-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Ultraschalldiagnose und
Ultraschallbildgebung des Körpers
und insbesondere auf neue Verfahren und Geräte zur Ultraschallbildgebung
mit einer Empfangsfrequenz, die von der Sendefrequenz abweicht.
-
Diagnostische
Ultraschallbildgebungssysteme wurden eingesetzt, um den Körper mit
der Verstärkung
von Ultraschallkontrastmitteln abzubilden. Kontrastmittel sind Substanzen,
die biokompatibel sind und eindeutig gewählte akustische Eigenschaften
aufweisen, so dass in Reaktion auf die Beschallung leicht identifizierbare
Echosignale zurückgesendet
werden. Kontrastmittel können
verschiedene Eigenschaften besitzen, wodurch es ihnen möglich wird,
ein Ultraschallbild zu verstärken.
Eine dieser Eigenschaften ist die Nichtlinearität vieler Kontrastmittel. Es
sind Kontrastmittel hergestellt worden, die bei der Beschallung
durch eine Ultraschallwelle mit einer einzelnen Frequenz Resonanzmoden
aufweisen, die Energie mit anderen Frequenzen zurücksenden,
insbesondere mit harmonischen Frequenzen. Ein Kontrastmittel mit
harmonischem Spektrum wird bei der Beschallung mit einer Fundamentalfrequenz
Echos mit der zweiten, dritten, vierten und höheren Harmonischen dieser Frequenz
zurücksenden.
-
Aus
der Patentschrift
EP 0 357 164 ist
die Abbildung eines biologischen Gewebes durch die Einführung eines
Materials in die Untersuchungsregion bekannt. Dieses Material erzeugt
aus eingeführten
Ultraschallwellen nicht-lineare Schwingungen in dieser Region, so
dass es möglich
wird, zusätzlich
zu der Anregungsfrequenz harmonische und subharmonische Signale
zu erhalten. Mit diesem Verfahren lässt sich eine größere Penetrationstiefe
erreichen.
-
Aus
der Patentschrift
US 4.561.019 ist
außerdem
ein Verfahren zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Informationen
bekannt, die aus Signalen abgeleitet wurden, welche von einem mit
kohärenten Impulsen
einer beliebigen wellenartigen Strahlungsform bestrahlten Objekt
empfangen wurden. Ein Verfahren zur Reduzierung von Speckle leitet
nicht-kohärente
Signale mit separaten Komponenten ab und kombiniert diese separaten
nicht-kohärenten
Signale, um verbesserte zusammengesetzte nicht-kohärente Signale
zu bilden.
-
Es
ist seit einiger Zeit bekannt, dass Gewebe und Flüssigkeiten
ebenfalls über
inhärente
nicht-lineare Eigenschaften verfügen.
Gewebe und Flüssigkeiten
werden selbst bei Abwesenheit eines Kontrastmittels ihre eigenen,
von der Fundamentalfrequenz abweichenden Echoempfangssignale entwickeln
und zurücksenden,
darunter Signale mit Harmonischen der Fundamentalfrequenz (siehe
z.B.
EP 0734742 ). Muir
und Carstensen haben diese Eigenschaften von Wasser seit 1980 untersucht,
und Starritt et al. haben sich diese Eigenschaften im menschlichen
Wadenmuskel und operativ entfernter Rinderleber angesehen.
-
Obwohl
diese Nicht-Fundamentalfrequenz-Echokomponenten von Gewebe und Flüssigkeiten
im Allgemeinen keine so große
Amplitude aufweisen wie die von harmonischen Kontrastmitteln zurückgesandten
harmonischen Komponenten, besitzen sie dennoch eine Reihe von Eigenschaften,
die in der Ultraschallbildgebung vorteilhaft genutzt werden können. Einer
von uns (M. Averkiou) hat diese Eigenschaften ausführlich untersucht
und in seiner Doktoratsdissertation beschrieben. In dieser Darlegung und
anderen Forschungsergebnissen haben die Erfinder der vorliegenden
Erfindung erkannt, dass die Hauptkeule eines harmonischen Strahlenbündels schmaler
ist als die seiner Fundamentalfrequenz, was ihren Erkenntnissen
nach Auswirkungen auf die Clutter-Reduzierung bei der Bildgebung
durch schmale Öffnungen
wie zum Beispiel die Rippen hat. Man hat erkannt, dass die Nebenkeulenpegel
eines harmonischen Strahlenbündels
niedriger sind als die entsprechenden Nebenkeulenpegel des Fundamentalfrequenz-Strahlenbündels, was
ihren Erkenntnissen nach Auswirkungen auf die achsenferne Clutter-Reduzierung
hat. Außerdem
hat man erkannt, dass die harmonischen Rücksendungen aus dem Nahfeld
ebenfalls relativ geringer ausfallen als die zurückgesendete Energie mit Fundamentalfrequenz, was
ihren Erkenntnissen nach Auswirkungen auf die Nahfeld-Clutter-Unterdrückung hat.
Wie man sehen wird, können
diese Eigenschaften in Verfahren und konstruierten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung genutzt werden.
-
Gemäß den Prinzipien
der vorliegenden Erfindung werden ein Ultraschallbildgebungssystem und
-verfahren für
die Bildgebung von Gewebe und Flüssigkeiten
anhand von Empfangsfrequenzen geschaffen, die von der Sendefrequenz
abweichen, insbesondere anhand von Echos, die mit einer Harmonischen
einer gesendeten Fundamentalfrequenz von dem Gewebe oder den Flüssigkeiten
zurückkehren. Das
Bildgebungssystem umfasst ein Mittel zum Senden einer Ultraschallwelle
mit einer Fundamentalfrequenz, Mittel zum Empfangen von Echos mit
einer harmonischen Frequenz, und einen Bildprozessor zum Erzeugen
eines Ultraschallbildes anhand der Echos mit harmonischer Frequenz.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfassen die Sende- und Empfangsmittel
eine einzelne Ultraschallsonde. Gemäß einem weiteren Aspekt der
vorliegenden Erfindung nutzt die Sonde einen Breitband-Ultraschallwandler
für sowohl
das Senden als auch das Empfangen.
-
Gemäß noch einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, werden teilweise dekorrelierte Komponenten
von empfangenen harmonischen Echos erzeugt und genutzt, um Artefakte
aus dem harmonischen Bild zu entfernen und dadurch für klar definierte
Bilder der Gewebegrenzen wie der des Endokards zu sorgen. In einer
bevorzugten Ausführungsform
werden die teilweise dekorrelierten Komponenten erzeugt, indem die
harmonischen Echos durch unterschiedliche Durchlassbereiche verarbeitet
werden.
-
Die
Verfahren der vorliegenden Erfindung umfassen die Nutzung von harmonischen
Echos zur Reduzierung von Nahfeld- oder Mehrwege-Clutter in einem
Ultraschallbild wie dem, das erzeugt wird, wenn die Bildgebung durch
ein schmales akustisches Fenster wie die Rippen erfolgt. Gemäß noch einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung werden die harmonischen
Echos und die Fundamentalfrequenz-Echos in einem gemeinsamen Bild
gemischt, um Clutter zu reduzieren, Abbildung bei beachtlicher Tiefe
zu erzeugen und die Effekte der tiefenabhängigen Dämpfung zu überwinden.
