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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft Temperatur-Steuersysteme, die die Temperatur
einer elektronischen Vorrichtung in der Nähe einer konstanten Sollwert-Temperatur
halten, während
die Vorrichtung geprüft
wird; und sie betrifft Untergruppen, die Schlüsselabschnitte dieser Temperatur-Steuersysteme
umfassen.
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Zwei
spezifische Beispiele für
elektronische Vorrichtungen, die in der Nähe einer konstanten Temperatur
geprüft
werden müssen,
sind auf Platten montierte integrierte Chips oder freiliegende Chips, die
nicht auf Platten montiert sind. In den Chips kann jede Art von
Schaltung wie beispielsweise eine Digitallogik-Schaltung oder Speicher-Schaltung
oder Analog-Schaltung integriert sein. Die Schaltung in den Chips
kann sich auch aus irgendeiner Transistor-Art wie beispielsweise
Feldeffekt-Transistoren oder
bipolaren Transistoren zusammensetzen.
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Ein
Grund dafür
zu versuchen, die Temperatur eines Chips konstant zu halten, während er
geprüft
wird, liegt darin, dass die Geschwindigkeit, mit der der Chip arbeitet,
Temperaturabhängig
sein kann. Ein Chip, der z. B. aus komplementären Feldeffekt-Transistoren
(CMOS-Transistoren) besteht, erhöht
für gewöhnlich seine
Betriebsgeschwindigkeit um etwa 0,3% je °C-Abnahme in der Chip-Temperatur.
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Eine übliche Praxis
in der Chip-Industrie ist es, eine besondere Chip-Art in Massenfertigung
herzustellen und sie dann nach der Geschwindigkeit zu sortieren
und die schneller arbeitenden Chips zu einem höheren Preis zu verkaufen. CMOS-Speicherchips und
CMOS-Mikroprozessorchips werden auf diese Weise verarbeitet. Um
die Geschwindigkeit dieser Chips richtig zu bestimmen, muss die
Temperatur eines jeden Chips etwa konstant gehalten werden, während der
Geschwindigkeitstest durchgeführt
wird.
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Das
Halten der Chiptemperatur in der Nähe eines konstanten Sollwerts
ist relativ einfach, wenn die Augenblicks-Verlustleistung des Chips
konstant gehalten wird oder in einem kleinen Bereich variiert, während der
Geschwindigkeitstest durchgeführt
wird. In diesem Fall ist es lediglich nötig, den Chip mittels eines
festgelegten thermische Widerstands an eine thermische Masse zu
koppeln, die bei einer festen Temperatur liegt. Wenn z. B. die maximale
Chip-Leistungsänderung
10 Watt beträgt
und die Kopplung zwischen dem Chip und der thermischen Masse 0,2°C/Watt ist,
dann wird die Chiptemperatur höchstens
um 2°C variieren.
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Wenn
jedoch die Augenblicks-Verlustleistung des Chips in einem weiten
Bereich nach oben und unten variiert, während der Geschwindigkeitstest durchgeführt wird,
dann ist es sehr schwer, die Chiptemperatur nahe am konstanten Sollwert
zu halten. Jedesmal, wenn die Vorrichtungs-Verlustleistung eine
große Änderung
durchmacht, werden auch seine Temperatur und Geschwindigkeit eine
große Änderung
durchmachen.
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Das
obige Probelm ist vor allem in CMOS-Chips heftig, da ihre Augenblicks-Verlustleistungen
zunehmen, wenn die Zahl der CMOS-Transistoren, die EIN- oder AUS-Schalten,
zunimmt. Während
des Geschwindigkeitstests eines CMOS-Chips ändert sich die Zahl der Transistoren, die
schalten, ständig;
solchermaßen ändern sich
die Verlustleistung der Chips und die Temperatur und die Geschwindigkeit
unaufhörlich.
Auch ändert
sich die Größe dieser Änderungen,
wenn mehrere Transistoren in einem einzelnen Chip integriert sind,
da die Zahl der Transistoren, die in irgendeinem besonderen Moment
schalten, von Null bis zu allen Transistoren auf dem Chip wechseln
kann.
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Im
Stand der Technik wurden mehrere Temperatur-Steuersys teme für Chips
von integrierten Schaltungen von den folgenden US-Patenten offenbart:
5.420.521;
5.297.621; 5.104.661;
5.315.240; 5.205.132; 5.125.656;
5.309.090;
5.172.049; 4.734.872.
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Jedoch
ist keines der Temperatur-Steuersysteme, die in den obigen Patenten
offenbart werden, dazu in der Lage, dass Geschwindigkeitstests an Chips
ablaufen, deren Verlustleistung während des Tests stark variiert.
Dies geschieht, da die obigen Temperatur-Steuersysteme nicht schnell
genug reagieren können,
um diese Augenblick-Leistungsänderungen
ausgleichen zu können.
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Im
obigen Patent '656
und '661 und '090 und '240 werden keine
Mittel bereitgestellt, um Wärme vom
Chip zu entfernen; sie schließen
bloß verschiedene
Heizer ein, um Wärme
an den Chip hinzuzufügen.
Diese Steuersysteme sind nur für
den Anstieg der Chiptemperatur auf höhere Grade wie beispielsweise über 200°C geeignet,
bei der "Einbrenn-Tests" durchgeführt werden.
Bei jeder höheren
Temperatur wird der Ausfall schwacher oder fehlerhafter Komponenten
in einem Chip beschleunigt, und der "Einbrenn-Test" bewirkt, dass diese Komponenten nach mehreren
Stunden versagen.
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In
den obigen Patenten '872, '132 und '621 wird die Chiptemperatur
erhöht
oder gesenkt, indem ein Temperatur-geregelter Gas-Strahl auf den
Chip gerichtet oder der Chip in eine Temperaturgeregelte Flüssigkeit
getaucht wird. Jedoch werden diese Steuersysteme durch die Geschwindigkeit
begrenzt, bei der die Temperatur des Gasstrahls bzw. der Flüssigkeit
erhöht
oder gesenkt werden kann.
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Im
Patent '521 wird
in 7 ein Steuersystem
offenbart, das sowohl einen Heizer zum Erwärmen des Chips als auch einen
Flüssigkeits-gekühlten Aluminiumblock
zum Kühlen
des Chips einschließt. Dennoch
ist das Steuersystem der 7 nicht
in der Lage zu ermöglichen,
dass Tests an den Chips ablaufen, die während des Tests ihre Verlustleistung
stark ändern,
da es nicht schnell genug reagieren kann, um diese Leistungsänderungen
zu kompensieren. Warum diese Unzulänglichkeiten auftreten, wird
hierin detailliert in Verbindung mit den 8, 9 und 10 erklärt.
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Entsprechend
liegt eine Hauptaufgabe der hierin offenbarten Erfindungen darin,
neuartige Temperatur-Steuersysteme und neuartige Untergruppen für diese
Systeme bereitzustellen, die schnell auf große Schwankungen in der Verlustleistung
innerhalb einer elektronischen Vorrichtung reagieren und dadurch
die Vorrichtungstemperatur in der Nähe einer konstanten Sollwert-Temperatur
halten, während
die Vorrichtung geprüft
wird.
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KURZE ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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In Übereinstimmung
mit der Erfindung der Akte 550.577 umfasst ein Temperatur-Steuersystem, das
die Temperatur einer elektronischen Vorrichtung etwa am Sollwert
hält: einen
elektrischen Heizer, der eine erste Oberfläche hat, die mit der elektronischen Vorrichtung
einen Kontakt herstellt, und eine zweite Oberfläche, die der ersten Oberfläche gegenüberliegt;
einen Kühlkörper, der
an die zweite Oberfläche des
Heizers gekoppelt wird, der die Hitze von der elektronischen Vorrichtung
durch die zweiten Oberfläche
des Heizers absorbiert; einen Temperatursensor, der an die elektronische
Vorrichtung gekoppelt ist und der die Vorrichtungstemperatur Td abtastet; und eine am Temperatursensor
und am Heizer gekoppelte Steuerschaltung, die die Leistung für den Heizer verringert,
wenn die abgetastete Temperatur der elektronischen Vorrichtung über den
Sollwert liegt, und umgekehrt. Wenn die Heizertemperatur Th unter Td liegt,
dann strömt
die Hitze von der elektronischen Vorrichtung durch den Heizer zum
Kühlkörper; und die
Rate des Wärmestroms
erhöht
sich, wenn Td–Th steigt.
Wenn Th über
Td liegt, dann strömt die Wärme vom Heizer zur elektronischen
Vorrichtung; und die Rate des Wärmestroms
steigt, wenn Th–Td steigt.
