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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein Produkt-Ausgabeventil, das zur Ausstattung eines Spenders
gehört,
der einen Behälter
aufweist, welcher das unter der Wirkung eines Treibgases unter Druck
gelagerte Produkt enthalten kann. Die Erfindung bezieht sich auch
auf einen mit einem solchen Ventil ausgestatteten Spender. Dieser
Spender ist besonders zur Verpackung und zur Ausgabe eines fluiden
Produkts, wie zum Beispiel eines kosmetischen, dermatologischen,
Haushalts-, Nahrungsmittel- oder Werkstattprodukts, wie zum Beispiel
eines Haarlacks, eines Desinfektionssprays, einer Farbe oder eines
Reinigungsprodukts, bestimmt.
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Aus der Druckschrift FR-A-2 161 350
ist zum Beispiel ein Ventil mit einer Betätigungsstange bekannt, die
in einem aus einem Elastomermaterial bestehenden Ventilkörper angeordnet
ist. Die Betätigung
dieses Ventils erfolgt durch axiales Eindrücken der Betätigungsstange
gegen die Wirkung von elastischen Rückholmitteln. Diese Mittel
bestehen aus einem Teil des Ventilkörpers, der gegen die Ventilstange
anliegt. Gemäß FR-A-2
161 350 ist das Ventil ausgebildet, um durch axiales Eindrücken der
Stange betätigt
zu werden.
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Weiter ist ein durch seitliches Kippen
der Betätigungsstange
betätigbares
Ventil bekannt. So beschreibt die Druckschrift US-A-3 627 179 ein
Kippventil, das eine mit einem Dichtring versehene Stange aufweist,
die von elastischen Rückholmitteln
beaufschlagt wird. Der Ring steht mit einer angesetzten Ringdichtung
aus Elastomermaterial in dichtem Kontakt. Es ist eine Metallschale
vorgesehen, um die Dichtung auf einen Ventilkörper aufzusetzen. Die elastischen
Rückholmittel
werden von einem Boden des Ventilkörpers geringer Stärke gewährleistet,
so dass beim seitlichen Kippen der Stange der Ring diesen Boden
elastisch verformt.
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Dieses Ventil hat die folgenden Nachteile:
bei wiederholten Betätigungen
des Ventils besteht die Gefahr, dass der Boden zerbricht, was anschließend die
unkontrollierte Streuung des ganzen Inhalts in die Luft bewirkt.
Außerdem
ist die zur Ausgabe des Produkts notwendige Betätigungskraft nicht konstant. Aufgrund
der Veränderung
des Innendrucks des Spenders ist diese Betätigungskraft nämlich ebenfalls
variabel.
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Das Patent
US 2,621,014 beschreibt ebenfalls
ein Ventil, das nur durch seitliches Kippen der Betätigungsstange
betätigbar
ist.
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Die vorliegende Erfindung hat zum
Ziel, die Nachteile der Ventile des Stands der Technik zu beheben,
und hat folglich ein Ventil einfacher Bauart zum Gegenstand, das
leicht auf jeder Art von Druckbehälter befestigt werden kann.
Außerdem
ist der Herstellungspreis dieses Ventils besonders vorteilhaft.
Vorteilhafterweise weist das erfindungsgemäße Ventil keinerlei metallisches
Bauteil auf.
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Somit bezieht sich die Erfindung
auf ein Ausgabeventil, wie es in Anspruch 1 definiert ist.
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Das zur Ausstattung eines Spenders
vorgesehene erfindungsgemäße Ventil
ist von der Art mit einer Betätigungsstange,
die axial in einem Ventilkörper
angeordnet ist. Die Betätigungsstange
weist einen Durchlass für
das auszugebende Produkt auf. Das Ventil weist Dichtmittel auf,
welche den Durchlass verschließen
können,
wobei die Betätigungsstange
durch seitliches Kippen im Ventilkörper elastisch zwischen einer
ersten Stellung des Verschließens
des Durchlasses, in der sie in der axialen Stellung ist, wobei der
Durchlass durch die Dichtmittel vom druckbeaufschlagten Produkt
isoliert wird, und einer zweiten Stellung des Öffnens bewegt werden kann,
in der sie in bezug auf die Achse des Ventilkörpers geneigt ist, wobei in
der zweiten Stellung der Durchlass mit dem druck beaufschlagten Produkt
in Verbindung steht, um die Ausgabe des Produkts zu ermöglichen.
