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Die Erfindung betrifft Getriebe und insbesondere stufenlose
Getriebe (CVTs), die ein Differential mit zwei Abtriebseinheiten
und eine das Übersetzungsverhältnis wandelnde Einheit oder einen
die beiden Abtriebseinheiten verbindenden Wandler aufweisen. Das
Differential wird durch einen Motor bei konstanter Motordrehzahl
angetrieben, so daß beim Wechseln des Wandlers durch seinen
Übersetzungsverhältnisbereich die Drehzahl der einen
Abtriebseinheit ansteigt, während die Drehzahl der anderen
Abtriebseinheit entsprechend abnimmt. Eine Endabtriebswelle wird durch
eine der Abtriebseinheiten durch wählbare Zahnradpaarungen
angetrieben. Die Übersetzungsverhältnisse sind so gewählt, daß
im Extremum des Übersetzungsverhältnisbereichs des Wandlers die
Abtriebsdrehzahl eines Zahnradpaars einer Differential-
Abtriebswelle gleich groß ist wie die Abtriebsdrehzahl des
nächsten Zahnradpaars der anderen Differential-Abtriebswelle.
Somit kann die Verbindung zu der Endabtriebswelle von einer
Differential-Abtriebswelle zu der anderen ohne Unterbrechung der
Verbindung erfolgen.
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Der nächstliegende Stand der Technik gemäß EP-A-0 302 188 zeigt
die folgenden Merkmale:
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Ein stufenloses Getriebe (CvT), das in einer Mehrzahl von
Leistungsbereichen betreibbar ist, mit
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- einer das Übersetzungsverhältnis wandelnden Einheit (Wandler)
und einer Planetengetriebeeinheit, mit einer Mehrzahl von
Übersetzungsverhältnispaarungen,
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- einer Mehrzahl von den Leistungsbereich bestimmenden Kopplern,
einer Kupplung und einer Getriebeabtriebswelle,
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- wobei die Planetengetriebeeinheit ein Planetengetriebe
beinhaltet,
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und das stufenlose Getriebe (CVT) so angeordnet ist, daß:
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- zwei Teile des Planetengetriebes mit entgegengesetzten Enden
des Wandlers verbunden sind,
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- die Planetengetriebeeinheit eine Mehrzahl von
Abtriebselementen besitzt, die in einer Mehrzahl unterschiedlicher Arten
durch die Mehrzahl von Übersetzungsverhältnispaarungen und die
Mehrzahl von den Leistungsbereich bestimmenden Kopplern mit der
Getriebeabtriebswelle verbindbar sind, um die Mehrzahl von
Leistungsbereichen bereitzustellen, und
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- die Kupplung beim Schalten aus dem Stillstand in Eingriff
gebracht werden kann, um Drehzahlen ≥ Null bereitzustellen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes CVT,
insbesondere ein in landwirtschaftlichen Traktoren anwendbares
CVT, bereitzustellen.
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Erfindungsgemäß wird dies durch ein stufenloses Getriebe (CVT)
erreicht, das in einer Mehrzahl von Leistungsbereichen
betreibbar ist, mit einer das Übersetzungsverhältnis wandelnden
Einheit, einer Planetengetriebeeinheit, einer Mehrzahl von
Übersetzungsverhältnispaarungen, einer Mehrzahl von den
Leistungsbereich bestimmenden Kopplern (C, L, M, H, F, R), einer Kupplung
und einer Getriebeabtriebswelle, wobei die
Planetengetriebeeinheit ein verteilendes Planetengetriebe und ein rückführendes
Planetengetriebe aufweist, und wobei das CVT so angeordnet ist,
daß:
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(i) zwei Teile des verteilenden Planetengetriebes mit
entgegengesetzten Enden des Wandlers und gemeinsam mit zwei Teilen
des rückführenden Planetengetriebes verbunden sind;
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(ii) die Planetengetriebeeinheit eine Mehrzahl von
Abtriebselementen besitzt, die in einer Mehrzahl unterschiedlicher
Arten durch die Mehrzahl von
Übersetzungsverhältnispaarungen und die Vielzahl von den Leistungsbereich bestimmenden
Kopplern mit der Getriebeabtriebswelle verbindbar sind, um
die Mehrzahl von Leistungsbereichen bereitzustellen;
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(iii)das rückführende Planetengetriebe ein zusätzliches
Abtriebselement von der Planetengetriebeeinheit aufweist,
das mit der Abtriebswelle verbindbar ist, um einen oder
mehrere Schleichgänge mit Drehzahlbereichen einschließlich
Null bereitzustellen, und
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(iv) die Kupplung beim Schalten aus dem Stillstand in den
Betrieb eines der Schleichgänge greifen kann oder beim
Schalten aus dem Stillstand in den Betrieb eines der Nicht-
Schleichgänge teilweise im Eingriff steht, um den
Schleichgang (die Schleichgänge) zu umgehen.
