DE69728360T2 - Schubumkehrvorrichtung für ein Strahltriebwerk mit Umlenkklappen und an der festen Trägerstruktur behalteten Leitflächen - Google Patents

Schubumkehrvorrichtung für ein Strahltriebwerk mit Umlenkklappen und an der festen Trägerstruktur behalteten Leitflächen Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreisturbotriebwerk. Das Turbotriebwerk ist mit einem Kanal hinter dem Triebwerkbläser versehen, dessen Zweck es ist, den sekundären, als Kaltstrom bezeichneten Strom zu kanalisieren, wobei der genannte Kanal aus einer Innenwand, welche den Aufbau des eigentlichen Triebwerks hinter dem Triebwerkbläser umschließt, und aus einer Außenwand besteht, deren vorderer Teil das den Triebwerkbläser umgebende Triebwerksgehäuse fortsetzt. Die genannte Außenwand vermag beispielsweise im Falle einer Triebwerksgondel mit vermischten Strömen oder zusammenfließenden Strömen gleichzeitig und zwar hinter dem Ausstoß des primären, als Warmstrom bezeichneten Stroms den Sekundärstrom und den Primärstrom in seinem hinteren Teil zu kanalisieren, aber in anderen Fällen kanalisiert die Außenwand nur den Sekundärstrom, was bei Triebwerksgondeln mit getrennten Strömen der Fall ist.
  • Eine Wand kann auch das Äußere des Triebwerkes, d. h. also die Außenseite des Gehäuses, das den Triebwerkbläser und die Außenseite der Außenwand des oben beschriebenen Kanals umgibt, umschließen, dies mit dem Ziel, den Luftwiderstand der Triebwerkseinheit zu minimieren. Dies gilt insbesondere für Triebwerkseinheiten, die an der Außenseite des Luftfahrzeuges angebracht werden, insbesondere dann, wenn die genannten Antriebseinheiten unter den Tragflächen oder hinten am Rumpf angebracht sind.
  • Als Außenverkleidung wird die Gesamtheit bezeichnet, welche durch die Außenwand der Triebwerksgondel gebildet wird.
  • 1 der beigefügten Zeichnungen zeigt ein an sich bekanntes Ausführungsbeispiel einer Schubumkehrvorrichtung des genannten Typs an einem Zweikreisturbotriebwerk.
  • Die Schubumkehrvorrichtung besteht aus Klappen 7, die einen beweglichen Teil bilden und die in der Ruhestellung im Direktstrahlbetrieb einen Teil der Außenverkleidung bilden, und aus einem festen Aufbau, der stromauf der Klappen die genannte Außenverkleidung bildet, durch einen vorderen Teil 1 und anschließend stromab von den Klappen durch einen hinteren Teil 3 und zwischen den Klappen 7 durch Träger, die den hinteren Teil 3 der Außenverkleidung mit dem vorderen Teil 4 der Außenverkleidung verbinden. Die Klappen 7 sind auf einem Kreisumfang der Außenverkleidung montiert und bei 20 in einem Zwischenbereich ihrer Seitenwände schwenkbar an beidseitig der genannten Klappen liegenden Trägern montiert, wobei die genannten Seitenwände zusammen mit den vorderen und hinteren Wänden die Wände bilden, die den Außenteil 9 der Klappen 7, welche einen Teil der Außenwand der Gondel bilden, mit dem inneren Teil 11 der Klappen 7 verbinden, die einen Teil der Außenwand des Kanals bilden.
  • Der vordere Teil 1 des festen Aufbaus umfasst einen vorderen Rahmen 6, der als Träger für die Steuervorrichtungen zum Bewegen der Klappen 7 dient, die beispielsweise durch Hydraulikzylinder gebildet werden.
