-
Seit
langem ist die stereophone Aufzeichnung und Wiedergabe von Tönen bekannt.
-
Die
Tonaufnahme erfolgt durch mindestens zwei Mikros, die in einer genauen
Position und Ausrichtung befestigt sind und als „strategisch" in Bezug auf die
Schallquelle betrachtet werden.
-
Die
von einem dieser beiden Mikros oder einer Gesamtheit von Mikros
kommenden Töne
werden auf einer Spur aufgezeichnet, während die vom zweiten Mikro
oder der zweiten Gesamtheit von Mikros kommenden Töne auf einer
weiteren Spur, die von der ersten getrennt ist, aufgezeichnet werden.
-
Die
Wiedergabe der aufgezeichneten Töne erfolgt
durch mindestens zwei Schallwände
(oder Lautsprecher), die entsprechend angeordnet und ausgerichtet
sind.
-
Die
Binarität
jedes stereophonen Systems stammt von der Transposition der datumsmäßig ersten
Stereoskopie auf die Töne,
die selbst auf der binokularen Sicht des Menschen basiert.
-
Wenn
nun die optischen Systeme, die diese binokulare Sicht, die Hologramme,
die bipolaren Bilder oder die Anaglyphen beispielsweise, nutzen, recht
gut das Sichtrelief reproduzieren (übrigens zum Preis zahlreicher
Kunstgriffe), so ist dies nicht der Fall bei den stereophonen Systemen,
eben auf Grund ihrer Einfachheit, die verlangen würde, dass auf
natürliche
Weise der Mensch alle Töne
des Raumes nur von zwei Quellen hört.
-
Mit
anderen Worten werden alle komplexen Töne, die in einem dreidimensionalen
Raum, inklusive verschiedener Höhen,
verteilt sind, auf eine einzige Ebene zurückgeführt, die die Schallwände auf
nur einer Höhe
vereint.
-
Im
Allgemeinen ist diese Vereinfachung ausreichend, da das menschliche
Gehirn virtuell einen richtigen Raum wiederherstellt, insbesondere
dank des Gleichgewichts, das bewusst zwischen verschiedenen Schallquellen
hergestellt wird, so dass der Zuhörer ein Reliefgefühl hat oder
eher glaubt zu haben.
-
Es
ist nicht zweckmäßig, daran
zu erinnern, dass ein Relief drei Dimensionen und nicht zwei voraussetzt,
und es ist leicht zu verstehen, dass bei allen Verbesserungen der
punktuellen Tonreproduktion die Stereophonie ihre eigenen Grenzen
allein auf Grund der Tatsache hat, dass sie die Anzahl von dem Gehör des Zuhörers angebotenen
Schallquellen auf zwei zurückführt, die
selbst der Grenze der Aufzeichnungsspuren ohne Möglichkeit einer dritten Dimension
unterworfen sind.
-
Um
den Stand der Technik darzulegen, können die folgenden Dokumente
erwähnt
werden:
Artikel von A. Laracine, veröffentlicht in der Zeitschrift „ZERO VU", Seiten 40, 42,
44, 46, 47 und 48, der erwähnt,
dass... . „die
Stereophonie nur ein Schritt ist, und der Zuhörer darin nicht immer seine
Möglichkeiten
eines intelligenten Hörens
findet, sondern eben die Grundlagen sowie einen wesentlichen Teil
seiner Freiheit, somit seines Hörkomforts."
-
Dieser
Autor erinnert auch daran, dass, wenn es sich um Orchestermusik
handelt, ... „wenn das
allgemeine Gleichgewicht des Werks vom Tonaufnehmer erzielt wurde,
und zwar dank einer richtigen Anordnung des Mikrofons, wird jeder
zusätzliche große Eingriff
(Höhe,
Korrekturen, Präsenzunterschied)
als eine Art „Tonpleonasmus" empfunden und stört die Aufmerksamkeit
des Zuhörers". Und weiter: „Eine Lösung besteht
darin, herzförmige
Mikrofone zu verwenden, die 17 cm voneinander angeordnet sind, wobei
ihre Achsen zwischen sich einen Winkel von 110° bilden. Alle Berechnungen,
alle Messungen und sehr zahlreiche Vergleichstests kommen zu dem
gemeinsamen Schluss, dass dieses System der bestmögliche Kompromiss
ist. Es ist unter der Bezeichnung AB O. R. T. F. bekannt, da es
im Akustiklabor des Ex-O. R. T. F. entwickelt wurde."
-
Natürlich betreffen
alle bekannten Aufzeichnungssysteme Mikros, die ein für allemal
für die
Dauer der Aufzeichnung positioniert und befestigt werden. Zum Beweis
dieser Auszug aus demselben Artikel: „... im Falle von ähnlichen
Tonaufnahmen ist eine Vierteilung des Raums festzustellen. Diese
Vierteilung ist dieselbe wie jene, die ein Zuschauer (sic) verspürt, wenn
er sich auf dieselbe Weise den Schallquellen nähert". Da die Anzahl von Schallquellen immer
gleich zwei ist und diese eine feste Position, von der sie nicht
entfernt werden können,
einnehmen, verändert
sich der Winkel, unter dem der Zuhörer die Töne, die von diesen beiden Quellen
kommen, wahrnimmt, je nach dem Ort, den er in Bezug auf diese einnimmt
und... „Die
Schwierigkeit ergibt sich daraus, dass es nicht möglich ist,
von einem Zuhörer
zu verlangen, sich momentan seinen Schallwänden zu nähern. Es müssen somit Mittel gefunden
werden, um Fehler am O. R. T. F.-Paar
zu erzeugen, die seine Nichtangepasstheit an gewisse Situationen
kompensieren. Es kann... entweder das Paar auf seiner Achse geschwenkt
werden, um dieses in eine Zwischenposition zwischen der Horizontalebene
und der Vertikalebene zu bringen".
-
Das
Vorhandensein einer eingenommenen Position zeigt auch hier sehr
gut, dass das Paar positioniert und befestigt ist.
