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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Vorrichtungen zur
Fehlerdetektierung und -messung auf den Stromversorgungsleitungen.
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Zahlreiche
Detektierungsvorrichtungen wurden zu diesem Zweck bereits vorgeschlagen.
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Das
Dokument EP-0586273 beschreibt eine Vorrichtung zur Fehlerdetektierung
auf einem oberirdischen Netz zur Verteilung elektrischer Energie, welche
einen elektrischen Schaltkreis umfasst, der ein Signal empfängt, das
die Unipolarspannung darstellt, und ein Signal, das den Unipolarstrom
der zu überwachenden
Leitung darstellt, wobei der elektrische Schaltkreis eine Detektierung
flüchtiger
Variationen des Unipolarstroms durchführt, indem er das Vorzeichen
des Stromstoßes
mit dem des Stromstoßes
der Unipolarspannung vergleicht, dadurch gekennzeichnet, dass der
Unipolarstromsensor aus einer Spule besteht, die einen Magnetkern
umfasst und in der Nachbarschaft der zu überwachenden Versorgungsleitung
senkrecht zu ihr angeordnet ist, dadurch, dass das von dieser Spule
bereitgestellte Signal über
einen Integratorschaltkreis geschickt wird und dadurch, dass der
Spannungssensor aus einem Sensor des elektrischen Feldes gebildet
ist, der entfernt von der Leitung auf ihm angeordnet ist.
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Das
Dokument JP-59003265 beschreibt einen dreidimensionalen Detektierungssensor
des elektrischen Feldes, der durch sechs paarweise orthogonale Platten
gebildet wird.
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Das
Dokument EP-0267500 beschreibt eine Vorrichtung zur Überwachung
des Zustands von Stromleitungen, das insbesondere einen Bandpassfilter
und einen Subtrahierer umfasst, der das Ausgangssignal des Bandpassfilters
vom Eingangssignal abziehen kann.
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Jedoch
befriedigen die bekannten Vorrichtungen nicht vollständig.
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Die
vorliegende Erfindung hat folglich zum Ziel, die bisher vorgeschlagenen
Vorrichtungen zu perfektionieren. Gemäß einem ersten Aspekt schlägt die vorliegende
Erfindung eine Vorrichtung zur Fehlerdetektierung und -messung auf
Stromversorgungsleitungen vor, wie im Anspruch 1 definiert ist.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt schlägt
die vorliegende Erfindung ein Fehlerdetektierungs- und Messverfahren
auf Stromversorgungsleitungen eines Stromversorgungsnetzes vor,
wie im Anspruch 9 definiert ist.
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Gemäß anderer
wichtiger Aspekte der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen:
- – ein
Stromsensor, der zwei Spulen umfasst, die auf zueinander orthogonalen
Magnetkernen platziert sind und Mittel, die geeignet sind, die Summierung
der aus diesen beiden Spulen stammenden Signale durchzuführen,
- – Analysemittel,
die geeignet sind, gleichzeitig eine Detektierung einer Schwellwertüberschreitung
auf dem Strom und der überwachten
Spannung durchzuführen,
und Mittel, die geeignet sind, den Detektierungsschwellwert auf
dem des Stroms oder der Spannung zu ändern, der keine Schwellwertüberschreitung
verursacht hat, nach Detektierung einer solchen Überschreitung auf dem anderen
der Spannung und des Stroms,
- – vorzugsweise
Mittel, die den vorhin genannten Detektierungsschwellwert durch Änderung
des Verstärkungsfaktors
des entsprechenden Detektierungszweiges ändern können.