  • In der in 2 dargestellten Aktivstellung schwenken die Klappen 7 in der Weise, dass der hinter den Drehzapfen befindliche Teil der Klappen den Kanal mehr oder weniger vollständig blockiert, und zwar so, dass der vordere Teil der Klappen einen Durchlass in der Außenverkleidung freigibt, so dass der Sekundärstrom radial zur Achse des Kanals kanalisiert werden kann. Der vordere Teil der Klappen 7 steht aus Gründen der Dimensionierung des Durchlasses, der geeignet sein muss, diesen Strom durchzulassen, ohne den Betrieb des Triebwerks zu beeinträchtigen, von der Außenverkleidung nach außen vor. Der Schwenkwinkel der Klappen wird in der Weise eingestellt, dass ein Durchströmen des Stroms möglich wird, und in der Weise, dass die Schubwirkung dieses Stroms gebrochen wird, so dass sich sogar ein Gegenschub zu bilden beginnt, indem eine nach vorne gerichtete Komponente des Stroms erzeugt wird.
  • Die Klappen 7 sind in ihrem vorderen Teil auch mit einem Spoiler 13 versehen, der von der Innenseite der Klappen nach vorne ragt, wenn die Klappen 7 ausgeklappt sind, so dass der Strom nach vorne umgelenkt und die Gegenschubkomponente bewirkt wird.
  • An sich bekannte Ausführungsbeispiele werden z. B. in FR 1 482 538 bzw. in FR-A-2 030 034 erläutert.
  • Es gibt auch Vorrichtungen wie diejenige, die in US 3 605 411 beschrieben wird, die es ermöglicht, auf der vorderen Seite einen nach vorne überstehenden Spoiler zu erhalten, wenn die Klappen ausgeklappt sind, wobei gleichzeitig eine Kontinuität der Außenwand des Kanals ermöglicht wird, wenn die Klappen nicht ausgeklappt sind. Aus FR-A 2 618 853 ist auch eine Vorrichtung bekannt, bei der der Spoiler im Direktstrahlbetrieb in der Weise eingezogen wird, dass die Leistung des Triebwerks optimiert wird.
  • Bei bestimmten Anwendungen, wie sie in 1 dargestellt werden, ragen die Spoiler 13 auch im Direktstrahlbetrieb von der Innenfläche 11 der Klappen 7 vor, ohne jedoch in den Kanal hineinzuragen, der bei diesem Beispiel mit Auskehlungen versehen ist, die für die Leistungen des Triebwerkes geringfügig nachteilig sind, während die Schubumkehrvorrichtung extrem vereinfacht wird.
  • Die Kombination der Spoiler und der Umlenkungskanten ermöglicht auch eine Optimierung der Ausstoßrichtung des Stroms, wie dies in FR-A-2 680 547 angegeben wird.
  • Schließlich ist die Steuerung der Klappen von einer Position zur anderen durch Hydraulikzylinder an sich bekannt, es wird jedoch auf die sehr einfache Lösung hingewiesen, bei der pro Klappe ein Zylinder vorhanden ist, welcher an seinem vorderen Teil an dem vorderen festen Aufbau der Außenverkleidung und mit seinem von der Klappe stromab gelegenen Teil an einem in dem vorderen Teil gelegenen Punkt befestigt ist, wie dies beispielsweise durch FR 1 482 538 beschrieben wird.
  • Nach den 1 und 2 weist die Klappe 7 eine Auskehlung 18 auf, welche durch die Innenwand 11 der Klappe 7 gebildet wird und die im Falle der Nutzung eines festen Spoilers 13 an der Klappe 7 notwendig ist, um die aerodynamischen Leistungen im Schubumkehrbetrieb zu erhalten.
  • Die Umlenkkante 8 ist abgerundet, um eine bessere Umströmung durch den Strom zu ermöglichen und damit im Schubumkehrbetrieb eine optimale Querschnittslänge „P" zu erhalten, jedoch führt diese Definition zu aerodynamischen Verlusten, die im Direktstrahlbetrieb für die Triebwerksleistung schädlich sind, da der Strom, welcher in dem Ringkanal 15 zirkuliert, in die Auskehlung 18 gerichtet ist.
  • Bei bestimmten Anwendungen, wie dies in 3 dargestellt ist, deckt nach einer an sich bekannten Lösung eine auf der vorderen Seite gelegenen flache Umlenkkante 8 einen Teil der Auskehlung ab, um die Verluste zu minimieren; der Strom wird besser ausgerichtet und umgeht im Direktstrahlbetrieb einen Teil der Auskehlung, und damit werden Störungen gemindert.
