DE69416007T2 - Verbesserte wirksamkeit und/oder regenfestigkeit an pestizide formulierungen aufweisende tenside - Google Patents

Verbesserte wirksamkeit und/oder regenfestigkeit an pestizide formulierungen aufweisende tenside

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DE69416007T2
DE69416007T2 DE69416007T DE69416007T DE69416007T2 DE 69416007 T2 DE69416007 T2 DE 69416007T2 DE 69416007 T DE69416007 T DE 69416007T DE 69416007 T DE69416007 T DE 69416007T DE 69416007 T2 DE69416007 T2 DE 69416007T2
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Description

    GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung umfaßt ein neues Verfahren zur Verwendung relativ kostengünstiger, landwirtschaftlich annehmbarer Tenside zur Verbesserung der Regenbeständigkeit von auf die Blätter aufgetragenen Pestizid- und das Pflanzenwachstum modifizierenden Mitteln. Die Erfindung umfaßt weiterhin neue und nützliche Zusammensetzungen solcher Mittel, inbesondere das Herbizid N-Phosphonomethylglycin oder dessen Salze oder Mischungen hiervon, die solche die Wirksamkeit oder Regenbeständigkeit verbessernden Tenside enthalten.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Auf die Blätter aufgetragene bzw. angewandte Pestizid- und das Pflanzenwachstum modifizierende Chemikalien werden in breitem Umfang weltweit in landwirtschaftlichen, industriellen, Erholungs- und Wohngebieten eingesetzt. Diese chemischen Mittel schließen, zur Veranschaulichung, Insektizide, Fungizide, Herbizide, Pflanzenwachstumsregulatoren und pflanzliche Nährstoffe unter anderen Chemikalien ein. Solche Chemikalien werden typischerweise durch Sprühen auf die Blätter von Pflanzen, die geschützt, bekämpft, abgetötet oder modifiziert werden sollen, angewandt, doch es sind auch andere Verfahren, wie die "Seildocht (Rope-wick)"-Anwendung bekannt. Einige dieser Mittel zeigen Kontaktwirkung, indem sie das Wachstum der Zielorganismen an der Stelle der Ablagerung abtöten, bekämpfen oder modifizieren. Andere Chemikalien sind systemisch, indem sie innerhalb der Pflanze an eine von der Ablagerungsstelle entfernte Wirkungsstelle verlagert werden. Wieder andere Chemikalien zeigen sowohl Kontakt- als auch systemische Wirkung.
  • Ein allgemeines Problem bei mehreren solcher Chemikalien besteht darin, daß die Wirksamkeit vermindert werden kann, wenn kurz nach dem Besprühen oder einer anderen Art der Auftragung Regen fällt. Dieses Problem ist ausgeprägter bei Chemikalien, die in Wasser mäßig bis hoch löslich sind. Zahlreiche Verfahren zur Bewältigung des Problems der verminderten Wirksamkeit infolge von Regen sind schon beschrieben worden. Solche Verfahren haben, wie es heißt, das Ziel, die "Regenbeständigkeit" von auf die Blätter aufgetragenen Mitteln zu verbessern.
  • Verfahren zur Verbesserung der Regenbeständigkeit schließen die Zugabe von Ölen oder anderen lipophilen Substanzen, Polymeren und anderen Materialien, die das Verbreiten und Anhaften der aufgetragenen Formulierung an Blättern verbessern sollen, und außerdem von verschiedenen Tensiden zu der Spraylösung ein. Unter den Tensiden, die für eine Verbesserung der Regenbeständigkeit beschrieben wurden, finden sich Organosilikon-Copolymere, z. B. das ethoxylierte Siloxan Silwet L-77 von Union Carbide Corporation. Solche Tenside, sowie andere Sprayadditive, die zur Verbesserung der Regenbeständigkeit verwendet werden, sind häufig relativ kostspielig, und viele davon weisen andere Nachteile auf.
  • Alternativ dazu kann ein Material zur Verbesserung der Regenbeständigkeit durch den Hersteller oder Lieferanten des auf die Blätter aufgetragenen Pestizid- oder das Pflanzenwachstum modifizierenden Mittels als ein Bestandteil in der Formulierung des Mittels bereitgestellt werden.
  • Ein Beispiel für das auf die Blätter aufgetragene Mittel, dessen Wirksamkeit gegenüber dem Auftreten von Regen kurz nach der Auftragung empfindlich ist, ist das Herbizid N- Phosphonomethylglycin, das auch unter seinem gängigen Namen Glyphosat bekannt ist.
  • Glyphosat ist ein hochwirksames und kommerziell bedeutendes Herbizid, das für die Bekämpfung des Vorkommens einer breiten Vielfalt unerwünschter Vegetation, einschließlich des landwirtschaftlichen Unkrauts, nützlich ist. Glyphosat wird als formuliertes Produkt auf die Blätter von einjährigen und mehrjährigen Gräsern und großblättrigen Pflanzen und dergleichen aufgetragen, und es wird während eines gewissen Zeitraums in die Blätter aufgenommen, von wo es sich in die ganze Pflanze ausbreitet.
  • Glyphosat in ionischer Form besitzt eine relativ hohe Wasserlöslichkeit, insbesondere wenn es als Salz formuliert ist, und während der Aufnahmeperiode unmittelbar nach der Auftragung kann Glyphosat leicht von den Blättern durch Regen oder eine Bewässerung oder Berieselung von oben herab abgewaschen werden. Da Glyphosat praktisch keine herbizide Aktivität im Boden besitzt, wird seine Wirksamkeit durch ein solches Abwaschen stark vermindert.
  • Die Zeitspanne, in der Glyphosat für Regen einigermaßen anfällig ist, hängt von zahlreichen Umwelt- und Pflanzenfaktoren ab, sowie von der Dauer und der Intensität des Regens, doch kann diese lediglich 30 Minuten oder soviel wie 12 Stunden oder mehr nach der Auftragung betragen. In der großen Mehrzahl der Fälle beeinträchtigt Regen, der sechs oder mehr Stunden nach der Auftragung fällt, nicht ernsthaft die Leistung des Herbizids.
  • In der Regel wird Glyphosat in handelsüblichen Zusammensetzungen in der Form eines wasserlöslichen Salzes formuliert. Salze in der handelsüblichen Anwendung schließen Alkylaminsalze, wie das Isopropylaminsalz, Alkalimetallsalze, wie das Natriumsalz, das Ammoniumsalz und das Trimethylsulfoniumsalz ein. Allerdings werden auch Formulierungen von Glyphosat in seiner Säureform verwendet. Typische Glyphosatsalz-Formulierungen schließen wäßrige Konzentrate ein, die eine einfache Verdünnung in Wasser für die Auftragung durch den Endanwender erfordern, sowie wasserlösliche oder in Wasser dispergierbare trockene Formulierungen, inbesondere Granalien, die eine Auflösung oder Dispergierung in Wasser vor der Auftragung erfordern. Die meisten Formulierungen, ob flüssig oder trocken, enthalten auch ein oder mehrere Tenside. Auch wenn solche Tenside in der Formulierung vorhanden sind, so bleibt dennoch das Erfordernis einer verbesserten Regenbeständigkeit von Glyphosat in zahlreichen Situationen bestehen.
  • Das ethoxylierte Siloxan-Tensid Silwet L-77, das weiter oben genannt wurde, war das Thema von häufig veröffentlichten Untersuchungen der Verbesserung der Regenbeständigkeit für Glyphosatsalz-Formulierungen. Sein Haupt-Wirkstoff ist 1,1,1,3,5,5,5-Heptamethyltrisiloxanylpropyl-omega-methoxypoly(ethylenoxid), worin die Durchschnittszahl der Ethylenoxideinheiten ungefähr sieben beträgt. Andere Siloxane mit ähnlicher Zusammensetzung sind ebenfalls in dem Fachbereich beschrieben. Neben den hohen Kosten von Silwet L-77, die allen Siloxanen gemeinsam sind, wurde eine Reihe von Nachteilen beschrieben, insbesondere seine Tendenz, der Aktivität von Glyphosat bei manchen Spezies bei Ausbleiben von Regen entgegenzuwirken. Eine technische Lösung dieses Problems wird in dem australischen Patent Nr. 609 628 gegeben, in welchem ein Benetzungsmittel bzw. Feuchthaltemittel, wie Glycerin, welches der Spraylösung zugegeben wird, den Antagonismus überwindet; allerdings sind die Kosten immer noch ein wesentlicher abschreckender Faktor in den meisten Situationen.
  • Ein bedeutender Fortschritt bei der kostenwirksamen Verbesserung der Regenbeständigkeit für Glyphosat wurde in dem US Patent Nr. 5 258 354 bereitgestellt, in dem Acetylendioltenside, veranschaulicht durch die Ethoxylate von 2,4,7,9-Tetramethyl-5-decyn-4,7-diol, wie gezeigt wird, eine Regenbeständigkeit ergeben, die mindestens derjenigen von Silwet L-77 gleichkommt, wenn sie in Gegenwart bestimmter anderer Tenside verwendet werden, jedoch ohne das Auftreten eines Antagonismus bei Ausbleiben von Regen. Es werden konzentrierte Formulierungen von Glyphosat mit solchen Acetylendioltensiden beschrieben, die sowohl chemisch als auch physikalisch über einen weiten Bedingungsbereich stabil sind.