-
In
der Internet-Veröffentlichung
mit der Adresse http://www.stereolith.ch und dem Titel „Stereolith® System" ist angeführt, dass: „Bei einer
stereophonen Aufzeichnung wird der Tonraum mit Hilfe einer Matrix
mit zwei Kanälen (Dipolen)
codiert. Dazu wird beispielsweise ein Paar von Mikrofonen verwendet.
Jedes der Mikrofone liefert ein Signal, das je nach Anordnung der
Schallquelle leicht unterschiedlich ist. Dieser geringe Unterschied
ist entscheidend. Nur von ihm hängt
die Räumlichkeit
der Aufzeichnung ab." Und
weiter: „In
der modernen Elektronikmusik wird der unerlässliche Tonraum im Studio mit Hilfe
von speziellen dreidimensionalen Prozessoren (sic) erzeugt."
-
Diese
selbe Veröffentlichung
enthält
die folgende Angabe im Zusammenhang mit dem Hören mit Hilfe von Schallwänden: „Außerhalb
des idealen Hörpunktes
ist die Wiederherstellung des Tonbildes durch unser Gehirn unmöglich: die
grundlegenden Informationen fehlen oder sind verfälscht. So
erhalten wir sehr oft eine Zweikanalreproduktion an Stelle einer
stereophonen Reproduktion."
-
Das
von der Firma Schoeps GmbH, Spitalstr. 20, 7500 Karlsruhe 41 (Deutschland)
veröffentlichte Dokument
beschreibt ein Mikrofonpaar, das mit einer auf dem menschlichen
Kopf basierenden Kugel verbunden ist und eine Einheit darstellt,
die an einer „strategischen" Stelle anzuordnen
ist: „Der
neue Ansatz sollte alle Parameter berücksichtigen, die die Schallquelle
und ihre Lokalisierung kennzeichnen". Es handelt sich somit sehr wohl um
eine unbewegliche Schallquelle, die sich an einer gegebenen Stelle in
Bezug auf das Mikropaar, das selbst unbeweglich ist, befindet. Die
technische Spezifikation dieses Geräts führt übrigens an, dass der Tonaufnahmewinkel auf
ungefähr
90° festgesetzt
ist und dass es umfasst:
- • ein Zubehör, das mit der Vorrichtung
selbst mitgeliefert wird und „ein
Zubehör
zum Aufhängen des
Mikrofons mit Kugelgelenk ist. Gesamtgewicht: ungefähr 0, 5
kg."
- • „ein Kugelgelenk
zur Montage auf einem. Montagefuß."
-
Kugeln,
die zwei Mikrofone tragen, sind überdies
in verschiedenen Varianten vorhanden, von denen eine in dem Patent
EP 0 050 100 beschrieben
ist, und die alle Verbesserungen an der Struktur der Kugel vorschlagen,
um sie möglichst
einem echten menschlichen Kopf anzunähern, in der Hoffnung, die Aufzeichnungsbedingungen
mit den Hörbedingungen
in Einklang zu bringen, aber, wie oben angeführt, liegt die Grenze der Stereophonie
in ihrer Binarität und
somit in der statischen Situation der Mikros und der Schallwände, die
sich stromaufwärts
bzw. stromabwärts
zu den Aufzeichnungsspuren befinden.
-
Das
Patent
FR 2 290 811 beschreibt
ein Gerät
zur Erfassung von Tönen,
das dazu bestimmt ist, die als Störtöne zu den zu erfassenden betrachteten Töne zu unterbinden,
wobei diese Vorrichtung ein oder zwei Mikros umfasst, je nachdem,
ob das Gerät für eine oder
zwei Personen bestimmt ist. Ein Verwendungsbeispiel dieses Geräts ist die
direkte Verbreitung ohne Aufzeichnung von einer oder zwei Personen
gesprochener Sprache, die sich in einem in Bewegung befindlichen
Fahrzeug befinden, und zwar mit Hilfe starker Lautsprecher.
-
Ein
weiteres Verwendungsbeispiel für
dieses Gerät
ist sein Einbau in ein Telefon mit Lautsprecher.
-
Das
gewünschte
Ergebnis ist die Reinheit der verbreiteten Töne, die durch Beseitigung der Echos,
Raumgeräusche
und Freiluftgeräusche
erzielt wird.
-
Das
Patent
DE 1 239 355 beschreibt
ein Gerät,
umfassend einen Fuß und
zwei in Bezug auf einen am Fuß befestigten
Ständer
ausrichtbare Mikros. Dieses Gerät
ist somit feststehend und seine Mikros können relative Bewegungen an
der Stelle, an der das Gerät
aufgestellt wird, ausführen.
-
Das
Patent
EP 0 186 996 beschreibt
eine besondere Mikrofonstruktur, die es ermöglicht, sehr zielgerichtet
zu sein, wenn es an einer genauen Stelle in Bezug auf eine Schallquelle
angeordnet ist. Das Mikro ist somit feststehend und neigt dazu,
ebenso wie die Vorrichtung aus dem Dokument
FR 2 290 811 , die Raumgeräusche und
Echos auf Grund der akustischen Merkmale des Ortes, an dem die Töne eingefangen
werden, zu vermeiden.
-
Es
ist anzumerken, dass dieses Dokument keine Aufzeichnung oder Verbreitung
von Tönen
vorsieht, da es sich auf die Struktur eines Mikros beschränkt, und
die Beschreibung der 4 scheint zu bedeuten, dass
die Erfindung für
ein Autotelefon mit so genannter „Freisprecheinrichtung" angewandt wird.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, das sich von den bekannten
unterscheidet und auf der Verbreitung von sehr realistischen Tönen, d. h.
nahe der Realität,
basiert, was insbesondere ein starkes „Relief" und das Vorhandensein von Raumtönen, die
den realen Bedingungen entsprechen, voraussetzt. Die Erfindung ermöglicht es
somit, beim Hören
einen dreidimensionalen Tonraum wieder herzustellen, inklusive der
vertikalen Höhen
und der vorderen und hinteren Räume
in Bezug auf den Zuhörer.
-
Zu
diesem Zweck betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Verarbeitung
von Tönen
nach Anspruch 1.
