-
Für Kolbenstangen und Wellen bestimmter hitzebeständiger Metalldichtungsring
Das Patent 549'572 hat einen für Kolbenstangen und Wellen bestimmten.hitzebeständi-.
gen Metalldichtungsring aus hartem Metall miteiner ganz -oder teilweise :aus weicherem
Metall beistehenden Lauffläche zum Gegenstand, und @es kommt darauf an, daß die
Lauffläche ganz oder teilweise. aus Bronze besteht und daß dieser Bronzeteil meinen
,Schalenteil aus härterem Metall, wie.Gußeis,anf Stahl ,o-. dgl., derart eingelagert
und durch Niete ü'. dgl. fest damit verbunden ist; daß die-Ausdehnung des kombinierten
Ringes unter dem Einfluß der Hitze -entsprechend dem Ausdehnungskoeffizienten des
Schalenteils erfolgt. Auf diese Weise konnte eine satte, abdichtende Auflage des
Bronzeteils des Dichtungsringes auf der Kolbenstange oder Welle auch b,ei hohen
Temperaturen trotz des versichiedenartigen Ausdehnungskokeffizienten der Bronze
einerseits und- des Stahls der Kolbenstange andererseits erreicht werden. In dem
Patent 549 572 ist auch. schon angegeben, daß der kombinierte Dichtungsring aus
Teilstücken zu -sam,mengesetzt sein kann und daß man dabei die Teilstücke . des
Bronzebeils in iJberlappung zu denjenigen 'des eisernen Schalenteils anordnen kann.
Das . ist -ohne weiteres ausführbar, wenn die Lauffläche, des Dichtungsrin§es nur
teilweise von dem Bronzeteil gebildet wird, zum Teil aber auch von dem ,eisernen
Schalenteil, der dann also- satt auf der Kolbenstange oder Welle aufliegt, wie dies
in- dem Patent 549 57? vorgesehen ist.
-
Bei; Benutzung dieser Ringe gemäß dem Patent 549 572 m der Praxis,
namentlich auch da., wo eine Abdichtung- gegen H,eiß,dämpf von besonders hoher Temperatur
und hohem Druck erfolgen soll, hat sich aber gezeigt,
daß, wenn
der radiale Steg oder Bodenteil des: eisernen Schalenringes längere Zeit auf der
Kolbenstange o. dgl: schleift; diese dadurch angegriffen wird, insbesondere iyenri
isie aus hochlegiertem Stahl besteht, der sviar leine größere Festigkeit besitzt
als die früher verwendeten urilegierten Stähle, aber nicht ebenso gute Gleiteigenschaften
wie diese. Andererrselts ist jedoch die Verwendung derartiger hochlegierter Stähle
für die Kolbenstangen aus besonderen Gründen, insbesondere bei den Hochdruckheißdampfmaschineri,
vielfach: @erforderlkh.
-
Aus dem angegebenen Grunde hat es sich als nötig erwiesen, dafür Sorge
zu tragen, daß der eiserne Schalenteil des kombinierten Dich tungsringes die Kolbenstange
nicht berührt, daß sein Innendurchmesser also etwas größer gewählt wird als derjenige
des in ihm eingelagerten. Bronzeteils. Dies hat aber zur notwendigen Felge; ,däß
die überlappung der Bronzeteile der Einlage mit den Teilstücken des Schalenteils
an der inneren Peripherie, also gerade da, wo die Abdichtung zu erfolgen hat, nicht
mehr vorhanden ist, :weil ja hier die Teilstücke des Schalenteils gegen. diejenigen
des Bronzeteils zurückstehen. So ist die Gefahr der Bildung von Undichtigkeiten
alt, diesen Stellen gegeben.
-
Durch. die Erfindung wird 'dieser übel-;stand bei den in, Rede stehenden,
aus Teilstücken zusammengesetzten Metalldichtungsringen nach dem Patent
549 572 beseitigt. Zu diesem Zweck verwendet man als Einlage für den kombinierten
Ring nicht; wie in dem genannten. Patent angegeben, einen einzigen in Teüsitü.cl"e
unterteilten Ring aus- Bronze eder ähnlichem Material,: sondern zwei oder mehrere
solche Ringe oder Scheiben, die über-.einander in den SchalenteÄ eingelagert und
darin befesitigt werden: Die Teilstücke dieser Scheiben; die gleich stark loder
auch verschieden stark sein können und gleichen Innendurchmesser besitzen., so,
daß sie satt und abdichtend auf der Kolbenstange öder Welle aufliegen; werden in.
gegeneinander verschob:ener Läge, also unter gegenseitiger überlappeng, in den Bußeisernen
Schalenteil eingesetzt und hier in üblicher Weise; z. B. durch. Vernieten, befestigt.
