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Es ist erwünscht, Reibungsverluste an der Grenzfläche zwischen dem
Kipphebel und dem Schaftende eines zugehörigen Tellerventilelementes zu
verringern, während ein Spiel zwischen derartigen Ventilkomponenten
während des Betriebs eines Verbrennungsmotors minimiert werden soll.
Eine vorgeschlagene Lösung für dieses Problem, wie beispielsweise in dem
U.S. Patent Nr. 4,708,103 offenbart ist, das am 24. November 1987 auf
Walter Speil veröffentlicht wurde, ist der Gebrauch einer hydraulischen
Spieleinstelleinrichtung, die wirksam in denn Ventilaktuatorarmabschnitt
eines Kipphebels positioniert ist. Der Stößelkörper der
Spieleinstelleinrichtung weist ein halbkugelförmiges, geschlossenes Ende auf, das wirksam
mit einem separaten halbkugelförmigen Sockel in Verbindung steht, der in
einer Seite eines scheibenförmigen Fußelementes vorgesehen ist. Die
gegenüberliegende Fläche des Fußelementes ist mit einer flachen
Oberfläche ausgebildet, um so mit dem oberen flachen freien Schaftende eines
Motorventils in Eingriff zu treten. Ein Korbelement steht mit dem Äußeren
des Stößelkörpers der Spieleinstelleinrichtung in Eingriff und erstreckt
sich von diesem abwärts, um die Außenfläche des Fußelementes mit
einem radial einwärts gerichteten Flansch in Eingriff zu bringen, der dazu
dient, das Fußelement in Verbindung mit dem halbkugelförmigen Ende
des Stößelkörpers zu halten. Bei einer derartigen Ventiltriebanordnung ist
das Korbelement, das außerhalb des Stößelkörpers angeordnet ist,
äußeren Einflüssen ausgesetzt, die einen Schaden zur Folge haben können.
Ein derartiger äußerer Einfluss kann einen Kontakt zwischen dem
Fußelement und dem Korb umfassen, wenn sich die Komponenten bei
maximalen relativen Winkeln befinden. Bei einem derartigen Kontakt kann das
Korbelement die definierende Komponente für den maximalen
Schwingwinkel darstellen, was in der Gefahr einer beschleunigten Abnutzung oder
Komponentenermüdung resultiert.
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Zusätzlich kann sich die externe Befestigung des Korbelements an dem
Stößelkörper mit der Strömung an Schmieröl entlang der äußeren
Stößelkörperoberfläche und zu der Grenzfläche des kugelförmigen Vorsprunges
und des Fußelementes überlagern.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine hydraulische
Spieleinstelleinrichtung des Typs, der in einem Kipphebel befestigt sein kann, und umfasst
eine Kugel- und Sockelanordnung, die zwischen dem Stößelkörper und
dem Ventilschaft angeordnet ist. Eine Hauptaufgabe der Erfindung ist es,
eine verbesserte hydraulische Spieleinstelleinrichtung vorzusehen, wobei
der Körper der Spieleinstelleinrichtung ein halbkugelförmiges oder
halbkugeliges (halbspheroidisches) Aktuatorende aufweist, das in einem
Sockel, der in einem Fußelement vorgesehen ist, im wesentlichen in
Roll-/Wälzkontakt steht. Das Fußelement umfasst eine Halterungsanordnung
als einen Abschnitt des Sockels, die dazu dient, das Fußelement in
Eingriff mit dem Aktuatorende des Körpers zu halten.
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Eine Anordnung der Halterungsanordnung in dem Sockelabschnitt des
Fußes dient dazu, die Halterung während des Zusammenbaus und
Betriebs des Motors zu schützen als auch eine Unteranordnung zu
definieren, die vor einem endgültigen Zusammenbau eine funktionale
Überprüfung zulässt.
