DE704007C - Anwaermeeinrichtung fuer Heizoelbunker in Schiffen - Google Patents
Anwaermeeinrichtung fuer Heizoelbunker in SchiffenInfo
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Description
Bei der bekannten Anordnung der Heizrohre in den Ölbunkern der Schiffe, die
zum Erwärmen des Heizöles für die Kesselanlagen dienen, als endlose Schlangen in
Längsrichtung des Schiffes stehen die Rohre mehr oder weniger voll Kondenswasser, so
daß der Wirkungsgrad der Heizanlage ein sehr schlechter ist. Das Heizöl ist meist in
den Doppelböden der Schiffe untergebracht, lagert aber auch in Seitenbunkern und in
Bunkern im Vor- und Hinterschiff. Die bei den bekannten Anwärmanlagen verwendeten
Kondenswasserableiter liegen in allen Fällen
- höher als die Heizrohre, so daß das Kondensat
eine mehr oder weniger große Förderhöhe überwinden muß. Nur bei gänzlich geöffneter
Durchströmöffnung des Kondenswasserableiters ist aber die. Dampfgeschwindigkeit genügend
groß, um das Kondensat zum Teil zu entfernen. Damit ist indessen ein hoher Dampfverbrauch verbunden. Beim Verwenden
von Kondenswasserableitern füllen sich ferner bei waagerechter Lage oder geringer
Schräglage die Schlangen mehr oder weniger mit Kondenswasser, wodurch der Wirkungsgrad
der Heizeinrichtung wesentlich geringer wird. Das Heizen mit Hilfe von endlosen
Heizrohrschlangen. bietet aber auch noch einige andere praktische Nachteile. Bei größeren
Heizölbunkern müssen die endlosen Schlangen durch die vollen Querspanten geführt
und über die normalen Querspanten hinweggeführt werden. Hieraus ergibt sich ein unerwünschtes Schwächen der Querspanten
und das Bilden von Wassersäcken, aus denen das Kondensat nur durch einen besonders
starken Dampf strom entfernt werden kann, der beim Verwenden von Kondenswasserableitern
nicht vorhanden ist. Infolgedessen sind diese Stellen im Rohrsystem ständig mit Wasser gefüllt und geben nur wenig
Wärme ab.
Bei großen Heizölbunkern, die durch volle Quer- und Längsspanten mit Öffnungen in
halber Höhe in Unterabteilungen geteilt sind, muß das Heizöl von der einen zur anderen
Unterabteilung durch kleine, an der Außenhaut liegende Öffnungen in den Spanten zum
Saugerohr hindurchfließen. Dickflüssiges Heizöl wird nur durch gute, nahe der Außenhaut
liegende Heizung so leichtflüssig, daß es auch bei 40 Wassertemperatur durch die
Öffnungen der Spanten fließt. Die Heizrohre müssen daher im Abstande von etwa 100 mm
von der Außenhaut verlegt werden. Hierdurch tritt bei Ouerspanten, die höher sind
als ιoo mm, vermindert um den halben Rohrdurchmesser,
durch das Durchführen der Rohrschlangen ein Schwächen der Spanten ein, oder es bilden sich beim Überbrücken der
Spanten die unerwünschten Wassersäcke.
Gemäß der Erfindung kommt das Verlegen der Heizrohre als endlose Schlangen in Fortfall.