Das Ventil weist außerdem
nicht metallische, elastische Rückholmittel
auf, die die Stange in die erste Stellung beaufschlagen. Außerdem kann die Öffnung des
Ventils auch durch axiales Eindrücken
bewirkt werden, was für
das Füllen
des Behälters
auf einer Verpackungs-Fertigungsstraße interessant ist.
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Gemäß einer ersten Ausführungsform
weist die Stange insbesondere im Inneren des Ausgangskanals einen
Ringabschnitt auf, der in bezug auf den Rest der Stange vorsteht,
dessen Querschnitt kugelförmig
ist und der eine geometrische Mitte aufweist, wobei der Ausgangskanal
einen Abschnitt aufweist, der einen Rücksprung mit zur Form des vorstehenden
Abschnitts komplementärer
Form bildet und in der Lage ist, den vorstehenden Abschnitt dicht
aufzunehmen, wobei der Gelenkpunkt der Stange im wesentlichen mit
der geometrischen Mitte zusammenfällt.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist
der vorstehende Ringabschnitt einen Außendurchmesser zwischen 4 mm
und 7 mm auf, während der
Rest der Stange einen Durchmesser zwischen 3 mm und 4 mm hat.
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Wenn der im Ausgangskanal ausgebildete, komplementäre Rücksprung
keiner elastischen Beanspruchung unterworfen ist, hat er einen Krümmungsradius,
der um 10% bis 30% kleiner ist als der Krümmungsradius des vorstehenden
Abschnitts. So erhält
man ein dichtes Einklemmen der Stange im Ventilkörper, und dies unabhängig von
der Kippstellung der Stange.
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Gemäß einer zweiten Ausführungsform weist
die Stange innerhalb des Ausgangskanals einen Abschnitt auf, der
eine Aussparung in Form einer Ringnut in Form eines Torusabschnitts
mit einer geometrischen Mitte bildet, wobei der Ausgangskanal einen
vorstehenden Abschnitt aufweist, dessen Form komplementär zu derjenigen
der Aussparung ist und der die Ringnut dicht aufnehmen kann, wobei
der Gelenkpunkt der Stange mit der geometrischen Mitte des Torus
zusammenfällt.
Wenn der vorstehende Abschnitt keiner elastischen Beanspruchung
unterworfen ist, weist er vorteilhafterweise einen Krümmungsradius
auf, der um 10% bis 30% kleiner ist als der Krümmungsradius des eine Aussparung
bildenden Abschnitts. Auch in diesem Fall entsteht ein dichtes Einklemmen
der Stange im Ausgangskanal des Ventilkörpers.
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Gemäß einem interessanten Aspekt
der Erfindung weisen die Mittel, um das in den Ventilkörper mündende Ende
der Stange selektiv mit der inneren Kammer in Verbindung zu setzen,
einen Dichtring auf, der von elastischen Rückholmitteln in dichte Auflage
auf einen vom Körper
gebildeten, ringförmigen Sitz
beaufschlagt wird.
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Um das seitliche Kippen der Stange
im Ausgangskanal des Ventilkörpers
zu erleichtern, liegt vorteilhafterweise der Abstand zwischen dem
Gelenkpunkt und dem ringförmigen
Sitz entlang der Achse der Stange zwischen 3 mm und 4 mm. Aus den
gleichen Gründen
kann der Ventilkörper
zwischen dem Gelenkpunkt und dem Sitz einen kegelstumpfförmigen Abschnitt
besitzen, von dem ein kleinerer Durchmesser zum Gelenkpunkt hin
ausgerichtet ist.
