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Diese
Erfindung wurde mit Unterstützung
der Regierung unter der Bewilligungsnummer DK-26741, gewährt von
den National Institutes of Health, durchgeführt. Die Regierung hat bei
dieser Erfindung bestimmte Rechte.
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Diese
Anmeldung ist eine Continuation-in-part meiner früheren Anmeldung
Serial No. 08/353,928, eingereicht 12. Dezember 1994.
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Diese
Erfindung ist allgemein auf Peptide und die pharmazeutische Behandlung
von Säugetieren
unter Verwendung solcher Peptide gerichtet. Konkreter betrifft die
Erfindung cyclische Agonisten des Hentetracontapeptids CRF, die
die pharmakologischen Eigenschaften davon nachahmen und die ihm
in zumindest einigen Aspekten überlegen
sind, pharmazeutische Zusammensetzungen, die solche cyclischen CRF-Agonisten
enthalten, Verfahren der Behandlung von Säugetieren unter Verwendung
solcher cyclischer CRF-Agonisten und Verfahren des Screenings auf
neue Medikamente unter Verwendung solcher Peptide.
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Hintergrund
der Erfindung
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Experimentelle
und klinische Beobachtungen haben das Konzept unterstützt, dass
das Hypothalamus eine Schlüsselrolle
bei der Regulation der sekretorischen Funktionen kortikotroper Zellen
der Adenohypophyse spielt. Über
40 Jahre zuvor wurde gezeigt, dass Faktoren, die in dem Hypothalamus
vorliegen, die Menge der ACTH-Sekretion durch die Hypophyse steigern,
wenn sie in vitro inkubiert oder in einer Organkultur erhalten werden.
Ein physiologischer Kortikotropin-Releasing-Faktor (CRF) wurde jedoch bis zur Charakterisierung von
Schaf-CRF (oCRF) 1981 nicht charakterisiert. Wie in US-Patent Nr.
4,415,558 offenbart wird, wurde herausgefunden, dass oCRF ein amidiertes
Peptid mit 41 Resten ist. oCRF senkt den Blutdruck bei Säugetieren, wenn
es peripher injiziert wird, und stimuliert die Sekretion von ACTH
und β-Endorphin.
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Obwohl
es ursprünglich
auf der Basis seiner Rolle in dieser Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren(HPA)-Achse
isoliert und charakterisiert wurde, wurde herausgefunden, dass CRF
innerhalb des zentralen Nervensystems wie auch in extraneuralen
Geweben, wie den Nebennieren, der Placenta und Hoden, wo es auch
als ein parakriner Regulator oder ein Neurotransmitter wirken kann,
weit verbreitet ist. Darüber
hinaus legt die wahrscheinliche Beteiligung von CRF bei affektiven
Störungen,
wie Angst, Depression, Alkoholismus und Anorexia nervosa, und bei
der Modulation von Reproduktions- und
Immunantworten nahe, dass Änderungen
in der CRF-Expression
wichtige physiologische und pathophysiologische Konsequenzen haben
könnten. Zum
Beispiel rufen Störungen
in den Regulationsschleifen, die die HPA-Achse umfassen, oft chronisch
erhöhte Spiegel
von zirkulierenden Glucokortikoiden hervor; solche Patienten weisen
die physischen Kennzeichen des Cushing's-Syndroms auf, einschließlich Stammfettsucht,
Muskelschwund und reduzierter Fruchtbarkeit.
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Zusätzlich zu
seiner Rolle bei der Vermittlung von Aktivierung des Hypothalamischen
Hypophysiären-Adrenalen,
wurde gezeigt, dass CRF autonome und Verhaltensänderungen moduliert, von denen
einige während
der Stressreaktion auftreten. von vielen dieser Verhaltensänderungen
wurde gezeigt, dass sie insofern von der HPA-Aktivierung unabhängig auftreten,
dass sie nicht durch Dexamethasonbehandlung nachgeahmt werden können und
für Hypophysektomie
unempfindlich sind. Zusätzlich
ahmt die direkte Infusion von CRF in das ZNS autonome und Verhaltensreaktionen
auf eine Vielzahl von Stressoren nach. Da die periphere Verabreichung
von CRF oder einem CRF-Antagonisten es nicht schafft, bestimmte
von diesen Änderungen
zu beeinflussen, scheint es, dass CRF eine direkte Gehirnwirkung
im Hinblick auf solche Funktionen, die Appetitunterdrückung, verstärkte Erregung
und Lernfähigkeit
beinhalten, zeigt.
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Als
ein Ergebnis der weitreichenden anatomischen Verteilung und der
vielfältigen
biologischen Wirkungen von CRF glaubt man, dass dieses regulatorische
Peptid in die Regulation von zahlreichen biologischen Prozessen
involviert ist. CRF ist auch in die Regulation entzündlicher
Antworten verwickelt. Obwohl beobachtet wurde, dass CRF eine proentzündliche
Rolle in bestimmten Tiermodellen spielt, scheint CRF in anderen
die Entzündung
zu unterdrücken,
indem es verletzungsbedingte Zunahmen in der vaskulären Durchlässigkeit
reduziert.
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Ungefähr 1981
wurde ein amidiertes Peptid mit 40 Resten, das im wesentlichen CRF ähnlich war,
aus der Haut des südamerikanischen
Frosches Phyllomedusa sauvagei isoliert; es wird als Sauvagin bezeichnet. Es
wurde durch Erspamer et al. charakterisiert und wurde in Regulatory
Peptides, Band 2 (1981), S. 1-13 beschrieben. Sauvagin besitzt eine
Aminosäuresequenz,
die zu Schaf-CRF homolog ist. Wenn es intravenös (iv) gegeben wird, wurde über Sauvagin
und oCRF berichtet, das sie Vasodilation der mesenterialen Arterien
hervorrufen, um den Blutdruck in Säugetieren zu senken und auch
die Sekretion von ACTH und β-Endorphin
zu stimulieren. Wenn sie jedoch intracerebroventrikulär (icv)
verabreicht wurden, gibt es eine Steigerung der Herzfrequenz und
des durchschnittlichen arteriellen Blutdruckes, die sekundär zur Aktivierung
des sympathischen Nervensystems sind.
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Ratten-CRF
(rCRF) wurde später
isoliert, gereinigt und charakterisiert; es wurde herausgefunden, dass
es ein homologes amidiertes Hentetracontapeptid, wie es in US-Patent
Nr. 4,489,163 beschrieben wird, ist, das 7 Aminosäureunterschiede
zu oCRF aufweist. Für
die Aminosäuresequenz
des menschlichen CRF wurde nun bestimmt, dass es die gleiche wie
die von rCRF ist. rCRF und hCRF werden austauschbar verwendet, und
die Bezeichnung r/hCRF wird häufig
im Hinblick auf dieses Peptidhormon verwendet.
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Zu
ungefähr
der gleichen Zeit wurden zwei homologe Polypeptide aus den Urophysen
verschiedener Fischarten isoliert. Diese isolierten Peptide waren
im allgemeinen homolog zu oCRF, d.h. ungefähr 54%ige Homologie, und wurden
Urotensin I (UI) genannt. Das Polypeptid von dem Catostomus commersoni
(weißer
Sauger) wird manchmal als Saugerfisch-(sf)-Urotensin bezeichnet. Seine Reinigung
und Charakterisierung werden in einem Artikel von Lederis et al.,
Science, Band 218, Nr. 4568, 162-164 (8. Oktober 1982) beschrieben. Ein
Homolog, Karpfenurotensin, wurde von Cyprinus carpio erhalten und
wird in US-Patent Nr. 4,533,654 beschrieben.
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Ein
anderes Urotensin mit einer homologen Aminosäuresequenz wurde später aus
den Urophysen von Hippoglossoides elassodon oder Heilbuttschollen
(Maggy) isoliert; es wird manchmal als Maggy-Urotensin bezeichnet
und wird in US-Patent Nr. 4,908,352 beschrieben. Es wurde herausgefunden,
dass synthetische UIs auch ACTH und β-Endorphin-Aktivitäten in vitro
und in vivo stimulieren und dass sie viele der gleichen allgemeinen
biologischen Aktivitäten
von CRFs und Sauvagin aufweisen.
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Seit
den ursprünglichen
Entdeckungen von CRFs in Säugetieren
und Urotensinen in Fischen wurde gezeigt, dass CRFs auch in anderen
Tierarten vorkommen. Zum Beispiel wurde herausgefunden, dass Fisch-CRF
ein Peptid mit 41 Resten ist, das eine große Homologie zu r/hCRF aufweist;
es wird in einem Artikel von Lederis et al. beschrieben, der auf
den Seiten 67-100 in Fish Physiology (Hrsg. Farrell), Academic Press, San
Diego, 1994, erscheint. Synthetisches Fisch-CRF (fCRF) stimuliert
ACTH und β-Endorphinaktivitäten in vitro
und in vivo und besitzt ähnliche
biologische Aktivitäten
wie Säugetier-CRFs.
Man überlegt,
dass diese verschiedenen CRFs und Urotensine, zusammen mit Sauvagin,
eine größere Familie
von CRF-ähnlichen
Peptiden und Analoga bilden.
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Ein
solches CRF-Analogon mit einem hohen α-Helix-bildenden Potential wurde
ungefähr
im frühen Jahr
1984 entwickelt. Es ist ein amidiertes Peptid mit 41 Resten, das
im allgemeinen als AHC (α-helikales
CRF) bezeichnet und in US-Patent Nr. 4,594,329 beschrieben wird.
Es wurden andere CRF-Analoga, die D-Isomere von α-Aminosäuren enthalten, entwickelt,
so wie diejenigen, die in US-Patent Nr. 5,278,146 gezeigt werden. Synthetisches
r/hCRF, oCRF und AHC stimulieren alle ACTH und β-Endorphin-ähnliche Aktivitäten (β-END-Li) in
vitro und in vivo und senken den Blutdruck wesentlich, wenn sie
peripher injiziert werden. Biopotente cyclische CRF-Analoga werden
in US-Patent Nr. 5,245,009 (14. September 1993) und in der zugelassenen
US-Patentanmeldung Serial No. 78,558, eingereicht 16. Juni 1993,
offenbart.
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In
einem Artikel, betitelt "Strukture
Activity Relationships (SAR) of Somatostatin, Gonadotropin, Corticotropin
and Growth Hormone Releasing Factors" von J.E. Rivier et al., der in Peptides:
Chemistry and Biology, Proceedings of the 12th American Peptide
Symposium (1992), Seiten 33-36, erschien, diskutierten die Autoren eine
experimentelle Arbeit in Hinsicht auf CRF-Antagonisten, wobei Seitenkettenverbrückung als
ein struktureller Zwang verwendet wurde, um zu sehen, ob so etwas
das Peptid eindeutig in eine α-helikale
Struktur einschließen
würde,
was die Wirksamkeit erhöhen
würde.
Die Ergebnisse von vier solcher experimenteller Verbindungen zeigte,
dass die resultierenden Peptide nicht mehr als halb so wirksam waren
wie ihre linearen Eltern-Verbindungen. In einem Artikel von A. Miranda
et al., betitelt "Conformationally
Restricted Competitive Antagonists of Human/Rat Corticotropin-Releasing
Factor" in J. Med.
Chem. 37, 1450-1459 (1994) werden CRF-Antagonisten offenbart, wobei
es Seitenkettenverbrückung
zwischen den Resten an den Positionen 12 und 15, 16 und 20, 17 und
20 und 20 und 23 gibt. Zwei der Verbindungen mit Verbrückung zwischen
den Seitenketten von L-Isomeren an den 20- und 23-Positionen zeigten
größere Aktivitäten als
die lineare Eltern-Verbindung.
Ein Artikel in P.N.A.S., 92, 10575-10579, November 1995, der ungefähr 11 Monate
nach dem Datum des Prioritätsdokuments
Dezember 1994 veröffentlicht
wurde, berichtet über
Einiges der Arbeit der Erfinder, das in dieser Anmeldung offenbart
wird, wovon alles Arbeit ist, die in dem Prioritätsdokument offenbart wird.
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Die
Nummerierung der Reste, die durch diese Anmeldung hindurch verwendet
wird, basiert auf der Struktur des nativen Peptids, von dem die
betreffende Verbindung ein Analogon ist. Zum Beispiel wird im Hinblick
auf Analoga des Ratten/Menschen-CRF-Peptids mit 41 Resten die Nummerierung
von jedem einzelnen der Aminosäurereste
in dem nativen Peptid bewahrt, obwohl der N-Terminus des CRF-Analogous
um z.B. drei Reste verkürzt
ist. Dies ist ein häufiges
Verfahren der Benennung von Peptidanaloga, wie aus den drei 1992- bis
1995-Artikeln, die
gerade oben erwähnt
wurden, offensichtlich wird.
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Seit
den vorangehenden Entdeckungen wurde die Suche nach verbesserten
CRF-Agonisten fortgesetzt.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es
wurden nun cyclische Analoga dieser CRF-Familie entdeckt, die eine
länger
anhaltende und verbesserte biologische Aktivität zeigen. Es wird gezeigt,
dass jedes der Mitglieder der Familie von CRF-ähnlichen Peptiden modifiziert
werden kann, um hoch biopotente CRF-Agonisten zu schaffen, die stark
an die bekannten CRF-Rezeptoren binden und die CRF-Rezeptoren aktivieren.
Man geht davon aus, dass die CRF-Familie diejenigen Peptide umfasst,
die an CRF-Rezeptoren binden und eine mindestens 45%ige strukturelle
Aminosäurehomologie
zu Schaf-CRF, dem ersten Säugetier-CRF,
der isoliert und charakterisiert wurde, aufweisen. Die CRF-Familie
beinhaltet, aber ist nicht begrenzt auf die folgenden bekannten
Peptide: Schaf-CRF, Ratten/menschliches CRF, Schwein-CRF, Rinder-CRF,
Fisch-CRF, α-helikaler
CRF (AHC), Karpfen-Urotensin, Sauger-Urotensin, Maggy-Urotensin, Flunder-Urotensin,
Seezungen-Urotensin
und Sauvagin. Diese Modifikationen schließen eine cyclisierende Bindung,
vorzugsweise ein Lactam, innerhalb des Moleküls ein, die die Seitenketten
der Reste, die als die 8. und 11. Reste von dem C-terminalen Rest
lokalisiert sind, z.B. (Cyclo 30-33) [Glu30,
Lys33]r/hCRF, verbindet und schließen auch
ein D-Isomer mit ein, vorzugsweise einen Rest einer basischen oder
aromatischen Aminosäure,
wie den Rest, der der 9. Rest von dem C-terminalen Rest ist, z.B.
(Cyclo 30-33) [Glu30, D-His32,
Lys33]-r/hCRF.
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Eine
weit gefasste Gruppe von CRF-Agonisten wird durch die folgende Aminosäuresequenz
definiert (die so verstanden werden sollte, dass sie äquivalente
nicht-toxischen Salze davon mit einschließt) und basiert auf der Substitution
von Resten an bestimmten Positionen, von denen gezeigt wurde, dass
sie in die CRF-Familiensequenz erlaubt werden können, ohne der CRF-Biowirksamkeit
zu schaden:
(Cyclo 30-33)Y1-Y2-Pro-Pro-R6-Ser-Rg-Asp-Leu-R11-D-Phe-R13-R14-R15-Arg-R17-R18-R19-R20-Nle-R22-R23-R24-R25-R26-R27-R28-R29-R30-R31-R32-R33-R34-Arg-R36-R37-Nle-R39-R40-R41-NH2, worin Y1 H ist
oder ein Acylierungsmittel mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen, aber
vorzugsweise bis zu 7 Kohlenstoffatomen, z.B. Ac, Fr, Acr, Bz, Nph
oder Flu; Y2 ist Glu, Asp, Gly, Glu-Glu,
Asn-Asp, Gln-Glu, pGlu-Gly, Ser-Glu-Glu, Asn-Asp-Asp, Ser-Gln-Glu oder des-Y2; R6 ist Ile, Met
oder Nle; R8 ist Leu oder Ile; R11 ist Thr oder Ser; R13 ist
His, Tyr oder Glu; R14 ist CML oder Leu;
R15 ist CML oder Leu; R17 ist
Glu, CML, Asn oder Lys; R18 ist Val, Nle
oder Met; R19 ist CML, Leu, Ile, Ala oder
Aib; R20 ist Glu, D-Glu, Cys oder His; R22 ist Ala, D-Ala, Aib, Thr, Asp oder Glu;
R23 ist Arg, Cys, Orn oder Lys; R24 ist Ala, Gln, Ile, Asn oder Aib; R25 ist Asp oder Glu; R26 ist
Gln, Asn oder Lys; R27 ist CML, Glu, Gln
oder Leu; R28 ist Ala, Lys, Arg oder Aib;
R29 ist Gln, Aib oder Glu; R30 ist
Glu oder Cys; R31 ist Ala oder Aib; R32 ist His, D-His oder eine äquivalente
L- oder D-isomere α-Aminosäure, wofür Beispiele
unten dargestellt werden; R33 ist Lys, Orn
oder Cys; R34 ist Asn oder Aib; R36 ist Lys, Orn, Arg, Har oder Leu; R37 ist CML, Leu, Nle oder Tyr; R39 ist
Glu, Aib oder Asp; R40 ist Ile, Aib, Thr,
Glu, Ala, Val, Leu, Nle, Phe, Nva, Gly oder Gln und R41 ist
Ala, Ile, Gly, Val, Leu, Nle, Phe, Nva oder Gln; worin Tyr oder
D-Tyr optional im N-Terminus enthalten sein können; und worin D-Phe durch
Phe, Leu oder Tyr oder eine andere D-isomere α-Aminosäure substituiert sein kann,
wie z.B. D-Leu, D-Tyr, D-Cpa, D-Nal oder D-Pal, und worin entweder
Pro4 oder Pro5 durch
D-Pro substituiert sein können;
unter der Maßgabe,
dass wenn R30 Glu ist, R33 Lys
oder Orn ist und wenn R30 Cys ist, R33 Cys ist; und unter der weiteren Maßgabe, dass
eine zweite Cyclisierungsbindung zwischen R20 und
R23 existieren kann. Als eine Alternative
zu einer solchen optionalen Acylierung an dem N-Terminus kann ein
Sulfonamid gebildet werden oder ein Zucker oder ein Lipid kann zugegeben
werden, um die Dauer der Wirkung und Löslichkeit zu modulieren.
