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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
Erfindung ist auf Verbesserungen des Verfahrens der Partialoxidation
von kohlenwasserstoffhaltigen Beschickungsmaterialien zum Herstellen
von Synthesegas- oder
Syngasmischungen ausgerichtet, die H2, CO
und andere gasförmige
Materialien umfassen. Insbesondere betreffen die Verbesserungen
die Gewinnung von unreagiertem Kohlenstoff und die Temperaturreduzierung
des Vergasungsreaktors, der zum Herstellen des Syngases verwendet
wird, wobei ein kohlenwasserstoffhaltiges Beschickungsmaterial in
Mischung mit einer Dispersion von rückgeführtem Kohlenstoffruß in ein
Vergasungssystem, insbesondere ein ölgespeistes Vergasungssystem,
eingeführt
wird.
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ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
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Die
Herstellung von Syngas aus kohlenwasserstoffhaltigen Beschickungsmaterialien
erfordert den Zusatz von Sauerstoff zum Syngasreaktor, der auch
als Syngasgenerator oder Vergaser bekannt ist. Derartige Verfahren
erfordern auch den Zusatz eines Moderators wie CO2,
Dampf oder Wasser, um die Reaktortemperatur innerhalb zulässiger Grenzen
zu halten, die durch die Wirtschaftlichkeit des Betriebs und die
Grenzen der feuerfesten Konstruktionsmaterialien des Reaktors gesetzt
sind.
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Ein
Problem, das mit dem Partialoxidationsvergasungsverfahren in Verbindung gebracht
wird, ist das Vorliegen von unreagiertem oder nicht umgewandeltem
Kohlenstoff, meist in Form von Ruß, in dem Syngasrohprodukt.
Mehrere Techniken können zum
Entfernen des Rußes
verwendet werden, wobei die am häufigsten
verwendete das Waschen des Syngasprodukts mit Wasser in einem Wäscher ist, wo
der mitgerissene Kohlenstoff in das Waschwasser übertragen und ein gewaschenes,
rußfreies
Syngas hergestellt wird.
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Das
rußhaltige
Wasser kann unter Anwendung von Erdölnaphtha zum Extrahieren des
Kohlenstoffs aus der Wasserphase noch weiter verarbeitet werden.
Der Ruß kann
dann mit einem Schweröl
aus dem Erdölnaphtha
extrahiert werden. Das Schweröl enthält dann
im Wesentlichen den gesamten mitgerissenen Köhlenstoff und kann als Beschickungsmaterial
für den
Partialoxidationsreaktor verwendet werden, wobei der Energiewert
des Kohlenstoffs ausgenutzt wird. Benzol kann ebenfalls als Alternative
zu Naphtha als Extraktionsmittel für den Kohlenstoff verwendet
werden. Nach dem Abtrennen des Kohlenstoffs mit dem Benzol vom Wasser,
wird das Benzol ausgetrieben und zur Wiederverwendung gewonnen.
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Eine
andere Technik, die zum Entfernen des unreagierten oder nicht umgewandelten
Kohlenstoffs verwendet wird, besteht aus dem Filtrieren des Waschwassers
und Wiedergewinnen des Kohlenstoff-Filterkuchens zum weiteren Verarbeiten.
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Die
an McCallister vergebene US-Patentschrift Nr. 3,979,188 offenbart
eine Methode zum Konzentrieren der Wasser-Kohlenstoff-Aufschlämmung aus
dem Waschschritt des gasförmigen
Ausflusses aus dem Reaktor auf ca. 5 bis 7 Prozent Kohlenstoff,
Mischen der konzentrierten Aufschlämmung mit einem Heizöl und Rückführen der
Kohlenstoff/Öl/Wassermischung
ohne Verdampfen in den Partialoxidationsreaktor als Ersatz für den im
Allgemeinen verwendeten überhitzten
Hochdruckdampfmoderator.
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Die
an Marion vergebene US-Patentschrift Nr. 4,699,631 offenbart ebenfalls
eine Methode für das
Konzentrieren einer wässrigen
Dispersion von Ruß unter
Bildung einer pumpbaren Ruß-Wasser-Dispersion
von ca. 0,55 bis 4,0 Gewichtsprozent Kohlenstoffruß und Rückführen der
Ruß-Wasser-Dispersion
zur Gaseinspeisung in den Partialoxidationsvergaser.