  • Während Acetylendioltenside bei viel geringeren Kosten erhältlich sind als wirksame Organosilikontenside, könnten diese für zahlreiche Anwendungen immer noch zu kostspielig sein. In den meisten Fällen wünscht der Endanwender ein gewisses Maß an Sicherheit gegenüber der Möglichkeit des Abwaschens des Herbizids von den Blättern durch Regen, bevor dieses die Zeit hatte, in die Blätter einzudringen. Der Endanwender weiß selten, daß es mit Sicherheit regnen wird. Aufgrund solcher Sicherheitsüberlegungen diktiert die Ökonomie die Verwendung noch kostengünstigerer Zusatzstoff oder Formulierungsbestandteile. Es wurde von Zeit zu Zeit von verschiedenen konstengünstigen Tensiden behauptet, zu einer Verbesserung der Regenbeständigkeit zu führen, einschließlich ethoxylierter Alkylphenole, wie Oktylphenol- und Nonylphenolethoxylate. Diese gehören zu den am weitesten verbreiteten Allzweckzusatzstoffen für Glyphosat in zahlreichen Märkten und genießen bei den meisten Anwendern nicht den Ruf, daß sie eine zuverlässige Verbesserung der Regenbeständigkeit vorsehen.
  • E. H. Brumbaugh (Drittes Internationales Symposium über Zusatzsstoffe für Agrochemikalien, Cambridge, U. K., August 1992) zeigte, daß die Zugabe von APSA-80, eines Produkts, das 80% eines nichtionischen Tensids auf Basis von Nonoxynol-9 (Nonylphenolethoxylat mit durchschnittlich 9 Molen Ethylenoxid pro Mol Nonylphenol) enthalten soll, die Regenbeständigkeit von Glyphosat verstärkte, wobei es als Roundup®-Herbizid in einem ultraniedrigen Volumen an Wasser (30,61/ha) aufgetragen wird.
  • Das Zusatzmittel wurde in Konzentrationen im Bereich von 0,1 bis 0,5% der Spraylösung verwendet. Eines Verbesserung der Regenbeständigkeit war nicht bei allen Spezies evident.
  • Hierin wird ein neues Verfahren zur Verwendung von Sekundäralkohol-Alkoxylaten mit einer Molekülstruktur, die untenstehend noch spezifischer definiert ist, zur Verbesserung der Regenbeständigkeit von auf die Blätter aufgetragenen Pestizid- und das Pflanzenwachstum modifizierenden Mitteln bereitgestellt.
  • Es werden hierin ebenfalls neue lagerstabile, flüssige oder trockene konzentrierte Zusammensetzungen bereitgestellt, die Glyphosat oder eines oder mehrere seiner Salze, ein Sekundäralkohol-Alkoxylat mit der untenstehend definierten Molekülstruktur und ein oder mehrere weitere Tenside umfassen, wobei die Zusammensetzungen eine verbesserte Regenbeständigkeit im Vergleich zu ähnlichen Zusammensetzungen, welche nicht das Sekundäralkohol-Alkoxylat enthalten, zeigen und zumindest eine gleiche Regenbeständigkeit im Vergleich zu viel kostspieligeren Zusammensetzungen im Stand der Technik, die auf ethoxyliertem Siloxan oder Acetylendioltensiden basieren, zeigen. Nicht alle Alkohol-Alkoxylate stellen das gewünschte Maß der Verbesserung der Regenbeständigkeit bereit. Sekundäralkohol-Alkoxylate, wenn sie gemäß der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden, führten, wie gezeigt wurde, zu einer überlegenen Regenbeständigkeit im Vergleich beispielsweise zu Primäralkohol-Alkoxylaten oder Alkylphenolalkoxylaten des Stands der Technik.
  • Ebenfalls bereitgestellt werden hierin neue lagerstabile, flüssige oder trockene konzentrierte Zusammensetzungen, welche Glyphosat oder eines oder mehrere seiner Salze, ein Sekundäralkohol-Alkoxylat mit der untenstehend definierten Molekülstruktur und ein oder mehrere andere Tenside umfassen, wobei die Zusammensetzungen eine verbesserte Wirksamkeit im Vergleich zu Glyphosatzusammensetzungen, die im Stand der Technik bekannt sind, selbst bei Ausbleiben von Regen, zeigen.
  • Wyrill und Burnside, Weed Science, Band 25 (1977), Seiten 275-287, testeten in einer weitreichenden Untersuchung verschiedener Klassen von Tensiden zwei Sekundäralkohol- Ethoxylate von Union Carbide Corporation, nämlich Tergitol 15-S-9 und Tergitol TMN-3, in einer Tankmischung mit Glyphosat. (Die von Wyrill und Burnside für Tergitol TMN-3 angegebene Struktur weist dieses nicht als Sekundäralkohol aus). Bei Verwendung als einziges Tensid, selbst in sehr hohen Gebrauchsraten, zeigte keines von diesen eine Leistung (bei Ausbleiben von Regen), die mit den wirksamsten getesteten Tensiden vergleichbar ist. Für Fachleute auf dem Gebiet wird keine Motivation geliefert, diese Tenside weiter zu begutachten. Es wird kein Vorschlag in dem Fachgebiet gemacht oder darauf hingewiesen, daß Sekundäralkohol-Alkoxylate für die Verbesserung der Glyphosatleistung nützlich sein könnten, wenn sie mit anderen Tensiden kombiniert werden, noch darauf, daß die Vorteile der Regenbeständigkeit mit Sekundäralkohol-Alkoxylaten erhalten werden könnten.
  • Unter den Tensiden, die in Kombination mit Sekundäralkohol-Alkoxylaten in Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung verwendet werden, befinden sich ethoxylierte tertiäre und quarternäre Alkylamine und Alkylaminoxide.
  • Es ist im Fachbereich bekannt, daß ethoxylierte Alkylamin- oder Alkylaminoxidtenside mit einer durchschnittlichen Alkylkettenlänge im Bereich von 10 bis 20 Kohlenstoffatomen und mit durchschnittlich 2 bis 20 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Amin bei der Potenzierung der Herbizidaktivität von Glyphosatzusammensetzungen wirksam sind. Das europäische Patent Nr. 0 290 416 beschreibt beispielsweise Glyphosatzusammensetzungen, die tertiäre Alkylamintenside innerhalb des durch die obenstehende Beschreibung eingeschlossenen Bereichs enthalten, und weist darauf hin, daß solche Zusammensetzungen, insbesondere jene, mit EO- Anteilen am unteren Ende des obenstehenden Bereichs, eine hohe Herbizid-Einheitsaktivität aufweisen. Das europäische Patent Nr. 0 274 369 beschreibt hochwirksame Glyphosatzusammensetzungen, die quarternäre Alkylamintenside innerhalb des durch die oben stehende Beschreibung eingeschlossenen Bereichs enthalten. In beiden Fällen ist offenbart, daß für die beste Leistung die Zusammensetzungen auch eine beträchtliche Menge an anorganischem Ammoniumsalz, wie Ammoniumsulfat, enthalten sollten.
  • Das US Patent Nr. 5 118 444 beschreibt ethoxylierte Alkylaminoxidtenside innerhalb des durch die oben stehende Beschreibung eingeschlossenen Bereichs und weist auf deren Nützlichkeit als Komponenten von Glyphosat-Formulierungen hin.
  • Ammoniumsulfat ist raumeinnehmend und kann in einer konzentrierten Formulierung in einer wirksamen Menge nur durch beträchtliche Senkung des Gehalts des aktiven Bestandteils, in diesem Fall von Glyphosat, eingebracht werden. Ein wesentlicher Fortschritt auf dem Gebiet der Formulierung von Glyphosatkonzentraten würde aus der Identifikation eines Materials resultieren, welches die Wirksamkeit von Zusammensetzungen, die ethoxylierte Alkylamintenside enthalten, weiter verbessert, welches aber in einer geringeren Konzentration wirksam ist, als dies im Falle von Ammoniumsulfat erforderlich ist. Dieses Material könnte in eine konzentrierte Formulierung ohne eine unannehmbare Verdünnung des aktiven Glyphosat- Bestandteils eingebracht werden. Die vorliegende Erfindung sieht eben einen solchen Fortschritt in dem Fachbereich vor.
  • Die CA-A-987 925 (vgl. Seite 9, Zeilen 8-21) beschreibt die Verwendung von Trimethylnonylpolyethylenglykol(6 Mol)-ether, um die Oberflächenspannung von auf die Blätter aufgetragenen Herbizidzusammensetzungen zu verringern. Durch Verringerung der Oberflächenspannung der Zusammensetzungen wird das Herbizid durch die Blätter leichter aufgenommen (vgl. Seite 8, Zeile 18, bis Seite 9, Zeile 7), wodurch diese durch anschließenden Regenfall nicht so leicht abgewaschen werden.
  • Die FR-A-2 589 328 beschreibt die Zugabe eines Sekundäralkohol-Tensids zu Glyphosat, um die Aufnahme von Glyphosat durch die Blätter zu erhöhen.
  • Gemäß Weed Science, Band 25, Nr. 3, 1997, Seiten 275-287, kann die Wirksamkeit von Glyphosat-Formulierungen, die nichtionische Etherethoxylat-Tenside enthalten, durch Zugabe von Dimethylamin oder quarternären Ammoniumtensiden verbessert werden (vgl. Tabelle 3).
