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Die
Erfindung betrifft einen Massendurchflußmesser zum Messen mit Hilfe
des Coriolis-Prinzips sowohl Masse als auch Dichte eines in Rohren fließenden Fluids
und Ermitteln von Schwingungen in diesen Rohren, wobei der Massendurchflußmesser einen
Einlaß und
einen Auslaß für das Fluid
umfaßt, zwischen
denen mindestens ein Meßrohr
angeordnet ist, wobei das Meßrohr
mit Sensoren für
die Detektion von Bewegungen in dem Meßrohr in Form eines durch das
Meßrohr
fließenden
Fluids ausgestattet ist, wobei die Sensoren aus mindestens einem
an dem Meßrohr
fixierten Magneten und mindestens einer an einer Spulenträgerplatte
fixierten Spule bestehen.
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US 5,349,872 beschreibt
eine Einrichtung dieser Art. Die Magnete sind an einem ersten Meßrohr und
an einem zweiten Meßrohr
angeordnet, und die Spulen sind an einem Rahmen für den Massendurchflußmesser
angeordnet. Verschiedene Wege zum Anordnen der Magnete und Spulen
und verschiedene Arten von Spulen werden in dem Dokument beschrieben.
Mit dieser Einrichtung durchgeführte
Messungen, die in dem Dokument beschrieben werden, hängen von
der Weise ab, wie die Magnete an den Meßrohren angeordnet sind, und
der verwendeten Art von Spulen. Allgemein hängt die Signalgröße von der
Stärke
des Magneten und der Größe der Spule
ab, so daß ein
starker Magnet nur eine kleine Spule und umgekehrt erfordert, damit man
eine gegebene Signalgröße erhält. Die
im Dokument gezeigten Ausführungsformen
werden alle mit an den Meßrohren
fixierten Magneten realisiert, um die Masse der Meßrohre zu
reduzieren und das Anbringen der zu den Spulen führenden Kabel zu erleichtern.
Die Masse der Magnete ist normalerweise kleiner als die Masse der
Spulen.
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Alle
die in dem oben erwähnten
Dokument gezeigten Einrichtungsausführungsformen implizieren jedoch
einen erheblichen Nachteil. Die Meßgenauigkeit hängt unter
anderem von der Linearität des
beschriebenen Bewegungssensors ab. Die Linearität hängt wiederum von dem Aufbau
der Spule und des Magneten ab. Die Spulen in den gezeigten Ausführungsformen
sind alle mit einer einzelnen Wicklung hergestellt. Dies impliziert,
daß der
Magnet, damit man ein lineares Signal erhält, so hergestellt werden muß, daß er an
der Stelle, wo der Magnet die Spule beeinflußt, ein homogenes Feld erzeugt.
Dies erhöht
die Komplexität
des Magneten, das Gewicht nimmt zu und die Anforderungen an das
Positionieren von Magnet und Spule nehmen zu. Zudem kann die Einrichtung
genaue Messungen nur bei einer begrenzten Schwingung der Meßrohre durchführen, da die
Linearität
der in den Spulen induzierten Spannung sich nur über einen begrenzten Ausschlag
der Meßrohre
erstreckt.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht deshalb in der Herstellung einer Einrichtung,
die mit diesem Nachteil nicht behaftet ist, bei der eine gegebene Meßgenauigkeit
auch für
große
Schwingungen der Meßrohre
aufrechterhalten wird, bei der die Linearität der in den Spulen induzierten
Spannung sich über
einen größeren Ausschlag
der Meßrohre
erstreckt, und zwar selbst bei einer einfachen Magnetausführungsform.
Dieser Zweck sollte erreicht werden, ohne die Anforderungen an die
Befestigungstoleranzen und somit die Kosten zum Befestigen dieser
Einrichtung im Vergleich zu bekannten Einrichtungen heraufzusetzen.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
durch einen Massendurchflußmesser
nach Anspruch 1, der dadurch gekennzeichnet ist, daß eine Spule
eine erste Wicklung und eine zweite Wicklung umfaßt, und
daß die erste
Wicklung in einer Richtung um eine Längsachse gewickelt ist, daß die zweite
Wicklung in einer anderen und in Beziehung zu der ersten Wicklung
entgegengesetzten Richtung um die Längsachse gewickelt ist, daß die erste
Wicklung und die zweite Wicklung axial in Beziehung zueinander entlang
der Längsachse
angeordnet sind und daß die
erste Wicklung in Reihe mit der zweiten Wicklung geschaltet ist.