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Andere
Merkmale, Ziele und Vorteile der Erfindung treten beim Lesen der
folgenden detaillierten Beschreibung und angesichts der angefügten Zeichnungen
zutage, die als nicht-einschränkende Beispiele
gegeben werden und in denen:
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die 1 schematisch
den Schaltkreis einer Detektierungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
für ein
unterirdisches Stromversorgungsnetz darstellt,
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die 2 schematisch
den Schaltkreis einer Detektierungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
für ein
oberirdisches Stromversorgungsnetz darstellt,
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die 3 Magnetfelder
darstellt, die aus isolierten dreiphasigen Fehlern für unterschiedliche
Typen von Versorgungsausrüstungen
(NV2, SÄULENGANG,
STARRES GEWÖLBE,
WECHSEL A 70, FAHNE 105) resultieren,
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die 4 das
Schema eines Systems zur elektrischen Isolierung zur Spannungsdetektierung darstellt,
und
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die 5 und 6 zwei
Ausführungsformen
von Spannungssensoren gemäß der vorliegenden
Erfindung schematisch darstellen.
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Es
wird zunächst
das Detektierungsschema für
ein unterirdisches Netz beschrieben, wie es in der 1 veranschaulicht
ist.
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Dieser
Schaltkreis umfasst zwei Hauptzweige: ein Spannungsdetektierungszweig 10 und
ein Stromdetektierungszweig 30.
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Der
Spannungsdetektierungszweig 10 umfasst:
- – einen
Sensor 11 wie drei Kondensatoren, die einen gemeinsamen
Punkt haben, wobei jeder mit einer der 3 Phasen des Versorgungsnetzes
verbunden ist,
- – einen
Integrator 12, der aus einem Verstärker 13 gebildet ist,
dessen Eingang mit der Masse über einen
Kondensator 14 verbunden ist, empfängt den Ausgang des Sensors 11,
- – einen
Antigewitterfilter 15, der mit dem Ausgang des Integrators
verbunden ist und z.B. durch einen Tiefpassfilter und einen Summierer
gebildet ist,
- – eine
Zelle 16 zur Extrahierung des Stromstoßes, welche einen Bandpassfilter 17 umfasst,
der auf 50 Hz eingestellt ist und einen Subtrahierer 18, wobei
der Bandpassfilter 17 zwischen dem Ausgang des Filters 15 und
dem negativen Eingang des Subtrahierers 18 platziert ist,
wohingegen der positive Eingang dessen den Ausgang des Filters 15 empfängt, so
dass der Subtrahierer 18 durch Abziehen des aus dem Filter
stammenden Basissignals bei 50 Hz an seinem Ausgang 19 die Spannungsstöße extrahiert,
- – einen
Verstärker 20,
zum Beispiel Verstärkungsfaktor
gleich 10, der am Ausgang des Filters 17 platziert ist,
- – einen
zweiten Verstärker 21 zum
Beispiel mit Verstärkungsfaktor
gleich 10, der auf dem Ausgang des Subtrahierers 18 platziert
ist, und
- – einen
Invertierer 22 mit Verstärkungsfaktor gleich –1, der
auf dem Ausgang des Verstärkers 21 platziert
ist.
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Die
Verwendung eines Bandpassfilters, der mit einem Subtrahierer verbunden
ist, um die Stöße gemäß der vorliegenden
Erfindung zu extrahieren, bietet in Bezug auf die Lösung, die
in bestimmten aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen
angegeben wird, unter Verwendung eines Hochpassfilters, die folgenden
Vorteile.
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Ein
Hochpassfilter, um Stöße zu extrahieren weist
zwei größere Nachteile
auf:
- 1) die Gruppenlaufzeit eines Hochpassfilters
beschränkt
in der Amplitude die erste Alternierung des Stoßes in Abhängigkeit der Pseudofrequenz dieses
letzten, und
- 2) auf einer großen
Anzahl Phasen-/Erdungsfehler, wird der Stoß nicht durch eine Frequenzvergrößerung in
Bezug auf die Frequenz des Netzes 50 Hz, sondern durch eine Frequenzverringerung, besonders
auf dem Signal der Unipolarspannung, umgesetzt.
