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Die Erfindung betrifft eine Etikettbahn, welche eine Schicht aus Etikettmaterial
aufweist mit gegenseitig parallelen ersten und zweiten Seitenkanten, welche sich
in der Längsrichtung der Etikettbahn erstrecken, und welche auf einer Unterseite
einer Schicht von Klebstoff und auch eine Schutzschicht aufweist, welche gegen
die Klebeschicht anliegt, und davon ablösbar ist.
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EP-B-0, 140,420, im Namen des Anmelders, offenbart eine Etikettbahn mit einer
Anzahl von selbstklebenden Etiketten, welche in einem Abstand voneinander auf
einer Trägerbahn positioniert sind. Die Etiketten sind jeweils mit einer
transversalen Perforation versehen, mittels welcher sie in zwei Teile getrennt werden.
Nachdem sie von der Trägerbahn abgelöst worden sind, können die Etiketten auf
eine Medizinflasche, ein Probenröhrchen, eine Ampulle oder ähnliches geklebt
werden. Das Trägerbahnmaterial, welches unterhalb eines ersten Etikettteils
positioniert ist, wird durchgeschnitten, so dass das Material von der Trägerbahn mit
dem Etikett abgelöst wird. Der erste Teil eines jeden Etiketts ist dazu gedacht,
entlang der Perforation des zweiten Etikettteils abgerissen zu werden, welches auf
einen Behälter geklebt ist, und z. B. auf eine Patientenkarte geklebt werden soll.
Das Trägerbahnmaterial des ersten Etikettteils, welches an dem Etikett befestigt
verbleibt, wenn das Etikett von der Trägerbahn abgelöst wird, erstreckt sich etwas
über die Perforation hinweg. Wenn das Etikett auf einem Behälter platziert wird,
klebt sein erstes Teil nicht an dem Behälter, was auf das Vorhandensein des
Trägermaterials zurückzuführen ist. Demzufolge wird eine vorstehende Lasche
gebildet, welche von dem Behälter durch den Benutzer leicht weggezogen werden
kann. Aufgrund des Teils des Trägerbahnmaterials, welches über die Perforation
hinweg hervorsteht, kann dieses Material leicht von dem abgelösten ersten Teil
des Etiketts entfernt werden.
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Obwohl solche Etiketten sehr nützlich im Fall von manueller Anwendung sind,
werden solche Etiketten, welche in einem Abstand voneinander positioniert sind,
nicht so geeignet für hochgeschwindigkeitsmechanische Anwendungen sein. Es
ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Etikettbahn des oben
genannten Typs vorzusehen, welche für eine mechanische Anwendung mit hoher
Geschwindigkeit geeignet ist, vorzugsweise mit "Hapa"-Maschinen, welche in dem
Stand der Technik bekannt sind. Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung, eine Etikettbahn vorzusehen, welche bedruckt werden kann nach einem
Abwickeln von einer Vorratsrolle, z. B. mittels eines Druckers oder durch
Mehrfarbendruck-Stationen, und welche auf einem Behälter durch mechanische Mittel
direkt danach platziert werden können.
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Zu diesem Zweck ist die Etikettbahn gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch
gekennzeichnet, dass die Schicht des Etikettmaterials mit zwei
Schwächungslinien versehen ist, welche in einem Abstand voneinander positioniert sind, und sich
in der Längsrichtung erstrecken, wobei die Schutzschicht zwei Schnitte in der
Längsrichtung enthält, wovon die erste zwischen der ersten Seitenkante und der
ersten Schwächungslinie der Schicht des Etikettmaterials positioniert ist, und der
zweite Schnitt unterhalb oder nahe der zweiten Schwächungslinie der Schicht des
Etikettmaterials positioniert ist.