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Eine
Spule mit diesen Charakteristiken und in einem Massendurchflußmesser
verwendet impliziert, daß eine
gegebene Meßgenauigkeit
des Massendurchflußmessers
selbst bei großen
Ausschlägen des
Meßrohrs
aufrechterhalten wird und gleichzeitig die Anforderung an Befestigungstoleranzen
aufrechterhalten und somit nicht heraufgesetzt wird.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
des Massendurchflußmessers
gemäß der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß der
Massendurchflußmesser
ein erstes Meßrohr
und ein zweites Meßrohr umfaßt, daß mindestens
eine erste und eine zweite Spule an dem Rahmen des Massendurchflußmessers
fixiert sind, daß mindestens
ein erster Magnet an dem ersten Meßrohr fixiert ist und mindestens
ein zweiter Magnet an dem zweiten Meßrohr fixiert ist, daß sich der
erste Magnet an dem ersten Meßrohr von
dem ersten Meßrohr
aus nach außen
in Richtung auf und nach innen in die erste Spule an dem Rahmen
erstreckt und daß sich
der zweite Magnet an dem zweiten Meßrohr von dem zweiten Meßrohr aus nach
außen
in Richtung auf und nach innen in die zweite Spule an dem Rahmen
erstreckt.
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Die
Erfindung ist hauptsächlich
gedacht für Massendurchflußmesser
mit kleinen Abmessungen an den Meßrohren, bei denen die Masse
von Magneten und/oder Spulen, die an den Meßrohren fixiert sind, für die Meßgenauigkeit
des Massendurchflußmessers
kritisch ist. Das Meßrohr
weist in der vorliegenden Erfindung eine Querschnittsfläche von
unter 10 mm2, bevorzugt unter 3 mm2, auf. Die Einrichtung gemäß der Erfindung
mit dem angegebenen Magnet-Spule-Aufbau kann vorteilhafterweise
auch als Sensor-Aufnehme-Aktion zwischen zwei Rohren in größeren Massendurchflußmessern
verwendet werden, weil bei der bevorzugten Ausführungsform die Spule 3,5 g
mit einem Magneten von 0,35 g wiegt, wobei der größte Teil
dieses Gewichts von der Spule und dem Spulenkörper kommt.
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Die
bevorzugte Ausführungsform
der Einrichtung gemäß der erwähnten Erfindung
ermöglicht den
höchsten
Grad an Reduktion der Masse und den höchsten Grad an Meßgenauigkeit
von großen Ausschlägen der
Meßrohre.
Normalerweise ist die Masse des Magneten kleiner als die Masse der
Spule. Weil die Spule an dem Rahmen des Massendurchflußmessers
fixiert ist, kann die Masse der Spule heraufgesetzt werden, während die
Masse der Magneten herabgesetzt werden kann, ohne daß es zu
einer Verschlechterung der Meßgenauigkeit
kommt. Gleichzeitig wird die Anforderung an Befestigungstoleranzen
herabgesetzt.
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Das
Positionieren des individuellen Magneten in Beziehung zu der ersten
Wicklung und der zweiten Wicklung an der individuellen Spule ist
wichtig, um innerhalb von größtmöglichen
Ausschlägen der
Meßrohre
eine größtmögliche Meßgenauigkeit
zu erhalten.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
von Magnet und Spule ist der Magnet ein Stabmagnet, und die Spule
ist eine Ringspule. Die Ringspule wird hergestellt, indem die erste
Wicklung und die zweite Wicklung um einen Spulenkörper gewickelt
werden. Die erste Wicklung und die zweite Wicklung werden in Beziehung
zueinander entlang einer Längsachse der
Ringspule verschoben. Der Magnet wird zwischen die erste Wicklung
und die zweite Wicklung gesetzt, wobei die Polarität des Magneten
entlang der Längsachse
gerichtet ist.
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Eine
Verschiebung des Magneten entlang der Längsachse zwischen der ersten
Wicklung und der zweiten Wicklung bewirkt die Induktion einer Spannung
in beiden Wicklungen. Da die erste Wicklung und die zweite Wicklung
in entgegengesetzten Richtungen entlang der Längsachse gewickelt worden sind,
weisen das Verschieben des Magneten zwischen der ersten Wicklung
und der zweiten Wicklung und somit die induzierte Spannung die gleiche Polarität auf.
