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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Verfahren zum Herstellen optischer Elemente wie etwa Linsen
oder Prismen oder optischer Rohlinge von solchen optischen Elementen
gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1. Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine Preßform nach
dem Oberbegriff von Anspruch 12.
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JP-A-01 298 034 betrifft die Herstellung
von hochpräzisen
Elementen aus optischem Glas über das
Pressen von erwärmten
Glasplatten mit mehreren formenden Prägestempeln, um auf der Glasplatte mehrere
Rohlinge auszubilden. Danach werden die Rohlinge von der Glasplatte
abgeschnitten und später
mit einem Hauptprägestempel
durch Pressen zum endgültigen
Element geformt. Die Ausnehmungen in der oberen und der unteren
Preßform
sind rechteckig, d. h., sie entsprechen nicht der ersten und zweiten
Oberflächenform
der jeweiligen Rohlinge.
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DE-A-44 14 552 bezieht sich auf ein
Verfahren für
die Herstellung mikrooptischer Elemente oder eines Faserendes in
Form eines derartigen Elements. Innerhalb des Prozesses werden obere
und untere Preßformen
mit jeweils mehreren Ausnehmungen verwendet. Die Form jeder Ausnehmung
der einen Preßform
entspricht der Form jeder Ausnehmung der anderen Preßform. Dieses
Verfahren betrifft jedoch nicht ein Verfahren zu Herstellung optischer
Rohlinge. Zudem wird zwischen der oberen und unteren Preßform ein
fester Körper
(Faser) zugeführt.
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In JP-A-59 195 541 wird die Herstellung
von Glaslinsen und ihre Vorrichtung beschrieben. Die Vorrichtung
umfaßt
eine metallische Form, deren obere und untere Position aus porösem Material
hergestellt sind. Es wird nicht vorgeschlagen, optisches Material
in Form geschmolzenen Materials zu verwenden.
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Ein Beispiel für ein Verfahren zum Herstellen derartiger
Rohlinge im Stand der Technik wird in der japanischen offengelegten
Patentanmeldung (Tokkai Hei) 5-177725 offenbart. Dieses Verfahren
verwendet zur Herstellung der optischen Rohlinge wie unten erläutert das
Spritzgießen
von geschmolzenen Kunststoffpellets.
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17 zeigt
einen Querschnitt durch eine für die
Herstellung von optischen Rohlingen im Stand der Technik verwendete
Spritzgußeinrichtung.
Kunststoffpellets 51 werden in den Trichter 50 eingefüllt und
zum Heizzylinder 53 übertragen.
Die Kunststoffpellets werden vom Heizzylinder 53 und der
Schnecke 54 erhitzt und geschmolzen. Geschmolzenes Harz
wird von der Spitzendüse 55 des
Heizzylinders 53 in die Preßform 59 eingespritzt
und erreicht über einen
Hauptverteilerkanal 60, Angießkanäle 61 und Anschnitte 62 Hohlräume 63,
die einer äußeren Form eines
optischen Elements entsprechen. Die Temperatur der Preßform 59 wird
auf etwa die Erweichungstemperatur gesteuert. In 17 steht die Zahl 52 für einen
Spritzzylinder, 56 für
eine fixierende Stempelplatte, 57 für eine bewegliche Stempelplatte
und 58 für
einen Abschlußzylinder.
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Die Preßform 59 wird geöffnet und
ein Formteil herausgenommen, nachdem die Preßform abgekühlt worden ist. Wie in den 18A und 18B zu
sehen ist, weist das Formteil einen mittleren Hauptverteilerkanalteil 64 und
mehrere sich von diesem aus radial erstreckende Angießkanalteile 65 auf.
An der Spitze jedes Angießkanalteils 65 ist
ein optischer Rohling 67 über einen Anschnitteil 66 angeschlossen.
Mehrere optische Rohlinge 67 werden erhalten, indem sie
an den Anschnitten vom Formteil getrennt werden.
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Optische Rohlinge werden zur Herstellung optischer
Elemente so gepreßt,
wie dies unten erläutert
wird. 19 veranschaulicht
einen Schnitt durch eine Preßform
und ein optisches Element, wenn das Pressen vorgenommen wird. Bei
der Zahl 68 handelt es sich um eine obere Preßform, bei 69 um
eine untere Preßform
und bei 70 um eine Trommelform. Bei der Zahl 71 handelt
es sich um ein durch Preßformen erhaltenes
optisches Element, bei 72 um einen Teil eines Preßkopfs mit
Erwärm-
und Preßmechanismen und
bei 73 um einen Teil einer Preßbühne mit einem Erwärmmechanismus. 20 zeigt ein Prozeßdiagramm
für das
Pressen eines optischen Rohlings zur Herstellung eines optischen
Elements, wobei oben erwähnte
Preßformen
verwendet werden. In diesem Diagramm wird die Temperatur des optischen
Elements in (a) gezeigt, und der durch den Preßkopf übertragene Druck wird in (b)
gezeigt.
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Ein aus einem optischen Material
(z. B. Polycarbonat) durch Spritzguß in eine einem optischen Element ähnliche
Form gebrachter optischer Rohling wird in einen Hohlraum gelegt,
der durch die obere und untere Preßform und die Trommelform 68, 69, 70 definiert
ist. Diese Formen werden auf eine Temperatur über der Erweichungstemperatur
und unter dem Glasübergangspunkt
gesteuert. Wenn die Temperatur des optischen Rohlings auf eine konstante
Temperatur zwischen der Erweichungstemperatur und dem Glasübergangspunkt
ansteigt, wie in (a) von 20 gezeigt,
wird der Preßkopf 72 derart
nach unten gedrückt,
daß die
obere Preßform 68 über eine vorbestimmte
Zeit auf den optischen Rohling einen Druck von etwa 100 kg/cm2 ausübt.
Dann wird der Druck reduziert und die Preßformen werden auf die Erweichungstemperatur
abgekühlt.
Danach wird die obere Preßform
freigegeben und der gepreßte
optische Rohling, d. h. das optische Element 71, herausgenommen.
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Beim Herstellungsprozeß von optischen Rohlingen
durch Spritzguß im
Stand der Technik sollten Oberflächen-Einsinkungen, Turbulenzen, Schweißlinien
oder Restspannungen unterdrückt werden,
indem die Bedingungen des Spritzgusses gesteuert werden. Es ist
jedoch schwierig, Restspannungen und Verzerrungen im Anschnitteil
durch Steuern der Bedingungen des Spritzgusses völlig zu eliminieren. Deshalb
weisen im Stand der Technik durch Spritzguß hergestellte optische Rohlinge
teilweise Restspannungen und Verzerrungen auf. Es ist schwierig,
ein optisches Element mit einer guten optischen Leistung herzustellen,
wenn ein derartiger optischer Rohling mit Restspannungen und Verzerrungen
im Anschnitteil verwendet wird.
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Außerdem ist die Reduzierung
der Kosten beim Prozeß zum
Herstellen optischer Rohlinge durch Spritzguß deshalb schwierig, weil die
Anzahl der bei einem Schuß erhaltenen
Produkte begrenzt ist. Zudem gibt es Schwierigkeiten bei der Herstellung
kleinerer optischer Elemente, da der Anschnittdurchmesser aufgrund
des Fließvermögens des
optischen Materials eine Untergrenze aufweist.