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Die
Gruppenpropagierungszeit eines Bandpassfilters 50Hz gemäß der Erfindung
erlaubt im Gegenteil, die erste Alternierung des Stromstoßes korrekt
zu extrahieren, damit sie entweder einer Frequenzvergrößerung oder
einer Frequenzverminderung in Bezug auf die Frequenz des Netzes
50 Hz entsprechen.
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Andrerseits
ist die Zurückweisung
der Grundfrequenz des Netzes mit einem erfindungsgemäßen Bandpassfilter
bei weitem besser, als sie es mit einem klassischen Hochpassfilter
wäre. Dieser Zweig 10 stellt
somit bereit:
- – auf einem ersten Ausgang
O11, verbunden mit einem klassischen Sensor, die Wirkspannung bei 50
Hz des Versorgungsnetzes (das entweder die einfache Spannung bei
50Hz, oder die zusammengesetzte Spannung d.h. zwischen Phasen bei 50
Hz des Netzes darstellt) erlaubt dieses Signal, den Zustand des
Netzes zu kennen: außer/unter Spannung,
- – auf
einem zweiten Ausgang O12 die Unipolarspannung bei 50Hz (stellt
die Unipolarspannung bei 50Hz bei einem Phasen-/Erdungsfehler dar); erlaubt dieses
Signal einen Phasen-/Erdungsfehler
zu validieren, und auf
- – Ausgängen O13
und O14, die mit dem Ausgang des Invertierers 22 bzw. dem
Ausgang des Verstärkers 21 verbunden
sind, die auf der Leitung detektierten Spannungsstöße VO- und
ihr Inverses VO+.
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Der
Stromdetektierungszweig 30 umfasst, was ihn angeht:
- – drei
Kerne 31, mit gemeinsamen Punkt, die jeweils mit den drei
Phasen des Versorgungsnetzes verbunden sind,
- – drei
Isolierungstransformatoren 32, 33, 34,
die jeweils mit diesen Kernen verbunden sind und deshalb ihren Primärstromkreis
jeweils mit dem Ausgang der Kerne 31 verbunden haben,
- – einen
Summierer 35, dessen Eingänge mit den Ausgängen der
Sekundärstromkreise
der Transformatoren 32, 33, 34 verbunden
sind, die einen gemeinsamen Punkt mit der Masse haben,
- – eine
Extrahierungszelle 36 der Stöße, welche einen Bandpassfilter 37 umfasst,
der auf 50 Hz zentriert ist, und einen Subtrahierer 38,
während
der Bandpassfilter 37 zwischen dem Ausgang des Summierers 35 und
dem negativen Eingang des Subtrahierers 38 platziert ist,
während
der positive Eingang desselben den Ausgang des Summierers 35 empfängt, damit
der Subtrahierer 38 durch Abziehen des aus dem Filter 37 stammenden
Basissignals bei 50 Hz, an seinem Ausgang 39 die Spannungsstöße extrahiert,
- – einen
Integrator 40, der am Ausgang 39 des Subtrahierers 38 platziert
ist,
- – einen
Invertierer 41 oder Verstärker des Verstärkungsfaktors –1, der
mit dem Ausgang des Integrators 40 verbunden ist,
- – eine
Zelle vom Typ OU 42 mit zwei oder drei Eingängen, die
jeweils mit den Ausgängen
der Sekundärstromkreise
der Isolierungstransformatoren 32, 33 und 34 verbunden
sind.
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Dieser
Zweig 30 stellt somit bereit:
- – auf einem
ersten Eingang O31, der mit dem Ausgang der Zelle ou 42 verbunden
ist, das Stromsignal Imax bei 50 Hz (stellt die Phasenströme bei isolierten
mehrphasigen Fehlern dar),
- – auf
einem zweiten Ausgang O32, der mit dem Ausgang des Bandpassfilters 37 verbunden
ist, ein Signal, das einen Strom mit doppeltem Fehler bei 50 Hz
darstellt (das unipolare Ströme
bei zweiphasigen/Erdungsfehlern darstellt), und
- – auf
den Ausgängen
O33 und O34, die jeweils mit dem Ausgang des Invertierverstärkers 41 und dem
Ausgang des Integrators 40 verbunden sind, den unipolaren
Stromstoß 3IO-
und sein Inverses 3IO+.