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Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine hydraulische
Spieleinstelleinrichtung mit verbesserter Schmierung an der Grenzfläche
des Körpers der Spieleinstelleinrichtung mit dem Sockel des Fußelementes
vorzusehen. Externe Körbe des oben beschriebenen Typs sind so
ausgebildet, um sich mit der Strömung an Schmieröl entlang der Außenfläche
des Körpers und nachfolgend zu dem halbkugelförmigen Aktuator zu
überlagern. Durch Anordnen der Halterungsanordnung in dem
Sockelabschnitt des Fußelementes wird ein Schmierströmungsweg definiert.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
verwendet die Halterungsanordnung des Fußelementes eine
Überlagerungspassung/Übermaßpassung entlang eines Abschnittes der
Innendurchmesserwand des Fußsockels. Ein derartiges Zusammenbauverfahren
ermöglicht, dass die Halterungs- und die Fußgeometrien in einem
vorgefertigten Zustand ohne oder mit nur minimalen weiteren
Bearbeitungsschritten hergestellt werden können, die dazu erforderlich sind, um die
Halterungsfunktion auszuführen.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die
Halterungsanordnung so ausgebildet und an dem Fußelement angeordnet, um eine
gewünschte Winkeldrehung oder einen gewünschten Schwingwinkel des
Fußes relativ zu dem Stößelkörper vorzusehen, während ein Kontakt mit
dem Körper vermieden wird. Da kein Kontakt zwischen der
Halterungsanordnung und dem Körper auftritt, begrenzt dies Abnutzungs- und
Ermüdungserscheinungen der Halterung.
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Die Einzelheiten wie auch andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung sind in der folgenden detaillierten. Beschreibung unter
Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben.
ZEICHNUNGSKURZBESCHREIBUNG
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Fig. 1 ist eine Ansicht teilweise im Schnitt eines
Verbrennungsmotors, der Merkmale der vorliegenden Erfindung umfasst;
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Fig. 2 ist eine Schnittansicht der hydraulischen
Spieleinstelleinrichtung, die in dem Motor von Fig. 1 gezeigt ist, entlang
Linie 2-2;
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Fig. 3 ist eine vergrößerte Ansicht eines Abschnittes der
hydraulischen Spieleinstelleinrichtung, die in Fig. 2 gezeigt ist; und
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Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht eines Halterungsringes, der
in der hydraulischen Spieleinstelleinrichtung von Fig. 2
verwendet wird.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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In Fig. 1 ist ein Abschnitt eines Verbrennungsmotors, der allgemein mit
10 bezeichnet ist, gezeigt, der ein Tellerventil 12 mit einem Schaft 14
umfasst, der in einer Führungsbohrung 16 in einem Zylinderkopf 18
gelagert ist. Das Ventil 12 bewegt sich hin und her, um einen Kanal, nicht
gezeigt, zu öffnen oder zu schließen, der entweder ein Einlass- oder ein
Auslasskanal sein kann. Der Schaft 14 des Tellerventils 12 ist normalerWeise
durch eine Ventilrückstellfeder 20, die koaxial um den Schaft 14
angeordnet ist, in eine geschlossene Ventilstellung vorgespannt. Ein Ende
der Rückstellfeder 20 ist durch eine obere Fläche des Zylinderskopfes 18
gestützt, während das entgegengesetzte Ende der Feder 20 mit einer
geeigneten Halterung 22 in Eingriff steht, die auf eine herkömmliche Art
und Weise an dem Schaft befestigt ist.
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Der Schaft 14 des Tellerventils 12 wird durch eine Nocke 24 an einer
Nockenwelle 26 über eine Kipphebelanordnung 28 betätigt. Der Kipphebel
30 einer Kipphebelanordnung 28 ist drehbar über dem Zylinderkopf 18 an
einer Kipphebelwelle 36 gelagert und umfasst einen Ventilaktuatorarm 34,
der über dem Schaft 14 des Tellerventils 12 liegt. Eine hydraulische
Spieleinstelleinrichtung 32, Fig. 2, ist in einer gestuften Bohrung 54 in dem
Ventilaktuatorarm 34 aufgenommen und dient als eine Schnittstelle
zwischen dem Ventilschaftende 80 und der Kipphebelanordnung 28, um ein
Spiel dazwischen aufzunehmen.
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Die Kipphebelwelle 36 ist über dem Zylinderkopf gelagert und umfasst
eine sich axial erstreckende Bohrung 38, die in kontinuierlicher
Verbindung mit unter Druck stehendem Schmiermittel steht, das durch den
Motor 10 geliefert wird. Die Kipphebelwelle 36 ist mit zumindest einem
Steigkanal 40 für jeden Kipphebel 30 versehen, der mit einer ringförmigen
Nut 42 in Verbindung steht, die entweder in der äußeren Umfangsfläche
der Kipphebelwelle 36, oder wie gezeigt, in der inneren Umfangsfläche der
Bohrung 44 des Kipphebels 30 vorgesehen ist.
