DE69591C - Stöpsel und Klinken für Vielfachumschalter bei Fernsprechanlagen mit metallischen Stromkreisen - Google Patents
Stöpsel und Klinken für Vielfachumschalter bei Fernsprechanlagen mit metallischen StromkreisenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Stromkreisen.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine eigenartige Einrichtung der Stöpsel und
der Klinkenumschalter für die Vielfachumschalter der Fernsprechnetze mit metallischen
Stromkreisen.
Der Stöpsel ist in Fig. 1 der beiliegenden Zeichnungen in Endansicht dargestellt; Fig. 2
giebt einen Lä'ngenschnitt nach A-B der Fig. 1,
Fig. 3 einen Längenschnitt nach C-D der Fig. i, und Fig. 4 einen Querschnitt nach E-F
der Fig. 2.
Dieser Stöpsel besteht aus zwei Messingoder anderen Metallstücken ab, a1^1, welche
auf einem Theil ihrer Länge in einen Block c d aus dem unter dem Namen »Ivorin« bekannten
isolirenden Stoff eingebettet sind; sie werden in dem Block dadurch sicher festgehalten,
dafs die Masse des letzteren in die Kerben e e1 der Stücke ab, a[ f eingreift.
Aufserhalb des Blockes c d sind die Stücke a b, a1 bJ unbedeckt und von einander durch eine
Ivorinschicht f isolirt, welche in einer in den Stücken α b, a] bl gebildeten Nuth g festgehalten
wird.
In das andere Ende jedes dieser Stücke ist ein Loch h bezw. h1 gebohrt, in welches der
am Leitungsdraht der biegsamen Verbindungsschnur i festgelöthete Metallstift χ eingreift.
Um jede Berührung zwischen den beiden Stiften χ zu verhüten, tritt das Ivorin des Blockes
edm Gestalt einer Scheidewand j zwischen
diese Stifte hindurch.
In die Masse des Blockes c d sind auch zwei Muttern k kl eingebettet. Auf den Block c d
ist eine diesen genau umschliefsende Hülle Im" geschoben, welche an dem Block mittelst'
zweier in die Muttern k k1 eingeschraubter.
Schrauben befestigt wird (Fig. 3). Diese Hülle. endigt bei m in einen durchbohrten Boden, £"
durch dessen Bohrung die biegsame Leitungsschnur i hindurchgeht. Ein kleines, auf die
Schnur i aufgeschobenes und dann flach ge^ drücktes Kupferröhrchen η bildet auf der
Schnur einen Bund, welcher das Heraustreten^ der Schnur aus dem Stöpsel verhütet. ,^
Es sei hier bemerkt, dafs die aus Ivorin bestehenden Theile in einer zweitheiligen Stahlform
gebildet werden, deren Höhlung genau ■ die Formen und Abmessungen der zu erhaltenden
Stücke hat. In diese auf den gewünschten Wärmegrad gebrachte Form bringt man zuerst
die Metallstücke ab, al b1 und die Muttern kk\
welche in dem Ivorin eingebettet bleiben sollen; J^ hierauf füllt man die Hohlräume mit Ivorin '{'Al
aus und unterwirft schliefslich die so vorbereitete Form einem starken Druck. Nach
dem Abkühlen nimmt man den gebildeten Stöpsel aus der Form heraus.
Die biegsame Schnur i enthält zwei Leiter. i>
Jeder dieser Leiter ist von einer Messingdrahtspirale ητ gebildet, welche' an jedem ihrer
Enden auf einen mit Gewinde versehenen Kupferstift x, Fig. 5, aufgeschraubt ist. Diese
Spirale ist dann mit einer Flechte aus unechtem Gold: umhüllt, um den elektrischen
Widerstand der Spirale zu vermindern; über die Goldflechte ist endlich eine seidene oder
baumwollene Flechte 0, Fig. 6, gebracht.