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Die Stange und der Dichtring werden
vorzugsweise einstöckig
hergestellt, und sie bestehen aus einem steifen thermoplastischen
Material, wie zum Beispiel Polypropylen.
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Insbesondere ist der Dichtring, der
vorteilhafterweise fest mit der Stange verbunden ist, in der Ventilkammer
angeordnet und wird von den elastischen Rückholmitteln auf dem die Stange
umgebenden ringförmigen
Sitz des Körpers
zusammengedrückt.
Wenn die Betätigungsstange
in der Ruhestellung ist, gewährleistet
somit der ringförmige
Sitz einerseits eine perfekte Dichtheit zwischen der Außenwand
der Stange und der Ventilkammer und andererseits isoliert der Ring
in der Schließstellung
des Ventils die Ventilkammer vom Ausgangskanal der Stange. Vorteilhafterweise
ist der Dichtring zylindrisch. Wenn die Betätigungsstange gegen die Wirkung
der Rückholmittel
durch seitliches Kippen betätigt
wird, entfernt sich der Ring teilweise vom ringförmigen Sitz, und es entsteht
eine Verbindung zwischen der Ventilkammer und der Außenumgebung,
wodurch die Ausgabe des druckbeaufschlagten Produkts ermöglicht wird.
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Um die Beweglichkeit des Dichtrings
in der inneren Kammer zu gewährleisten,
kann dieser zwischen dem Sitz und der Eingangsöffnung einen kegelstumpfförmigen Abschnitt
aufweisen, von dem ein kleinerer Durchmesser zur Eingangsöffnung hin
ausgerichtet ist. Dieser kegelstumpfförmige Abschnitt erleichtert
insbesondere das Kippen der Betätigungsstange.
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Vorteilhafterweise mündet der
Ausgabekanal der Stange im Ventilkörper über einen Durchlass, der die
Stange in der Nähe
des Dichtrings radial durchquert.
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Zur Herstellung der elastischen Rückholmittel
wurden zwei Möglichkeiten
vorgesehen. Gemäß einer
ersten Möglichkeit
bestehen die elastischen Rückholmittel
aus einem oder mehreren Elastomerklötzchen, die von einer Wand
der Kammer getragen werden und fest mit dieser verbunden sind, wobei dieses
(diese) Klötzchen
in elastischer Auflage gegen einen den Ring tragenden Bereich angeordnet sind.
Vorteilhafterweise wird (werden) das (die) Klötzchen aus einem Stück mit dem
Ventilkörper
hergestellt. Insbesondere, wenn die Ventilkammer einen Boden aufweist,
der aus einem kegelstumpfförmigen Abschnitt
besteht, ist (sind) dieses (diese) Klötzchen auf diesem kegelstumpfförmigen Abschnitt
angeordnet. Vorteilhafterweise beträgt die Anzahl der Klötzchen 4 oder 6.
Diese Klötzchen
sind vorzugsweise von kleiner Abmessung in bezug auf die Kammer, zum
Beispiel von einer Höhe
in der Größenordnung zwischen
0,5 mm und 3 mm. Gemäß einer
zweiten Möglichkeit
wird (werden) das (die) Klötzchen
von einem den Ring tragenden Bereich getragen und ist (sind) auf
der der Dichtzone gegenüberliegenden Seite
in elastischer Auflage gegen eine Wand der Kammer angeordnet.
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Zur Herstellung des Ventilkörpers kann
jedes Elastomermaterial vorgesehen werden, das eine Shore-A-Härte zwischen
30 und 70 aufweist.
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Dadurch wird dem Ventilkörper sowohl
eine ausreichende Elastizität,
um die Betätigungsstange darauf
montieren zu können,
als auch eine ausreichende Steifheit verliehen, um seine Formbeständigkeit
zu gewährleisten.
Wenn die Rückholmittel
in Form von Klötzchen
ausgebildet sind, die von einer der die innere Kammer begrenzenden
Wände getragen
werden, können
diese Klötzchen
außerdem
bei der Betätigung
des Ventils durch Zusammendrücken verformt
werden.