-
Die
Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung, umfassend eine Tonaufnahmeeinheit
und eine Verbreitungseinheit nach Anspruch 6.
-
Die
Erfindung und weitere ergänzende
Merkmale werden durch die nachfolgende Beschreibung besser verständlich,
die sich auf die beiliegende Zeichnung bezieht. Natürlich haben
die Beschreibung und die Zeichnung nur hinweisenden und nicht einschränkenden
Charakter.
-
1 ist
eine schematische Ansicht, die das Verfahren und die Vorrichtung
gemäß der Erfindung nach
einer sehr einfachen Ausführungsart
darstellt.
-
2 ist
eine schematische Ansicht, die eine der zahlreichen möglichen
Phasen des Verfahrens nach derselben Ausführungsart der Vorrichtung wie jener
aus 1 darstellt.
-
3 ist
eine schematische Ansicht einer weiter entwickelten Ausführungsart
der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
-
Die 4 bis 6 sind
schematische Ansichten, die eine Handhabung einer Vorrichtung gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
für die
variable Aufzeichnung einer feststehenden Schallquelle darstellen.
-
Die 7 bis 9 sind
schematische Ansichten analog zu den 4 bis 6,
die eine weitere Handhabung derselben Vorrichtung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
für die
Aufzeichnung derselben feststehenden Schallquelle darstellen.
-
Die 10 bis 12 sind
schematische Ansichten, die für
einen unbeweglichen Zuhörer
die variablen Toneindrücke
darstellen, die er je nach den Positionen der Vorrichtung der 4 bis 6 wahrnimmt.
-
Die 13 bis 15 sind
schematische Ansichten, die für
einen unbeweglichen Zuhörer
die variablen Toneindrücke
darstellen, die er je nach den Positionen der Vorrichtung der 7 bis 9 wahrnimmt.
-
16 ist
eine schematische Ansicht, die eine Tonaufnahme nach der Natur gemäß der Erfindung
darstellt,
-
17 ist
eine schematische Ansicht, die ein Merkmal der Erfindung darstellt,
das eine Aufzeichnung von Tönen
umfasst, die von Geräten
zur Ausstrahlung einer akustischen Energie in den umgebenden Raum,
nämlich
hier von den akustischen Räumen,
gesendet werden.
-
Die
Stereophonie kann nur eine Vielzahl von Schallquellen oder eine
große
Raumverteilung betreffen. Die Aufzeichnung eines Symphonieorchesters
auf zwei Spuren und die Wiedergabe der Aufzeichnungen der beiden
Spuren durch zwei Räume oder
zwei Hörer
hätte an
sich real keine Bedeutung, wenn diese Stereophonie kein starkes
Stimulans für das
menschliche Gehirn darstellen würde,
das künstlich
für den
Zuhörer
in unbewusster Analogie zu gespeicherten Erinnerungen die Atmosphäre eines Konzertsaals
herstellt, dem er eine Tiefe und eine Breite zuordnet. Andernfalls
würde sich
der Zuhörer damit
begnügen,
die Violinen links und die Kontrabasse rechts zu hören, wobei
sich die übrigen
Instrumente teilweise links und rechts ohne jegliches Relief verteilen.
-
Dieser
Fehler ist der Stereophonie inhärent und
insbesondere spürbar,
wenn die Verbreitung in einem Theatersaal, insbesondere einem Kinosaal, stattfindet,
wenn Schallwände
nicht nur vorne, schirmseitig, sondern auch hinten im Saal angeordnet
sein.
-
Das
angestrebte Ziel ist nämlich,
den Zuschauern möglichst
ein Schallraumgefühl
zu geben, wobei die Töne
derart verteilt werden, dass die Schallwahrnehmung einer im Bild
angenommenen Bewegung möglichst
realistisch ist.
-
Wenn
somit der am Schirm dargestellte Gegenstand ein Flugzeug ist, das
von vorne kommt und die Bildaufnahmekamera überfliegt, ermöglicht es
die Wiedergabe des entsprechenden Tons durch eine oder mehrere Schallwände, die
sich in der Nähe
des Schirms befinden, den Zuschauern nicht, ein echtes Gefühl des Fliegens
des Flugzeugs über
sie in dem Kinosaal wahrzunehmen.
-
Es
sind Schallwände
an den Seiten des Saals von vorne bis hinten vorhanden, und die
aufgezeichneten Töne,
die das Geräusch
der Motoren reproduzieren, gehen in einer derart raschen Sequenz von
vorne nach hinten, dass die Zuschauer den Eindruck haben, dass die
Töne kontinuierlich
fortschreiten. In Wirklichkeit springen die Töne plötzlich von den vorderen Schallwänden zu
den hinteren Schallwänden, „surround" genannt, und wenn
die Verschiebung der Töne
langsam wird, ist der weniger aufmerksame Zuschauer sofort von einem
Gefühl
eines „Schallloches" geschockt, das sich
aus den Grenzen selbst der Stereophonie ergibt, wenn die Töne von einer
Schallwand zur anderen übergehen,
und zwar umso fühlbarer,
wenn die Schallwände
weiter voneinander entfernt sind.
-
Dasselbe
gilt offensichtlich für
die Reproduktion der Töne
eines Gegenstandes, der sich von links nach rechts oder von rechts
nach links bewegt, wenn nur zwei Schallwände vorhanden sind. In der
Stereophonie ist es außer
der künstlichen
und begrenzten Verwendung der „Panoramatöne" (gleichzeitige Einstellung
der zu den beiden Schallwänden
gerichteten Schallleistungen, eine in Richtung einer Verringerung und
die andere in Richtung einer Erhöhung)
in der Ebene der Schallwände
nämlich
unmöglich,
einen eigentlichen „visuellen", d. h. flüssigen und
kontinuierlichen Bewegungseffekt zu erzeugen. Dies begrenzt die
Aufzeichnungsmöglichkeiten,
da nun nur Töne reproduziert
werden können,
die auf natürliche
Weise entweder rechts oder links angeordnet sind.