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Bei der gezeigten Anordnung ist der nockenbetätigte Kipphebel 30
zwischen seinen Enden gegabelt, um voneinander beabstandete Rollenlager
46 zu definieren und so lose eine Nockenstößelrolle 48 aufzunehmen, die
drehbar auf einer Welle 50 gelagert ist, die in geeigneten Öffnungen
befestigt ist und sich durch diese erstreckt, die für diesen Zweck in den
Rollenlagern 46 vorgesehen sind.
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Der Kipphebel 30 ist mit einer gestuften Bohrung 54 versehen, um so in
Folge beginnend von dem unteren Ende, wie in Fig. 1 gezeigt ist, eine
zylindrische Führungswand 56 für den Stößelkörper und eine obere Wand
58 zu definieren. Die Führungswand 56 für den Stößelkörper besitzt einen
Durchmesser, der kleiner als der der oberen Wand 58 ist, und ist mit der
oberen Wand durch eine Schulter 60 verbunden.
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Das obere Ende 62 der gestuften Bohrung 54 ist mittels einer Scheibe 64
im Wesentlichen geschlossen, die in dem oberen Wandabschnitt 58
angrenzend an das obere Ende 62 positioniert ist. Die untere Fläche der
Scheibe 64 bildet mit der oberen Wand 58 ein Fluidreservoir 66, das über
einen Durchgang 68 in Fluidverbindung steht, der sich von der oberen
Wand 58 durch den Kipphebel 30 erstreckt, um sich mit der Nut 42 zu
schneiden, und stellt eine Fluidverbindung mit der
Motorschmiermittelversorgung in der Kipphebelwelle 36 her.
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Die hydraulische Spieleinstelleinrichtung 32, die in den Fig. 2, 3 und 4
detailliert gezeigt ist, besitzt außer der spezifischen Konstruktion des
geschlossenen Endes des Stößelkörpers 70 eine im wesentlichen
herkömmliche Konstruktion und umfasst einen tassenförmigen zylindrischen
Stößelkörper 70 mit einem geschlossenen Ende 72, der verschiebbar in
der Stößelführungswand 56 der gestuften Bohrung 54 aufgenommen ist.
Ein Plunger oder Kolben 74 ist in dem zylindrischen Stößelkörper 70
angeordnet, um sich darin hin- und herbewegen zu können, und ist
normalerweise durch eine Plungerfeder 76 aufwärts vorgespannt, so dass sein
oberes Ende 78 an der unteren Fläche der Scheibe 64 angrenzt. Die
Plungerfeder 76 wirkt auch gegen das geschlossene Ende 72 des Stößelkörpers
70, um so das geschlossene Ende der hydraulischen
Spieleinstelleinrichtung 32 in wirksamem Eingriff mit dem Anschlussende 80 des
Tellerventilschaftes 14 beizubehalten.
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Das untere Ende des Plungers 74 bildet mit dem geschlossenen Ende 72
des Stößelkörpers 70 eine Druckkammer 82, während das obere offene
Ende des Plungers 74 eine Versorgungskammer 84 definiert, die in
kontinuierlicher Strömungsverbindung mit dem Fluidreservoir 66 steht. Die
Versorgungskammer 84 steht in Strömungsverbindung mit der
Druckkammer 82 über einen Durchlass 86, wobei eine Strömung durch diesen
durch ein Rückschlagventil in der Form einer Kugel 88 gesteuert wird, die
gegen einen Sitz 90 schließt, der um den Durchlass 86 angeordnet ist.
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Ein geeigneter Ventilkorb 92 und eine Ventilrückstellfeder 94 begrenzt den
Öffnungsverlauf der Ventilkugel 88 auf den, der erforderlich ist, um ein
Wiederauffüllen der Druckkammer 82 mit Öl zu erreichen, das
normalerweise davon zwischen den Gleitflächen des Plungers 74 und den
Stößelkörper 70 als "Leckage" während über Nocken bewirkter
Öffnungsbewegungen des Schaftes 14 des Tellerventils 12 entweicht. Der Ventilkorb 92
wird gegen den Plunger 74 durch die Plungerfeder 76 in Position gehalten,
oder alternativ dazu kann der Ventilkorb 92 durch eine
Überlagerungspassung an dem Plunger 74 gehalten werden.