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Konkreter
besitzen diese CRF-Agonisten eine Cyclisierungsbindung zwischen
den Resten an den 30- und 33-Positionen, und sie können wahlweise
eine zweite solche Bindung zwischen den Resten an den 20- und 23-Positionen
aufweisen. Entweder eine oder beide dieser Bindungen können eine
Disulfidbindung zwischen den Cys-Resten sein, aber sie sind vorzugsweise
jede eine Amidbindung (d.h. eine Lactambrücke) zwischen den Carboxyl-
und Aminogruppen der Seitenkette. Am besten besteht eine Lactambrücke zwischen
einer Seitenkettencarboxylgruppe auf dem Rest in der 30-Position,
vorzugsweise Glu, und einer Seitenkettenaminogruppe auf dem 33-Positionsrest,
vorzugsweise Lys oder Orn. Auch die natürlich vorkommenden Reste der
CRF-ähnlichen
Familie können
an dieser Position vorliegen, die mit der 32-Position von CRF korrespondiert,
sprich His, Gly, Leu, Gln und Ala; es wird jedoch jede α-Aminosäure hier
toleriert. Vorzugsweise gibt es jedoch einen basischen und/oder
aromatischen D-Isomerrest oder ein Äquivalent an der 32-Position
in der Region zwischen den Resten, die durch diese Lactambrücke verbunden
werden, z.B. D-His, D-Arg, D-Tyr, D-Nal, D-Pal, D-Dpr(Nic), D-Dpr(isopropyl),
D-Aph, D-Amp, D-Iamp, D-Har, D-Agl(Nic), D-Lys(Isopropyl), D-Orn, D-Dbu,
D-Dpr, D-Hly, D-Hly(Nic), D-Orn(Nic), D-Orn(Isopropyl), D-(Alkyl)Arg,
D-(Dialkyl)Arg, D-Lys(Nic), imBzlD-His, D-(Dialkyl)Har oder ein
vergleichbares D-Isomer. Es kann jedoch eine große Vielzahl anderer Reste wie
D-Ala, D-Glu, D-Asn, Aib, Asn, Pal, Nal, Phe und Tyr ebenfalls vorliegen.
D-His, D-Arg, D-Pal, D-Amp, D-Iamp oder D-2Nal wird besonders an
der 32-Position bevorzugt. Wenn die Option der zweiten Cyclisierungsbindung
eingeschlossen wird, wird eine Lactambrücke zwischen Glu an der 20-Position
und Lys an der 23-Position am meisten bevorzugt und ebenfalls kann
ein D-Isomer an der 22-Position wahlweise mit eingeschlossen werden.
Wenn die zweite Lactambrücke
nicht mit eingeschlossen wird, kann D-Glu an der 20-Position substituiert
werden.
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Diese
CRF-Agonisten weisen auch die bevorzugten optionalen Substitionen
von D-Phe, D-Tyr oder D-Leu oder einem äquivalenten D-Isomer, z.B.
D-Cpa, D-2Nal oder D-3Pal, an der 12-Position und Norleucin, substituiert
für irgendein
natürlich
vorkommendes Met, z.B. an den 21- und 38-Positionen, auf. Der N-Terminus kann
durch Elimination von Resten N-terminal des Pro-Pro-Dipeptidrestes
verkürzt
werden; z.B. kann Ser, Ser-Glu oder Ser-Glu-Glu von dem N-Terminus
von r/hCRF eliminiert werden. Wenn eine solche Verkürzung auftritt,
wird der N-Terminus vorzugsweise acyliert. Tyr oder D-Tyr können auch
zu dem N-Terminus zugegeben werden, wenn erwünscht, um die Markierung durch
Radioiodierung zu erleichtern. Wenn D-Typ radioiodiert werden soll,
kann es vorzuziehen sein, Asn, D-Asn oder D-Ala für His32 oder D-His32 und
Arg für
Lys36 zu substituieren, da von ihnen allgemein
angenommen wird, dass sie strukturelle Äquivalente sind, die stabiler
sein können.
D-Pro kann entweder für
Pro4 oder Pro5 substituiert
werden und Analoga zu D-Pro5 besitzen vorteilhafte
antientzündliche
Eigenschaften. Andere optionale Substitutionen können durch das Molekül hindurch
gemacht werden, wie zuvor gelehrt wurde, und man betrachtet diese
als funktionelle Äquivalente
der spezifischen Peptide, die hier später beschrieben werden. Zum
Beispiel kann der Leu-Rest an der 27-Position durch eine Methylgruppe
auf seinem α-Kohlenstoffatom substituiert
werden, sprich CML, und CML27 wird bevorzugt.
Andere Leu-Reste durch das gesamte CRF-Molekül, z.B. an den Positionen 14,
-15, -19 und -37 können
wahlweise durch CML substituiert werden, und CML17 kann
ebenfalls vorliegen. Man geht davon aus, dass solch andere Substitutionen,
sowohl allein wie auch in Kombination mit den zuvor erwähnten Substitutionen,
die Biowirksamkeit steigern und/oder die Wirkdauer verlängern, aber
ihr individueller Effekt scheint deutlich geringer zu sein, als
derjenige von entweder der 30-33-Seitenkettenbrücke oder der Kombination einer
solchen Brücke mit
dem geeigneten D-Isomer an der 32-Position. Obwohl diese cyclischen
CRF-Agonisten weiter durch die Elimination von einem oder beiden
der Pro-Reste gekürzt
werden können,
wird das Pro-Pro-Dipeptid, entweder mit oder ohne eine optionale
D-Pro-Substitution, vorzugsweise an einem solchen N-Terminus mit
eingeschlossen. Insgesamt beinhalten die cyclischen CRF-Agonisten,
die hier offenbart werden, alle mindestens einen D-Isomerrest.
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Pharmazeutische
Zusammensetzungen in Übereinstimmung
mit der Erfindung beinhalten solche CRF-Agonisten oder nicht-toxische
Additionssalze davon, die in einer pharmazeutisch akzeptablen Flüssigkeit oder
einem festen Träger
dispergiert sind. Die Verabreichung solcher Peptide oder pharmazeutisch
akzeptabler Additionsalze davon an Säugetiere, insbesondere Menschen,
in Übereinstimmung
mit der Erfindung kann für
die Regulation der Sekretion von ACTH, β-Endorphin, β-Lipotropin, Kortikosteron und
anderen Produkten des Pro-Opiomelanokortin(POMC)-Gens und Kortikosteron
und/oder für
die Senkung von Blutdruck oder Steigerung des Koronarflusses und/oder
Verringerung von Schwellung und Entzündung und/oder für die Beeinflussung
von Lernen, Stimmung, Verhalten, Appetit, gastrointestinalen und
intestinalen Funktionen und Aktivitäten des autonomen Nervensystems
durchgeführt
werden.
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Die
Peptide können
auch für
Medikamenten-Screening auf sogar noch stärkere CRF-Agonisten, die an
CRF-Rezeptoren binden und diese aktivieren, verwendet werden.
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Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsarten
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Die
Nomenklatur, die verwendet wird, um die Peptide zu definieren, ist
diejenige, die durch Schroder & Lubke, "The Peptides", Academic Press
(1965) spezifiziert wird, worin in Übereinstimmung mit konventioneller
Darstellung die Aminogruppe links und die Carboxylgruppe rechts
erscheint. Es werden die Standardabkürzungen mit drei Buchstaben
verwendet, um die α-Aminosäurereste
zu identifizieren und wo der Aminosäurerest isomere Formen aufweist,
ist es die L-Form der Aminosäure,
die dargestellt wird, außer
es wird anders ausdrücklich
darauf hingewiesen, z.B. Ser = L-Serin. Zusätzlich werden die folgenden
Abkürzungen
verwendet: Orn = Ornithin, Nle = Norleucin, Nva = Norvalin, Agl
= Aminoglycin, Abu = 2-Aminobuttersäure, Dbu = 2,4-Diaminobuttersäure, Dpr
= 2,3-Diaminopropionsäure,
Hly = Homolysin, Har = Homoarginin, CML = CαCH3-Leucin; Aib = CαCH3-L-Alanin oder 2-Aminoisobuttersäure; Nal
= L-β-(1-
oder 2-Naphthyl)alanin; Pal = L-β-(2-,
3- oder 4-Pyridyl)alanin; Cpa = L-(2-, 3- oder 4-Chlor)phenylalanin;
Aph = L-(2-, 3- oder 4-Amino)phenylalanin; Amp = (2-, 3- oder 4-Aminomethyl)phenylalanin;
Iamp = Isopropyl Amp; imBzlHis = Imidazolebenzyl Histidin; Nic =
3-Carboxypyridin (oder Nicotinsäure);
Nph = Naphthoyl und Flu = Fluorenoyl.
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Wie
zuvor angezeigt, gibt es eine weite Spannbreite für die Auswahl
des Restes an Position-32, und Beispiele für geeignete zusätzliche
Reste für
R32 beinhalten die D- und L-Isomere von
Asn, Har, Arg, Nal, imBzlHis, Tyr, Ala, Leu, Val, Ser, Thr, Cpa,
Pal, Lys, Phe und Gln, wie auch Aib, Gly, D-Dpr(Nic), D-Dpr(Isopropyl), D-Aph,
D-Amp, D-Iamp, D-Lys(Nic), D-Agl(Nic), D-Lys(Isopropyl), D-Orn,
D-Dbu, D-Dpr, D-Hly, D-Hly(Nic), D-Orn(Nic), D-Orn(Isopropyl), D-(Alkyl)Arg,
D-(Dialkyl)Arg oder D-(Dialkyl)Har. Wenn eine zweite Cyclisierungsbindung
vorliegt, sind beide Bindungen vorzugsweise nicht Cys-Cys.
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Eine
bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die folgende Aminosäuresequenz
auf (einschließlich
nicht-toxischer Salze davon):
(Cyclo 30-33)Y1-Y2-Pro-Pro-R6-Ser-R8-Asp-Leu-R11-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-R18-Leu-R20-Nle-R22-R23-Ala-R25-Gln-Leu-Ala-R29-R30-Ala-R32-R33-R34-Arg-R36-Leu-Nle-R39-R40-R41-NH2, worin Y1 H ist
oder ein Acylierungsmittel mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen; Y2 ist Glu, Asp, Gly, Glu-Glu, Asn-Asp, Gln-Glu,
pGlu-Gly, Ser-Glu-Glu, Asn-Asp-Asp, Ser-Gln-Glu oder des-Y2; R6 ist Ile, Met
oder Nle; R8 ist Leu oder Ile; R11 ist Thr oder Ser; R18 ist Val,
Nle oder Met; R20 ist Glu, D-Glu, Cys oder
His; R22 ist Ala oder Thr; R23 ist
Arg, Cys, Orn oder Lys; R25 ist Asp oder
Glu; R29 ist Gln oder Glu; R30 ist
Glu oder Cys; R32 ist His, D-His, D-Arg,
D-Amp, D-Iamp, D-2Nal, D-Glu, D-Ala oder eine äquivalente andere D-Aminosäure oder
Ala; R33 ist Lys, Cys oder Orn; R34 ist Asn oder Aib; R36 ist
Lys oder Leu; R39 ist Glu oder Asp; R40 ist Ile oder Glu und R41 ist
Ile oder Ala; worin Phe D-Phe ersetzen kann; worin D-Pro Pro4 oder Pro5 ersetzen
kann und worin Tyr oder D-Tyr optional im N-Terminus beinhaltet
sein können;
mit der Maßgabe,
dass wenn R30 Cys ist, R33 Cys
ist, und wenn R30 Glu ist, R33 Orn
oder Lys ist; und mit der weiteren Maßgabe, dass eine zweite Cyclisierungsbindung
zwischen R20 und R23 existieren kann.
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Eine
mehr bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die folgende Aminosäuresequenz
auf (einschließlich
nicht-toxischer
Salze davon): (Cyclo 30-33)Y1-Y2-Pro-Pro-R6-Ser-R8-Asp-Leu-R11-R12-His-Leu-Arg-Glu-R18-R19-R20-R21-R22-R23-R24-R25-Gln-R27-R28-Gln-R30-R31-R32-R33-R34-Arg-Lys-Leu-Nle-R39-Ile-R41-NH2, worin Y1 Ac oder
H ist; Y2 Glu, Asp, Gly, Glu-Glu, Asn-Asp,
Gln-Glu, pGlu-Gly, Ser-Glu-Glu, Asn-Asp-Asp, Ser-Gln-Glu oder des-Y2 ist; R6 Ile, Met
oder Nle ist; R8 Leu oder Ile ist; R11 Thr oder Ser ist; R12 D-Phe
oder D-Tyr ist; R18 Val oder Nle ist; R19 CML, Leu, Ile, Ala oder Aib ist; R20 Glu, D-Glu, Cys oder His ist; R21 Nle oder Met ist; R22 Ala,
Aib oder Thr ist; R23 Arg, Cys, Orn oder
Lys ist; R24 Ala oder Aib ist; R25 Asp oder Glu ist; R27 Leu
oder CML ist; R28 Ala oder Aib ist; R30 Glu oder Cys ist; R31 Ala
oder Aib ist; R32 D-His, D-Amp, D-Iamp,
D-Arg, D-Pal, D-2Nal, D-Ala oder ein D-Isomer einer anderen natürlichen
Aminosäure,
abgesehen von Cys, ist; R33 Lys, Orn oder
Cys ist; R34 Aib oder Asn ist; R39 Glu oder Asp ist; und R41 Ala
oder Ile ist; worin Pro4 oder Pro5 durch D-Pro ersetzt werden können; und
worin Tyr optional in dem N-Terminus enthalten sein kann; jedoch
unter der Maßgabe,
dass eine zweite Cyclisierungsbindung zwischen R20 und
R23 existieren kann.
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Noch
eine weitere Gruppe von bevorzugten CRF-Agonisten weist die folgende
Aminosäuresequenz auf
(einschließlich
nicht-toxischer
Salze davon): (Cyclo 30-33)Y1-Y2-Pro-Pro-R6-Ser-R8-Asp-Leu-R11-D-Phe-R13-R14-R15-Arg-R17-R18-R19-R20-Nle-R22-R23-R24-R25-R26-R27-R28-R29-R30-R31-R32-R33-R34-Arg-R36-R37-Nle-R39-R40-R41-NH2, worin Y1 Ac oder
Wasserstoff ist; Y2 Glu, Asp, Gly, Glu-Glu,
Asn-Asp, Gln-Glu, pGlu-Gly, Ser-Glu-Glu, Asn-Asp-Asp, Ser-Gln-Glu oder des-Y2 ist; R6 Ile, Met oder
Nle ist; R8 Leu oder Ile ist; R11 Thr
oder Ser ist; R13 His, Tyr oder Glu ist;
R14 Leu oder CML ist; R15 Leu oder
CML ist; R17 Glu oder CML ist; R18 Val, Nle oder Met ist; R19 Leu
oder CML ist; R20 His, D-Glu, Cys oder Glu
ist; R22 Ala, D-Ala, Aib, Thr, Asp oder
Glu ist; R23 Arg, Cys, Orn oder Lys ist;
R24 Ala oder Aib ist; R25 Asp oder
Glu ist; R26 Gln, Asn oder Lys ist; R27 Leu oder CML ist; R28 Ala
oder Aib ist; R29 Gln, Aib oder Glu ist;
R30 Glu oder Cys ist; R31 Ala
oder Aib ist; R32 His, D-His, Aib, D-Arg,
D-2Nal, D-3Pal, D-Amp, D-Iamp, Gly, Tyr, D-Tyr, Ala, D-Ala oder
eine andere aromatische D-isomere α-Aminosäure ist; R33 Lys,
Orn oder Cys ist; R34 Asn oder Aib ist;
R36 Lys, Orn, Arg, Har oder Leu ist; R37 CML, Leu oder Tyr ist; R39 Glu,
Aib oder Asp ist; R40 Ile, Aib, Thr, Glu,
Ala, Val, Leu, Nle, Phe, Nva, Gly oder Gln ist; und R41 Ala,
Ile, Gly, Val, Leu, Nle, Phe, Nva oder Gln ist; worin D-Phe durch
D-Leu oder Phe oder Leu substituiert sein kann; worin Pro4 oder Pro5 durch
D-Pro substituiert sein können
und worin Tyr oder D-Tyr optional in dem N-Terminus enthalten sein
können;
unter der Maßgabe,
dass, wenn R30 Glu ist, R33 Lys
oder Orn ist, und wenn R30 Cys ist, R33 Cys ist; und unter der weiteren Maßgabe, dass
eine zweite Cyclisierungsbindung zwischen R20 und
R23 existieren kann.
-
Eine
besonders bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die Aminosäuresequenz
auf (einschließlich
nicht-toxischer Salze davon): (Cyclo 30-33)Y1-Y2-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-R18-R19-R20-R21-R22-R23-R24-R25-Gln-R27-R28-Gln-R30-R31-R32-R33-R34-Arg-Lys-Leu-Nle-R39-Ile-R41-NH2, worin Y1 H oder
Ac ist; Y2 Glu, Glu-Glu, Gln-Glu, Ser-Glu-Glu,
Ser-Gln-Glu, oder des-Y2; R18 Val
oder Nle ist; R19 CML, Leu, Ile, Ala oder
Aib ist; R20 Glu, D-Glu, Cys oder His ist;
R21 Nle oder Met ist; R22 Ala,
D-Ala, Aib oder Thr ist; R23 Arg, Cys, Orn
oder Lys ist; R24 Ala oder Aib ist; R25 Asp oder Glu ist; R27 Leu
oder CML ist; R28 Ala oder Aib ist; R30 Glu oder Cys ist; R31 Ala
oder Aib ist; R32 D-His, D-Amp, D-Iamp,
D-Pal, D-Arg, D-2Nal oder ein D-Isomer einer anderen basischen und/oder
aromatischen α-Aminosäure ist;
R33 Lys, Orn oder Cys ist; R34 Aib
oder Asn ist; R39 Glu oder Asp ist; und
R41 Ala oder Ile ist; und worin Pro4 oder Pro5 durch
D-Pro substituiert sein können;
jedoch unter der Maßgabe,
dass eine zweite Cyclisierungsbindung zwischen R20 und
R23 existieren kann. Wenn es erwünscht ist,
dass das Peptid r/hCRF sehr stark ähnelt, werden alle oder eine
Mehrheit der folgenden Selektionen mit eingeschlossen: R18 ist Val, R22 ist
Ala, R23 ist Arg, R24 ist
Ala, R25 ist Glu, R28 ist
Ala, R39 ist Glu und R41 ist
Ile.
-
Eine
mehr bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten basiert auf den Sequenzen
von r/hCRF und oCRF und aufgrund der Synthesen, die über die
letzte Dekade durchgeführt
wurden, wurde es einheitlich gezeigt, dass jeder der Reste in der
korrespondierenden Position in Schaf-CRF in die Aminosäuresequenz
von r/hCRF substituiert werden kann, ohne dass seine Biowirksamkeit
signifikant verändert
wird. Diese Gruppe weist die folgende Aminosäuresequenz auf (einschließlich nicht-toxischer Salze davon):
(Cyclo 30-33)Y1-Y2-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-R18-Leu-R20-Nle-R22-R23-Ala-R25-Gln-Leu-Ala-R29-R30-Ala-R32-R33-R34-Arg-R36-Leu-Nle-R39-R40-R41-NH2, worin Y1 Ac oder
Wasserstoff ist; Y2 Glu, Glu-Glu, Gln-Glu,
Ser-Glu-Glu, Ser-Gln-Glu oder des-Y2 ist;
R18 Val oder Nle ist; R20 Glu,
D-Glu, Cys oder His ist; R22 Ala, D-Ala
oder Thr ist; R23 Arg, Cys, Orn oder Lys
ist; R25 Asp oder Glu ist; R29 Gln
oder Glu ist; R30 Glu oder Cys ist; R32 His, D-His, D-Arg, imBzlD-His, D-Nal,
D-Glu, D-Ala, D-Pal, D-Dpr(Nic), D-Dpr(Isopropyl), D-Aph, D-Amp,
D-Iamp, D-Har, D-Agl(Nic), D-Lys(Isopropyl), D-Orn, D-Dbu, D-Dpr,
D-Hly, D-Hly(Nic), D-Lys(Nic),
D-Orn(Nic), D-Orn(Isopropyl), D-(Alkyl)Arg, D-(Dialkyl)Arg oder
D-(Dialkyl)Har ist; R33 Lys, Cys oder Orn
ist; R34 Asn oder Aib ist; R36 Lys
oder Leu ist; R39 Glu oder Asp ist; R40 Ile oder Glu ist; und R41 ist
Ile oder Ala ist; worin sowohl Pro4 wie
auch Pro5 durch D-Pro substituiert sein
können;
unter der Maßgabe,
dass, wenn R30 Cys ist, R33 Cys
ist und wenn R30 Glu ist, R33 Orn
oder Lys ist; und unter der weiteren Maßgabe, dass D-Phe durch D-Tyr
oder D-Leu oder Phe substituiert sein kann und dass eine zweite
Cyclisierungsbindung zwischen R20 und R23 existieren kann.