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Nachfolgend
wird die Erfindung auf der Basis der beigefügten Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen:
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1 im
rechten Winkel zu den Meßrohren eine
schematische Ansicht einer Ausführungsform eines
Massendurchflußmessers
gemäß der Erfindung,
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2 parallel
zu den Meßrohren
eine schematische Ansicht der Ausführungsform eines Massendurchflußmessers
gemäß der Erfindung,
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3 eine
detaillierte Skizze von Meßrohr, Magneten
und Spulen, in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gezeigt,
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4 eine
graphische Darstellung einer induzierten Spannung in einer Spule
als Funktion einer Verschiebung eines Ankers und
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5 eine
graphische Darstellung einer induzierten Spannung in beiden Wicklungen
einer Spule als Funktion einer Verschiebung eines Ankers.
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1 zeigt
ein Meßrohr 1,
das sich zwischen einem Einlaß 2 und
einem Auslaß 3 erstreckt
und das zu einer Schleife gebogen ist. Ein Schwingungsgenerator 4 soll
das Meßrohr 1 in
Schwingungen versetzen. Ein erster Schwingungsdetektor 5 und
ein zweiter Schwingungsdetektor 6 sollen Schwingungen des Meßrohrs 1 detektieren.
Die Schwingungsdetektoren 5, 6 sind in einem Abstand
vor und einem Abstand hinter dem Schwingungsgenerator 4 plaziert.
Die Schwingungsdetektoren 5, 6 umfassen Anker
in der Gestalt von Stabmagneten, die verschiebbar in einer Ringspule
angeordnet sind (siehe 2 und 3).
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Schwingungen
des Meßrohrs 1 bewirken, daß die Anker
in Beziehung zu den Spulen verschoben werden, und in den Spulen
wird eine Spannung induziert. Die induzierte Spannung hängt von
den Schwingungen des Meßrohrs
ab und wird in einen Meßwert
umgewandelt. Die Schwingungen des Meßrohrs 1 und insbesondere
eine Phasendifferenz zwischen individuellen Schwin gungen von zwei
Meßrohren
ergibt eine sehr hohe Genauigkeit, wenn die Masse eines durch die
Rohre fließenden
Fluids bestimmt wird. Dies gilt für Messungen auf der Basis des
Coriolis-Prinzips sowie für
Messungen, bei denen Stöße in den
Rohrwänden
des Meßrohrs 1 eine
Rolle spielen, und Messungen unter Verwendung anderer Verfahren,
die von den Schwingungen des Meßrohrs
abhängen.
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Die
Meßwerte
werden in einer elektrischen Schaltung 7 behandelt, wobei
der Einfluß von
dem Schwingungsgenerator 4 und die Meßwerte für die von den Schwingungsdetektoren 5, 6 detektierten Schwingungen
verwendet werden, um die Masse des durch das Meßrohr 1 fließenden Fluids
zu bestimmen.
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Zusammen
mit dem Schwingungsgenerator 4 und den Schwingungsdetektoren 5, 6 ist
das Meßrohr
in einem Gehäuse 8 mit
einer Innenseite 9 angeordnet, die evakuiert ist und im
Vergleich zur Atmosphäre
einen Unterdruck aufweist. Der Druck auf der Innenseite 9 ist
im wesentlichen unter 0,1 bar. Das Meßrohr 1 weist eine
sehr kleine innere Querschnittsfläche von unter 10 mm2, bevorzugt unter 3 mm2,
auf. Die Kombination aus einem Unterdruck auf der Innenseite 9 des
Gehäuses 8 und
der sehr kleinen inneren Querschnittsfläche des Meßrohrs 1 impliziert, daß Messungen
von sogar sehr kleinen Massen durch das Meßrohr 1 fließenden Fluids
mit hoher Genauigkeit vorgenommen werden können.
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Das
Meßrohr 1 verläuft durch
einen Boden 10 im Gehäuse 8 an
den Fixierungsstellen 11, 12. Die Fixierungsstellen 11, 12 sind
so gewählt
worden, daß sich
Schwingungsknotenzentren des Meßrohrs 1 an den
Fixierungsstellen 11, 12 finden. Somit wird keine Schwingungsenergie
auf das Gehäuse 8 über die
Fixierungsstellen 11, 12 übertragen. Eine Steckverbindung 13 ist
in einer Wand des Gehäuses 8 angeordnet.