-
In
den Zeichnungen zeigen:
-
1 in
Form eines Blockschaltbildes ein diagnostisches Ultraschallbildgebungssystem,
das gemäß den Prinzipien
der vorliegenden Erfindung konstruiert wurde;
-
die 2, 3, 4 und 5 bestimmte
Eigenschaften von harmonischen Echos, die vorteilhaft auf Anwendungen
der Ultraschallbildgebung angewendet werden können;
-
die 6 und 7 Durchlasskurven,
die verwendet werden, um das Leistungsvermögen der Ausführungsform
aus 1 zu erläutern;
-
8 typische
Durchlassbereiche einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung für Fundamentalfrequenzen
und harmonische Frequenzen;
-
9 den
Aufbau eines FIR-Filters, der für den
Einsatz in der Ausführungsform
aus 1 geeignet ist;
-
10 in
Form eines Blockschaltbildes einen Teil einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
11 die
Funktion der Normalisierungsstufen der Ausführungsform aus 10;
-
12 ein
Blockschaltbild von einem der in den Filtern der Ausführungsform
aus 10 verwendeten Multiplizierer-Akkumulatoren;
-
13 typische
Durchlassbereiche der Ausführungsform
aus 10 für
Fundamentalfrequenzen und harmonische Frequenzen;
-
14 das
Mischen der Signalkomponenten mit Fundamentalfrequenz und mit harmonischen
Frequenzen zu einem Ultraschallbild; und
-
15 die
Durchlassbereiche eines bei der Erzeugung der gemischten Bilder
verwendeten zeitvariablen Filters.
-
Zunächst Bezug
nehmend auf 1 ist ein gemäß den Prinzipien
der vorliegenden Erfindung konstruiertes diagnostisches Ultraschallsystem
in Form eines Blockschaltbildes dargestellt. Eine zentrale Steuereinheit 120 befiehlt
einer Sendefrequenzsteuerung 117, ein gewünschtes
Sendefrequenzband zu übertragen.
Die Parameter des Sendefrequenzbandes ftr werden
an die Sendefrequenzsteuerung 117 weitergeleitet, die den
Wandler 112 der Ultraschallsonde 110 veranlasst,
Ultraschallwellen im Fundamentalfrequenzband zu senden. In einer
konstruierten Ausführungsform
wird ein Frequenzband übertragen,
das um eine Mittenfrequenz von 1,67 MHz herum liegt. Diese Frequenz
ist geringer als herkömmliche
gesendete Bildgebungsfrequenzen, die im Allgemeinen bei 2,5 MHz
und mehr liegen. Die Verwendung einer typischen Sendefrequenz von
3 oder 5 MHz ergibt jedoch Harmonische bei 6 und 10 MHz. Da höhere Frequenzen
bei der Durchquerung des Körpers
stärker
gedämpft
werden als niedrigere Frequenzen, erfahren diese höherfrequenten
Harmonischen bei ihrer Rückkehr
zur Sonde eine erhebliche Dämpfung.
Hierdurch werden die Penetrationstiefe und die Bildqualität bei größeren Abbildungstiefen
reduziert, obwohl die harmonischen Signale, wie sie während der
Ausbreitung der gesendeten Welle durch das Gewebe entstehen, nicht
die Dämpfung
eines vollen Umlaufs vom Wandler aus erfahren wie dies die Fundamentalsignale
tun. Um dieses Problem zu überwinden,
liegt die zentrale Sendefrequenz bei dieser dargestellten Ausführungsform
unter 5 MHz und vorzugsweise unter 2,5 MHz, so dass Harmonische
mit einer niedrigeren Frequenz erzeugt werden, die weniger anfällig für tiefenabhängige Dämpfung sind
und eine harmonische Bildgebung bei größeren Tiefen erlauben. Eine
gesendete Fundamentalfrequenz von 1,67 MHz wird bei der dargestellten
Ausführungsform
Rücksignale
mit der zweiten Harmonischen bei 3,34 MHz ergeben. Es versteht sich
natürlich,
dass bei entsprechender Berücksichtigung
der gewünschten
Penetrationstiefe und der Empfindlichkeit des Wandlers und des Ultraschallsys tems
jede beliebige Ultraschallfrequenz verwendet werden kann.
-
Der
Matrixwandler 112 der Sonde 110 sendet Ultraschallenergie
und empfängt
in Reaktion auf diese Aussendung zurückgesandte Echos. Die Frequenzkennlinie
des Wandlers kann zwei Durchlassbereiche aufweisen, einen um die
gesendete Fundamentalfrequenz herum und den anderen um eine harmonische
Frequenz in dem empfangenen Durchlassband herum. Für die harmonische
Bildgebung wird ein Breitbandwandler mit einem Durchlassbereich bevorzugt,
der sowohl den Durchlassbereich der gesendeten Fundamentalfrequenz
als auch den Durchlassbereich der empfangenen harmonischen Frequenz
umfasst. Der Wandler kann so hergestellt und abgestimmt werden,
dass er eine Frequenzkennlinie wie in 6 dargestellt
aufweist, in der der niedrigere Höcker 60 der Frequenzkennlinie
um die gesendete Fundamentalfrequenz ft herum
zentriert ist und der höhere
Höcker 62 um
die empfangene harmonische Frequenz fr des
Empfangsdurchlassbereichs zentriert ist. Die Frequenzkennlinie des
Wandlers aus 7 wird jedoch bevorzugt, da
der Wandler aufgrund der einzelnen dominanten Kennlinie 64 sowohl für die harmonische
Bildgebung als auch für
die herkömmliche
Breitband-Bildgebung geeignet ist. Die Kennlinie 64 umfasst
die gesendete Fundamentalfrequenz ft und
auch den harmonischen Empfangsdurchlassbereich, der von den Frequenzen
fL und fc begrenzt
wird und um die Frequenz fr zentriert ist. Wie
oben erörtert
wird eine niedrige gesendete Fundamentalfrequenz von 1,67 MHz zu
zurückgesendeten
harmonischen Echosignalen mit einer Frequenz von 3,34 MHz führen. Eine
Frequenzkennlinie 64 von ca. 2 MHz würde für diese fundamentalen und harmonischen
Frequenzen geeignet sein.
-
Gewebe
und Zellen im Körper
verändern
die mit Fundamentalfrequenz gesendeten Signale während der Ausbreitung, und
die zurückkehrenden Echos
enthalten harmonische Komponenten der ursprünglich gesendeten Fundamentalfrequenz.
In 1 werden diese Echos durch die Wandlermatrix 112 empfangen, über den
T/R-Schalter 114 weitergeleitet und durch die Analog-Digital-Umsetzer 115 digitalisiert.
Die Abtastfrequenz fs der A/D-Umsetzer 115 wird
durch die zentrale Steuereinheit gesteuert. Die gewünschte,
von der Abtasttheorie vorgegebene Abtastrate ist mindestens doppelt
so hoch wie die höchste
Frequenz fc des empfangenen Durchlassbandes
und könnte
für die
vorhergehenden beispielhaften Frequenzen in der Größenordnung
von mindestens 8 MHz liegen. Abtastraten, die höher sind als die Mindestanforderung,
sind ebenfalls wünschenswert.
-
Die
Echosignal-Abtastwerte von den einzelnen Wandlerelementen werden
durch einen Strahlformer 116 verzögert und summiert, um kohärente Echosignale
zu bil den. Die digitalen kohärenten Echosignale
werden dann durch einen digitalen Filter 118 gefiltert.
Bei dieser Ausführungsform
ist die Sendefrequenz ft nicht an den Empfänger gebunden
und somit ist der Empfänger
frei, ein Frequenzband zu empfangen, das sich von dem gesendeten
Band unterscheidet. Der Bandpass-Digitalfilter 118 filtert
die Signale in dem durch die Frequenzen fL und
Fc begrenzten Durchlassbereich aus 7 und
kann das Frequenzband auch zu einem niedrigeren oder Basisband-Frequenzbereich
verschieben. Der digitale Filter könnte in dem obigen Beispiel
ein Filter mit einem Durchlassbereich von 1 MHz und einer Mittenfrequenz
von 3,34 MHz sein. Ein bevorzugter digitaler Filter ist eine Reihe
von Multiplizierern 70–73 und Akkumulatoren 80–83,
wie in 9 dargestellt. Diese Anordnung wird durch die
zentrale Steuereinheit 120 gesteuert, die Multiplizierergewichte
und eine Dezimationssteuerung liefert, um die Eigenschaften des
digitalen Filters zu steuern. Vorzugsweise wird die Anordnung so
gesteuert, dass sie wie ein Filter mit endlicher Impulsantwort (engl.
finite impulse response, FIR-Filter) arbeitet und sowohl die Filterung als
auch die Dezimation durchführt.