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Das CVT hat den Vorteil, daß beim Starten aus dem Stillstand,
insbesondere unter Kleinlast, die Kupplung teilweise in Eingriff
gebracht werden kann, um den Drehzahlbereich des kleinsten
Leistungsbereichs (der kleinsten Leistungsbereiche)
bereitzustellen, während ein höherer Leistungsbereich vorliegt. Dadurch
wird ein schneller Wechsel von niedrigen Leistungsbereichen
vermieden, wenn große Beschleunigungen unter
Kleinlastbedingungen erreicht werden. Alternativ kann die Kupplung blockiert und
das Getriebe als vollwertiges CVT benutzt werden.
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Das CVT kann zusätzlich eine abtriebsseitige (PTO) Abtriebswelle
aufweisen, wobei die Verbindung der Antriebswelle dazu den
Wandler, die Planetengetriebeeinheit, die
Übersetzungsverhältnispaarungen und die Koppler umgeht. Der Einschluß einer PTO-
Abtriebswelle ist wichtig, wenn ein CVT für die Verwendung in
landwirtschaftlichen Traktoren verwendbar sein soll.
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Der Wandler kann jede geeignete Form aufweisen, beispielsweise
kann es ein toroidaler Rollreibungstyp, ein Riemen-Scheibe-Typ
oder ein hydrostatischer Typ sein. Der Wandler kann in einem
Wandlergehäuse innerhalb eines Haupt-Getriebegehäuses
eingeschlossen sein, um das Öl, in dem der Wandler arbeitet, getrennt
von dem Öl zu halten, in dem die übrigen Teile des CVT arbeiten.
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Im folgenden werden beispielhafte Ausführungsformen mit Bezug
auf die Zeichnungen beschrieben, wobei:
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Fig. 1 eine schematische Ansicht eines CVTs nach der
vorliegenden Erfindung und
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Fig. 2 eine graphische Darstellung der Drehzahlen der beiden
Seiten des Wandlers über der Drehzahl der
Getriebeabtriebswelle ist.
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Fig. 1 zeigt ein CVT 70 mit einem Wandler 11 des toroidalen
Rollreibungstyps, der ein Übersetzungsverhältnis von 0,447 bis
2,235. 1 bereitstellt und ein verteilendes und Schleichgang-
bzw. ein rückführendes Planetengetriebe 12 bzw. 13, die
Übersetzungsverhältnisse von 2,235 : 1 bzw. 4,0 : 1 bereitstellen.
Das verteilende Planetengetriebe 12 weist eine Sonne 14,
Planeten 15, einen Steg 16 und ein innenverzahntes Rad 17 auf.
Entsprechend weist das rückführende Planetengetriebe 13 eine
Sonne 18, Planeten 19, einen Steg 20 und ein innenverzahntes Rad
21 auf. Das innenverzahnte Rad 17 des verteilenden
Planetengetriebes 12 und der Steg 20 des rückführenden Planetengetriebes
13 sind ein Teil, welches auch ein mit einem Zahnrad 32a
kämmendes Zahnrad 32 beinhaltet. Der Wandler 11 weist erste und zweite
Betriebsmittel 22 und 23 auf, die weder als Antriebe noch als
Abtriebe beschrieben werden können, da ihre Funktion während des
Betriebs des CVTs wechselt, wie später beschrieben werden wird.