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Das
an Shell International Research vergebene Britische Patent Nr. 1,321,069
offenbart die Entfernung von Kohlenstoffruß durch Agglomerieren der Rußteilchen
mit einem Kohlenwasserstofföl
als Hilfsmittel. Die Verwendung einer Hilfssubstanz, die die Rußteilchen
hydrophob und oleophil macht, wird ebenfalls offenbart. Nachdem
die agglomerierten Teilchen gebildet worden sind, werden sie auf
physikalischem Weg mit Hilfe eines Siebs entfernt, zum Entfernen
von restlichem Wasser getrocknet und schließlich als Reaktant in den Vergaser
rückgeführt.
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Die
an Tippmer vergebene US-Patentschrift Nr. 4,289,647 offenbart eine
Methode zum Gewinnen von Kohlenstoff aus dem Ausströmgas aus
einer Vergasungsreaktion. Das Gas wird mit Wasser abgeschreckt,
um den nicht verbrannten Kohlenstoff und die nicht verbrannte Asche
zu trennen und die Hitze des Ausströmgases wird zum Herstellen
von Dampf verwendet. Das Waschwasser wird dann dekantiert, um es
in klares Wasser, kohlenstoffhaltiges Wasser und Aschenschlamm aufzutrennen.
Das kohlenstoffhaltige Wasser wird zum Herstellen von Dampf verwendet,
um die Umwandlung des Aschenöls
während
der Vergasungsreaktion unter Kontrolle zu halten.
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Partialoxidationsvergaser
arbeiten gewöhnlich
bei hohen Umwandlungsraten zum Minimieren der Rußbildung. Eine starke Rußbildung
ist aufgrund unbeständiger
Rußsuspensionen
und einer erhöhten Viskosität des Schüttguts unerwünscht. Eine
stärkere Rußbildung
bedeutet eine geringere Kaltgaseffizienz, es sei denn, der Heizwert
des Rußes
wird wiedergewonnen.
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Die
Menge Wasser, die zum Waschen des Rußes verwendet werden kann,
ist auf diejenige begrenzt, die benötigt wird, um als Moderator
im Partialoxidationsvergaser, wie durch eine Wärmebilanz bestimmt, zu funktionieren.
Die Menge Ruß,
die gebildet wird, wird durch das Verhältnis von Kohlenstoff:Sauerstoff
bestimmt. So kann die Menge Wasser nicht geändert werden, um eine übermäßige Rußansammlung
zu verhindern. Ein Gegenstand dieser Erfindung besteht darin, die
Wasser- und Rußströme zu trennen,
um eine Änderung
der Menge an Abschreckwasser, die zum Waschen des Rußes verwendet
wird, zu gestatten. Der Ruß kann
durch Rückführen des
Abschreckwassers zum Abschreckring der Abschreckzone konzentriert
werden.
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Idealerweise
könnte
der Vergaser bei niedrigeren Syngasumwandlungsraten betrieben werden, während eine
geringe Viskosität
in der Mischung von Ruß/Wasser
beibehalten wird.
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Im
Partialoxidationsvergasungsvorgang verlässt das rohe Prozessgas die
Reaktionszone des Vergasers bei einer Temperatur im Bereich von 926,7°C bis 1926,7°C (ca. 1700°F bis ca.
3500°F),
typischerweise von 1093,3°C
bis 1537,8°C
(ca. 2000°F bis
ca. 2800°F)
und bei einem Druck von 1380 bis 17.200 kPa (ca. 200 psia bis ca.
2500 psia), typischerweise von 4830 bis 10.300 kPa (ca. 700 psia
bis ca. 1500 psia). Teilchenförmiger
Kohlenstoff liegt im Bereich von Null bis ca. 20 Gewichtsprozent,
auf die Menge Kohlenstoff in der Originaleinspeisung bezogen, vor.
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Die
an Robin et al. vergebene US-Patentschrift Nr. 4,021,366 offenbart,
dass es wünschenswert
ist, die Konzentration an teilchenförmigem Kohlenstoff im Abschreckwasser
im Bereich von Null bis ca.
Gewichtsprozent, wünschenswerterweise
unter 1,5 Gewichtsprozent, zu halten.