-
Eine
andere bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die folgende Aminosäuresequenz
auf (einschließlich
nicht-toxischer
Salze davon):
(Cyclo 30-33)Y1-Ser-R2-Glu-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-R12-R13-R14-R15-Arg-R17-R18-R19-R20-Nle-R22-R23-R24-R25-R26-R27-R28-R29-R30-R31-R32-R33-R34-Arg-R36-R37-Nle-R39-R40-R41-NH2,
worin Y1 ein Acylierungsmittel mit bis zu 7
Kohlenstoffatomen, z.B. Ac, Fr, Acr und Bz, oder Wasserstoff ist;
R2 ist Glu oder Gln; R12 ist
D-Phe, D-Tyr, D-Cpa, D-Nal oder D-Pal; R13 ist
His, Tyr oder Glu; R14 ist CML oder Leu;
R15 ist CML oder Leu; R17 ist
CML, Glu, Asn oder Lys; R18 ist Val, Nle
oder Met; R19 ist CML, Leu, Ile, Ala oder
Aib; R20 ist Glu, D-Glu, Cys oder His; R22 ist Ala, Aib, Thr, Asp oder Glu; R23 ist Arg, Cys, Orn oder Lys; R24 ist
Ala oder Aib; R25 ist Asp oder Glu; R26 ist Gln, Asn oder Lys; R27 ist
CML oder Leu; R28 ist Ala oder Aib; R29 ist Gln, Aib oder Glu; R30 ist
Glu oder Cys, R31 ist Ala oder Aib; R32 ist His, Aib, Gly, Tyr, Ala, D-His oder
ein äquivalentes
D-Isomer; R33 ist Lys, Orn oder Cys; R34 ist Asn oder Aib; R36 ist
Lys, Orn, Arg, Har oder Leu; R37 ist CML,
Leu oder Tyr; R39 ist Glu, Aib oder Asp;
R40 ist Ile, Aib, Thr, Glu, Ala, Val, Leu,
Nle, Phe, Nva, Gly oder Gln und R41 ist
Ala, Ile, Gly, Val, Leu, Nle, Phe, Nva oder Gln; und worin der N-Terminus
optional durch Eliminierung einer Sequenz von bis zu 3 Resten verkürzt sein
kann; mit der Maßgabe,
dass wenn R30 Glu ist, R33 Lys
oder Orn ist, und wenn R30 Cys ist, R33 Cys ist; und mit der weiteren Maßgabe, dass
eine zweite Cyclisierungsbindung zwischen R20 und
R23 existieren kann.
-
Noch
eine weitere bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die Aminosäuresequenz
auf (einschließlich
nicht-toxische Salze davon):
(Cyclo 30-33)Y1-Ser-R2-Glu-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Rlg-Leu-R20-Nle-R22-R23-Ala-R25-Gln-Leu-Ala-R29-R30-Ala-R32-R33-R34-Arg-R36-Leu-Nle-R39-R40-R41-NH2,
worin R2 Glu oder Gln ist; R18 ist Val,
Nle oder Met; R20 ist Glu, D-Glu, Cys oder
His; R22 ist Ala oder Thr; R23 ist
Arg, Cys, Orn oder Lys; R25 ist Asp oder
Glu; R29 ist Gln oder Glu; R30 ist
Glu oder Cys, R32 ist His, Ala, D-His oder
ein äquivalentes
D-Isomer; R33 ist Lys, Cys oder Orn; R34 ist Asn oder Aib; R36 ist
Lys oder Leu; R39 ist Glu oder Asp; R40 ist Ile oder Glu und R41 ist
Ile oder Ala; und worin der N-Terminus optional durch Eliminierung
einer Sequenz von bis zu 3 Resten verkürzt sein kann; mit der Maßgabe, dass
wenn R30 Cys ist, R33 Cys
ist, und wenn R30 Glu ist, R33 Orn
oder Lys ist; und mit der weiteren Maßgabe, dass eine zweite Cyclisierungsbindung
zwischen R20 und R23 existieren kann.
-
Wieder
eine andere bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die Aminosäuresequenz
auf (einschließlich
nicht-toxischer Salze davon):
(Cyclo 30-33)Y1-Ser-R2-Glu-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-R18-R19-R20-R21-R22-R23-R24-R25-Gln-R27-R28-Gln-R30-R31-His-R33-R34-Arg-Lys-Leu-Nle-R39-Ile-R41-NH2, worin Y1 Ac oder
H ist; R2 ist Glu oder Gln; R18 ist
Val oder Nle; R19 ist CML, Leu, Ile, Ala
oder Aib; R20 ist Glu, D-Glu, Cys oder His;
R21 ist Nle oder Met; R22 ist
Ala, Aib oder Thr; R23 ist Arg, Cys, Orn
oder Lys; R24 ist Ala oder Aib; R25 ist Asp oder Glu; R27 ist
Leu oder CML; R28 ist Ala oder Aib; R30 ist Glu oder Cys; R31 ist
Ala oder Aib; R33 ist Lys, Orn oder Cys;
R34 ist Aib oder Asn; R39 ist
Glu oder Asp und R41 ist Ala oder Ile; und
worin der N-Terminus optional durch Eliminierung einer Sequenz von
bis zu 3 Resten verkürzt
sein kann; jedoch mit der Maßgabe,
dass eine zweite Cyclisierungsbindung zwischen R20 und
R23 existieren kann.
-
Eine
mehr bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die Aminosäuresequenz
auf (einschließlich nicht-toxischer
Salze davon):
(Cyclo 30-33)Y1-Ser-R2-Glu-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-R13-Leu-Leu-Arg-R17-R18-Leu-R20-Nle-R22-R23-R24-R25-R26-Leu-R28-R29-R30-R31-R32-R33-R34-Arg-R36-R37-Nle-R39-R40-R41-NH2,
worin Y1 Ac oder Wasserstoff ist; R2 ist Glu oder Gln; R13 ist
His, Tyr oder Glu; R17 ist Glu oder CML;
R18 ist Val, Nle oder Met; R20 ist
His, Cys oder Glu; R22 ist Ala, Aib, Thr,
Asp oder Glu; R23 ist Arg, Cys, Orn oder
Lys; R24 ist Ala oder Aib; R25 ist
Asp oder Glu; R26 ist Gln, Asn oder Lys;
R28 ist Ala oder Aib; R29 ist
Gln, Aib oder Glu; R30 ist Glu oder Cys;
R31 ist Ala oder Aib; R32 ist
His, Aib, Gly, Tyr, Ala, D-His oder ein äquivalentes D-Isomer; R33 ist Lys, Orn oder Cys; R34 ist Asn
oder Aib; R36 ist Lys, Orn, Arg, Har oder
Leu; R37 ist CML, Leu oder Tyr; R39 ist Glu, Aib oder Asp; R40 ist Ile,
Aib, Thr, Glu, Ala, Val, Leu, Nle, Phe, Nva, Gly oder Gln und R41 ist Ala, Ile, Gly, Val, Leu, Nle, Phe,
Nva oder Gln; und worin der N-Terminus optional durch Eliminierung
einer Sequenz von bis zu 3 Resten verkürzt sein kann; mit der Maßgabe, daß wenn R30 Glu ist, R33 Lys
oder Orn ist, und wenn R30 Cys ist, R33 Cys ist; und mit der weiteren Maßgabe, daß eine zweite
Cyclisierungsbindung zwischen R20 und R23 existieren kann.
-
Noch
eine weitere bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die Aminosäuresequenz
auf (einschließlich
nicht-toxischer Salze davon):
(Cyclo 30-33)Y1-Ser-R2-Glu-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-R23-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-R30-Ala-His-R33-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2,
worin R23 Arg oder Lys ist; R30 ist
Cys oder Glu; R33 ist Cys, Lys oder Orn;
und worin der N-Terminus optional durch Eliminierung einer Sequenz
von bis zu 3 Resten verkürzt sein
kann; mit der Maßgabe,
daß wenn
R30 Cys ist, R33 Cys
ist, und wenn R30 Glu ist, R33 Lys
oder Orn ist.
-
Noch
eine weitere bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die Aminosäuresequenz
auf (einschließlich
nicht-toxischer Salze davon):
(Cyclo 30-33)Y1-Y2-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-R13-Leu-Leu-Arg-R17-R18-R19-Glu-Nle-R22-R23-Ala-R25-Gln-R27-Ala-R29-Glu-Ala-R32-R33-R34-Arg-R36-R37-Nle-R39-R40-R41-NH2, worin Y1 H ist
oder ein Acylierungsmittel mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen; Y2 ist Ser-Glu-Glu oder Ser-Gln-Glu; R13 ist His oder Tyr; R17 ist
Glu oder CML; R18 ist Val, Nle oder Met;
R19 ist Leu oder Aib; R22 ist
Ala oder Thr; R23 ist Arg oder Lys; R25 ist Asp oder Glu; R27 ist
Leu oder Glu; R29 ist Gln, Aib oder Glu;
R32 ist His, Ala, D-His oder eine äquivalente
D-isomere α-Aminosäure; R33 ist Lys oder Orn; R34 ist
Asn oder Aib; R36 ist Lys oder Leu; R37 ist CML oder Leu; R39 ist
Glu oder Asp; R40 ist Ile oder Glu und R41 ist Ala oder Ile; worin Tyr oder D-Tyr
optional im N-Terminus enthalten sein können, der durch Deletion einer
Sequenz von bis zu 3 Resten verkürzt
sein kann, und worin D-Phe durch Phe, D-Tyr, D-Cpa, D-Nal oder D-Pal
ersetzt sein kann.
-
Eine
andere bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die Aminosäuresequenz
auf (einschließlich nicht-toxischer
Salze davon):
(Cyclo 30-33)Y1-Y2-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-R23-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-R30-Ala-His-R33-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2, worin Y1 H oder
Ac ist; Y2 Glu, Glu-Glu, Gln-Glu, Ser-Glu-Glu,
Ser-Gln-Glu, oder des-Y2 ist, R23 Arg
oder Lys ist; R30 Cys oder Glu ist; R33 Cys, Lys oder Orn ist; worin Pro4 oder Pro5 durch
D-Pro substituiert sein können
und Tyr oder D-Tyr an den N-Terminus angefügt sein können; und worin His32 optional und vorzugsweise durch D-His,
D-Arg, D-Tyr, D-Nal, D-Pal, D-Asn, D-Lys, D-Dpr(Nic), D-Dpr(Isopropyl),
D-Aph, D-Amp, D-Iamp, D-Har, D-Phe, D-Cpa, D-Agl(Nic), D-Lys(Isopropyl),
imBzlD-His, D-Orn, D-Dbu, D-Dpr, D-Hly, D-Hly(Nic), D-Orn(Nic),
D-Orn(Isopropyl), D-(Niederalkyl)Arg, D-Lys(Nic), D-(Niederalkyl)Amp,
D-(Niederdialkyl)Arg oder D-(Niederalkyl)Har; substituiert sein
kann; unter der Maßgabe,
dass, wenn R30 Cys ist, R33 Cys
ist und wenn R30 Glu ist, R33 Lys
oder Orn ist; und dass eine zweite Cyclisierungsbindung zwischen
Glu20 und R23 existieren
kann. Spezifische Analoga dieser Gruppe, von denen angenommen wird,
dass sie besonders biowirksam von dem Standpunkt der Reduktion von
Blutdruck sind, sind:
Cyclo(30-33)[D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
Lys33]r/hCRF;
Cyclo(30-33)[D-Phe12, Nle21,38, Glu30, Orn33]r/hCRF;
Cyclo(30-33)[D-Tyro,
D-Phe12, Nle21,38,
Glu30, Lys33)r/hCRF;
Cyclo(30-33)[D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]r/hCRF;
Cyclo(30-33)[D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-2Nal32, Orn33)r/hCRF; und
Cyclo(30-33)[D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Iamp32, Lys33]r/hCRF.
-
Noch
eine andere bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die Aminosäuresequenz
auf (einschließlich
nicht-toxischer Salze davon):
(Cyclo 30-33)Y1-Y2-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-R14-R15-Arg-R17-Val-R19-Glu-Nle-Ala-R23-Ala-Glu-Gln-R27-Ala-Gln-R30-Ala-R32-R33-Asn-Arg-Lys-R37-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2, worin Y1 H oder
Ac ist; Y2 Glu, Glu-Glu, Gln-Glu, Ser-Glu-Glu,
Ser-Gln-Glu oder des-Y2 ist; R14,
R15, R19, R27 und R37 unabhängig voneinander
Leu oder CML sind; R17 Glu oder CML ist;
R23 Arg oder Lys ist; R30 Glu
oder Cys ist; R32 D-His, D-Amp, D-Iamp,
D-Arg, D-Asn, D-Tyr, D-Pal, D-Nal oder eine andere basische und/oder
aromatische D-isomere α-Aminosäure ist;
R33 Lys, Orn oder Cys ist; worin Pro4 oder Pro5 durch
D-Pro substituiert werden können
und worin mindestens einer von R14, R15, R17, R19, R27 und R37 CML ist; unter der Maßgabe, dass, wenn R30 Cys ist, R33 Cys
ist und wenn R30 Glu ist, R33 Lys
oder Orn ist. Spezifische Analoga dieser Gruppe, von denen angenommen
wird, dass sie besonders biowirksam von dem Standpunkt der Reduktion
von Blutdruck sind, sind:
Cyclo(30-33)[Ac-D-Pro4,
D-Phe12, Nle21,38,
CML27, Glu30, D-His32,
Lys33]r/hCRF(4-41);
Cyclo(30-33)[D-Pro5, D-Phe12, CML15, Nle21,38, Glu30, D-Pal32, Lys33]r/HCRF(4-41);
Cyclo(30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, CML15, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]r/hCRF(4-41);
Cyclo(30-33)[D-Phe12, CML14, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]r/hCRF(4-41);
Cyclo(30-33)[Ac-D-Pro4, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-His32 Lys33, CML37]r/hCRF(4-41);
Cyclo(30-33)[D-Phe12, CML17, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]r/hCRF(4-41);
und
Cyclo(30-33)[D-Pro5, D-Phe12, CML19, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]r/hCRF(4-41).
-
Eine
besonders bevorzugte Gruppe von CRF-Agonisten weist die Aminosäuresequenz
auf (einschließlich
nicht-toxischer Salze davon): (Cyclo 30-33)Y1-Y2-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-R23-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-R30-Ala-His-R33-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2,
worin Y1 H oder Ac ist; Y2 ist
Glu, Glu-Glu, Gln-Glu, Ser-Glu-Glu, Ser-Gln-Glu oder des-Y2; R23 ist Arg oder
Lys; R30 ist Cys oder Glu; R33 ist
Cys, Lys oder Orn; worin Tyr oder D-Tyr optional im N-Terminus enthalten
sein können,
worin D-Phe durch Phe substituiert sein kann, worin Pro4 oder
Pro5 durch D-Pro substituiert sein können und
worin His32 optional durch D-His, D-Amp,
D-Iamp, D-Arg, D-Pal, D-Nal oder ein D-Isomer einer anderen natürlichen
Aminosäure,
abgesehen von Cys, substituiert werden kann und vorzugsweise ist;
mit der Maßgabe,
dass, wenn R30 Cys ist, R33 Cys
ist und wenn R30 Glu ist, R33 Lys
oder Orn ist. Spezifische Analoga dieser Gruppe, von denen angenommen
wird, dass sie besonders biowirksam von dem Standpunkt der Reduktion
von Blutdruck sind, sind:
Cyclo(30-33)[Ac-Pro4,
D-Phe12, Nle21,38,
Glu30, D-His32,
Lys33]r/hCRF(4-41);
Cyclo(30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-His32, Orn33]r/hCRF
(4-41);
Cyclo(30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, Nle21,38, Cys30,33, D-His32]r/hCRF
(4-41);
Cyclo(30-33)[Ac-D-Pro4, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-2Nal32, Lys33]r/hCRF(4-41);
Cyclo(30-33)[Tyro, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]r/hCRF;
und
Cyclo(30-33)[Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-3Pal32, Lys33]r/hCRF.
-
Wenn
Tyr oder D-Tyr zu dem verlängerten
N-Terminus zugegeben wird, kann das Peptid bequem unter Verwendung
von 125I radiomarkiert werden.
-
Die
Peptide können
durch ein geeignetes Verfahren synthetisiert werden, wie z.B. durch
ausschließliche
Festphasen-Techniken, durch partielle Festphasen-Techniken, durch
Fragmentkondensation oder durch klassische Lösungsaddition.
-
Für chemische
Synthesen von Peptiden ist der Schutz der labilen Seitenkettengruppen
der verschiedenen Aminosäureanteile
mit geeigneten Schutzgruppen gebräuchlich, die verhindern werden,
dass eine chemische Reaktion an diesem Ort auftritt, bis die Gruppe
letztendlich entfernt ist. Normalerweise ist auch der Schutz einer α-Aminogruppe
auf einer Aminosäure
oder einem Fragment gebräuchlich,
während
dieser Teil an der Carboxylgruppe reagiert, gefolgt durch die selektive
Entfernung der α-Aminoschutzgruppe,
um es zu ermöglichen,
dass darauffolgend eine Reaktion an diesem Ort stattfindet. Dementsprechend
ist es gebräuchlich, dass
als ein Schritt der Synthese eine Zwischenverbindung hergestellt
wird, die jeden der Aminosäurereste, lokalisiert
in ihrer erwünschten
Sequenz in der Peptidkette, beinhaltet, wobei verschiedene dieser
Reste Seitenkettenschutzgruppen aufweisen.