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Preßformen für eine Spritzgußeinrichtung weisen
im allgemeinen eine komplizierte Struktur auf, um für das optische
Material ein gutes Fließvermögen zu erhalten,
und sie sind aufgrund der Arbeitskosten für das Design und die Probeherstellung
einer ordnungsgemäßen Preßformstruktur
sehr teuer. Außerdem
ist der verschwendete Teil des optischen Materials in der Spritzgußform recht
groß.
Diese Nachteile bei der Spritzgußform verursachen im Stand
der Technik extrem hohe Kosten für
die Herstellung optischer Rohlinge.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
in der Lösung
der Probleme im Stand der Technik wie oben erwähnt und in der Bereitstellung eines
Verfahrens zum preiswerten Herstellen kleiner optischer Rohlinge
und optischer Elemente ohne Restspannungen und Verzerrungen.
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Das Verfahren zum Herstellen optischer
Elemente oder optischer Rohlinge von optischen Elementen gemäß der vorliegenden
Erfindung umfaßt die
folgenden Schritte: Zuleiten von optischem Material zwischen einer
oberen und einer unteren Preßform,
wobei die obere Preßform
mehrere Ausnehmungen aufweist, die in einem vorbestimmten Raster angeordnet
sind, wobei die Form jeder Ausnehmung einer ersten Oberflächenform
des optischen Elements oder Rohlings entspricht, wobei die untere Preßform mehrere
Ausnehmungen aufweist, die den Ausnehmungen der oberen Preßform gegenüberliegen,
wobei die Form jeder Ausnehmung der unteren Preßform einer zweiten Oberflächenform
des optischen Elements oder Rohlings entspricht; Pressen des optischen
Materials unter Ausbildung eines Satzes von optischen Elementen
oder optischen Rohlingen und Trennen jedes optischen Elements oder
optischen Rohlings von dem Satz optischer Elemente oder optischer
Rohlinge, wobei das optische Material ein geschmolzenes Material
ist und zwischen der oberen und der unteren Preßform durch einen in der oberen
oder der unteren Preßform
vorgesehenen Kanal zugeleitet wird.
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Gemäß dem oben erwähnten Verfahren
zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer optischer Elemente durch
Preßformen
weisen die erhaltenen optischen Rohlinge keinen Anschnitteil auf,
wie er bei den durch Spritzguß hergestellten
Rohlingen existiert. Deshalb können
durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung optische Rohlinge
ohne Restspannungen und Verzerrungen preiswert hergestellt werden.
Aus diesen Rohlingen hergestellte optische Elemente weisen gute
optische Eigenschaften ohne Restspannungen und Verzerrungen auf.
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung weist weitere Vorteile auf.
Die Struktur einer Preßform,
die keinen Anschnitt benötigt,
ist einfacher als die der Spritzgußform. Auch ist die Formbedingung
beim Preßformen
einfacher. Durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung können kleinere
optische Elemente hergestellt werden, da die Preßform keinen Anschnitt benötigt. Zudem
wird beim Verfahren der vorliegenden Erfindung weniger optisches
Material verschwendet als beim Spritzguß.
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Das optische Material ist bevorzugt
ein Kunststoffmaterial.
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Es wird bevorzugt, daß mindestens
die obere oder die untere Preßform,
die durch das Verfahren verwendet werden sollen, aus einem porösen Metall hergestellt
ist.
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Weiterhin umfaßt mindestens die obere oder die
untere Preßform
bevorzugt mehrere aus einem porösen
Metall oder Glas hergestellte innere Preßformen, die mit den Ausnehmungen
versehen sind, und eine Hauptpreßform, die die in einem vorbestimmten Raster
angeordneten inneren Preßformen
empfängt.
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Es wird für die Massenproduktion bevorzugt, daß der Schritt
des Trennens jedes optischen Elements oder optischen Rohlings von
dem Satz optischer Elemente oder optischer Rohlinge ein Stanzen beinhaltet.
Der Schritt kann aber auch das Schneiden mit einem sich drehenden
Werkzeug beinhalten.
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Eine Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren
zum Herstellen optischer Elemente gemäß der vorliegenden Erfindung
einen Schritt des Pressens des durch das oben erläuterte Verfahren hergestellten
optischen Rohlings beinhaltet. Dieser Schritt beinhaltet bevorzugt
das Erwärmen
des Rohlings auf eine Temperatur über dem Glasübergangspunkt,
das Pressen des Rohlings und das Abkühlen des Rohlings auf eine
Temperatur unter der Erweichungstemperatur, während der Rohling weiter gepreßt wird.
Durch das oben erläuterte
Preßformverfahren
kann ein gutes optisches Element ohne Restspannungen und Verzerrungen
erhalten werden.
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Im Fall des direkten Preßformens
eines optischen Materials zum Herstellen eines optischen Elements
gemäß der vorliegenden
Erfindung können
bei diesem Verfahren ähnliche
Schritte und Formen verwendet werden wie zur Herstellung optischer
Rohlinge. Bei diesem Verfahren des direkten Preßformens ist jedoch eine präzisere Steuerung
der Temperatur und des Drucks erforderlich als beim Verfahren zum Formen
des Rohlings, der ein Zwischenprodukt ist. Außerdem ist es notwendig, sich
für das
direkte Pressen des optischen Materials zum optischen Element, das
ein Endprodukt darstellt, mehr Zeit zu nehmen.
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Eine Preßform zum Herstellen optischer Rohlinge
oder optischer Elemente gemäß der vorliegenden
Erfindung umfaßt:
eine obere Preßform
mit mehreren Ausnehmungen, die in einem vorbestimmten Raster angeordnet
sind, wobei die Form jeder Ausnehmung einer ersten Oberflächenform
des optischen Elements entspricht, und eine untere Preßform mit
mehreren Ausnehmungen, die den Ausnehmungen der oberen Preßform gegenüberliegen,
wobei die Form jeder Ausnehmung der unteren Preßform einer zweiten Oberflächenform
des optischen Elements entspricht. Eine derartige Preßform gemäß der vorliegenden
Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß in der oberen oder unteren
Preßform
ein Kanal vorgesehen ist, um optisches Material in Form geschmolzenen
Materials zwischen der oberen Preßform und der unteren Preßform zuzuleiten,
und mindestens die obere oder die untere Preßform mehrere aus porösem Metall
oder Glas hergestellte innere Preßformen, die mit der Ausnehmung
versehen sind, und eine Hauptpreßform, die die in einem vorbestimmten
Raster angeordneten inneren Preßformen empfängt, umfaßt. Durch
den Einsatz der Preßform gemäß der vorliegenden
Erfindung erhält
man mehrere optische Rohlinge oder optische Elemente bei einem Preßvorgang,
und er trägt
zu einer Kostenreduzierung für
das optische Element bei.
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Die aus porösem Metall hergestellte Preßform kann
aus dem durch die Ausnehmung der Preßform und die Oberfläche des
optischen Materials definierten Hohlraum Luft herauslassen, so daß das unter
Hitze und Druck von der Gestalt her geänderte optische Material ganz
in die Ausnehmung der Preßform
eintreten kann. So wird die Ausbildung eines defekten Preßformteils
unterdrückt.
Die Preßformstruktur,
die mehrere innere Preßformen
verwendet, erleichtert die Wartung der Preßform, weil, wenn eine der
Ausnehmungen beispielsweise beschädigt wird, nur die beschädigte innere
Preßform
ersetzt werden muß.