  • Die EP-A-0 290 416 beschreibt Zusammensetzungen, welche Glyphosat und ein alkoxyliertes Alkylamintensid gegebenenfalls zusammen mit Sekundärtensiden, wie Polyoxyethylenethern oder -estern, und/oder mit Ammoniumsulfat, umfassen.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Es werden neue, lagerstabile, flüssige oder trockene konzentrierte Zusammensetzungen bereitgestellt, welche (a) Glyphosat oder ein oder mehrere seiner landwirtschaftlich annehmbaren Salze, (b) ein oder mehrere Sekundäralkohol-Tenside, wie jene der repräsentativen chemischen Struktur
  • worin R&sub1; und R&sub2; unabhängig gerad- oder verzweigtkettige C&sub1;- bis etwa C&sub2;&sub8;-Alkyl-, Aryl- oder Alkylarylgruppen sind und die Gesamtanzahl der Kohlenstoffatome in R&sub1; und R&sub2; etwa 7 bis etwa 30 beträgt, die R&sub3;-Gruppen unabhängig C&sub1;- bis C&sub4;-Alkylengruppen sind und n eine Durchschnittszahl von etwa 3 bis etwa 30 ist, und (c) ein oder mehrere andere Tenside, die aus Alkylmonoglycosiden, Alkylpolyglycosiden, Saccharosealkylestern, tertiären oder quarternären Alkylaminalkoxylaten, nichtalkoxylierten tertiären oder quarternären Alkylaminen, Alkylaminoxiden oder Alkylbetainen gewählt sind, umfassen. Bei bevorzugten Zusammensetzungen ist R&sub3; in der Struktur des Alkohol-Tensids Ethylen.
  • Zusammensetzungen der Erfindung besitzen mindestens einen der folgenden Vorteile gegenüber Zusammensetzungen, wie sie im Stand der Technik bekannt sind. (1) Sie müssen eine verbesserte Regenbeständigkeit im Vergleich zu ähnlichen Zusammensetzungen, welche nicht die Sekundäralkohol-Tenside enthalten, und mindestens eine im wesentlichen gleiche Regenbeständigkeit im Vergleich zu viel kostspieligeren Zusammensetzungen im Stand der Technik, die auf ethoxylierten Siloxan- oder Acetylendioltensiden basieren, aufweisen. (2) Sie sollen eine verbesserte Herbizidwirksamkeit, selbst bei Ausbleiben von Regen, im Vergleich zu ähnlichen Zusammensetzungen, welche keine Sekundäralkohol-Tenside enthalten, zeigen.
  • Ein Verfahren zur Verwendung solcher Zusammensetzungen, um eine annehmbare Bekämpfung von Unkraut und anderer unerwünschter Vegetation zu gewährleisten, egal ob nun Regen kurz nach der Auftragung fällt oder nicht, wird ebenfalls bereitgestellt.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Bei den am meisten verbreiteten handelsüblichen Glyphosatzusammensetzungen wird das Herbizid Glyphosat als sein Isopropylaminsalz formuliert. Eine ausgezeichnete Bekämpfung der meisten Pflanzenarten kann normalerweise bei Raten von 0,1 bis 10 kg/ha an Glyphosat- Isopropylamin erreicht werden. Es ist im allgemeinen bevorzugt, die aufgetragene Menge an Glyphosat als Glyphosatsäure-Äquivalent anzugeben, was herkömmlicherweise als "a. e." abgekürzt wird. Die Auftragung auf Pflanzen erfolgt meistens durch Versprühen einer Lösung des Glyphosatherbizids in Wasser.
  • Für die meisten Anwendungen wird die Wirksamkeit von Glyphosat durch das Vorliegen eines Tensids beträchtlich verbessert. Allerdings sind nicht alle Tenside in gleicher Weise wirksam bei der Verbesserung der Herbizidaktivität von Glyphosat, und einige Tenside sind ziemlich unwirksam oder können sogar die Glyphosat-Aktivität verringern. Unter den wirksamsten Tensiden im Stand der Technik zur Verbesserung der Glyphosataktivität finden sich alkoxylierte Alkylamintenside, einschließlich sowohl die tertiären als auch die quarternären Amintypen. Nichtionische Tenside unterscheiden sich beträchtlich und zu einem großen Teil in unvorhersagbarer Weise in ihrer Fähigkeit, die Glyphosataktivität zu verbessern. Die Sekundäralkohol-Alkoxylate der vorliegenden Erfindung sind relativ schwach in dieser Hinsicht, wenn sie als einziges Tensid verwendet werden.
  • Die meisten handelsüblichen Glyphosatsalz-Formulierungen enthalten bereits ein oder mehrere Tenside, am häufigsten solche der tertiären oder quarternären Alkylaminalkoxylatgruppe, wie obenstehend erwähnt. Zum Beispiel ist Roundup®-Herbizid von Monsanto Company ein wäßrige konzentrierte Formulierung des Isopropylaminsalzes von Glyphosat. Zusätzlich zu Glyphosat in einer Menge von 360 Gramm a. e./Liter enthält Roundup-Herbizid, wie es beispielsweise in den USA vertrieben wird, ein Tensid auf Basis von ethoxyliertem Talgamin mit durchschnittlich etwa 15 Mol EO/Mol Amin.
  • Der Endanwender kann einer Glyphosat-Spraylösung weiteres Tensid hinzugeben; ebenso werden Amine, kostengünstige nichtionische Tenside der ethoxylierten Primäralkohol-, Alkylphenol- oder Fettsäureklassen in besonders breitem Umfang auf diese Weise eingesetzt. Wegen der großen Schwankungen bezüglich der Wirksamkeit solcher Tenside ist es jedoch im allgemeinen bevorzugt, ein wirksames Tensid in der konzentrierten Formulierung einzuschließen. Neben der relativ schlechten Wirksamkeit von Sekundäralkohol-Alkoxylaten, wenn sie als einziges Tensid mit Glyphosat verwendet werden, haben diese Alkohol-Tenside den weiteren Nachteil, daß sie nicht mit Glyphosatsalzen in landwirtschaftlich geeigneten Mengen in wäßrigen Konzentraten formuliert werden können, außer in Gegenwart von Kompatibilisierungsmitteln. Solche Mittel schließen eine große Vielzahl tertiärer und quarternärer Amintenside, Alkylpolyglycoside und andere Materialien ein.
  • Es werden nunmehr neue, lagerstabile, flüssige oder trockene konzentrierte Zusammensetzungen bereitgestellt, welche (a) Glyphosat oder ein oder mehrere seiner landwirtschaftlich annehmbaren Salze, (b) ein oder mehrere Sekundäralkohol-Tenside, wie jene der repräsentativen chemischen Stuktur
  • worin R&sub1; und R&sub2; unabhängig gerad- oder verzweigtkettige C&sub1;- bis etwa C&sub2;&sub8;-Alkyl-, Aryl- oder Alkylarylgruppen sind und die Gesamtanzahl der Kohlenstoffatome in R&sub1; und R&sub2; etwa 7 bis etwa 30 beträgt, die R&sub3;-Gruppen unabhängig C&sub1;- bis C&sub4;-Alkylengruppen sind und n eine Durchschnittszahl von etwa 3 bis etwa 30 ist; und (c) ein oder mehrere andere Tenside, die aus Alkylmonoglycosiden, Alkylpolyglycosiden, Saccharosealkylestern, tertiären oder quarternären Alkylaminalkoxylaten, nichtalkoxylierten tertiären oder quarternären Alkylaminen, Alkylaminoxiden oder Alkylbetainen gewählt sind, umfassen, wobei die Zusammensetzungen eine verstärkte Wirksamkeit und/oder Regenbeständigkeit im Vergleich zu ähnlichen Zusammensetzungen, die keine Sekundäralkohol-Tenside enthalten, zeigen und eine zumindest im wesentlichen gleiche Wirksamkeit und Regenbeständigkeit im Vergleich zu viel kostspieligeren Zusammensetzungen im Stand der Technik, die auf ethoxylierten Siloxan- oder Acetylendioltensiden basieren, zeigen.
  • Ebenfalls wird ein Verfahren zur Verwendung solcher Zusammensetzungen, um eine annehmbare Bekämpfung von Unkraut und anderer unerwünschter Vegetation zu gewährleisten, egal ob nun Regen kurz nach der Auftragung fällt oder nicht, bereitgestellt.
  • Eine besondere Ausführungsform der Erfindung beinhaltet den Einsatz einer Tensidzusammensetzung, welche (a) ein Sekundäralkohol-Tensid, in welchem R&sub1; und R&sub2; geradkettige Alkylgruppen mit insgesamt etwa 10 bis etwa 20 Kohlenstoffatomen sind, R&sub3; Ethylen ist und n eine Durschnittszahl im Bereich von etwa 7 bis etwa 14, am meisten bevorzugt von etwa 9 bis etwa 12 ist; und (b) ein ethoxyliertes tertiäres oder quarternäres Alkylamin- oder Alkylaminoxidtensid mit durchschnittlich etwa 2 bis etwa 20 Mol Ethylenoxid pro Mol Amin umfaßt. Die Tensidzusammensetzung kann gleichzeitig mit einem Glyphosat-Herbizid in einer wäßrigen oder trockenen konzentrierten Formulierung formuliert werden. Alternativ kann die Tensidzusammensetzung für den Endanwender getrennt von dem Glyphosat-Herbizid bereitgestellt werden, um von diesem in einem Tank bzw. Behälter unmittelbar vor der Auftragung vermischt zu werden.