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Der
Strom von heißem,
rohem Ausströmsyngas,
der die Reaktionszone des Partialoxidationsvergasers verlässt, trägt im Wesentlichen
den gesamten teilchenförmigen
Kohlenstoffruß,
der in der Reaktionszone des Vergasers gebildet wird, mit sich.
Der Strom von heißem,
rohem Ausströmsyngas
wird in eine Abschreckzone oder eine Kammer eingeführt, die
unter der Reaktionszone des Vergasers gelegen ist. Der turbulente
Zustand der Abschreckzone, der durch große Volumen Syngas, die durch
das darin vorliegende Abschreckwasser blasenförmig hindurchgehen, verursacht
wird, trägt
dazu bei, den Hauptteil des Rußes
aus dem Syngas herauszuwaschen oder zu entfernen. Die Abschreckkammer
bildet Mengen an Ruß,
die mit Wasser gemischt sind.
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Bei
einigen Vergasungsvorgängen
ist ein Moderator in Form von Dampf, Wasser oder einem anderen Material,
wie Kohlendioxid, bei Öleinspeisungen
erforderlich. Wird Dampf verwendet, so wird im Allgemeinen weniger
Sauerstoff benötigt
und es ist eine höhere
Kaltgaseffizienz möglich.
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Wird
Wasser als Moderator im Vergaser verwendet, so können während der Partialoxidationsvergasungsreaktion
gebildeter Ruß und
Wasser zum Vergaser rückgeführt werden,
wobei die Notwendigkeit des Abblasens des Rußfilterkuchens oder einer Kohlenstoffextraktionseinheit
minimiert oder eliminiert wird.
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Diese
Erfindung kombiniert die Vorteile von Dampf- und Wassermoderatoren
durch Rückführen von
Ruß und
Wasser in die Öleinspeisung.
Das Wasser wird dann durch Verdampfen bei hohem Druck entfernt.
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Die
einfache Entsorgung von Filterkuchen aus der Filtration von Abschreckwasser
stellt für
die Umwelt viele Schwierigkeiten dar. Diese Erfindung bietet eine
neuartige Methode für
das Verwenden des Rußfilterkuchens
durch Rückführen desselben
zum Vergaser zur Verwendung als Reaktant.
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KURZDARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bietet eine Methode für die Wiedergewinnung von elementarem
Kohlenstoff oder Ruß,
der während
der Partialoxidationsreaktion eines kohlenwasserstoffhaltigen Brennstoffs und
Sauerstoff erzeugt wird. Es wird ein Austrittstrom von rohem Synthesegas
oder Syngas mit mitgerissenem Kohlenstoffruß während der Partialoxidationsreaktion
erzeugt. Der Austrittstrom wird mit Wasser unter Bildung eines Stroms
von rußfreiem
Syngas und eines mit Ruß verschmutztem
Wasserstroms gewaschen. Der Ruß wird
vom Wasser im Allgemeinen durch Filtrieren oder andere entsprechende
Mittel unter Bildung eines Filterkuchens entfernt. Der größte Teil
des Filterkuchens oder der gesamte Filterkuchen wird zum Vergaser
rückgeführt, um
als Reaktant zu dienen.
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BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
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1 ist
eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Erfindungsgemäß wird der
Austrittstrom von rohem Syngas, der geringe Mengen von mitgerissenem
Kohlenstoffruß und
geringe Mengen von mitgerissener Mineralasche enthält, mit
Wasser gewaschen. Ein reiner Syngasstrom und ein gewaschener Wasserstrom,
der Kohlenstoffruß und
Mineralasche enthält,
werden erzeugt.
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Der
Strom von Waschwasser wird zum Entfernen eines Großteils des
Kohlenstoffrußes
in Form eines Filterkuchens filtriert. Typischerweise enthält der Filterkuchen
ca. 50 bis 85 Gew.-% Wasser, ca. 15 bis 50 Gew.-% Kohlenstoffruß und ca.
2 bis 20 Gew.-% Mineralasche.