Die Preßform,
die mehrere innere, aus porösem
Metall hergestellte Preßformen
und eine aus normalem Metall hergestellte Hauptpreßform umfaßt, weist
im Vergleich zur Preßform,
deren ganzer Körper
aus porösem
Metall hergestellt ist, weitere Vorteile hinsichtlich mechanischer
Festigkeit und Kosten auf.
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Bei einem alternativen Aufbau kann
mindestens die obere oder die untere Preßform mehrere aus Glas hergestellte
innere Preßformen,
die mit der Ausnehmung versehen sind, und eine Hauptpreßform, die
die in einem vorbestimmten Raster angeordneten inneren Preßformen
empfängt,
umfassen. Beispielsweise eignet sich ein Flintglas angesichts seiner Wasserfestigkeit
und Säurebeständigkeit
für das
Material einer Preßform.
Dieses Material eignet sich außerdem
gut dafür,
viele identische innere Preßformen durch
Formen mit einer Mutterform herzustellen.
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In den beiliegenden Zeichnungen zeigen:
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1 einen
Querschnitt durch eine Preßform
und ein optisches Material mit einem Preßschritt einer ersten erläuternden
Anordnung zur Herstellung optischer Rohlinge;
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2A eine
Draufsicht auf eine untere Preßform
der in 1 gezeigten Preßform;
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2B einen
Querschnitt durch eine untere Preßform der in 1 gezeigten Preßform;
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3A eine
Draufsicht auf einen Satz von durch den in 1 gezeigten Preßschritt erhaltenen optischen
Rohlingen;
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3B einen
Querschnitt durch einen durch den in 1 gezeigten
Preßschritt
erhaltenen Satz von optischen Rohlingen;
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4A eine
Draufsicht auf einen fehlerhaften Preßformteil, der wegen einer
eingeschlossenen Lufttasche in einem Hohlraum, der durch die Ausnehmung
der Preßform
und die Oberfläche
des optischen Materials definiert ist, in dem Satz optischer Rohlinge
auftreten kann;
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4B einen
Querschnitt durch einen fehlerhaften Preßformteil, der wegen einer
eingeschlossenen Lufttasche in einem Hohlraum, der durch die Ausnehmung
der Preßform
und die Oberfläche
des optischen Materials definiert ist, in dem Satz optischer Rohlinge
auftreten kann;
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5 einen
Querschnitt, der den Schritt des Trennens jedes optischen Rohlings
von dem in 3 gezeigten Satz optischer
Rohlinge durch Stanzen zeigt;
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6A eine
Gestalt des durch den in 5 gezeigten
Trennschritt erhaltenen optischen Rohlings;
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6B und 6C weitere Gestalten der optischen Rohlinge,
die durch Stanzen erhalten werden können;
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7 einen
Querschnitt durch eine Preßform
und einen optischen Rohling, der einen Preßschritt eines optischen Rohlings
zum Herstellen eines optischen Elements zeigt;
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8 einen
Querschnitt durch eine Preßform
und ein optisches Material, der einen Preßschritt einer zweiten erläuternden
Anordnung zum Herstellen optischer Rohlinge zeigt;
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9A eine
Draufsicht auf eine untere Preßform
der in 8 gezeigten Preßform;
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9B einen
Querschnitt durch eine untere Preßform der in 8 gezeigten Preßform;
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10A eine
Draufsicht auf einen Satz von durch den in 8 gezeigten Preßschritt erhaltenen optischen
Rohlingen;
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10B einen
Querschnitt durch einen Satz von durch den in 8 gezeigten Preßschritt erhaltenen optischen
Rohlingen;
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11 einen
Querschnitt, der einen Schritt des Trennens jedes optischen Rohlings
von dem in 10 gezeigten Satz optischer
Rohlinge durch ein sich drehendes Werkzeug zeigt;
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12A eine
Gestalt des durch den in 11 gezeigten
Trennschritt erhaltenen optischen Rohlings;
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12B und 12C weitere Gestalten der optischen Rohlinge,
die durch ein sich drehendes Werkzeug erhalten werden können;
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13 einen
Querschnitt durch eine Preßform
und ein optisches Material, der einen Preßschritt einer Ausführungsform
zur Herstellung optischer Rohlinge zeigt, die die vorliegende Erfindung
identifiziert;
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14A eine
Draufsicht auf einen Satz von durch den in 13 gezeigten
Preßschritt
erhaltenen optischen Rohlingen;
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14B einen
Querschnitt durch einen Satz von durch den in 13 gezeigten Preßschritt erhaltenen optischen
Rohlingen;
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15 einen
Querschnitt, der einen Schritt des Trennens jedes optischen Rohlings
von dem in 14 gezeigten Satz optischer
Rohlinge durch Stanzen zeigt;
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16 eine
Gestalt des durch den in 15 gezeigten
Trennschritt erhaltenen optischen Rohlings;
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17 einen
Querschnitt – durch
eine Spritzgußeinrichtung,
die zum Herstellen optischer Rohlinge im Stand der Technik verwendet
wird;
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18A eine
Draufsicht auf ein durch die in 17 gezeigte
Spritzgußeinrichtung
erhaltenes Formteil;
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18B einen
Querschnitt durch eine durch die in 17 gezeigte
Spritzgußeinrichtung;
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19 einen
Querschnitt durch eine Preßform
und einen optischen Rohling, der einen Preßschritt eines optischen Rohlings
zur Herstellung eines optischen Elements des Stands der Technik zeigt;
und
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20 ein
Prozeßdiagramm
des in 19 gezeigten
Preßschritts.
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Erste erläuternde
Anordnung
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Ein Verfahren zum Herstellen eines
optischen Rohlings eines optischen Elements umfaßt einen Schritt der Herstellung
eines Satzes optischer Rohlinge, der mehrere miteinander kombinierte
optische Rohlinge enthält,
und einen Schritt des Trennens jedes optischen Rohlings von dem
Satz optischer Rohlinge.
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1 zeigt
einen Querschnitt durch eine Preßform und ein optisches Material
beim Schritt des Herstellens des Satzes optischer Rohlinge durch Preßformen.
Der Zustand, bevor die Gestalt des optischen Materials geändert wird,
ist in (a) dargestellt, und der Zustand nach dem Ändern der
Gestalt des optischen Materials zum Satz optischer Rohlinge ist in
(b) dargestellt. Diese Preßform
umfaßt
eine obere Preßform 1,
eine untere Preßform 2 und
eine Trommelform 3. Die Zahl 4 ist ein Preßkopf mit
einem Erwärm-
und Preßmechanismus,
und die Zahl 5 ist eine Preßstufe mit einem Erwärmmechanismus.
Bei diesen Mechanismen kann es sich um beliebige, in der Technik
wohlbekannte Mechanismen handeln. Ein zwischen der oberen Preßform 1 und
der unteren Preßform 2 zugeleitetes
optisches Material 6 wird gepreßt
und wird zu einem Satz optischer Rohlinge 7.
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Bei einem Beispiel wurde als das
optische Material 6 ein Polyolefinharz verwendet mit einem Glasübergangspunkt
Tg von 140 Grad Celsius und einer Erweichungstemperatur Tt von 123
Grad Celsius. Ein Block des Polyolefinharzes wurde zu einer Platte
geschnitten (30 mm × 30
mm × 1,7
mm) und der Preßform
zugeleitet. Die obere und untere Preßform der Preßform waren
aus einem porösen
Metall hergestellt, d. h. einem ferritischen rostfreien Stahl mit
einem mittleren Porendurchmesser von 3–7 Mikrometer, einer Porosität von 25%
und einer Dichte von 6,0–6,2
g/cm3. Die obere und die untere Preßform hatten
die Abmessungen 50 mm × 50
mm × 15 mm.