-
Wenn
eine komplexe Einheit aufgezeichnet wird, was bei einem Symphonieorchester
der Fall ist, werden die Mikros ein für allemal an genauen Stellen angeordnet,
und die relative Anordnung der Schallwände, die die auf einem Träger aufgezeichneten Töne reproduzieren,
und jene des Zu hörers
ist ziemlich streng einzuhalten, wobei diese Anordnung den drei
Ecken eines Dreiecks entspricht, wobei der optimale Effekt erzielt
wird, wenn die Schallwellen von zwei Schallwänden einander in dem den Kopf
des Zuhörers
umgebenden Raum kreuzen.
-
Da überdies
die Tonaufnahme immer von feststehenden Mikros, die an als „strategisch" bezeichneten Stellen
angeordnet sind, erfolgt, hat der Zuhörer nicht wirklich den Begriff
eines dreidimensionalen Raums, sondern eines Reliefs, auch hier
dank des Stimulans des Gehirns, das sich den Ort der Tonaufnahme
vorstellt.
-
Das
Feststehen der Mikros, das Feststehen der Schallquellen und das
Feststehen der Schallwände
hat nämlich
zur Auswirkung, dass die Gesamtheit der Töne in einem illusorischen Volumen
festgehalten wird, da kein Tonunterschied im Hinblick auf die Höhe wahrgenommen
wird.
-
In
der Stereophonie gibt es kein Hoch oder Tief.
-
Was
das Kino betrifft, ist bekannt, dass es recht häufig unmöglich ist, die Dialoge der
Darsteller, die sich an besonders lauten Orten befinden, richtig aufzuzeichnen: öffentlicher
Ort mit Stimmengeräuschen,
Bahnhof mit Zuggeräuschen
und Lautsprecherankündigungen,
Meeresstrand mit Geräuschen von
Wellen, usw.
-
Es
wird nun die Postsynchronisierung vorgenommen, die darin besteht,
im Studio bei allergrößter Ruhe
dieselben Darsteller, die denselben Dialog spielen und den Film,
der ohne Ton abgespult wird, beobachten, nochmals aufzunehmen. So
umfasst der fertig gestellte Film ein „Bildband", das direkt gefilmt wird, und ein „Tonband", das durch die Überlagerung
der Originaltöne
gebildet ist, deren Mittelmäßigkeit
oder sogar Fehlen durch die Neuaufzeichnung im Studio ausgeglichen
wird.
-
Leider
ist diese Methode sehr unperfekt, da ihr jeglicher Realismus fehlt,
da in der Realität
die in der Situation gesprochenen Worte eine völlig andere Tonalität gehabt
hätten,
und die menschliche Physiologie ist derart, dass diese Worte trotz
der Nebengeräusche
auf Grund der Selektivität
des menschlichen Ohrs gut verstanden worden wären.
-
Die
Zuschauer begnügen
sich mit der aktuellen Schallaufzeichnung in Ermangelung eines Vergleichselements,
wie die Zuhörer
die Musikaufzeichnungen auf Platten mit 78 Umdrehungen,
dann mit 33 Umdrehungen geschätzt haben, aber jetzt, wenn
Laserdiscs vorhanden sind, ist es sehr schwer, wieder zu den früheren Hörbedingungen
zurückzukehren.
-
Die
Erfindung schlägt
ein neues Aufzeichnungsverfahren vor, das es ermöglicht, tatsächlich nicht
nur ein einfaches fertiges Volumen, sondern einen dreidimensionalen
Schallraum zu erzeugen, der vom Zuhörer unmittelbar quer (von –∞ bis links
bis +∞ rechts,
wobei die unmittelbare Nähe
durchlaufen wird), in der Höhe
(von unten nach oben und umgekehrt), längs (von –∞ hinter dem Zuhörer bis
+∞ vor dem
Zuhörer,
wobei die unmittelbare Nähe
durchlaufen wird) wahrnehmbar ist.
-
Ferner
ermöglicht
es die Erfindung, besonders lebendige Aufzeichnungen durchzuführen, wobei
Hörbedingungen
geschaffen werden, die äußerst nahe
dem sind, wie sie vor Ort bei der Aufzeichnung vorhanden sein sollten.
-
Die
Tonaufnahmevorrichtung ist spezifisch, und das Verfahren ist völlig unterschiedlich
zu den aktuellen Verfahren, da sogar bewiesen werden kann, dass
es zu allen bekannten Empfehlungen und Vorschlägen konträr ist.
-
Die
Reproduktion der aufgezeichneten Töne erfolgt mit Hilfe von Kopfhörern oder
Schallwänden, je
nach den Hörbedingun gen:
privat, öffentlich,
von einer Platte, von einem Tonband eines Films, usw.
-
Mit
der Erfindung ist es möglich,
bisher unbekannte Effekte zu erzielen, wobei insbesondere ein Schalleffekt
einer Bewegung aus der Aufzeichnung von einer einzigen Schallquelle
verliehen wird.
-
Unter
Bezugnahme auf die 1 und 2 ist eine
erfindungsgemäße Vorrichtung
in ihrer einfachsten Form zu sehen.
-
Sie
umfasst eine autonome Tonaufnahmeeinheit 10, die von zwei
Mikros 11 und 12 gebildet ist, die starr durch
eine Stange 13 verbunden sind, deren Länge ähnlich dem Abstand auf einer
geraden Linie ist, der zwischen den beiden Ohren eines normalen Menschen
vorhanden ist, und die einen flachen Längsschirm 14 trägt, der
die bestmöglichen
Schallisoliereigenschaften aufweist, um die beiden Mirkos 11 und 12 optimal
zu individualisieren. Ferner ist die Einheit 10 mit einem
Betätigungsgriff 15 verbunden, da
sie kein Element zur Befestigung oder Feststellung umfasst. Ein
elektrisches Kabel 16, das Leiter enthält, die für jedes der beiden Mikros 11 und 12 spezifisch
ist, verbindet die Einheit 10 mit einem Aufzeichnungsgerät 20 jedes
bekannten Typs, das die Signale differenzieren kann, die von den
Mikros 11 und 12 kommen. Hier ist eine Einheit
schematisch dargestellt, die es ermöglicht, eine Kassette 21 zu verwenden,
die jeden Aufzeichnungsträger
symbolisiert.