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Der
Großteil
des oder der gesamte nasse Filterkuchen wird mit einem Öleinspeisungsseitenstrom zum
Vergaser bei erhöhtem
Druck in Kontakt gebracht. Im Wesentlichen das gesamte Wasser aus dem
Filterkuchen wird unter Bildung von Dampf verdampft und der Verbrennungszone
des Vergasers zugeführt,
wo es als Temperaturmoderator dient. Der Kohlenstoffruß und die
Mineralasche werden Teil des Ölseitenstroms
unter Bildung einer Öl/Ruß/Aschemischung,
die dann mit der primären Öleinspeisung kombiniert
wird, die in die Reaktionszone des Vergasers eingeführt wird.
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Diese
Erfindung ermöglicht
es, den Kohlenstoffruß im
Vergaser vollständig
zu verbrennen und führt
zu einer Erhöhung
der Gesamteffizienz des Vorgangs. Sie minimiert oder eliminiert
auch die Notwendigkeit einer Entsorgung von festem Filterkuchenabfall,
wodurch die damit verbundenen Umweltbedenken und Betriebskosten
eliminiert oder wesentlich reduziert werden.
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Das
erfindungsgemäße Betriebssystem
enthält
mindestens einen Schließtrichter
oder entsprechenden Apparat und kann auch zwei oder mehr Schließtrichter
umfassen, die parallel arbeiten, sowie ein gemeinsames Ausstoßgefäß, eine
gemeinsame Umlaufpumpe und einen gemeinsamen wärmeaustauscher.
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Mit
Bezug auf 1 tritt ein nasser Kohlenstoffruß-Filterkuchen 2,
der gewöhnlich
aus der Filtrierung von Syngaswaschwasser erhalten wird, in einen
Aufnahmebehälter 10 bei
Raumbedingungen ein.
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Der
Filterkuchen 2 kann in Filterkuchenanteile 4 und 6 aufgeteilt
werden. Der Filterkuchenanteil 4 kann zur Feststoffabfallentsorgung
(nicht gezeigt) umgeleitet werden, um die Ansammlung von Mineralasche
im System unter Kontrolle zu halten. Der Filterkuchenanteil 4 umfasst
im Allgemeinen bis zu ca. 20 Gew.-% des gesamten Filterkuchens,
der verarbeitet wird.
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Der
Filterkuchenanteil 6 kann zum einen oder zu mehreren Schließtrichter(n)
geleitet werden; die parallel (nicht gezeigt) zum Schließtrichter 14 arbeiten.
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Nasser
Filterkuchen 8 verlässt
den Aufnahmebehälter 10 und
tritt unter einer inerten Atmosphäre, bevorzugt Stickstoff, durch
das offene Ventil 12 in den Schließtrichter 14 ein.
Der Eingang zum Schließtrichter 14 ist
von den Ventilen 16, 18, 20 und 22 umgeben,
die sich während
des Einführens
des nassen Filterkuchens 8 durch das Ventil 12 in
geschlossener Stellung befinden.
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Wenn
der nasse Filterkuchen ca. 10 % bis ca. 50 % des Gesamtvolumens
des Schließtrichter 14 einnimmt,
wird das Ventil 12 geschlossen und der Schließtrichter 14 unter
einen Druck von 689 bis 2070 kPa (ca. 100 psi bis ca. 300 psi) über dem
Arbeitsdruck des Partialoxidationsvergasers gesetzt.
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Die
Ventile 22 und 16 werden dann geöffnet und
der Öleinspeisestrom 36 tritt
durch das Ventil 22 in den Schließtrichter 14 ein unter
Bildung einer Mischung von nassem Filterkuchen/Öleinspeisung darin. Mit dem
Ansteigen des Ölniveaus
im Schließtrichter 14 wird
Stickstoff durch das Ventil 16 und durch die Leitung 38 verdrängt, die
ein Drucksteuerventil (nicht gezeigt) enthält, und geht durch die Leitung 42 hindurch
und tritt in das Ausstoßgefäß 44 ein.
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Der
Schließtrichter 14 wird
schließlich
vollständig
mit der Mischung von nassem Filterkuchen/Öleinspeisung gefüllt, die
dann durch das Ventil 16 austritt und auf ähnliche
Weise durch die Leitungen 38 und 42 und in das
Ausstoßgefäß 44 strömt.