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Bei dem in diesem Beispiel zu erhaltenden optischen
Rohling handelte es sich um einen Rohling einer konvexen Linse mit
Krümmungsradien
R1, R2 = 2,5 mm, einem Außendurchmesser
von 4,5 mm und einer Dicke in der Mitte von 3,25 mm. Auf jeder Oberfläche der
oberen Preßform 1 und
der unteren Preßform 2 sind
fünfundzwanzig
Ausnehmungen in einer 5×5-Matrix
mit einem Raste r von 6 mm angeordnet, und die Gestalt jeder Ausnehmung entspricht einer
gekrümmten
Oberfläche
R1 oder R2 des optischen Elements. Eine Draufsicht und ein Querschnitt der
unteren Preßform
sind in den 2A und 2B dargestellt.
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Die Trommelform 3 ist für die Registrierung der
oberen und der unteren Preßform
und für
die Einstellung der Dicke der erhaltenen Rohlinge erforderlich.
Bei einem Beispiel wurde der Spielraum zwischen der oberen und der
unteren Preßform 1, 2 und der
Trommelform 3 auf etwa 5 Mikrometer eingestellt. Die Trommelform
bestand aus einem rostfreien Stahl.
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Die Erwärmmechanismen des Preßkopfs 4 und
der Preßstufe 5 erwärmen das
optische Material 6 bis zur Temperatur über der Erweichungstemperatur
des Materials. Die Gestalt des optischen Materials kann bei der
Temperatur über
der Erweichungstemperatur geändert
werden. Bevorzugt wird jedoch das optische Material auf die Temperatur über dem
Glasübergangspunkt
erwärmt,
um das Preßformen
zu erleichtern und Verzerrungen des erhaltenen optischen Rohlings
zu unterdrücken.
Bei einem Beispiel wurde die Temperatur des Preßkopfs 4 und der Preßstufe 5 auf
200 Grad Celsius gesteuert, so daß die Temperatur des optischen
Materials 6 in etwa 5 Minuten 180 Grad Celsius
erreicht, was über
dem Glasübergangspunkt
liegt.
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Wenn das optische Material 6 180
Grad Celsius erreicht, wird der Preßkopf so nach unten gedrückt, daß die obere
Preßform 1 Druck
auf das optische Material 6 ausübt und dessen Gestalt ändert. Das
Preßformen
wurde etwa 3 Minuten lang ausgeführt,
bis die untere Seite des Preßkopfs 4 die
Trommelform 3 kontaktiert, wie in (b) von 1 gezeigt.
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Nach dem Ende des Preßformens
wurde das Erwärmen
des Preßkopfs 4 und
der Preßstufe 5 angehalten,
und sie wurden auf die Temperatur von 110 Grad Celsius abgekühlt, was
unter der Erweichungstemperatur des Materials liegt, um zu verhindern,
daß sich
der Satz optischer Rohlinge 7 verformt, wenn er aus der
Preßform
herausgenommen wird. Dann wurde der Preßkopf 4 freigegeben
und der Satz optischer Rohlinge 7 wurde herausgenommen.
Eine Draufsicht und ein Querschnitt des erhaltenen Satzes optischer
Rohlinge sind in den 3A und 3B gezeigt.
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Es ist möglich, daß die Luft, die in dem durch die
Ausnehmung der oberen oder unteren Preßform 1, 2 und
der Oberfläche
der Platte aus optischem Material definierten Hohlraum eingeschlossen
ist, das Eindringen des optischen Materials in den Hohlraum verhindert,
wenn sich die Gestalt des Materials durch die Preßkraft ändert. Bei
dieser Anordnung jedoch kann die im Hohlraum eingeschlossene Luft
durch durchgehende Mikroporen entweichen, die in dem ganzen porösen Metall
verteilt sind, aus dem die obere und die untere Preßform 1, 2 hergestellt
sind. So kann das optische Material 6 in den Hohlraum,
d. h. die Ausnehmung der oberen und unteren Preßform 1, 2,
eintreten, um entlang der inneren Oberfläche der Ausnehmung geformt
zu werden.
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Bei einem Bezugsbeispiel, bei dem
die obere und die untere Preßform 1, 2 aus
einem normalen rostfreien Stahl hergestellt waren, traten aufgrund der
im Hohlraum eingeschlossenen Luft fehlerhafte Formteile auf, wie
in den 4A und 4B gezeigt.
In fast der Hälfte
von fünfundzwanzig
optischen Rohlingsteilen des Satzes optischer Rohlinge 7 wurden fehlerhafte
Formteile beobachtet.
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Der Satz optischer Rohlinge wird
dann verarbeitet, um im nächsten
Schritt jeden Rohling von dem Satz optischer Rohlinge zu trennen. 5 zeigt den Schritt des
Trennens jedes Rohlings von dem Satz optischer Rohlinge durch Stanzen.
Der Zustand vor dem Stanzen ist in (a) gezeigt, und der Zustand
nach dem Stanzen ist in (b) gezeigt. Der Satz optischer Rohlinge 11 wird
auf einen Prägestempel 10 gelegt, und
ein Oberstempel 9 wird nach unten gedrückt, um einen einzelnen optischen
Rohling 12 abzutrennen. Außenprofile und Abmessungen
des Oberstempels und des Prägestempels
sind entsprechend der äußeren Gestalt
und Abmessung des zu erhaltenden optischen Rohlings 12 gewählt.
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Bei einem Beispiel war ein Stück des Oberstempels
ringförmig
mit einem Innendurchmesser von 4,51 mm und einem Kantenwinkel von
10 Grad, damit man optische Rohlinge mit einem Außendurchmesser
von 4,5 mm erhält.
Zwischen dem Außendurchmesser
des Oberstempels und dem Innendurchmesser des Prägestempels bestand ein Spielraum
von 10 Mikrometern. Der Oberstempel 9 und der Prägestempel 10 waren
aus einem gehärteten Stahl
hergestellt.
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Das Anordnen des Satzes von Rohlingen
auf dem Prägestempel
erfolgt durch Anbringen eines konvexen Teils (d. h. eines Teils,
der jedem optischen Rohling entspricht) des Satzes optischer Rohlinge
in einem Loch des Prägestempels 10,
wie in (a) von 5 gezeigt.
Es wird möglicherweise
bevorzugt, ein bestimmtes Mittel für eine präzise Registrierung des Satzes
von Rohlingen auf dem Prägestempel vorzusehen.
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Durch Herunterdrücken des Oberstempels wird
jeder optische Rohling von dem Satz Rohlinge abgeschnitten, wie
in (b) von 5 gezeigt.
Die Gestalt des erhaltenen optischen Rohlings (Draufsicht und Schnitt)
ist in 6A gezeigt. Weitere Gestalten der
in den 6B oder 6C gezeigten
optischen Rohlinge können
erhalten werden, indem das Profil oder die Abmessung des Oberstempels
und des Prägestempels
geändert
wird.