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Das erfindungsgemäße Ventil ist vorgesehen, um
einen Spender eines flüssigen
Produkts zu bestücken.
Sie ist genauer gestaltet, um auf den Hals eines Behälters montiert
zu werden, der mit dem Produkt gefüllt und mit Hilfe eines Treibgases
unter Druck gesetzt wurde.
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Gemäß einer besonderen Ausführungsform der
Erfindung weist dieser Spender keine metallische Schale auf, die üblicherweise
zur Befestigung eines Ventils auf einem Behälter verwendet wird, und das Ventil
ist direkt auf den Hals des Behälters
montiert. In diesem Fall ist der Hals so ausgebildet, das er mit den
Einschnappmitteln des Ventils zusammenwirken kann.
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Mit Hilfe der oben erwähnten Einschnappmittel
kann das Einsetzen des Ventilkörpers
auf den Behälter
somit ohne Zuhilfenahme einer klassischen Schale durchgeführt werden,
da die Elastizität
des den Ventilkörper
bildenden Materials einerseits die zu dessen Montage auf den Behälter notwendige Verformung
und andererseits eine ausreichende Dichtheit gewährleistet, um gegenüber dem
Innendruck des Behälters
fest zu sein.
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Dadurch ist das erfindungsgemäße Ventil von
einfacher Konstruktion und weist nur eine begrenzte Anzahl von Bestandteilen
auf. Tatsächlich enthält es nur
eine Betätigungsstange
und einen Ventilkörper,
die leicht zusammenzubauen sind. Außerdem weist dieses Ventil
kein Bauteil aus Metall auf, das mit dem auszugebenden Produkt in
Berührung
kommen und ggf. dieses Produkt verderben könnte.
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Gemäß einer interessanten Ausführungsform
der Erfindung weist der Ventilkörper
außerdem äußere Einschnappmittel
auf, die mit einer Öffnung eines
Behälters
eines flüssigen
Produkts zusammenwirken können,
auf den das Ventil zur Ausgabe des Produkts montiert ist. Vorteilhafterweise
bestehen diese Einschnappmittel aus einer Ringnut, die in der Außenwand
des Ventilkörpers
ausgebildet ist.
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Der zur Montage dieses Ventils verwendbare Behälter kann
aus den Behältern
aus Aluminium, aus Weißblech
oder aus Kunststoff ausgewählt
werden. Zu diesem Zweck weist der Behälter ein offenes Ende (oder Öffnung)
auf, das mit den Einschnappmitteln des Ventilkörpers zusammenwirken kann.
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So kann das erfindungsgemäße Ventil
auf einen solchen Behälter
durch einen einfachen Eindrückvorgang
montiert werden und erfordert keine zusätzlichen Zwischenteile oder
Dichtungen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Behälter, die
mit dem erfindungsgemäßen Ventil
zusammengebaut werden können,
unter den einfachen und daher wirtschaftlich vorteilhaften Behältern ausgewählt werden
können. Zu
diesem Zweck kann die Öffnung
des Behälters,
in den der Ventilkörper
eingesetzt werden soll, relativ große Toleranzen aufweisen und
die Montage des Ventils auf den Behälter erfordert keine besondere und
somit teure maschinelle Bearbeitung.
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Zum besseren Verständnis der
vorliegenden Erfindung werden nun mehrere Ausführungsformen der Erfindung,
wie sie in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind, als rein
darstellend und keineswegs einschränkend zu verstehende Beispiele
beschrieben.
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1 zeigt
einen axialen Schnitt durch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ventils
in geschlossener Stellung;
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2 zeigt
einen axialen Schnitt durch das Ventil der 1 in offener Stellung;
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3 zeigt
einen axialen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ventils;
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4 zeigt
einen axialen Teilschnitt durch einen mit dem Ventil der 1 ausgestatteten Behälter und
ohne Ventilträgerschale.