Zum Beispiel könnte
nur der Ausgang der ersten Stufe 1 so gesteuert werden,
dass er als FIR-Filter mit 4 Abgriffen mit einer Dezimationsrate
von 4:1 arbeitet. Dem Multiplizierer 70 der ersten Stufe
werden temporär
diskrete Echo-Abtastwerte S zugeführt. Während die Abtastwerte S zugeführt werden,
werden sie mit Gewichten multipliziert, die von der zentralen Steuereinheit 120 geliefert
werden. Jedes dieser Produkte wird in dem Akkumulator 80 gespeichert,
bis vier derartige Produkte akkumuliert (addiert) wurden. Anschließend wird
an dem Ausgang der ersten Stufe 1 ein Ausgangssignal erzeugt.
Das Ausgangssignal wurde durch einen FIR-Filter mit vier Abgriffen
gefiltert, da die akkumulierte Summe vier gewichtete Abtastwerte umfasst.
Da die Dauer von vier Abtastwerten erforderlich ist, um das Ausgangssignal
zu akkumulieren, wird eine Dezimationsrate von 4:1 erreicht. Alle
vier Eingangsabtastwerte wird ein Ausgangssignal erzeugt. Der Akkumulator
wird gelöscht
und der Vorgang wiederholt. Man hat erkannt, dass die Anzahl der
wirksamen Abgriffe des Filters umso größer sein kann, je höher die
Dezimationsrate (je länger
das Intervall zwischen den Ausgangssignalen) ist.
-
Alternativ
werden zeitlich separate Abtastwerte durch Verzögerungselemente τ verzögert und den
vier Multiplizierern 70–73 zugeführt, multipliziert und
in den Akkumulatoren 80–83 akkumuliert. Nachdem
jeder Akkumulator zwei Produkte akkumuliert hat, werden die vier
Ausgangssignale zu einem einzelnen Ausgangssignal kombiniert. Das
bedeutet, dass der Filter als ein Filter mit 8 Abgriffen und einer Dezimationsrate
von 2:1 arbeitet. Ohne Dezimation kann die Anordnung als ein FIR-Filter
mit vier Abgriffen arbei ten. Der Filter kann auch betrieben werden, indem
allen Multiplizierern gleichzeitig Echosignale zugeführt und
die Gewichtungskoeffizienten selektiv in zeitliche Reihenfolge gebracht
werden. Durch die Programmierung der Gewichtung und Dezimationsraten
des Filters unter der Steuerung der zentralen Steuereinheit sind
eine ganze Reihe von Filterkennlinien möglich. Die Verwendung eines
digitalen Filters bietet den Vorteil, dass eine schnelle und einfach Änderung
möglich
ist, um eine andere Filterkennlinie zu erhalten. Ein digitaler Filter
kann so programmiert werden, dass er zu einem Zeitpunkt empfangene Fundamentalfrequenzen
durchlässt
und zum nächsten
Zeitpunkt harmonische Frequenzen. Der digitale Filter kann daher
so betrieben werden, dass abwechselnd Bilder oder Linien der Fundamentalfrequenz- und
der harmonischen Digitalsignale oder in einer zeitverschachtelten
Sequenz Linien von verschiedenen abwechselnden Harmonischen erzeugt
werden, indem einfach die Filterkoeffizienten während der Signalverarbeitung
geändert
werden.
-
Zurückkehrend
zu 1 wird der digitale Filter 118 zur Abbildung
von nur einer Nicht-Fundamentalfrequenz durch die zentrale Steuereinheit 120 so gesteuert,
dass er Echosignale mit einer harmonischen Frequenz zur Verarbeitung
weiterleitet und die Fundamentalfrequenz ausschließt. Die
harmonischen Echosignale vom Gewebe werden detektiert und entweder
durch einen B-Mode-Prozessor 37 oder einen Kontrastsignaldetektor 128 verarbeitet, um
als ein zweidimensionales Ultraschallbild auf dem Display 50 angezeigt
zu werden.
-
Die
gefilterten Echosignale von dem digitalen Filter 118 werden
außerdem
zur herkömmlichen Doppler-Verarbeitung
an einen Doppler-Prozessor 130 weitergeleitet, um Geschwindigkeits-
und Leistungs-Doppler-Signale zu erzeugen. Die Ausgangssignale dieser
Prozessoren werden einem 3D-Bildwiedergabeprozessor 162 zur
Wiedergabe von dreidimensionalen Bildern zugeführt, die in einem 3D-Bildspeicher 164 gespeichert
werden. Die dreidimensionale Wiedergabe kann durchgeführt werden, wie
in der US-amerikanischen
Patentschrift 5.720.291 und den US-amerikanischen Patentschriften
5.474.073 und 5.485.842 beschrieben, wobei die beiden letztgenannten
Patentschriften dreidimensionale Leistungs-Doppler-Ultraschallbildgebungsverfahren
beschreiben. Die Signale vom Kontrastsignaldetektor 128 und
den Prozessoren 37 und 130 sowie die dreidimensionalen
Bildsignale werden einem Videoprozessor 140 zugeführt, wo
sie für
die zwei- oder dreidimensionale
Anzeige auf der Bildanzeige 50 ausgewählt werden können, wie
durch die Benutzerauswahl vorgegeben.
-
Es
hat sich gezeigt, dass die harmonische Bildgebung von Gewebe und
Blut Nahfeld-Clutter im Ultraschallbild verringern kann. Man glaubt,
dass der harmonische Echoeffekt in Gewebe von dem Energieniveau
der gesendeten Wellen abhängt.
In der Nähe
eines Matrixwandlers, der auf eine größere Tiefe fokussiert ist,
sind die gesendeten Wellenkomponenten unfokussiert und nicht energiereich
genug, um ein detektierbares harmonisches Echo im Nahfeld-Gewebe
zu stimulieren. Wenn die ausgesendete Welle jedoch weiter in den
Körper
eindringt, wird die höhere
Intensität
der Energie zu dem harmonischen Effekt führen, wenn sich die Wellenkomponenten
zu fokussieren beginnen. Obwohl sowohl Nahfeld- als auch Fernfeldregionen
ein Fundamentalfrequenzecho zurücksenden,
wird durch den Durchlassbereich des digitalen Filters 118,
der auf das harmonische Frequenzband eingestellt ist, Clutter aus
diesen Signalen eliminiert. Das harmonische Echo von dem Gewebe
wird detektiert und angezeigt, während
Clutter durch das Nahfeld-Fundamentalfrequenzecho aus
dem angezeigten Bild eliminiert wird.
-
Die 2, 3, 4 und 5 zeigen einige
der Eigenschaften von harmonischen Rücksignalen, die vorteilhaft
für die
Ultraschallbildgebung genutzt werden können. Es sollte beachtet werden, dass
mehrere dieser Eigenschaften und ihre Wechselwirkungen noch nicht
vollständig
und allgemein in der wissenschaftlichen Gemeinschaft bekannt sind und
immer noch Gegenstand von Forschungsarbeiten und Diskussionen sind. 2 zeigt
das räumliche Echo
und insbesondere die Hauptkeule und Nebenkeulen der von einer Wandlermatrix 112 empfangenen
Fundamental- und harmonischen Signale. In dieser Darstellung wird
die Matrix so gelenkt, dass ein Bereich des Körpers hinter den Rippen, zum
Beispiel das Herz, abgebildet wird, und wie zu sehen ist, erstreckt
sich die Hauptkeule zwischen den Rippen 10 und 10'. Über den
Rippen liegt eine Gewebegrenzfläche 12,
wie von einer Fettschicht zwischen der Haupt und den Rippen. Die
Figur zeigt eine Hauptkeule der Fundamentalsignale FL1 und auf beiden
Seiten der Hauptkeule befinden sich Nebenkeulen FL2 und FL3. Die
Figur zeigt auch die Hauptkeule HL1 einer Harmonischen der Fundamentalfrequenz
sowie die Nebenkeulen HL2 und HL3 der harmonischen Hauptkeule.