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Jeder Rohling, der durch die oben
erläuterten
Schritte des Preßformens
und Trennens erhalten wird, wird zur Herstellung eines Endprodukts – eines optischen
Ele ments – im
nächsten
Schritt weiter gepreßt. 7 zeigt den Preßschritt
des Rohlings, einschließlich
vier Schnitte einer Preßform
und eines Rohlings, die sequentiell die Änderungen der Gestalt zeigen.
Der erste Zustand (a) ist ein Erwärmungsprozeß; der zweite Zustand (b) ist
ein Vorpreßprozeß; der dritte
Zustand (c) ist ein Hauptpreßprozeß, und der
vierte Zustand (d) ist ein Abkühlprozeß. Die Preßform umfaßt eine
obere Preßform 13,
eine untere Preßform 14 und
eine Trommelform 15. Die Zahl 16 ist ein optischer
Rohling; Zahl 17 ist ein erster Preßkopf; Zahl 18 ist
eine erste Preßstufe;
Zahl 19 ist ein zweiter Preßkopf; Zahl 20 ist
eine zweite Preßstufe; Zahl 21 ist
ein dritter Preßkopf;
Zahl 22 ist eine dritte Preßstufe; Zahl 23 ist
ein vierter Preßkopf
und Zahl 24 ist eine vierte Preßstufe.
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Der durch den oben erläuterten
Schritt erhaltene optische Rohling 16 wird in den durch
die obere Preßform 13,
die untere Preßform 14 und
die Trommelform 15 definierten Hohlraum gelegt. Die inneren Oberflächen dieser
Preßformen
weisen Gestalten auf, die der äußeren Oberfläche des
zu erhaltenden optischen Elements entsprechen. Dann wird die Einheit
aus oberer Preßform 13,
unterer Preßform 14 und
Trommelform 15, die den optischen Rohling 16 enthält, zwischen
die erste Preßstufe 18 und
den ersten Preßkopf 17 gelegt.
Die erste Preßstufe 18 und der
erste Preßkopf 17 werden
auf eine angemessene Temperatur gesteuert, so daß die Temperatur des optischen
Rohlings 16 in 45 Sekunden auf die gewünschte Temperatur von 180 Grad
Celsius ansteigt.
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Bei einem Beispiel wurden die obere
Preßform 13,
die untere Preßform 14 und
die Trommelform 15 aus einem harten Metall hergestellt,
und die inneren Oberflächen
der oberen und unteren Preßform
wurden mit einem Edelmetall beschichtet. Diese Preßformen
können
natürlich
unter Verwendung von anderen Materialien, wie etwa rostfreiem Stahl,
hergestellt werden.
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Dann wurde die Einheit aus oberer
Preßform 13,
unterer Preßform 14 und
Trommelform 15, die den optischen Rohling 16 enthält, zur
Position zwischen der zweiten Preßstufe 20 und dem
zweiten Preßkopf 19 transportiert,
wie in (b) von 7 gezeigt.
Die zweite Preßstufe 20 und
der zweite Preßkopf 19 werden
auf eine angemessene Temperatur gesteuert, so daß die Temperatur des optischen
Rohlings 16 in 45 Sekunden auf die gewünschte Temperatur von 200 Grad
Celsius ansteigt. Die Gestalt des optischen Rohlings 16 wird
durch den Druck des zweiten Preßkopfs 20 geändert. Bei
einem Beispiel erfolgten 80% des Gesamtbetrags der Änderung
in diesem Vorpreßprozeß.
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Dann wurde die Einheit aus oberer
Preßform 13,
unterer Preßform 14 und
Trommelform 15, die den optischen Rohling 16 enthält, zur
Position zwischen der dritten Preßstufe 22 und dem
dritten Preßkopf 21 transportiert,
wie in (c) von 7 gezeigt.
Die dritte Preßstufe 22 und
der dritte Preßkopf 21 werden auf
eine angemessene Temperatur gesteuert, so daß der optische Rohling 16 in
45 Sekunden auf die gewünschte
Temperatur von 120 Grad Celsius abgekühlt wird. Der optische Rohling 16 wird
von der Temperatur über
dem Glasübergangspunkt
auf die Erweichungstemperatur herunter abgekühlt, während der optische Rohling
durch einen Druck vom dritten Druckkopf gepreßt wird. Dieser Druck wurde
bei einem Beispiel auf 5,0 kgp/cm2 eingestellt.
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Dann wurde die Einheit aus oberer
Preßform 13,
unterer Preßform 14 und
Trommelform 15, die den optischen Rohling 16 enthält, zur
Position zwischen der vierten Preßstufe 24 und dem
vierten Preßkopf 23 transportiert,
wie in (d) von 7 gezeigt.
Die vierte Preßstufe 24 und
der vierte Preßkopf 23 werden
auf eine angemessene Temperatur gesteuert, so daß der optische Rohling in 45
Sekunden auf die gewünschte
Temperatur von 90 Grad Celsius abgekühlt wird.
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Der gepreßte optische Rohling mit dem
Endprofil, d. h. das optische Element, wird herausgenommen, nachdem
die obere Preßform 13 beim
letzten Prozeß entfernt
wurde.
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Das durch Preßformen aus dem optischen Material über den
optischen Rohling erhaltene optische Element gemäß dieser Anordnung zeigte gute Eigenschaften,
da es in der spritzgegossenen Preßform kein Teil wie etwa ein
Anschnitteil enthält,
das Restspannungen und Verzerrungen enthält.
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Bei dieser Anordnung wird das Stanzen
zum Trennen des optischen Rohlings nacheinander ausgeführt. Es
wird jedoch bevorzugt, jeweils mehrere Rohlinge auszustanzen, indem
mehrere Oberstempel und Prägestempel
in einem vorbestimmten Raster angeordnet werden. Das Material des
Oberstempels und des Prägestempels
ist nicht auf den gehärteten
Stahl beschränkt.
Zur Herstellung des Oberstempels und des Prägestempels kann ein anderes Material,
wie etwa gesinterte Hartlegierung oder eine Keramik, verwendet werden,
da sie gegenüber
Verformung oder Abnutzung beständig
sind.
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Anstelle der Trommelform für die Registrierung
der oberen und der unteren Preßform
und zum Einstellen der Dicke der erhaltenen Rohlinge in dieser Ausführungsform
können
andere Mittel verwendet werden. Beispielsweise kann mit einem Positionssensor
eine Absenkposition erfaßt
werden, so daß die
Dicke der erhaltenen optischen Rohlinge gesteuert werden kann.
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Zum effizienten Pressen der optischen
Rohlinge ist es nützlich,
in der oberen und in der unteren Preßform mehrere Ausnehmungen
bereitzustellen, die dem Profil des optischen Elements entsprechen, so
daß gleichzeitig
mehrere optische Rohlinge zu optischen Elementen gepreßt werden.
Das Profil des optischen Elements ist nicht auf eine kugelförmige Oberfläche beschränkt, sondern
kann eine andere gekrümmte
oder flache Oberfläche
sein.
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Bei dieser oben erläuterten
Anordnung wird zur Herstellung eines optischen Rohlings ein optisches
Material gepreßt,
und der optische Rohling wird weiter gepreßt, um ein optisches Element
herzustellen, das ein Endprodukt ist. Es ist jedoch außerdem möglich, aus
einem optischen Material ein optisches Element direkt durch ein
Preßformen
herzustellen, das dem Verfahren zum Herstellen eines optischen Rohlings ähnelt. Dieses
direkte Preßformen erfordert
eine präzisere
Steuerung der Temperatur und des Drucks sowie eine längere Zeit
für das
Formen im Vergleich zu dem zweistufigen Formen über optische Rohlinge.