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Der
Druck stromabwärts
vom Steuerventil in der Leitung 38 wird so eingestellt,
dass ein Teil des Wassers verdampft, so dass es in der Dampfphase bleibt,
bis es in die Reaktionszone des Vergasers zur Verwendung als Temperaturmoderator
eintritt. Je nach den Vergasererfordernissen können das gesamte oder ein Teil
des Wasserdampfs plus irgendwelche begleitende Öldämpfe zum Vergaser geführt werden.
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Die
Mischung von Öl
und Wasserdampf verlässt
das Ausstoßgefäß 44 durch
die Leitungen 46 und 50 und tritt in die Reaktionszone
des Vergasers (nicht gezeigt) ein. Der Öldampf wird bei der Partialoxidationsreaktion
verbraucht und der Wasserdampf trägt zum Reduzieren der Reaktionstemperatur
bei.
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Die
konzentriertere Mischung von nassem Filterkuchen/Öleinspeisung
sammelt sich in dem Ausstoßgefäß 44 an,
bis das Arbeitsniveau erreicht wird, welches dann der Fall ist,
wenn das Ausstoßgefäß 44 ca.
30 % bis ca. 50 %, auf das Volumen bezogen, gefüllt ist.
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Sobald
das angegebene Arbeitsniveau sich im Ausstoßgefäß 44 eingestellt hat,
wird das Schließtrichterventil 18 geöffnet. Die
konzentriertere Mischung von nassem Filterkuchen/Öleinspeisung
geht durch die Leitung 52, die Pumpe 54 und die
Leitung 56 hindurch in den Wärmeaustauscher 58,
wo Wärme
zu der konzentrierteren Mischung von nassem Filterkuchen/Öleinspeisung
zugeführt
wird, die als Strom 60 austritt, die dann in die Ströme 62 und 64 aufgeteilt
werden kann. Der Strom 64 strömt durch das Ventil 18 in
den Schließtrichter 14.
Der Strom 62 tritt in einen anderen parallelen Schließtrichter
(nicht gezeigt) ein.
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In
dem Schließtrichter 14 wird
die konzentriertere Mischung von nassem Filterkuchen/Öleinspeisung 60 mit
dem Öleinspeisungsstrom 36,
der durch das Ventil 22 eintritt, gemischt. Die kombinierte Mischung
von Öleinspeisung
und konzentrierterem nassem Filterkuchen/Öleinspeisung verlässt den Kopf
des Schließtrichters 14 durch
das Ventil 16 und das Drucksteuerventil (nicht gezeigt)
in Leitung 38. Es findet eine Flashverdampfung über das
Drucksteuerventil unter Bildung. eines Dampfstroms von Wasser mit
geringen Mengen Öl
und einer trockeneren Mischung von Filterkuchen/Öleinspeisung statt, die in
das Ausstoßgefäß 44 eintritt
und die in den Leitungen 46 und 52, wie oben schon
beschrieben, getrennt werden.
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Das
Umlaufen des trockeneren Stroms von Filterkuchen/Öleinspeisung 52 aus
dem Ausstoßgefäß 44 zum
Schließtrichter 14 wird
fortgesetzt, bis nur wenig zusätzlicher
Wasserdampf in der Leitung 46 gebildet und ein im Wesentlichen
trockener Filterkuchen/Öleinspeisung
erzeugt wird. Beispielsweise beträgt der Wassergehalt typischerweise
weniger als ca. 0,5 Gew.-%.
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Die
Umlaufpumpe 54 und der Wärmeaustauscher 58 werden
dann deaktiviert. Die Schließtrichterventile 16, 18 und 22 werden
geschlossen und das Schließtrichterventil 20 wird
geöffnet.
Die im wesentlichen trockene Mischung von Öleinspeisung und Filterkuchen,
bei der es sich richtiger gesagt um eine Mischung von Öleinspeisung/teilchenförmigem Kohlenstoff
handelt, verlässt
den Schließtrichter 14 durch die
Leitungen 66 und 70 und geht in das Lagerfass für die Öleinspeisung 26 hinein.
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Die Öleinspeisung 24 tritt
auf einer Seite des Lagerfasses für die Öleinspeisung 26 ein.
Der Druck der Öleinspeisung
variiert zwischen 2070 und 17.900 kPa (ca. 300 psi Überdruck
bis ca. 2600 psi Überdruck),
bevorzugt 4140 bis 11.000 kPa (ca. 600 psi Überdruck bis ca. 1600 psi Überdruck).