Indem elektrisch nur die Heizerleistung gesteuert wird, wird der
Wärmestrom
an die/von der elektronischen Vorrichtung schnell geregelt; und
dies regelt wiederum schnell die Vorrichtungstemperatur.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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1 zeigt ein Temperatur-Steuersystem, das
eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung bildet, die die Akte Nr. 550.577 hat.
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2 ist ein schematisches
Diagramm, das den Betrieb des Temperatursteuersystems der 1 zu erklären hilft.
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3 bildet das schematische
Diagramm der 2 nach
und schildert den Betrieb des Steuersystems der 1 für
den Fall, dass sich die Verlustleistung in der elektronischen Vorrichtung
erhöht.
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4 bildet das schematische
Diagramm der 2 nach
und schildert den Betrieb des Steuersystems der 1 für
den Fall, dass die Verlustleistung in der elektronischen Vorrichtung
abnimmt.
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5 ist eine Reihe von Differentialgleichungen,
die das Verhalten des Steuersystems der 1 genau definieren.
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6 zeigt, wie mehrere Parameter
im Steuersystem der 1 variieren,
wenn dieses System mithilfe der Gleichungen der 5 simuliert wird.
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7 zeigt, wie mehrere zusätzliche
Parameter im Steuersystem der 1 variieren,
wenn dieses System mithilfe der Gleichungen der 5 simuliert wird.
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8 ist ein dem schematischen
Diagramm der 2 ähnliches
schematisches Diagramm, das den Betrieb eines Temperatur-Steuersystems aus dem
Stand der Technik, das im US-Patent 5.420.521 beschrieben wird,
zu erklären
hilft.
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9 ist eine Reihe von Differentialgleichungen,
die das Verhalten des Temperatur-Steuersystems aus der 8 genau definieren und ein
Unterscheidungsmerkmal zwischen dem Betrieb der Steuersysteme der 1 und 8 zu erklären helfen.
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10 ist eine Reihe von Differentialgleichungen,
die ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen dem Betrieb der
Steuersysteme der 1 und 8 zu erklären helfen.
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11 ist eine Reihe von Differentialgleichungen,
die die Grundlage des Temperatur-Steuersystems bilden, das das Aktenzeichen
550.578 hat.
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12 zeigt eine bevorzugte
Ausführungsform
des Temperatur-Steuersystems, das auf die Gleichungen der 11 basiert.
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13 ist eine Anordnung von
Kurven, die durch eine Simulation des Temperatur-Steuersystems der 12 erhalten wird.
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14 ist eine andere Anordnung
von Kurven, die durch eine zweite Simulation des Temperatur-Steuersystems
der 12 erhalten wird,
in der ein besonderer Parameter mit einem Fehler injiziert wird.
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15 listet die Schritte für ein Verfahren auf,
durch das der Fehler im Parameter der 14 erfasst
und berichtigt werden kann.
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16 veranschaulicht, wie
das Verfahren der 15 durchgeführt wird.
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17 zeigt ein Anfangsstadium
der Herstellung einer Untergruppe, die die Erfindung bildet, die
das Aktenzeichen 550.579 hat.
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18 zeigt, wie die Untergruppe
der 17 vervollständigt und
in den Temperatur-Steuersystemen der 1 und 12 eingeschlossen wird.
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19 zeigt, wie ein Film auf
einer elektronischen Vorrichtung in der Untergruppe der 18 entfernt wird.
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20 zeigt eine Modifikation
für eine
Heizerkomponente innerhalb der Temperatur-Steuersysteme der 1 und 12.
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21 zeigt eine Modifikation
für die
Untergruppe der 18.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG
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In 1 bezeichnet die Bezugsziffer 11 eine elektronische
Vorrichtung, die geprüft
werden soll, während
ihre Temperatur in der Nähe
eines konstanten Sollwerts gehalten wird. Zwei spezifische Beispiele
für diese
elektronische Vorrichtung 11 sind ein integrierter Chip,
der in Keramik oder Kunststoff verpackt wird, oder ein unbekleideter
Chip, der nicht verpackt ist. Jede Schaltung, die geprüft werden
muss, kann in der elektronischen Vorrichtung 11 integriert sein;
z. B. eine Digitallogik-Schaltung oder Speicher-Schaltung oder Analog-Schaltung
und diese Schaltung kann sich aus irgendeiner Transistor-Art wie
beispielsweise N-Kanal-Feldeffekttransistoren oder P-Kanal-Feldeffekttransistoren
oder komplementären
Feldeffekttransistoren oder bipolaren Transistoren zusammensetzten.
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An
der elektronischen Vorrichtung 11 sind Dutzende von Eingabe/Ausgabeklemmen 11a eingeschlossen;
jedoch werden um der Einfachheit willen in der 1 nur ein paar dieser Klemmen gezeigt. Diese
Klemmen 11a werden an drei Gruppen von Signalleitungen 12a, 12b und 12c angekoppelt.
An diesen Signalleitungen 12a werden Eingabesignale "TEST-IN" empfangen, die die
elektronische Vorrichtung 11 prüfen; und auf den Signalleitungen 12b werden
Ausgabesignale "TEST-OUT" von der elektronischen
Vorrichtung 11 als eine Antwort auf die Prüfung ausgesandt.
Eine herkömmliche
Testausstattung (nicht gezeigt) ist an die Signalleitungen 12a und 12b gekoppelt,
um jeweils die Signale auf diesen Leitungen zu senden und zu empfangen.
Auf den Signalleitungen 12c werden Ausgabesignale "TEMP" von der elektronischen
Vorrichtung 11 übertragen,
die ihre Temperatur anzeigen. Diese TEMP-Signale stammen von einem
Temperatursensor wie beispielsweise einem/r Temperatur-empfindlichen
Widerstand bzw. Diode her, die in der elektronischen Vorrichtung integriert
ist.
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Alle übrigen Komponenten
12–
17 in
der
1 bilden ein Temperatur-Steuersystem,
das die Temperatur der elektronischen Vorrichtung
11 in
der Nähe
des Sollwerts hält,
während
diese Vorrichtung geprüft
wird. Jede Komponente in diesem Steuersystem wird unten in der TABELLE
1 beschrieben. TABELLE
1
| KOMPONENTE | BESCHREIBUNG |
| 12 | Komponente 12 ist
eine Leiterplatte, die physisch die Komponenten 11, 16, 17 und 18 hält. Die
Leiterplatte 12 enthält
auch mehrere Gruppen von Signal- und Stromleitungen 12a–12g. |
| 13 | Komponente 13 ist
ein dünner,
flacher, elektrischer Heizer, der zwei Hauptoberflächen 13a und 13b hat,
die jeweils gegen die Komponenten 11 und 14 aufliegen. Eine |
| | variable
Menge der elektrischen Strom Ph wird dem
Heizer 13 über
zwei Drähte 13c zugeführt, und
dieser Strom (Leistung) wird innerhalb des Heizers als Wärme zerstreut.
Eine Ausführungsform
des Heizers 13 setzt sich aus Aluminiumnitrid-Keramik zusammen,
in dem elektrische Widerstände
(nicht gezeigt) einheitlich integriert sind, um den Strom von den
Leitern 13c in Wärme
umzuwandeln. |
| 14 | Komponente 14 ist
ein mit einer Flüssigkeit gekühlter Kühlkörper, der
eine hohle Basis 14a hat, in der Kühlrippen (nicht gezeigt) angeordnet
sind. Ein flüssiges
Kühlmittel 14b dringt
aus einer Röhre 14c in
die Basis 14a, und dieses flüssige Kühlmittel tritt über eine
andere Röhre 14d aus
der Basis aus. Dieses Kühlmittel 14b wird
von einer Pumpe (nicht gezeigt) bei einer konstanten Flussrate in
der Basis 14a umgewälzt
und bei einer konstanten Temperatur TL gehalten. |
| 15 | Komponente 15 ist
eine elektrische Steuerschaltung, die die variable Größe des elektrischen
Stroms Ph an den elektrischen Heizer 13 leitet.