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Zweite erläuternde
Anordnung
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8 zeigt
einen Querschnitt durch eine Preßform und ein optisches Material,
der eine weitere Anordnung zeigt. Der Zustand, bevor die Gestalt
des optischen Materials geändert
wird, ist in (a) gezeigt, und der Zustand nach dem Ändern der
Gestalt des optischen Materials zu dem Satz optischer Rohlinge ist
in (b) dargestellt. Diese Preßform
umfaßt
eine obere Preßform 25 und
eine untere Preßform 26.
Die Zahl 27 ist ein Preßkopf mit einem Erwärm- und Preßmechanismus
sowie einem Abwärtsbewegungssteuermechanismus,
Zahl 28 ist eine Preßstufe
mit einem Erwärmmechanismus,
Zahl 29 ist ein optisches Material, Zahl 30 ist
ein Satz optischer Rohlinge, das heißt ein optisches Material nach
dem Preßformen.
Die obere und die untere Preßform 25, 26 sind
mit wenig Fehlregistrierung am Preßkopf und an der Preßstufe 27, 28 befestigt.
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Die 9A und 9B sind eine Draufsicht und ein Querschnitt,
die eine Struktur der unteren Preßform 26 zeigen, die
mehrere innere Preßformen 31 und
eine Hauptpreßform 32 mit
einer Ausnehmung zum Empfangen der mehreren, in einem vorbestimmten
Raster angeordneten inneren Preßformen 31 aufweist.
Die Hauptpreßform
weist außerdem mehrere
im Boden der Ausnehmung angeordnete Durchgangslöcher 33 auf. Auch
die obere Preßform weist
die gleiche, oben erläuterte
Struktur auf.
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Bei einem Beispiel wurden die inneren
Preßformen 31 aus
einem porösen
Metall hergestellt, d. h. einem ferritischen rostfreien Stahl mit
einem mittleren Porendurchmesser von. 3–7 Mikrometern, einer Porosität von 25%
und einer Dichte von 6,0–6,2
g/cm3. Jede innere Preßform wies eine Abmessung von
6 mm × 6
mm × 7
mm auf. Die Hauptpreßform 32 bestand
aus einem rostfreien Stahl und wies eine Abmessung von 50 mm × 50 mm × 15 mm
auf. In der Hauptpreßform
war eine Ausnehmung zum Aufnehmen von fünfundzwanzig in einer 5 × 5-Matrix
angeordneten inneren Preßformen
ausgebildet. Im Boden der Ausnehmung waren außerdem 25 Durchgangslöcher ausgebildet.
Jedes Durchgangsloch wies einen Innendurchmesser von 3 mm auf und
eine Lage entsprechend einer der inneren Preßformen.
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Als Beispiel für das zwischen der oberen und der
unteren Preßform
zugeleitete optische Material wurde ein Polycarbonat mit einem Glasübergangspunkt
Tg = 150 Grad Celsius und einer Erweichungstemperatur Tt = 140 Grad
Celsius verwendet. Das Material wurde zu einer Platte mit einer
Abmessung von 200 mm × 300 × 4 mm spritzgegossen
und durch Laserschneiden zu einer Abmessung von 28 mm × 28 mm
geschnitten, bevor es zwischen die obere und die untere Preßform eingeführt wurde.
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Der in diesem Beispiel zu erhaltende
optische Rohling hatte das in 12A gezeigte
Profil und eine Abmessung von R1 = 2,5 mm, R2 = 4,0 mm, Außendurchmesser
= 4,6 mm und Dicke in der Mitte = 3,3 mm. Jede in der oberen Preßform angeordnete innere
Preßform weist
eine Ausnehmung mit einer kugelförmigen
inneren Oberfläche
von R2 = 4,0 mm auf, und jede in der unteren Preßform angeordnete innere Preßform weist
eine Ausnehmung mit einer kugelförmigen
inneren Oberfläche
von R1 = 2,5 mm auf.
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Die inneren Preßformen wurden aus dem gleichen
Grund wie bei der vorausgegangenen Ausführungsform aus einem porösen Metall
hergestellt, um nämlich
zu gestatten, daß die
Luft in dem Hohlraum, der durch die Ausnehmung der oberen oder unteren
Preßform
und die Oberfläche
des optischen Materials definiert ist, entweichen kann. So kann
das optische Material vollständig
in den Hohlraum eintreten und die Luft hinaustreiben. Die Luft kann
durch durchgehende Mikroporen in der inneren Preßform und das in der Hauptpreßform 32 vorgesehene Durchgangsloch 33 entweichen.
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Der Preßkopf 27 und die Preßstufe 28 in 8 wurden auf die vorbestimmte
Temperatur gesteuert, um das zwischen der oberen Preßform 25 und
der unteren Preßform 26 angeordnete
optische Material 29 in etwa drei Minuten auf eine Temperatur von
180 Grad Celsius zu erwärmen.
Bei dieser Temperatur kann die Gestalt des optischen Materials geändert werden.
Nachdem das optische Material die Temperatur erreicht hatte, wurden
der Preßkopf 27 und
die obere Preßform 25 nach
unten gedrückt,
um das optische Material 29 zu pressen und seine Gestalt
zu ändern.
Das Ausmaß der Änderung
bei der Gestalt wurde durch Steuern der Abwärtsbewegung des Preßkopfs eingestellt.
Nachdem das vorbestimmte Ausmaß der Änderung
der Gestalt erreicht worden war, wurde das preßgeformte optische Material 30 auf
die Temperatur von 130 Grad Celsius unter der Erweichungstemperatur
abgekühlt.
Dann wurde der Preßkopf 27 zur
Freigabe der oberen Preßform 25 angehoben,
um das vorgeformte optische Material, d. h. einen Satz optischer
Rohlinge 30, herauszunehmen. Eine Draufsicht und ein Querschnitt
des Satzes optischer Rohlinge 30 sind in den
10A und 10B gezeigt.
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Im nächsten Schritt wird dann der
Satz optischer Rohlinge 30 in einzelne Rohlinge getrennt. 11 zeigt den Schritt des
Trennens jedes Rohlings von dem Satz optischer Rohlinge durch die
Verwendung eines sich drehenden Werkzeugs im Querschnitt. Ein Zustand
vor der Trennung ist in (a) dargestellt, und ein Zustand nach der
Trennung ist in (b) dargestellt. Die Zahl 34 ist ein sich
drehendes Werkzeug, Zahl 35 ist ein Prägestempel, auf dem ein Satz optischer
Rohlinge angeordnet wird, Zahl 36 ist der Satz optischer
Rohlinge und 37 ist ein abgetrennter optischer Rohling.
Das Werkzeug 34 bestand aus einem Schnelldrehstahl. Für das Werkzeug
kann auch ein gehärtetes
Material verwendet werden. Das Werkzeug wird wie durch einen Pfeil
in 11 gezeigt angetrieben.
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Ein Satz optischer Rohlinge 36 wird
mit der Registrierung, wie in (a) von 11 gezeigt,
auf den Prägestempel 35 gelegt.
Dann wird das Werkzeug mit einer Drehzahl von 250 Umdrehungen pro
Minute nach unten gedrückt.
Eine Spur der Werkzeugspitze trennt einen optischen Rohling 37 in
einer runden Form von dem Satz optischer Rohlinge, wie in (b) von 11 gezeigt. Die Spur der
Werkzeugspitze definiert den Außendurchmesser
(4,6 mm) des optischen Rohlings.