-
Zum
Beispiel kann die chemische Synthese eines Peptidanalogons von einer
bevorzugten Gruppe die anfängliche
Bildung eines Zwischenproduktes der folgenden Aminosäuresequenz
beinhalten:
X1-R1(X2 oder X4)-R2(X4 oder X5)-R3(X5)-Pro-Pro-R6-Ser(X2)-R8-Asp(X5)-Leu-R11(X2)-D-Phe-R13(X7 oder X5)-Leu-Leu-Arg(X3)-R17(X5)-R18-Leu-R20(X5 oder X8)-Nle-R22(X2 oder X5)-R23(X3, X6 oder
X8)-R24-R25(X5)-R26(X4 oder X6)-Leu-R28-R29(X4 oder
X5)-R30(X5 oder X8)-R31-R32(X3 oder
X7)-R33(X6 oder X8)-R34(X4)-Arg(X3)-R36(X3 oder X6)-R37(X7)-Nle-R39(X5)-R40(X2, X4 oder X5)-R41(X4)-X9
worin: die R-Gruppen wie hier zuvor
definiert sind.
-
X1 ist entweder Wasserstoff oder eine α-Aminoschutzgruppe.
Die α-Aminoschutzgruppen,
die durch X1 erwogen werden, sind diejenigen,
von denen bekannt ist, dass sie auf dem Fachgebiet bei der schrittweisen Synthese
von Polypeptiden nützlich
sind. Unter diesen Klassen von α-Aminoschutzgruppen,
die durch X1 abgedeckt werden, sind (1)
Acyl-Typ-Schutzgruppen,
wie Formyl (Fr), Acrylyl (Acr), Benzoyl (Bz) und Acetyl (Ac), die
vorzugsweise nur an dem N-Ende verwendet werden; (2) aromatische
Urethan-Typ-Schutzgruppen, wie Benzyloxycarbonyl(Z) und substituiertes
Z, wie p-Chlorbenzyloxycarbonyl, p-Nitrobenzyloxycarbonyl, p-Brombenzyloxycarbonyl,
p-Methoxybenzyloxycarbonyl; (3) aliphatische Urethanschutzgruppen,
wie t-Butyloxycarbonyl (BOC), Diisopropylethoxycarbonyl, Isopropyloxycarbonyl, Ethoxycarbonyl,
Allyloxycarbonyl; (4) Cycloalkylurethan-Typ-Schutzgruppen, wie Fluorenylmethyloxycarbonyl
(Fmoc), Cyclopentyloxycarbonyl, Adamantyloxycarbonyl und Cyclohexyloxycarbonyl;
und (5) Thiourethan-Typ-Schutzgruppen, wie Phenylthiocarbonyl. Die
zwei bevorzugten α-Aminoschutzgruppen
sind BOC und Fmoc.
-
X2 ist eine Schutzgruppe für die Hydroxylgruppe von Thr
und Ser und wird bevorzugt aus der Klasse ausgewählt, die aus Acetyl (Ac), Benzoyl
(Bz), tert-Butyl, Triphenylmethyl-(trityl), Tetrahydropyranyl, Benzylether
(Bzl) und 2,6-Dichlorbenzyl (DCB) besteht. Die am meisten bevorzugte
Schutzgruppe ist Bzl. X2 kann Wasserstoff
sein, was bedeutet, dass es keine Schutzgruppe auf der Hydroxylgruppe
gibt.
-
X3 ist eine Schutzgruppe für die Guanidinogruppe von Arg
oder Har, vorzugsweise ausgewählt
aus der Klasse, die aus Nitro-, p-Toluolsulfonyl(Tos), Z, Adamantyloxycarbonyl
und BOC besteht, oder es ist Wasserstoff. Tos ist am besten.
-
X4 ist Wasserstoff oder eine Schutzgruppe,
vorzugsweise Xanthyl(Xan), für
die Amidogruppe von Asn oder Gln. Asn oder Gln wird häufig ohne
Seitenkettenschutz in der Gegenwart von Hydroxybenzotriazol (HOBt) gekoppelt.
-
X5 ist Wasserstoff oder eine Ester-bildende
Schutzgruppe für
die β- oder γ-Carboxylgruppe
von Asp oder Glu, vorzugsweise ausgewählt aus den Estern von Cyclohexyl
(OChx), Benzyl (OBzl), 2,6-Dichlorbenzyl, Methyl, Ethyl und t-Butyl
(Ot-Bu). OChx wird für
eine BOC-Strategie bevorzugt.
-
X6 ist Wasserstoff oder eine Schutzgruppe
für den
Seitenkettenaminosubstituenten von Lys oder Orn. Veranschaulichend
für geeignete
Seitenkettenaminoschutzgruppen sind Z, 2-Chlorbenzyloxycarbonyl(2Cl-Z), Tos,
t-Amyloxycarbonyl(Aoc), BOC und aromatische oder aliphatische Urethan-Typ-Schutzgruppen,
wie hier zuvor spezifiziert wurde. 2Cl-Z wird für eine BOC-Strategie bevorzugt.
-
Wenn
His vorliegt, ist X7 Wasserstoff oder eine
Schutzgruppe für
den Imidazolstickstoff, wie Tos oder 2,4-Dinitrophenyl (DNP), und
wenn Tyr vorliegt, ist X7 Wasserstoff oder
eine Schutzgruppe für
die Hydroxylgruppe wie DCB. Wenn Met vorliegt, kann der Schwefel,
wenn erwünscht,
mit Sauerstoff geschützt
werden.
-
X8 ist eine Schutzgruppe für die Sulfhydrylgruppe von
Cys, vorzugsweise p-Methoxybenzyl(MeOBzl), p-Methylbenzyl, Acetamidomethyl,
Trityl oder Bzl; oder eine geeignete Schutzgruppe für eine Aminoseitenkette,
die entfernbar ist, ohne gleichzeitig die Schutzgruppe X6 zu entfernen, z.B. eine basenlabile Gruppe
wie Fmoc; oder eine geeignete labile Schutzgruppe für eine Carboxylseitenkette,
die entfernbar ist, ohne dass gleichzeitig die Schutzgruppe X5 entfernt wird, z.B. eine basenlabile Gruppe
wie OFm (Fluorenylmethylester). Alternativ kann es eine direkte
Bindung zwischen den Resten an den 30- und 33-Positionen oder den
Resten an den 20- und 23-Positionen sein, z.B. wenn die cyclische
Form von einer Carba- oder Dicarba-Bindung resultiert, die als äquivalent
zu einer Cys-Cys-Bindung angesehen wird.
-
Die
Auswahl einer Seitenkette-Aminoschutzgruppe ist nicht kritisch,
ausgenommen, dass sie eine sein sollte, die nicht während der
Schutzentfernung der α-Aminogruppen
während
der Synthese entfernt wird. Daher können die α-Aminoschutzgruppe und die Seitenketten-Aminoschutzgruppe
nicht die gleichen sein.
-
X9 ist NH2, eine Schutzgruppe,
wie ein Ester oder eine Ankerbindung, die bei der Festphasensynthese für die Bindung
an einen festen Harzträger
verwendet wird, vorzugsweise eine, die durch die Aminosäuresequenz
dargestellt wird:
-NH-Benzhydrylamin (BHA)-Harzträger und
-NH-para-Methylbenzhydrylamin
(MBHA)-Harzträger.
-
Die
Spaltung von einem BHA- oder MBHA-Harz ergibt direkt das CRF-Analogamid.
Durch Verwendung eines Methylderivates eines solchen Harzes kann
ein Methyl-substituiertes Amid geschaffen werden, das als das Äquivalent
davon betrachtet wird.
-
In
der Aminosäuresequenz
für das
Zwischenprodukt ist zumindest eines von X1,
X2, X3, X4, X5, X6,
X7 und X8 eine Schutzgruppe
oder X9 schließt einen Harzträger mit
ein. Die besondere Aminosäure,
die für
jede R-Gruppe ausgewählt
wird, bestimmt, ob es auch eine Schutzgruppe geben wird, die wie
hier zuvor spezifiziert, gebunden ist, und wie es allgemein auf
dem Fachgebiet bekannt ist. Bei der Auswahl einer bestimmten Seitenkettenschutzgruppe,
die bei der Synthese der Peptide verwendet werden soll, befolgt
man die folgenden Regeln: (a) die Schutzgruppe sollte gegenüber dem
Reagens und unter den Reaktionsbedingungen, die für die Entfernung
der α-Aminoschutzgruppe
ausgewählt
werden, bei jedem Schritt der Synthese stabil sein, (b) die Schutzgruppe
sollte ihre schützenden
Eigenschaften behalten und unter Kopplungsbedingungen nicht abgespalten
werden und (c) muss die Seitenkettenschutzgruppe bei der Vervollständigung
der Synthese, die die erwünschte
Aminosäuresequenz
enthält,
unter Reaktionsbedingungen, die die Peptidkette nicht verändern werden,
entfernbar sein.
-
Wenn
der N-Terminus modifiziert wird, ist vorzugsweise eine Acylgruppe
vorhanden, wie durch Y1 dargestellt, und
Acetyl (Ac), Formyl (Fr), Acrylyl(Acr) und Benzoyl (Bz) sind die
bevorzugten Acylgruppen, wobei Nph und Flu Alternativen sind. Y1 kann jedoch alternativ ein geeigneter Zucker
oder ein Lipid sein, die im allgemeinen als Äquivalente betrachtet werden.
-
So
wird bei einem Aspekt auch ein Verfahren für die Herstellung von Verbindungen
bereitgestellt, umfassend
- (a) die Bildung eines
Peptid-Zwischenproduktes, wie hier zuvor definiert, mit mindestens
einer Schutzgruppe, worin: X1, X2, X3, X4,
X5, X6, X7 und X8 jeweils
entweder Wasserstoff oder eine Schutzgruppe sind und X9 entweder
eine Schutzgruppe oder eine Ankerbindung an einen Harzträger oder
NH2 ist,
- (b) die Bildung einer Cyclisierungsbindung, insbesondere wenn
noch keine gebildet wurde,
- (c) Abspaltung der Schutzgruppe oder -gruppen oder der Ankerbindung
von dem Peptid-Zwischenprodukt,
- (d) optional Bildung einer Cyclisierungsbindung zu diesem Zeitpunkt,
und
- (e) wenn erwünscht,
Konvertierung eines resultierenden Peptids zu einem nicht-toxischen
Additionssalz davon.
-
Die
Peptide werden vorzugsweise unter Verwendung einer Festphasensynthese
hergestellt, so wie die, die durch Merrifield, J. Am. Chem. Soc.,
85, S. 2149 (1964) beschrieben wird. So können CRF-Antagonist-Peptide
auf eine geradlinige Weise hergestellt und dann einfach auf biologische
Aktivität
getestet werden. Dies erleichtert die schnelle Herstellung und Beurteilung
von CRF-Antagonistpeptiden. Die Festphasensynthese beginnt an dem
C-Terminus des Peptids durch Kopplung einer geschützten α-Aminosäure an ein
geeignetes Harz, wie im allgemeinen im US-Patent Nr. 4,244,946,
erteilt 21. Januar 1981 an Rivier et al., dargelegt. Ein solches
Ausgangsmaterial für
einen Antagonisten, basierend auf menschlichem CRF, kann durch Anheftung
von α-Amino-geschütztem Ile
an ein MBHA-Harz hergestellt werden.
-
Ile,
geschützt
durch BOC, wird an das BHA-Harz unter Verwendung von Methylenchlorid
und/oder Dimethylformamid (DMF) und/oder N-Methylpyrrolidon (NMP)
gekoppelt. Nach der Kopplung von BOC-Ile an den Harzträger wird
die α-Amino schutzgruppe
entfernt, wie durch Verwendung von Trifluoressigsäure (TFA)
in Methylenchlorid, TFA alleine oder mit HCl in Dioxan. Vorzugsweise
werden 50 Vol.-% TFA in Methylenchlorid mit 0 bis 5 Gew.-% 1,2-Ethandithiol
verwendet. Die Entfernung der Schutzgruppen wird bei einer Temperatur zwischen
ungefähr
0°C und
Raumtemperatur durchgeführt.
Andere Standard-Spaltungsreagenzien und Bedingungen für die Entfernung
spezifischer α-Aminoschutzgruppen
können
verwendet werden, wie in Schroder & Lubke, "The Peptides", Band 1, 72-75 (Academic Press 1965)
und in dem gut bekannten Barany-Merrifield-Text beschrieben wird.
-
Nach
der Entfernung der α-Aminoschutzgruppe
von Ile, werden die verbleibenden α-Amino- und Seitenketten-geschützten Aminosäuren schrittweise
in der gewünschten
Reihenfolge gekoppelt, um die Zwischenproduktverbindung, die hier
zuvor definiert wurde, zu erhalten. Als eine Alternative für die separate
Zugabe von jeder Aminosäure
bei der Synthese, können
einige von ihnen vor der Zugabe zu dem Festphasenreaktor aneinander
gekoppelt werden. Die Auswahl eines geeigneten Kopplungsreagens
liegt innerhalb des Fachwissens. Besonders geeignet als Kopplungsreagenzien
sind N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid
(DCC) und N,N'-Diisopropylcarbodiimid
(DICI).
-
Aktivierungs-
oder Kopplungsreagenzien für
die Verwendung bei der Festphasensynthese der Peptide sind auf dem
Fachgebiet der Peptide gut bekannt. Beispiele für geeignete Aktivierungsreagenzien
sind Carbodiimide, wie N,N'-Diisopropylcarbodiimid
und N-Ethyl-N'-(3-dimethylaminopropyl)-carbodiimid. Andere
Aktivierungsreagenzien und ihre Verwendung bei der Peptidkopplung
werden durch Schroder & Lubke,
siehe oben, in Kapitel III und durch Kapoor, J. Phar. Sci., 59,
S. 1-27 (1970) beschrieben. p-Nitrophenylester (ONp) kann auch verwendet
werden, um das Carboxylende von Asn oder Gln für die Kopplung zu aktivieren.
Zum Beispiel kann BOC-ASn(ONp) über
Nacht unter Verwendung eines Äquivalents von
HOBt in einer 50%igen Mischung von DMF und Methylenchlorid gekoppelt
werden.
-
Jede
geschützte
Aminosäure
oder Aminosäuresequenz
wird in den Festphasenreaktor in ungefähr einem dreifachen Überschuss
eingeführt,
und die Kopplung wird in einem Medium von Dimethylformamid (DMF):CH2Cl2 (1:1) oder in
CH2Cl2 allein bei
Raumtemperatur durchgeführt.
Alternativ kann die Kopplung bei erhöhter Temperatur bis zu ungefähr 70°C in NMP
in einer Mischung von Toluol:DMSO (70:30) durchgeführt werden.
In den Fällen,
bei denen die Kopplung manuell durchgeführt wird, wird der Erfolg der
Kopplungsreaktion in jedem Stadium der Synthese durch die Ninhydrinreaktion überwacht,
wie durch E. Kaiser et al., Anal. Biochem. 34, 595 (1970) beschrieben.
In den Fällen,
bei denen inkomplette Kopplung auftritt, wird der Kopplungsvorgang
vor der Entfernung der α-Aminoschutzgruppe
vor der Kopplung der nächsten
Aminosäure
wiederholt. Die Kopplungsreaktionen können automatisch durchgeführt werden,
wie auf einem Beckman 990-automatischen Synthetisierer, unter Verwendung
eines Programmes, wie dasjenige, über das in Rivier et al., Biopolymers,
17, S. 1927-1938 (1978) berichtet wird.
-
Nachdem
die erwünschte
Aminosäuresequenz
vervollständigt
wurde, wird das Zwischenprodukt-Peptid von dem Harzträger entfernt,
außer
es ist erwünscht,
die Cyclisierungsbindung zu bilden, während es an dem Harz befestigt
ist, wie hier im folgenden beschrieben wird. Die Entfernung wird
durch Behandlung mit einem Reagens, wie flüssigen Hydrogenfluorid (HF),
erreicht, welches nicht nur das Peptid von dem Harz spaltet, sondern
auch alle verbleibenden Seitenkettenschutzgruppen X2,
X3, X4, X5, X6 und X7, und die α-Aminoschutzgruppe X1, wenn sie noch vorliegt (außer sie
ist eine Acylgruppe, die in dem endgültigen Peptid vorliegen soll),
abspaltet, um das Peptid zu erhalten. Wenn Hydrogenfluorid für die Spaltung
verwendet wird, werden Anisol oder Kresol und Methylethylsulfid
in das Reaktionsgefäß als Fänger mit
eingeschlossen. Wenn Met in der Sequenz vorliegt, kann die BOC-Schutzgruppe
mit Trifluoressigsäure
(TFA)/Ethandithiol vor der Spaltung des Peptids von dem Harz gespalten
werden, um die S-Alkylierung zu eliminieren.
-
Der
Cyclisierungsschritt für
das CRF-Peptidanalogon hängt
natürlich
von der Art der Bindung, die zwischen den Resten an den 30- und
33-Positionen (und ähnlich
für diejenigen
an den 20- und 23-Positionen, wenn ein bicyclisches Molekül gebildet
wird) erwünscht
ist. Wenn Reste von L-Cys sowohl an den 30- wie auch 33-Positionen eingeschlossen
sind, ist es oft praktischer, den Cyclisierungsschritt nach der
Spaltung von dem Harz und der Entfernung aller Schutzgruppen von
dem Peptid durchzuführen.
Die cyclische Form des Peptids wird durch Oxidierung unter Verwendung
einer Ferricyanidlösung,
vorzugsweise wie in Rivier et al., Biopolymers, Band 17 (1978),
1927-38 beschrieben, oder durch Luftoxidierung oder in Übereinstimmung
mit anderen bekannten Verfahrensweisen erhalten.
-
Um
eine Amidcyclisierungsbindung (Lactambrücke) zu bewirken, kann die
Cyclisierung durchgeführt werden,
während
das partiell geschützte
Peptid an das Harz angeheftet bleibt, wie in den US-Patenten Nrn. 5,064,939
und 5,043,322 offenbart wird. Solch ein Vorgehen schafft effektiv
eine Amidcyclisierungsbindung zwischen den zwei erwünschten
Seitenketten, während
andere Reste, wie Asp, Glu und/oder Lys, in dem Peptid-Zwischenprodukt
ihren Seitenkettenschutz behalten.
-
Wenn über eine
Amidbindung zwischen einer Seitenketten-Carboxylgruppe des 30-Positionsrestes und
einer Seitenketten-Aminosäure des
33-Positionsrestes oder anders herum, was im allgemeinen als eine äquivalente
Bindung angesehen wird, cyclisiert wird, wird es vorgezogen, das
geschützte
Peptid auf einem MBHA- oder BHA-Harz zu synthetisieren und den Benzylester
der bestimmten Carboxylsäureseitenkette
an das Hydrazid zu derivatisieren, während das Peptid noch an das
Harz angeheftet ist und es dann mit einer selektiv von Schutzgruppen
befreiten Aminoseitenkette reagieren zu lassen, wie es in US-Patent
Nr. 5,043,322 dargestellt wird. Vorzugsweise wird die Cyclisierung
unter Verwendung einer basenlabilen Schutzgruppe, z.B. OFm, für die Carboxylseitenkette
des Restes, um in die Amidbindungsbrücke mit einzubezogen werden,
und unter Verwendung von Fmoc als eine Schutzgruppe für die Aminoseitenkette
auf dem anderen Rest, der mit einbezogen werden soll, erreicht.