Wie gezeigt ist die elektrische Schaltung 7 mit dem Schwingungsdetektor 6 verbunden,
aber auch mit dem Schwingungsgenerator 4 und dem Schwingungsdetektor 5,
der jedoch nicht gezeigt ist.
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2 zeigt,
daß in
dem Gehäuse 8 ein
anderes Meßrohr 101 angeordnet
ist, das das gleiche Design wie das Meßrohr 1 aufweist.
Die Meßrohre 1, 101 sind über eine
Verbindungsplatte 14 miteinander verbunden. Die Schwingungsdetektoren 4, 104 sind Elektromotoren
mit Induktionsspulen 15, 115, die einen Wechselstrom
erhalten, und Ankern 16, 116 in Form von Magneten.
Der Wechselstrom in den Induktionsspulen 15, 115 weist
eine der Arbeitsfrequenz der Meßrohre 1, 101 entsprechende
Frequenz auf. Die Anker 16, 116, die an den Meßrohren 1, 101 fixiert
sind, übertragen
die Schwingungsbewegung auf die Meßrohre.
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Daneben
sind andere Schwingungsdetektoren 105, 106 vorgesehen,
die das gleiche Design wie die Schwingungsdetektoren 5, 6 aufweisen.
Die Anker 17, 117, die an den Meßrohren 1, 101 angeordnet sind,
beeinflussen die Spulen 18, 118 derart, daß eine der übertragenen
Schwingungsfrequenz entsprechende Spannung induziert wird. Das zweite Meßrohr 101 wird
in der gleichen Richtung wie das Meßrohr 1 von einem
zu messenden Fluid durchströmt,
doch werden Schwingungen in der umgekehrten Phase von Meßrohr 1 erzeugt.
Dies führt
zu besseren Meßergebnissen,
da dies ein mögliches Ungleichgewicht
eliminiert.
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Das
Gehäuse 8 ist
aus Stahl oder einem anderen Metall hergestellt. Die Steckverbindung 13,
die an dem Gehäuse 8 fixiert
ist, kann unterschiedliche Designs aufweisen, z.B. kann sie wie
die elektrische Einleitung an hermetisch eingeschlossenen kleinen Kühlmaschinen
ausgeführt
sein.
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3 ist
eine detaillierte Skizze der Schwingungsdetektoren 5, 105,
alternativ 6, 106 für einen Massendurchflußmesser
gemäß der Erfindung.
Die Schwingungsdetektoren umfassen den Anker 17, 117 und
die Spule 18, 118. Bei der gezeigten Ausführungsform
ist die Spule 18, 118 eine Ringspule mit einem
Spulenkörper 19, 119,
und der Anker 17, 117 ist ein Stabmagnet.
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Die
Spule 18, 118 ist mit einer ersten Wicklung 20, 120 und
einer zweiten Wicklung 21, 121 versehen. Die erste
Wicklung 20, 120 und die zweite Wicklung 21, 121 sind
in einem Abstand a voneinander entlang einer Längsachse A angeordnet. Die
erste Wicklung 20, 120 ist um die Längsachse
A in einer ersten Drehrichtung gewickelt. Die zweite Wicklung 21, 121 ist
ebenfalls um die Längsachse
gewickelt, aber im Vergleich zu der ersten Wicklung 20, 120 in der
entgegengesetzten Drehrichtung.
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Der
Anker 17, 117 ist an dem Meßrohr 1 fixiert und
erstreckt sich nach außen
und in die Spule 18, 118 hinein. Der Anker 17, 117 ist
zwischen der ersten Wicklung 20, 120 und der zweiten
Wicklung 21, 121 angeordnet, wobei die Polarität des Ankers 17, 117 entlang
der Längsachse
A gerichtet ist. Ein Nordpol 22 ist in Richtung der ersten
Wicklung 20, 120 gerichtet, und ein Südpol 23 ist
in Richtung der zweiten Wicklung 21, 121 gerichtet.
