DE693245C - Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefaeden mit wechselndem Titer - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefaeden mit wechselndem Titer

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DE693245C
DE693245C DE1937L0093420 DEL0093420D DE693245C DE 693245 C DE693245 C DE 693245C DE 1937L0093420 DE1937L0093420 DE 1937L0093420 DE L0093420 D DEL0093420 D DE L0093420D DE 693245 C DE693245 C DE 693245C
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DE
Germany
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titer
changing
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threads
spinning pump
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Expired
Application number
DE1937L0093420
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Julius Lindenmeyer
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JULIUS LINDENMEYER DR ING
Original Assignee
JULIUS LINDENMEYER DR ING
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/20Formation of filaments, threads, or the like with varying denier along their length

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Rotary Pumps (AREA)
  • Details And Applications Of Rotary Liquid Pumps (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefäden mit wechselndem Titer Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Kunststoffäden, insbesondere Kunstseidefäden mit wechselndem Titer. Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art wird der wechselnde Titer im Faden dadurch erzielt, daß entweder die Spinnpumpe abwechselnd mehr und weniger Spinnflüssigkeit fördert oder daß der frisch gesponnene Faden einer wechselnden Streckung unterworfen wird. Mit diesen Vorrichtungen werden jedoch Fäden erhalten, bei denen die Titerschwankungen in regelmäßiger Weise aufeinanderfolgen. Dadurch erhält aber auch das aus solchen Fäden hergestellte Gewebe einen regelmäßigen Charakter, der nicht erwünscht ist. Um eine solche Regelmäßigkeit in den Titerschwankungen, eine Regelmäßigkeit, die sich sowohl in der Länge wie auch in der Stärke der dicken und dünnen Stellen und in ihrer Aufeinanderfolge ausdrückt, zu vermeiden und eine weitgehende Unregelmäßigkeit des Fadentiters zu erzielen, sind bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung der Spinnpumpe Getriebe mit mehreren sich in ihrer Wirkung überlagernden, stetig wechselnden Übersetzungen vorgeschaltet, so daß erst in großen Zwischenräumen eine Wiederholung des gesamten Spieles eintritt und während dieser ganzen Zeit ein völlig unregelmäßiger Faden erzeugt wird. Zweckmäßig sind@der Spinnpumpe mehrere unrunde Zahnräder vorgeschaltet. Es kann der Spinnpumpe aber auch ein Differentialgetriebe vörgeschaltet sein, das von zwei mit verschiedener Drehzahl umlaufenden Wellen unter Zwischenschaltung je eines Satzes unrunder Zahnräder seinen Antrieb erhält.
  • Die aus mit solchen Vorrichtungen erzeugten Fäden hergestellten Gewebe entbehren des Aussehens einer sich stetig wiederholenden Gleichmäßigkeit; denn die Abwechselurig der dicken und dünnen Stellen in ihrdr Stärke und in ihren Entfernungen ist so groß, daB der Eindruck einer Regelmäßigkeit, selbst bei größter Gewebebreite, nicht aufkommen kann.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung in beispielsweiser Ausführungsform veranschaulicht; es stellt dar: Fig. i eine Erläuterungsskizze der bisherigen Art der Kunstseidefäden mit schwankendem Titer, Fig: 2 eine Erläuterungsskizze der Kunstseidefäden gemäß vorliegender Erfindung, Fig. 3 die Erklärung des Erfindungsgedankens, Fig. 4 die Vorrichtung gemäß der Erfindung in Seitenansicht, Fig. 5 dieselbe in Vorderansicht, Fig. 6 einen Einzelteil und Fig. 7 eine bauliche Variante.
  • Die bisherigen künstlichen Effektfäden wurden in den meisten Fällen durch eine Druckveränderung bzw. durch eine Veränderung der Pumpenlieferung erhalten. Zu diesem Zweck waren z. B. zwei Pumpen vorgesehen, nämlich eine Pumpe mit konstanter Lieferung und eine zweite Pumpe, die eine absatzweise Drucksteigerung hervorrief. Diese absatzweise Drucksteigerung wurde durch einen von einem Stern- oder Nockenrand gesteuerten Kolben bewirkt, so daß diese in ganz regelmäßigen Abständen eintrat und sogar die Form einer Sinuslinienschwankung annehmen konnte. Die Dauer- und die Dickenschwankungen waren vollkommen regelmäßig. Durch Veränderung der Nocken konnte man Veränderungen in den Abständen der aufeinanderfolgenden dicken ' Stellen im Faden hervorrufen.