-
In
diesem Beispiel ist zu sehen, dass die Hauptkeule der Fundamentalechos
breit genug ist, um Teile der Rippen 10, 10' zu umfassen.
Dementsprechend kann die Schallenergie bei der Fundamentalfrequenz
zum Wandler zurück
reflektiert werden, wie durch den Pfeil 9 angegeben. Obwohl
ein Teil der Energie dieser Reflexion zurückwandern und direkt vom Wandler
empfangen werden kann, wird in diesem Beispiel ein Teil der reflektierten
Energie ein zweites Mal durch die Gewebegrenzfläche 12 reflektiert,
wie durch den Pfeil 9' angegeben.
Diese zum zweiten Mal reflektierte Energie erreicht die andere Rippe 10', wo sie ein
drittes Mal reflektiert wird, wie durch den Pfeil 9'' angegeben, und wandert zurück zum Wandler 112,
um von diesem empfangen zu werden.
-
Da
mit dieser Bildgebungsprozedur beabsichtigt wird, das Herz hinter
den Rippen abzubilden, sind diese von den Rippen reflektierten Echos
unerwünschte
Artefakte, die das Ultraschallbild verunreinigen. Unerwünschte Echos,
die mehrere Male reflektiert werden, bevor sie den Wandler erreichen, wie
diejenigen, die den Pfaden der Pfeile 9, 9' und 9'' folgen, werden als Mehrwege-Artefakte
bezeichnet. Zusammen werden diese Artefakte als Clutter bezeichnet,
das das Nahfeld und in manchen Fällen
das gesamte Bild verschleiert. Dieser Nahfeld-Schleier oder Clutter
kann die Struktur, die nahe dem Wandler von Interesse sein kann,
verdecken. Außerdem
können
Mehrwege-Artefakte aufgrund der langen mehrfachen Wege, die diese
Artefakte zurücklegen,
in größeren Tiefen
im Bild wiedergegeben werden und interessierende Regionen in größeren Tiefen
des Feldes stören
und verdecken.
-
Wenn
jedoch nur die harmonischen Rücksignale
verwendet werden, um das Ultraschallbild zu erzeugen, wird dieser
Clutter von den Fundamentalfrequenzen herausgefiltert und eliminiert.
Die Hauptkeule HL1 der empfangenen harmonischen Echos ist schmaler
als die der Fundamentalfrequenzen und läuft in diesem Beispiel zwischen
den Rippen 10, 10' hindurch,
ohne sie zu schneiden. Es treten weder harmonischen Echos von den
Rippen auf noch kommt es zu Mehrwege-Artefakten von den Rippen. Das
harmonische Bild wird also deutlich weniger gestört und verschwommen sein als
das Fundamentalfrequenzbild, in diesem Beispiel vor allem im Nahfeld.
-
3 zeigt
ein zweites Beispiel, bei dem die Hauptkeulen von sowohl den Fundamentalfrequenzechos
als auch den harmonischen Echos die Rippen nicht schneiden, und
es stellt sich nicht das in Bezug auf 2 beschriebene
Problem. In diesem Beispiel liegen jedoch die Rippen 10, 10' näher an der
Hauptoberfläche
und dem Wandler 112. Obwohl die Hauptkeulen die Rippen
nicht schneiden, erreichen die Nebenkeulen FL2 der Fundamentalfrequenzen
sehr wohl die Rippen, so dass Energie von der Nebenkeule zum Wandler
zurück
reflektiert wird, wie durch den Reflexionspfad 9 angegeben.
Dies wird erneut zu Clutter in dem Fundamentalfrequenzbild führen. Die
kleineren und schmaleren Nebenkeulen HL2 der empfangenen harmonischen
Energie erreichen die Rippen jedoch nicht. Wieder wird das Bild
weniger Clutter im Vergleich zum Fundamentalfrequenzbild aufweisen.
-
4 verdeutlicht
die Strahlenbündelmuster der
Fundamentalfrequenz und harmonischen Frequenzen in einer Perspektive,
die quer zu den Keulen aus den 2 und 3 verläuft, d.h.
quer zur Achse des Wandlers. Diese Zeichnung zeigt den relativen
Amplitudenverlauf der Strahlenbündelmuster
der Fundamentalfrequenz und der zweiten Harmonischen. Dargestellt
sind der dynamische Verlauf DRF zwischen der Hauptkeule (FL1) und
der ersten Nebenkeule (FL2) der Fundamentalfrequenzkomponente des
Schallbündels
sowie der dynamische Verlauf DRH zwischen der Hauptkeule (HL1) und
der ersten Nebenkeule (HL2) der zweiten harmonischen Komponente.
Wenn die auf die Hauptkeulen zurückzuführenden
Verläufe
als gewünschte
Signalverläufe
betrachtet werden und die auf die Nebenkeulen zurückzuführenden
Verläufe
als Clutter oder Rauschen betrachtet werden, ist der Störabstand
der Harmonischen größer als
der der Fundamentalfrequenz. Das bedeutet, dass es bei der gleichen
Aussendung vergleichsweise weniger Nebenkeulen-Clutter in einem harmonischen Bild gibt
als in dem entsprechenden Fundamentalfrequenzbild, oder DRH > DRF.
-
5 zeigt
einen weitere Vergleich der Eigenschaften von Signalen mit Fundamentalfrequenz und
harmonischen Signalen, und zwar die relative Energiemenge (in Schalldruckeinheiten
P), die bei der Fundamentalfrequenz und bei der zweiten Harmonischen
von zunehmenden Tiefen Z im Körper ausgeht.
Die mit Fund. bezeichnete Kurve zeigt den Aufbau der sich bei der
Fundamentalfrequenz ausbreitenden Schallenergie. Obwohl die Kurve
einen Peak beim Fokus des Matrixwandlers aufweist, ist zu erkennen,
dass dennoch eine beachtliche Fundamentalfrequenz-Energiemenge in
den geringeren Tiefen vor der Fokalregion vorhanden ist. Im Vergleich
hierzu ist die Energiemenge bei der sich in diesen geringeren Feldtiefen
ausbreitenden harmonischen Frequenz wesentlich geringer und es ist
ein geringerer Energieaufbau festzustellen. Da weniger Energie für den Mehrwege-Nachhall
und andere Aberrationen zur Verfügung
steht, tritt bei der gleichen Aussendung bei harmonischer Bildgebung
weniger Nahfeld-Clutter auf als bei der Bildgebung, die auf dem
Fundamentalfrequenzecho beruht.
-
8 zeigt
die Bänder
der empfangenen Signale und des digitalen Filters einer typischen,
in 1 dargestellten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung für
ein ausgesendetes Signal von vier Perioden einer Schallwelle von
1,67 MHz. Das Aussenden von mehreren Perioden verschmälert die Bandbreite
des gesendeten Signals; je größer die Anzahl
der Perioden, desto schmaler die Bandbreite. In Reaktion auf diese
Aussendung empfängt
der Wandler 112 ein Fundamentalsignal in einer Bandbreite 90,
das einen Peak bei der Sendefrequenz von 1,67 MHz hat. In dem Maße, wie
das Fundamentalfrequenzband gedämpft
wird, nimmt das harmonische Band 92 zu und weist ein Peakecho
bei der harmonischen Frequenz von 3,34 MHz auf. Die empfangenen
Signale werden einem digitalen Filter mit einer Durchlasskurve 94 zugeführt, die
um die harmonische Frequenz von 3,34 MHz zentriert ist. Wie 8 zeigt,
wird dieser Durchlassbereich Signale mit Fundamentalfrequenz weitgehend
unterdrücken,
während
die harmonischen Signale zur weiteren Verarbeitung und Bilderzeugung
weitergeleitet werden. Es hat sich gezeigt, dass bei der Darstellung
des Herzens auf diese Weise das harmonische Echo des Endokardgewebes
des Herzens recht beträchtlich
ist, und harmonische Gewebebilder des Herzens weisen eine klar definierte
Endokardgrenze auf.