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Es
wird nun die Struktur des Detektierungsschaltkreises für ein Netz
vom oberirdischen Typ beschrieben, das in der 2 veranschaulicht
ist.
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Dieser
Schaltkreis der 2 umfasst auch einen Spannungsdetektierungszweig 10 und
einen Stromdetektierungszweig 30.
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Man
findet in der 2 für den Spannungsdetektierungszweig 10 einen
Integrator 12, einen Anti-Gewitter-Filter 15,
eine Zelle 16 zur Stoßextrahierung,
welche einen Bandpassfilter 17 und einen Subtrahierer 18 sowie
zwei Verstärker 20 und 21 und
einen Invertierverstärker 22,
gemäß den oben
in Bezug auf die 1 beschriebenen Anordnungen,
umfasst. Der in der 2 veranschaulichte Zweig unterscheidet
sich von dem der oben beschriebenen 1 durch
die Tatsache, dass der in der Nähe
der oberirdischen Leitungen platzierte Sensor 11 aus einem Mittel
gebildet ist, das geeignet ist, die Vektorsumme der elektrischen
Felder in mehreren Richtungen durchzuführen, z.B. durch ein elektrisch
leitendes äquipotentielles
nicht-ebenes Element.
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Es
wurden in den 5 und 6 zwei nichteinschränkende Ausführungsbeispiele
eines solchen äquipotentiellen
nicht-ebenen Sensors
veranschaulicht.
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Genauer
gesagt wurde in der 5 ein Sensor 11 veranschaulicht,
der aus einer Folie gebildet ist, zum Beispiel aus Metall, gekrümmt, vorzugsweise in
Form eines Drehzylindersektors, z.B. einen Halbzylinder.
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Außerdem wurde
in der 6 ein Sensor 11 veranschaulicht, der
durch Zusammenbau dreier ebener Folien 110, 111, 112 gebildet
ist, die untereinander verbunden sind und paarweise orthogonal sind.
Gemäß der 6 sind
diese Folien 110, 111, 112 auf halber
Breite im Wesentlichen miteinander verbunden. In einer Variante
könnte
man Folien 110, 111, 112 vorsehen, die
sich an ihren Kanten treffen wie ein Teil eines Vierseits.
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Um
eine Vektorsummierung der Felder in drei Richtungen zu erhalten,
haben die Folien 110, 111 und 112 jeweils
identische Oberflächen.
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Ein
derartiger Detektierungszweig 10 liefert auf seinen Ausgängen O11,
O12, O13 und O14 Signale derselben Art wie der oben in Bezug auf
die 1 beschriebene Zweig.
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Der
in der 2 veranschaulichte Stromdetektierungszweig 30 umfasst
auch eine Stoßdetektierungszelle 36,
welche einen Bandpassfilter 37 umfasst, der mit einem Subtrahierer 38,
einem Integrator 40 und einem Invertierverstärker 41 verbunden
ist. Der Zweig 30 der 2 umfasst
jedoch eine Spule 43, die auf einem Magnetkern 44 orthogonal
zu den Leitungen platziert ist, und vorzugsweise horizontal ist,
und parallel mit einem Widerstand 45 verbunden ist, zwischen
der Masse und der Eingangsklemme eines Verstärkers 46, dessen Ausgang
den Eingang der Stoßextrahierungszelle 36 angreift,
d.h. den Eingang des Filters 37 und den positiven Eingang
des Subtrahierers 38.