-
Die
Kassette 21 wird dann wie üblich durch Ablesen in einem
Tonwiedergabegerät 30 verwendet, mit
dem ein mit zwei Hörern 41 und 42 versehener Kopfhörer 40 durch
ein Kabel jedes bekannten Typs 43 verbunden ist, das Leiter
enthält,
die für
jeden der Hörer 41 und 42 spezifisch
sind.
-
In
Bezug auf eine einzige Schallquelle A, die hier durch eine Trompete
dargestellt ist, wird die Einheit 1 durch einen Benutzer
aus der im oberen rechten Teil der 1 dargestellten
Position bedient.
-
Ohne
die Position der Einheit 1 im Raum wesentlich zu ändern, kann
der Benutzer die Einheit 10 mehr oder weniger rasch grob
gesprochen entlang der Achse des Griffes 15 von der Ausrichtung,
die in vollen Linien dargestellt ist, in die strichpunktiert dargestellte
Ausrichtung schwenken, wie dies durch den Doppelpfeil F1 gezeigt
ist.
-
Aus
diesem Grund ist das Mikro 11 in einer Ausrichtung näher zur
Quelle A als das Mikro 12 und in der umgekehrten Ausrichtung
weiter von ihr entfernt.
-
Wenn
der Benutzer die Einheit 10 entlang des Pfeils F2 im Wesentlichen
auf der Strecke eines Halbkreises verschiebt, allerdings ohne ihre
Ausrichtung zu ändern,
bleibt das Mikro 11 weiter von den beiden Mikros in Bezug
auf die Quelle A entfernt, aber der von dem Mikro 12 erfasste
Ton wird zuerst verstärkt
und dann vermindert. Wenn sich die Einheit 10 rechts von
der Quelle A befindet, d. h. wenn der Flachschirm 14 das
Mikro 11 beinahe zur Gänze
verdeckt, ist der zum Mikro 12 gelangende Ton deutlich vorherrschend,
und ein kleiner Restteil des Originaltons wird von dem Mikro 11 erfasst.
-
In 2 erfolgt
die mögliche
Bewegung der Einheit 10 über der Quelle A von einer
Nahposition unten links bis zu einer entfernten Position oben rechts
in dieser Figur ohne Ausrichtungsänderung, was einer konstanten
relativen Position der beiden Mikros 11 und 12 in
Bezug auf die Quelle A im Gegensatz zum Beispiel aus 1 entspricht.
-
Diese Änderungen
der Tonaufnahme sind nicht nur deshalb möglich, weil die Einheit 10 zwei Mikros 11 und 12 umfasst,
sonder auch dank des Flachschirms 14, der für den Benutzer
eine einfache und wirksame Darstellung der Ausrichtung ist.
-
Da
die beiden Mikros 11 und 12 identisch sind, ist
es hingegen vorzuziehen, dem Benutzer ein Identifikationsmittel
der Mikros zu geben, wobei beispielsweise auf diesen oder in unmittelbarer
Nähe ein Hinweis „rechts" – „links" angebracht ist, da, wie zu verstehen
ist, jedes Mikro einem der Hörer 41 und 42 entspricht.
Das als das rechte Mikro angesehene Mikro 11 entspricht
dem Hörer 41,
und das als das linke Mikro angesehene Mikro 12 entspricht
dem Hörer 42.
-
Ebenso
könnte
beispielsweise mit Hilfe eines Pfeils (nicht dargestellt) der vordere
Teil des Flachschirms 14 im Verhältnis zu seinem hinteren Teil
angezeigt werden.
-
In 3 ist
eine weiter entwickelte Ausführungsart
der Vorrichtung dargestellt, die hier zusätzlich zum länglichen
Flachschirm 14 einen quer verlaufenden Flachschirm 17 umfasst,
der sich von einem Mikro zum anderen erstreckt, um einen Tonraum vor
den Mikros 11 und 12 und einen Tonraum hinter den
Mikros 11 und 12 zu bestimmen, da diese, wenn sie
durch den Längsschirm 14 verstärkt werden,
die rechten und linken seitlichen Räume nicht mehr differenzieren.
-
Diese
Vorrichtung, die mit demselben Griff 15 wie jene der 1 und 2 ausgestattet
ist, kann, wie bereits erwähnt,
bedient werden, aber hier ermöglichen
es die Bewegungen der Einheit 10, deutlich das Vorherrschen
der vorderen Töne
im Vergleich zu den hinteren Tönen
und umgekehrt zu differenzieren.
-
Hier
ist es für
den Benutzer wesentlich, ständig
ohne jeden Zweifel zu wissen, wie die Einheit 10 ausgerichtet
ist, um jede der beiden vorderen und hinteren Flächen des quer verlaufenden
Flachschirms 17 zu differenzieren, da die bei einem Schwenken
der Einheit 10 aufgezeichneten Töne eine Wirkung haben, die
starke Auswirkungen auf das Hörgefühl bei der
Wiedergabe der aufgezeichneten Töne
hat. Es ist zu verstehen, dass bei dieser Annahme der Zuhörer Töne vor oder
hinter ihm entlang der Seite des quer verlaufenden Schirms 17 hört, die direkt
der Schallquelle ausgesetzt und von dieser durch den Schirm 17 isoliert
ist.
-
In 3 ist
zu sehen, dass die beiden Flachschirme 14 und 17,
die senkrecht, von gleicher Länge und
gleicher Höhe
sind, in einer virtuellen Kugel B nahe dem Standardvolumen eines
menschlichen Kopfes eingeschrieben werden können.
-
Nun
sind Tonaufnahmevorrichtungen bekannt, die von Mikropaaren gebildet
sind, die gegenüber
liegend auf Kugeln angeordnet und mit Befestigungselementen im Hinblick
auf ihre so genannte „strategische" Anordnung versehen
sind.