Die α-Aminoschutzgruppe
auf dem 1-Positionsrest, ob sie acyliert werden soll oder nicht,
und alle anderen Seitenkettenschutzgruppen verbleiben am Platz,
während
die zwei basenlabilen Gruppen unter Verwendung von Piperidin oder
dgl. entfernt werden. Nach dieser selektiven Entfernung wird die
Reaktion, um Cyclisierung zu erreichen, durch Behandlung mit BOP
durchgeführt,
welches im wesentlichen eine vollständige Bildung der Amidbindung
bewirkt. Wenn zwei Lactambrücken
in das Molekül
mit eingeschlossen werden sollen, wird die 30-33-Brücke
vorzugsweise an einem Punkt in der Synthese vor der Zugabe des 23-Positionsrestes
herbeigeführt
oder es wird ein Syntheseprotokoll, wie es in US-Patent Nr. 5,064,939
gelehrt wird, angewendet. Nach der Cyclisierung wird das Peptid
vollständig
von Schutzgruppen befreit und von dem Harz unter Verwendung eines
Reagens wie HF abgespalten. Optional kann eine BOC-Schutzgruppe
zuerst von dem N-Terminus unter Verwendung von TFA entfernt werden.
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Alternativ
können
Cyclisierung von Peptiden durch solche Amidbindungen auch unter
Verwendung von den Lehren der US-Patente Nrn. 4,115,554 (19. September
1978); 4,133,805 (9. Januar 1979); 4,140,767 (20. Februar 1979);
4,161,521 (17. Juli 1979); 4,191,754 (4. März 1980); 4,238,481 (9. Dezember
1980); 4,244,947 (13. Januar 1981); und 4,261,885 (14. April 1981)
herbeigeführt
werden.
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Ein
geradliniges ("straightforward") Assay kann unter
Verwendung von Adenohypophysenzellen von Ratten in Monolayerkultur
durchgeführt
werden, um zu bestimmen, welche CRF-Aktivität ein Kandidat-Peptid zeigen
wird; das Verfahren, das verwendet wird, ist im allgemeinen dasjenige,
das in Endocrinology 91, 562 (1972) dargelegt wird. Der Assay wird
verwendet, um zu zeigen, ob ein Kandidat-Peptid irgendeine Aktivität als ein
CRF-Agonist durch Stimulierung der ACTH-Sekretion durch Aktivierung von CRF-Rezeptoren
auf solchen Zellen zeigt, und seine antagonistischen Eigenschaften
werden durch Vergleich mit den Ergebnissen, die man von einer parallelen
Dosis von oCRF, das als ein Labor-"Standard" für
diese Zwecke verwendet wird, erhält,
bestimmt.
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Ein
CRF-Agonist-Kandidat-Peptid wird auch einfach in einem Bindungsassay
unter Verwendung eines bekannten CRF-Rezeptors beurteilt, wie demjenigen,
der in M. Perrin et al., Endocrinology 118, 1171-1179 (1986) beschrieben
wird. Ein repräsentativer
Bindungsassay, der CRR-RA-Rezeptor verwendet, wird in Chen et al.,
P.N.A.S., 90, 8967-8971 (Oktober 1993) beschrieben. Diese cyclischen
Peptide mit einem D-Aminosäurerest
an Position 32 zeigen eine hohe Bindungsaffinität an CRF-Rezeptoren, wie CRF-RA.
Als solche können sie
verwendet werden, um auf mögliche
CRF-Agonisten mit noch größerer Affinität unter
Verwendung eines markierten cyclischen CRF-Agonisten zu screenen.
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Wie
hier zuvor angedeutet, verstärkt
eine Cyclisierungsbindung zwischen den Resten an den 30- und 33-Positionen
und die Substitution einer D-Isomeraminosäure an der 32-Position die
Eigenschaften von Agonisten durch die ganze CRF-Familie von Peptiden.
Diese Agonisten, wie auf dem Fachgebiet gut bekannt ist, können das
gesamte 41-Restpeptid beinhalten oder sie können an dem N-Terminus durch
Deletion einer Sequenz von drei Resten oder so viel wie fünf Resten,
wenn erwünscht,
leicht verkürzt
werden. Der N-Terminus dieser CRF-Agonisten kann durch einen Acylierungswirkstoff,
wie auf dem Fachgebiet bekannt ist, der im allgemeinen bis zu 15
Kohlenstoffatome und vorzugsweise von 1 bis 7 Kohlenstoffatome aufweist,
wie Acetyl, Acrylyl und Benzoyl, acyliert werden. Die folgenden
Beispiele legen bevorzugte Verfahren für die Synthetisierung von CRF-Agonisten
durch die Festphasen-Technik dar.
-
Beispiel 1
-
Die
Synthese von (Cyclo 30-33)[Ac-Pro
4, D-Phe
12, Nle
21,38, Glu
30, D-His
32, Lys
33]-r/hCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz: Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH
2 wird schrittweise auf einem MBHA-Hydrochloridharz,
wie es von Bachem, Inc. erhältlich
ist, mit einem Substitutionsbereich von ungefähr 0,1 bis 0,5 mmol/g Harz
durchgeführt.
Die Synthese wird auf einem automatischen Beckman 990B-Peptid-Synthetisierer unter
Verwendung eines geeigneten Programms durchgeführt, bevorzugt wie folgt:
-
Die
Kopplung von BOC-Ile resultiert in der Substitution von ungefähr 0,35
mmol Ile pro g Harz. Alle Lösungsmittel,
die verwendet werden, werden sorgfältig entgast, vorzugsweise
durch Anschwänzen
mit einem inerten Gas, z.B. Helium oder Stickstoff.
-
Nach
der Entfernung von Schutzgruppen und Neutralisierung wird die Peptidkette
Schritt-für-Schritt auf
dem Harz aufgebaut. Im allgemeinen werden 1 bis 2 mmol BOC-geschützte Aminosäure in Methylenchlorid pro
g Harz verwendet, plus 1 Äq.
von 2 molarem DCC in Methylenchlorid für 2 Stunden. Wenn BOC-Arg(Tos) gekoppelt
wird, wird eine Mischung aus 50 % DMF und Methylenchlorid verwendet.
Bzl wird als die Hydroxylseitenketten-Schutzgruppe für Ser und
Thr verwendet. p-Nitrophenylester (ONp) kann verwendet werden, um das
Carboxylende von Asn oder Gln zu aktivieren; z.B. kann BOC-Asn(ONp) über Nacht
unter Verwendung eines Äquivalents
von HOBt in einer 50%igen Mischung von DMF und Methylenchlorid gekoppelt
werden. Die Amidogruppe von Asn oder Gln wird durch Xan geschützt, wenn
DCC-Kopplung anstelle des aktiven Esterverfahrens verwendet wird.
2-Cl-Z wird als die Schutzgruppe für die Lys-Seitenkette verwendet,
außer
der Lys-Rest sollte an der Lactam-Brücke teilnehmen, wenn Fmoc verwendet
wird. Tos wird verwendet, um die Guanidinogruppe von Arg und die
Imidazolgruppe von His zu schützen,
und die Seitenketten-Carboxylgruppe von Glu oder Asp wird durch
OBzl geschützt,
außer
für Glu30, das durch OFm geschützt wird. An dem Ende der Synthese
wird die folgende Zusammensetzung erhalten:
BOC-Pro-Pro-Ile-Ser(Bzl)-Leu-Asp(OBzl)-Leu-Thr(Bzl)-D-Phe-His(Tos)-Leu-Leu-Arg(Tos)-Glu(OBzl)-Val-Leu-Glu(OBzl)-Nle-Ala-Arg(Tos)-Ala-Glu(OBzl)-Gln(Xan)-Leu-Ala-Gln(Xan)-Glu(OFm)-Ala-D-His(Tos)-Lys(Fmoc)-Asn(Xan)-Arg(Tos)-Lys(2Cl-Z)-Leu-Nle-Glu(OBzl)-Ile-Ile-Harzträger. Xan
kann teilweise oder vollständig
durch TFA-Behandlung entfernt worden sein, die verwendet wird, um
die α-Aminoschutzgruppe
zu entblocken.
-
Als
Nächstes
wird die Cyclisierung (Lactamisierung) der Reste 30 und 33 durch
das Verfahren, auf das hier zuvor Bezug genommen wurde, durchgeführt und
im folgenden ausführlicher
beschrieben. Nach Waschungen mit Dichlormethan (DCM) (2×) und Dimethylformamid
(DMF) (2×)
werden die OFm/Fmoc-Gruppen von Glu30 bzw.
Lys33 durch 20 % Piperidin in DMF (1 × 1 min
und 2 × 10
min) entfernt, gefolgt durch Waschungen mit DMF (2×), ET3N in CH2Cl2 (1×),
Methanol (MeOH) (2×)
und DCM (2×).
Das Peptidharz wird durch Reaktion bei Raumtemperatur mit einem
dreifachen Überschuss
an Benzotriazol-1-yl-oxy-tris-(dimethylamino)phosphoniumhexafluorphosphat
(BOP) in Gegenwart eines Überschusses
an Diisopropylethylamin (DIEA) in Dimethylformamid (DMF) cyclisiert.
Nach der Waschung wird die Cyclisierung noch 2× für 4 Stunden und dann 1× für 12 Stunden,
wenn notwendig, wiederholt. Der Abschluss der Reaktion wird durch
den gut bekannten Kaiser-Ninhydrin-Test bestätigt. Im allgemeinen ist sie
nach nicht mehr als 24 Stunden abgeschlossen.
-
Nach
der Cyclisierung wird das Peptidharz mit TFA behandelt, um die BOC-Schutzgruppe
an dem N-Terminus zu entfernen. Man lässt es dann mit Essigsäureanhydrid
reagieren, um den Prolinrest zu acetylieren. Das resultierende Peptidharz
wird gespalten und durch Behandlung mit 1,5 ml Anisol, 0,5 ml Methylethylsulfid
und 15 ml Wasserstofffluorid (HF) pro g Peptidharz, zuerst bei –20°C für 20 min
und dann bei 0°C
für eine
halbe Stunde von Schutzgruppen befreit. Nach Eliminierung des HF
unter Hochvakuum wird das Harzpeptid abwechselnd mit trockenem Diethylether
und Chloroform gewaschen, und das Peptid wird dann mit entgaster
2N wässriger
Essigsäure
extrahiert und von dem Harz durch Filtration entfernt.
-
Das
Peptid wird dann durch Gelpermeation, gefolgt von präparativer
HPLC gereinigt, wie es in Marki et al., J. Am. Chem. Soc., 103,
3178 (1981); Rivier et al., J. Chromatography, 288, 303-328 (1984);
und Hoeger et al., BioChromatography, 2, 3, 134-142 (1987) beschrieben
wird. Die chromatographischen Fraktionen werden sorgfältig durch
HPLC beobachtet, und nur die Fraktionen, die eine erhebliche Reinheit
aufweisen, werden gepoolt.
-
Um
zu überprüfen, ob
die genaue Sequenz erreicht wurde, wird das r/hCRF-Analogon in abgedichteten
evakuierten Röhrchen,
die konstant kochendes HCl, 3 μl
Thioglykol/ml und 1 nmol Nle (als innerer Standard) enthalten, für 9 Stunden
bei 140°C
hydrolysiert. Die Aminosäureanalyse
der Hydrolysate unter Verwendung eines Beckman 121-MB-Aminosäure-Analysators
zeigt Aminosäureverhältnisse,
die bestätigen,
dass die 38-Rest-Peptidstruktur
erhalten wurde.
-
Das
Peptid wird als homogen unter Verwendung von Umkehrphasen-Hochleistungs-Flüssigchromatographie
(RP-HPLC) beurteilt. Spezifisch wird es RP-HPLC unter Verwendung
eines Waters-HPLC-Systems mit einer 0,46 × 25 cm-Säule, gepackt mit 5 μm C18-Kieselerde, 300 Å Porengröße und TEAP-Puffern bei verschiedenen
pHs, unterworfen. Die Entsalzung des gereinigten Peptids wird unter
Verwendung von Puffer A, der eine wässrige 0,1%ige Trifluoressigsäure-Lösung ist,
die aus 1,0 ml TFA pro 1000 ml Lösung
besteht, und Puffer B, der 100%iges Acetonitril ist, erreicht. Es
hat eine Reinheit von mehr als 90 %, gemessen durch kapilläre Zonenelektrophorese
(CZE). Sekundärionenmassen-Flüssigspektrometrie
(LSIMS)-Massenspektren
werden mit einem JEOL-Modell JMS-HX110-doppelfokussierendem Massenspektrometer,
ausgerüstet
mit einer Cs+-Kanone, gemessen. Es werden eine Beschleunigungsspannung
von 10 kV und eine Cs+-Kanonenspannung zwischen
25 und 30 kV angewendet. Der gemessene Wert von 4440,49, den man
unter Verwendung von LSIMS erhält,
ist in Übereinstimmung
mit dem errechneten Wert von 4440,52.
-
Die
spezifische optische Rotation des h/rCRF-Peptids, das auf die vorangehende
Weise synthetisiert und gereinigt wurde, wird auf einem Perkin-Elmer-Modell
241-Polarimeter als [α] 22 / D = –33,2° ± 1 (c
= 1 in 10 % Essigsäure
ohne Korrektur für
die Gegenwart von H2O und TFA) gemessen.
-
Die
Synthese wird zweimal wiederholt. Einmal wird das cyclische Peptid
mit His anstelle von D-His an der 32-Position hergestellt und dann
durch Auslassen des Cyclisierungsschrittes das vergleichbare lineare Peptid
mit His32 hergestellt. Die optischen Rotationen
der His32-Peptide werden wie zuvor als [α] 22 / D = –38,9° ± 1 (cyclisch)
und [α] 22 / D = –39,5° ± 1 (linear)
gemessen, wobei das cyclische Peptid in 9%iger Essigsäure und
das lineare Peptid in 1%iger Essigsäure gemessen wird.
-
Der
cyclische CRF-Agonist mit D-His32 wird auf
seine Wirkungen auf die Sekretion von ACTH und β-Endorphin in vitro und auch
in vivo untersucht. Es wird seine in vitro-Wirksamkeit, die Sekretion von ACTH und β-Endorphin
durch kultivierte Ratten-Hypophysenzellen zu stimulieren, unter
Verwendung der Vorgehensweise, die im allgemeinen in Endocrinology,
91, 562 (1972) dargestellt wird, gemessen und mit synthetischem oCRF
verglichen. Es wird festgestellt, dass es ungefähr 201 mal (102-420) wirksamer
ist als das native Hormon. Die in vitro-Testung des cyclischen His32-Peptids zeigt eine Wirksamkeit von 6,3
mal (3,2-12,9) derjenigen des Standard-oCRFs, während das lineare Peptid ungefähr 4,5 mal
(2,7-7,6) so wirksam ist wie das native Hormon.
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Es
kann gesehen werden, dass die D-His32-Substitution
die Biowirksamkeit des cyclischen CRF-Agonistpeptids sehr signifikant
weiter steigert. Die in vivo-Testung wird unter Verwendung des allgemeinen
Vorgehens, das in C. Rivier et al., Science, 218, 377 (1982) dargelegt
wird, durchgeführt und
zeigt eine signifikante Senkung des Blutdruckes, wenn dieses Peptid
peripher verabreicht wird.
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Beispiel 1A
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Die
Synthese aus Beispiel 1 für
das cyclische D-His32-Peptid wird unter
Verwendung einer dreifachen Charge und unter Verlängerung
des N-Terminus anstelle der Beendigung der Aminosäurekette
an Pro wiederholt. Drei zusätzliche
Reste werden sequenziell zugefügt,
sprich Glu, Glu und dann Ser, wobei jedes Mal ein Drittel der ursprünglichen
Menge des Harzes entfernt wird. Nach der Cyclisierung werden die
N-Termini der CRF(3-41)-
und der CRF(2-41)-Peptide acetyliert. Die folgenden drei Peptide
werden hergestellt:
(Cyclo 30-33)[Ac-Glu3,
D-Tyr12, Nle21,38,
Glu30, D-His32,
Lys33]-r/hCRF(3-41);
(Cyclo 30-33)[Ac-Glu2, D-Tyr12, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]r/hCRF(2-41);
und
(Cyclo 30-33)[D-Tyr12, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]r/hCRF.
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Jedes
Peptid weist eine Reinheit von ungefähr 98 % auf, wie durch kapilläre Zonenelektrophorese (CZE)
bestätigt
wird. Die Biowirksamkeit von jedem Peptid wird in vitro gemessen,
wie zuvor beschrieben, und mit dem Laborstandard, sprich Schaf-CRF, verglichen.
Jedes ist in ungefähr
dem gleichen Ausmaß wie
das cyclische D-Phe32-Peptid aus Beispiel
1 wesentlich wirksamer als der Standard.
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Beispiel 1B
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Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wieder wiederholt, dieses Mal unter
Zugabe von H-Tyr-Ser-Glu-Glu zu Pro an dem N-Terminus, um das folgende
Peptid herzustellen:
(Cyclo 30-33)[Tyro,
D-Phe12, Nle21,38,
Glu30, D-His32,
Lys33]-r/hCRF.
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Die
Biowirksamkeit des Peptids ist in vitro sehr deutlich größer als
diejenige des Laborstandards. Das Peptid wird einfach mit 125I radioiodiert, um einen Liganden für die Verwendung
in kompetitiven Medikamenten-Screening-Assays bereitzustellen.
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Beispiel 2
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Das
Peptid (Cyclo 30-33)[D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-His32 Orn33]-rCRF(3-41)
mit der Aminosäuresequenz: H-Glu-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Orn-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 wird unter Verwendung des Verfahrens, das
allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert. Die Testung
in Übereinstimmung
mit dem allgemeinen Verfahren, das in Beispiel 1 dargelegt wird,
zeigt, dass es ebenso die Sekretion von ACTH und β-END-LI stimuliert
und eine sehr signifikante Senkung des Blutdruckes hervorruft, wenn
es peripher verabreicht wird.
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Beispiel 3
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Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]-oCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz: Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Thr-Lys-Ala-Asp-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Asp-Ile-Ala-NH2 wird unter Verwendung eines Verfahrens, das
allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert. Ein Teil
des Peptidharzes wird vor der Cyclisierung entfernt, um das lineare
Peptid mit D-His an der 32-Position herzustellen. Die Testung in Übereinstimmung
mit dem allgemeinen Verfahren, das hier zuvor dargelegt wird, zeigt,
dass das cyclische Peptid die Sekretion von ACTH und β-END-LI stark
stimuliert und eine sehr signifikante Senkung des Blutdruckes hervorruft,
wenn es peripher verabreicht wird.
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Die
Testung zeigt auch, dass das lineare Peptid mit der D-His32-Substitution in vitro eine sehr wesentlich
geringere Biowirksamkeit aufweist als die cyclische Verbindung.