  • Das Problem beim Einsatz einer solchen Umlenkkante liegt darin, dass im Schubumkehrbetrieb der Strom nicht mehr dem vorstehend erwähnten Radius folgen kann und dass die Umströmung der Umlenkkante durch den Strom sehr viel weiter entfernt erfolgt, womit die Länge des wirksamen Querschnitts "P" entsprechend reduziert wird, was dazu zwingt, den Abstand zwischen der genannten Umlenkkante und der Innenfläche 11 der Klappe 7, mit der der Strom im Schubumkehrbetrieb in Kontakt kommt, zu erhöhen, um den gleichen Wirkungsgrad wie bei einer abgerundeten Umlenkkante zu erhalten.
  • Es sollte hinzugefügt werden, dass die Lösung, den genannten Abstand zu erhöhen, für den Zweck der Auswuchtung der Klappe schädlich ist, denn der Drehzapfen 20 muss hinter die Gondel verlegt werden, was den Innenteil 11 vor dem Drehzapfen 20 der Klappe 7 entsprechend vergrößert, auf den der Strom seine die Öffnung unterstützende Wirkung ausübt.
  • Aus EP-A-0 338 869 ist des weiteren eine Schubumkehrvorrichtung eines Turbotriebwerkes bekannt, bei der ein Element in Lippenform an der Basis der Umlenkkante des festen vorderen Teils der Schubumkehrvorrichtung angeordnet ist, um die Abflussstörungen an den Strömungsrändern im Direktstrahlbetrieb zu vermeiden.
  • Eines der Ziele der Erfindung ist der Einsatz einer flachen Umlenkkante, um im Schubumkehrbetrieb den Abstand zwischen dem Ende der Umlenkkante in Strömungsrichtung und der Innenfläche der Klappe so weit wie möglich zu reduzieren und dabei gleichzeitig die aerodynamischen Eigenschaften bei Schubumkehr sicherzustellen. Weiter wird darauf abgezielt, im Direktstrahlbetrieb das Ungleichgewicht der Klappe dadurch zu reduzieren, dass die Länge des vorderen Teils der Klappe relativ zu ihrem Drehpunkt minimiert wird.
  • Erfindungsgemäß werden die Ziele durch eine Schubumkehrvorrichtung mit schwenkbaren Klappen vom vorbeschriebenen Typ erzielt, die dadurch gekennzeichnet ist, dass mindestens ein Profilelement, welches mindestens eine Krümmung in einer Richtung quer zur Schubumkehrvorrichtung aufweist, mit dem festen Aufbau der Schubumkehrvorrichtung verbunden ist und eine Umlenkschaufel bildet, in einer festen Position, stromab von der genannten Umlenkkante, in einem für die Sicherstellung einer optimalen Ausrichtung des Schubumkehrstroms geeigneten Abstand und innerhalb der Wandstärke der Außenverkleidung liegend in der Auskehlung, die im Direktstrahlbetrieb unter dem vorderen Teil der Innenfläche der Klappe gebildet wird, angeordnet ist, so dass die Ausrichtung des Schubumkehrstroms verbessert wird.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, in der mit Bezug auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele erläutert werden. Es zeigen:
  • 1 in einer schematischen Halbansicht im Längsschnitt durch eine Ebene, die durch die Drehachse eines damit verbundenen Turbotriebwerkes verläuft, einer Schubumkehrvorrichtung mit schwenkbaren Klappen in Schließstellung eines an sich bekannten Typs, die Gegenstand der Beschreibungseinleitung war;
  • 2 im Schubumkehrbetrieb die Strömungsrichtung für eine Schubumkehrvorrichtung mit Klappen in Verbindung mit einer abgerundeten Umlenkkante;
  • 3 im Schubumkehrbetrieb die Strömungsrichtung für eine Schubumkehrvorrichtung mit Klappen in Verbindung mit einer flachen Umlenkkante;
  • 4 eine Ausführungsform der Erfindung in einer zur 1 identischen Ansicht in Schließstellung;
  • 5 die Ausführungsform der 4, dargestellt im Schubumkehrbetrieb;
  • 6 eine Queransicht eines Beispiels der Ausführungsform der Erfindung in einer zur Außenlinie des Stromfadens parallelen Form;
  • 7 eine Queransicht eines Beispiels der Ausführungsform der Erfindung in einer zur Außenlinie des Stromfadens nicht parallelen Form;
  • 8 eine Ausführungsform der Erfindung in perspektivischer Form und in antagonistischer Form;
  • 9 und 10 eine Ausführungsform der Erfindung in den Positionen Direktstrahlbetrieb und Schubumkehr;
  • 11 eine Teilansicht eines Beispiels eines einstellbaren Anschlags in Verbindung mit der Ausführungsform der Erfindung;
  • 12 eine weitere Ausführungsform der Erfindung im Schubumkehrbetrieb;
  • 13 und 14 eine Form der Anlenkung der vorderen Platte in Verbindung mit der Ausführungsform der Erfindung.