-
Die
Erfindung ermöglicht
es, die längs
bzw, quer verlaufenden Schirme herzustellen, wobei sie in einer
Kugel verschmolzen sind, die aus einem. Schall isolierenden Material
hergestellt ist, da die Seitlichkeit durch die Isoliermasse der
quer betrachteten Kugel gekennzeichnet ist, und die vordere und
hintere Differenzierung von der Isoliermasse der längs betrachteten
Kugel stammt.
-
Diese
Ausführungsart
ist nun in den 4 bis 9 und 16 beschrieben
und dargestellt.
-
Diese
kugelförmige
Einheit 50 darf kein Befestigungselement umfassen, im Gegensatz
zu den bekannten Vorrichtungen, und die Beweglichkeit, der sie unterzogen
werden muss, erfordert vom Benutzer, dass er ein Identifikationsmittel
vornehinten und/oder rechts-links anbringt.
-
Da
die Einheit 50 ferner einen Betätigungsgriff 15 umfassen
muss, ist es vorteilhaft, die Kennzeichnung vorne-hinten (woraus
sich automatisch die richtige Positionierung rechts-links der Mikros 11 und 12 ergibt)
so anzubringen, dass dem Griff 15 ein asymmetrisches Profil
verliehen wird, das eine Unverwechselbarkeitseinrichtung darstellt,
die eine zu der gewünschten
entgegen gesetzte Ausrichtung verhindert.
-
In
den 1 bis 3 und 16 ist
zu sehen, dass der Griff 15 mit einer Hülle 18 versehen ist, die
hinten glatt und vorne gerillt ist.
-
So
versteht der Benutzer instinktiv, dass die vordere Rillung die Position
seiner die Hülle 18 fest umgreifenden
Finger bestimmt (16).
-
In
den 4 bis 6 ist eine einfache Schwenkbewegung
der Einheit 50 in Bezug auf die Schallquelle A dargestellt.
-
In 4 ist
das Mikro 12 am nächsten
zur Quelle A und empfängt
somit einen maximalen Schallfluss, während das Mikro 11 genau
der Quelle A gegenüber
liegt und nur Resttöne,
insbesondere auf Grund der Echos, empfängt.
-
In 5 sind
die Mikros 11 und 12 in gleichem Abstand zu der
Quelle A angeordnet und empfangen denselben Fluss.
-
In 6 ist
das Mikro 11 am nächsten
zur Quelle A und empfängt
somit einen maximalen Schallfluss, während das Mirko 12 genau
der Quelle A gegenüber
liegt und nur Resttöne,
insbesondere auf Grund der Echos, empfängt. Diese Ausrichtung ist
somit genau symmetrisch zu jener der 4.
-
Es
ist möglich,
mehr oder weniger rasch von der einen Ausrichtung zur anderen der 4 und 6 überzugehen,
aber in jedem Fall erfasst jedes Mikro 11–12 Töne, die
für das
eine crescendo und für das
andere decrescendo sind. Es ist zu beobachten, dass die durch den
Pfeil F3 angegebene Schwenkrichtung voraussetzt, dass der Griff 15 von äußerst links
zu äußerst rechts über den
unteren Bereich der Figuren, d. h. über die Rückseite der Querebene 14 verläuft, was
bedeutet, dass die Töne
zu den Mikros 11 und 12 kontinuierlich von der
Vorderseite der Querebene 14 gelangen.
-
Die 7 und 9 sind ähnlich den 4 bis 6,
aber die Einheit 10 hat, auch wenn sie sehr wohl immer
in die Richtung der Pfeile F3 schwenkt, eine Ausgangsposition, in
der das Mikro, das am nächsten
zur Quelle A ist, das Mikro 11 ist.
-
Folglich
gelangen die von der Quelle A kommenden Töne zu den Mirkos 11 und 12 kontinuierlich von
der Rückseite
der Querebene 14.
-
Unter
Bezugnahme auf die 10 bis 15 ist
zu sehen, wie die nach den Schemata der 4 bis 9 erfassten
Töne von
einem Zuhörer wahrgenommen
werden, von dem nur der Kopf in Draufsicht dargestellt ist und der
den Kopfhörer 40 trägt, der
derart ausgerichtet ist, dass der Hörer 41 sein rechtes
Ohr und der Hörer 42 sein
linkes Ohr bedeckt.
-
Die
Pfeile symbolisieren die Töne
entlang der Richtung, die der Zuhörer wahrnimmt, aber es ist natürlich unmöglich, auf
der Ebene eines Blattes Papier die drei Raumdimensionen darzustellen.
-
In 10 hört der Zuhörer beinahe
ausschließlich
mit dem linken Ohr, das den Hörer 42 trägt, die
von dem Mikro 12 der 4 erfassten
Töne.
-
In 11 hört der Zuhörer die
Töne, die
von rechts nach links nach einer Panoramaverbreitung von vorne verbreitet
werden, die der symmetrischen Ausrichtung der Mikros 11 und 12 der 5 entspricht,
wobei die virtuelle Querebene der Einheit 10 mit ihrer
vorderen Fläche
zur Quelle A angeordnet ist.
-
In 12 hört der Zuhörer beinahe
ausschließlich
mit dem rechten Ohr, das den Hörer 41 trägt, die
von dem Mikro 11 der 6 erfassten
Töne.
-
Bei
der Annahme, dass die Einheit 10 in der Ebene der Zeichnung
verschoben wurde, nimmt der Zuhörer
Töne wahr,
die sich von links nach rechts im Wesentlichen auf konstanter Höhe verschieben
und deren Näheempfinden
unverändert
bleibt.
-
Aber
wenn die Bewegungen der Einheit 10 bei der Tonaufnahme
die Einheit 10 zusätzlich
zu ihrem Schwenken von unten nach oben oder von oben nach unten
antreiben, nimmt der Zuhörer
die Pegeländerung
perfekt wahr.
-
Wenn
ferner die Einheit 10 Annäherungs- oder Entfernungsbewegungen
in Bezug zur Quelle A unterworfen ist, hat der Zuhörer den
ganz deutlichen Eindruck von der Verschiebung der Quelle in Bezug auf
ihn.