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Die Etikettbahn gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst keine einzelnen
Etiketten. Solche Etiketten können dadurch gebildet werden, dass sie von dem
Streifen in der Querrichtung abgeschnitten werden, z. B. nach deren Bedrucken. In
diesem Fall trennt die erste Schwächungslinie jedes Etikett in einen ersten und
einen zweiten Teil. Nach Entfernen der Schutzschicht des Etikettmaterials entlang
der Schnitte in dieser Schicht, ist der Klebstoff auf den Seitenkantenbereichen
eines Etiketts exponiert, und das Etikett kann durch diese Seitenkantenbereiche
auf einen Behälter geklebt werden. Der Teil der Schutzschicht, welcher zwischen
den Schnitten positioniert ist, verbleibt auf dem Etikettmaterial aufgebracht, und
bedeckt immer noch den Klebstoff eines zentralen Etikettteils, so dass das Etikett
nicht an dem Behälter an derjenigen Position haftet. Durch Wegziehen der Schicht
des Etikettmaterials entlang der zweiten Schwächungslinie wird eine Kante des
ersten Etikettteils, welches nicht an dem Behälter anhaftet, von den
Seitenkantenbereichen des Etiketts abgelöst, welche an dem Behälter anhaften, so dass der
zentrale erste Etikettteil von dem Behälter hervorsteht. Dieser Teil kann
anschließend durch den Benutzer gefasst werden, und von dem zweien Etikettteil entlang
der ersten Schwächungslinie weggerissen werden. Der Benutzer hat nun ein
abgelöstes bedrucktes Etikettteil mit einer Schutzschicht auf dessen Rückseite,
wobei die Schutzschicht leicht hervorsteht mittels eines Kantenbereichs, welcher
durch den ersten Schnitt abgegrenzt wird, von unterhalb des abgelösten
Etikettteils. Dieser Kantenbereich der Schutzschicht kann einfach gegriffen werden und
von der Klebeschicht des abgelösten Etikettteils entfernt werden. Das abgelöste
Etikettteil kann dann auf eine Patientenkarte geklebt werden, auf einen anderen
Behälter oder auf jegliche gewünschte Oberfläche.
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Die Schutzschicht erstreckt sich vorzugsweise über die volle Breite der Schicht
des Etikettmaterials, so dass eine gleichmäßig geformte Rolle erhalten wird, wenn
die Etikettbahn aufgerollt wird. Die zweite Schwächungslinie in der Schicht des
Etikettmaterials ist vorzugsweise in der Form von zwei Schwächungslinien,
welche in einem kurzen Abstand voneinander positioniert sind, so dass ein
Abreißstreifen in dem Etikettmaterial gebildet wird. Der Abreißstreifen kann mit
Abreißteilen versehen sein. Wenn ein Etikett auf einen Behälter aufgebracht wurde,
kann der Benutzer diese Abreißteile leicht greifen, und den Abreißstreifen in der
vertikalen Richtung wegreißen, mit dem Ergebnis, dass der erste Teil des Etiketts
von dem Behälter wegkommt, und entlang der ersten Schwächungslinie abgelöst
werden kann. Die Abreißteile können vorzugsweise zwei kurze parallele Schnitte
aufweisen.
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In einer weiteren Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung ist der
zweite Schnitt der Schutzschicht zwischen der ersten Schwächungslinie der
Schicht des Etikettmaterials und der zweiten Seitenkante positioniert, wobei die
Schutzschicht auch für jede Schwächungslinie der Schicht des Etikettmaterials
einen Schnitt aufweist, welcher unterhalb der Schutzschicht positioniert ist.
Aufgrund der Tatsache, dass die Schutzschicht auch einen Schnitt aufgewiesen hat,
welcher in sich an oder nahe der Position der Schwächungslinien in dem
Etikettmaterial hergestellt wurde, insbesondere an der Position unterhalb des
Abreißstreifens, kann die Schutzschicht gleichzeitig mit dem Abreißstreifen entfernt
werden, so dass der erste Etikettteil effektiv von dem Behälter gelöst werden
kann, um durch den Benutzer abgelöst zu werden. Eine Anzahl von
Ausführungsformen der Etikettbahn gemäß der vorliegenden Erfindung und des Verfahrens
zum Bedrucken und Aufbringen individueller Etiketten auf einen Behälter werden
beispielhaft mit Bezug auf die angehängte Zeichnung diskutiert werden, in
welchen:
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Fig. 1 zeigt einen Behälter, welcher mit einem Etikett gemäß der vorliegenden
Erfindung versehen ist, bevor der erste Etikettteil abgelöst wird;
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Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht eines Teils der Etikettbahn gemäß der
vorliegenden Erfindung;
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Fig. 3 und 4 zeigen schematisch das Ablösen des ersten Etikettteils gemäß der
vorliegenden Erfindung;
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Fig. 5 zeigt schematisch ein Verfahren zum Bedrucken und Aufbringen eines
Etiketts, wobei eine Etikettbahn gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendet wird; und
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Fig. 6 und 7 zeigen zwei alternative Ausführungsformen einer Etikettbahn gemäß
der Erfindung.