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Beispiel 3A
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Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, Nle18,21, Glu30, D-Ala32, Lys33]-AHC(4-41) mit der Aminosäuresequenz: Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Nle-Leu-Glu-Nle-Ala-Lys-Ala-Glu-Gln-Glu-Ala-Glu-Glu-Ala-D-Ala-Lys-Asn-Arg-Leu-Leu-Leu-Glu-Glu-Ala-NH2 wird unter Verwendung eines Verfahrens, das
allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert. Ein Teil
des Peptidharzes wird vor der Cyclisierung entfernt und wird gespalten
und von Schutzgruppen befreit, um das korrespondierende lineare
Peptid bereitzustellen. Die Aminosäureanalyse der zwei resultierenden
gereinigten Peptide stimmt mit der Aminosäuresequenz für die hergestellten
Peptide überein
und bestätigt,
dass die 38-Rest-Peptidstrukturen erhalten werden. Das cyclische
Peptid besitzt einen Wert von 4336,63, wenn es durch LSIMS gemessen
wird, was mit dem errechneten Wert von 4336,36 übereinstimmt. Die Testung in Übereinstimmung
mit dem allgemeinen Verfahren, das hier zuvor dargelegt wird, zeigt,
dass das cyclische Peptid die Sekretion von ACTH und β-END-LI stark stimuliert
und eine sehr signifikante Senkung des Blutdruckes hervorruft, wenn
es peripher verabreicht wird. Das lineare Peptid besitzt Biowirksamkeit,
aber in einem sehr signifikant geringerem Grad.
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Die
obige Synthese wird wiederholt, um das cyclische Peptid mit D-His
an der 32-Position herzustellen. Die Testung zeigt, dass das cyclische
D-His32-Analogon auch eine signifikant gesteigerte
Biowirksamkeit im Vergleich mit dem oben getesteten linearen Peptid
aufweist.
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Beispiel 3B
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Das
Peptid (Cyclo 30-33)[D-Phe12, Nle18,21, Glu30, Lys33]-Sauger-Urotensin
mit der Aminosäuresequenz: H-Asn-Asp-Asp-Pro-Pro-Ile-Ser-Ile-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Asn-Nle-Ile-Glu-Nle-Ala-Arg-Ile-Glu-Asn-Glu-Arg-Glu-Glu-Ala-Gly-Lys-Asn-Arg-Lys-Tyr-Leu-Asp-Glu-Val-NH2 wird unter Verwendung eines Verfahrens,
das allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert. Die Aminosäureanalyse
des resultierenden gereinigten Peptids stimmt mit der Aminosäuresequenz
für das
hergestellte Peptid überein
und bestätigt,
dass die 41-Rest-Peptidstruktur
erhalten wird. Es besitzt eine Reinheit von ungefähr 98 %,
bestätigt
durch kapilläre Zonenelektrophorese.
LSIMS zeigt einen Wert von 4829,78, was mit dem errechneten Wert
von 4829,53 übereinstimmt.
Die Biowirksamkeit des Peptids, bestimmt wie zuvor beschrieben,
beträgt
ein Mehrfaches derjenigen des Standards.
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Die
Synthese wird zweimal wiederholt, um die cyclischen Peptide mit
D-Ala bzw. D-His an der 32-Position herzustellen. Die D-Ala32-Substitution steigert signifikant die
in vitro-Biowirksamkeit
im Vergleich mit dem vergleichbaren Analogon mit Gly32,
wie es auch die D-His32-Substitution tut.
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Beispiel 3C
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Das
Peptid (Cyclo 29-32)[D-Leu11, Nle17, Glu29, Lys32]-Sauvagin
mit der Aminosäuresequenz:
pGlu-Gly-Pro-Pro-Ile-Ser-Ile-Asp-Leu-Ser-D-Leu-Glu-Leu-Leu-Arg-Lys-Nle-Ile-Glu-Ile-Glu-Lys-Gln-Glu-Lys-Glu-Lys-Gln-Glu-Ala-Ala-Lys-Asn-Arg-Leu-Leu-Leu-Asp-Thr-Ile-NH2 wird unter Verwendung eines Verfahrens,
das allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert. Ein Teil
des Peptidharzes wird vor der Cyclisierung entfernt und es wird
gespalten und von Schutzgruppen befreit, um das korrespondierende
lineare Peptid bereitzustellen. Die Aminosäureanalyse der resultierenden
gereinigten Peptide stimmt mit der Aminosäuresequenz für die hergestellten
Peptide überein
und bestätigt,
dass die 40-Rest-Peptidstrukturen erhalten werden. Die spezifische
optische Drehung an der Natrium-D-Linie des cyclischen Peptids wird,
wie zuvor beschrieben, als [α] 22 / D = –51,2° ± 1 (c
= 1 in 1 %iger Essigsäure,
ohne Korrektur für
die Gegenwart von H2O und TFA) gemessen.
Es besitzt eine Reinheit von ungefähr 98 %, bestätigt durch
kapilläre
Zonenelektrophorese. Der LSIMS-Wert von 4576,68 stimmt mit dem errechneten
Wert von 4576,71 überein.
Die Biowirksamkeit des Peptids, bestimmt wie zuvor beschrieben,
ist ungefähr
5,73 (2,61-13,51) mal diejenige des Standardpeptids. Das lineare
Peptid ist sehr signifikant weniger biowirksam.
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Die
Testung in Übereinstimmung
mit dem allgemeinen Verfahren, das hier zuvor dargelegt wird, zeigt, dass
das cyclische Peptid die Sekretion von ACTH und β-END-LI stimuliert und eine
sehr signifikante Senkung des Blutdrucks hervorruft, wenn es peripher
verabreicht wird.
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Die
gesamte Synthese wird wiederholt, um das cyclische Peptid mit D-Ala
an der 31-Position und sein lineares Gegenstück herzustellen, wobei beide
um 2 Reste an dem N-Terminus, der acetyliert wird, gekürzt werden.
Die Masse des cyclischen Peptids wird durch Laser-Desorptionsmassenspektroskopie
(LDMS) gemessen, und der Wert von 4436,8 stimmt mit dem errechneten
Wert überein.
Die D-Ala31-Substitution in dem cyclischen
Peptid steigert signifikant die Biowirksamkeit im Vergleich mit
dem cyclischen Gly31-Analogon; das lineare
D-Ala31-Peptid besitzt jedoch eine sehr
signifikant geringere Biowirksamkeit.
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Beispiel 3D
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Das
Peptid (Cyclo 30-33)[D-Phe12, Nle21,37,38, Glu30,
Lys33]-Fisch-CRF
mit der Aminosäuresequenz: H-Ser-Glu-Glu-Pro-Pro- Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Nle-Nle-Glu-Ile-Phe-NH2 wird unter Verwendung eines Verfahrens,
das allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert. Die Testung
in Übereinstimmung
mit dem allgemeinen Verfahren, das hier zuvor dargelegt wird, zeigt,
dass es ebenso die Sekretion von ACTH und β-END-LI stimuliert und eine
sehr signifikante Senkung des Blutdruckes hervorruft, wenn es peripher
verabreicht wird.
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Die
Synthese wird wiederholt, um das cyclische Peptid mit D-His an der
32-Position herzustellen. Die D-His32-Substitution steigert
signifikant die Biowirksamkeit im Vergleich mit His32.
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Beispiel 3E
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Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Nle6,14,18,24, D-Phe12, Glu30, D-Leu32, Lys33]-Maggy-Urotensin
mit der Aminosäuresequenz: H-Ser-Glu-Glu-Pro-Pro-Nle-Ser-Ile-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Nle-Leu-Arg-Asn-Nle-Ile-His-Arg-Ala-Lys-Nle-Glu-Gly-Glu-Arg-Glu-Glu-Ala-D-Leu-Lys-Asn-Arg-Asn-Leu-Leu-Asp-Glu-Val-NH2 wird unter Verwendung eines Verfahrens,
das allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert. Die Testung
in Übereinstimmung
mit dem allgemeinen verfahren, das hier zuvor dargelegt wird, zeigt,
dass es ebenso die Sekretion von ACTH und β-END-LI stimuliert und eine
sehr signifikante Senkung des Blutdruckes hervorruft, wenn es peripher
verabreicht wird.
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Die
Synthese wird wiederholt, um das cyclische Peptid mit D-His an der
32-Position herzustellen. Die D-His32-Substitution steigert
die Biowirksamkeit über
diejenige des D-Leu32-Analogons.
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Beispiel 3F
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Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, Nle18,21, Glu30, D-Ala32, Lys33]-Karpfen-Urotensin(4-41) mit der Aminosäuresequenz:
Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Ile-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Asn-Nle-Ile-Glu-Nle-Ala-Arg-Asn-Glu-Asn-Gln-Arg-Glu-Glu-Ala-D-Ala-Lys-Asn-Arg-Lys-Tyr-Leu-Asp-Glu-Val-NH2 wird unter Verwendung eines Verfahrens, das
allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert. Die Masse,
wie sie durch LDMS gemessen wird, beträgt 4539,5, was mit dem errechneten
Wert übereinstimmt.
Die Testung in Übereinstimmung
mit dem allgemeinen Verfahren, das hier zuvor dargelegt wird, zeigt,
dass es signifikant wirksamer ist als der Standard; es stimuliert
ebenso die Sekretion von ACTH und β-END-LI und ruft eine sehr signifikante
Senkung des Blutdruckes hervor, wenn es peripher verabreicht wird.
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Die
Synthese wird wiederholt, um das vergleichbare cyclische Peptid
mit D-His an der 32-Position herzustellen. Die D-His32-Substitution
steigert auch signifikant die Biowirksamkeit im Vergleich zu dem
Standard.
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Beispiel 3G
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Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Nle6,14,18,24,38, D-Phe12, Glu30, D-Leu32, Lys33]-Seezungen-Urotensin
mit der Aminosäuresequenz:
H-Ser-Glu-Glu-Pro-Pro-Nle-Ser-Ile-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Nle-Leu-Arg-Asn-Nle-Ile-His-Arg-Ala-Lys-Nle-Glu-Gly-Glu-Arg-Glu-Glu-Ala-D-Leu-Lys-Asn-Arg-Asn-Leu-Nle-Asp-Glu-Val-NH2 wird unter Verwendung eines Verfahrens,
das allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert. Die Testung
in Übereinstimmung
mit dem allgemeinen Verfahren, das hier zuvor dargelegt wird, zeigt,
dass es ebenso die Sekretion von ACTH und β-END-LI stimuliert und eine
sehr signifikante Senkung des Blutdruckes hervorruft, wenn es peripher
verabreicht wird.
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Die
Synthese wird wiederholt, um das cyclische Peptid mit D-His an der
32-Position herzustellen. Die D-His32-Substitution steigert
die Biowirksamkeit im Vergleich mit dem cyclischen D-Leu32-Analogon.
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Beispiel 3H
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Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Nle6,14,18,24, D-Phe12, Glu30, D-Gln32, Lys33]-Flunder-Urotensin
mit der Aminosäuresequenz: H-Ser-Glu-Asp-Pro-Pro-Nle-Ser-Ile-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Nle-Leu-Arg-Asn-Nle-Ile-His-Arg-Ala-Lys-Nle-Glu-Gly-Glu-Arg-Glu-Glu-Ala-D-Gln-Lys-Asn-Arg-Asn-Leu-Leu-Asp-Glu-Val-NH2 wird unter Verwendung eines Verfahrens,
das allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert. Die Testung
in Übereinstimmung
mit dem allgemeinen Verfahren, das hier zuvor dargelegt wird, zeigt,
dass es ebenso die Sekretion von ACTH und β-END-LI stimuliert und eine
sehr signifikante Senkung des Blutdruckes hervorruft, wenn es peripher
verabreicht wird.
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Die
Synthese wird wiederholt, um das cyclische Peptid mit D-His an der 32-Position
herzustellen. Die D-His32-Substitution steigert
die Biowirksamkeit im Vergleich zu dem cyclischen D-Gln32-Analogon.
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Beispiel 3I
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Das
Peptid (Cyclo 30-33)[D-Phe12, Nle21,38, Glu30, Lys33]-Schweine-CRF
mit der Aminosäuresequenz:
H-Ser-Glu-Glu-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Asn-Phe-NH2 wird unter Verwendung eines Verfahrens,
das allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert. Die Testung
in Übereinstimmung
mit dem allgemeinen Verfahren, das hier zuvor dargelegt wird, zeigt,
dass es ebenso die Sekretion von ACTH und β-END-LI stimuliert und eine
sehr signifikante Senkung des Blutdruckes hervorruft, wenn es peripher
verabreicht wird.
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Die
Synthese wird wiederholt, um das cyclische Peptid mit D-His in der
32-Position herzustellen. Die D-His32-Substitution steigert
signifikant die Biowirksamkeit im Vergleich mit dem cyclischen His32-Analogon.
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Beispiel 4
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Die
Synthese von (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-His32, Orn33]-r/hCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Orn-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 wird wie in Beispiel 1 oben beschrieben
durchgeführt,
außer
dass der Rest-33 Orn anstelle von Lys ist.
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Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI.
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Beispiel 4A
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Die
Synthese von Beispiel 4 wird wiederholt, wobei D-Tyr anstelle von
Acetyl an dem N-Terminus zugegeben wird, um das folgende Peptid:
(Cyclo 30-33)[D-Tyr3, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-His32, Orn33]-r/hCRF(3-41)
mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)H-D-Tyr-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Orn-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI.
Ein Teil des Peptides wird dann mit 125I
iodiert, um einen Liganden für
die Verwendung in einem kompetitiven Medikamenten-Screening-Assay
bereitzustellen.
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Beispiel 4B
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Die
allgemeine Synthese aus Beispiel 1 wird verwendet, um das folgende
Peptid: (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33, Arg36]-r/hCRF(4-41)
mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Arg-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen. Die Verabreichung des Peptids
stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI.
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Beispiel 5
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Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, Nle21,38, Cys30,33]r/hCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Cys-Ala-His-Cys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 wird synthetisiert.
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Es
wird das Syntheseprotokoll, das hier zuvor beschrieben wurde, verwendet,
um das vollständig
geschützte
Peptidharz, das durch HF gespalten wird, herzustellen. Nach der
Präzipitation
und Waschen mit Diethylether (480 ml in drei Teilen) wird das Peptid
mit Wasser (200 ml) und 5,0 % AcOH (100 ml) extrahiert. Die resultierende
Lösung
wird in 4,0 1 entgastes Wasser gegossen, und der pH wird auf 6,8-7,0
mit NH4OH eingestellt. Wenn die Mischung
wolkig wird, wird CH3CN (300 ml) zugefügt, um Präzipitation
zu vermeiden. Die Mischung wird dann bei 4°C unter Luftatmosphäre gerührt, und
nach 48 Stunden ist die Cyclisierung vollständig (Ellman- Test). Der pH wird
mit AcOH auf 5,0 eingestellt, und die resultierende Lösung wird
auf eine Bio-Rex-70-Säule
(120 ml) geladen. Die Säule
wird mit 0,5 % AcOH (200 ml) gewaschen, und das Peptid eluiert mit
50 % AcOH. Die Fraktionen werden gesammelt und diejenigen, die Ninhydrin-positives
Material enthalten, werden verdünnt
und lyophilisiert (80 mg).
-
Die
Reinigung wird in drei Schritten durchgeführt. Zuerst wird das Peptid
im Puffer A (TEAP, pH 2,25, 300 ml) aufgelöst und unter Verwendung eines
Puffers B: 60 % CH3CN in A, mit einem Gradienten
von 30 bis 60 % B in 60 min eluiert. Die Fraktionen werden unter
isokraten Bedingungen (53 % B) gescreent, und die Fraktionen, die
die Verbindung enthalten, werden gepoolt. In dem zweiten Schritt
werden die gepoolten Fraktionen mit H2O
verdünnt
und unter Verwendung von Puffer A: TEAP (pH 6,0) und B: 60 % CH3CN in A, mit einem Gradienten von 30 bis
55 % B in 60 min eluiert. Die Fraktionen werden wiederum unter isokraten
Bedingungen (53 % B) gescreent, und die gepoolten Fraktionen werden
mit H2O verdünnt und unter Verwendung von
Puffer A: 0,1 % TFA/H2O und B: 0,1 % TFA
in CH3CN/H2O (60:40)
mit einem Gradienten von 30 bis 60 % B in 20 min eluiert. Die Fraktionen,
die das Produkt enthalten, werden gepoolt und lyophilisiert, um
das Produktpeptid zu ergeben.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die periphere Verabreichung senkt signifikant den Blutdruck.
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Beispiel 6
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Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wiederholt, wobei D-Pro für Pro4 und D-Arg für D-His substituiert wird, um
das folgende Peptid: (Cyclo 30-33)[Ac-D-Pro4,
D-Phe12, Nle21,38,
Glu30, D-Arg32,
Lys33]-r/hCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz: (Cyclo 30-33)Ac-D-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-Arg-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
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Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die periphere Verabreichung senkt signifikant den Blutdruck.
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Beispiel 6A
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Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wiederholt, wobei D-Tyr anstelle von
Ac an dem N-Terminus zugegeben und D-Ala für D-His32 substituiert
wird, um das folgende Peptid: (Cyclo 30-33)[D-Tyr3,
D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Ala32, Lys33]-r/hCRF(3-41) mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)H-D-Tyr-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-Ala-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2
herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
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Ein
Teil des Peptids wird mit 125I iodiert,
um einen Liganden für
die Verwendung bei Medikamenten-Screening-Assays für stärker wirksame
CRF-Agonisten bereitzustellen.
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Beispiel 6B
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Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wiederholt, wobei D-Lys für D-His32 substituiert wird, um das folgende Peptid:
(Cyclo
30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Lys32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-Lys-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-Li,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 6C
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Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wiederholt, wobei D-Pro für Pro4 und DE-2Nal für D-His32 substituiert wird,
um das folgende Peptid: (Cyclo 30-33)[Ac-D-Pro4,
D-Phe12, Nle21,38,
Glu30, D-2Nal32,
Lys33]-r/hCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-D-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-2Nal-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 6D
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Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wiederholt, wobei imBzlD-His für D-His32 substituiert wird, um das folgende Peptid:
(Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Amp32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-CML-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-Amp-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 6E
-
Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wiederholt, wobei D-Iamp für D-His32 substituiert wird, um das folgende Peptid
(Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Iamp32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-Iamp-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 7
-
Die
Synthese von (Bicyclo 20-23, 30-33)[Ac-Pro4,
D-Phe12, Nle21,38,
Lys23,33, Glu30, D-His32]-r/hCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz:
(Bicyclo
20-23, 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Lys-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 wird
durchgeführt,
wie allgemein in Beispiel 1 oben beschrieben, außer dass die Lactambrücke zwischen
den Resten 30 und 33 vervollständigt wird,
bevor Rest 23 zu dem Peptidharz zugegeben wird.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 7A
-
Die
Synthese von (Bicyclo 20-23, 30-33)[Ac-Pro4,
D-Phe12, Nle21,38,
D-Ala22, Lys23,33,
Glu30, D-His32]-r/hCRF(4-41)
mit der Aminosäuresequenz:
(Bicyclo
20-23, 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-D-Ala-Lys-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 wird durchgeführt, wie allgemein in Beispiel
7 oben beschrieben, außer
dass Ala22 durch D-Ala substituiert wird.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 8
-
Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, Nle21,38, Cys30,33, D-Amp32]r/hCRF(4-41)
mit der Aminosäuresequenz: Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Cys-Ala-D-Amp-Cys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 wird synthetisiert.
-
Es
wird das Syntheseprotokoll, das zuvor in Beispiel 5 beschrieben
wurde, angewendet, um das vollständig
geschützte
Peptidharz herzustellen, das durch HF gespalten, cyclisiert, gereinigt
und dann lyophilisiert wird, um das Produktpeptid zu ergeben.