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Das CVT 70 besitzt eine Antriebswelle 24 von einem Motor und
PTO-Abtriebswellen 25 und 26. Die Antriebswelle 24 treibt die
PTO-Welle 26 über Zahnräder 27 und 28 an, die ein
Übersetzungsverhältnis von 2,0 : 1 aufweisen. Die PTO-Welle 26 treibt den
Steg 16 des Planetengetriebes 12 über ein Zahnrad 30 an. Die
Teilung des Zahnrads 30 kann so gewählt werden, daß die maximale
Abtriebsdrehzahl des CVTs auf den Rest des Traktors abgestimmt
ist. In einem typischen Beispiel ist dieses
Übersetzungsver
hältnis 1,1 : 1. Der Steg 16 des Planetengetriebes 12 treibt die
Sonne 14 und das innenverzahnte Rad 17 des Planetengetriebes 12
an. Die Sonne 14 des Planetengetriebes 12 treibt die
Betriebsmittel 22 des Wandlers 11 über eine Welle 29 und ein Zahnrad 31
an. Das innenverzahnte Rad 17 des Planetengetriebes 12 treibt
die Betriebsmittel 23 des Wandlers 11 über das Zahnradpaar 32
und 32a und ein Zahnradpaar 33 und 35 an. Die Zahnräder 33 und
35 kämmen miteinander, was aufgrund der schematischen
Darstellung in Fig. 1 durch eine gestrichelte Linie 34 dargestellt ist.
Folglich weisen die Sonne 14 und das innenverzahnte Rad 17 des
Planetengetriebes 12 eine aufeinander abgestimmte Drehzahl auf,
die durch den Steg 16 (und somit durch die Antriebswelle 24)
bestimmt wird; sie weisen aber eine relative Drehzahl auf, die
durch den Wandler 11 geregelt wird. Die Sonne 14 des
Planetengetriebes 12 treibt die Sonne 18 des Planetengetriebes 13 an,
und das innenverzahnte Rad 17 des Planetengetriebes 12 treibt
den Steg 20 des Planetengetriebes 13 an. Ein innenverzahntes Rad
21 des Planetengetriebes 13 wird somit sowohl durch die Sonne 14
als auch durch das innenverzahnte Rad 17 des Planetengetriebes
12 angetrieben. Das Übersetzungsverhältnis des Planetengetriebes
13 wird so gewählt, daß die Drehzahl des innenverzahnten Rads 21
bei einem Extrem-Übersetzungsverhältnis des Wandlers 11 bei Null
liegt.
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Das CVT 70 stellt sieben Leistungsbereiche bereit: Rückwärts
Mittel (RM), Rückwärts Langsam (RL), Rückwärts Schleichgang
(RC), Vorwärts Schleichgang (FC), Vorwärts Langsam (FL),
Vorwärts Mittel (FM) und Vorwärts Schnell (FH). Auswählbare
Zahnradpaare sind beinhaltet, um diese Leistungsbereiche
bereitzustellen. Zahnräder 36 und 37 stellen ein
Übersetzungsverhältnis von 2,235 : 1 für den Schleichgang und niedrige
Leistungsbereiche bereit, wobei das Zahnrad 37 so angeordnet ist, daß es
mit der Hohlwelle 38 umläuft, die konzentrisch zu der PTO-Welle
26 verläuft. Ein Zahnrad 39 ist mit der Gegenwelle 38 umlaufend
angeordnet und treibt ein Zahnrad 40 (mit einem
Übersetzungsver
hältnis von 2,235 : 1) für den Vorwärtslauf und Zahnräder 41 und
42 (mit einem Übersetzungsverhältnis von 2,0 : 1) für den
Rückwärtslauf an, wobei das Zahnrad 41 eine Rolle ist. Sechs Koppler
mit C, L, M, H, F und R sind bereit gestellt, um den benötigten
Leistungsbereich auswählen zu können.
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Im Eingriff verbindet der Schleichgang-Koppler C das
innenverzahnte Rad 21 des Schleichgang-Planetengetriebes 13 mit dem
leistungsbereichniedrigen Zahnrad 36 und stellt somit eine
Verbindung über das Zahnrad 37, Hohlwelle 38, Zahnrad 39 und
entweder das Vorwärts-Zahnrad 40 oder die Rückwärts-Zahnräder 41
und 42 bereit, abhängig davon, ob der Koppler F oder der Koppler
R im Eingriff steht. Im Eingriff verbindet der Langsam-Koppler
L die Mittelwelle 29 mit dem niederleistungsbereichen Zahnrad 36
und stellt somit eine Verbindung über den gleichen Weg wie für
den Schleichgang bereit. Im Eingriff verbindet der Mittel-
Koppler M das Zahnrad 33 mit der Hohlwelle 38 und stellt somit
eine Verbindung über das Zahnrad 39 und entweder das Zahnrad 40
oder die Zahnräder 41 und 42 her. Im Eingriff verbindet der
Schnell-Koppler H die Mittelwelle 29 direkt mit der
Getriebeabtriebswelle 25 und stellt somit eine Verbindung ohne den
Eingriff der Vorwärts- oder Rückwärts-Koppler F oder R bereit.