Wie erwähnt
findet eine Induktion von Spannungen in der Spule 18, 118 dadurch
statt, daß der
Anker 17, 117 entlang der Längsachse A verschoben wird,
wenn das Meßrohr 1 zu
schwingen beginnt und ein Fluid durch das Meßrohr 1 strömt.
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4 ist
eine graphische Darstellung einer induzierten Spannung U als Funktion
einer Verschiebung S des Ankers in einer einzelnen Wicklung der Spule 18, 118.
Der Graph stellt die Spannung U dar, die in einer Wicklung, entweder
der ersten Wicklung 20, 120 oder der zweiten Wicklung 21, 121,
durch Verschieben des Ankers 17, 117 in der Spule 18, 118 entlang
der Längsachse
A induziert wird. Aus dem Graphen geht hervor, daß die induzierte
Spannung U linear um eine Verschiebung des Ankers von 0 mm auf etwa
1 mm zunimmt. Bei einer Position des Ankers 17, 117,
die einer Verschiebung von etwa 1,5 mm entspricht, weist der Graph
der induzierten Spannung U eine Spitze auf. Nach der Spitze nimmt
der Graph der induzierten Spannung U gleichmäßig bei einer weiteren Verschiebung
des Ankers 17, 117 entlang der Längsachse
A ab. Bei einer Position des Ankers, die einer Verschiebung von
etwa 2,5 mm entspricht, weist der Graph der induzierten Spannung
U eine Auslenkungstangente auf. Die Genauigkeit von Messungen der
induzierten Spannung ist am höchsten
an Positionen um diese Auslenkungstangente herum. Eine einführende Positionierung
des Ankers 17, 117 in der Spule 18, 118,
wenn der Anker 17, 117 nicht durch Schwingungen
von dem Schwingungsgenerator 4 oder von durch die Meßrohre fließendem Fluid
beeinflußt
wird, sollte deshalb gemäß einer
Verschiebung von etwa 2,5 mm erfolgen. Bei Schwingungen des Meßrohrs 1 stattfindende
Verschiebungen bewirken, daß der
Anker entlang der Längsachse
um die Position 2,5 mm verschoben wird.
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Der
Graph der induzierten Spannung U weist, ebenfalls in der Position
um 2,5 mm herum, Verbindungen mehrfacher Ordnung auf. Um eine gegebene
Meßgenauigkeit
aufrechtzuerhalten, ist es notwendig, daß die Messungen so nahe wie
möglich an
der Auslenkungstangente vorgenommen werden, um die größtmögliche Reduktion
des Einflusses von Verbindungen mehrfacher Ordnung zu erhalten.
Indem Spulen 18, 118 mit einer ersten Wicklung 20, 120 und
einer zweiten Wicklung 21, 121, in entgegengesetzten
Richtungen um die Längsachse
A gewickelt, verwendet werden, kann erreicht werden, daß der Einfluß von Verbindungen
mehrfacher Ordnung erheblich reduziert wird. Dies führt zu einer
erheblichen Steigerung der Meßgenauigkeit,
insbesondere an der Position um die Auslenkungstangente herum.
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5 ist
eine graphische Darstellung einer induzierten Spannung U als Funktion
einer Verschiebung S des Ankers in beiden Wicklungen der Spule 18, 118.
Der Graph veranschaulicht die in der Spule induzierte Spannung U
insgesamt durch eine Verschiebung des Ankers 17, 117 in
der Spule 18, 118 entlang der Längsachse
A. Der Graph veranschaulicht die in einer ersten Spule in einem
Abstand a zwischen den Wicklungen von 4,8 mm, in einer zweiten Spule
in einem Abstand a zwischen den Wicklungen von 5,0 mm und in einer
dritten Spule in einem Abstand a zwischen den Wicklungen von 5,2
mm induzierte Spannung U.
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Aus
dem Graph sieht es so aus, daß der Graph
der induzierten Spannung U in der ersten Spule mit einer Verschiebung
des Ankers von –2
mm bis 0 mm, was von einer Position bei einer linken Wicklung zu
einer Position in der Mitte der Spule entspricht, gleichmäßig zunimmt.
Bei einer Position des Ankers 17, 117, die einer
Verschiebung von 0 mm entspricht, was die Mitte der Spule bedeutet,
weist der Graph der induzierten Spannung U eine Spitze auf. Nach
der Spitze nimmt der Graph der induzierten Spannung U gleichmäßig bei
einer weiteren Verschiebung des Ankers 17, 117 entlang
der Längsachse
A von 0 mm bis +2 mm ab, was bedeutet, von der Mitte der Spule zu
einer Position bei einer rechten Wicklung.