Die Temperatur der Öleinspeisung
variiert zwischen 204,4°C
und 371,1°C
(ca. 400°F
und ca. 700°F),
bevorzugt 232,2°C
und 343,3°C
(ca. 450°F
und ca. 650°F).
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Der
Hauptanteil der Öleinspeisung 24 strömt über ein
internes Prallblech 27 auf die andere Seite des Fasses 26.
Der Anteil Öl,
der auf der linken Eintrittseite des Fasses 26 verbleibt,
strömt
durch die Leitung 28, die Pumpe 30 und die Leitung 32 und wird
dann in die Leitungen 34 und 36 aufgeteilt. Die Leitung 36 liefert
den Öleinspeisungsstrom
zum Schließtrichter 14 und
die Leitung 34 liefert die Öleinspeisung zu den zusätzlichen
Schließtrichtern
(nicht gezeigt). Ein Niveausteuerventil (nicht gezeigt) in Leitung 35 reguliert
die Zufuhr des Öleinspeisungsstroms
zum Schließtrichter 14.
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Die
wasserfreie Mischung von Öleinspeisung
und mitgerissenen Feststoffen, die in die rechte Seite des Fasses 26 durch
die Leitung 70 eintritt, tritt durch die Leitung 72 hinaus,
durch die Pumpe 74 und die Leitung 76 hindurch
und tritt dann in die Reaktionszone des Vergasers (nicht gezeigt)
ein.
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Die
Ströme 40, 48, 62 und 68 sind
alle mit zusätzlichen
Schließtrichtern,
die bevorzugt parallel arbeiten, assoziiert. Der Strom 40 ist
Strom 38 analog und dient als Rohrleitung für Hochdruckstickstoff
und eine Mischung von nassem Filterkuchen/Öleinspeisung, die aus einem
parallelen Schließtrichter
(nicht gezeigt) im System austritt. Der Strom 48 ist Strom 46 analog
und dient als Öl-
und Wasserdampf-Ausströmleitung
für einen
parallelen Ausstoßtopf
(nicht gezeigt) im System. Der Strom 62 ist Strom 64 analog
und dient als Rohrleitung für
einen keiner Flashverdampfung unterzogenen Strom von nassem Filterkuchen/Öleinspeisung,
der in einen parallelen Schließtrichter
(nicht gezeigt) im System eintritt. Der Strom 68 ist Strom 66 analog
und dient als Rohrleitung für
eine im Wesentlichen wasserfreie Mischung von Öleinspeisung und mitgerissenen
Feststoffen, die aus einem parallelen Schließtrichter (nicht gezeigt) im
System austritt.
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Wie
schon bemerkt, werden die Schließtrichter mit Stickstoff unter
Druck gesetzt, nachdem der nasse Filterkuchen eingegeben und bevor
der Strom heißer Öleinspeisung
eingeführt
wird. Das findet deshalb statt, um eine signifikante Verdampfung
des Wassers und deshalb ein signifikantes Abkühlen des Öls zu verhindern. Ein signifikantes
Abkühlen
des Öls könnte zu
Verstopfungsproblemen führen,
da die Viskosität
des Öls
mit fallender Temperatur steigt.
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Bei
einer vorgegebenen Zusammensetzung der Öleinspeisung bestimmt die Größe des Filterkuchenablassstroms 4 im
Vergleich mit der Größe des gesamten
Filterkuchenstroms 2 die Gleichgewichtskonzentration von
Mineralasche im System. Ein großer
Ablassstrom 4 begünstigt
geringe Metallkonzentrationen, während
ein kleiner Ablassstrom 4 hohe Metallkonzentrationen begünstigt.
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Im
letzteren Fall kann der Metallgehalt des Filterkuchens hoch genug
sein, um den Ablassstrom an eine Metallrückgewinnungsanlage anstatt
einer Feststoffentsorgungsanlage zu schicken. Wenn 100 % des Filterkuchens
an die Schließtrichter
rückgeführt würden, so
würde kein
Metallablassen stattfinden. In einem solchen Falle wäre eine
gesteuerte Oxidationsentschlackung des Vergasers auf periodischer
Basis, beispielsweise jährlich,
bezüglich
restlicher Vakuumeinspeisungen erforderlich.