Diese Steuerschaltung 15 besteht aus einem Stromregler 16 und
einer variablen Stromquelle 17. |
| 16 | Komponente 16 ist
ein Stromregler, der an drei Gruppen von Signalleitungen 12c, 12d und 12e gekoppelt
ist. Die TEMP-Signale, die die vorhandene Temperatur Td der elektronischen
Vorrichtung 11 anzeigen, werden auf den Signalleitungen 12c empfangen,
und die SETPOINT-Signale, die die Sollwert-Temperatur für die Vorrichtung 11 anzeigen,
werden auf den Signalleitungen 12d empfangen. Auf der Grundlage dieser
zwei Temperaturen und ihrer Änderungsrate
erzeugt der Stromregler 16 Steuersignale CTL auf den Signalleitungen 12e,
die die Leistungsmenge anzeigen, die an den Heizer 13 geleitet
werden sollte, so dass die Temperatur der Vorrichtung 11 in der
Nähe des
Sollwerts bleibt. |
| 17 | Komponente 17 ist
eine variable Stromversorgung, die an die Signalleitungen 12e und
zwei Gruppen an Stromleitungen 12f und 12g gekoppelt
ist. Auf den Signalleitungen 12e werden die Steuersignale
CTL vom Stromregler 16 empfangen, und auf den Stromleitungen 12f werden
eine Netzspannung +V und Masse empfangen. Als Reaktion auf die CTL-Signale
sendet die Stromversorgung 17 die variable Leistungsmenge
Ph auf den Stromleitungen 12g als ein Teil des Stroms,
der von der Netzspannung +V erhältlich
ist. |
| 18 | Komponente 18 ist
ein Verbindungsglied, das die Heizerdrähte 13c mit der variablen Stromversorgung
zusammenschaltet. |
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Während des
Betriebs schwankt die Verlustleistung der elektronischen Vorrichtung 11,
wenn sie von den TEST-IN-Signalen geprüft wird, die sie auf den Signalleitungen 12a empfängt. Diese Änderungen
in der Leistung treten auf, da die Transistoren in der elektronischen
Vorrichtung 11 als Reaktion auf die TEST-IN-Signale ein- und
ausschalten und dadurch in ihrer Verlustleistung variieren. Folglich
neigt die Temperatur der elektronischen Vorrichtung 11 dazu
zu steigen, wenn sich ihre Verlustleistung erhöht; und umgekehrt.
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Innerhalb
der elektronischen Vorrichtung 11 erzeugt ein Temperatursensor
die TEMP-Signale auf den Signalleitungen 12c, die die gegenwärtige Temperatur
der Vorrichtung anzeigen. Diese TEMP-Signale werden an den Stromregler 16 gesandt,
wo sie mit den SETPOINT-Signalen auf den Signalleitungen 12d verglichen
werden. Wenn die Temperatur der Vorrichtung 11 kleiner
ist als die Sollwert-Temperatur, dann erzeugt der Regler 16 die
Steuersignale CTL derart, dass die variable Leistung Ph an
den Heizer 13 erhöht
wird. Wenn umgekehrt die Temperatur der Vorrichtung 11 höher als
die Sollwert-Temperatur ist, dann erzeugt der Regler 16 die
Steuersignale CTL derart, dass die variable Leistung PWR an den
Heizer 13 vermindert wird.
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Kehrt
man nun auf die 2, 3 und 4 zurück, wird
der Betrieb des Steuersystems der 1 detaillierter
beschrieben. Diese Figuren sind schematische Diagramme des Steuersystems
der 1, worin die elektronische
Vorrichtung 11 durch einen thermischen Widerstand θd–h an
den elektrischen Heizer 13 gekoppelt wird; der Heizer 13 wird
durch einen thermischen Widerstand θh–s an
die Kühlkörperbasis 14a gekoppelt;
und die Kühlkörperbasis
wird durch einen thermischen Widerstand θS–L mit
dem flüssigen
Kühlmittel
verbunden. Auch empfängt
die elektronische Vorrichtung 11 in den 2–4 eine variable Leistungsmenge
Pd und zerstreut sie, und der elektrische Heizer
empfängt
und zerstreut eine variable Leistungsmenge Ph.
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In
den 2–4 verfügt die elektronische Vorrichtung 11 weiterhin über eine
Temperatur Td und eine thermische Masse
Md; der Heizer 13 hat eine Temperatur
Th und eine thermische Masse Mh;
und die Kühlkörperbasis 14a hat
eine Temperatur TS und eine thermische Masse
MS.
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Vorzugsweise
wird die thermische Masse Mh des Heizers
so klein gemacht, wie es praktisch anwendbar ist. Diese Bedingung
unterstützt,
wie unten gezeigt werden wird, die Verbesserung der Geschwindigkeit,
mit der der Heizer 13 seine Temperatur erhöhen oder
senken und dadurch die Temperatur Td der
elektronischen Vorrichtung in der Nähe des Sollwerts halten kann.
Eine geeignete obere Grenze für
die thermische Masse Mh ist, dass sie nicht
größer sein
darf als dreimal die thermische Masse Md der elektronischen
Vorrichtung; und vorzugsweise ist Mh kleiner
als Md.
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Vorzugsweise
ist auch der thermische Widerstand θd–h des
Heizers so klein gemacht, wie es praktisch anwendbar ist. Diese
Bedingung unterstützt,
wie unten gezeigt werden wird, den Anstieg der Wärmemenge, die vom Heizer 13 an
die elektronische Vorrichtung 11 überführt wird, und zwar in Bezug
auf die Wärmemenge,
die vom Heizer 13 an den Kühlkörper 14 überführt wird.
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Eine
geeignete obere Grenze für
den thermischen Widerstand θd–h ist,
dass er nicht größer als dreimal
der thermische Widerstand θh–s zwischen dem
Heizer und der Kühlkörperbasis
sein darf; und vorzugsweise ist θd–h kleiner
als θh–s.
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Unter
Gleichgewichtszuständen
strömt
die Wärme
von der Vorrichtung 11, wie in 2 gezeigt, an einem Wärmepfad 21 entlang
zum flüssigen
Kühlmittel,
und Wärme
strömt,
wie in der 2 gezeigt, vom
Heizer 13 an einem Wärmepfad 22 entlang
zum flüssigen
Kühlmittel.
Unter Dauerzuständen
kommt die Vorrichtungstemperatur auch der Sollwert-Temperatur gleich,
und die Heizertemperatur gleicht der Vorrichtungstemperatur minus
Pdθd–h.
Wenn die Verlustleistung der Vorrichtung Null ist, dann ist der
Wärmestrom
auf dem Pfad 21 Null und Td gleicht
Th.
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Es
sei jetzt angenommen, dass die elektronische Vorrichtung 11 ihre
Verlustleistung Pd steigert und dadurch
bewirkt, dass ihre Temperatur Td über den
Sollwert steigt. Dies wird in 3 gezeigt,
wie es zu den Zeitpunkten t1 und t2 erfolgt. Als Reaktion auf den
Anstieg in der Vorrichtungstemperatur Td über den
Sollwert, wird die Leistung Ph an den Heizer 13 durch
den Regler 16 reduziert; und dies wird in 3 als zum Zeitpunkt t3 erfolgend gezeigt.
Der Heizer 13 hat eine geringe thermische Masse Mh; und folglich fällt die Temperatur Th des Heizers schnell, wenn die Leistung
des Heizers reduziert wird, wie es zum Zeitpunkt t4 angezeigt wird.
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Wenn
die Heizertemperatur gesenkt wird, steigt die Wärmemenge, die von der Vorrichtung 11 am
Wärmepfad 21 entlang
an das flüssige
Kühlmittel überführt wird.
Solchermaßen
beginnt die Vorrichtungstemperatur Td damit,
abzukühlen,
wie es am Zeitpunkt t5 angezeigt wird. Wenn sich die Vorrichtungstemperatur
Td dem Sollwert annähert, erhöht sich die Heizerleistung
Ph, wie am Zeitpunkt t6 angezeigt wird.
Solchermaßen
steigt die Heizertemperatur Th und dadurch
sinkt der Wärmestrom
von der Vorrichtung 11 am Wärmepfad 21 entlang.
Durch die Erhöhung
der Heizerleistung Ph auf den richtigen
Pegel stellt sich wieder ein Gleichgewichtszustand ein, worin der
Wärmestrom
wie in 2 gezeigt ist
und sich die Vorrichtungstemperatur Td am
Sollwert befindet.
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Umgekehrt
sei angenommen, dass die elektronische Vorrichtung 11 ihre
Verlustleistung Pd vermindert und dadurch
bewirkt, dass ihre Temperatur Td unter den
Sollwert fällt.
Dies wird in 4 als zu den
Zeitpunkten t1 und t2 erfolgend gezeigt. Als Reaktion auf den Abfall
in der Vorrichtungstemperatur Td unter den
Sollwert wird die Leistung Ph an den Heizer 13 vom
Regler 16 erhöht;
und dies wird in 4 wie im
Zeitpunkt t3 erfolgend gezeigt. Der Heizer 13 hat eine
geringe thermische Masse Mh; und folglich
steigt die Temperatur Th des Heizers schnell,
wenn die Leistung des Heizers wie zum Zeitpunkt t4 angezeigt erhöht wird.