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Außerdem umfasst
der Zweig 30 der 2 für oberirdische
Netze eine zweite Spule 47, die auf einem Magnetkern 48 orthogonal
zum Kern 44 und den Stromleitungen und vorzugsweise vertikal,
parallel verbunden mit einem Widerstand 49 zwischen der Masse
und dem Eingang eines Verstärkers 50 platziert
wird.
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Der
Zweig 30 der 2 stellt auf diesen Ausgängen O33
und O34 den Unipolarstromstoß 3IO- und
sein Inverses 3IO+ bereit, wie oben für die 1 beschrieben
wurde. Der Zweig 30 der 2 liefert auf
den Ausgängen
O31 und O32, die mit dem Ausgang des Verstärkers 50 und dem Ausgang
des Filters 37 verbunden sind, Signale, die jeweils das
horizontale Magnetfeld Hx und vertikale Magnetfeld Hz darstellen.
Die Summierung der aus diesen beiden Ausgängen stammenden Signale erlaubt
ein Signal zu erhalten, das Hx + Hz darstellt und auch dreiphasige,
isolierte Fehler darstellt, egal wie die Architektur des Versorgungsnetzes
ist. Allerdings stellt sich heraus, wie in der 3 gezeigt,
die auf drei verschiedenen Linien jeweils das horizontale Feld Hx,
das vertikale Feld Hz und die Summe dieser beiden Felder Hx und
Hz veranschaulicht, während
das horizontale Feld Hx und das vertikale Feld Hz jedes empfänglich ist
für starke
Weiterentwicklungen gemäß der vorgestellten
Architektur, dass die Summierung dieser Felder Hx und Hz eine relative
Konstanz aufweisen, was auch immer die vorgestellte Architektur
oder -ausrüstung
des Versorgungsnetzes ist.
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Die
Zweige 10 und 30 der in den 1 und 2 veranschaulichten
Schaltkreise stellen dank der Invertierverstärker 22 und 41 flüchtige Werte
V0-, 3IO- und ihr Inverses V0+ und 3IO+ bereit, um dem nachgelagerten
Behandlungs- und Detektierungsschaltkreis zu erlauben, nur positive
Werte des gelieferten Signals zu erhalten.
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Der
nachgelagerte Behandlungsschaltkreis, schematisch in dem funktionellen
Block 60 in den 1 und 2 dargestellt,
führt den
Vergleich des Vorzeichens der Unipolarspannungsstöße und des Vorzeichens
des Integrals der Unipolarstromstöße durch.
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In
der Tat ist auf einer Abzweigung mit Fehler- das Integral der Unipolarstromstöße vom umgekehrten
Vorzeichen wie das Integral der Unipolarstromstöße der intakten Abzweigungen.
Zudem geschieht die augenblickliche Variation der unipolaren Spannung
in demselben Richtungssinn wie das Integral der Variation des Stroms
auf den intakten Abzweigungen.
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Genauer
gesagt hat die Anmelderin festgestellt, dass für ein Impedanzversorgungsnetz
die Stromstöße erhöht sind,
während
die Spannungsstöße schwach
sind, und umgekehrt sind für
ein kompensiertes Versorgungsnetz die Spannungsstöße erhöht und die
Stromstöße schwach.
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Um
die Ausführung
eines quasi-universellen Detektierungsschaltkreises zu erlauben,
d.h. der anwendbar für
jeglichen Typ von Stromversorgungsnetz, egal ob Impedanznetz oder
kompensiertes Netz, ist, wird im Rahmen der Erfindung vorgeschlagen,
dass das Analysefenster durch Vergleich der Vorzeichen der Unipolarspannungsstöße und des
Integrals der Unipolarstromstöße ausgelöst wird,
entweder durch das Überschreiten
eines Schwellwerts durch die Unipolarspannungsstöße (Signal verfügbar auf
den Ausgängen
O13 und O14) oder durch die Überschreitung
eines Schwellwerts durch das Integral der Unipolarstromstöße (Signal
verfügbar über die
Ausgänge
O33 und O34). Zudem ist der Behandlungsschaltkreis 60 ausgelegt,
um den Detektierungsschwellwert für die nicht vom Ursprung des Auslösens stammende
physikalische Größe zu ändern, zum Beispiel,
indem man ihren Stoßschwellwert
um einen Faktor vier absenkt. In der Praxis kann diese Änderung
des Auslöseschwellwerts
ausgeführt werden
durch Änderung
der Verstärkung
(des Verstärkungsfaktors)
des entsprechenden Signals.