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Das in den 1 und 2 in
der Schließ-
bzw. der Öffnungsstellung
dargestellte, erfindungsgemäße Ventil 1 soll
einen ein flüssiges
Produkt, wie zum Beispiel einen Haarlack, der durch Wirkung eines Treibgases unter
Druck gesetzt wird, enthaltenden Spender ausrüsten. Wie insbesondere in 1 zu sehen, weist das Ventil 1 einen
Körper 2 von
allgemeiner Kegelstumpfform mit einer Drehachse A und eine
Betätigungsstange 3 von
allgemein zylindrischer Form mit einer Achse X auf. In
der Ruhestellung des Ventils fallen die Achsen A und X zusammen.
Die Stange 3 besteht aus einem steifen thermoplastischen
Material.
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Erfindungsgemäß besteht der Ventilkörper 2 aus
einem elastisch verformbaren Material, zum Beispiel einem Elastomer
aus Nitrilkautschuk, dessen Shore-A-Härte im Bereich zwischen 30
und 70 liegt. Der Körper
besitzt eine große
Basis 2a und eine kleine Basis 2b, die durch einen
kegelstumpfförmigen Bereich 2c verbunden
sind, und einen zylindrischen Bereich 2d.
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Im Inneren des Ventilkörpers 2 ist
eine innere Kammer 4 mit kreisförmigem Querschnitt ausgebildet,
die von Umfangswänden 4a, 4b, 4c, 4d begrenzt wird.
Die Wand 4a ist von zylindrischer Form und schließt an einen
kegelstumpfförmigen
Abschnitt 4b an, dessen Spitze sich über einen axialen Einlasskanal 5 zur
Außenseite
der Ventilkammer öffnet.
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Der axiale Einlasskanal 5,
der für
den Einlass des auszugebenden Produkts bestimmt ist, ist in der Mitte
der kleinen Basis 2b ausgebildet und mündet in die Kammer 4.
Dieser Einlasskanal 5 ist mit einem Tauchrohr 6 verbunden,
dessen freies Ende (nicht dargestellt) durchgehend in das Produkt
getaucht ist. Dieses Produkt ist in einem Behälter verpackt, der mit dem
Ventil 1 ausgestattet ist (siehe 4).
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Auf der dem Einlasskanal 5 gegenüberliegenden
Seite ist die zylindrische Wand 4a mit einer ringförmigen Dichtzone 4c verbunden,
die sich in einer Ebene senkrecht zur Achse A befindet.
Die ringförmige
Zone 4c verlängert
sich nach oben durch einen zweiten kegelstumpfförmigen Ab- schnitt 4d,
der das Kippen der Stange 3 erleichtert. Die Spitze des kegelstumpfförmigen Bereichs 4d mündet in
einem im wesentlichen kugelförmigen
Rücksprung B.
Dieser Rücksprung 8 ist
Teil eines Ausgangskanals 10, der in der Verlängerung
des Einlasskanals 5 angeordnet ist, wobei der Kanal 10 von
der inneren Kammer 4 nach außen führt. Der Ausgangskanal 10 wird von
der Stange 3 durchquert, wobei die Außenwand der Stange 3 in
perfekt dichtem Kontakt mit der Wand steht, die den Ausgangskanal 10 begrenzt.
Im wesentlichen auf halber Höhe
des Ausgangskanals 10 besitzt die Stange 3 einen
ringförmigen
Abschnitt 14, der in bezug auf den Rest der Stange vorsteht
und dessen axialer Querschnitt eine Kugelform aufweist, die komplementär zur Form
des Rücksprungs 8 ist. Ein
freies Ende 11 des Ausgangskanals 10 weist eine kegelförmige Bohrung
auf, während
das andere Ende 13 des Ausgangskanals den erwähnten kegelstumpfförmigen Abschnitt 4c bildet.
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Die Stange 3 besitzt einen
zentralen Ausgabekanal 12, der die Stange vom vorstehenden
Ende 3b bis auf eine Höhe
durchquert, die sich im wesentlichen in Höhe der ringförmigen Zone 4c befindet.