Zum sicheren Zusammenhalten des Stiftes χ und der mit den beiden Flechten umhüllten
Drahtspirale dient eine dünne Kupferhülse c\ Fig. 6, welche einerseits den Bund dl des Stiftes
χ umfafst und andererseits durch zwei eingedrückte Ringnuthen e" e" gegen die Flechten
geprefst ist. Fig. 6 zeigt das eine mit dem Stöpsel zu verbindende Ende der Schnur, das
andere Ende (Fig. 7 und 8) unterscheidet sich von dem ersten nur durch die Gestalt des
Kupferstiftes x1, welche derartig ist, dafs der Stift x1 mittelst einer Druckschraube ρ in einer
Klemme q festgestellt werden kann.
Die so gebildeten biegsamen Leitungsschnüre bieten einen schwachen elektrischen, aber wegen
der doppelten Flechte, welche jeden Leiter umhüllt, und wegen der dritten Flechte, welche
die beiden Leiter einschliefst, einen grofsen mechanischen Widerstand dar.
Die Klinkenumschalter sind in Reihen von zwanzig auf einer Ivorinschiene vereinigt; hier
sind ebenfalls Metallstücke vorhanden, welche in den isolirenden Stoff zur Zeit des Formens
eingebettet sind. Es sei zunächst die Einrichtung eines einzelnen Klinkenumschalters
beschrieben.
Die Fig. 10 und 11 stellen bezw. in Unteransicht
und in Vorderansicht drei Klinkenumschalter dar. Fig. 9 ist ein senkrechter Schnitt
nach der Linie G-H der Fig. 10. Zwei Messingklötze y ^,yl \ *, welche in der Mitte
auf einem Theil ihrer Länge an jeder Seite mit einem Ausschnitt versehen sind, ruhen eingebettet
in der Ivorinschiene ss1. ■ An diesen
Klötzen sind mittelst der Schrauben ttl die
Kupferstreifen mm, an welchen die Verbindungsdrähte festgelöthet werden, sowie die
Federn ν νλ befestigt. Diese Federn haben
eine derartige Spannung, dafs sie bestrebt sind, sich gegen ihre Widerlager α α1 zu legen. In
der Ruhelage berühren die Federn diese Widerlager.
Jedes der letzteren besteht aus einem kleinen silbernen Stromschlufsstift, welcher an einem
in die Ivorinschiene s sl eingebetteten Verbin-.
dungsstreifen festgenietet ist. Der Verbindungsstreifen α β, welcher den Stromschlufsstift a
trägt, nimmt bei β einen Leitungsdraht auf, während der mit dem Stromschlufsstift α1 versehene
Verbindungsstreifen α1 β 1 bei β 1 an
einem im Querschnitt C - förmigen Messingstück y festgelöthet, ist. Gegenüber dem letzteren
lagert in der Ivorinschiene ein Metallstück γ1 von der gleichen C-förmigen Gestalt,
welches an einem Verbindungsstreifen de befestigt
ist, von dem bei ε ein angelötheter Leitungsdraht abzweigt.
Die drei Streifen αβ,α'β1 und δε bilden
mit der Ivorinschiene, weil sie in diese eingebettet sind, einen Körper, und das Gleiche
gilt von den Stücken α α1, γ γ1, welche an den
genannten Streifen festgenietet oder festgelöthet sind.
In jedes der beiden Enden der Ivorinschiene ist ferner ein Bolzen/ l gl eingebettet, welcher
zur Befestigung der Schiene in dem Umschalterschrank dient.
Die sich gegenüberstehenden C - förmigen Messingstücke γ γ1 lassen zwischen sich ein
rechteckiges Loch r, Fig. 11, in welches der
Stöpsel eindringt. Die Fig. 10 zeigt einen Stöpsel F, welcher vollständig in einen Klinkenumschalter
eingesteckt ist. Das in dem Umschalter befindliche Ende des Stöpsels wird, nachdem es die beiden Federn ν ν1 aus einander
gedrückt hat, durch den von den letzteren auf seinen eingekerbten Theil ausgeübten
Druck festgehalten. Bei dieser Stellung ist der Stromschlufs zwischen jeder der beiden
Federn und ihrem Widerlager aufgehoben.