  • Typischerweise kann sich bei handelsüblichen Zubereitungen von geradkettigen Sekundäralkohol-Tensiden die ethoxylierte Alkoholgruppe an einer beliebigen Stelle der Alkylkette mit Ausnahme der Enden befinden, und solche Zubereitungen sind daher Mischungen von Alkoholen. Die Alkylkettenlänge variiert auch normalerweise in den handelsüblichen Zubereitungen.
  • In den nachfolgenden Beispielen wird eine solche Zubereitung als "C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;-Sekundäralkohol 9EO" bezeichnet. Dieses Produkt weist insgesamt etwa 11 bis etwa 15 Kohlenstoffatome in der Alkylkette und im Durchschnitt etwa 9 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol (n = 9) auf. C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;- Sekundäralkohol-Ethoxylate wie dieses sind im Handel von Union Carbide Corporation in Form der Tergitol 15-S-Reihe erhältlich.
  • Ein weiteres Tensid, welches gemäß der vorliegenden Erfindung für nützlich befunden wurde, ist ein verzweigter C&sub1;&sub2;-Sekundäralkohol-Ethoxylat. Tenside dieses Typs sind im Handel von Union Carbide Corporation in Form der Tergitol-TMN-Reihe erhältlich. Ein Beispiel wird hierin bezeichnet als "verzweigtkettiger C&sub1;&sub2;-Sekundäralkohol 10EO". Dieses Produkt umfaßt 2,6,8-Trimethyl-4-nonanol mit im Durchschnitt etwa 10 Molen Ethylenoxid pro Mol Alkohol (n = 10).
  • Um die gewünschte Verbesserung der Regenbeständigkeit eines auf die Blätter aufgetragenen Pestizid- oder das Pflanzenwachstum modifizierenden Mittels zu gewährleisten, können Sekundäralkohol-Alkoxylate der Erfindung in Konzentrationen in der Spraylösung im Bereich von etwa 0,05 bis etwa 2 Vol.%, vorzugsweise etwa 0,1 bis etwa 1 Vol.%, verwendet werden, obwohl unter bestimmten Umständen größere und kleinere Konzentrationen verwendet werden können.
  • In konzentrierten oder gebrauchsfertigen Glyphosat-Formulierungen kann das Sekundäralkohol-Alkoxylat-Tensid in geeigneter Weise in Gewicht/Gewicht-Verhältnissen von Tensid zu Glyphosat a. e. von etwa 1 : 20 bis etwa 1 : 1, vorzugsweise von etwa 1 : 12 bis etwa 1 : 2, und am meisten bevorzugt von etwa 1 : 6 bis etwa 1 : 3, eingeschlossen werden.
  • In gebrauchsfertigen Formulierungen liegt Glyphosat typischerweise bei etwa 0,5 bis etwa 2 Gew.-% a. e. vor. Wäßrige konzentrierte Formulierungen der Erfindung können etwa 5 bis etwa 40 Gew.-% a. e. Glyphosat enthalten.
  • Trockene konzentrierte Formulierungen der Erfindung können etwa 10 bis etwa 75 Gew.-% a. e. Glyphosat enthalten. Bevorzugte trockene konzentrierte Formulierungen sind wasserlösliche Granulate, die etwa 40 bis etwa 70 Gew.-% a. e. Glyphosat enthalten.
  • Bevorzugte Glyphosatsalze zur Verwendung in wäßrigen oder trockenen Formulierungen der Erfindung schließen Ammonium-, Alkylamin-, beispielsweise Isopropylamin-, Alkylsulfonium-, beispielsweise Trimethylsulfonium-, und Alkalimetallsalze ein. Am häufigsten weisen diese Salze ein Molverhältnis von Kationen zu Glyphosatanionen im Bereich von etwa 1 : 1 bis etwa 2 : 1 auf.
  • Die Langzeitlagerfähigkeit ist eine wichtige handelsübliche Eigenschaft von konzentrierten Formulierungen von Pestizid- und das Pflanzenwachstum modifizierenden Mitteln. Im Falle von wäßrigen konzentrierten Formulierungen, wie denjenigen von Glyphosat, ist es besonders wichtig, daß sich Tenside in der Formulierung nicht von den anderen Bestandteilen als eigene Phase abtrennen. Viele solcher wäßrigen Konzentrate zeigen eine Tendenz zur Phasentrennung bei hohen Temperaturen. Die Mindesttemperatur, bei welcher eine solche Phasentrennung auftritt, ist als der "Trübungspunkt" der Formulierung bekannt. Fachleuten auf dem Gebiet ist allgemein bekannt, daß die meisten nichtionischen Tenside, wobei ethoxylierte Alkohole ein gutes Beispiel sind, eine ziemlich schlechte Kompatibilität mit Lösungen mit hoher Ionenstärke, wie wäßrigen konzentrierten Formulierungen von Glyphosatsalzen, besitzen. Diese schlechte Kompatibilität manifestiert sich als niedriger Trübungspunkt, was zu einer unannehmbar schlechten Lagerfähigkeit der Formulierung führt.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung werden Sekundäralkohol-Alkoxylate in geeigneten Mengen in einer wäßrigen konzentrierten Formulierung von Glyphosatsalz eingebracht, indem in der Formulierung weiterhin ein Kompatibilisierungsmittel eingeschlossen wird, welches den Trübungspunkt der Formulierung auf ein annehmbares Maß anhebt, beispielsweise 50ºC oder höher.
  • Sowohl in wäßrigen als auch in trockenen konzentrierten Glyphosatformulierungen, wo eine Verbesserung der Regenbeständigkeit erwünscht wird, sollte(n) zusätzliche(s) Tensid(e) in einer Menge eingeschlossen werden, die ausreichend ist, um eine annehmbare Herbizidwirksamkeit bei Ausbleiben von Regen zu gewährleisten und um zu ermöglichen, daß das Sekundäralkohol-Alkoxylat das gewünschte Maß der Verbesserung der Regenbeständigkeit aufzeigt.
  • Die Menge eines solchen von Sekundäralkohol-Alkoxylat verschiedenen zusätzlichen Tensids, die eingeschlossen werden soll, hängt stark von der chemischen Zusammensetzung dieses Tensids, der angezielten Pflanzenspezies und den Umweltfaktoren ab. Normalerweise jedoch liegt das Gewicht/Gewicht-Verhältnis von Sekundäralkohol-Alkoxylat zu der Gesamtheit der anderen Tenside im Bereich von etwa 1 : 20 bis etwa 5 : 1, vorzugsweise von etwa 1 : 10 bis etwa 2 : 1, und am meisten bevorzugt von etwa 1 : 5 bis etwa 1 : 1.
  • Das (die) zusätzliche(n) Tensid(e) zu Sekundäralkohol-Alkoxylaten in Glyphosatzusammensetzungen der Erfindung sind aus Alkylmonoglycosiden, Alkypolyglycosiden, Saccharosealkylestern, tertiären oder quarternären Alkylaminalkoxylaten, nichtalkoxylierten tertiären oder quarternären Alkylaminen, Alkylaminoxiden, Alkylbetainen und dergleichen ausgewählt. Gute Resultate wurden beispielsweise mit Kokosamin 2EO und 5EO (z. B. Ethomeen C/12 und C/15, Akzo Chemicals Inc.), N-Methyltalgammoniumchlorid 5EO, 10EO und 15EO, N- Methyloctadecylammoniumchlorid 15EO (z. B. Ethoquad 18125, Akzo Chemicals Inc.), N-Methylkokosammoniumchlorid 2EO (formuliert in 35%iger Konzentration in Wasser als Ethoquad C/12 W, Akzo Chemicals Inc.), N-Methylkokosammoniumchlorid 15EO (z. B. Ethoquad C/25, Akzo Chemicals Inc.), N,N-Diethyl-N-Methylammoniumchlorid 1EO + 7PO (Emcol CC-9, Witco Corporation), N,N-Dimethyldodecylamin (Armeen DM12D, Akzo Chemicals Inc.), N,N,N,-Trimethylkokosammoniumchlorid (formuliert in 33%iger Konzentration in Wasser als Arquad C-33W, Akzo Chemicals Inc.), N,N,N-Trimethyltalgammoniumchlorid (formuliert in 27%iger Konzentration in Wasser als Arquad T-27 W, Akzo Chemicals Inc.), Kaliumlaurylbetain, Alkylpolyglucoside (Agrimul PG 2067 und Agrimul PG 2069, Henkel Corporation), C&sub8;&submin;&sub1;&sub0;-Alkylmonoglucosid und Saccharosekokoat (Crodesta SL-40, Croda Inc.) erzielt.
  • Mehrere der Beispiele hierin verwenden N-Methylkokosammoniumchlorid mit zwei Mol Ethylenoxid ("Kokosamin quat 2EO") als zusätzliches Tensid. Andere Beispiele hierin verwenden tertiäres Kokosamin oder Talgamin mit 5 Mol Ethylenoxid ("Kokosamin 5EO", bzw. "Talgamin 5EO") als das zusätzliche Tensid.