  • 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es besteht aus einem Profilteil 21, das man als Umlenkschaufel bezeichnet und das in der Auskehlung 18 liegt, die durch die Innenwand 11 der Klappe 7 im Direktstrahlbetrieb gebildet wird.
  • Entsprechend den angestrebten aerodynamischen Wirkungen im Direktstrahlbetrieb: Sein Profil kann an der Grenze des Profils der theoretischen Linie 16 der aerodynamischen Abgrenzung des Sekundärstromfadens 15 der Gaszirkulation, die den Sekundärstrom bildet, liegen, oder im Inneren der Auskehlung in einem Abstand zum Profil 16, der vom Fachmann festgelegt wird und eine Hilfe für die Ausrichtung des Stroms im Schubumkehrbetrieb ohne Störung des Stroms im Direktstrahlbetrieb sicherstellt.
  • Die Umlenkschaufel 21 liegt hinter dem hinteren Ende der Umlenkkante B. Der Abstand zwischen der Umlenkschaufel und der Umlenkkante und der theoretischen Linie 16 wird so festgelegt, dass die aerodynamischen Leistungen optimiert und gleichzeitig der gestörte Bereich in der Auskehlung 18 im Direktstrahlbetrieb vermieden wird.
  • Die Umlenkschaufel 21 hat ein aerodynamisches Profil, angepasst an das angestrebte Ziel. Ihre Form, ihre Größe, ihre Ausrichtung und ihre Position können je nach der Notwendigkeit an ein und demselben Werkstück angepasst werden. Für jede Klappenauskehlung kann jeweils ein gleicher Schaufeltyp verwendet werden, er kann aber auch von einer Auskehlung der Klappe 7 zu einer anderen unterschiedlich sein oder auch nicht in allen Auskehlungen der Klappen ein und derselben Schubumkehrvorrichtung verwendet werden. Ein und dieselbe Schaufel kann aus nebeneinanderliegenden Elementen ausgebildet werden, die entweder unabhängig sind oder nicht und unterschiedliche Einstellungen und Geometrien haben oder nicht.
  • Die Umlenkschaufel 21 kann über die gesamte Breite des Durchlasses in der Außenverkleidung der Gondel oder der Ausstoßschächte verwendet werden, wobei die Verbindungen 22 und 23 an den Wänden oder in den Seitenbereichen beispielsweise der Träger 2 erfolgen (6 und 7).
  • Es ist anzumerken, dass die Umlenkschaufel gegebenenfalls nur einen radialen Teil der Ausstoßschächte betreffen und entweder mit der Umlenkkante 8 oder mit dem Rahmen 6 oder mit einem beliebigen anderen Punkt der Gondel verbunden sein kann, den der Fachmann für ihre Befestigung durch einen geeigneten Träger für optimal erachten könnte.
  • Der Teilbereich kann eine Gebiet abdecken, das sich von einer Seitenkante bis zu ihrem festgelegten anderen Ende erstrecken, oder sich in einem Teil befinden kann, welcher zwischen den beiden Seitenkanten 22 und 23 der Ausstoßschächte enthalten ist.