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Wenn
die Heizertemperatur Th so hoch steigt,
dass sie die Vorrichtungstemperatur Td übersteigt,
wandert ein Teil der Wärme
vom Heizer am Wärmepfad 22a in 4 entlang zur elektronischen Vorrichtung 11 und
ein anderer Teil der Wärme
vom Heizer wandert am Wärmepfad 22b entlang
zum flüssigen
Kühlmittel.
Auch die Wärmemenge,
die auf dem Pfad 22a zur elektronischen Vorrichtung 11 wandert,
steigt, wenn θd–h in
Bezug auf θh–s abnimmt.
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Als
Reaktion auf den Anstieg in der Heizertemperatur zum Zeitpunkt t4
beginnt die Vorrichtungstemperatur Td zu
steigen, wie es zum Zeitpunkt t5 angezeigt wird. Wenn sich die Vorrichtungstemperatur
Td dem Sollwert annähert, flacht die Heizerleistung
Ph ab, wie es zum Zeitpunkt t6 angezeigt
wird. Solchermaßen
sinkt die Heizertemperatur Th und dadurch
der Wärmestrom
vom Heizer am Wärmepfad 22a entlang
zur Vorrichtung 11. Durch den Abfall der Heizerleistung
Ph auf den richtigen Pegel, stellt sich wieder
ein Gleichgewichtszustand ein, in dem der Wärmestrom wie in 2 gezeigt ist und die Temperatur
Td befindet sich an der Sollwert-Temperatur.
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Aus
der obigen Beschreibung der 2–4 ist zu sehen, dass der
Heizer 13 die Wärmemenge
steuert, die auf den Pfaden 21 und 22a strömt. Wenn
Th mit Td gleich
ist, strömt
keine Wärme
auf den Pfaden 21 und 22a. Wenn Th kleiner
ist als Td, dann strömt die Wärme auf dem Pfad 21 von
der elektronischen Vorrichtung durch den Heizer 13 an den
Kühlkörper; und
die Rate des Wärmestroms
steigt, wenn Td–Th steigt.
Wenn Th über
Td liegt, dann strömt die Wärme auf dem Pfad 22a vom
Heizer 13 an die elektronische Vorrichtung; und die Rate
des Wärmestroms
steigt, wenn Th–Td steigt.
Durch das Steuern der Heizerleistung Ph wird
der Wärmestrom
an die elektrische Vorrichtung und davon geregelt; und dies regelt
wiederum die Vorrichtungstemperatur.
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Um
weiterhin die Geschwindigkeit zu erläutern, mit der das Steuersystem
der 1 arbeitet, sollte
jetzt auf die 5, 6 und 7 Bezug genommen werden. In der 5 werden drei Differentialgleichungen
bereitgestellt, die die markierte Gleichung 1, Gleichung 2 und
Gleichung 3 sind. Diesen Gleichungen liegt der Grundsatz
zugrunde, dass die Summe der Wärmeleistung,
die von einem Körper
empfangen wird, gleich der thermischen Masse des Körpers mal
die Änderungsrate
der Körpertemperatur
ist.
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Gleichung 1 enthält drei
Glieder, die durch die Bezugsziffern 31a, 31b und 31c bezeichnet
werden. Glied 31a ist die Leistung, die die elektronische Vorrichtung 11 empfängt und
als Reaktion auf die TEST-IN-Signale ausstreut; Glied 31b ist
die Leistung, die durch den thermischen Widerstand θd–h an die
elektronische Vorrichtung überführt wird;
und Glied 31c ist die thermische Masse der elektronischen
Vorrichtung 11 mal die Änderungsrate
ihrer Temperatur.
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Auf ähnliche
Weise enthält
die Gleichung 2 vier Glieder, die durch die Bezugsziffern 32a, 32b, 32c und 32d bezeichnet
werden. Glied 32a ist die Leistung, die von der variablen
Stromversorgung 17 dem elektrischen Heizer 13 zugeführt wird;
Glied 32b ist die Leistung, die durch den thermischen Widerstand θh–s an
den elektrischen Heizer 13 überführt wird; Glied 32c ist
die Leistung, die durch den thermischen Widerstand θd–h an
den Heizer 13 überführt wird;
und Glied 32d ist die thermische Masse des Heizers mal
die Änderungsrate
der Temperatur des Heizers.
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Gleichermaßen enthält die Gleichung 3 drei Glieder,
die durch die Bezugsziffern 33a, 33b und 33c bezeichnet
sind. Glied 33a ist die Leistung, die durch den thermischen
Widerstand θS–L an
die Kühlkörperbasis 14a überführt wird;
Glied 33b ist die Leistung, die durch den thermischen Widerstand θh–s an die
Kühlkörperbasis überführt wird;
und Glied 33c ist die Masse der Kühlkörperbasis mal die Änderungsrate
seiner Temperatur.
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Mittels
der Verwendung der drei Gleichungen der
5 wurde eine Simulation an einem Digitalrechner
durchgeführt;
und die Ergebnisse dieser Simulation werden in den
6 und
7 gezeigt.
Beim Durchführen
dieser Simulation hatten die verschiedenen Parameter in den Gleichungen
der
5 die Werte, die
unten in der TABELLE 2 gezeigt werden. TABELLE
2
| θd–h =
0,1°C je
Watt | Md = 0,478 Joules je °C |
| θh–s =
0,05°C je
Watt | Mh = 0,80 Joules je °C |
| θS–L =
0,1°C je
Watt | MS = 5,60 Joules je °C |
Maximum P
h = 500 Watt
T
L = 40°C
unter Sollwert
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Die
Simulation setzte auch voraus, dass sich die elektronische Vorrichtung 11 anfangs
an der Sollwert-Temperatur befand und keine Leistung verlor. Danach
wurde in einer Zeitspanne, die zwei Sekunden wehrte, die Verlustleistung
der elektronischen Vorrichtung 11 als Reaktion auf die
TEST-IN-Signale auf eine Leistung von 100 Watt gesenkt. Diese Verlustleistung
blieb in der elektronischen Vorrichtung 11 drei Sekunden
lang konstant, wobei zu diesem Zeitpunkt die Verlustleistung in
der Vorrichtung 11 auf Null zurückging.
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Durch
das Ändern
der Verlustleistung der elektronischen Vorrichtung 11 mit
einem Paar von 100 Watt-Stufen, wie oben beschrieben, wird die Fähigkeit
des Steuersystems aus der 1 zum
Beibehalten der Vorrichtungstemperatur in der Nähe des Sollwerts unter einer
schlechtesten Bedingung geprüft.
Auch ist die thermische Masse Md in der
TABELLE 2 die thermische Masse eines freiliegenden integrierten
Schaltchips; und solchermaßen
bildet dies eine weitere schlechteste Prüfbedingung, da sich ihre Temperatur
schneller ändern
wird als die Temperatur eines verpackten Chips (der inhärent über eine
größere thermische
Masse verfügt).
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Die
Kurve 41 in 6 zeigt,
wie sich die Verlustleistung in der elektronischen Vorrichtung 11,
wie oben beschrieben, mit der Zeit ändert. Auch zeigt die Kurve 42 in
den 6 und 7, wie sich die Temperatur der
elektronischen Vorrichtung 11 mit der Zeit ändert; die
Kurve 43 zeigt, wie sich die Heizerleistung mit der Zeit ändert; die
Kurve 44 zeigt, wie sich die Temperatur des Heizers mit
der Zeit ändert;
und die Kurve 45 zeigt, wie sich die Temperatur der Kühlkörperbasis mit
der Zeit ändert.
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Die
Untersuchung der Kurve 42 in Zeitspannen, die zwei Sekunden
betragen, zeigt, dass die maximale Abweichung in der Temperatur
der elektronischen Vorrichtung 11 infolge des Stufenanstiegs
in der Verlustleistung innerhalb dieser Vorrichtung etwa 4°C ist. Nach
dem Erreichen dieser maximalen Temperaturabweichung sinkt dann die
Temperatur der elektronischen Vorrichtung 11 und fällt innerhalb
von etwa 0,4 Sekunden auf den Sollwert zurück.
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Auf ähnliche
Weise zeigt die Untersuchung der Kurve 42 in einer Zeitspanne,
die fünf
Sekunden wehrt, dass die maximale Abweichung in der Temperatur der
elektronischen Vorrichtung 11 infolge der negativen Stufe
in der Verlustleistung innerhalb dieser Vorrichtung etwa 3,6°C ist. Nach
dem Erreichen dieser maximalen Temperaturabweichung steigt die Temperatur
der elektronischen Vorrichtung 11 und stellt sich innerhalb
von 0,3 Sekunden wieder auf den Sollwert ein.