-
Neben
der Filterung können
weitere Signalverarbeitungsverfahren eingesetzt werden, um harmonische
Signale von empfangenen Echoinformationen zu trennen, zum Beispiel
die Aufhebung der Fundamentalfrequenzen in einem Breitbandsignal,
so dass nur die harmonischen Frequenzen übrig bleiben. In der US-amerikanischen
Patentschrift 5.706.819 wird zum Beispiel ein Zwei-Impuls-Verfahren
beschrieben, bei dem jede Abtastlinie durch aufeinander folgende
Fundamentalfrequenzimpulse von entgegengesetzter Phase in schneller
Folge beschallt wird. Wenn die resultierenden Echos von diesen beiden
Impulsen empfangen und auf räumlicher Basis
kombiniert werden, werden die Fundamentalfrequenzen aufgehoben und
es verbleiben die nicht-linearen oder harmonischen Frequenzen. Auf diese
Weise werden die harmonischen Frequenzen aus den Breitband-Echosignalen abgetrennt,
ohne dass eine Filterschaltung benötigt wird.
-
10 zeigt
einen Teil einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung in Form eines Blockschaltbildes vom Strahlformerausgang bis
zur Bildanzeige. Diese Ausführungsform
erzeugt nicht nur harmonische Bilder von Gewebe und Blutströmung, sondern überwindet
auch Signalausfall-Mängel
der herkömmlichen
Bildgebungssysteme, die sich ergeben, wenn Patienten mit schwer
darzustellender Pathologie einer Bildgebung unterzogen werden. Darüber hinaus
reduziert diese Ausführungsform
einen Artefakt von kohärenten
Ultraschallbildern, der als Speckle bekannt ist. In 10 stellen alle
Signal- und Datenlinien, die die Blöcke des Blockschaltbildes verbinden,
Mehrleiter-Digitaldatenpfade
dar, da der Prozessor der abgebildeten Ausführungsform vollkommen digital
ist. Abtastlinien-Echodaten von dem Strahlformer 116 werden
den beiden Kanälen 30a, 30b des
in 10 dargestellten Prozessors in paralleler Form
zugeführt,
wobei einer der Kanäle
ein Hochfrequenzkanal und der andere ein Niederfrequenzkanal ist.
Jeder der Kanäle
des Prozessors verfügt über eine
Normalisierungsstufe 32, 132, die die Abtastli niendaten
Abtastwert für
Abtastwert mit einem Skalierungsfaktor multipliziert, um Verstärkung oder
Dämpfung
zu erzeugen, die mit der Körpertiefe
variieren kann, aus der der jeweilige Abtastwert zurückkehrt.
Der Skalierungsfaktor für
jeden Kanal wird durch Normalisierungskoeffizienten geliefert, die
in Koeffizientenschaltungen 32, 132, bei denen
es sich in einer bevorzugten Ausführungsform um Digitalspeicher
handelt, gespeichert sind oder von diesen erzeugt werden. Da die
Multiplikationskoeffizienten entlang der Sequenz der Abtastlinienechos
geändert
werden, wird eine tiefenabhängige
Verstärkung
oder Dämpfung
erzeugt.
-
Die
Normalisierungsstufen haben eine zweifache Funktion. Eine Funktion
besteht darin, eine Wandlerapertur zu kompensieren, die sich mit
der Tiefe der Abtastung erweitert. Da bei zunehmender Tiefe Signale
von einer zunehmenden Anzahl von Wandlern benutzt werden, wird die
Größe der summierten
strahlgeformten Signale zunehmen. Diese Zunahme wird durch die reduzierte
Verstärkung
(erhöhte
Dämpfung)
in der Normalisierungsstufe im Verhältnis zu der Rate ausgeglichen,
mit der Kanäle
zum Strahlformungsvorgang addiert werden, so dass die resultierende
Echosequenz von der sich verändernden
Apertur unbeeinflusst bleibt.
-
Die
zweite Funktion der Normalisierungsstufe besteht darin, die nominalen
Signalamplituden der beiden Kanäle 30a, 30b anzugleichen.
Die nominalen Signalamplituden der Durchlassbereiche der beiden
Kanäle
sind wünschenswerterweise
die gleichen, so dass die ursprünglichen
relativen Signalpegel erhalten bleiben, nachdem die Durchlassbereiche summiert
wurden, um den vollen harmonischen Durchlassbereich zu schaffen.
Die Ultraschallsignale unterliegen jedoch einer tiefenabhängigen Dämpfung,
die mit der Frequenz variiert, wobei höhere Frequenzen mit der Tiefe
stärker
gedämpft
werden als niedrigere Frequenzen. Um dieser tiefenabhängigen Dämpfung Rechnung
zu tragen, sorgen die Koeffizienten für die Normalisierungsstufen
für eine
Signalverstärkung,
die mit der Tiefe zunimmt. Da die beiden Kanäle unterschiedliche Frequenzdurchlassbereiche nutzen,
ist die tiefenabhängige
Verstärkung
der beiden Kanäle
von einem Kanal zum anderen unterschiedlich. Insbesondere ist die
Rate der Verstärkungszunahme
bei dem Kanal mit höherfrequentem Durchlassbereich
größer als
die des Kanals mit dem Durchlassbereich für niedrigere Frequenzen. Dies
ist in 11 dargestellt, die zum Zweck
der Veranschaulichung die Normalisierungsverstärkungskennlinie des Kanals
mit höherfrequentem
Durchlassbereich in zwei Abschnitte aufgeteilt zeigt. Die tiefenabhängige Kennlinie 200 gleicht
den Effekt einer zunehmenden Apertur im Kanal aus, und die tiefenabhängige Kennlinie 202 kompen siert
die tiefenabhängige Signaldämpfung.
Auch der Kanal mit einem Durchlassbereich für niedrigere Frequenzen kann
eine tiefenabhängige
Verstärkungskennlinie
aufweisen, jedoch mit einer anderen Kennlinie 202 für die unterschiedliche
Dämpfungsrate
der niedrigeren Frequenzen. Der Kanal mit höherfrequentem Durchlassbereich
hat eine ähnliche,
aber schneller ansteigende tiefenabhängige Verstärkungskennlinie, um die schnellere
Dämpfungsrate
der höheren
Frequenzen zu berücksichtigen.
Jede tiefenabhängige
Verstärkungskennlinie 202 wird
so gewählt,
dass sie die Wirkung der tiefenabhängigen Verstärkung für den speziellen,
durch diesen Kanal genutzten Frequenzdurchlassbereich ausgleicht.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
wenden die Koeffizienten der Koeffizientenschaltungen eine Verstärkungs-
oder Dämpfungskennlinie
an, die eine Kombination der beiden Kennlinien 200, 202 ist. Vorzugsweise
speichern die Koeffizientenspeicher 32, 132 mehrere
kombinierte Verstärkungskurven, die
mit Speicheradressierung geändert
werden, um den Tastkopfeigenschaften oder der Art des verarbeiteten
Signals (2D oder Doppler) zu entsprechen. Die Rate der Verstärkungsänderung
kann durch die Rate gesteuert werden, mit der die Koeffizienten
für den Multiplizierer
jeder Normalisierungsstufe 30, 130 geändert werden.
-
Die
normalisierten Echosignale in jedem Kanal werden Quadratur-Bandpassfiltern (QBPs)
in jedem Kanal zugeführt.
Die Quadratur-Bandpassfilter liefern drei Funktionen: Bandbegrenzung
der HF-Abtastliniendaten, Erzeugung von In-Phase- und Quadraturpaaren
von Abtastliniendaten, und Dezimieren der digitalen Abtastrate.