  • Der Abstand zwischen dem Profil der Umlenkschaufel 21 und der theoretischen Linie 16 kann konstant sein, wie dies 6 zeigt, oder sich verändern, wie dies ein Ausführungsbeispiel der Umlenkschaufel 24 in 7 zeigt.
  • Die Flügelform der Umlenkschaufel 25, deren Krümmung im Schubumkehrbetrieb bei der Lenkung des Stroms zum vorderen Teil der Gondel unterstützend wirkt, kann bei ein und demselben Werkstück und bei zweckmäßig gewählten, vom Fachmann bestimmten Punkten umgekehrt werden, wie dies beispielsweise in 8 gezeigt wird, womit der Strom in eine entgegengesetzte Richtung gelenkt werden kann.
  • Für jede Auskehlung 18 kann eine einzige Umlenkschaufel genutzt werden, es ist aber anzumerken, dass die Anzahl der Umlenkschaufeln nicht begrenzt ist. So können mehrere Umlenkschaufeln in ein und derselben Auskehlung 18 eingebaut werden, wobei sämtliche bereits erwähnten Parameter eingehalten werden, aber auch zwischen den Umlenkschaufeln einer und derselben Auskehlung, wie auch zwischen den verschiedenen Ausstoßschächten. Diese verschiedenen Schaufeln können untereinander verbunden sein, entweder unabhängig oder in Verbindung mit einem beliebigen Element des festen Aufbaus 1. Diese Verbindungen können die gleichen geometrischen Merkmale haben wie die Schaufeln, um sie in die Führung der gerichteten Ströme mit einzubeziehen.
  • Das Prinzip kann mit der abgerundeten Umlenkkante verwendet werden, wenn die Umlenkschaufel beispielsweise in einem Bereich der Auskehlung 18 positioniert ist, welcher nicht durch den Strom gestört wird, der im Direktstrahlbetrieb im Ringkanal 15 zirkuliert. Dieser Parameter kann im Schubumkehrbetrieb die aerodynamische Leistung, welche bereits durch das abgerundete Profil der Umlenkkante erreicht wurde, weiter verbessern.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, die in den 9 und 10 dargestellt wird, kann die Umlenkschaufel 21 zusätzlich zu ihrer Funktion der Umlenkung des Stroms im Schubumkehrbetrieb auch als Anschlag für ein bewegliches Element, beispielsweise eine vordere Platte 26, dienen.
  • In der Tat bildet die vordere Platte einen Teil des äußeren Stromfadens des Ringkanals 15 der Gondel und wird an ihrem Innenteil durch die Resultierende des Drucks des Stroms im Direktstrahlbetrieb beaufschlagt, welche bei bestimmten Flugzuständen des Luftfahrzeuges die Platte verformen könnte und es ihr nicht mehr ermöglichen würde, die äußeren zulässigen Linien des Stromkanals zu bewahren, was zu aerodynamischen Verlusten führen würde.
  • In diesem Fall kann die bewegliche Platte im Direktstrahlbetrieb auf der Gesamtheit oder einem Teil der Umlenkschaufel(n) 21 aufliegen.
  • 11 zeigt ein Beispiel eines verstellbaren Anschlags 27 in Verbindung mit einer oder mehreren Umlenkschaufeln und/oder der Umlenkkante 8. Es ist anzumerken, dass diese Funktion unabhängig von den Schaufeln realisiert werden kann. Ein auf dem festen Aufbau 1 montierter Träger kann das Einstellelement enthalten und somit eine Störung der durch die Schaufeln angestrebten aerodynamischen Effekte vermeiden.
  • 12 zeigt eine weitere Anwendung der Erfindung. Die Umlenkschaufel 28 kann in der Weise positioniert werden, dass sie das bewegliche Element 26 verlängert, das hier durch eine vordere Platte 26 dargestellt wird. So positioniert wirkt sie bei der Verbesserung der Effizienz der Schubumkehr mit.