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Ein
Hauptmerkmal des oben beschriebenen Steuersystems ist die Geschwindigkeit,
mit der das Steuersystem eine Abweichung in der Vorrichtungstemperatur
vom Sollwert berichtigt und solchermaßen die maximale Abweichung
relativ klein gehalten wird. Wie diese Betriebsgeschwindigkeit erreicht wird,
kann man aus den Gleichungen in 5 wie folgt
sehen.
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Jede
Abweichung in der Temperatur der Vorrichtung vom Sollwert wird durch
eine Änderung
in der Heizerleistung Ph berichtigt, wie
durch das Glied 32a in der Gleichung 2 gegeben.
Wenn sich das Glied 32a ändert, ändert sich die Temperatur des
Heizers, wie durch das Glied 32d in der Gleichung 2 angezeigt.
Eine Änderung
in der Temperatur des Heizers bewirkt dann, dass sich das Glied 31b in
der Gleichung 1 ändert.
Dann bewirkt die Änderung
im Glied 31b, dass sich die Temperatur der Vorrichtung ändert, wie
durch das Glied 31c in der Gleichung 1 angezeigt.
In 5 wird die obige
Ereigniskette durch die gestrichelte Linie 51 angezeigt.
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Zum
Vergleich ist die Ereigniskette im Patent 5.420.521 aus dem Stand
der Technik, die zwischen einer Änderung
in der Heizerleistung und einer daraus hervorgehenden Änderung
in der Vorrichtungstemperatur erfolgt, viel länger; und dies wird durch die 8 und 9 gezeigt. 8 ist
ein schematisches Diagramm für
das Steuersystem, das in den 7 und 8 des Patents '521 aus dem Stand
der Technik erscheint. In diesem schematischen Diagramm sind die
Bezugsziffern 140, 116, 124, 126 und 82 dieselben
Bezugsziffern, die in der 7 des
Patents '521 erscheinen.
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Die
Komponente 140 ist ein Heizerblock, der mit der elektronischen
Vorrichtung 11 in Kontakt steht, die gekühlt werden
soll; die Komponente 116 ist ein Aluminiumblock, der mit
dem Heizerblock in Kontakt steht; die Komponente 82 ist
eine Kühlmittelröhre, die
ein flüssiges
Kühlmittel
bei einer Temperatur TL mit sich führt; die
Komponente 124 ist ein Heizeraufbau, der mit dem Aluminiumblock 116 in
Kontakt steht; und die Komponente 126 ist ein Heizelement
im Heizeraufbau. Jede Komponente in der 8 hat eine jeweilige thermische Masse
M und eine jeweilige Temperatur T, wie in der Figur gezeigt. Auch
sind alle Komponenten in der 8 mittels
jeweiliger thermischer Widerstände θ wie gezeigt
miteinander verbunden.
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Aus
dem schematischen Diagramm der 8 kann
eine Reihe von sechs Differentialgleichungen 11–15 hergeleitet
werden, wie in 9 gezeigt.
Diese Gleichungen der 9 ähneln den
Gleichungen der 5 darin,
dass ihnen der Grundsatz zugrunde liegt, dass die Summe der von
einem Körper
empfangenen thermischen Leistung gleich der thermischen Masse des
Körpers
mal die Änderungsrate
der Temperatur des Körpers
ist.
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Wenn
sich die Heizerleistung Ph in der Gleichung 15 ändert, bewirkt
dies, dass sich die Temperatur T3, wie durch
das Glied 61 in der Gleichung 15 angezeigt, ändert. Eine Änderung
in der Temperatur T3 bewirkt dann, dass
sich das Glied 62 in der Gleichung 14 ändert. Dann
bewirkt die Änderung
im Glied 62, dass sich die Temperatur T2,
wie durch das Glied 63 der Gleichung 14 angezeigt, ändert. Eine Änderung
in der Temperatur T2 bewirkt dann, dass
das Glied 64 die Gleichung 13 ändert. Dann bewirkt die Änderung
im Glied 64, dass sie die Temperatur T1, wie
durch das Glied 65 der Gleichung 13 angezeigt, ändert. Eine Änderung
in der Temperatur T1 bewirkt dann, dass
sich das Glied 66 in der Gleichung 12 ändert. Dann
bewirkt die Änderung
im Glied 66, dass sich die Temperatur Th wie
vom Glied 67 der Gleichung 12 angezeigt, ändert. Eine Änderung
in der Temperatur Th bewirkt, dass sich
das Glied 68 in der Gleichung 11 ändert. Dann
bewirkt die Änderung
im Glied 68, dass sich die Temperatur Td der
Vorrichtung, wie vom Glied 69 der Gleichung 11 angezeigt, ändert.
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In
der 9 wird die obige
Ereigniskette mit der Bezugsziffer 51' versehen. In dieser Ereigniskette 51' muss sich jede
der Temperaturen T3, T2, T1, Th und Td sequentiell ändern, um
die Temperatur der Vorrichtung mittels Änderung der Heizerleistung
Ph zu regeln. Folglich bringt das lediglich indirekte Ändern der
Heizerleistung Änderungen
der Vorrichtungstemperatur mit sich. Zum Vergleich müssen sich
in der Ereigniskette 51 in der 5 nur die Temperaturen Th und Td sequentiell ändern, um
die Vorrichtungstemperatur zu regeln, indem die Heizerleistung geändert wird.
Dementsprechend beeinflusst das Ändern
der Heizerleistung im Steuersystem der 1 die Vorrichtungstemperatur direkter
und solchermaßen
schneller als sie es im Patent '521
tut.
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Ein
weiterer Grund dafür,
dass das Ändern der
Heizerleistung im Steuersystem der 1 die Temperatur
der Vorrichtung schneller beeinflusst als sie es im Patent '521 tut, kann man
den Gleichungen 20 und 21 in der 10 entnehmen. Die Gleichung 20 wird
gebildet, indem die Gleichungen 2 und 3 der 5 zusammen addiert und die
daraus hervorgehenden Glieder so neu angeordnet werden, dass nur das
Glied 32d links vom Gleich-Zeichen liegt. Auf eine ähnliche
Art und Weise wird die Gleichung 21 erhalten, indem die
Gleichungen 12–16 der 9 zusammen addiert und die
daraus hervorgehenden Glieder so neu angeordnet werden, dass nur
das Glied 67 links vom Gleich-Zeichen liegt.
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Im
Glied 32d der Gleichung 20 ist die thermische
Masse Mh die thermische Masse des Heizers 13 aus
der 1, der sich in unmittelbarem
Kontakt mit der elektronischen Vorrichtung 11 befindet,
die zu kühlen
ist. Auf ähnliche
Weise ist im Glied 67 der Gleichung 21 die thermische
Masse Mh die thermische Masse des Heizerblocks 140 der 8, der sich in unmittelbarem
Kontakt mit der elektronischen Vorrichtung 11 befindet,
die gekühlt
werden soll. Um die Temperatur der elektronischen Vorrichtung 11 schnell
zu regeln, ist es solchermaßen
kritisch, dass die Temperatur Th der Masse
Mh schnell geändert werden kann, indem die
Heizerleistung Ph geändert wird.
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Wenn
die Heizerleistung Ph in der Gleichung 20 zunimmt,
wird die Auswirkung dieses Leistungsanstiegs auf die Temperatur
Th der Masse Mh durch den
negativen Glied 33c vermindert, der auf der rechten Seite
der Gleichung 20 auftritt. Wenn vergleichsweise die Heizerleistung
Ph in der Gleichung 21 erhöht wird,
wird die Auswirkung dieses Leistungsanstiegs auf die Temperatur
Th der Masse durch vier negative Glieder 60, 61, 63 und 65 auf
der rechten Seite der Gleichung 21 vermindert.
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Das
Glied 60 in der Gleichung 21 ähnelt dem Glied 33c in
der Gleichung 20; und solchermaßen sind ihre negativen Auswirkungen
auf das Ändern
der Temperatur Th mittels Änderung
der Heizerleistung Ph ähnlich. Jedoch werden die verbliebenen
negativen Glieder 61, 63 und 65 in der
Gleichung 21 in der Gleichung 20 vollständig beseitigt.
Solchermaßen hat
das Ändern
der Heizerleistung Ph eine viel größere Auswirkung
auf die Änderungsrate
der Temperatur Th im Steuersystem der 1, als es im Patent '521 der Fall ist.
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Kehrt
man jetzt auf die 11 und 12 zurück, wird ein zweites Temperatur-Steuersystem
beschrieben. Ein Hauptunterscheidungsmerkmal in diesem zweiten Temperatur-Steuersystem
gegenüber dem
System der 1 liegt darin,
dass es die Temperatur einer elektronischen Vorrichtung 11' regelt, die
keinen Temperatursensor einschließt. Folglich ist die elektronische
Vorrichtung 11' in
der Lage, die Temperatursignale TEMP zu erzeugen, die anzeigen, wie
sich ihre Temperatur als Reaktion auf die TEST-IN-Signale auf den
Signalleitungen 12a ändert. Dieser
Unterscheidungspunkt ist sehr bedeutend, da viele – wenn nicht
die meisten – integrierten
Schaltchips im Stand der Technik keinen Temperatursensor einschließen.