  • In Fig. i ist ein so erzeugter Faden dargestellt, dessen normale Stärke a in den Verdickungen auf die Stärke b anwuchs. Die Länge der Verdickung e war konstant, ebenso die Abstände d zweier aufeinanderfolgender Verstärkungen. Durch Veränderung der Nöckenab'stände konnte zwischen den Verstärkungen auch einmal ein anderer Abstand e eingeschaltet werden.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Effektfaden zu erzeugen,. wie er üi: Fig. 2 dargestellt ist. Bei diesem Faden sind die dicken Stellen b, b', b" j edesmal anders geartet, die Längen c, c', c.'.' ebenfalls und die Abstände d,-d' ünd-e immer verschieden. Um diese Verschiebung so_wxllkürlich zu erhalten, ist- die Übereinanderlagerung verschiedener Exzentrizitäten bzw. Rapporte und das Produkt dieser Exzentrizitäten an der Pumpe zum Ausdruck zu biingen: --Durch, die Überlagerung dieser beiden wechselnden Antriebe und ihre Zusänimenfassung, zu. einem einheitlichen Antrieb wird die Wiederholungsgrenze (Gesamtrappört) beliebig verändert.
  • In. Fig. 3 stellt R die Wiederhölungsgrenze (Gesamtrapport) dar. a ist der durch das erste Getriebe erzeugte Einzelrapport; ff ist der durch das zweite Getriebe erzeugte Einzelrapport. Beide Einzelrapporte gehen innerhalb des Gesamtrapportes R ineinander auf, worauf dann die Wiederholung anfängt: Es ist demnach i. a-x=ß-y.
  • 2. (ß-a)-y=k-a, worin k eine ganzzahlige Konstante darstellt. Daraus läßt sich dann durch Einsetzen der entsprechenden Zahlen der Gesamtrapport errechnen. Der Gesamtrapport, der sich aus den einzelnen Rapporteh zusammensetzt, kann durch . Vervielfachung der vorgeschalteten Getriebe beliebig verändert bzw. vergrößert werden, wodurch die Wiederholungsgrenze noch weiter hinausgerückt wird.
  • Ein Getriebe, das eine derartige Variationsmöglichkeit verwirklicht, ist in Fig. 4 veranschaulicht. Es stellt dar i die Spinnpumpe, -2 die Welle der- Spinnpumpe. Diese wird durch ein Kegelrad 3, das durch den Hebel 4 ein- oder ausschaltbar ist, angetrieben. Das Kegelrad 3 kämmt mit dem Gegenkegelrad 5, das auf der Hauptwelle 6 sitzt. Diese Hauptwelle hat im Antriebsstock der Maschine ein Wechselgetriebe. Dieses Wechselgetriebe besteht beispielsweise aus mehreren hintereinander angeordneten unrunden Rädern und einem Übersetzungsgetriebe. Auf der vom Motor angetriebenen Welle 7 sitzen die beiden unrunden Räder 8, g. Auf der Welle io des unrunden Rades 9 sitzt ein Rad i i, das sich mit einem Rad 12 auf der Welle 13 in Eingriff befindet. Die Räder i i und 12 sind Wechselräder, die durch den Einstellhebel 14 gewechselt werden können. Auf der Welle 13 sitzt wieder ein ünrundes Rad 15, 'das mit dem unrunden Rad 16 auf der Welle'6 kämmt. Die veränderlichen Übersetzungen der Räder 8, 9 und 15, iö wirken sich auf. die-Spinnpumpe unmittelbar aus. Die Überlagerungsgrenze dieser beiden veränderlichen Geschwindigkeiten-wird durch den Wechsel 'der Räder il; t2 verändert. -Damit ändert,sich auch der Rapport: Das , Getriebe befindet sich im Hauptstock der Maschine, wobei sämtliche Spinnpumpen durch diedurchlaufende Welle6 angetrieben werden.
  • In Fig. 7 ist eine bauliche Abänderung dar= gestellt. Hier werden: von zwei mit verschiedener Drehzahl umlaufenden Wellen-17 'und 18) die beispielsweise duxch die Elektrornatorgn i9 und 2o angetrieben sind, die Geschwindigkeiten abgenommen und durch ein Differentialgetriebe 21 auf die Pumpenantriebswelle 22 übertragen. In den Antrieb der Welle 17 und 18 sind unrunde Räder und Übersetzungsräder eingeschaltet, so daß die veränderlichen Geschwindigkeiten dieser Getriebe 23, 24 im Differentialwerk 21 vereinigt und an die Welle z2 abgegeben werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefäden mit wechselndem Titer, dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnpumpe zwecks Erzielung einer weitgehenden Unregelmäßigkeit des Fadentiters Getriebe mit mehreren sich in ihrer Wirkung überlagernden, stetig wechselnden Übersetzungen vorgeschaltet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnpumpe (i) unrunde Zahnräder (8, 9; 15, 16) vorgeschaltet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnpumpe ein Differentialgetriebe (21) vorgeschaltet ist, das von zwei mit verschiedener Drehzahl umlaufenden Wellen (17, 18) unter Zwischenschaltung je eines Satzes unrunder Zahnräder (23, 24) seinen Antrieb erhält.
DE1937L0093420 1937-10-09 1937-10-09 Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefaeden mit wechselndem Titer Expired DE693245C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1095456B (de) * 1952-07-17 1960-12-22 Files De Calais Sa Maschine zur Herstellung kuenstlicher Faeden mit unregelmaessigen Titerschwankungen
DE1114002B (de) * 1953-10-16 1961-09-21 Glanzstoff Courtaulds Gmbh Getriebe fuer die Herstellung von Kunstseidefaeden mit aperiodischen Verdickungen
DE1259008B (de) * 1957-03-14 1968-01-18 Inst Textiltechnologie Der Che Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Hohlfaeden
CN114855301A (zh) * 2022-03-29 2022-08-05 广东国兴乳胶丝有限公司 一种直径可变的新型乳胶丝的制备方法

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