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Der
Graph der induzierten Spannung U in der zweiten Spule nimmt bei
einer Verschiebung des Ankers von –2 mm bis etwa –0,8 mm
gleichmäßig zu, d.h.
von einer Position bei einer linken Wicklung zu einer Position zwischen
der linken Wicklung und der Mitte der Spule. Bei einer Position
des Ankers 17, 117, die einer Verschiebung von –0,8 mm
bis +0,8 mm entspricht, d.h. von einer Position zwischen der linken
Wicklung und der Mitte der Spule zu einer Position zwischen der
Mitte der Spule und der rechten Wicklung, weist der Graph der induzierten
Spannung U einen ungefähr
konstanten Wert von etwa 0,275 Volt auf. Nach dem Verlauf mit dem
konstanten Wert nimmt der Graph der induzierten Spannung U bei einer
weiteren Verschiebung des Ankers 17, 117 entlang
der Längsachse
A von +0,8 mm bis +2 mm gleichmäßig ab,
d.h. von einer Position zwischen der Mitte der Spule und der rechten
Wicklung zu einer Position bei der rechten Wicklung.
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Der
Graph der induzierten Spannung in der dritten Spule nimmt bei einer
Verschiebung des Ankers von –2
mm bis etwa –1,4
mm gleichmäßig zu, d.h.
von einer Position bei einer linken Wicklung zu einer Position zwischen
der linken Wicklung und der Mitte der Spule. Bei einer Position
des Ankers 17, 117, die einer weiteren Verschiebung
von –1,4
mm zu 0 mm entspricht, d.h. von einer Position zwischen der linken
Wicklung und der Mitte der Spule zu einer Position in der Mitte
der Spule, nimmt der Graph der induzierten Spannung U ab. Bei einer
Position des Ankers 17, 117, die einer Verschiebung
von 0 mm zu +1,4 mm entspricht, d.h. von der Mitte der Spule zu einer
Position zwischen der Mitte der Spule und der rechten Wicklung,
nimmt der Graph der induzierten Spannung U zu. Bei einer Position
des Ankers 17, 117, die einer weiteren Verschiebung
von +1,4 mm zu +2 mm entspricht, d.h. von einer Position zwischen
der Mitte der Spule und der rechten Wicklung zu einer Position bei
der rechten Wicklung, nimmt der Graph der induzierten Spannung U
ab.
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Die
Genauigkeit von Messungen der induzierten Spannung ist an Positionen
um die Mitte der Spule herum am höchsten. Ein anfängliches
Positionieren des Ankers 17, 117 in der Spule 18, 118,
wenn der Anker 17, 117 nicht von Schwingungen
von dem Schwingungsgenerator 4 oder von in den Meßrohren fließendem Fluid
beeinflußt
wird, sollte deshalb bei einer Verschiebung stattfinden, die etwa
0 mm entspricht. Mit dem schwingenden Meßrohr 1 vorgenommene
Verschiebungen werden implizieren, daß der Anker 17, 117 entlang
der Längsachse
um die Position 2,5 mm herum verschoben wird. Ein optimaler Abstand
a zwischen den Wicklungen wird durch Tests ermittelt.
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Oben
wird die Erfindung unter Bezugnahme auf eine spezifische Ausführungsform
eines Massendurchflußmessers
gemäß der Erfindung
beschrieben. Es können
andere Ausführungsformen
hergestellt werden. Die Anker 17, 117 können an
dem Gehäuse
und die Spulen an den Meßrohren
fixiert werden. Auch die Anker 17, 117 können am
ersten Meßrohr 1 fixiert
werden, und die Spulen 18, 118 können an
dem zweiten Meßrohr 101 fixiert
werden. Ein Meßrohr,
z.B. das erste Meßrohr 1,
kann an dem Gehäuse 8 fixiert
werden, und das zweite Meßrohr 101 kann
an den Fixierungsstellen 11, 12 fixiert werden. Die
Meßrohre 1, 101 können zu
einer Schleife mit einer anderen Gestalt als der in der gezeigten
Ausführungsform
gebogen werden.