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Im folgenden wird der Betrieb des CVTs 70 beschrieben. Vom Motor
wird Leistung für den Steg 16 des verteilenden Planetengetriebes
12 bereitgestellt und dann durch das verteilende
Planetengetriebe 12 zwischen der Sonne 14 und dem innenverzahnten Rad 17
verteilt. Ein Teil der Leistung wird direkt in den Abtrieb über
die Sonne 14 eingespeist, während der verbleibende Teil in den
Abtrieb über das innenverzahnte Rad 17 und den Wandler 11
eingespeist wird. Wenn das Übersetzungsverhältnis des Wandlers 11
variiert wird, verändern sich die relativen Umdrehungszahlen der
Betriebsmittel 22 und 23.
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In Fig. 2 sind die Umdrehungszahlen der Betriebsmittel 22 und 23
des Wandlers durch eine gestrichelte Linie 22a bzw. eine
durchgezogene Linie 23a dargestellt. Die Getriebeabtriebsdrehzahlen,
über die jeder der sieben Leistungsbereiche betrieben wird, sind
oberhalb des Graphs dargestellt. Bei der maximalen
Abtriebswellendrehzahl, im Leistungsbereich FH, befindet sich die
Drehzahl des Betriebsmittels 23 in ihrem Maximum und die des
Betriebsmittels 22 in ihrem Minimum. Wenn der Wandler durch
seinen Übersetzungsverhältnisbereich bewegt wird, sinkt die
Drehzahl des Betriebsmittels 23, steigt die Drehzahl des
Betriebsmittels 22 und sinkt die Drehzahl der Abtriebswelle.
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Im Punkt 50 hat die Drehzahl des Betriebsmittels 23 ihr Minimum
und die Drehzahl des Betriebsmittels 22 ihr Maximum erreicht. In
diesem Punkt steht der Koppler M im Eingriff, was möglich ist,
weil die Gesamtheit der beiden Planetengetriebe 12 und 13 wie
eines rotiert und die Verbindung zu der Getriebeabtriebswelle 25
durch den Koppler M bei gleicher Drehzahl wie durch den Koppler
H vorliegt. Das Schalten aus dem Leistungsbereich FH in den
Leistungsbereich FM wird durchgeführt, wenn der Koppler M im
Eingriff steht und der Koppler H folglich nicht im Eingriff
steht, ohne daß ein Stoß oder Unterbrechen in der Verbindung mit
der Getriebeabtriebswelle 25 auftritt.
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Der Wandler 11 wird dann wieder durch seinen
Übersetzungsverhältnisbereich bewegt, und die Drehzahlen der Betriebsmittel 22
und 23 kehren sich erneut um, bis im Punkt 51 das Betriebsmittel
23 wieder bei Maximal-Drehzahl umläuft und das Betriebsmittel 22
bei Minimal-Drehzahl arbeitet. Der Wechsel vom Leistungsbereich
FM in den Leistungsbereich FL wird in diesem Punkt durch
Eingriff des Kopplers L und entsprechenden Nicht-Eingriff des
Kopplers M bewerkstelligt. Dies ist wiederum möglich, weil im
Punkt 51 die Verbindung zu der Getriebeabtriebswelle 25 durch
die Koppler L und M bei der gleichen Drehzahl vorliegt.
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Entsprechend wird der Wandler 11 durch seinen
Übersetzungsverhältnisbereich zum Punkt 52 bewegt, um zwischen dem
Leistungsbereich FL und FC durch Eingriff des Kopplers C und folglichen
Nicht-Eingriff des Kopplers L zu wechseln. In den Schleichgang-
Bereichen FC und RC wird ein Teil der Leistung durch das
Schleichgang-Planetengetriebe 13 rückgeführt. Wenn der vierte
Durchlauf des Wandlers abgeschlossen und der Punkt 53 erreicht
ist, besitzt das innenverzahnte Rad 21 des Schleichgang-
Planetengetriebes 13 eine Drehzahl von Null, und die gesamte
Leistung wird rückgeführt, ohne daß Leistung an die
Getriebeabtriebswelle 25 abgegeben wird. Dies ist im Stand der Technik
als neutrale Getriebestellung bekannt. In diesem Punkt steht der
Koppler R im Eingriff, und folglich steht der Koppler F nicht im
Eingriff, so daß der Wechsel aus dem Leistungsbereich FC in den
Leistungsbereich RC stattfindet.