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Gleichung 2 stellt,
wie zuvor beschrieben, den Grundsatz bereit, der diesem zweiten
Temperatur-Steuersystem zugrunde liegt; und aus Gründen der
Annehmlichkeit wird die Gleichung 2 in der 11 reproduziert. Durch die algebraische
Neuanordnung der Glieder der Gleichung 2 wird eine andere
Gleichung 31 erhalten, worin die Vorrichtungstemperatur
Td in Gliedern mehrerer Parameter ausgedrückt wird,
die sich rechts vom Gleich-Zeichen
befinden.
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In
der Gleichung 31 variieren die Parameter Th, Ṫh, Ph und TS mit der Zeit, wenn jede besondere Vorrichtung 11' geprüft wird;
und die übrigen
Parameter θd–h,
Mh und θh–s sind
allgemein konstant. Solchermaßen
kann aus der Gleichung 31 die Vorrichtungstemperatur Td ausgewertet werden, indem die konstanten
Parameter θd–h,
Mh und θh–s gemessen
werden, bevor die Vorrichtung 11' geprüft wird, und indem die Parameter
Th, Ṫh,
Ph und TS abgetastet
werden, während
die Vorrichtung 11 geprüft
wird. Wenn die geschätzte
Vorrichtungstemperatur über
dem Sollwert liegt, dann wird die Heizertemperatur gesenkt; und
umgekehrt.
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12 zeigt alle Komponenten
eines Temperatur-Steuersystems, dem der obige Grundsatz zugrunde
liegt. In der 12 ist
der Heizer 13' derselbe
wie der Heizer 13 der 1,
wenn man davon absieht, dass er einen Sensor 13d einschließt, der die
Heizertemperatur Th abtastet. Auf eine ähnliche Art
und Weise ist in der 12 der
Kühlkörper 14' derselbe wie
der Kühlkörper 14 der 1, wenn man davon absieht,
dass er einen Sensor 14f einschließt, der die Kühlkörpertemperatur
TS abtastet.
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Die
Komponente 12' in
der 12 ist dieselbe
wie die Leiterplatte 12 in der 1, wenn man davon absieht, dass sie fünf unterschiedliche
Gruppen von Signalleitungen 12c', 12e', 12h, 12i und 12j plus zwei
Verbindungsglieder 71 und 72 einschließt. Die Signalleitungen 12h tragen
die abgetastete Heizertemperatur Th; die
Signalleitungen 12i tragen die abgetastete Kühlkörpertemperatur
TS; die Signalleitungen 12j tragen
die gemessenen Parameter θd–h,
und θh–s;
die Signalleitungen 12e' tragen
die Steuersignale CTL, die die Heizerleistung Ph anzeigen; und
die Signalleitungen 12c' tragen
die geschätzte
Vorrichtungstemperatur Td.
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Die
Komponente 73 in der 12 wertet
die Vorrichtungstemperatur auf der Grundlage der Gleichung 31 und
aller Parameter aus, die sie auf den Signalleitungen 12e', 12i, 12j und 12h empfängt. Die Komponente 73 kann
ein digitaler Mikroprozessorchip sein, der digital die Vorrichtungstemperatur
aus der Gleichung 31 berechnet; oder alternativ kann die Komponente 71 eine
Analogschaltung sein, die die Vorrichtungstemperatur auf eine analoge
Weise aus der Gleichung 31 berechnet.
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Die
Komponenten 16, 17 und 18 sind mit denjenigen
Komponenten in der 1 identisch,
die dieselbe Bezugsziffer haben. Die Komponenten 16, 17 und 18 bilden
zusammen eine Steuerschaltung 15', die auf den Signalleitungen 12c' eine geschätzte Vorrichtungstemperatur
empfängt
und auf den Signalleitungen 12d die Sollwert-Temperatur
empfängt. Wenn
die geschätzte
Vorrichtungstemperatur die Sollwert-Temperatur übersteigt, reduziert die Steuerschaltung 15' die Leistung
Ph an den Heizer 13'; und umgekehrt.
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Eine
digitale Simulation des Temperatur-Steuersystems der 12 wird in 13 gezeigt. In dieser Simulation hatte
die elektronische Vorrichtung 11' einen Stufenanstieg in der Leistung, wenn
die Simulationszeit drei Sekunden betrug, und sie hatte eine Stufenabnahme
in der Leistung, wenn die Simulationszeit sechs Sekunden betrug.
Die Kurve 91 in 13 (die
aus einer Reihe kleiner Kreise besteht) zeigt, wie die geschätzte Vorrichtungstemperatur
während
der Simulation in Zusammenhang mit der Zeit variierte; und die Kurve 92 in 13 (die die durchgezogene
Linie ist) zeigt, wie die tatsächliche
Vorrichtungstemperatur abgetastet werden würde, wenn die Vorrichtung einen
Temperatursensor hätte.
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Wenn
die obige Simulation der 13 durchgeführt war,
wurde angenommen, dass alle Parameter auf der rechten Seite der
Gleichung 31 mit keinen Fehlern abgetastet oder gemessen
wurden. Dies ist eine gültige
Annahme für θh–s und
Mh, da sie allgemein festgesetzt sind und
genau gemessen werden können.
Auch können
Th und TS so genau
wie erwünscht
gemacht werden, indem die richtigen Temperatursensoren verwendet
werden, und Ph ist aus dem Steuersignal
CTL bekannt. Jedoch kann in einer Massenproduktionsumgebung, wo
viele elektronische Vorrichtung nacheinander geprüft werden,
der Parameter θd–h innerhalb
eines Bereichs von einem Mittelwert infolge mikroskopischer Änderungen
im physikalischen Kontakt zwischen dem Heizer 13' und jeder Vorrichtung 11' variieren.
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Wenn
ein Mittelwert von θd–h an
die Schätzfunktion-Komponente 73 gesandt
wird, aber der tatsächliche
Wert von θd–h von
diesem Mittelwert abweicht, dann wird ein Fehler in der geschätzten Vorrichtungstemperatur
auftreten. Als Ergebnis wird zwischen der eigentlichen Temperatur
der Vorrichtung 11',
wie sie vom Steuersystem der 12 geregelt wird,
und der Sollwert-Temperatur
ein Offset erfolgen. Dies geht klar aus der 14 hervor, worin eine Kurve 91' (die aus einer
Reihe an kleinen Kreisen besteht) zeigt, wie die geschätzte Vorrichtungstemperatur
mit der Zeit variiert, wenn der tatsächliche θd–h 20%
kleiner ist als der mittlere θd–h;
und eine Kurve 92' (die
eine durchgezogene Linie ist) zeigt, wie die tatsächliche
Vorrichtungstemperatur mit der Zeit variierte.
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Wenn
gewisse Arten von Vorrichtungen 11' geprüft werden, kann ein geringes
Offset zwischen der tatsächlichen
Vorrichtungstemperatur und der Sollwert-Temperatur akzeptiert werden,
wobei es in diesem Fall ausreicht, den mittleren Wert von θd–h an die
Schätzfunktion 73 zu
senden. Wenn jedoch die Offsetgröße nicht
akzeptabel ist, dann kann das Offset reduziert werden, indem der
tatsächliche θd–h für jede Vorrichtung
gemessen wird, die geprüft
wird.
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Ein
bevorzugtes Verfahren, durch das der tatsächliche θd–h für jede Vorrichtung
gemessen werden kann, wird in den 15 und 16 gezeigt. Dieses Verfahren,
das die Schritte 1–3 einschließt, basiert auf
der Gleichung 2, die wiederum in 15 reproduziert wird. Wenn θd–h kleiner
ist als sein Mittelwert, dann wird Td–Th abnehmen. Solchermaßen wird das Glied 32c abnehmen,
und somit wird die Änderungsrate
der Heizertemperatur im Glied 32d verringert. Wenn θd–h größer als
sein Mittelwert ist, dann wird umgekehrt die Änderungsrate der Heizertemperatur im
Glied 32d zunehmen.
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Im
Schritt 1 des Verfahrens aus 15 wird die
Verlustleistung der Vorrichtung 11' auf Null eingestellt. Dann wird
im Schritt 2 die Heizerleistung Ph auf irgendeine
vorbestimmte Weise geändert.
Geeigneter weise wird die Heizerleistung erhöht, gesenkt oder als eine Sinuswelle
geändert.