  • Zusätzlich zu Glyphosat oder seinen Salzen können das Sekundäralkohol-Alkoxylat und das (die) zusätzliche(n) Tensid(e), und ein beliebiger aus einer Vielzahl weiterer Bestandteile oder Zusatzstoffe in Formulierungen der vorliegenden Erfindung eingeschlossen werden, solange solche zugesetzten Materialien der Glyphosat-Herbizidaktivität und/oder der Aktivität von Sekundäralkohol-Alkoxylat und/oder der die Regenbeständigkeit verbessernden Wirksamkeit nicht in signifikanter Weise entgegenwirken. Mischungen von Glyphosat mit anderen Herbiziden liegen ebenfalls innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung. Beispiele für solche anderen Herbizide schließen Bialaphos, Glufosinate, 2,4-D, MCPA, Dicamba, Diphenylether, Imidazolinone und Sulfonylharnstoffe ein.
  • Verfahren zur Verwendung einiger Glyphosatformulierungen sind unter Fachleuten auf dem Gebiet allgemein bekannt. Wäßrige konzentrierte Formulierungen der Erfindung werden in einem geeigneten Wasservolumen verdünnt und beispielsweise durch Sprühen auf Unkraut oder andere unerwünschte Vegetation, die abgetötet oder bekämpft werden soll, aufgetragen. Trockene konzentrierte Formulierungen der Erfindung werden in einem geeigneten Wasservolmen gelöst oder dispergiert und auf die gleiche Weise aufgetragen.
  • Die vorliegende Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele erläutert, jedoch nicht eingeschränkt. Bei der Beschreibung der konzentrierten Zusammensetzungen der Beispiele sind die Prozentanteile gewichtsbezogen, wenn nichts anderes angegeben ist. Bei der Beschreibung von Konzentrationen von Tensiden in Spraylösungen sind die Prozentanteile volumenbezogen.
  • BEISPIELE
  • Eine Vergleichsherbizidaktivität mit und ohne simuliertem Regen wurde in Gewächshaus- und Feldversuchen ermittelt. Für die Gewächshausversuche wurden Samen oder Propagule bzw. Keimlinge von ausgewählten Spezies in 10,2 cm große rechteckige Töpfe mit Erde mit zugesetztem Dünger gepflanzt. Die Temperatur und die relative Feuchtigkeit ließ man innerhalb der für jeden Test, definierten Grenzen, die in den nachfolgenden Beispielen beschrieben werden, schwanken. Die Pflanzen wurden wachsen gelassen, bis das gewünschte Wachstumsstadium oder -größe (für jeden einzelnen Test definiert) für das Besprühen erreicht war. Die Töpfe wurden hinsichtlich Einheitlichkeit vor der Behandlung gewählt, und es wurden jeder Behandlung drei Wiederholungsansatztöpfe zugewiesen. Die Spraylösungen wurden durch Verdünnung oder Lösung von konzentrierten Herbizidformulierungen in Wasser zubereitet. Wenn ein Test einer "Tankmisch"-Anwendung von Tensidzusammensetzungen gewünscht wurde, wurden diese der Spraylösung in der erforderlichen Konzentration zugesetzt. Das Sprühen erfolgte mit einem Gerät, welches die landwirtschaftliche Spraygerätschaft auf dem Feld simuliert, wobei ein feines Spray bei einem Druck von etwa 207 kPa abgegeben wird. Die Überquerungsgeschwindigkeit des Sprühgerätes über den Pflanzen wurde so eingestellt, daß das gewünschte Sprayvolumen (für jeden Test definiert) erhalten wurde. Aus logistischen Gründen wurden alle drei Wiederholungsversuchansätze jeder Behandlung zusammen versprüht. "Regen"-Behandlungen wurden durch wiederholtes Passierenlassen eines Grobsprays aus Wasser über den Pflanzen zu einer bestimmten gewünschten Zeitperiode nach dem Versprühen des Herbizids angewandt. Die Menge und Dauer von "Regen" wurden notiert. Nach der Sprüh- und der "Regen"-Behandlung wurden die Pflanzen in das Gewächshaus zurückgebracht. Die Herbizidwirksamkeit wurde mit dem bloßen Auge zu einer oder mehreren gewählten Zeitperioden nach der Behandlung bewertet und als "% Kontrolle" auf einer frei gewählten Skala im Vergleich mit unbehandelten Pflanzen eingetragen. In dieser Skala bedeutet 0 keine sichtbare Wirkung, und 100 bedeutet das Absterben aller Pflanzen. In den Beispielen sind die angegebenen %-Kontrollwerte die Mittelwerte der drei Wiederholungsansätze.
  • In den Feldversuchen wurden die Behandlungen nach der Emergenz bzw. dem Auflaufen auf Pflanzen angewandt, die auf natürliche Weise oder aus Samen, die mechanisch in Reihen gepflanzt wurden, gewachsen waren. Es wurde ein randomisiertes Blockmuster mit drei Wiederholungsversuchen angewandt, wobei die Größe der Parzellen von den lokalen Umständen abhing. Es wurde eine Rucksack-Sprühvorrichtung mit Mehrfachdüsen, die zu einem überlappenden Sprühmuster führen, verwendet, um die Gleichmäßigkeit der Auftragung zu maximieren. "Regen" wurde mittels einer Bewässerungsgerätschaft von oben simuliert, welche auf eine gleichmäßige Wasserabgabe hin getestet war. Die "%-Kontrolle" wurde in einer ähnlichen Weise wie obenstehend für die Gewächshausversuche beschrieben, bewertet.
  • Beispiel 1
  • Die folgenden Tensidzusatzstoffe wurden auf eine Verbesserung der Regenbeständigkeit von Glyphosat in einem Feldversuch getestet:
  • Stand der Technik
  • 1. Triton AG-98
  • 2. 2,4,7,9-Tetramethyl-5-decyn-4,7-diol 10EO
  • Erfindung
  • 3. C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;-Sekundäralkohol 9EO
  • 4. Zusatzstoff 3 + Kokosamin quat 2 EO (1 : 1-Verhältnis)
  • In diesem und in anderen Beispielen bezieht sich die Zahl, gefolgt von "EO", auf die durchschnittliche Molzahl von Ethylenoxid pro Mol des Tensids.
  • Glyphosat wurde als Isopropylaminsalz, entweder ohne Tensid (die als Accord®-Herbizid von Monsanto Company vertriebene Glyphosatformulierung) oder mit einem Tensid auf Basis von Talgaminethoxylat (die als Roundup®-Herbizid von Monsanto Company vertriebene Glyphosatformulierung) aufgetragen. Triton AG-98 (Union Carbide Corporation) ist ein in breitem Umfang verwendeter, schwachschäumender, handelsüblicher landwirtschaftlicher Zusatzstoff, der zu 80% aus Octylphenolethoxylat besteht.
  • Es wurden insgesamt 11 Gras- und breitblättrige Spezies in Reihen gepflanzt:
  • A. Panicum dichotomiflorum (Herbst-Hirse, PANDI)
  • 8. Lolium sp. (Lolch bzw. einjähriges Raygras, LOLSS)
  • C. Bromus tectorum (Dach-Trespe, BROTE)
  • D. Sorghum vulgare. (Gemeiner Sorghum cv. Rox Orange, SORGR)
  • E. Echinochloa crus-galli var. frumentae (Japanische Hirse, ECHCF)
  • F. Echinochloa crus-galli (Gemeine Hühnerhirse bzw. Aleppohirse, ECHCG)
  • G. Setaria faberi (Borstenhirse, SETFA)
  • H. Abutilon theophrasti (Chinesische Jute, ABUTH)
  • I. Chenopodium album (Weißer Gänsefuß, CHEAL)
  • J. Kochia scoparia (Besen-Radmelde, KCHSC)
  • K. Salsola kali (Kali-Salzkraut, SASKR)
  • Alle Anwendungen erfolgten mit einem Sprühvolumen von 93,5 l/ha (10 Gallonen/Acre). Um die Schwankungen in der regenfreien Zeit zu minimieren, wurden alle Parzellen innerhalb 15 Minuten besprüht. Regen wurde durch Bewässerung von oben unter Verwendung einer Anordnung von festangebrachten Besprenklern simuliert, die 60 Minuten nach der Hälfte der 15-minütigen Glyphosat-Anwendungsperiode eingeschaltet wurden. Die Besprenkler blieben 60 Minuten lang eingeschaltet und lieferten einen "Regenfall" von mindestens 12 mm (0,5 Inch). Über die gesamte Versuchsfläche angeordnete Pegel zeigten an, daß die tatsächliche Menge an abgegebenem "Regen" zwischen 11 und 18 mm, bei einem Mittelwert von 14,5 mm, schwankte.
  • Die Daten in der Tabelle 1 zeigen die Inhibierung in %, aufgezeichnet 15 Tage nach Behandlung (DAT) mit Glyphosat bei einer Rate von 0,28 kg a. e./ha (0,25 lb a. e./Acre), und zwar ohne und mit "Regen", wie obenstehend beschrieben. Für alle "Regen"-Behandlungen wurden die Zusatzstoffe in einer Konzentration von 0,25% in der Spraylösung aufgetragen. Für die Behandlungen "ohne Regen" wurde der Zusatzstoff 4 bei 0,25% aufgetragen, aber es wurden die anderen Zusatzstoffe durch einen Fehler des Versuchsleiters bei 0,125% aufgetragen. Dieser Fehler beeinträchtigt nicht irgendeinen der untenstehend aus diesem Test gezogenen Schlüsse. Tabelle 1: % Inhibierung 15 DAT ohne und mit simuliertem Regen (Mittelwerte von 3 Wiederholungsversuchen). Zusatzstoffe 1-4 und Spezies A-K, wie im Text definiert.