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Die hydraulische Spieleinstelleinrichtung 32 wird für eine begrenzte
Bewegung innerhalb der gestuften Bohrung 54 mittels eines
Halterungsringes 96 axial gehalten, der in einer zu diesem Zweck vorgesehenen
ringförmigen Nut 98 in der äußeren Umfangsfläche 100 des Stößelkörpers 70
angeordnet ist, wodurch der Halterungsring 96 mit der Schulter 60 in
Ausrichtung ist, um dadurch den Abwärtsverlauf des Stößelkörpers 70 zu
begrenzen, wie in Fig. 1 gezeigt ist.
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Bei der in den Fig. 2-4 gezeigten Ausführungsform ist das geschlossene
Ende des Stößelkörpers 70 der hydraulischen Spieleinstelleinrichtung 32
mit einem abhängigen Aktuator 102 versehen, der einen sich axial
erstreckenden Halsabschnitt 104 umfasst, der an seinem unteren Ende mit
einem Betätigungskopf 106 mit vergrößertem Durchmesser endet, der eine
halbkugelförmige oder halbkugelige Betätigungsfläche 108 umfasst.
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Die Fußanordnung 112 liegt in der Form einer kreisförmigen Scheibe 114
vor, die an einer ihrer Seiten einen Sockel 116 aufweist, der durch eine
halbkugelförmige untere Fläche 118 mit einem Radius definiert ist, der
komplementär zu dem Radius der Betätigungsfläche 108 des
Betätigungskopfes 106 des Stößelkörpers 70 ist. Die halbkugelförmige untere Fläche
des Sockels 116 umgebend ist eine sich axial erstreckende, gestufte,
zylindrische Wand 120 vorgesehen, die in einem ringförmigen Steg 122
endet, der die obere Fläche der Scheibe 114 definiert. Die gestufte
zylindrische Wand 120 definiert in Folge beginnend von dem unteren Ende, wie
in Fig. 2 gezeigt ist, eine unterschnittene Wand 121 und eine
Halterungsführungswand 123. Die unterschnittene Wand 121 besitzt einen
Durchmesser, der größer als derjenige der Halterungsführungswand 123 ist,
und ist mit der Halterungsführungswand 123 durch eine Schulter 125
verbunden. Eine flache Oberfläche umfasst die zweite untere Fläche 124
der kreisförmigen Scheibe 114 und ist für einen Kontakt mit dem
Anschlussende 80 des Ventilschaftes 14 des Tellerventils 12 ausgebildet.
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Die Fußanordnung 112 umfasst auch einen Halterungsring 126, der in
dem Sockel 116 angeordnet ist, der in der Scheibe 114 ausgebildet ist. Der
Halterungsring 126, Fig. 4, ist als ein im wesentlichen ringförmiger Ring
ausgebildet, der eine zylindrische Wand 128 aufweist, die sich aufwärts
erstreckt, um in einem radial sich einwärts erstreckenden Flansch 130 zu
enden, der eine Öffnung 132 darin definiert. Die zylindrische Wand 128
besitzt eine axiale Länge, die ermöglicht, dass der Halterungsring in den
Sockel 116 der Scheibe 114 so eingesetzt werden kann, dass die obere
Fläche des radialen Flansches 130 an oder unterhalb der Fläche des
Steges 122 angeordnet ist. Zwischen dem Halterungsring 126 und der
gestuften zylindrischen Wand 120 des Sockels 116 ist eine
Überlagerungspassung hergestellt, um eine Fußhalterungsanordnung zu
definieren, die nachfolgend über den Betätigungskopf 106 mit vergrößertem
Durchmesser derart geschnappt werden kann, dass die Öffnung 132 in
dem Halterungsring 126, die durch den sich radial einwärts erstreckenden
Flansch 130 definiert ist, lose den Halsabschnitt 104 des Aktuators 102
umgibt. Eine Bewegung der Fußanordnung 112 von dem Aktuator 102
weg wird durch Kontakt zwischen dem sich radial einwärts erstreckenden
Flansch 130 und dem Rücken 134 des Betätigungskopfes 106 mit
vergrößertem Durchmesser verhindert, da die Öffnung 132, die durch den
Flansch 130 definiert ist, einen Durchmesser aufweist, der kleiner als
derjenige des Kopfes 106 ist.