Es werden, wenn es sich um größere Bunker der vorgenannten Art handelt, in ίο Längsrichtung des Schiffes Dampfrohre in
geringer Entfernung von der Außenhaut und von den vollen Längsspanten mit geringem
Fall zur Saugrohröffnung hin durch die ohnehin in den Querspanten für den Durchfluß
des Heizöles vorhandenen Löcher geführt. Diese Rohre sind durch Querrohre miteinander
verbunden. Die Querrohre werden etwas höher als Oberkante der Längsrohre verlegt, wodurch das Kondensat aus den
Ouerrohren in die Längsrohre fließt, sich an ihren tiefsten Stellen sammelt und durch den
Dampfdruck in ein senkrecht in das Längsrohr eingeführtes Abführungsrohr für das
Kondenswasser gedrückt wird. Für einen von zwei vollen Längsspanten gebildeten Teilbunker mit Boden von geringer
Schräglage werden zwei Hauptlängsrohre in den vorhandenen Durchflußlöchern für das
Heizöl angeordnet. Diese Löcher befinden sich in den Ecken des Ouerspantenfeldes. Die
um den Querschnitt des Heizrohres erforderlich werdende Vergrößerung des Querschnittes
der Durchflußöffnung bedeutet praktisch kein Schwächen des Ouerspantes gegenüber
jener, die durch die für eine endlose Rohrschlange erforderlichen, über das Querspant
gleichmäßig verteilten Löcher eintritt.
Für Bunker, deren unter etwa 20 ° zur Wasserlinie liegender Boden mit der Seitenwand
einen mehr oder weniger spitzen Winkel bildet, wird nur ein Hauptheizrohr in den
Durchflußöffnungen der Querspanten angeordnet. Die schräg nach oben verlaufenden
Querrohre haben nur einen Anschluß an das Hauptrohr, während das andere Ende abgeschlossen
ist.
Durch die vorbeschriebenen Anordnungen der · Hauptheizrohre oder Dampfverteilungsrohre
wird erreicht, daß bei Schräglagen des Schiffes bis zu 20 ° ein Ansammeln von Kondenswasser
oder das Bilden von Wassersäcken in den Rohren ausgeschlossen ist. In den Heizrohren steht also nur Dampf, wodurch
der bestmögliche Wirkungsgrad derHeizungsanlage erreicht ist.
Mit dem senkrechten Einführen des Rohres zum Abführen des Kondenswasser bis nahezu
auf die Unterkante des Längsrohres wird als neue Wirkung erreicht, daß das Kondensat
allein durch den Dampfdruck bis auf die geringe Menge, die zwischen Öffnung des Kondenswasserabführungsrohres und Längsrohr
stehenbleibt, aus der Heizölanwärmeinrichtung gedrückt wird und sein Entfernen nicht mehr von der Dampfgeschwindigkeit abhängt.
Damit ist erreicht, daß das Kondenswasser auch bei eingeschaltetem Kondenswasserableiter
aus der Anwärmeinrichtung entfernt wird. Weiter wird durch die neue Anordnung der Rohre als neue Wirkung erreicht,
daß das Kondenswasser sich an einer tiefsten Stelle sammelt und überhaupt nicht mehr in den einzelnen Rohren stehenbleiben
kann.
Bei der Anordnung der Rohre gemäß der Erfindung werden alle Verschraubungen in
den Heizrohrsträngen vermieden. Alle Schweißstellen kommen nach oben zu liegen und können bei etwaigen Undichtigkeiten
jederzeit ohne Schwierigkeit nachgeschweißt werden.
Für große Heizölbunker mit flach oder in geringer Neigung liegendem, durch Längsspanten
versteiftem Boden (Außenhaut), die bei größeren Schiffen höher sind als etwa 100 mm, ist eine Sonderausführung der Erfindung
vorgesehen. Die Heizwirkung der quer zu den Längsspanten oder den Querspanten verlegten Heizrohre kann nur bis auf
etwa 100 mm nach unten dringen, so daß das öl bei etwa 200 mm hohen oder höheren
Längsspanten, über die die Heizrohre geführt werden mußten, in einer Bodenschicht von
etwa 100 mm oder mehr Höhe dickflüssig bleibt und nicht nach dem Saugerohr abfließen
kann. Die Menge des in diesen Räumen stehenden Heizöles macht mit etwa 5 bis 8°/0
des Bunkerinhaltes einen zu großen Betrag aus, der nicht ungenutzt stehenbleiben darf.