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In gleicher Weise erreicht der fünfte Durchlauf des Wandlers 11
den Punkt 54 und den Wechsel zwischen den Leistungsbereichen RC
und RL, der sechste Durchlauf den letzten Wechselpunkt 55
zwischen den Leistungsbereichen RL und RM und der siebten
Durchlauf die maximale Rückwärts-Drehzahl der Getriebeabtriebswelle
25.
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Bei konstanten Motordrehzahlen von 2200 U/min an der
Antriebswelle 24 kann das CVT 70 Getriebeabtriebsdrehzahlen in dem
Bereich -1118 bis +2269 U/min inklusive Null bereitstellen. In
den vier Vorwärts-Leistungsbereichen werden die folgenden
Fahrzeuggeschwindigkeiten bereitgestellt: FC: 0-2,5 km/h, FL:
2,5-6,4 km/h, FM: 6,4-16 km/h und FH: 16-40 km/h.
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Eine Kupplung 60 ist vorgesehen, durch die das Zahnrad 37 für
den Umlauf mit der Welle 38 verbunden werden kann, wobei das
Zahnrad 37 nicht ständig mit der Welle 38 umläuft. Die Kupplung
60 kann teilweise im Eingriff stehen, das heißt, daß Schlupf zum
Starten aus dem Stillstand in den FL- oder RL-Leistungsbereich
möglich ist. Der Schlupf der Kupplung 60 deckt den
Drehzahlbereich der FC- oder RC-Leistungsbereiche ab, so daß diese
Leistungsbereiche vollständig umgangen werden können. Zum
Erreichen der Schleichgang-Leistungsbereiche FC und RC greift
die Kupplung 60. Das oberhalb beschriebene CVT ist in sieben
unterschiedlichen Leistungsbereichen betreibbar. Dennoch sind
erfindungsgemäße CVTs nicht auf die Anwendung in sieben
Leistungsbereichen beschränkt, da die Anzahl von Zahnradpaaren
und Kopplern für den Eingriff von Leistungsbereichen entweder
reduziert oder vergrößert werden kann. Zusätzlich sind die in
der Beschreibung angegebenen Übersetzungsverhältnisse lediglich
Beispiele und können natürlich durch den Fachmann in Anpassung
an den Anwendungsfall abgeändert werden. Weiterhin ist es nicht
notwendig, die Leistungsbereiche so anzuordnen, daß ein
Leistungsbereichswechsel bei Drehzahl Null auftritt; Null kann
auch innerhalb des Drehzahlbereichs eines Leistungsbereichs
liegen.
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Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen CVT kann so
ausgebildet sein, daß eine Kupplung vorgesehen ist, die mehrere
der niedrigen Drehzahlbereiche und nicht nur den niedrigsten
Drehzahlbereich umgeht. Dies ist am wahrscheinlichsten bei
Ausführungsformen mit mehr Leistungsbereichen als in den oberhalb
beschriebenen Ausführungsformen.
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Das oberhalb beschriebene CVT beinhaltet einen Wandler des
toroidalen Rollreibungstyps. Dennoch ist die Erfindung nicht auf
die Anwendung solcher Wandler beschränkt. Die meisten bekannten
Wandler sind für erfindungsgemäße CVTs geeignet, wobei solche,
die keine Abtriebsdrehzahl von Null bereitstellen,
beispielsweise Riemen-Scheiben-Wandler, am besten geeignet sind.
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Der Wandler 11 befindet sich in einem Wandlergehäuse 11a
innerhalb des Haupt-Getriebegehäuses (nicht dargestellt). Dies
ermöglicht es dem Wandler 11, in einem Spezialöl oder einem
Reibungsfluidum zu arbeiten, in welchem er am besten arbeitet.
Die verbleibenden Teile des Getriebes können in normalem
Getriebeöl arbeiten. Dies ist einem Arbeiten des gesamten
Getriebes in dem Reibungsfluidum vorzuziehen, da das
Reibungsfluidum teurer ist als normales Getriebeöl und
landwirtschaftliche Traktoren eine große Menge Öl, oft mehrere Gallonen, in
ihren Getrieben aufnehmen.
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Die in dem CVT beinhalteten Koppler C, L, M, H, F und R können
jegliche Form aufweisen, die ein Lösen unter Last ermöglicht.