-
Die
Synthese wird wiederholt, um das Peptid: (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, Nle21,38, Cys30,33, D-Arg32]r/hCRF(4-41) zu ergeben.
-
Die
Verabreichung von einem der Peptide stimuliert die Sekretion von
ACTH und β-END-LI.
-
Beispiel 8A
-
Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle18,21, Glu30, D-His32, Lys33]-Karpfen-Urotensin I(4-41)
mit der Formel: Ac-Pro-D-Pro-Ile-Ser-Ile-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Asn-Nle-Ile-Glu-Nle-Ala-Arg-Asn-Glu-Asn-Gln-Arg-Glu-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Tyr-Leu-Asp-Glu-Val-NH2 wird synthetisiert.
-
Die
Verabreichung zeigt, dass die cyclische Verbindung Entzündung lindert.
-
Beispiel 8B
-
Das
Peptid (Cyclo 29-32)[Ac-Pro3, D-Pro4, Nle17, Glu29, D-His31, Lys32]-Sauvagin(3-40) mit der Formel: Ac-Pro-D-Pro-Ile-Ser-Ile-Asp-Leu-Ser-Leu-Glu-Leu-Leu-Arg-Lys-Nle-Ile-Glu-Ile-Glu-Lys-Gln-Glu-Lys-Glu-Lys-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Leu-Leu-Leu-Asp-Thr-Ile-NH2 wird synthetisiert.
-
Die
Verabreichung zeigt, dass die cyclische Verbindung Entzündung lindert.
-
Beispiel 8C
-
Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle18,21, Glu30, D-His32, Lys33]-α-helikaler CRF(4-41)
mit der Formel: Ac-Pro-D-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Nle-Leu-Glu-Nle-Ala-Lys-Ala-Glu-Gln-Glu-Ala-Glu-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Leu-Leu-Leu-Glu-Glu-Ala-NH2 wird synthetisiert.
-
Die
Verabreichung zeigt, dass die cyclische Verbindung Entzündung lindert.
-
Beispiel 8D
-
Die
allgemeine Synthese aus Beispiel 1 wird verwendet, um das folgende
Peptid: (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-D-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen. Die Verabreichung des Peptids
lindert Entzündung.
-
Beispiel 8E
-
Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle18,21, Glu30, D-His32, Lys33]-Sauger-Urotensin (4-41)
mit der Aminosäuresequenz: Ac-Pro-D-Pro-Ile-Ser-Ile-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Asn-Nle-Ile-Glu-Nle-Ala-Arg-Ile-Glu-Asn-Glu-Arg-Glu-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Tyr-Leu-Asp-Glu-Val-NH2 wird
unter Verwendung eines Verfahrens, das allgemein in Beispiel 1 dargelegt
wird, synthetisiert. Die Aminosäureanalyse
des resultierenden gereinigten Peptids stimmt mit der Aminosäuresequenz
für das
hergestellte Peptid überein
und bestätigt,
dass die 38-Rest-Peptidstruktur erhalten wird.
-
Die
Verabreichung des cyclischen Peptids lindert Entzündung.
-
Beispiel 8F
-
Das
Peptid (Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]-oCRF(4-41)
mit der Aminosäuresequenz: Ac-Pro-D-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Thr-Lys-Ala-Asp-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Asp-Ile-Ala-NH2 wird unter Verwendung eines Verfahrens, das
allgemein in Beispiel 1 dargelegt wird, synthetisiert.
-
Die
Verabreichung des cyclischen Peptids lindert Entzündung.
-
Beispiel 9
-
Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wiederholt, wobei CαMeLeu
für Leu15 substituiert wird, um das folgende Peptid:
(Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
CML15, Nle21,38,
Glu30, D-His32,
Lys33]-r/hCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-CML-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 9A
-
Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wiederholt, aber dieses Mal, wird CαMeLeu
für Leu14 substituiert, um das folgende Peptid:
(Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
CML14, Nle21,38,
Glu30, D-His32,
Lys33]-r/hCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz:
(CyClo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-CML-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 9B
-
Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wieder wiederholt, aber dieses Mal
wird CαMeLeu
für Leu19 substituiert, um das folgende Peptid:
(Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
CML19, Nle21,38,
Glu30, D-His32, Lys33]-r/hCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-CML-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 9C
-
Die
Synthese aus Beispiel 1 wird noch einmal wiederholt, wobei CαMeLeu
für Leu27 substituiert wird, um das folgende Peptid:
(Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, CML27,
Glu30, D-His32,
Lys33]-r/hCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-CML-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptides stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 9D
-
Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wiederholt, wobei CαMeLeu
für Leu37 substituiert wird, um das folgende Peptid:
(Cyclo 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-His32 Lys33, CML37]-r/hCRF(4-41) mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-Glu-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala- Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-CML-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 9E
-
Die
Synthese aus Beispiel 1 wird wieder wiederholt, aber dieses Mal
wird CαMeLeu
für Glu17 substituiert, um das folgende Peptid:
(Cyclo 30-33)(Ac-Pro4, D-Phe12,
CML17, Nle21,38,
Glu30, D-His32,
Lys33]-r/hCRF (4-41) mit der Aminosäuresequenz:
(Cyclo 30-33)Ac-Pro-Pro-Ile-Ser-Leu-Asp-Leu-Thr-D-Phe-His-Leu-Leu-Arg-CML-Val-Leu-Glu-Nle-Ala-Arg-Ala-Glu-Gln-Leu-Ala-Gln-Glu-Ala-D-His-Lys-Asn-Arg-Lys-Leu-Nle-Glu-Ile-Ile-NH2 herzustellen.
-
Die
Verabreichung des Peptids stimuliert die Sekretion von ACTH und β-END-LI,
und die i.v.-Injektion senkt den Blutdruck.
-
Beispiel 10
-
Unter
Verwendung des Verfahrens, das in Beispiel 1 dargelegt wird, werden
auch die folgenden Peptide hergestellt:
(c 30-33)[Acetyl-Ser1, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, Lys33]-r/hCRF
(c 30-33)[D-Phe12,
Glu30, Lys33]-oCRF
(c
30-33)(D-Phe12, D-Ala24,
Glu30, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[D-Phe12, Nle21,
Aib34, Glu30, Lys33]-oCRF
(c 30-33)[Formyl-Ser1, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, Lys33]-r/hCRF
(c 30-33)[CML17,37 Glu30, Lys33]-oCRF
(c
30-33)[D-Tyr12, CML17,
Glu30, Lys33]-r/hCRF(2-41)
(c
30-33)[D-3Pal12, Nle21,38,
Glu30, Lys33]-oCRF
(c
30-33)[Glu30, D-His32,
Lys33, Aib34]-oCRF
(c
30-33)[D-Phe12, D-Ala24,
Glu30, D-His32,
Lys33]-r/hCRF(6-41)
(c 30-33)[Nle21, Aib29, Glu30, D-His32, Lys33]-oCRF
(c 30-33)[Acrylyl-Glu2, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]-r/hCRF(2-41)
(c 30-33)[Nle18,21, Glu30, D-His32, Lys33]-AHC
(c
30-33)30-33) [D-Pro4, D-Phe12,
Nle18,21, Glu30,
Lys33]-AHC(4-41)
(c 30-33)[D-Tyr3, Nle18, Nva21, Glu30, Lys33]-AHC
(c 30-33)[CML17,
Nle18,21, Glu30,
Lys33]-AHC
(c 30-33)[D-Phe12,
CML17, Glu30, Lys33]-AHC
(c 30-33)[D-4ClPhe12,
Glu30, Lys33, CML37]-AHC
(c 30-33)[Nle18,21,
Glu30, Lys33, CML37]-AHC
(c 30-33)[CML17,
Glu30, Lys33]-AHC
(c
30-33)[Tyr13, Glu30,
Lys33]-AHC
(c 30-33)[Aib19,
Nle21 , Glu30, D-Arg32, Lys33, CML37]-oCRF
(c 30-33)[D-2Nal12,
Nle21,38, Aib29,
Glu30, Lys33, CML37]-oCRF
(c 30-33)[Nle21,38,
Glu30, Lys33, CML37]-oCRF
-
Diese
Peptide sind bei der Stimulation der Sekretion von ACTH und β-END-LI und
bei der Senkung des systemischen Blutdrucks biowirksam, wenn sie
intravenös
verabreicht werden.
-
Beispiel 11
-
Unter
Verwendung des Verfahrens, das in Beispiel 1 dargelegt wird, werden
auch die folgenden Peptide hergestellt:
(c 30-33) [Acetyl-Ser1, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-His32, Lys33]-r/hCRF
(c
30-33)[D-Phe12, Glu30,
D-2Nal32, Lys33]-oCRF
(c
30-33)[D-Phe12, D-Ala24,
Glu30, D-Ala32,
Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[D-Phe12, Nle21,
Glu30, D-His32,
Lys33, Aib34]-oCRF
(c 30-33)[CML17,37, Glu30, D-2Nal32, Lys33]-oCRF
(c
30-33)[D-3Pal, Nle21,38, Glu30,
D-Ala32, Lys33]-oCRF
(c
30-33)[Glu30, D-Iamp32,
Lys33, Aib34]-oCRF
(c
30-33)[D-Phe12, D-Ala24,
Glu30, D-Amp32,
Lys33]-r/hCRF(6-41)
(c
30-33)[Nle21, Aib29,
Glu30, D-Aph32,
Lys33]-oCRF
(c 30-33)[Acr-Glu2, Nle21,38, Glu30, imBzlD-His32,
Lys33]-r/hCRF (2-41)
(c 30-33)[Nle18,21, D-Glu20, Glu30, D-3Pal32, Lys33]-AHC
(c 30-33)[D-Pro4,
D-Phe12, Nle18,21,
Glu30, D-Ala32,
Lys33]-AHC(4-41)
(c 30-33)[CML17, Nle18,21, Glu30, D-Ala32, Lys33]-AHC
(c 30-33)[D-Phe12,
CML17, Glu30, D-2Nal32, Lys33]-AHC
(c
30-33)[Nle18,21, Glu30,
D-2Nal32, Lys33,
CML37]-AHC
(c 30-33)[CML17,
Glu30, D-2Nal32,
Lys33]-AHC
(c 30-33)[Tyr13,
Glu30, D-Ala32,
Lys33]-AHC
(c 30-33)[Aib19,
Nle21, Glu30, D-Tyr32, Lys33, CML37]-oCRF
(c
30-33)[Nle21,38, Glu30,
D-Arg32, Lys33,
CML37]-oCRF
-
Diese
Peptide sind bei der Stimulation der Sekretion von ACTH und β-END-LI und
bei der Senkung des systemischen Blutdrucks wirksam, wenn sie intravenös verabreicht
werden.
-
Beispiel 12
-
Unter
Verwendung des Verfahrens, das allgemein in Beispiel 1 dargelegt
wird, werden auch die folgenden CRF-Agonistpeptide hergestellt:
(c
30-33)[Glu30, D-His32,
Lys33]-AHC(4-41)
(c 30-33)[CML17, Glu30, D-Ala32, Lys33]-oCRF(4-41)
(c
30-33)[CML14, D-Glu20,
Nle21,38, Glu30,
D-Tyr32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[D-2Nal12, CML14,
Glu30, D-2Nal32,
Lys33]-oCRF(3-43)
(c 30-33)[CML17, Nle18,21, Glu30, D-Arg32, Lys33]-AHC(2-41)
(c 30-33)[ D-Glu20, Glu30, D-Leu32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[D-Phe12, CML17,37,
Nle21, Glu30, Tyr32, Lys33]-oCRF(3-41)
(c
30-33)[D-4Cpa12, Glu30,
Arg32, Lys33]-ARC(2-41)
(c
30-33)[D-Tyr12, CML15,
Nle21,38, Glu30,
D-Val32, Lys35]-r/hCRF
(c
30-33)[D-Glu20, Nle21,38,
Glu30, D-Ser32,
Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[Ac-Thr,
D-Leu12, CML17,37,
Nle21,38, Glu30,
D-Asn32, Lys33]-r/hCRF(3-41)
(c
30-33)[Nle18,21, Glu30,
D-4Cpa32, Lys33]-AHC(2-41)
(c
30-33)[CML17, D-Glu20,
Glu30, D-3Pal32,
Lys33, Aib34]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[CML17,37, Nle21,38,
Glu30, Aib32, Lys33]-r/hCRF(3-41)
(c 30-33)[D-Phe12, CML19, Glu30, D-Lys32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[D-Pal12, Nle21, CML27,37, Glu30, D-Phe32, Lys33]-oCRF(2-41)
(c
30-33)[D-Glu20, CML27,
Glu30, D-Gln32,
Lys33]-AHC(4-41)
(c 30-33)[Acr-Glu3, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, Ala32, Lys33]-r/hCRF(3-41)
(c
30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Orn32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)(D-Phe12, Nle21,38,
Glu30, D-(Et)2Arg32, Lys33]-r/hCRF
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Dbu32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Lys32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Aph32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Hly32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[Nph-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Dpr32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Amp32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Lys(Isopropyl)32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Amp(Isopropyl)32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Aph(Methyl)32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[Flu-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Har(Ethyl)32), Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Amp(Methyl)32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Glu30,
D-Dpr(Isopropyl)32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)D-Phe12, Nle21,38,
CML27, Glu30, D-Thr32, Lys33]-r/hCRF(3-41)
(bc
20-23, 30-33) [Ac-Pro4, D-Phe12,
Nle21,38, Lys23,33,
Glu30, Gly32]-r/hCRF(4-41)
-
Diese
Peptide sind bei der Stimulation der Sekretion von ACTH und β-END-LI in
Antwort auf verschiedene Stimuli und bei der Senkung systemischen
Bluckdrucks, wenn sie i.v. verabreicht werden, wirksam.
-
Beispiel 13
-
Unter
Verwendung des Verfahrens, das allgemein in Beispiel 1 dargelegt
wird, werden auch die folgenden CRF-Agonistpeptide hergestellt:
(c
30-33)[D-Pro5, Nle21,
Aib29, Glu30, D-Aph32, Lys33]-oCRF
(c
30-33)[D-Pro5, Nle21,38,
Glu30, imbzlD-His32,
Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[D-Pro5, Nle18,21,
Glu30, D-His32,
Lys33]-AHC
(c 30-33)[D-Pro5,
D-Phe12, Nle18,21,
Glu30, D-Ala32,
Lys33]-AHC(4,41)
(c 30-33)[D-Pro5, Nle18,21, Glu30, D-2Nal32, Lys33 CML37]-AHC
(c
30-33)[D-Pro5, CML17,
Glu30, D-2Nal32,
Lys33]-AHC
(c 30-33)[D-Pro5,
Nle21,38, Glu30,
D-Arg32, Lys33,
CML37]-oCRF
(c 30-33)[D-Pro5, Glu30, D-His32, Lys33]-AHC(4-41)
(c
30-33)[D-Pro5, Glu30,
D-Leu32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33) [D-Pro5, D-4Cpa12,
Glu30, Arg32, Lys33]-AHC(2-41)
(c 30-33)[D-Pro5, Nle21,38, Glu30, D-Ser32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[D-Pro5, Nle18,21, Glu30, D-4Cpa32, Lys33]-AHC(2-41)
(c
30-33)[D-Pro5, CML17,
Nle21,38, Glu30,
Lys33]-r/hCRF(3-41)
(c
30-33)[D-Pro5, D-Phe12,
CML19, Glu30, D-Lys32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c
30-33)[D-Pro5, CML27,
Glu30, D-Gln32,
Lys33]-AHC(4-41)
(c
30-33)[Ac-Glu3, D-Pro5,
D-Phe12, Nle21,38,
Glu30, Ala32, Lys33]-r/hCRF(3-41)
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Orn32, Lys33]-r/hCRF/4-41)
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Dbu32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Lys32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Aph32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Hly32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Amp32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Lys(Isopropyl)32,
Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Iamp32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Aph(Methyl)32,
Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Har(Ethyl)32,
Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33)[Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Amp(Methyl)32,
Lys33]-r/hCRF(4-41)
(c 30-33) [Ac-Pro4, D-Pro5, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, D-Dpr(Isopropyl)32, Lys33]-r/hCRF(4-41)
(bc
20-23, 30-33) [Ac-Pro4, D-Pro5,
D-Phe12, Nle21,38,
Lys23,33, Glu30,
D-His32]-r/hCRF(4-41)
-
Diese
Peptide sind bei der Linderung von Entzündung biowirksam.
-
CRF
stimuliert die hypophysiär-adrenalkortikale
Achse ungemein und wirkt innerhalb des Gehirns, um einen weiten
Bereich an Stressreaktionen zu vermitteln. CRF-Agonisten sollten
nützlich
sein, um die Funktionen dieser Achse bei einigen Arten von Patienten
mit niedriger endogener Glucokortikoid-Produktion zu stimulieren.
Zum Beispiel sollten CRF-Agonisten nützlich bei der Wiederherstellung
hypophysiär-adrenaler
Funktion bei Patienten sein, die eine exogene Glucokortikoidtherapie
erhalten haben, deren hypophysiär-adrenalkortikale
Funktionen supprimiert bleiben.
-
Von
den meisten anderen Regulationspeptiden wurde festgestellt, dass
sie Wirkungen auf das endokrine System, das zentrale Nervensystem
und auf den gastrointestinalen Trakt aufweisen. Da die ACTH- und β-END-LI-Sekretion
die "sine qua non"-Säugetierreaktion
auf Stress ist, war es nicht erstaunlich, dass CRF signifikante
Wirkungen auf das Gehirn als Mediator von vielen der Stressantworten
des Körpers
aufweist. Demgemäß nimmt
man an, dass CRF-Agonisten auch Anwendung bei der Modifikation der
Stimmung, des Lernens, des Gedächtnisses
und des Verhaltens von normalen und geistiggestörten Personen finden. Da CRF die
Spiegel von ACTH, β-END, β-Lipotropin
anderen Pro-Opiomelanokortin-Genprodukten und Kortikosteron erhöht, kann
die Verabreichung dieser CRF-Agonisten
verwendet werden, um die Wirkungen der vorangehenden POMC-abgeleiteten
Peptide auf das Gehirn, um dadurch das Gedächtnis, die Stimmung, die Schmerzverarbeitung
etc. und konkreter die Aufmerksamkeit, Depression und/oder Ängstlichkeit
zu beeinflussen, und auch ihre Effekte peripher hervorzurufen. Wenn
sie z.B. direkt in die Ventrikel verabreicht werden, steigern CRF-Agonisten
physikalische Aktivität
und verbessern die Lernleistung bei Ratten und könnten so als ein natürliches
Stimulans wirken.
-
Da
es bekannt ist, dass die Zugabe von CRF in den linken Vorhof eines
isoliert perfundierten Herzes eine verlängerte dilatorische Wirkung
auf die Koronararterien hervorruft, vorübergehend einen positiven inotropen
Effekt bewirkt und die Sekretion von atrialem natriuretischem Peptid
stimuliert, können
CRF-Agonisten für
die Regulation kardialer Perfusion verwendet werden. Andere Gefäßbetten,
wie die Mesenterisauperior, können
auch durch CRF-Analoga dilatiert werden.