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Fig. 1 zeigt ein Etikett 1 gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei das Etikett auf
einem Behälter 2, wie beispielsweise einer Medizinflasche, aufgebracht worden
ist. Das Etikett 1 weist einen ersten Teil 3 und einen zweiten Teil 4 auf, wobei die
Teile entlang einer ersten Schwächungslinie 5 in der Form von einer Perforation
zwischenverbunden sind. Der erste Teil 3 ist mit einem dritten Etikettteil 8 durch
zwei weitere Schwächungslinien 6 und 7 verbunden. Die Etikettteile 4 und 8 sind
durch eine Klebstoffschicht auf dem Behälter 2 aufgeklebt. Die Rückseite des
ersten Etikettteils 3 ist mit einer Schutzschicht versehen, so dass dieser Teil nicht
an dem Behälter 2 haftet. Ein Abreißstreifen 9, bei welchem sich die
Schutzschicht auch auf der Rückseite befindet, ist zwischen den Schwächungslinien 6
und 7 ausgebildet, so dass dieser Abreißstreifen auch nicht an dem Behälter 2
haftet. Zwei Schnitte 10 und 11 sind auf der oberen Seite des Abreißstreifens 9
hergestellt, wodurch eine Lasche, mittels welcher der Benutzer den Abreißstreifen
9 in der vertikalen Richtung entlang der Perforation 6, 7 wegziehen kann,
ausgebildet wird. Auf diese Weise kommt der erste Etikettteil 3 von der
Perforationslinie 6 von dem Teil 8, welches auf dem Behälter 2 klebt, weg, so dass der erste
Etikettteil 3 von dem Behälter 2 hervorragt, und leicht zum Aufbringen auf ein
anderes Substrat gelöst werden kann. Der zweite Etikettteil 4 mit dem Aufdruck
auf ihm haftet weiterhin auf dem Behälter 2.
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Fig. 2 zeigt einen Teil der Etikettbahn 12 gemäß der vorliegenden Erfindung,
welcher in rechten Winkeln zu der Längsrichtung durchgeschnitten ist. Die
Etikettbahn 12 umfasst eine Schicht von Etikettmaterial 13 und eine Schutzschicht 14,
welche unterhalb dieser positioniert ist. Die Etikettbahn 12 wird durch
Seitenkanten 15, 15' begrenzt, welche sich in der Längsrichtung erstrecken, und umfasst
drei Schwächungs- oder Perforationslinien 16, 17 und 18. Ein selbstklebender
Zusatz ist über die gesamte Unterseite 19 der Schicht des Etikettmaterials 13
aufgebracht. Die Schutzschicht 14 ist mit zwei Schnitten 20, 21 versehen, welche
sich in der Längsrichtung erstrecken.
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Wenn ein Etikett aufgebracht wird, werden die Seitenkantenbereiche 22 und 23
der Schutzschicht 14 von der Schicht des Etikettmaterials 13 entfernt. Der
Mittelteil der Schutzschicht 14 wird auf der Unterseite des ersten Etikettteils 24 und auf
einem kleinen Teil des zweiten Etikettteils 25 belassen und wird auf einem
Behälter mittels der Etikettteile 25 und 26 platziert. Die Schutzschicht 14 ist auch
mit zweit Schnitten 27 und 28 versehen, welche unterhalb der Perforationslinien
17 und 18 positioniert sind. In der gezeigten Ausführungsform ist eine
Trägerschicht 30 unterhalb der Schutzschicht 14 vorgesehen. Die Seitenkantenbereiche
22 und 23 der Schutzschicht 14 können permanent auf der Trägerschicht 30 fixiert
sein, so dass die Seitenkantenbereiche von der Schicht des Etikettmaterials 13 auf
ein Entfernen der Trägerschicht 30 hin abgelöst werden. Aufgrund der Tatsache
,dass der Schnitt 20 in der Schutzschicht 14 zwischen der Perforationslinie 16 und
der Seitenkante 15 positioniert ist, wird ein überlappender Teil gebildet, nachdem
der erste Etikettteil 24 entlang der Perforationslinie 16 abgelöst worden ist, so
dass der zentrale Teil der Trägerschicht leicht durch den Benutzer von dem ersten
Etikettteil 24 abgelöst werden kann, wie detaillierter in Fig. 3 und 4 gezeigt
ist.
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Wie in Fig. 3 gezeigt ist, kann der Abreißstreifen 31, welcher zwischen den
Perforationslinien 17 und 18 positioniert ist und aus einer oberen Schicht des
Etikettmaterials und der Schutzschicht, welche unterhalb von ihr positioniert ist, gebildet
wird, durch den Benutzer in der Richtung des Pfeils A weggezogen werden. Dies
bewirkt, dass der erste Etikettteil 24 weg von der Perforationslinie 17 kommt, und
dieser Etikettteil wird von dem Behälter hervorstehen. Dieser Teil kann dann
durch den Benutzer gegriffen werden, und von dem zweiten Etikettteil 25 abgelöst
werden, wie schematisch durch Pfeil B gekennzeichnet ist. Wie in Fig. 4 gezeigt,
umfasst der abgelöste Etikettteil 24 eine obere Schicht des Etikettmaterials und
eine Schutzschicht 14, welche von unterhalb dessen hervorsteht, wobei die
Schutzschicht leicht durch den Benutzer an dem schraffierten Teil abgelöst
werden kann, welcher in der Figur gezeigt ist, um den Klebstoff des Etikettteils 24 zu
exponieren.