Jeder QBP umfasst zwei separate Filter, wobei ein Filter In-Phase-Abtastwerte (I)
erzeugt und der andere Filter Quadratur-Abtastwerte (Q) erzeugt
und jeder Filter durch eine Vielzahl von Multiplizierer-Akkumulatoren
(MACs) gebildet wird, die einen FIR-Filter implementieren. Ein derartiger
MAC ist in 12 dargestellt. Wenn einem Eingang
eines digitalen Multiplizierers 210 ein Echoabtastwert
der Abtastliniendaten zugeführt
wird, wird dem anderen Multiplizierereingang ein Koeffizient zugeführt. Das
Produkt des Echoabtastwerts und des Gewichtungskoeffizienten wird
in einem Akkumulator 212 gespeichert, wo es mit vorhergehenden
Produkten akkumuliert wird. Weitere MACs empfangen die Echoabtastwerte
bei anderen Phasen und akkumulieren auf ähnliche Weise gewichtete Echoabtastwerte.
Die akkumulierten Ausgaben von mehreren MACs können kombiniert werden, und
das endgültige
akkumulierte Produkt umfasst gefilterte Echodaten. Die Rate, mit
der akkumulierte Ausgaben aufgenommen werden, bestimmt die Dezimationsrate
des Filters. Die Länge
des Filters ist ein Produkt der Dezimationsrate und der Anzahl der
zur Bildung des Filters ver wendeten MACs, die die Anzahl der eintreffenden Echoabtastwerte
bestimmen, die zur Erzeugung des akkumulierten Ausgangssignals herangezogen
werden. Die Filterkennlinie wird durch die Werte der Multiplikationskoeffizienten
bestimmt. Es sind verschiedene Koeffizientensätze für verschiedene Filterfunktionen
in Koeffizientenspeichern 38, 138 gespeichert, die
so verbunden sind, dass den Multiplizierern der MACs ausgewählte Koeffizienten
zugeführt
werden. Die MACs falten die empfangenen Echosignale wirksam mit
Sinus und Kosinus darstellenden Koeffizienten und erzeugen Ausgangsabtastwerte,
die in Quadraturbeziehung stehen.
-
Die
Koeffizienten der MACs, die den I-Filter bilden, implementieren
eine Sinusfunktion, während die
Koeffizienten für
den Q-Filter eine Kosinusfunktion implementieren. Für die Bandpassfilterung
implementieren die Koeffizienten der aktiven QBPs zusätzlich eine
Tiefpassfilterfunktion, die frequenzverschoben ist, um in Kombination
mit der Sinus-(für
I) und der Kosinusfunktion (für
Q) einen Bandpassfilter für die
Quadraturabtastwerte zu bilden. In dem momentanen Beispiel erzeugt
QBP1 in Kanal 30a I- und Q-Abtastwerte der Abtastliniendaten
in einem ersten, niederfrequenten Durchlassbereich, und QBP2 in Kanal 30b erzeugt I- und Q-Abtastwerte
der Abtastliniendaten in einem zweiten, höherfrequenten Durchlassbereich.
Das Spektrum der ursprünglichen
Breitband-Echosignale
wird somit in ein Hochfrequenzband und ein Niederfrequenzband unterteilt.
Um den Prozess zur Reduzierung von Signalausfällen (Dropout) und Speckle
zu vervollständigen,
werden die Echodaten in dem durch QBP1 von
Kanal 30a erzeugten Durchlassbereich durch einen Detektor 401 detektiert und die detektierten Signale
werden einem Eingang eines Summierers 48 zugeführt. In
einer bevorzugten Ausführungsform
erfolgt die Detektion auf digitale Weise durch die Implementierung
des Algorithmus (I2 + Q2)1/2. Die Echodaten in dem komplementären, durch
QBP2 von Kanal 30b erzeugten Durchlassbereich
werden durch einen Detektor 402 detektiert
und diese detektierten Signale werden einem zweiten Eingang des
Summierers 48 zugeführt. Wenn
die Signale der beiden Durchlassbereiche durch den Summierer 48 kombiniert
werden, werden die dekorrelierten Signalausfall- und Speckle-Effekte der
beiden Durchlassbereiche zumindest teilweise aufgehoben, so dass
die Signalausfall- und Speckle-Artefakte in dem anhand der Signale
erzeugten 2D-Bild reduziert werden.
-
Auf
den Detektor in jedem Teilkanal folgt eine Verstärkungsstufe, die durch die
Multiplizierer 441 , 442 gebildet wird, welche Gewichtungskoeffizienten von
den Koeffizientenspeichern 421 , 422 , empfangen. Der Zweck dieser Verstärkungsstufe
besteht darin, das Gleichgewicht von analoger und digitaler Verstärkung in
dem Ultraschallsystem so aufzuteilen, dass sich eine optimale Systemleistung
ergibt. Ein Teil der Verstärkungen
in dem Echosignalpfad kann automatisch durch das Ultraschallsystem
implementiert werden, während
andere Teile, zum Beispiel die manuelle Verstärkungssteuerung und TGC-Verstärkung, durch
den Benutzer gesteuert werden können. Das
System teilt diese Verstärkungen
so auf, dass die analogen Verstärkungen
vor den Analog-Digital-Umsetzern (ADC) des Strahlformers optimal
auf den dynamischen Eingangsbereich der Analog-Digital-Umsetzer abgestimmt
werden. Die digitale Verstärkung
wird so justiert, dass die Helligkeit des Bildes optimiert wird.
Zusammen implementieren die beiden Verstärkungen Änderungen der Verstärkungssteuerung,
die durch den Benutzer vorgenommen wurden.
-
In
der bevorzugten Ausführungsform
wird die den Abtastliniensignalen von den Multiplizierern 441 , 442 mitgegebene
Verstärkung
in Abstimmung mit der Verstärkung
der vorhergehenden Normalisierungsstufe 34, 134 im
Kanal gewählt.
Die Verstärkung
jeder Normalisierungsstufe wird so gewählt, dass in den QBPs kein
Sättigungspegel
erreicht wird, wie dies der Fall sein kann, wenn starke Signale
von Kontrastmitteln oder harmonischer Bildgebung empfangen werden.
Um Sättigungspegel
zu verhindern, wird die maximale Verstärkung der Normalisierungsstufe gesteuert,
und jede durch diese Steuerung auferlegte Reduzierung wird durch
die Verstärkung
der nachfolgenden Multiplizierer 441 , 442 wiederhergestellt.
-
Die
durch diese Multiplizierer geschaffene Verstärkungsfunktion könnte an
beliebiger Stelle im digitalen Signalverarbeitungspfad ausgeführt werden.
Sie könnte
implementiert werden, indem die Steigung der nachstehend erörterten
Kompressionskurven verändert
wird. Sie könnte
auch zum Beispiel in Verbindung mit den Verstärkungen ausgeführt werden,
die den Normalisierungsstufen zugeführt werden. Diese letztgenannte
Implementierung würde
jedoch die Fähigkeit
zur Durchführung
der oben genannten Sättigungssteuerung
eliminieren. Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben herausgefunden,
dass die Implementierung dieser Verstärkungsfunktion erleichtert
wird, wenn sie nach der Detektion vogesehen wird, und in der bevorzugten
Ausführungsform
durch die Nutzung eines Multiplizierers nach der Detektion.
-
Die
durch die Verstärkungsstufen 441 , 442 erzeugten
Siganle weisen im Allgemeinen einen größeren Dynamikbereich auf als
von der Anzeige 50 verarbeitet werden kann. Demzufolge
werden die Abtastliniensignale der Multiplizierer durch Verweistabellen
auf einen geeigneten Dynamikbereich komprimiert. Im Allgemeinen
erfolgt die Kompri mierung logarithmisch, wie durch die logarithmischen
Kompressionsprozessoren 461 , 462 angegeben. Die Ausgabe jeder Verweistabelle
ist proportional zum Logarithmus des Signaleingangswertes. Diese
Verweistabellen sind so programmierbar, dass sie die Möglichkeit bieten,
die Kompressionskurven zu variieren und auch die Helligkeit und
den Dynamikbereich der zur Anzeige weitergeleiteten Abtastliniensignale.