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In
anderen Worten, wenn der Behandlungsschaltkreis 60 eine
Schwellwertüberschreitung
auf dem Unipolarspannungsstoß detektiert,
löst er
das Analysefenster der Vorzeichen aus und reduziert den Auslöseschwellwert
auf dem Integral der Unipolarstromstöße. Und umgekehrt, wenn der
Behandlungsschaltkreis 60 eine Schwellwertüberschreitung
auf dem Integral der Unipolarstromstöße detektiert, löst er das
Analysefenster der Vorzeichen aus und reduziert den Auslöseschwellwert
auf den Unipolarspannungsstößen.
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Die
Signale von Spannung und Strom, die auf den Ausgängen O11, O12, O31 und O32
verfügbar
sind, erlauben durch klassische Kontrolle eine Validierung detektierter
Fehler.
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Noch
genauer führt
im Rahmen der vorliegenden Erfindung der Behandlungsschaltkreis 60 vorzugsweise
die folgenden Detektierungen durch:
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a) Unipolarer Fehler:
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- – Bestimmung
des Richtungssinn des Fehlers durch Vergleich der Vorzeichen der
aus den Ausgängen
O13, O14 und O33, O34 stammenden Signale, wobei der unipolare Fehler
dem Detektierungspunkt nachgelagert lokalisiert wird für eine Umkehrung
von Vorzeichen oder Phasen zwischen diesen Signalen, und wobei er
für phasengleiche
Signale vorgelagert lokalisiert wird,
- – Validierung
der Detektierung eines solchen Fehlers durch Überschreiten eines Schwellwerts
des vom Ausgang O12 stammenden Signals, und
- – Unterdrückung des
Fehlers beim Zurückkehren zur
Normalen des vom Ausgang O11 stammenden Signals,
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b) Fehler Imax (typischerweise
gebildet durch einen Fehler zwischen isolierten Phasen):
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- – Bestimmung
durch Detektierung der Überschreitung
des Schwellwerts des vom Ausgang O31 stammenden Signals und
- – Unterdrückung des
Fehlers bei Rückkehr
zur Normalen des vom Ausgang O11 stammenden Signals,
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c) Doppelfehler:
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- – Bestimmung
durch Detektierung der Überschreitung
des Schwellwerts des vom Ausgang O32 stammenden Signals und
- – Unterdrückung des
Fehlers bei Rückkehr
zur Normalen des vom Ausgang O11 stammenden Signals.
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Das
Erhalten eines Signals, das die Summierung der drei elektrischen
Felder darstellt, wie eine physikalische Regelungsgröße am Ausgang
des Sensors 11 über
ein Netz vom oberirdischen Typ erlaubt dem Schaltkreis kompatibel
zu sein, was auch immer die Halteausrüstung oder der Typ des Masten, Holz
oder Beton, der die Leitung trägt,
ist. Zudem erlaubt die Ausnutzung der Magnetfelder Hx + Hz einen schwellwertkompatiblen
Schaltkreis, was auch immer die Ausrüstungen sind, für die isolierten
mehrphasigen Fehler.
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Gemäß einem
weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist eine galvanische
Isolierung auf dem Zweig der Detektierung unipolarer Spannung vorgesehen.
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Zahlreiche
Strukturen wurden bereits vorgeschlagen, um eine solche galvanische
Isolierung durchzuführen.