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Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht einer Vorrichtung für ein automatisches
Drucken und Aufbringen von Etiketten gemäß der vorliegenden Erfindung. Die
Etikettbahn 12 wird in einer Vorratsrolle 35 geliefert, und wird unterhalb einer
Druckstation 36 geführt. Die Druckstation 36 kann eine flexographische
Druckstation oder einen Drucker mit z. B. Vier-Farben-Druck umfassen. Nachdem die
Etikettteile 24, 25 und 26 mit dem gewünschten Druck versehen worden sind,
wird die Etikettbahn 12 zu einer Umlenkrolle 37 und einem Etikettmesser 37'
zugeführt, wo die Schicht des Etikettmaterials 13 mit einem Messer 39 in rechten
Winkeln zu der Längsrichtung durchgeschnitten wird. Die Trägerschicht 30 mit
den Kantenbereichen 22 und 23 der Schutzschicht 14 werden zu einer Wickelrolle
38 ausgegeben. Nachdem sie durch das Messer 39 abgeschnitten wurden, werden
die einzelnen Etiketten durch einen Greiferkopf 40 gegriffen, welcher eine Anzahl
von drehbaren Vakuumgreifelementen 41 aufweist. Nachdem um 90º gedreht,
wird das Etikett, auf welchem die Klebschicht exponiert worden ist, durch ein
Greifelement 41 durch den rotierenden Greifkopf 40 gegen einen Behälter 42
gedrückt, wobei die Behälter in einer rotierenden Art und Weise durch ein
Zuführfördermittel 43 zugeführt werden. Da die Behälter 42 rotieren, wie schematisch
durch die Pfeile gezeigt ist, können die Etiketten auf die Behälter 42 ohne ein
Rutschen aufgebracht werden. Eine sehr hohe Geschwindigkeit der Anwendung
ist möglich mit der Vorrichtung gemäß Fig. 5, und das Bedrucken und Aufbringen
der Etiketten ist in einer effizientem Weise in einer einzigen Vorrichtung
integriert. Da die Etikettbahn gemäß der vorliegenden Erfindung vorzugsweise von
einer flachen Konstruktion ist, kann die Bahn in einer stabilen Art und Weise auf
der Vorratsrolle 35 zugeführt werden.
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Fig. 6 zeigt eine alternative Ausführungsform eines Etiketts gemäß der
vorliegenden Erfindung, in welcher die Schicht des Etikettmaterials 45 mit zwei Perforationslinien 46 und 47 versehen ist. Die Schutzschicht 48 umfasst einen Schnitt 49,
welcher auf der linken Perforationslinie 46 positioniert ist, und eine zweiten
Schnitt 50, welcher unterhalb der Perforationslinie 47 positioniert ist. Ein
Gewinde 51 kann unterhalb des Schnittes oder Schwächungslinie 50 der Schutzschicht
48 zum Zwecke des Lösens des ersten Etikettteils 52 von dem zweiten Etikettteil
53 vorgesehen sein.
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Schließlich zeigt Fig. 7 eine Ausführungsform, in welcher die
Seitenkantenbereiche auf jeder Seite der Schnitte 55 und 56 der Schutzschicht 57 entfernt worden
sind, und in welcher die Schicht des Klebstoffs auf der Unterseite der Schicht des
Etikettmaterials 58 in diesem Seitenkantenbereich durch die Trägerschicht 59
bedeckt ist. Ein Abreißstreifen 60 ist gebildet durch Schwächungslinien und
Schnitte, welche durch die Schicht des Etikettmaterials 58 und die Schutzschicht 57
hergestellt worden sind, wobei die Schnitte in der vertikalen Richtung in Fig. 7
ausgerichtet sind und durch gepunktete Linien 61 und 62 gekennzeichnet sind. Solch
eine Anordnung der Etikettbahn ist nicht so vorteilhaft, da eine Variation in der
Schichtdicke auftritt, so dass, wenn eine Bahn des Etikettmaterials auf einer
Vorratsrolle platziert wird, die Bahn unstabil werden kann.