Da der Innendü.rchmesseT der miteinander: verbundenen einzelnen Bronzescheiben gleich
groß ist, so ist hier die Abdichtung glich an den übexlappungsstellen .eine vollkommene.
-
Eine überlappte Anordnung der Teilstücke deis einen: der Bronzeteitringe
gegenüber denjenigen des ,Bußeisernen Schalenteils ist hier nicht mehr erforderlich,
kann aber natürlich auch vogrgenommen werden: Wesentlich jedoch ist, daß der radiale
Steg oder Bodenteil des Schalenteils .einen so großen Innenlurch'-messer besitzt;
mit seiner Innenfläche also so weit gegenüber den Bronzeteilen zurück-" steht, daß
eine' Berührung jenes radialen ;:,'..Steges mit der Kolbenstange nicht eintritt
#pzw. gierst dann, wenn der Ring vollkommen verschlissen ist und ausgewechselt werden
`@muß. Wie .sich gezeigt hat, hält ein in dieser Weise ausgebildeter kombinierter
Ring auch gegenügbex den höchsten zur Zeit zur Anwendung kommenden Drucken vom ioö
Atm.: und mehr Heißdampf vollkommen dicht, und die Kolbenstange oder Welle wird
zugleich in bester Weisse geschont, da allein. die hochwenige Bronze - oder das
ähnliche Material der Einlageringe; das beste Gleiteigenschaften besitzt, mit, der
Kolbenstange in Berührung kommt.
-
- In: deir Zeichnung ist eine Ausführungsform des Errfnidungsgegenstandes
veranschaulicht, und zwar zeigt Fig: i den kombinierten Metalldichtungsrng von der
Schalenseite her gej iseheny Fig.2 einen Querschnitt durch diesem Ring und Fig.
3 eines der kombinierten Ringteilstücke in: schaubildlicher Ansicht.
-
Der gußeiserne Schalenring i hat im wesentliehen die gleiche Ausbildung,
wie im Patent 549 57:2 angegeben, besitzt also im Querschnitt L-Form. Die Bronzeeinlage
des Ringes wird von: den beiden Scheiben 2 und 3 gebildet, die ebenso. wie der Schalenteil
i aus je drei Teibsgtücken zusammengesetzt isst: Wie aus Fig. 2 ersichtlich, haben.
die beiden Bronzescheib-e:n 2 und 3 untereinander verschiedene Dicke, was aber nicht
unbedingt erforderlich ist. Aus Fig.2 und 3 geht ferner hervor, däß der Innendurchmesser
der Seheiben z. und 3, der für beide gleich ist, kleiner ist als der Innendurchmesser
des Bodenteils des Schalenringes i, so däß letzterer im Verhältnis zur abzudichtenden
Kolbenstange oder Welle gegenerstere zurücksteht.
-
Die Teilstücke der Bronzescheiben 2 und ,3 sind in der aus Fig. 3
ersichtlichen Weise versetzt zueinander in dem Schalenteil i ange-.ördnet, derart,
daß Überlappungen 4, an den Stoßstellen der Teilstücke der Seheiben 2 und 3 ggebildet
werden. Wie aus Fig. 3 auch deutlich erkennbar, wird die vollkommene Abdichtung
gegen die Kolbenstange oder Welle auch an diesen überlappungsstellen der Bronzeteile
2 und 3 nicht unterbrochen, eben weil beide ,gleichen Innendurchmesser besitzen.
-
Wie Bohne weiteres verständlich, kann man i an Stelle von zwei Bronzescheiben
auch deren mehrere in, entsprechender Weise und mit ,entsprechender Überläppung
in :dem Schalenrngl anordnen.
-
Arg Stelle von Bronze kann für die Einla.geringe natürlich auch anderes
Material mit ähnlicher Wirkung verwendet werden.