Als nächstes
wird im Schritt 3 abgetastet, welche Wirkung das Ändern der
Heizerleistung auf Ṫh hat, und
mit θd–h in
Wechselbeziehung gebracht.
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Wenn Ṫh schneller als im Durchschnitt variiert,
dann ist der tatsächliche θd–h größer als
sein Mittelwert; wohingegen θd–h.
kleiner als sein Mittelwert ist, wenn Ṫh langsamer
als im Durchschnitt variiert. Dies wird in der 16 von den Kurven 93, 94 und 95 bezeichnet.
Die Kurve 93 wurde erhalten, indem θd–h auf
seinen Mittelwert eingestellt wurde, wobei Ph auf
den Sollwert angehoben wurde, und indem darauf gewartet wurde, bis
die Vorrichtungstemperatur den Sollwert erreichte, und dann Ph auf Null fiel. Die Kurven 94 und 95 wurden
auf eine ähnliche
Art und Weise erhalten, aber der tatsächliche θd–h wich
um 20% vom mittleren θd–h ab.
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Um
den tatsächlichen
Wert von θd–h für irgendeine
Abweichung vom Mittelwert zu messen, wird die Heizertemperatur zu
einem Zeitpunkt, nachdem Ph auf Null fällt, abgetastet,
und zwar zu einem Zeitpunkt, der 0,04 Sekunden beträgt. Dann
erhält man
durch die Extrapolation aus den Kurven 93, 94 und 95 den
tatsächlichen θd–h.
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Als
nächstes
wird mit Bezug auf die 17–19 ein bevorzugtes Verfahren
zum Minimieren des thermischen Widerstandes θd–h in
den Temperatur-Steuersystemen der 1 und 12 beschrieben. Dieses Verfahren
ist bedeutend, da, wenn θd–h reduziert
wird, die Wärmemenge,
die vom Heizer auf die elektronische Vorrichtung überführt wird,
in Bezug auf die Wärmemenge,
die vom Heizer auf den Kühlkörper überführt wird,
steigt. Solche Wärmeüberführungen
erfolgen, wenn die Heizer temperatur die Vorrichtungstemperatur übersteigt,
wie zuvor in Verbindung mit der 4 erläutert wurde.
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Wenn
zwischen der elektronischen Vorrichtung 11 (oder 11') und dem Heizer 13 (oder 13') ein Trockenkontakt
hergestellt wird und die Kontaktflächen sehr flach sind (d. h.
kleiner als 5 μm
Abweichung von einer perfekten Ebene), dann ist der typische spezifische
Widerstand, der zwischen den Kontaktflächen erhalten werden kann,
etwa 1,3°C cm2/Watt. Dieser spezifische Widerstand wird
größer, wenn
die Kontaktflächen
weniger flach sind. Das Setzen eines thermischen Pads zwischen zwei
nicht-flache Oberflächen
reduziert den spezifischen Widerstand zwischen ihnen; jedoch ist
ein normaler spezifischer Widerstand, der mittels eines thermischen Pads
erhalten werden kann, etwa 1,0°C
cm2/Watt. Vergleichsweise wurde in Zusammenhang
mit dem Verfahren der 17–19 der spezifische Widerstand von
der elektronischen Vorrichtung zum Heizer auf 0,07°C cm2/Watt reduziert. Dies ist eine Verbesserung
von 1,0 + 0,07, was mehr als 1000 bedeutet.
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Anfänglich wird
im Verfahren der 17–19 ein Tropfen einer besonderen
Art an Flüssigkeit 101 auf
die Oberfläche
der elektronischen Vorrichtung 11 (oder 11') ausgegeben,
die mit dem Heizer 13 (oder 13') in Kontakt treten soll. Dieser
Schritt wird in 17 gezeigt.
Zwei einschränkende
Merkmale der Flüssigkeit 101 sind:
a) dass sie ein guter thermischer Leiter in Bezug auf Luft ist,
und b) dass sie bei einer Temperatur, die zu niedrig ist, um die
elektronische Vorrichtung zu beschädigen, verdampft, ohne irgendwelche
Reste zurückzulassen.
Vorzugsweise verdampft die Flüssigkeit 101 bei
einer Temperatur von weniger als 200°C.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Flüssigkeit 101 ist
Wasser. Eine zweite Ausführungsform der
Flüssigkeit 101 ist
eine Mischung aus Wasser und einem flüchtigen Stoff (z. B. Ethylenglykol),
der den Siedepunkt der Mischung auf über den Siedepunkt von Wasser
erhöht.
Eine dritte Ausführungsform
der Flüssigkeit 101 ist
eine Mischung aus Wasser und einem flüchtigen Stoff (z. B. Methanol),
der den Gefrierpunkt der Mischung unter dem Gefrierpunkt von Wasser
drückt.
Eine vierte Ausführungsform
der Flüssigkeit 101 ist
eine Mischung aus Wasser und einem flüchtigen Stoff (z. B. Ethanol),
der die Benetzbarkeit der Mischung über der Benetzbarkeit von Wasser
verbessert.
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Nachdem
die Flüssigkeit 101,
wie oben beschrieben, auf die elektronische Vorrichtung ausgegeben
wird, wird die Oberfläche 13a des
Heizers gegen diese Flüssigkeit
gepresst. Dieser Schritt wird in 18 gezeigt.
Als Ergebnis wird einiges der ursprünglich verteilten Flüssigkeit 101 herausgequetscht,
und die übrige
Flüssigkeit 101' füllt die
mikroskopischen Lücken,
die inhärent
zwischen der elektronischen Vorrichtung und dem Heizer existieren.
Diese Lücken
treten auf, da die Oberfläche 13a des
Heizers und die zusammenpassende Oberfläche der elektronischen Vorrichtung
nicht vollkommen flach sind.
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Infolge
des Vorliegens der Flüssigkeit 101' wird der thermische
Widerstand vom Heizer 13 (oder 13') auf die elektronische Vorrichtung 11 (oder 11') allgemein
reduziert, wenn man es damit vergleicht, wie es wäre, wenn
keine Flüssigkeit
vorläge.
Wenn die Flüssigkeit 101' Wasser ist
und die Flachheit der zusammenpassenden Oberflächen kleiner als 5 μm ist, dann
erhält
man den oben beschriebenen spezifischen Widerstand von etwa 0,07°C cm2/Watt.
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Ein
Weg zum Reduzieren der Größe der Lücken zwischen
den zusammenpassenden Oberflächen
der elektronischen Vorrichtung und des Heizers ist der Druckanstieg,
mit dem diese beiden Oberflächen
zusammengeschoben werden; und dies wird wiederum dazu führen, dass θd–h abnimmt.
Wenn jedoch zu viel Druck angelegt wird, kann die elektronische
Vorrichtung oder eine Verbindung dazu reißen. Solchermaßen ist
der Druck zwischen der Vorrichtung und dem Heizer für den Fall
vorzugsweise kleiner als 10 psi, wenn die elektronische Vorrichtung eine
unverkleidete integrierte Schaltdruckplatte ist.
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18 zeigt auch, dass die
zusammenpassenden Oberflächen
zwischen dem Heizer und dem Kühlkörper nicht
vollkommen flach sind. Jedoch werden diese zwei Oberflächen vorzugsweise
auf dauerhafte Weise, z. B. mittels einer Schicht 102 aus
einem wärmeleitenden
Epoxid, zusammengefügt.
Eine geeignete Dicke für
die Schicht 102 ist 50–80 μm.
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Während die
elektronische Vorrichtung und der Heizer und der Kühlkörper, wie
in 18 gezeigt, alle
aneinander gekoppelt sind, wird die elektronische Vorrichtung geprüft und ihre
Temperatur durch die Steuersysteme der 1 oder 12 in
der Nähe des
Sollwerts gehalten. Wenn der Test vollständig ist, wird danach die elektronische
Vorrichtung vom Heizer getrennt. Dann wird die Flüssigkeit 101' durch Verdampfung
von der elektronischen Vorrichtung entfernt; und dies wird durch
die Pfeile 103 in 19 angezeigt.
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Die
Gesamtzeit, die sie benötigt,
um die gesamte Flüssigkeit 101' zu verdampfen,
ist proportional zur Fläche
der Flüssigkeit 101', die ausgesetzt
ist. Wenn die elektronische Vorrichtung quadratisch mit einer Abmessung
L auf jeder Seite ist, dann ist die ausgesetzte Fläche in 19 L2.
Wenn zum Vergleich die elektronische Vorrichtung im Aufbau der 18 geprüft wird, wird die ausgesetzte
Fläche
der Flüssigkeit 101' stark auf (4L)
(5 μm) reduziert.