-
Beispielsweise
konnte ein Experiment zeigen, dass ein Zuhörer die Stimme einer Person,
sie sich ihm nähert,
wahrnimmt, als würde
es sich um die Annäherung
der Person selbst handeln. Wenn die Tonaufnahme endet, wenn das
Mikro auf eine Höhe möglichst
nahe den Lippen der Person gebracht wurde und wenn diese Person
aufgefordert wird, ihre Stimme bis zu einem ganz leisen Flüstern zu
senken, hat der Zuhörer
den Eindruck, dass die Person tatsächlich in seiner Nähe ist und
ihm ins Ohr flüstert.
-
All
dies ist der Stereophonie fremd.
-
In
den 13 bis 15 beginnt
der Zuhörer,
Töne rechts
zu hören,
dann hört
er die Töne,
die sich nach links verschieben, bis sie praktisch nur mehr links
hörbar
sind, wobei sie sich aber hier hinter seinem Kopf verschieben, da die
Tonaufnahme nach den 7 bis 9 der Quelle
A die Rückseite
der virtuellen Querebene zuwendet.
-
Das
oben erwähnte
Experiment ist hier noch viel beeindruckender, da sich durch die
Stimme, die sich dem Rücken
des Zuhörers
nähert,
manche sensible Personen plötzlich
umdrehen, da sie meinen, es sei tatsächlich eine Person anwesend.
-
In 16 ist
ein Beispiel für
eine Tonaufnahme mit Hilfe einer Einheit 50 dargestellt,
die um den Kopf eines schnaubenden Hundes angeordnet ist, wobei
der Zuhörer
sodann diese Tonaufnahme hört und
den Eindruck hat, dass sich der Hund um sich selbst dreht und mit
den Bewegungen der Einheit 50 entfernt oder nähert.
-
Wenn
die Schallquelle ein Musikinstrument ist, ist es. möglich, der
Aufzeichnung völlig
neue Effekte zu verleihen, wobei insbesondere die Einheit 50 um
ein Klavier gedreht wird, was eine Aufzeichnung ergibt, deren Reproduktion
eine variable Stärke
hat, und den Eindruck von unvermuteten, da nicht realen Bewegungen
des Klaviers vermittelt, wie beispielsweise ein Fliegen des Klaviers über dem
Zuhörer.
-
Als
Schallquelle kann eine Aufzeichnung verwendet werden, die von einem
Lautsprecher, einem Tonband beispielsweise, verbreitet wird, die
mit anderen besonderen Aufzeichnungen gemischt werden kann.
-
Ein
von einer Schallwand verbreitetes Magnetband kann neu aufgezeichnet
und dann wieder in einen anderen, künstlichen Tonraum gestellt
werden.
-
Nachdem
Instrumente einzeln nach dem erfindungsgemäßen Verfahren aufgezeichnet
wurden, erfolgt ein Mischen, das es ermöglicht, eine echte „Skulptur" des Tonbandes zu
erzeugen, da Reliefeffekte erzielt werden, die sich aus Entfer nungen,
Annäherungen
und Schwenken in Bezug auf das Instrument, das seinerseits feststehend
bleibt, ergeben.
-
Die
Verschiebung der gesamten Einheit und der Mikros, die sie trägt, ermöglicht es,
in alle Raumrichtungen den Abstand jedes Mikros zu der Quelle auf
differentielle Weise zu variieren und dieser Quelle eine der beiden
Seiten der virtuellen Querebene zuzuwenden.
-
Natürlich ist
das erfindungsgemäße Verfahren
mit mehreren Schallquellen und nicht nur mit einer verwendbar, und
wenn beispielsweise ein Symphonieorchester oder eine große Jazzformation
aufgezeichnet werden, ist es möglich,
Effekte zu erzielen, die jenen des Zooms in der Optik entsprechen, nämlich ohne
in irgendeiner Weise die musikalische Ausführung zu verändern, dieses
oder jenes Instrument oder auch einen Teil des Orchesters gegenüber einem
anderen zu bevorzugen. Nachdem besondere Aufzeichnungen durchgeführt wurden,
werden sie frei, je nach Wunsch des Benutzers, auf zwei Aufzeichnungsspuren
zusammengefügt,
um die rechten und linken Aufzeichnungen, die betroffen sind, beim Hören entweder
am rechten oder am linken Hörer
zu gruppieren.
-
Unter
Bezugnahme auf 17 ist eine besondere Anwendung
der Erfindung zu sehen, die durch ein Beispiel dargestellt ist,
das zuerst eine Tonaufnahme im Studio 60, umfassend ein
Mikro 61 jedes bekannten Typs, das hier als eines vom monophonen
Typ gewählt
wurde, vorsieht. Das Mikro 61 ist durch ein leitendes Kabel 62 an
ein Aufzeichnungsgerät 63 angeschlossen,
das hier durch einen Kassettenrecorder symbolisiert ist.
-
Die
aufgenommene Kassette 64 enthält somit eine so genannte „ursprüngliche" Aufzeichnung, die
als „flach" bezeichnet werden
kann, da die Tonaufnahme im Studio 60 in Ruhe erfolgt.
Die Aufzeichnung betrifft somit nur Stimmen, die vor dem Mikro 61 vorgetragen
werden, oder Musik, die von jedem Raumgeräusch isoliert ist.
-
Die
Kassette 64 wird in einem Lesegerät 65, wie der Pfeil
F4 zeigt, angeordnet, das mit zwei Schallwänden 66 und 67 verbunden
ist, wobei die Gesamtheit an einem vom Aufzeichnungsstudio 60 getrennten
Ort 70 angeordnet ist.
-
Erfindungsgemäß werden
die von den Schallwänden 66 und 67 verbreiteten
Töne erfasst und
dann aufgezeichnet, entgegen allen allgemein anerkannten Prinzipien,
die von der Feststellung ausgehen, dass die Qualität der eingefangenen
Töne durch
die Eigenschaften des Lesegeräts,
seine Vibrationen und Unvollkommenheiten beeinträchtigt wird, abgesehen von
den Fehlern des Aufzeichnungsträgers
oder den Nebengeräuschen,
die an dem Ort, an dem diese Aufzeichnung stattfindet, vorhanden
sind.