  • Die Ergebnisse dieses Versuchs zeigen, daß der Zusatzstoff 3 der Erfindung eine signifikante Verbesserung der Regenbeständigkeit von Roundup bereitstellt. Der Zusatzstoff 3 verleiht zwar keine vollständige Regenbeständigkeit unter den strengen Bedingungen dieses Versuchs, doch führte dessen Verwendung dennoch zu einer stärkeren Verbesserung der Regenbeständigkeit als bei Triton AG-98 (Zusatzstoff 1 des Stands der Technik), und war insgesamt mindestens so wirksam wie 2,4,7,9-Tetramethyl-5-decyn-4,7-diol 10EO (Zusatzstoff 2 des Stands der Technik), welches ein viel kostspieligeres Material ist. Der Zusatzstoff 4 der Erfindung stellte ein ähnliches Maß der Verbesserung der Regenbeständigkeit wie der Zusatzstoff 3 der Erfindung bereit und führte bei Zugabe zu dem tensidlosen Produkt Accord zu einer ähnlichen Leistung bei "Regen", als wenn er dem tensidhaltigen Produkt Roundup zugegeben worden wäre.
  • Beispiel 2
  • Es wurden wäßrige konzentrierte Formulierungen des Isopropylaminsalzes von Glyphosat mit einer Glyphosatbeladung a. e. von 31% (Äquivalent zu etwa 360 g a. e./Liter) zubereitet. Alle enthielten 3,5% Kokosamin quat 2EO. Sekundäralkohol-Ethoxylate der Erfindung wurden in einem bestimmten Wertebereich eingeschlossen, und es wurde der Trübungspunkt der Formulierung ermittelt. Um den Trübungspunkt zu bestimmen, wurde eine Probe jeder Formulierung in einem Teströhrchen in einem Wasserbad erhitzt, bis diese trüb wurde. Das Teströhrchen wurde danach aus dem Wasserbad entnommen, und die Probe wurde mit einem Thermometer umgerührt, bis sie klar wurde. Die Temperatur, bei welcher die Probe klar wurde, wurde als der Trübungspunkt der Formulierung aufgezeichnet. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 aufgeführt. Tabelle 2: Trübungspunkte (ºC) von Glyphosatformulierungen, die 3,5% Kokosamin quat 2EO plus verschiedene Anteile an Sekundäralkohol-Ethoxylaten enthalten, welche für die Erfindung veranschaulichend sind.
  • Die Daten für C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;-Sekundäralkohole zeigen eine starke Beziehung zwischen dem EO-Anteil auf dem Alkohol und der Fähigkeit von Kokosamin quat 2 EO, den Alkohol zu solubilisieren. Annehmbare Trübungspunkte (> 50ºC) werden bei bis zu 6% C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;-Sekundäralkohol 9EO in der Formulierung erhalten, wenn Kokosamin quat 2EO mit 3,5% vorliegt.
  • Beispiel 3
  • Wäßrige konzentrierte Formulierungen des Isopropylaminsalzes von Glyphosat wurden mit der gleichen Glyphosatbeladung (a. e.) wie in Beispiel 2 hergestellt, die aber höhere Anteile von Kokosamin quat 2EO enthielt. Sekundäralkohol-Ethoxylate der Erfindung wurden in einem bestimmten Wertebereich eingeschlossen, und der Trübungspunkt der Formulierung wurde durch das gleiche Verfahren wie in Beispiel 2 ermittelt. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 3 und 4 aufgeführt. Tabelle 3: Trübungspunkte (ºC) von die Erfindung erläuternden Glyphosatformulierungen, die 5% Kokosamin quat 2EO plus verschiedene Anteile an Sekundäralkohol-Ethoxylaten enthielten. Tabelle 4: Trübungspunkte (ºC) von die Erfindung erläuternden Glyphosatformulierungen, die 7% Kokosamin quat 2EO plus verschiedene Anteile an Sekundäralkohol-Ethoxylaten enthalten.
  • Die Daten zeigen, daß annehmbare Trübungspunkte (> 50ºC) bei bis zu mindestens 8% C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;- Sekundäralkohol 9 EO in der Formulierung erhalten werden, wenn Kokosamin quat 2EO bei 5% vorliegt, und bis zu mindestens 11% dieses gleichen Sekundäralkohols in der Formulierung, wenn Kokosamin quat 2EO bei 7% vorliegt.
  • Beispiel 4
  • Wäßrige konzentrierte Formulierungen des Isopropylaminsalzes von Glyphosat wurden mit einer Glyphosatbeladung a. e. von 18,4% (Äquivalent zu etwa 200 Gramm a. e./Liter) zubereitet. Alle enthielten 7% Kokosamin quat 2 EO und 10,2% nichtionisches Tensid. Formulierungen der vorliegenden Erfindung enthielten als nichtionischen Bestandteil eines von mehreren Sekundäralkohol-Ethoxylaten; andere Formulierungen wurden hergestellt, die nichtionische Bestandteile, wie Silwet L-77, 2,4,7,9-Tetramethyl-5-decyn-4,7-diol 10EO, Nonylphenol 8EO, 10EO und 12EO sowie C&sub1;&sub2;&submin;&sub1;&sub5;-Primäralkohol 7EO, 9EO und 12EO enthielten. Diese Formulierungen wurden auf ihre Regenbeständigkeit hin in einem Gewächshausversuch getestet.
  • Die Versuchsspezies war Panicum maximum (Guineagras, PANMA). Alle Glyphosatformulierungen wurden bei 1,68 kg a. e./ha (1,5 lb a. e./Acre) in einem Sprayvolumen von 185 l/ha (20 Gallonen I Acre) aufgetragen. Handelsübliches Roundup-Herbizid wurde standardmäßig eingeschlossen. Simulierter Regen wurde in einer Menge von 6 mm über einen Zeitraum von 15 Minuten angewandt, beginnend 1 Stunde nach der Glyphosatbehandlung. Die Daten der Inhibierung in % ohne und mit "Regen" sind in der Tabelle 5 aufgeführt. Tabelle 5: % Inhibierung von Guineagras 15 DAT ohne und mit simuliertem Regen (Mittelwerte von 3 Wiederholungsversuchen).
  • In diesem Test wurde eine annehmbare Leistung (> 85% Inhibierung) bei Regen mit 2,4,7,9- Tetramethyl-5-decyn-4,7-diol 10EO des Stands der Technik, und mit zwei kostengünstigeren Materialien, Nonylphenol 8EO und C&sub1;&sub2;&submin;&sub1;&sub5;-Primäralkohol 7EO, gleichfalls außerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung, erzielt. Es sei darauf hingewiesen, daß selbst eine leichte Erhöhung des EO-Anteils entweder bei Nonylphenol oder dem Primäralkohol die Regenbeständigkeit der Formulierung beträchtlich verminderte; bei dem 12EO-Anteil wurde überhaupt kein Vorteil bezüglich der Regenbeständigkeit bei jedem dieser Tensidtypen erzielt. Demgegenüber führten C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;-Sekundäralkohol-Tenside der Erfindung zu einer verbesserten Regenbeständigkeit über einen weiten Bereich der EO-Anteile. Von den getesteten verzweigten C&sub1;&sub2;-Sekundäralkohol-Tensiden ergab das 10EO-Beispiel eine ausgezeichnete Regenbeständigkeit, während das 6EO-Beispiel keine signifikante Verbesserung der Regenbeständigkeit in diesem Test ergab.
  • Beispiel 5
  • Wäßrige konzentrierte Formulierungen des Isopropylaminsalzes von Glyphosat wurden bei einer Glyphosat-Beladung a. e. von 31% (Äquivalent zu etwa 360 g a. e./Liter) hergestellt. Alle enthielten 7,5% Kokosamin quat 2EO und 8,6% nichtionisches Tensid. Formulierungen der vorliegenden Erfindung enthielten als nichtionischen Bestandteil C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;-Sekundäralkohol 9EO oder verzweigten C&sub1;&sub2;-Sekundäralkohol 10EO; zum Vergleich wurden andere Formulierungen hergestellt, die nichtionische Bestandteile enthielten, die im Stand der Technik als Regenbeständigkeitsmittel beschrieben sind, wie 2,4,7,9-Tetramethyl-5-decyn-4,7-diol 10EO oder Nonylphenol 8EO. Diese Formulierungen wurden auf ihre Regenbeständigkeit hin in einem Gewächshausversuch getestet.
  • Die Testspezies war Elymus repens (gemeine Quecke, AGRRE). Alle Glyphosatformulierungen wurden sowohl mit 0,84 als auch 1,68 kg a. e./ha (0,75 und 1,5 lb a. e./Acre) in einem Sprühvolumen von 187 l/ha (20 Gallonen/Acre) aufgetragen. Handelsübliches Roundup-Herbizid wurde als Standard eingeschlossen. Simulierter Regen wurde in einer Menge von 6 mm über einen Zeitraum von 15 Minuten aufgetragen, beginnend 1 Stunde nach der Glyphosatbehandlung. Die Daten der Inhibierung in % ohne und mit "Regen" sind in der Tabelle 6 aufgeführt. Tabelle 6: % Inhibierung von gemeiner Quecke 28 DAT ohne und mit simuliertem Regen (Mittelwerte von 3 Wiederholungsversuchen).