In Fig. 10 sieht man ferner einen Stöpsel F1,
welcher nur eine geringe Strecke in das Eintrittsloch des Klinkenumschalters eindringt. Bei
dieser Stellung, welche dem Prüfen der Linie entspricht, d. h. welche dem Stöpsel gegeben
wird, um zu ermitteln, ob die Linie frei ist, stehen die beiden Drähte des Stöpsels mit den
E-förmigen Stücken γ γ1 des Klinkenumschalters
in leitender Verbindung.
Fig. 12 zeigt das Leitungsschema der Verbindungen für zwei Theilnehmerlinien Ä und B.
Die beiden Leitungen jeder Linie sind mit den Federn des Klinkenumschalters und die Probirleitung
ist mit dem [I - förmigen Stück γ1, Fig. 10, des genannten Umschalters verbunden.
Bei T und T1 sind zwei in dem Vermittelungsamt
aufgestellte Fernsprechvorrichtungen dargestellt, von denen die eine mit dem Anrufschlüssel
C, die andere mit dem Anrufschlüssel C1 so in Verbindung steht, dafs der
Strom der Batterie P durch den Stöpsel F1 oder F2 gesendet werden kann. Die Vorrichtungen
T und T1 sind ferner noch je mit
einem zweiten Anrufschlüssel C1 bezw. C1,
verbunden, die dazu dienen, den Strom durch den Stöpsel F\ bezw. F1^ zu senden.
Die beiden Stöpsel F1 und F\ werden
durch einen Hebelumschalter D, wenn dessen Hebel aufgerichtet wird,. mit einem Relais E.
Fig. 12, rechts oben, verbunden, welches in dem Ortsstromkreis die das Ende des Gespräches
anzeigende Klappe oder Scheibe I^1
in Bewegung setzt.'
Ist der Hebel D niedergelegt, so ist das Relais E im kurzen Stromkreis und die Fernsprechvorrichtung T eingeschaltet.
Für das Prüfen der Linien ist in den Stromkreis ρ jedes Fernsprechers T Tx eine von
einem Element gebildete Batterie H eingeschaltet.
Ist die Linie frei, so ist die Prüfleitung isolirt und sind folglich auch die C-förmigen
Claims (2)
1. Stöpsel für Vielfachumschalter mit metallischen Stromkreisen, gekennzeichnet durch
die Einbettung der mit Ausschnitten e e1 und Nuthen g versehenen leitenden Stäbe
α b, a1 bl in eine isolirende Masse cd,
derart, dafs diese die Stäbe von einander isolirende und aufsen auf einem Theil ihrer Länge umhüllende Masse ein zusammenhängendes
Ganzes bildet.
2. In Verbindung mit den im Anspruch 1. bezeichneten Stöpseln Klinkenumschalter,
bestehend aus einer gewissen Anzahl von Metallstücken, welche mit einer isolirenden
Masse ein zusammenhängendes Ganzes bilden und in einem Vielfachumschalter derart elektrisch verbunden sind, dafs,
wenn man gleichzeitig mit den beiden Enden a a' eines selbst in diesem Vielfachumschalter
elektrisch verbundenen Stöpsels den äufseren Rand der beiden im Querschnitt zusammen eine EU-förmige Gestalt
aufweisenden Metallstücke γ γ1 eines Klinkenumschalters
berührt, der Prüfungsstromkreis der Linien, d. h. derjenige, welcher gestattet, zu ermitteln, ob eine Linie frei,
oder bereits besetzt ist, einen völlig metallischen, local geschlossenen Stromkreis bildet,
wobei der eine der Stäbe des Stöpsels, welcher bereits die zu prüfende Linie besetzt,
in dem Klinkenumschalter, in welchen er eingesteckt ist, einen kurzen Stromkreis
erzeugt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69591C true DE69591C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69591D Expired - Lifetime DE69591C (de) | Stöpsel und Klinken für Vielfachumschalter bei Fernsprechanlagen mit metallischen Stromkreisen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69591C (de) |
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0
- DE DENDAT69591D patent/DE69591C/de not_active Expired - Lifetime
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