In dieser Höhe
endet der zentrale Kanal 12 in einem radialen Durchlass 15,
der die Stange radial durchquert und im oberen Bereich der Kammer 4 mündet. Der Endbereich 3a der
Stange hat die Form eines Kegelstumpfs 3c mit einer großen Basis 16 und
einer kleinen Basis 17, die über einen kegelstumpfförmigen Bereich 18 verbunden
sind. Die große
Basis 16 trägt einen
Umfangskranz 19, der elastisch und dicht gegen die ringförmige Zone 4c anliegt,
die dann einen Sitz bildet. In der Praxis besitzt der Kranz radial
eine geringe Stärke d1 (etwa 0,1 bis 0,5 mm, siehe 2). Die elastische Auflage
des Kranzes 19 gegen den Sitz 4c wird durch mehrere
Klötzchen 20 gewährleistet,
die regelmäßig auf
der kegelstumpfförmigen Wand 4b der
Kammer 4 ausgebildet sind und elastisch gegen den kegelstumpfförmigen Bereich 18 der Stange 3 anliegen.
So dringt der freie Rand des Kranzes 19 um einige Zehntel
Millimeter in den Sitz 4c ein und erzeugt eine perfekte
Dichtheit zwischen der Ventilkammer und dem Ausgabekanal.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform
können
die Klötzchen 20 auf
dem Kegelstumpf 3c der Stange ausgebildet und zusammen
mit dieser in einem Stück
geformt werden. Diese Klötzchen
liegen elastisch gegen die kegelstumpfförmige Wand 4b an. Bei
der Betätigung
des Ventils durch Kippen der Stange 3 dringen die Klötzchen so
zum Teil in die Wand 4b ein.
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Die Stange 3 (einschließlich des
Kegelstumpfs 3c) ist aus einem relativ steifen thermoplastischen
Material, wie zum Beispiel Polypropylen, hergestellt. Ihr Durchmesser
beträgt
etwa 3 mm bis etwa 4 mm, wobei ihr ringförmiger äußerer, vorstehender Abschnitt 14 einen
Durchmesser zwischen 4 mm und 7 mm hat. In diesem Fall weist der
komplementäre Rücksprung 8,
wenn er keinerlei elastischer Beanspruchung ausgesetzt ist, einen
Innendurchmesser auf, der etwa 10% bis 30% kleiner ist als der Außendurchmesser
des vorstehenden Abschnitts 14. Vorteilhafterweise befindet
sich die Mitte P des vorstehenden Abschnitts 14 in
einer axialen Höhe
gemäß der Achse X,
die 3 mm bis 4 mm vom Sitz 4c entfernt ist.
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Eine Übergangszone des Ventilkörpers, die sich
zwischen dem zylindrischen Bereich 2d und dem kegelstumpfförmigen Bereich 2c des
Körpers 2 befindet,
weist Einschnappmittel 7 in Form einer Befestigungs-Ringnut
auf, deren Aufgabe weiter unten bei der Beschreibung der 3 erklärt werden wird.
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Der Betrieb des Ventils 1 ist
schematisch in 2 dargestellt.
Um die Öffnung
des Ventils 1 zu bewirken, bewirkt man ein Schwenken der
Stange 3 um den Gelenkpunkt P in Richtung des
Pfeils B. Bei diesem Schwenken wird die Achse X der
Stange in bezug auf die Achse A des Ventilkörpers geneigt, wobei der zwischen
den beiden Achsen gebildete Winkel α in der Größenordnung zwischen 2° und 10° liegt. Bei
diesem Schwenken entfernt sich ein Bereich 19a des Kranzes 19 vom
Sitz 4c, wodurch ein Zwischenraum d2 erzeugt
wird. Gleichzeitig wird (werden) das (oder die) Klötzchen 20,
das (die) sich auf der kegelstumpfförmigen Wand 4b auf
der dem Zwischenraum d2 gegenüberliegenden
Seite befindet (befinden), vom kegelstumpfförmigen Bereich 3c der Stange
zusammengedrückt.
