischen einen Gegenhalter g und eine Preßhülse lz gelegt. Mittels des Döppers i eines Nietwerkzeuges wird dann der Schließkopf des Nietes gebildet.
  • Der Gegenstand der'Erfindung ist nicht an die dargestellte Form und Zahl der Werkzeuge und Hilfsteile gebunden, ebensowenig, wie an die Niet- und Blechform. Die beiden Hilfsteile d. und lt wird man zweckmäßig aus einem Stück machen, und zwar kann man die beiden verschiedenen Bohrungen nebeneinander anordnen oder beispielsweise in die Bohrung des Teils h eine Buchse einsetzen, die eine Innenbohrung wie der Teil d aufweist. Außerdem kann an Stelle des Gegenhalters g das obere Werkzeug nach Abb-: i, das aus dem Stempel/ und der Hülse c besteht, als Gegenhalber verwendet werden; nur muß in diesem Falle der Stempel/ Birne Nenügend große Masse. bilden, oder mit den übrigen Teilen des Werkzeuges, z. B. der Hülsec und dem Einführungswerkzeug im Augenblick des Betens fest verbunden sein. Der Bund am Stempel/ hat den Zweck, die kinetische Energie des Stempels zu vernichten, die sonst die Bleche zerquetschen könnte. Die Länge des Stempels/ und der Hülse c sind also gleich groß. Das Werkzeug, das dem Stempel/ die Geschwindigkeit erteilt, ist nicht dargestellt. Zweckmäßig sind Stein-pell und Hülse c Bestandteile des Werkzeuges, das z. B. ähnlich einem Drucklufthammer ausgeführt ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Senknieten dünner Bleche, insbesondere im Flugzeugbau, dadurch gekennzeichnet, daß die zu vernietenden ungelochten Bleche zwischen einer eine Führung für den Nietstempel enthaltenden Backe und einem mit einer Senkform versehenen Körper allseitig fest eingespannt und von dem Niet in die Senkform getrieben und von diesem gelocht werden, während der Schließkopf im gleichen oder in einem anschließenden Arbeitsgang gebildet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Sprengnietes, bei dem die Schließkopfbildung nach dem Einziehen des Nietes durch Zündung einer im Nietschaft angeordneten Sprengladung erfolgt.
DEH146451D 1936-02-04 1936-02-04 Verfahren zum Senknieten duenner Bleche, insbesondere im Flugzeugbau Expired DE716430C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1294333B (de) * 1964-07-18 1969-05-08 Karl Haupt Fa Hohlnietverbindung von Werkzeug- oder Messerklinge und vorgebohrtem Griffteil
US3672553A (en) * 1966-06-15 1972-06-27 Doering Erich Apparatus to produce a riveted connection
DE2546214A1 (de) * 1975-10-15 1977-04-28 Furma Mfg Co Pty Ltd Verfahren und vorrichtung zum vernieten
EP1078701A3 (de) * 1999-08-27 2002-01-02 Audi Ag Verfahren zur Herstellung einer Nietverbindung
EP2638987A1 (de) * 2012-03-16 2013-09-18 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Verfahren und Vorrichtung zum Fügen von Fügepartnern durch einen Stanzniet

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