  • Bei der niedrigeren Glyphosatrate ergaben beide Formulierungen der vorliegenden Erfindung eine bessere Regenbeständigkeit als die Formulierung des Stands der Technik, die 2,4,7,9- Tetramethyl-5-decyn-4,7-diol 10EO enthielt, und die Formulierung der Erfindung, die C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;- Sekundäralkohol 9EO enthielt, führte zu einer besseren Regenbeständigkeit als jede der Formulierungen des Stands der Technik. Bei der höheren Glyphosatrate ergaben beide Formulierungen der vorliegenden Erfindung eine bessere Regenbeständigkeit als die Formulierung des Stands der Technik, die Nonylphenol 8EO enthielt, und ergaben eine vergleichbare Regenbeständigkeit gegenüber der viel kostspieligeren Formulierung, die 2,4,7,9-Tetramethyl- 5-decyn-4,7-diol 10EO enthielt.
  • Betrachtet man die Beispiele 4 und 5 zusammen, dann ist klar, daß der C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;-Sekundäralkohol 9EO und der verzweigte C&sub1;&sub2;-Sekundäralkohol 10EO der vorliegenden Erfindung viel beständiger bezüglicher ihrer Leistung zur Verbesserung der Regenbeständigkeit sind als Nonylphenolethoxylate des Stands der Technik.
  • Beispiel 6
  • Die folgenden Glyphosatformulierungen wurden auf ihre Herbizidaktivität und Regenbeständigkeit im Vergleich zu dem Herbizid Roundup® in einem Feldversuch untersucht:
  • Formulierung A: (repräsentativ für den Stand der Technik): 31% Glyphosat a. e. als Isopropylaminsalz, 7,5% Kokosamin quat 2EO, 8,6% Nonylphenol 8EO.
  • Formulierung B: (repräsentativ für die vorliegende Erfindung):
  • 31% Glyphosat a. e. als Isopropylaminsalz, 7,5% Kokosamin quat 2EO, 8,6% C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;- Sekundäralkohol 9EO.
  • Es wurden insgesamt 7 Gras- und großblättrige Arten in Reihen gepflanzt:
  • L. Digitaria ciliaris (Südliche Fingerhirse, DIGSP)
  • M. Brachiaria platyphylla (Breitblättriges Signalgras bzw. Palisadengras, BRAPP)
  • N. Sorghum halepense (Aleppogras bzw. Johnsongras, SORHA)
  • O. Echinochloa crus-galli (Gemeine Hühnerhirse bzw. Stachelhirse, ECHCG)
  • P. Sida spinosa (Stachel- bzw. Dornensamtpappel, SaSP)
  • Q. Echinochloa crus-galli var. frumentae (Japanische Hirse, ECHCF)
  • R. Sesbania exaltata (Hanfsesbanie, SEBEX).
  • Alle Anwendungen erfolgten mit einem Sprühvolumen von 93,5 l/ha (10 Gallonen/Acre). Um die Schwankungen der regenfreien Zeit zu minimieren, wurden alle Flächen innerhalb 15 Minuten besprüht. Regen wurde durch Berieselung von oben unter Verwendung eines sich seitwärts bewegenden Berieselungssystems simuliert, welches 60 Minuten nach der Hälfte der 15-minütigen Glyphosatauftragungsperiode eingeschaltet wurde, wodurch ein "Regenfall" von ungefähr 12 mm (0,5 Inch) erhalten wurde.
  • Die Daten in Tabelle 7 zeigen die Inhibierung in %, aufgezeichnet 21 Tage nach der Behandlung (DAT) mit Glyphosat bei einer Rate von 0,84 kg a. e./ha (0,75 lb a. e./Acre), und zwar ohne und mit "Regen", wie obenstehend beschrieben. Tabelle 7: % Inhibierung 21 DAT ohne und mit simuliertem Regen (Mittelwerte von 3 Wiederholungsversuchen). Formulierungen A und B und Spezies L-R wie im Text definiert.
  • Beispiele 7-8
  • In den Beispielen 7 und 8 wurde eine Kurzzeitversuchsreihe mit Gesamt-Pflanzen zur Bewertung der relativen Wirksamkeit von wäßrigen Glyphosatzusammensetzungen, die Talgamin 5EO und C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;-Sekundäralkohol 9EO in unterschiedlichen Konzentrationen und Verhältnissen zueinander enthalten, durchgeführt.
  • Gleiche Volumina gleichförmig großer Samen (20-25 an der Zahl) von Gerste cv. Pennco wurden in einem Aufzucht-Medium, das aus einer 3 : 2 : 1-Sand/Boden/Torf-Mischung in 4 Inch großen quadratischen Töpfen aus Kunststoff bestand, gesäht. Die Töpfe wurden in eine Wachstumskammer mit regulierter Umgebung gestellt, welche eine 14-stündige Lichtperiode, Tag- und Nachttemperaturen von 78ºF bzw. 66ºF und eine relative Feuchtigkeit im Bereich von 30% bis 50% vorsah. Licht wurde durch eine Kombination aus Metallhalogenid- und Natriumdampflampen vorgesehen. Alle Töpfe wurden um 12.00 Uhr am ersten Tag bodenbewässert, was zu einer raschen Sättigung des Aufzucht-Mediums führte. Keimlinge traten am dritten und vierten Tag hervor. Am siebten Tag wurden alle Töpfe durch Bodenbewässerung mit einem Peters-20-20-20-Dünger, der 475 ppm löslichen Stickstoff enthielt, gedüngt.
  • Am achten Tag wurden die Töpfe nach Pflanzengröße in 6 Wiederholungsversuchsblöcke sortiert. Die Behandlungen, einschließlich der nichtbehandelten Kontrollen, wurden innerhalb der einzelnen Blöcke willkürlich, mit einer Behandlung pro Topf, zugewiesen.
  • Die Pflanzen wurden mit Glyphosatzusammensetzungen in rascher Aufeinanderfolge zwischen 8.30 Uhr und 9.00 Uhr am neunten Tag behandelt, als die durchschnittliche Pflanzenhöhe 13- 15 cm betrug und das zweite Blatt gerade begann, sich zu verlängern. Die Zusammensetzungen wurden unter Verwendung einer kalibrierten Einzeldüsen-Spur-Sprühvorrichtung ("singlenozzle track sprayer") mit 187 l/ha durch eine Teejet 8001E-Düse mit 276 kPa aufgetragen. Die Pflanzen wurden aus der Wachstumskammer unmittelbar vor der Behandlung entfernt und unmittelbar nach der Behandlung in die gleiche Wachstumskammer zurückgestellt. Die Töpfe waren räumlich in einer randomisierten vollständigen Blockversuchsauslegung angeordnet. 6 Stunden nach der Behandlung wurden die Pflanzen in allen Töpfen durch Beschneiden bis auf 20 mm über der Oberkante des Topfes gestutzt. Dadurch wurden ungefähr 90% der Gerstenblattfläche entfernt. Die Töpfe wurden einmal täglich für den Rest der Untersuchung bodenbewässert. Die Datenerhebung erfolgte am sechzehnten Tage, 7 Tage nach der Behandlung.
  • Die durchschnittliche Höhe der nachwachsenden Gerste in jedem Topf wurde auf 5 mm Zuwachs gerundet ab der früheren Schnitthöhe 20 mm überhalb der Topfkante gemessen. Alle Pflanzen in den einzelnen Töpfen wurden danach 20 mm über der Topfkante abgeschnitten, und das Frischgesamtgewicht wurde aufgezeichnet.
  • Beispiel 7
  • Alle Zusammensetzungen in diesem Beispiel enthielten Glyphosat als Isopropylaminsalz in einer Konzentration, die so berechnet war, daß sie 0,42 kg a. e./ha ergibt. Die Polyoxyethylentalgamin-5EO-(T/Am 5-)Konzentration wurde unabhängig von einer C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub5;-Sekundäralkohol-9 EO-(S/Al 9-)Konzentration variiert, wie aus den untenstehenden Tabellen zu ersehen ist. Unbehandelte Pflanzen hatten eine mittlere Nachwuchshöhe von 175 mm. Mittlere Nachwuchshöhe (mm)
  • Am wenigsten signifikanter Unterschied (P = 0,05) 15 Mittleres Nachwuchs-Frischgewicht (g)
  • Am wenigsten signifikanter Unterschied (P = 0,05) 0,20
  • In dieser Untersuchung war, als S/Al 9 das einzige Tensid war, die niedrigste getestete Konzentration (0,15%) am wirksamsten bei der Potenzierung der Glyphosataktivität, wobei es eine leichte Tendenz zu einer Verschlechterung der Leistung gab, als die Konzentration über diesen Wert hinaus erhöht wurde. Als T/Am 5 das einzige Tensid war, führte die niedrigste getestete Konzentration (0,05%) zu einer geringen oder keiner Verstärkung der Glyphosat- Wirksamkeit, hingegen ergab eine Konzentration von 0,1% eine sehr signifikante Verbesserung. Keine weitere Verbesserung war festzustellen, als die T/Am 5-Konzentration auf mehr als 0,1% erhöht wurde.
  • Als die T/Am 5-Konzentration 0,1% oder höher war, führte die Zugabe von S/Al 9 zu einer geringfügigen weiteren Verbesserung der Glyphosatwirksamkeit in dieser Untersuchung. Dagegen ergab bei 0,05% T/Am 5 die Zugabe von S/Al 9 eine bei weitem höhere Antwort als · jegliche Antwort, die aus der schwachen Leistung von S/Al 9 allein hätte vorausgesagt werden können. Diese Untersuchung zeigt daher klar eine synergistische Wechselwirkung zwischen S/Al 9 und T/Am 5 bei suboptimalen Anteilen von T/Am 5.