Im betrachteten Ausführungsbeispiel
wurden vier Klötzchen 20 von
länglicher
Form mit einer Höhe
von etwa 1 mm, einer Breite von etwa 1,5 mm und einer Länge von
etwa 1,5 mm hergestellt. Unter dem Schub eines Treibgases wird das
Produkt dann über
das Tauchrohr 6 und die Eingangsöffnung 5 in die Kammer 4 geleitet,
um über den
Zwischenraum d2 und den radialen
Durchlass 15 in den Ausgabekanal 2 zu gelangen.
Wenn die Schwenkbewegung endet, endet die Ausgabe des Produkts,
da der Kranz 19 wieder in dichten Kontakt gegen den Sitz 4c kommt.
Beim Schwenken der Stange im Ausgangskanal bleibt diese also in
Höhe ihres
ganzen oder eines Teils ihres kugelförmigen Abschnitts 14 in
dichtem ringförmigen
Kontakt mit den Kanal.
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In 3 ist
eine zweite Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Ventils
dargestellt, das in seiner Gesamtheit das Bezugszeichen 101 trägt. Dieses
Ventil, das in der Ruhestellung dargestellt ist, unterscheidet sich
von dem Ventil der 1 und 2 dadurch, dass die Form
des Profils des ringförmigen Abschnitts
der Stange, sowie die Form des komplementären Profils des Ausgangskanals
umgedreht sind. Die Bereiche des Ventils 101, die gleich
denjenigen des Ventils der 1 und 2 sind oder eine ähnliche
Aufgabe wie diese Bereiche haben, tragen die gleichen Bezugszeichen,
erhöht
um 100. Ihre Beschreibung wird nur in Kurzform wieder aufgenommen.
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So durchquert die Stange 103 den
Ausgangskanal 110, der die Ventilkammer 104 mit
der Außenumgebung
verbindet. Die Stange weist innerhalb des Ausgangskanals im wesentlichen
auf halber Höhe
einen Abschnitt 114 auf, der eine Aussparung in Form einer
Ringnut in Form eines Torusabschnitts bildet, mit einer geometrischen
Mitte P, wobei der Ausgangskanal 110 einen vorstehenden
Abschnitt 108 mit einer zur Form der Aussparung 114 komplementären Form
aufweist, der die Ringnut dicht aufnehmen kann, wobei der Gelenkpunkt
der Stange 103 mit der geometrischen Mitte P des
Torus zusammenfällt.
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Der Betrieb des Ventils 103 ist
gleich dem Betrieb des Ventils 1.
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In 4 sieht
man das Ventil gemäß den 1 und 2, das auf einen Behälter 202 ohne Ventilträgerschale
montiert ist. Dieser Behälter
ist ein Flakon aus Aluminium, insbesondere einstückig ausgebildet, oder aus
einem steifen Kunststoffmaterial wie Polyethylenterephtalat (PET).
Der Behälter 202 besitzt
einen Hals 204, dessen offenes Ende im rechten Winkel umgebogen
ist und eine ringförmige
Platte 206 bildet, die mit einer kreisförmigen Öffnung 208 versehen
ist.
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In der Öffnung 208 ist der
Körper 2 des
Ventils 1 durch Eindrücken
befestigt, so dass die ringförmige
Platte 206 sich in die Ringnut 7 des Körpers 2 des
Ventils einfügt.
Aufgrund der Elastizität
des Körpers 2 kann
dessen Eindrücken
in die Öffnung 208 durch
einen einfachen Vorgang durchgeführt
werden. Wenn die Öffnung 208 Durchmesserveränderungen aufweist,
werden außerdem
die relativ großen
Toleranzen durch die Elastizität
des Ventilkörpers
ohne die Gefahren eines Lecks von Treibgas kompensiert. Diese Montage
ist vom wirtschaftlichen Standpunkt besonders vorteilhaft.