Die Ausdehnung der Heizung auf diese Zwi- '°°
schenräume würde ein unerwünschtes Schwächen der Querspanten bedeuten. Um trotzdem
die Räume bis herunter zur Außenhaut bis zur Dünnflüssigkeit zu erwärmen, ist für
solche Fälle außer den Heizrohren noch ein «05 Rührwerk angeordnet. Bei sehr hohen Längsspanten
mußten bei den quer zu ihnen verlegten Heizrohren diese zu weit voneinander angeordnet werden, so daß der Heizeffekt dadurch
herabgemindert wird. Um das zu vermeiden, werden in diesen Fällen die Heizrohre in Längsrichtung des Schiffes verlegt
und das Dampfverteilungs- und das Kondensatsammelrohr quer zur Schiffsmitte.
Die Zeichnungen zeigen in den Fig. 1 bis 8 schematisch beispielsweise Ausführungsformen.
In Fig. ι und 2 ist im Querschnitt und waagerechten Längsschnitt eine ölanwärmanlage
für einen im Vorderteil des Schiffes iao
angeordneten Heizölbunker mit annähernd flachem Kiel und spitzwinklig ansetzenden
Seitenwänden dargestellt. Der Bunker ist durch ein mittleres Längsschott oder -spant c
in die beiden Bunkerabteilungen a, b unterteilt. In beiden Abteilungen ist an der tiefsten
Stelle in den Durchflußöffnungen ο der Querspanten e je ein Längsrohr d angeordnet.
Mit diesen Längsrohren sind die nach unten geneigten oder zu den Schiffsseiten" aufsteigenden,
an den Außenenden geschlossenen Heizrohre / verbunden, vorzugsweise durch
Einschweißen. Der Heizdampf wird durch je ein Rohrg den Rohren ei zugeführt und
durch diese auf die Heizrohre f verteilt. Das Kondensat fließt aus den Rohren / in die
Rohre d zurück und wird aus diesen durch den eintretenden Dampf durch je ein zur tiefsten
Stelle der Rohre d geführtes senkrecht aufsteigendes Kondensatabführungsrohr h hindurch
nach außen gedrückt. Diese Anordnung ist in größerem Maßstabe in Fig. 3 im Aufriß
und in Fig. 4 im Grundriß gezeigt. Die Rohre d sind zweckmäßig zur Kondensatableitungsstelle
hin etwas geneigt angeordnet. Mit i sind die Ölabsaugrohre angedeutet. Die Fig. 5 bis 8 stellen die Anordnung für
große Heizölbunker dar, die durch volle Quer- und Längsspanten mit Öffnungen in halber
Höhe unterteilt sind. Im waagerechten Längsschnitt (Fig. 5) zeigt die linke Hälfte Bunker
mit und die rechte Hälfte Bunker ohne Rührvorrichtung. Die Teile, die den in der Aus-.
führungsform nach Fig. 1 bis 4 verwendeten entsprechen, haben die gleichen Bezugszeichen.
Die rechtsseitige Anordnung ohne Rührwerk ist in größerem Maßstabe in Fig. 7 im
Querschnitt und in Fig. 8 im senkrechten Längsschnitt gezeigt.
Wie ersichtlich, sind durch die in der Nähe der Außenhaut und der Längsspanten angeordneten
unteren Öffnungen ο in den vollen und versteiften Querspanten und deren Eckverbindungen
die Längsrohre d angeordnet, die durch die über ihre Oberkante liegenden
geneigten, gerade oder in Windungen verlaufenden Querrohre/ miteinander verbunden
' sind. Der Dampf wird in diesem Falle beispielsweise von einer geeigneten Stelle aus
gleichzeitig den Rohrsystemen von zwei aneinander grenzenden Teilbunkern zugeleitet.