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Wenn
die elektronische Vorrichtung ein typischer Chip einer integrierten
Schaltung ist, dann ist L kleiner als ein halber Zoll. In diesem
Fall verdampft die Flüssigkeit 101' im Aufbau der 18 mehr als 500 Mal langsamer
als in 19. Solchermaßen wird während kurzer
Prüfungen
(d. h. kürzer
als eine Stunde) keine bedeutende Menge der Flüssigkeit 101' infolge der
Verdampfung aus dem Aufbau der 18 verdampfen.
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Ein
Merkmal des obigen Verfahrens liegt darin, dass kein Rest auf der
elektronischen Vorrichtung bleibt, nachdem die Flüssigkeit 101' verdampft ist. Folglich
kann die elektronische Vorrichtung ohne irgendwelche zusätzlichen
Reinigungsschritte in ein Endprodukt gesteckt werden.
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Ein
anderes Merkmal des obigen Verfahrens liegt darin, dass es sehr
einfach und billig durchzuführen
ist. Nur ein Schritt ist nötig,
um einen Tropfen der Flüssigkeit 101 auf
die elektronische Vorrichtung auszugeben, wie in 17 gezeigt wird, und nur ein Schritt
ist nötig,
um den Heizer gegen die elektronische Vorrichtung zu drücken, wie
in 18 gezeigt wird.
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Drei
unabhängige,
aber in Zusammenhang stehende Erfindungen werden jetzt jeweils in
Verbindung mit den 1–10, 11–16 und 17–19 detailliert beschrieben.
Zusätzlich können an
den Details dieser Figuren verschiedene Änderungen und Modifikationen
durchgeführt
werden, ohne sich von der Natur und dem Geist der Erfindungen zu
lösen.
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Zum
Beispiel zeigt die 20 eine
Modifikation, worin die Temperatur der elektronischen Vorrichtung 11 (oder 11') mittels der
Verwendung eines Lasers in der Nähe
des Sollwerts gehalten wird. Diese Modifikation der 20 kann in Temperatur-Steuersystemen der zuvor beschriebenen 1, 12 und 18 eingeschlossen
sein.
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In 20 bezeichnet die Bezugsziffer 13'' einen modifizierten elektrischen
Heizer; und die Bezugsziffer 14'' bezeichnet
einen modifizierten Kühlkörper. Im
modifizierten Heizer 13'' ist ein Laser 13a'' eingeschlossen, der einen Infrarot-Laserstrahl 13b'' erzeugt, und ein dünnes, flaches
Stück eines
Infrarot-Laserstrahl-absorbierenden Materials 13c''. Dieses Material 13c'' hat zwei Hauptoberflächen 13d'' und 13e'',
die jeweils gegen die elektronische Komponente 11 (oder 11') und den Kühlkörper 14'' aufliegen.
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Der
modifizierte Kühlkörper 14'' ist derselbe wie die zuvor beschriebenen
Kühlkörper der 1 oder 12, wenn man davon absieht, dass die
Basis 14a'' zwei Fenster 14e'' und 14f'' einschließt und keine
Kühlrippen
in der Basis zwischen den Fenstern angeordnet sind. Das Fenster 14e'' ist für den Infrarot-Laserstrahl 13b'' durchsichtig und wärmeleitend. Das
Fenster 14f'' ist ebenfalls
für den
Laserstrahl 13b'' durchsichtig,
braucht aber nicht wärmeleitend zu
sein. Geeigneter weise werden die Fenster aus monokristallinem Silizium
hergestellt.
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Während des
Betriebs wird die Temperatur der elektronischen Vorrichtung 11 (oder 11') entweder direkt
wie durch das Steuersystem der 1 abgetastet
oder wie durch das Steuersystem der 12 ausgewertet.
Wenn die Vorrichtungstemperatur Td über dem
Sollwert liegt, dann wird die Leistung Ph für den Laser
auf den Leitungen 13f'' durch die Steuerschaltung 15 der 1 oder durch die Steuerschaltung 15' der 12 reduziert. Wenn umgekehrt die
Vorrichtungstemperatur unter dem Sollwert liegt, wird die Leistung
Ph für
den Laser angehoben.
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Als
weitere Modifikation kann die verbesserte thermische Schnittstelle
der 18 in einem anderen
Temperatur-Steuersystem als in dem der 1 und 12 eingeschlossen
sein. Ein Beispiel für
diese Modifikation wird in der 21 gezeigt.
Im Steuersystem der 1 wird
der Heizer 13 (oder 13' oder 13'')
und die entsprechende Schaltung zum Steuern der Heizerleistung Ph entfernt; und der Kühlkörper 14 (oder 14') wird mit dem
dazwischen angeordneten Flüssigkeitsfilm 101' gegen die elektronische
Vorrichtung gepresst.
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In
Zusammenhang mit der Modifikation der 21 wird
die Temperatur der elektronischen Vorrichtung 11 (oder 11') im wesentlichen
stärker
um den Sollwert herum variieren als wenn der Heizer 13 (oder 13' oder 13'') vorhanden ist. Andererseits wird die
Temperatur der elektronischen Vorrichtung in Zusammenhang mit der
Modifikation der 21 im
wesentlichen weniger variieren als sie variieren würde, wenn
der Flüssigkeitsfilm 101' nicht vorhanden
wäre. Für besondere
Tests an besonderen elektronischen Vorrichtungen wie beispielsweise
Chips mit einer kleinen Variation in der Verlustleistung wird die
Größe der Temperaturregelung,
die mit der Modifikation der 21 erreicht
wird, ausreichen; und alle mit dem Heizer und seinen Steuerschaltungen
verknüpften Kosten
werden beseitigt.
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Als
weitere Modifikation kann das Temperatur-Steuersystem der 1 zu einem Steuersystem offenen
Regelkreises geändert
werden, in dem die elektronische Vorrichtung 11 keine TEMP-Signale an den Stromregler 16 überträgt. Mit
dieser Modifikation überträgt das Prüfgerät sequentiell
eine Reihe an vorhergesagten Temperaturen auf den Signalleitungen 12d an
den Stromregler 16, und zwar für jedes besondere TEST-IN-Signal,
das es an die elektronische Vorrichtung 11 überträgt. Als
Reaktion darauf vergleicht der Stromregler 16 die vorhergesagte Temperatur
der elektronischen Vorrichtung 11 mit der Sollwert-Temperatur.
Wenn die vorhergesagte Temperatur kleiner als die Sollwert-Temperatur
ist, dann erzeugt der Regler 16 die Steuersignale CTL derart, dass
die variable Leistung Ph an den Heizer 13 erhöht wird.
Wenn umgekehrt die vorhergesagte Temperatur höher als die Sollwert-Temperatur ist, dann
erzeugt der Regler 16 die Steuersignale CTL derart, dass
die variable Leistung Ph an den Heizer 13 gesenkt
wird.
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Als
wiederum weitere Modifikation kann der elektrische Heizer 13'' der 20 derart
geändert werden,
dass das Infrarot-Laserstrahl-absorbierende Material 13c'' beseitigt wird. Mit dieser Modifikation liegt
das Fenster 14e'' gegen die elektronische
Vorrichtung 11 (oder 11') auf; und der Laserstrahl 13b'' wird direkt von der elektronischen
Vorrichtung absorbiert.
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Als
weitere Modifikation kann das Temperatur-Steuersystem der 1 derart geändert werden, dass
die TEMP-Signale auf den Signalleitungen 12c aus einem
Temperatursensor hervorgehen, der an der Außenfläche der elektronischen Vorrichtung 11 angebracht
wird. Diese Modifikation ist nützlich, wenn
ein Temperatursensor nicht in der elektronischen Vorrichtung 11 integriert
ist.
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Als
weitere Modifikation können
die Temperatur-Steuersysteme der 1 und
der 12 so geändert werden,
dass die Sollwert-Temperatur auf den Signalleitungen 12d mit
der Zeit variiert. Zum Beispiel kann die Sollwert-Temperatur von
einer Ebene auf eine andere gestuft werden, oder sie kann kontinuierlich
auf treppenartige oder sinusförmige Weise
variieren.
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Entsprechend
ist es verständlich,
dass die vorliegenden Erfindungen nicht auf die Details von irgendeiner
Ausführungsform
in irgendeiner Figur eingeschränkt
sind, sondern von den anhängenden
Ansprüchen
definiert werden.
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Wenn
technische Merkmale in den Ansprüchen
mit Bezugszeichen versehen sind, so sind diese Bezugszeichen lediglich
zum besseren Verständnis der
Ansprüche
vorhanden. Dementsprechend stellen solche Bezugszeichen keine Einschränkungen
des Schutzumfangs solcher Elemente dar, die nur exemplarisch durch
solche Bezugszeichen gekennzeichnet sind.