  • Ein weiteres, in den 13 und 14 dargestelltes bemerkenswertes Merkmal der Erfindung liegt darin, die Struktur einer der Schaufeln zu verwenden und damit Drehzapfen 29 zu verbinden, an denen eine vordere Platte 26 angelenkt ist, die in dem Stromfaden 15 nach vorne kippt. Der Antrieb derselben ist von einer dem Fachmann an sich bekannten Art, wo die Drehzapfen 29 in einer solchen Weise angeordnet werden, dass die Kinematik der Platte und deren Anordnung für die angestrebte verbesserte Effizienz der Funktion sorgen.

Claims (10)

  1. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreisturbotriebwerk, welches schwenkbare Klappen (7) aufweist, die bei Direktstrahlbetrieb in geschlossener Stellung befindlich und geeignet sind, sich in die Außenwand des Kanals (15) des Stroms hinter dem Triebwerkbläser des Turbotriebwerks zu integrieren, wobei jede unter der Wirkung einer Steuervorrichtung der Bewegungen in der Weise kippt, dass Hindernisse für die Umlenkung der Ströme gebildet werden, wenn ein Schubumkehrbetrieb stattfindet, wobei das Durchtreten des umgekehrten Stroms durch die genannte Außenwand auf der vorderen Seite durch eine Umlenkkante (8) begrenzt wird, welche mit dem vorderen Teil der festen Struktur (1) einer Schubumkehrvorrichtung fest verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, das mindestens ein Profilelement (21; 24; 25; 28), welches mindestens eine Krümmung in einer Richtung quer zur Schubumkehrvorrichtung aufweist, mit dem festen Aufbau der Schubumkehrvorrichtung verbunden ist und eine Umlenkschaufel bildet, in einer festen Position, stromab von der genannten Umlenkkante, in einem für die Sicherstellung einer optimalen Ausrichtung des Schubumkehrstroms geeigneten Abstand und innerhalb der Wandstärke Außenverkleidung liegend in der Auskehlung (18), die im Direktstrahlbetrieb unter dem vorderen Teil der Innenfläche (11) der Klappe (7) gebildet wird, angeordnet ist.
  2. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreisturbotriebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Umlenkschaufel (21) ein einheitliches aerodynamisches Profil hat.
  3. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreisturbotriebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das aerodynamische Profil der genannten Umlenkschaufel (24; 25) variabel ist.
  4. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreisturbotriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Umlenkschaufel (21) eine Kante der Ausstoßschächte des Umkehrstroms mit der gegenüberliegenden Kante verbindet.
  5. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreisturbotriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Umlenkschaufel (21) einen Teil der Länge der Ausstoßschächte des Umkehrstroms einnimmt.
  6. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreisturbotriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (7) der Umkehrvorrichtung mit einer beweglichen Platte (26) verbunden ist und damit im Direktstrahlbetrieb eine kontinuierliche aerodynamische Linie des Stromfadens sicherstellt und dass die genannte Umlenkschaufel (21) einen Anschlag zur Verstärkung der genannten beweglichen Platte (26) bildet.
  7. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreisturbotriebwerk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Umlenkschaufel (21) mindestens ein einen einstellbaren Anschlag bildendes Element (27) zur Verstärkung der genannten beweglichen Platte trägt.
  8. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreisturbotriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Umlenkschaufel (21) von einem mit dem festen Aufbau (1, 6, 8) der Umkehrvorrichtung fest verbundenen Träger gehalten wird.
  9. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreisturbotriebwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (7) der Umkehrvorrichtung mit einer beweglichen Platte (26) verbunden ist und damit im Direktstrahlbetrieb eine kontinuierliche aerodynamische Linie des Stromfadens sicherstellt und dass die genannte Umlenkschaufel (28) in Schubumkehrposition in Verlängerung und in Fortsetzung der Linie mit der genannten beweglichen Platte angeordnet ist.
  10. Schubumkehrvorrichtung für ein Zweikreisturbotriebwerk nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der genannten Umlenkschaufeln einen Drehzapfen (29) aufweist, um den sich die genannte bewegliche Platte (26) bewegt.
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