Bei jedem Wechsel des Leistungsbereichs stehen zwei Koppler
plötzlich für kurze Zeit im Eingriff. In jedem Fall treiben die
beiden Koppler die Getriebeabtriebswelle 25 bei gleicher
Drehzahl wie sie selbst an. In solchen Situationen kann nicht
festgestellt werden, welcher der beiden Koppler zu der
festgelegten Zeit Drehmoment übertragen wird. Daher ist es möglich,
daß ein zum Vervollständigen des Wechsels von einem
Leistungsbereich zu dem nächsten gelöster Koppler zu dieser Zeit
Drehmoment überträgt. Daher stammt die Forderung, daß die Koppler
unter Last lösbar sein sollten.
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Das oberhalb beschriebene CVT ist insbesondere für
landwirtschaftliche Traktoren aus den folgenden Gründen geeignet.
Erstens ist es für einen landwirtschaftlichen Traktor
wünschenswert, einen Arbeits-Fahrzeuggeschwindigkeitsbereich von etwa 4
bis 40 km/h aufzuweisen, über welchen die volle Motorleistung
durch das CVT übertragen und an die Räder abgegeben wird. In den
Schleichgangbereichen wird ein Teil innerhalb des CVTs
rückgeführt, so daß der Wandler 11 mit mehr Leistung umgeht als der
Antriebs- oder Abtreibsleistung. Da Größe und Kosten des
Wandlers 11 durch die hindurchtretende Maximal-Leistung bestimmt
werden, ist es notwendig, die durch das CVT in den
Schleichgangbereichen übertragene Leistung zu beschränken. Bei
Geschwindigkeiten unterhalb von 4 km/h ist es praktisch unmöglich, die
volle Motorleistung durch die Räder des Traktors zu übertragen,
da diese durchdrehen würden. Daher beeinträchtigt die
Leistungsbegrenzung die Funktion des Traktors nicht, wobei die
Maximalgeschwindigkeit in den Schleichgangbereichen unterhalb von
4 km/h liegt. Es bleibt notwendig, Geschwindigkeiten zwischen 0
und 4 km/h erreichen zu können, damit der Traktor mit
PTOangetriebenen Maschinen arbeiten kann. In solchen Fällen wird
ein großer Anteil der Motorleistung durch das PTO übertragen,
wobei sehr wenig durch das CVT hindurchtritt.
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Zweitens muß jedes Getriebe für einen landwirtschaftlichen
Traktor eine volle Motorleistungs-PTO-Welle aufweisen, was bei
dem oberhalb beschriebenen CVT der Fall ist.
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Das oberhalb beschriebene CVT hat den allgemeinen Vorteil, daß
die beiden Verbindungen zu dem Wandler 11 jeweils durch ein Paar
die Drehzahl erhöhende Zahnräder 16, 30 oder 33, 35 hergestellt
werden. Dies vereinfacht eine Einstellung der Arbeitsdrehzahl
des Wandlers, da dies durch Wechsel dieser Zahnradpaare und
keiner weiteren Zahnräder möglich ist. Ein Merkmal von
Rollreibungs-Wandlern ist, daß sie bei hohen Drehzahlen ohne
Effizienzverlust betrieben werden können und somit ihre Größe
durch das maximale Drehmoment festgelegt wird. Sie können
kleiner sein, wenn sie schnell laufen. Die Zahnradpaare 16, 30
und 33, 35 haben das gleiche Übersetzungsverhältnis, wobei
dieses Übersetzungsverhältnis so gewählt werden kann, daß die
beste Wandlerdrehzahl ohne Einfluß auf den Rest des CVTs
bereitgestellt wird. In den Fig. 1 und 2 ist ein
Übersetzungsverhältnis von 3. 1 dargestellt, welches zu einer Maximaldrehzahl
des Wandlers von 6600 U/min führt. Bei anderen Ausführungsformen
des CVTs läuft der Wandler bei Motordrehzahl, so daß ein viel
größerer und teurerer Wandler benötigt wird.
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Drittens werden beide Mittel des Wandlers durch Zahnräder
angetrieben, so daß der Wandleraufbau für Instandsetzungsarbeiten
ohne Demontage des Rests des CVTs demontiert werden kann. Dies
ist ein großer Vorteil bei landwirtschaftlichen Traktoren, da
das Getriebegehäuse üblicherweise einen Teil des Traktorchassis
darstellt und eine Demontage des Getriebes spezielle
Einrichtungen und viel Zeit benötigt.