-
Hier
wird aber die oben beschriebene Einheit 50 an dem Ort 70 verwendet,
der natürlich
oder künstlich
ist, eventuell mit einem Tongeräusch,
so dass es diese Tonaufnahme dem Bediener nicht nur ermöglicht,
die Einheit 50 zu verschieben, wie dies durch einen langen
Sinuspfeil F5 symbolisiert ist, sondern auch zu den ursprünglich aufgezeichneten Tönen jene
hinzuzufügen,
die an dem Ort der Tonaufnahme vorhanden waren, d. h. nicht nur
die natürlichen
Raumgeräusche
oder hinzugefügten
Geräusche,
sondern auch die Töne,
die auf die Bedingungen des Orts 70 selbst zurückgehen,
insbesondere die nach einem Nachhall an nahen Hindernissen erfassten:
Mauern, Decken, diverse Gegenstände, usw.
-
Wenn
beispielsweise im Studio 60 eine Erstaufzeichnung eines
Symphonieorchesters durchgeführt
wird, werden möglichst
reine Töne
erhalten, allerdings nicht leibhaftig, kalt, flach, wenn die Hörbedingungen
direkt in einem echten Konzertsaal betrachtet werden.
-
Die
Erfindung ermöglicht
es, aus dieser Erstaufzeichnung eine so genannte „spezifische" stereophone Aufzeichnung
mit Hilfe einer Einheit 50 in einem großen Saal, wie beispielsweise
einem Konzert- oder Theatersaal zu erhalten, so dass die spezifische
Aufzeichnung zu dem Orchester die Raumtöne und den Nachhall des Saals
hinzufügt,
wobei dies durch die der Erfindung eigenen Tonaufnahmebedingungen
bereichert wird.
-
Die
Einheit 50 ist mit einem Leiter 71 an ein stereophones
Aufzeichnungsgerät 73 angeschlossen,
mit dem eine spezifische Aufzeichnung auf einem Träger erhalten
wird, der hier schematisch durch eine Kassette 74 dargestellt
ist.
-
Dann
wird in einem Lokal 75, das ein Studio sein kann, der ursprüngliche
Aufzeichnungsträger 64 in
einem Lesegerät 76 (Pfeil
F6) und der spezifische Aufzeichnungsträger 74 in einem Lesegerät 77 (Pfeil F7)
angeordnet, die beide mit einem Aufzeichnungsgerät 78 durch Leiter 79 und 80 verbunden
sind.
-
Die
beiden Lesegeräte 76 und 77 werden synchronisiert,
um eine Überlagerung
der Erstaufzeichnung und der spezifischen Aufzeichnung zu erzielen,
wobei diese Kombination zu einer so genannten „definitiven" Aufzeichnung führt, die
auf einem Aufzeichnungsträger
angeordnet ist, der durch eine Kassette 81 symbolisiert
ist.
-
Diese
Aufzeichnungsvorrichtung kann natürlich durch spezifische Mittel,
wie beispielsweise mehrspurige Aufzeichnungsgeräte, Software, die die so genannte „D t D"-Technologie, Abkürzung für „Direct
to Disk" verwenden,
usw. optimiert werden.
-
Dieser
Aufzeichnungsträger
stellt nach den spezifischen Behandlungen zur Masterbildung den Master
dar, von dem aus so viele Kopien wie erforderlich gemacht werden
können, wobei
die Kopien für
die Verbreitung im Handel bestimmt sind.
-
Natürlich können die
Kassetten, die in 17 dargestellt sind, in Wirklichkeit
Aufzeichnungsträger
aller Arten sein, insbesondere Kinofilmtonbänder oder Videokassetten.
-
Diese
Aufzeichnungsträger
sind für
die Lesegeräte
selbst jedes bekannten Typs bestimmt, die mit Signalumformern, wie
beispielsweise Kopfhörern oder
Schallwänden,
verbunden sind.
-
Wenn
es sich um Theatersäle
handelt, stellen Schallwände,
die wie oben erklärt,
angeordnet sind, nämlich
in der Nähe
des Schirms, an den Seiten und hinten im Saal, eine Verbreitungseinheit
dar, die bisher unbekannte Leistungen aufweist, insbesondere auf
Grund der Tatsache, dass es die erfindungsgemäße Tonaufnahme ermöglicht,
beim Hören
ein „Tongleiten" wiederzugeben, das
den Effekt des Schalllochs völlig
unterbindet, so dass es nun möglich
ist, Töne
von Schallwand zu Schallwand ohne irgendeine Diskontinuität zirkulieren
zu lassen, und folglich ist die Verwendung von Mehrfachschallwänden nicht
mehr der Reproduktion von raschen, heftigen Tönen vorbehalten, sondern auch
für die
langsameren Töne,
wie beispielsweise die Schritte einer Person, die sich nähert oder
entfernt, geeignet.
-
Was
die Musikaufzeichnungen betrifft, ist zu verstehen, dass nun Aufzeichnungen
im Studio angeboten werden können,
die eine perfekte Qualität haben
und das Gefühl
vermitteln, dass sie in einem großen Konzertsaal stattgefunden
haben.
-
Zusammenfassend
hört der
Zuhörer
zu Hause ein Orchester, als wäre
er alleine in einem Konzertsaal, mit dem vollständigen Gefühl von Raum und Realismus,
aber ohne die Nachteile eines großen Publikums: wiederholtes
Husten, falsch eingesetzter Applaus, usw.
-
Bei
der Endaufzeichnung werden die Tonpegel der Lesegeräte 76 und 77 angepasst,
damit sich der Tonpegel der Erstaufzeichnung auf einer Höhe befindet,
die als Referenzhöhe
angesehen wird, während
der Tonpegel der spezifischen Aufzeichnung beiderseits der Referenzhöhe entwickelt
werden kann. Um die Idee zu fixieren, dass mit Null die Referenzhöhe bezeichnet
wird, erstreckt sich der Tonpegel der spezifischen Aufzeichnung
von –5
bis +5 in Abhängigkeit
von dem spezifischen Raumeffekt, der erzielt werden soll.