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Der durch diese Anordnung erhaltene
optische Rohling weist keinen Teil wie etwa einen Anschnitteil im
spritzgegossenen Rohling auf. Deshalb zeigte ein aus diesem Rohling
hergestelltes optisches Element gute Eigenschaften ohne Restspannungen
oder Verzerrungen.
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Einer der Vorzüge dieser Anordnung, bei der die
Preßform
mehrere innere Preßformen
umfaßt, besteht
darin, daß die
Wartung der Preßform
leicht ist, da jede innere Preßform
ersetzt werden kann. Wenn eine der Ausnehmungen bricht, wird die
Preßform
leicht repariert, indem die innere Preßform mit der gebrochenen Ausnehmung
ersetzt wird. Die innere Preßform
kann entsprechend dem Profil des optischen Elements anstelle einer
einzigen Ausnehmung zwei oder mehr Ausnehmungen aufweisen.
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Außerdem können verschiedene Gestalten optischer
Rohlinge mit einer Preßformung
hergestellt werden, indem eine Preßform mit verschiedenen Gestalten
der Ausnehmungen verwendet wird. In diesem Fall ist es vorteilhaft,
eine Preßform
mit mehreren inneren Preßformen,
wie in dieser Ausführungsform,
zu verwenden.
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Ein zwischen der oberen und der unteren Preßform zugeleitetes
optisches Material ist nicht auf ein Plattenmaterial beschränkt, sondern
es kann sich dabei auch um eine andere Gestalt, wie etwa eine Kugeloberfläche, handeln.
Außerdem
können
Pellets aus Kunststoffharz direkt zugeleitet werden, wenn dies für die Gestalt
und Größe eines
zu erhaltenden optischen Rohlings geeignet ist.
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Um die optischen Rohlinge vom Satz
optischer Rohlinge abzutrennen, können anstatt des Schneidens
mit einem Werkzeug andere Verfahren verwendet werden, wie etwa Laserschneiden,
Ultraschallbearbeitung oder Schneiden mit einem Wasserstrahl. Die
Gestalt des erhaltenen optischen Rohlings ist nicht auf 12A beschränkt, sondern es kann sich bei
ihr um die in den 12B oder 12C gezeigten Formen handeln. Die in 12B gezeigte Gestalt wies dadurch einen
Vorteil auf, daß die
Positionierungsgenauigkeit für
das Schneiden gering sein kann, da sich das Gewicht eines geschnittenen
optischen Rohlings selbst dann nicht ändert, wenn die Positionierungsgenauigkeit
nicht gut genug ist.
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13 veranschaulicht
einen Querschnitt durch eine Preßform und ein optisches Material,
der eine Ausführungsform
zeigt, die die vorliegende Erfindung identifiziert. Ein Zustand,
bevor die Gestalt des optischen Materials geändert wird, ist in (a) gezeigt,
und ein Zustand, nachdem die Gestalt des optischen Materials zu
einem Satz optischer Rohlinge geändert
wurde, ist in (b) gezeigt. Diese Preßform umfaßt eine obere Preßform 38 und
eine untere Preßform 39.
Die Zahl 40 ist ein Preßkopf mit einem Erwärm- und
Preßmechanismus
sowie einem Abwärtsbewegungssteuermechanismus,
und Zahl 41 ist eine Preßstufe mit einem Erwärmmechanismus. Die
obere und die untere Preßform 38, 39 wurden
so am Preßkopf 40 und
an der Preßstufe 41 befestigt, daß zwischen
den beiden Preßformen
keine Fehlregistrierung vorlag. Durch den mittleren Teil des Preßkopfs 40 und
der oberen Preßform 38 verläuft ein
Kanal 42 zum Zuleiten des geschmolzenen optischen Materials 43.
Die Zahl 44 ist ein optisches Material nach dem Preßformen
zu einem Satz optischer Rohlinge.
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Bei einem Beispiel weist der zu erhaltende optische
Rohling das in 16 gezeigte
Profil auf. Seine Krümmungsradien
R1 und R2 betragen 2,0 mm, sein Außendurchmesser beträgt 3,8 mm,
und seine Dicke in der Mitte beträgt 4,49 mm. Die obere und die
untere Preßform 38, 39 wurden
aus dem gleichen porösen
Metall wie bei der ersten Ausführungsform
hergestellt. Der im Preßkopf 40 und
in der oberen Preßform 38 vorgesehene
Kanal 42 weist einen Innendurchmesser von 4,5 mm auf. Als
das durch den Kanal 42 zugeleitete optische Material 43 wurde ein
Polyolefinharz verwendet.
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Die obere Preßform 38 und die untere
Preßform 39 weisen
an jeder Oberfläche
Ausnehmungen auf, wobei alle Ausnehmungen eine kugelförmige innere
Oberfläche
von R1 = R2 = 2,0 mm aufweisen und mit einem Raster von 6 mm in
einer 5 × 5-Matrix angeordnet
sind. Die mittleren Teile der oberen und unteren Preßform 38, 39 weisen
jedoch keine Ausnehmung auf, da sich im mittleren Teil der oberen Preßform 38 der
Kanal 42 zum Zuleiten des optischen Materials befindet.
Deshalb liegen vierundzwanzig Ausnehmungen in der oberen beziehungsweise
unteren Preßform 38, 39 vor.
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Bei dieser Ausführungsform wird durch den Kanal 42 zwischen
der oberen und der unteren Preßform 38, 39 eine
vorbestimmte Menge geschmolzenen optischen Materials 43 zugeleitet,
wie in (a) von 13 gezeigt.
Die obere und die untere Preßform 38, 39 werden
durch den Preßkopf 40 und
die Preßstufe 41 mit
Erwärmmechanismen
auf die Temperatur von 150 Grad Celsius gesteuert.
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Wenn die vorbestimmte Menge geschmolzenen
optischen Materials zugeleitet worden ist, bewegt sich der Preßkopf nach
unten, um das optische Material zu pressen. Es existiert ein Mechanismus, der
verhindert, daß das
optische Material zwischen der oberen und der unteren Preßform 38, 39 durch den
Kanal 42 zurückfließt. Die
Abwärtsbewegungsentfernung
des Preßkopfes 40 wird
durch den Abwärtsbewegungssteuermechanismus
gesteuert.
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Nachdem der vorbestimmte Umfang des Pressens
beendet ist, werden die obere und die untere Preßform 38, 39 durch
den Preßkopf 40 und
die Preßstufe 41 abgekühlt, und
das optische Material wird auf die Temperatur von 90 Grad Celsius
abgekühlt,
d. h. unter die Erweichungstemperatur. Dann wird das gepreßte optische
Material, das heißt
ein Satz optischer Rohlinge 44, herausgenommen. Eine Draufsicht
und ein Querschnitt des zu erhaltenen Satzes optischer Rohlinge 44 sind
in 14A und 14B gezeigt.