Es wurden zum Beispiel vorgeschlagen:
- – Systeme
mit Doppeltransformator, wobei einer die Übertragung einer elektrischen
Versorgungsleistung in einem Richtungssinn erlaubt, der andere eines
niederfrequenten Signals, das moduliert ist oder nicht,
- – Systeme,
die einen Optokoppler zur Übertragung
des niederfrequenten Signals und einen Transformator zur Übertragung
der elektrischen Versorgungsleistung umfassen,
- – oder
einen einfachen Transformator zur Übertragung des Signals, falls
die Energie desselben es erlaubt.
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Diese
bekannten Lösungen
stellen jedoch nicht für
ein aus einem kapazitativen Teiler HTA stammendes Signal unipolarer
Spannung zufrieden.
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Um
diese Schwierigkeit zu lösen
wird im Rahmen der Erfindung vorgeschlagen, einen Isolierungsschaltkreis
vom Typ zu verwenden, der in der angefügten 4 veranschaulicht
ist.
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Dieser
Isolierungsschaltkreis umfasst einen einzigen Transformator 70,
der zugleich dazu dient, die elektrische Versorgungsleistung in
eine Richtung zu transportieren und das Nutzsignal in die andere. Dafür hat der
Sekundärstromkreis 72 zum
Beispiel mit N Windungen eine Klemme, die mit der Masse durch einen
Widerstand 73 verbunden ist, und wobei seine zweite Klemme,
die mit dem Ausgang eines HF-Zerhackers 74 mittels eines
Kondensators 75 verbunden ist. Somit wird das aus dem Zerhacker 74 stammende
HF-Signal zum Primärstromkreis 71 übertragen,
zum Beispiel mit zwei N Windungen. Ein Verstärker 76 empfängt an seinem
Eingang das aus dem Spannungssensor stammende Signal zum Beispiel
gebildet aus einem RC-Netz parallel zu einem Widerstand, zu einer
Klemme des Primärstromkreises 71,
um den Strom in demselben zu variieren. Das HF-Signal an den Klemmen
des Primärstromkreises 71 wird
mittels zweier Dioden 78, 79 gleichgerichtet und
von den Kondensatoren 80, 81 gefiltert, um den Verstärker 76 zu
versorgen. Der Transformator 70 erlaubt somit ein elektrisches
aus dem Sensor stammendes, durch das HF modulierte NF-Signal vom Primärstromkreis 71 zum
Sekundärstromkreis 72 zu übertragen.
Dieses modulierte Signal wird auf dem Shunt-Widerstand zurückerlangt und zu einem Demodulationsschaltkreis 82 geleitet,
der mit einem Vorbehandlungsfilter 83 verbunden ist.
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Der
in der 4 dargestellte Isolierungsschaltkreis weist typischerweise
die folgenden Merkmale auf:
- – Passierband:
25Hz–500
Hz (Dephasierung < 5° im Band)
- – Zerhackfrequenz:
50 KHz wiederkehrend 50%
- – Tiefpassfilter:
5 KHz der zweiten Ordnung
- – Verbrauch: < 10mA bei 12 Volt.
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Insbesondere
ist die vorliegende Erfindung nicht auf die Verwendung eines äquipotentiellen Spannungssensors
mit dreidimensionaler Geometrie beschränkt.
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In
einer Variante im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann der äquipotentielle
Spannungssensor 11 aus elektrisch leitfähigem Material gebildet sein.
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In
der Tat haben die Erfinder auf von vornherein überraschende Weise festgestellt,
dass eine einzige ebene Platte auch erlaubt, ein Signal zu liefern, das
die vektorielle Summierung der dreidimensionalen Komponenten des
elektrischen Feldes darstellt. Dies ist, wie es scheint, aufgrund
der Tatsache, dass, was auch immer die Anfangsorientierung des elektrischen
Feldes ist, die Feldlinien sich senkrecht zu einer elektrisch leitenden
Platte in der Nachbarschaft derselben neu ausrichten.