-
Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben festgestellt, dass die
Verwendung der logarithmischen Komprimierung zur Skalierung der
Echosignale Signale mit niedrigem Pegel nahe dem Basislinienpegel
(Schwarzpegel) des Signaldynamikbereichs beeinträchtigen kann, indem der Grad
und die Anzahl der Echos mit Schwarzpegelkomponenten verschlimmert
werden, eine Manifestation der destruktiven Störung, die sich aus dem Speckle-Effekt
der kohärenten
Ultraschallenergie ergibt. Wenn die Echosignale angezeigt werden,
werden viele von ihnen auf dem Schwarzpegel liegen und in dem Bild
als nicht detektiert oder ausgelassen erscheinen. Die Ausführungsform
aus 10 verringert dieses Problem, indem separate,
teilweise dekorrelierte Versionen der Echosignale in den beiden
Kanälen 30a, 30b erzeugt werden.
Diese Ausführungsform
dekorreliert teilweise die Echosignalversionen, indem die Echosignalkomponenten
in zwei verschiedene Durchlassbereiche aufgeteilt werden, wie in 13 dargestellt.
Die beiden Durchlassbereiche können
vollständig
getrennt oder, wie in diesem Beispiel dargestellt, überlappend
sein. In diesem Beispiel ist der niedrigere Durchlassbereich 300a um
eine Frequenz von 3,1 MHz zentriert und der höhere Durchlassbereich 300b um
eine Frequenz von 3,3 MHz, was eine Mittenfrequenztrennung von nur
200 kHz bedeutet. Selbst dieser geringe Grad der Trennung hat sich
als ausreichend erwiesen, um die Signalkomponenten der beiden Durchlassbereiche
ausreichend zu dekorrelieren, so dass Schwarzpegelsignalausfall
in einem Durchlassbereich häufig
hinsichtlich der Frequenz nicht mit seiner entsprechenden Komponente
im anderen Durchlassbereich in einer Linie liegt. Wenn diese dekorrelierten
Kopien des gleichen Echosignals durch den Summierer 48 kombiniert
werden, werden demzufolge Signalausfall- und Speckle-Artefakte deutlich
reduziert sein. Dies ist besonders von Bedeutung, wenn man versucht,
feine Strukturen in größeren Körpertiefen
abzubilden, zum Beispiel das Endokard. Ein harmonisches Bild des
Endokards wird durch die Artefakteliminierung der Ausführungsform aus 10 erheblich
verbessert.
-
Wie
zuvor erörtert,
kann die Signalverstärkung
der beiden Durchlassbereiche 300a, 300b aus 13 abgeglichen
werden, um die ursprünglichen Signalpegel
nach der Summierung beizubehalten. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
wird der Durch lassbereich für
niedrigere Frequenzen jedoch mit einem geringeren Dynamikbereich
verarbeitet als der Durchlassbereich für höhere Frequenzen, wie in 13 dargestellt.
Dies bewirkt, dass die Fundamentalfrequenzbeiträge des Durchlassbereichs für niedrigere
Frequenzen (das mehr Fundamentalfrequenzkomponenten enthält als der
höherfrequente Bereich)
unterdrückt
werden. Dies wird als eine Komponente von unterschiedlichen Kompressionskennlinien
in den logarithmischen Kompressionsprozessoren 461 , 462 oder an anderem Ort in den Kanälen 30a, 30b im
Anschluss an die Aufteilung des Breitbandsignals in separate Durchlassbereiche
erreicht.
-
Die
verarbeiteten Echosignale am Ausgang des Summierers 48 werden
an einen Tiefpassfilter 52 weitergeleitet. Dieser Tiefpassfilter
ist ebenso wie die QBPs aus Kombinationen von Multiplizierer-Akkumulatoren
mit variablen Koeffizienten gebildet, die vorgesehen sind, um einen
FIR-Filter zu implementieren, um die Filterkennlinie zu steuern.
Der Tiefpassfilter hat zwei Funktionen. Eine besteht darin, Abtastfrequenz-
und andere unerwünschte
Hochfrequenzkomponenten aus den verarbeiteten Echosignalen zu eliminieren.
Eine zweite Funktion besteht darin, die Abtastliniendatenrate an
die vertikale Liniendichte der Anzeige 50 anzupassen, um
ein Aliasing in dem angezeigten Bild zu verhindern. Der FIR-Filter führt diese
Funktion aus, indem die Abtastliniendaten selektiv dezimiert oder
interpoliert werden. Die gefilterten Echosignale werden dann in
einem Bildspeicher 54 gespeichert. Wenn die Abtastlinien
noch nicht einer Rasterumwandlung unterzogen wurden, also r,θ-Koordinaten
haben, werden die Abtastlinien durch einen Bildrasterwandler und
einen Grauskalen-Abbildungsprozessor 56 einer Rasterumwandlung
in geradlinige Koordinaten unterzogen. Wenn die Rasterumwandlung
bereits an früherer
Stelle in dem Prozess durchgeführt
worden ist oder für
die Bilddaten nicht erforderlich ist, kann der Prozessor 56 die
Echodaten einfach durch einen Verweistabellenprozess in die gewünschte Grauskalenkarte
umwandeln. Die Bilddaten können
dann in einem endgültigen
Bildspeicher gespeichert oder an einen Videoanzeigetreiber (nicht
abgebildet) gesendet werden, um in Anzeigesignale umgewandelt zu
werden, die zum Ansteuern der Anzeige 50 geeignet sind.
-
Es
ist zu beachten, dass die oben beschriebene Verarbeitung aufgrund
des Vorteils der schnellen Programmierbarkeit eines digitalen Filters
in einer Ausführungsform
vorgenommen werden kann, die einen einzelnen der Kanäle 30a, 30b nutzt,
um die Echodaten von einer Abtastlinie zweimal zu verarbeiten und
abwechselnd auf zeitverschachtelte Weise eine Linie von Signalen
für jeden
der beiden Durchlassbereiche zu erzeugen. Bei Nutzung von zwei parallelen
Kanälen
kann jedoch mit der doppelten Verarbeitungsgeschwindigkeit gearbeitet
werden, so dass harmonische Bilder in Echtzeit und mit der doppelten
Bildfrequenz einer Zeitmultiplex-Ausführungsform erzeugt werden.
-
Anhand
von hochfrequenten Signalen erzeugte harmonische Bilder können unter
einer tiefenabhängigen
Dämpfung
leiden, wenn die Echosignale aus zunehmenden Körpertiefen zurückkehren.
Signale mit einer niedrigeren Fundamentalfrequenz können weniger
Dämpfung
erfahren und daher in manchen Fällen
bei größeren Tiefen
einen besseren Störabstand
aufweisen. Die Ausführungsform
aus 14 nutzt diese Eigenschaft, indem Fundamentalfrequenz-
und harmonische Bilddaten in einem Bild gemischt werden. Es ist
zum Beispiel möglich,
aus Fundamentalfequenzen ein normales Gewebebild vom Herzen zu erstellen
und dem Fundamentalfrequenzgewebebild ein harmonisches Gewebebild
des Herzens zu überlagern,
um die Endokardgrenze im zusammengesetzten Bild besser zu definieren.
Die beiden Bilder, eines aus Fundamentalfrequenzkomponenten und
das andere aus harmonischen Frequenzkomponenten, können gebildet
werden, indem der digitale Filter 118 abwechselnd zwischen
Fundamentalfrequenz und harmonischen Frequenzen umgeschaltet wird,
um Fundamentalfrequenz- und harmonische Bilder separat zusammenzusetzen,
oder indem die beiden parallelen Filter aus 10 mit zwei
Durchlassbereichen verwendet werden, einer so eingestellt, dass
Fundamentalfrequenzen weitergeleitet werden und der andere so eingestellt,
dass harmonische Frequenzen durchgelassen werden. In 14 ist
der Filter von Kanal 30a so eingestellt, dass Fundamentalfrequenzen
weitergeleitet werden, und die durch diesen Kanal weitergeleiteten
Echosignale werden in einem Fundamentalfrequenz-Bildspeicher 182 gespeichert.