  • Beispiel 8
  • Eine weitere Untersuchung wurde durchgeführt, um größere Aufmerksamkeit auf niedrige T/Am 5-Konzentrationen zu lenken und um zu versuchen, eine synergistische Wechselwirkung zwischen T/Am 5 und S/Al 9 bei solch niedrigen T/Am 5-Konzentrationen nachzuweisen. Die Glyposatraten in dieser Untersuchung waren ebenfalls niedriger (0,07, 0,14 und 0,28 kg a. e./ha). Alle Zusammensetzungen in diesem Beispiel enthielten Glyphosat als Monoisopropylaminsalz. Die T/Am 5-Konzentration wurde wiederum unabhängig von der S/Al 9- Konzentration variiert, wie aus den untenstehenden Tabellen ersichtlich wird, in welchen von den Ergebnissen für alle drei Glyphosatraten der Mittelwert gebildet wurde. Unbehandelte Pflanzen hatten eine mittlere Nachwuchshöhe von 168 mm. Mittlere Nachwuchshöhe (mm)
  • Am wenigsten signifikanter Unterschied (P = 0,05) 11 Mittleres Nachwuchs-Frischgewicht (g)
  • Am wenigsten signifikanter Unterschied (P = 0,05) 0,20
  • Wie in der vorhergehenden Untersuchung (Beispiel 7), als S/Al 9 das einzige Tensid war, war die niedrigste getestete Konzentration, in diesem Fall gerade 0,031%, die wirksamste bei der Potenzierung der Glyphosataktivität, wobei wieder einmal eine leichte Tendenz zu einer Leistungsverschlechterung bestand, als die Konzentration über diesen Wert hinaus erhöht wurde. Als T/Am 5 das einzige Tensid war, ergaben alle Konzentrationen, selbst lediglich 0,016%, eine signifikante Verbesserung der Glyphosatwirksamkeit. Keine weitere signifikante Verbesserung wurde festgestellt, als die T/Am 5-Konzentration auf über 0,016% erhöht wurde.
  • Die Zugabe von S/Al 9 zu T/Am 5 verbesserte die Glyphosatwirksamkeit stärker, als dies mit T/Am 5 allein erreichbar wäre. In dieser Untersuchung war die Verbesserung bei allen Kombinationen festzustellen, außer bei Kombinationen von hoher S/Al 9- und niedriger T/Am 5-Konzentration. In den meisten Fällen ergab die Zugabe von S/Al 9 zu T/Am 5 eine Antwort weit über jegliche Antwort hinaus, die aus der schwachen Leistung von S/Al 9 allein vorhersagbar gewesen wäre. Diese Untersuchung bestätigt daher die synergistische Wechselwirkung zwischen S/Al 9 und T/Am 5.
  • Vergleiche können gezogen werden zwischen bestimmten 1 : 1-Kombinationen von S/Al 9 und T/Am 5 und entweder S/Al 9 allein oder T/Am allein bei der gleichen Tensid- Gesamtkonzentration, wie in der nachfolgenden Tabelle gezeigt. Mittleres Nachwuchs-Frischgewicht (g)
  • In allen Fällen ist die Frischgewichtverminderung größer bei der Kombination von Tensiden als bei einem der Tenside allein bei der gleichen Gesamtkonzentration.
  • Während die der Erläuterung dienenden Ausführungsformen der Erfindung näher beschrieben wurden, versteht sich, daß verschiedene andere Modifizierungen für einen Fachmann auf dem Gebiet ersichtlich sein werden und von diesem leicht vorgenommen werden können, ohne vom Wesen und Umfang der Erfindung abzuweichen.

Claims (20)

1. Lagerstabile, flüssige oder trockene konzentrierte, landwirtschaftlich annehmbare Zusammensetzung, umfassend:
(a) Glyphosat oder ein oder mehrere seiner Salze oder Mischungen hiervon;
(b) ein oder mehrere Sekundäralkohol-Tenside der repräsentativen chemischen Struktur
worin R&sub1; und R&sub2; unabhängig gerad- oder verzweigtkettige C&sub1;- bis etwa C&sub2;&sub8;-Alkyl-, Aryl- oder Alkylarylgruppen sind und die Gesamtanzahl der Kohlenstoffatome in R&sub1; und R&sub2; etwa 7 bis etwa 30 beträgt, die R&sub3;-Gruppen unabhängig C&sub1;-C&sub4;- Alkylengruppen sind und n eine Durchschnittszahl von etwa 3 bis etwa 30 ist;
und
(c) ein oder mehrere andere Tenside, gewählt aus Alkylmonoglycosiden, Alkylpolyglycosiden, Saccharosealkylestern, tertiären oder quaternären Alkylaminalkoxylaten, nichtalkoxylierten tertiären oder quaternären Alkylaminen, Alkylaminoxiden oder Alkylbetainen.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei in der Struktur des Alkohol- Tensids R&sub1; und R&sub2; beide geradkettige Alkylgruppen mit insgesamt etwa 7 bis etwa 30 Kohlenstoffatomen sind und die R&sub3;-Gruppen Ethylen sind.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei in der Struktur des Alkohol- Tensids n eine Durchschnittszahl von etwa 7 bis etwa 14 ist.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei in der Struktur des Alkohol- Tensids n eine Durchschnittszahl von etwa 9 bis etwa 12 ist.
5. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das Alkohol-Tensid eine unverzweigte C&sub1;&submin;&sub1;&sub5;-Alkylkette mit einer ethoxylierten Alkoholgruppe an irgendeiner Position der Kette, ausgenommen an jedem Ende, ist und n eine Durchschnitts zahl von etwa 9 bis etwa 12 ist.
6. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1-5, wobei das andere Tensid aus quaternären Alkylaminalkoxylaten oder nichtalkoxylierten quaternären Alkylaminen gewählt ist.
7. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 1-5, wobei das andere Tensid ein nichtalkoxyliertes oder alkoxyliertes tertiäres Alkylamin ist.
8. Zusammensetzung nach Anspruch 7, umfassend das Alkohol-Tensid und ein tertiäres Alkylamintensid mit etwa 2 bis etwa 10 Molen Ethylenoxid pro Mol Amin.
9. Zusammensetzung nach Anspruch 8, wobei das tertiäre Alkylamin-Tesid ein Kokosamin oder Talgamin mit etwa 2 bis etwa 5 Molen Ethylenoxid pro Mol Amin ist.
10. Zusammensetzung nach Anspruch 1, welche eine wäßrige konzentrierte Formulierung ist mit einer Glyphosatsäure-Äquivalentbeladung im Bereich von 5 bis etwa 40 Gew.-% oder eine trockene konzentrierte Zusammensetzung mit einer Glyphosatsäure-Äquivalentbeladung im Bereich von etwa 10 bis etwa 75 Gew.-% ist.
11. Zusammensetzung nach Anspruch 10, welche eine wasserlösliche granuläre Formulierung mit einer Glyphosatsäure-Äquivalentbeladung im Bereich von etwa 40 bis etwa 70 Gew.-% ist.
12. Zusammensetzung nach Anspruch 9, wobei das Gewichtsverhältnis des Alkohol-Tensids zu Glyphosatsäure-Äquivalent im Bereich von etwa 1 : 20 bis etwa 1 : 1 liegt.
13. Zusammensetzung nach Anspruch 9, wobei das Gewichtsverhältnis des Alkohol-Tensids zu Glyphosatsäure-Äquivalent im Bereich von etwa 1 : 12 bis etwa 1 : 2 liegt.
14. Zusammensetzung nach Anspruch 9, wobei das Gewichtsverhältnis des Alkohol-Tensids zu Glyphosatsäure-Äquivalent im Bereich von etwa 1 : 6 bis etwa 1 : 3 liegt.
15. Zusammensetzung nach Anspruch 9, wobei das Gewichtsverhältnis des Alkohol-Tensids zu dem tertiären Amin-Tensid im Bereich von etwa 1 : 20 bis etwa 55 : 1 liegt.
16. Zusammensetzung nach Anspruch 9, wobei das Gewichtsverhältnis des Alkohol-Tensids zu dem tertiären Alkylamin-Tensid im Bereich von etwa 1 : 10 bis etwa 2 : 1 liegt.
17. Zusammensetzung nach Anspruch 9, wobei das Gewichtsverhältnis des Alkohol-Tensids zu dem tertiären Alkylamin-Tensid im Bereich von etwa 1 : 5 bis etwa 1 : 1 liegt.
18. Verwendung einer Zusammensetzung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche zur Kontrollierung bzw. Bekämpfung unerwünschter Vegetation.
19. Verwendung einer Tensidzusammensetzung zur Verstärkung der Wirksamkeit eines Glyphosat-Herbizids. umfassend:
(a) ein oder mehrere Sekundäralkohol-Tenside, wie in den Ansprüchen 1-5 definiert, und
(b) ein oder mehrere andere Tenside, gewählt aus Alkylmonoglycosiden, Alkylpolyglycosiden. Saccharosealkylestern, tertiären oder quaternären Alkylaminalkoxylaten, nichtalkoxylierten tertiären oder quaternären Alkylaminen, Alkylaminoxiden oder Alkylbetainen.
20. Verwendung einer Tensidzusammensetzung nach Anspruch 19, wobei das andere Tensid ein alkoxyliertes oder nichtalkoxyliertes tertiäres Alkylamin ist.
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