-
CRF-Agonistpeptide
der Erfindung sind auch therapeutisch nützlich, um den Blutfluss in
verschiedenen Gefäßbetten
und insbesondere in erwünschten
Geweben und Organen zu modulieren. CRF-Analoga sind nützlich für die Steigerung
des Blutflusses zu dem Gastrointestinaltrakt von Tieren, insbesondere
Menschen und anderen Säugetieren,
da von ihnen gezeigt wird, dass sie die mesenterialen Gefäßbetten
dilatieren. Es wurde gezeigt, dass CRF die vaskuläre Permeabilität moduliert
(E.T. Wei et al., "Peripheral
antiinflammatory actions of corticotropin-releasing factor", S. 258-276, Corticotropin-Releasing
Factor (Ciba Foundation Symposium 172) John Wiley & Sons, 1993),
und diese CRF-Agonisten
werden auch vaskulären
Flüssigkeitsverlust reduzieren
und einen heilsamen Effekt auf Verletzungs- oder Operations-bedingte
Gewebeschwellung und Entzündung
haben. Daher können
CRF-Agonisten parenteral verabreicht werden, um Entzündung, Schwellung
und Ödem
zu verringern und Flüssigkeitsverlust
infolge von Hitzeverletzung zu reduzieren.
-
Von
oCRF, r/hCRF, Urotensin I und Sauvagin wurde gezeigt, dass sie die
Magensäureproduktion
inhibieren, und man nimmt an, dass die CRF-Agonisten der Erfindung
auch effektiv bei der Behandlung von Magengeschwüren durch Reduktion der Magensäureproduktion
und/oder Inhibition bestimmter gastrointestinaler Funktionen bei
einem Säugetier
sind. CRF-Agonisten
werden auch effektiv bei der Steigerung der intestinalen Transitgeschwindigkeit
und nützlich
bei der Behandlung akuter Verstopfung sein.
-
Eine
Anzahl direkt stimulierender Effekte von CRF auf den Gastrointestinaltrakt
wurden früher
beschrieben. Zum Beispiel wirkt CRF auf den Darm in vitro, um myenterische
Neuronen in dem Dünndarm
zu depolarisieren. Die Ergebnisse von in vivo-Studien mit intravenös verabreichtem CRF und CRF-Antagonisten stimmten
mit dem beobachteten Effekt von CRF, die Magenentleerung und Darmmotilität zu kontrollieren, überein.
Man nimmt an, dass CRF-Agonistpeptide der Erfindung nützlich bei
der Behandlung intestinaler und gastrointestinaler Störungen,
wie Reizdarmsyndrom, sind. CRF-Antagonisten wurden zuvor verwendet,
um therapeutisch Reizdarmsyndrom zu behandeln, und CRF-Antagonisten
sind auch nützlich,
um das spastische Kolon und Morbus Crohn zu behandeln. Es wird angenommen,
dass hoch wirksame CRF-Agonisten auch in der Lage sein werden, diese
Effekte der vorliegenden CRF-Antagonisten zu erreichen.
-
Diese
CRF-Agonist-Peptide können
auch verwendet werden, um die hypothalamische hypophysiäre adrenale
Funktion bei Säugetieren
mit vermuteter endokriner oder Zentralnervensystem-Pathologie durch
passende Verabreichung, gefolgt von der Beobachtung von Körperfunktionen,
zu beurteilen. Zum Beispiel kann die Verabreichung als ein diagnostisches
Mittel verwendet werden, um Morbus Cushing und affektive Störungen,
wie eine depressive Krankheit, zu beurteilen.
-
CRF-Agonisten
oder die nicht-toxischen Additionssalze davon, kombiniert mit einem
pharmazeutisch akzeptablen Träger,
um eine pharmazeutische Zusammensetzung zu bilden, können Säugetieren,
einschließlich
Menschen, entweder intravenös,
subkutan, intramuskulär,
perkutan, z.B. intranasal, intrazerebroventrikulär oder oral verabreicht werden.
Die Peptide sollten zumindestens ungefähr 90 % rein sein und vorzugsweise sollten
sie eine Reinheit von mindestens ungefähr 98 % haben; geringere Reinheiten
sind jedoch effektiv und können
wohl bei Säugetieren,
die keine Menschen sind, verwendet werden. Diese Reinheit bedeutet,
dass das angestrebte Peptid das angegebene Gewichtsprozent aller ähnlicher
Peptide und Peptidfragmente, die vorliegen, bildet. Die Verabreichung
an Menschen sollte unter der Anweisung eines Arztes für die verschiedenen Verwendungen,
die oben umrissen werden, erfolgen. Die Verabreichung kann in einer
Vielzahl von Dosierungsformen, wie Tabletten, Pastillen, Pulvern,
Sirup, injizierbaren Lösungen
und dgl. erfolgen. Die erforderliche Dosierung wird mit dem besonderen
Zustand, der behandelt werden soll, mit der Schwere des Zustandes und
mit der Dauer der erwünschten
Behandlung variieren, und für
einen einzelnen Tag können
multiple Dosierungen verwendet werden. Für die parenterale Verabreichung
können
Lösungen
in Erdnussöl,
in wässrigem Propylenglykol
oder in steriler wässriger
Lösung
verwendet werden. Solch wässrige
Lösungen,
die passend gepuffert sind, sind besonders für intravenöse, intramuskuläre, subkutane
und intraperitoneale Verabreichung geeignet. Sterile wässrige Medien
sind einfach erhältlich.
-
Solche
Peptide werden oft in der Form pharmazeutisch akzeptabler, nicht-toxischer
Salze, z.B. als Säureadditionssalze
oder Metallkomplexe, z.B. mit Zink, Eisen, Calcium, Barium, Magnesium,
Aluminium oder dgl. (die als Additionssalze für die Zwecke dieser Anmeldung
betrachtet werden), verabreicht. Beispielhaft für solche Säureadditionssalze sind Hydrochlorid,
Hydrobromid, Hydroiodid, Cinnamat, Sulfat, Sulfamat, Sulfonat, Phosphat,
Tannat, Oxalat, Fumarat, Gluconat, Alginat, Maleat, Acetat, Citrat,
Benzoat, Succinat, Malat, Ascorbat, Tartrat und dgl., die auf eine
konventionelle Weise hergestellt werden können. Wenn der aktive Inhaltsstoff in
Tablettenform verabreicht werden soll, kann die Tablette ein Bindemittel
oder Arzneiträger,
wie Traganth, Maisstärke
oder Gelatine; einen Zerfallswirkstoff, wie Alginsäure, und
ein Gleitmittel, wie Magnesiumstearat enthalten. Wenn die Verabreichung
in flüssiger
Form erwünscht
ist, kann Süßung oder
Aromatisierung verwendet werden, und intravenöse Verabreichung in isotonischer
Kochsalzlösung,
Phosphatpufferlösungen
oder dgl. kann bewirkt werden.
-
Die
Peptide sollten unter der Führung
eines Arztes in einer einzelnen Dosis oder mehrfachen Dosen verabreicht
werden, und die pharmazeutischen Zusammensetzungen werden normalerweise
das Peptid in Verbindung mit einem konventionellen pharmazeutisch
akzeptablen Träger
enthalten. Die effektive Dosierung hängt im allgemeinen von dem
beabsichtigten Verabreichungsweg und anderen Faktoren, wie Alter
und Gewicht des Patienten, wie im allgemeinen einem Arzt bekannt
ist, und auch von der Krankheit, die behandelt wird, ab. Gewöhnlich wird
die Dosis von ungefähr
0,01 bis ungefähr
10 mg des Peptids pro kg Körpergewicht des
Wirtstieres pro Tag liegen. Für
die Behandlung von bestimmten Indikationen können tägliche Dosierungen bis ungefähr 100 mg/kg
verwendet werden. Die tägliche
Dosis kann in einer einzelnen Dosis oder bis zu drei getrennten
Dosen gegeben werden.
-
Wie
hier zuvor erwähnt
wurde, sind CRF-Rezeptoren nun geklont worden und werden in dem
zuvor erwähnten
Chen et al.-Artikel, in M. Perrin et al., P.N.A.S., 92, 2969-2973
(März 1995)
und in T. Lovenberg et al., P.N.A.S., 92, 836-840 (Januar 1995)
offenbart. Die Bindungsaffinität
ist ein Begriff, der verwendet wird, um die Stärke der Wechselwirkung zwischen
Ligand und Rezeptor zu bezeichnen. Um die Bindungsaffinität für einen
CRF-Rezeptor zu demonstrieren, werden die Peptide der Erfindung
unter Verwendung eines Tracer-Liganden von bekannter Affinität, wie 125I-radiomarkierter oCRF, in Bindungsassay-Experimenten,
die auf diesem Fachgebiet gut bekannt sind, einfach beurteilt. Die
Ergebnisse solcher Assays zeigen die Affinität an, mit der jeder Ligand
an einem CRF-Rezeptor bindet, ausgedrückt durch Ki,
eine inhibitorische Bindungsaffinitätskonstante relativ zu solch
einem bekannten Standard. Ki (inhibitorische
Bindungsaffinitätskonstante)
wird unter Verwendung eines "Standard"- oder "Tracer"-radioaktiven Liganden
bestimmt und misst so die Verdrängung des
Tracers von dem Rezeptor oder Bindungsprotein; sie wird am besten
mit Bezug auf einen solchen Tracer ausgedrückt. Solange diese Assays jedoch
sorgfältig
unter spezifischen Bedingungen mit relativ geringen Konzentrationen
von Rezeptor oder dgl. durchgeführt
werden, wird die berechnete Ki im wesentlichen
die gleiche wie ihre Dissoziationskonstante KD sein.
Die Dissoziationskonstante KD repräsentiert
die Konzentration an Ligand, die notwendig ist, um die Hälfte (50
%) der Bindungsorte eines Rezeptors oder dgl. zu besetzen. Es ist besonders
effizient, auf Ki zu testen, da nur ein
einzelner Tracer markiert, z.B. radioiodiert, werden muss. Ein gegebener
Ligand mit einer hohen Bindungsaffinität für einen CRF-Rezeptor wird die
Gegenwart von sehr wenig Ligand erforderlich machen, um mindestens
50 % der verfügbaren
Bindungsorte zu binden, so dass der KD-Wert
für diesen
Liganden und Rezeptor eine kleine Zahl sein wird. Auf der anderen
Seite wird ein gegebener Ligand mit einer niedrigen Bindungsaffinität für einen
bestimmten CRF-Rezeptor die Gegenwart eines relativ hohen Spiegels
des Liganden erforderlich machen, um 50 % der Orte zu binden, so
dass der KD-Wert für diesen Liganden und Rezeptor
eine große
Zahl sein wird.
-
In
Bezug auf ein bestimmtes Rezeptorprotein bedeutet ein CRF-Analogpeptid mit
einer KD von ungefähr 10 nM oder weniger, dass
eine Konzentration des Liganden (sprich des CRF-Analogpeptids) von nicht mehr als ungefähr 10 nM
erforderlich sein wird, um mindestens 50 % der aktiven Bindungsorte
des Rezeptorproteins zu besetzen. Solche Werte können regelgerecht von den Ergebnissen
bestimmt werden, die man unter Verwendung eines radioiodierten Standards
und nicht mehr als ungefähr
0,8 nM des Rezeptors (ungefähr 10
bis 20 pmol Rezeptor/mg Membranprotein) erhält. Bevorzugte Peptide, die
durch diese Erfindung bereitgestellt werden, besitzen eine solche
Bindungsaffinität
(KD), dass eine Ligandkonzentration von
ungefähr
10 Nanomolar oder weniger erforderlich ist, um mindestens 50 % der
Rezeptorbindungsorte zu besetzen (oder daran zu binden), und man
nimmt an, dass diese eine hohe Affinität besitzen. Einige dieser CRF-Analogpeptide besitzen
eine Bindungsaffinität
von ungefähr
2 nmol oder weniger. Im allgemeinen nimmt man für die Zwecke dieser Anmeldung
an, dass eine Dissoziationskonstante von ungefähr 5 nmolar oder weniger ein
Hinweis auf eine starke Affinität
und eine KD von ungefähr 2 nmolar oder weniger ein
Hinweis auf sehr starke Affinität
ist. Zum Beispiel bindet das zyklische Peptid aus Beispiel 1 CRF-RA
mit sehr starker Affinität,
wobei es eine KD = ungefähr 1,1 Nanomolar aufweist.
Man nimmt auch an, dass es besonders vorteilhaft ist, dass einige
der CRF-Analogpeptide eine wesentlich höhere Affinität für eine der
zwei Familien von CRF-RA- und CRF-RB-Rezeptoren aufweisen, so dass sie auf
diese Weise selektiv in ihren biologischen Effekten sind.
-
Diese
Bindungsassays, die CRF-Rezeptoren verwenden, werden geradlinig
ausgeführt
und können einfach
mit anfänglich
identifizierten oder synthetisierten Peptiden durchgeführt werden,
um zu bestimmen, ob solche Peptide wahrscheinlich effektive CRF-Agonisten
sein werden. Solche Bindungsassays können über eine Vielzahl von Wegen
durchgeführt
werden, wie es einem Fachmann auf dem Gebiet gut bekannt ist. Ein ausführliches
Beispiel eines solches Assays wird in dem M. Perrin et al.-Endocrinology-Artikel
dargelegt. Kompetitive Bindungsassays, die das Peptid aus Beispiel
1B verwenden, werden besonders in Betracht gezogen, um zu beurteilen,
ob Kandidat-Peptide effektive Agonisten in Bezug auf jeden der verschiedenen
CRF-Rezeptoren, z.B. CRF-RA, CRF-RBL und
CRF-RBS sind, wie auch Assays mit CRF-Antagonisten,
um zu bestimmen, ob Kandidaten effektive Antagonisten sind. In solchen
Assays wird ein geeigneter CRF-Agonist geeignet mit einer Substanz
markiert, die einfach nachgewiesen wird, wie einem radioaktiven
Isotop, z.B. 125I, oder einem Enzym oder
einem anderen geeigneten Marker. Zum Beispiel sind geeignet markierte
cyclische CRF-Agonisten, wie (Cyclo 30-33)[125I-D-Tyr3, D-Phe12, Nle21,38, Glu30, Lys33]-r/hCRF(3-41)
und sein D-His32-Analogon besonders nützliche
Tracer für
die Verwendung in solchen Rezeptorassays. Solche Rezeptorassays
können
als Screenings für
mögliche
Medikamente, die mit CRF und/oder CRF-Rezeptoren in Wechselwirkung
stehen, verwendet werden.
-
Wie
hier verwendet, sind alle Temperaturen °C und alle Verhältnisse
sind pro Volumen. Prozentsätze von
flüssigen
Materialien sind auch pro Volumen. Die Offenbarungen aller US-Patente
und Veröffentlichungen, die
hier zitiert werden, werden hier ausdrücklich durch Hinweis eingeschlossen.
-
Obwohl
die Erfindung in Bezug auf ihre bevorzugte Ausführungsarten, die die beste
Weise darstellen, die dem Erfinder im Moment bekannt ist, beschrieben
wurde, sollte verstanden werden, dass verschiedene Änderungen
und Modifikationen, wie es jemanden mit Fachkenntnissen auf diesem
Gebiet offensichtlich sein wird, durchgeführt werden können, ohne
von dem Umfang der Erfindung abzuweichen, wie in den hier angefügten Ansprüchen dargelegt
wird. Obwohl z.B. pharmazeutisch akzeptable Salze und andere vergleichbare Formulierungen
in den Ansprüchen,
die folgen, nicht spezifisch aufgeführt werden, sind sie klare Äquivalente davon,
die die aufgezählten
Peptide mit einschließen
und werden daher so betrachtet, dass sie von solchen Ansprüchen umfasst
werden. Darüber
hinaus können
Substitutionen und Modifikationen an anderen Positionen in der CRF-Peptidkette
als in der ersten allgemeinen Formel angezeigt werden, durchgeführt werden, ohne
die Wirksamkeit der CRF-Agonisten zu beeinträchtigen. Entwicklungen bis
zu diesem Datum haben gezeigt, dass Peptide mit den spezifizierten
Resten und solchen Positionen in dem Molekül CRF-Aktivität aufweisen.
Als ein Resultat ist es auf diesem Fachgebiet gut akzeptiert, dass
ein r/hCRF-Agonist (so wie einer mit der hier zuvor beschriebenen
30-33-Lactambindung) seine verbesserte Biowirksamkeit behalten wird,
sogar wenn eine Vielzahl der spezifizierten Substitutionen mit eingeschlossen
wird. Zum Beispiel kann Ala31 durch D-Ala31 substituiert werden, wobei eine Biowirksamkeit,
die deutlich über
derjenigen der nativen Sequenz liegt, behalten wird und wird daher
als Äquivalent
betrachtet. Anstelle von D-Phe an der 12-Position kann L-Phe oder ein
anderes geeignetes D-Isomer, das denjenigen ähnlich ist, die hier zuvor
erwähnt
wurden, z.B. D-Cpa, vorliegen und solche werden als äquivalent
betracht. Der N-Terminus von r/hCRF (4-41) kann durch Glu, durch Glu-Glu
oder durch Ser-Glu-Glu
oder durch andere geeignete Di- oder Tripeptide verlängert und/oder
durch eine Acylgruppe mit 15 oder weniger Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
7 oder weniger, z.B. Acetyl, asyliert werden, und man geht davon
aus, dass solche Änderungen äquivalente
CRF-Agonisten produzieren. Zusätzlich
kann anstelle des einfachen Amids an dem C-Terminus ein niedrigeres
Alkyl-substituiertes Amid, z.B. 1 bis 4 Kohlenstoffatome, sprich
Methylamid, Ethylamid, etc., mit eingeschlossen werden. Als eine
Alternative für eine
Dissulfidcyclisierungsbindung kann eine Carba- oder Dicarba-Bindung verwendet
werden (siehe US-Patent Nr. 4,115,554), die als eine äquivalente
Bindung betrachtet wird. Eine äquivalente
Lactambindung kann durch Bindung der Seitenketten von Lys30 und Glu33 geschaffen
werden; es ist jedoch nicht die bevorzugte Bindung. Die Aminogruppe,
die man reagieren lässt,
um die 30-33-Lactamsyclisierungsbindung zu bilden, oder die α-Aminogruppe
von einem der Reste an den Positionen 30-33 kann z.B. durch Zugabe
einer Methylgruppe alkyliert werden; man geht davon aus, dass solche Änderungen äquivalente
cyclische Peptide schaffen. Ebenso kann, wenn ein D- oder L-Isomer
von Amp, Aph, Iamp, Lys, Hly, Orn, Dbu, Dpr, Arg, Har oder Agl an
der 32-Position vorliegt, seine Seitenkettenaminogruppe optional
durch eine niedrigere Alkylgruppe (C1 bis
C5), z.B. Methyl, Ethyl, Isopropyl oder
Isolbutyl, alkyliert werden. Tyr oder D-Tyr kann an dem N-Terminus
von jedem der offenbarten Peptide zugegeben werden (anstelle von
Acetylierung, wenn acetyliert), um die Radiomarkierung zu erleichtern.