Auf entsprechende Weise werden harmonische Signalfrequenzen durch
Kanal 30b weitergeleitet und in einem harmonischen Bildspeicher
gespeicher. Fundamentalfrequenzbild und harmonisches Frequenzbild
werden dann durch einen Proportionalkombinierer 190 unter
der Steuerung einer Mischungssteuerung 192 zusammengefügt. Die
Mischungssteuerung 192 kann automatisch einen vorprogrammierten
Mischalgorithmus oder einen durch den Benutzer vorgegebenen Algorithmus implementieren.
Der Proportionalkombinierer 190 kann zum Beispiel ein gemischtes
Bild schaffen, das bei geringen Tiefen nur Echodaten aus dem harmonischen
Bild nutzt, in Zwischentiefen dann Echodaten aus beiden Bildern
kombiniert und schließlich
bei großen
Tiefen nur Echodaten des Fundamentalbildes nutzen. Dies kombiniert
den Vorteil einer Clutter-Reduzierung der harmonischen Echodaten
bei geringeren Tiefen mit der größeren Penetration
und dem Störabstand
der aus größeren Tiefen
empfangenen Fundamentalfre quenzechos und sorgt gleichzeitig bei
Zwischentiefen für
einen sanften Übergang
von einem Datentyp zum anderen. Andere Kombinationsalgorithmen sind
ebenfalls möglich,
zum Beispiel einfaches Umschalten von einem Datentyp zum anderen
bei einer vorgegebenen Tiefe, oder Darstellen einer anzuzeigenden
Bildregion mit einem Datentyp und Anzeigen des restlichen Bildes
unter Verwendung des anderen Datentyps.
-
Es
ist auch möglich,
zwei parallele Filter zu verwenden und die Komponenten vor der Bilderzeugung
zusammenzufügen,
wodurch eine steuerbare Komponente der harmonischen Echosignale
zu den Fundamentalfrequenzsignalen hinzugefügt wird, um das resultierende
Bild zu verbessern. Eine derartige Ausführungsform könnte die
Notwendigkeit separater Fundamentalfrequenz-Bildspeicher und harmonischer
Bildspeicher eliminieren und die Signalkomponenten direkt zu einem
gemischten Bildspeicher verarbeiten.
-
Ein
drittes Verfahren zum Erzeugen von gemischten Bildern besteht darin,
jede Abtastlinie des Bildes über
einen tiefenabhängigen,
zeitvariablen Filter zu empfangen. Derartige Filter sind für die Verbesserung
des Störabstands
von empfangenen Echosignalen bei Vorliegen einer tiefenabhängigen Dämpfung bekannt,
wie zum Beispiel in der US-amerikanischen
Patentschrift 4.016.750 beschrieben. Zur Erzeugung von gemischten
Fundamentalfrequenz- und harmonischen Bildern wird der Durchlassbereich 210 eines
zeitvariablen Filters anfangs so eingestellt, dass harmonische Frequenzen
fh weitergeleitet werden, wie in 15 dargestellt,
wenn der Empfang von Echosignalen aus geringen Tiefen beginnt. Wenn
es wünschenswert
wird, das Bild bei größeren Tiefen
um Fundamentalfrequenz-Signalkomponenten zu ergänzen, wird der Durchlassbereich 210 einem Übergang
zu niedrigeren Frequenzen unterzogen und bewegt sich schließlich zu
den Fundamentalfrequenzen ff, wie durch den Durchlassbereich 212 in 15 dargestellt.
Im Fall eines digitalen Filters wie dem in 9 dargestellten
erfolgt die Veränderung
der Durchlassbereichfrequenzen, indem die Filterkoeffizienten mit
der Zeit geändert
werden. Während
der Filter diesem Übergang
unterzogen wird, leitet der Durchlassbereich weniger harmonische
Frequenzen und mehr Fundamentalfrequenzen weiter, bis der Durchlassbereich
schließlich,
wenn gewünscht,
bei maximaler Bildtiefe nur die Fundamentalfrequenzen weiterleitet.
Indem jede Abtastlinie über
einen derartigen zeitvariablen Filter empfangen wird, kann jede
Linie in dem resultierenden Bild harmonische Frequenzen im Nahfeld
(geringe Tiefen), Fundamentalfrequenzen im Fernfeld (größte Tiefen) und
eine Mischung von beiden dazwischen enthalten.
-
Harmonische
Gewebebilder von sich bewegendem Gewebe können auch erzeugt werden, indem
die empfangenen harmonischen Gewebeechosignale mit dem Prozessor
verarbeitet werden, der in der US-amerikanischen Patentschrift 5.718.229
mit dem Titel MEDICAL ULTRASONIC POWER MOTION IMAGING beschrieben
wurde.
-
Die
vorliegende Erfindung umfasst also ein Ultraschallbildgebungssystem
zur Darstellung der nicht-linearen Reaktion von Körpergewebe
und Körperflüssigkeiten
auf Ultraschall, indem ein Fundamentalfrequenzsignal gesendet wird,
ein Echosignal vom Gewebe mit einer Nicht-Fundamentalfrequenz, vorzugsweise
einer harmonischen Frequenz, empfangen wird, die Nicht-Fundamentalfrequenz-Echosignale
detektiert werden und anhand der Nicht-Fundamentalfrequenz-Echosignale
ein Bild des Gewebes und der Flüssigkeiten
erzeugt wird. Der Ausdruck „harmonisch", wie er hier verwendet
wird, bezieht sich auch auf harmonische Frequenzen höherer Ordnung
als der zweiten Harmonischen und auf Subharmonische, da die hier
beschriebenen Prinzipien gleichermaßen auf Frequenzen höherer Ordnung
und subharmonische Frequenzen anwendbar sind.
-
Text in der
Zeichnung
-
1
-
- T/R switch – T/R-Schalter (Sende/Empfangs-Schalter)
- A/D – A/D-Umsetzer
- Beamformer – Strahlformer
- Digital filter – Digitaler
Filter
- Transmit frequency control – Sendefrequenzsteuerung
- Central controller – zentrale
Steuereinheit
- WTS – Gewichte
- DEC. – Dezimation
- B mode processor – B-Mode-Prozessor
- Persist. – Persistenz
- Display – Anzeige
- Video processor – Videoprozessor
- Contrast signal detector – Kontrastsignaldetektor
- 3D image memory – 3D-Bildspeicher
- 3D image rendering – 3D-Bildwiedergabe
- VEL. – Geschwindigkeit
- PWR. – Leistung
- Doppler processor – Doppler-Prozessor
-
9
-
- Wt– Gewicht
- Acc – Akkumulator
-
10
-
- Coeff. – Koeffizient
- Norm. – Normalisierung
- QBP – Quadratur-Bandpassfilter
- Detect. – Detektor
- Log. Compres. – Logarithmischer
Kompressionsprozessor
- LPF – Tiefpassfilter
- Image memory – Bildspeicher
- Scan conv. – Bildrasterwandler
- Grey-scale map – Grauskalen-Abbildungsprozessor
- Display – Anzeige
-
11
-
- Gain – Verstärkung
- Depth (time) – Tiefe
(Zeit)
-
12
-
- Coeff. data – Koeffizientendaten
- Echo sample – Echoabtastwert
- Accum. – Akkumulator
- Accum. – Output
Akkumulatorausgabe
-
14
-
- Fundamental signal channel – Fundamentalfrequenz-Signalkanal
- Fundamental image memory – Fundamentalfrequenz-Bildspeicher
- Blend control – Mischungssteuerung
- Harmonic signal channel – harmonischer
Signalkanal
- Harmonic image memory – harmonischer
Bildspeicher
- Proportionate combiner – Proportionalkombinierer
- Blended image memory – Mischbildspeicher
- To video processor – Zum
Videoprozessor
-
15
-
- Ampl. – Amplitude
- Deep – tief
- Time – Zeit
- Shallow – flach