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Bei der Ausführungsform des Halterungsringes 126, der in Fig. 4
detailliert gezeigt ist, umfasst die zylindrische Wand 128 einen aufwärts
gebogenen Kreisring 127, der sich um ihr unteres axiales Ende
gegenüberliegend dem sich radial einwärts erstreckenden Flansch 130 erstreckt.
Zusätzlich ist ein Schlitz 136 in dem Ring vorgesehen, der eine radiale
Kompression während einer Anbringung des Ringes in dem Sockel 116
ermöglicht. Nach Anbringung in dem Sockel 116 ist der Ring 126, der
vorzugsweise aus einem Material mit einem hohen Elastizitätsmodul ausgebildet
ist, wie beispielsweise Federstahl, in Richtung seiner ursprünglichen
Gestaltung vorgespannt, um den aufwärts gebogenen Kreisring 127 in den
unterschnittenen Wandabschnitt 121 der zylindrischen Wand 120 zu
drücken, wodurch eine Überlagerungspassung mit der zylindrischen
Wand 120 des Sockels 116 hergestellt wird. Der Kreisring 127 verhindert
durch Eingriff mit der Schulter 125 zwischen der unterschnittenen Wand
125 und der Halterungsführungswand, dass sich der Halterungsring 126
axial aus dem Fußsockel 116 bewegen kann.
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Wenn die Fußanordnung 112 auf den Aktuator 102 gedrückt wird, erlaubt
der Schlitz 136, dass der sich radial einwärts erstreckende Flansch 130
des Halterungsringes 126 abgelenkt werden kann, wodurch ermöglicht
wird, dass der Betätigungskopf 106 mit vergrößertem Durchmesser die
Öffnung 132 freigibt, wobei darauffolgend der Flansch in seinen Zustand
vor der Ablenkung zurückkehrt und der Kopf 106 in dem Sockel 116 der
Fußanordnung 112 gefangen wird.
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Die Halterung 126 kann auch eine oder mehrere geschlitzte Öffnungen
138 bei beabstandeten Intervallen um deren Umfang umfassen. Die
geschlitzten Öffnungen 138 erleichtern eine Einwärtsbiegung der zylindrischen
Wand 128 während der Anbringung der Halterung 126 in dem Fuß
126, wodurch die Kraft minimiert wird, die erforderlich ist, um den
aufwärts gebogenen Kreisring 127 an der Halterungsführungswand 123
vorbei und in Eingriff mit der unterschnittenen Wand 121 zu drücken.
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Die oben offenbarten Ausführungsformen der Anordnungen aus Halterung
und Fuß erlauben, dass die Scheibe 114 unter Verwendung von Verfahren
hergestellt werden kann, wie beispielsweise Kaltformen mit der
zylindrischen Wand 120 als einem vorgeformten Merkmal, was keine sekundären
Betriebsabläufe vor einem Einsetzen des Halterungsringes 126 in den
Fußsockel 116 erfordert. Der Gebrauch einer derartigen
Überlagerungspassung oder mechanischen Verriegelungspassung zwischen dem
Halterungsring 126 und den Sockel 116 beseitigt sekundäre Vorgänge vom
Steck- oder Walz-/Roll-Typ, um den Halterungsring an dem Fuß zu
befestigen.
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Eine Schmierung der Oberfläche 118, die den Sockel 116 definiert, und
der entsprechenden Fläche 108 des vergrößerten Aktuatorkopfes 106
erfolgt durch Ölleckage hauptsächlich von einem Bereich zwischen der
Führungswand 56 und der äußeren Umfangsfläche 100 des Stößelkörpers
70 oder durch Tauchschmierung auf eine in der Technik gut bekannte Art
und Weise. Die Anordnung des Halterungsringes 126 in dem Sockel 116
der Scheibe 114 sieht einen erheblichen Vorteil bei der Schmierung dieser
Grenzfläche dar, da sie einen unbehinderten Strömungsweg für Schmieröl
vorsieht, das entlang der Außenfläche des Stößelkörpers 70, der den Hals
104 umfasst, und in den Sockel 116 strömen kann.