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Dann wird der Satz optischer Rohlinge 44 bearbeitet,
um jeden Rohling durch Stanzen von dem Satz optischer Rohlinge abzutrennen,
wie in 15 gezeigt. Ein
Zustand vor dem Stanzen ist in (a) gezeigt, und ein Zustand nach
dem Stanzen ist in (b) gezeigt. Die Zahl 45 ist ein Oberstempel,
die Zahl 46 ist ein Prägestempel,
Zahl 47 ist ein Satz optischer Rohlinge, und Zahl 49 ist
ein getrennter Rohling. Der Oberstempel 45 weist in dieser
Ausführungsform
einen Erwärmmechanismus
auf. Profile und Größen des
Oberstempels und des Prägestempels 45, 46 werden
entsprechend der äußeren Gestalt
des zu stanzenden Rohlings gewählt.
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Bei einem Beispiel war die Spitze
des Oberstempels von ringförmiger
Gestalt mit einem Innendurchmesser von 3,83 mm, und der Spitzenwinkel betrug
10 Grad, so daß der
Außendurchmesser
des gestanzten Rohlings 3,8 mm betrug. Der Spielraum zwischen
dem Außendurchmesser
des Prägestempels
und dem Innendurchmesser des Oberstempels betrug 30 Mikrometer.
Der Oberstempel 45 und der Prägestempel 46 waren
aus einer gesinterten Hartlegierung hergestellt.
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Der Satz optischer Rohlinge wird
mit Registrierung auf den Prägestempel 46 gelegt,
wie in (a) von 15 gezeigt.
Dann wird der Oberstempel 45, der durch den Erwärmmechanismus
auf die Temperatur von 140 Grad erwärmt wird, nach unten gedrückt, um
den optischen Rohling 49 zu stanzen, wie in (b) von 15 gezeigt. Der Vorzug des
Stanzens mit dem erwärmten
Oberstempel 45 besteht darin, daß es selbst bei großer Dicke 48 des
geschnittenen Teils zu keiner Verschlechterung der geschnittenen Oberfläche kommt,
während
es im Fall des Einsatzes eines Oberstempels von normaler Temperatur
zur Rissen kommen kann. Somit liegt in dem aus dem optischen Rohling
dieser Ausführungsform
hergestellten optischen Element kein Defekt vor.
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Zudem weist der durch diese Ausführungsform
erhaltene optische Rohling keine Restspannungen oder Verzerrungen
wie beim Anschnitteil des spritzgegossenen Rohlings im Stand der
Technik auf. Deshalb weist das durch Pressen dieses optischen Rohlings
erhaltene optische Element gute optische Eigenschaften ohne Restspannungen
auf.
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Der Kanal zum Zuleiten des optischen
Materials kann im mittleren Teil der unteren Preßform anstelle der oberen Preßformen
vorgesehen sein.
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Bei dem Stanzschritt kann anstelle
des Oberstempels der Prägestempel
erwärmt
werden, um die Verschlechterung der geschnittenen Oberfläche zu unterdrücken. Der
Abstand zwischen dem Oberstempel und dem Prägestempel, der Innendurchmesser des
Prägestempels
und die Temperatur des Oberstempels (oder des Prägestempels) können entsprechend
der Dicke des geschnittenen Teils oder des Außendurchmessers des geschnittenen
optischen Rohlings geändert
werden. Um den optischen Rohling von dem Satz optischer Rohlinge
abzutrennen, kann anstelle des Stanzens ein Schneiden mit Erwärmung durch
Ultraschallschwingungen verwendet werden.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
kann mindestens die obere oder die untere Preßform innere Preßformen
umfassen, wie in den 8 und 9B der zweiten erläuternden Anordnung gezeigt.
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Dritte erläuternde
Anordnung
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Ein Querschnitt durch eine Preßform und
ein optisches Material in der dritten erläuternden Anordnung gleicht
der in 8 gezeigten zweiten
Ausführungsform.
Die obere und die untere Preßform 25, 26 dieser
Anordnung umfassen außerdem
mehrere innere Preßformen 31 und
eine Hauptpreßform 32,
wie in 9 gezeigt.
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Die inneren Preßformen 31 dieser
Anordnung sind aus einem Flintglas (SF8) hergestellt. Bei einem
Beispiel weist jede innere Preßform
eine Abmessung von 7 mm × 7
mm × 10
mm auf. Die Hauptpreßform
besteht aus einem rostfreien Stahl und weist eine Abmessung von
50 mm × 50
mm × 15
mm auf. Die Hauptpreßform
weist eine Ausnehmung auf, die fünfundzwanzig
in einer 5 × 5-Matrix
angeordnete innere Preßformen
aufnimmt. Der Boden der Ausnehmung weist fünfundzwanzig Durchgangslöcher 33 auf.
Jedes Durchgangsloch 33 weist einen Durchmesser von 3 mm
auf und ist entsprechend dem Boden einer der inneren Preßformen
angeordnet.
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Der Grund, weshalb die inneren Preßformen bei
dieser Anordnung aus Glas hergestellt werden, besteht darin, daß es leicht
ist, unter Verwendung einer Mutterpreßform viele innere Preßformen
zu erzeugen. Das Profil der Mutterpreßform kann durch Erwärmen und
Pressen eines Glasklumpens zwischen der oberen und der unteren Preßform leicht kopiert
werden. Das Flintglas eignet sich als Material einer Preßform, da
es gute Eigenschaften aufweist, einschließlich Wasserbeständigkeit
und Säurebeständigkeit.
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Der Preßkopf 27 und die Preßstufe 28 in 8 wurden auf die vorbestimmte
Temperatur gesteuert, um das zwischen der oberen Preßform 25 und
der unteren Preßform 26 zugeleitete
optische Material 29 in etwa drei Minuten auf die Temperatur von
180 Grad Celsius zu erwärmen.
Nachdem das optische Material die Temperatur von 180 Grad Celsius
erreicht hatte, wurden der Preßkopf 27 und
die obere Preßform 25 nach
unten gedrückt,
um das optische Material 29 zu pressen und seine Gestalt
zu ändern.
Das Ausmaß der Änderung
der Gestalt wurde durch Steuern der Abwärtsbewegung des Preßkopfs eingestellt.
Nachdem das vorbestimmte Ausmaß der Änderung
der Gestalt erreicht worden war, wurde das preßgeformte optische Material 30 auf
die Temperatur von 130 Grad Celsius abgekühlt, d. h. unter die Erweichungstemperatur.
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Dann wurde der Preßkopf 27 zur
Freigabe der oberen Preßform 25 angehoben,
um das preßgeformte
optische Material herauszunehmen, d. h. einen Satz optischer Rohlinge 30.
Der optische Rohling wurde mit einem sich drehenden Werkzeug von
dem Satz optischer Rohlinge abgetrennt, wie in 11 der zweiten erläuternden Anordnung gezeigt
ist. Der erhaltene optische Rohling wies keine Restspannung oder
Verzerrungen auf, so daß ein
aus diesem Rohling hergestelltes optisches Element gute optische Eigenschaften
zeigte.
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Diese Anordnung weist den gleichen
Vorzug wie die zweite erläuternde
Anordnung auf, das heißt Leichtigkeit
der Wartung der Preßform,
weil sowohl die obere als auch die untere Preßform innere Preßformen
umfaßt,
die in einer Hauptpreßform
aufgenommen werden. Außerdem
sind die Kosten der inneren Preßformen
bei dieser Anordnung reduziert, da sie aus Glas hergestellt sind.
Diese Anordnung weist den weiteren Vorteil auf, daß optische
Elemente, d.h. Endprodukte, mit guten stabilen Eigenschaften in
Massenproduktion hergestellt werden können, da die vielen identischen
inneren Preßformen
unter Verwendung einer Mutterpreßform hergestellt werden können.