Hierzu dient z. B. die in den einen Teilbunker senkrecht eingeführte Dampf leitung g, die
außer mit dem einen Längsrohr d dieses Bunkers gleichzeitig durch eine Abzweigung k,
die durch eine Öffnung des die beiden Teilbunker trennenden Lärigsspants c hindurchgeführt
ist, mit dem angrenzenden Längsrohr d des danebenliegenden Teilbunkers verbunden
ist. An jedes Längsrohr ist ferner eine nach oben führende Kondensatableitung h
angeschlossen.
Die linksseitige Hälfte von Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform mit Rührwerken. Fig. 6 ist
ein im Maßstab vergrößerter Querschnitt durch diese Hälfte. Bei dieser Anordnung
verlaufen die Heizrohre f längs durch die Bunker hindurch, wobei sie, wie aus Fig. 6
ersichtlich, über die normalen niedrigen Querspanten hinweggeführt sind und die vollen
Ouerspanten durchdringen, die dadurch keine praktisch wesentliche Schwächung erleiden.
An ihren in den letzten Bunkerabteilungen liegenden beiden Enden sind die Rohre/ durch
Querleitungen miteinander verbunden, von denen die längere Verbindungsleitung m am 7^
einen Ende zur Dampfzuführung und die kürzere η am andern Ende zur Kondensatableitung
dient. Sie ist gemäß Fig. 3 und 4 ausgebildet. Das Rührwerk kann in jeder geeigneten
Bauart ausgeführt sein. Es besteht beispielsweise aus einer Anzahl in geeigneter
Weise auf die Bunkerabteilungen verteilter Querwellen p mit Rührarmen q, die in beliebiger
Übersetzung durch in den Bunkern längs angeordnete und durch die mittleren Querspantöffnungen
t geführte Zwischenwellen r angetrieben werden. Sie erhalten ihre Bewegung
durch eine auf beliebige Weise angetriebene, nach oben geführte. Hauptwelle s.
Claims (2)
- Patentanspköche:i. Anwärmeeinrichtung für Heizölbunker in Schiffen, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Bunkern angeordneten Dampfverteilungsrohre (d, in) mit einzelnen senkrecht an sie anschließenden Heizrohren (f) und Steigeleitungen Qi) versehen sind, wobei die Mündungen der Steigerohre (/1) zwecks Entfernens des Kondensats durch den Druck des durch die Rohre (d) strömenden Dampfes fast bis auf die innenunterkante der Dampfverteilungsrohre (d) reichen.
- 2. Anwärmeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neben einem die Bunker unterteilenden Längsschott oder -spant (c) in den Öldurchflußöffnungen (o) der Querspanten je ein Datnpfverteilungsrohr (d) angeordnet ist, von dem an den Außenenden geschlossene Heizrohre (/) schräg aufwärts gerichtet ausgehen und in das in der Nähe der Dampfzuleitungsstelle (g) ein bis fast auf die Innenunterkante der Dampf verteilungsrohre reichendes Kondensatableitungsrohr Qi) eingeführt ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938D0079083 DE704007C (de) | 1938-10-19 | 1938-10-19 | Anwaermeeinrichtung fuer Heizoelbunker in Schiffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938D0079083 DE704007C (de) | 1938-10-19 | 1938-10-19 | Anwaermeeinrichtung fuer Heizoelbunker in Schiffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE704007C true DE704007C (de) | 1941-03-21 |
Family
ID=7062900
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938D0079083 Expired DE704007C (de) | 1938-10-19 | 1938-10-19 | Anwaermeeinrichtung fuer Heizoelbunker in Schiffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE704007C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2858114A (en) * | 1953-12-17 | 1958-10-28 | Green & Son Ltd | Heating means for liquid storage tanks |
-
1938
- 1938-10-19 DE DE1938D0079083 patent/DE704007C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2858114A (en) * | 1953-12-17 | 1958-10-28 | Green & Son Ltd | Heating means for liquid storage tanks |
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