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Ein Betrieb des Verbrennungsmotors 10 bewirkt eine Schwenkbewegung
des Kipphebels 30 von einer geschlossenen Ventilstellung in eine offene
Ventilstellung. Der wirksame Betriebskontaktpunkt zwischen einem
zugehörigen Element des Ventilaktuatorarmes und dem Anschlussende 80 des
Ventilschaftes 14 bewegt sich quer über die Schaftanschlussfläche 15. Die
Fußanordnung 112, die um den Hals 104 des Betätigungskopfes 106 des
Stößelkörpers 70 lose angeordnet ist, ermöglicht eine Schwenkbewegung
zwischen den komplementären halbkugeligen Oberflächen des Fußsockels
116 und des Aktuators 106, was eine relative Winkelbewegung zwischen
dem Körper 70 der Spieleinstelleinrichtung und der Fußanordnung 112
zulässt, wodurch ein reibender Eingriff zwischen der
Spieleinstelleinrichtung 32 und dem Ventilschaft 14 verringert wird. Wenn der
Halterungsring 126 in dem Sockel 116 der Scheibe 114 angeordnet ist, wird ein
richtiger Grad eines relativen Schwingwinkels θ zwischen dem Fuß 112
und dem Körper 70 ohne Kontakt zwischen dem Halterungsring 126 und
dem Körper 70 vorgesehen, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Wie aus der
Darstellung von Fig. 3 zu sehen ist, ermöglicht die "verschachtelte" Anordnung
des Halterungsringes 126 in dem Sockel 116, dass die untere Fläche des
Körpers 70 mit dem ringförmigen Steg 122 der Scheibe 114, Ort "A" in
Kontakt treten kann, anstatt mit der Halterung in Kontakt zu treten,
wodurch die Lebensdauer des Halterungsringes 126 erhöht wird.
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Ähnlicherweise kann der Hals 104 des Stößelkörpers 70 eine radial
einwärts gerichtete Verjüngung oder eine Rückwärtsverjüngung in der
aufwärtigen Richtung umfassen, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Die
Rückwärtsverjüngung ermöglicht, dass die Fußanordnung durch ihre maximale
Sollwinkelverstellung relativ zu dem Stößelkörper 70 ohne Kontakt zwischen
dem radialen inneren Ende des Flansches 130, der die Öffnung 132 definiert,
und dem Hals 104, Ort "B" schwingen kann. Das Ergebnis der
verschachtelten Konfiguration des Halterungsringes 126 in dem Fußsockel
116 in Verbindung mit dem verjüngten Hals 104 des Körpers 70 sieht eine
Halterungskonfiguration vor, die während des Betriebs relativ zu dem
Körper 70 der Spieleinstelleinrichtung im wesentlichen kontaktfrei ist.
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Eine Verjüngung des Aktuatorhalses 104 weist den Vorteil auf, dass zu
einem minimierten Kontakt zwischen dem Halterungsring 126 und dem
Körper 70 der Spieleinstelleinrichtung beigetragen wird, während sie auch
dazu dient, die Fußanordnung 112 während des Transportes des Teiles an
der Stelle zu halten, wenn die unbelastete Fußanordnung 112 von dem
vergrößerten Aktuatorkopf 106 hängt. In einem derartigen Fall arbeitet der
größere Halsdurchmesser benachbart des vergrößerten Kopfabschnittes
106 mit der Öffnung 132 des Halterungsringes 126 zusammen, um zu
verhindern, dass die Fußanordnung 112 eine ausreichende seitliche
Bewegung erzielt, um verstellt werden zu können.
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Die vorhergehende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der
Erfindung ist zum Zwecke der Darstellung und Beschreibung vorgesehen
worden. Sie ist weder dazu bestimmt, das Thema erschöpfend zu
behandeln, noch ist sie dazu bestimmt, die Erfindung auf die genaue offenbarte
Form zu beschränken. Für Fachleute ist es offensichtlich, dass die
offenbarten Ausführungsformen angesichts der obigen Lehren modifiziert
werden können. Die beschriebenen Ausführungsformen wurden so
gewählt, um eine Darstellung der Prinzipien der Erfindung und ihrer
praktischen Anwendung vorzusehen und dadurch einen Fachmann zu
befähigen, die Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen und mit
verschiedenen Modifikationen zu verwenden, wie es für die beabsichtigte
bestimmte Verwendung geeignet ist. Daher ist die vorhergehende
Beschreibung lediglich beispielhaft anstatt beschränkend, und der wirkliche
Schutzumfang der Erfindung ist in den folgenden Ansprüchen
beschrieben.