DE69323596T2 - Befestigungselement für Knochengewebe - Google Patents
Befestigungselement für KnochengewebeInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Implantatbefestigungselement, wie es im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegeben ist. Das Element ist vorzugsweise für eine Integration in Knochengeweben und besteht aus einem hauptsächlich rotationssymmetrischen Körper, der aus einem biokompatiblen Material hergestellt ist und dessen eines Ende prothetische Einrichtungen, künstliche Gelenkteile, Zahnbrückenkonstruktionen, künstliche Zähne usw. tragen soll und der auf seiner Außenfläche mit einem äußeren Schraubengewinde versehen ist. Ein solches Befestigungselement wird im Oberkiefer und dem Jochbogenknochen zum Halten einer Zahnprothese oder einer Brückenkonstruktion angewendet.
- Die Erfindung kann vorteilhaft für jede Anwendung verwendet werden, bei der eine doppelte Befestigung solcher prothetischer Einrichtungen im Hinblick auf mögliche Defekte im Knochengewebe, bei langen Knochen usw. oder in Fällen wünschenswert ist, in denen eine doppelte Halterung zur zusätzlichen Positionsfestlegung der Befestigung nötig ist, z. B. durch die Rekonstruktion von Fingergelenken, Handgelenken usw.
- Im folgenden wird die Erfindung für ihre Anwendung als Befestigungseinrichtung für die Halterung künstlicher Zähne oder Brückenkonstruktionen beschrieben, ohne daß ihre Nutzung auf diese Verwendungsart eingeschränkt ist.
- Im allgemeinen können teilweise oder völlig zahnlose Oberkiefer durch Bohren von Löchern in den Kieferknochen und das nachfolgende Einsetzen von Befestigungselementen in diese Löcher durch die Verwendung von vorzugsweise zylindrischen Befestigungseinrichtungen mit einem Außengewinde und, um sie mit Einzelzahn- oder Brückenprothesen auszustatten, im letzteren Fall mit mehr als einer Befestigungseinrichtung behandelt werden, die im Knochen angebracht werden sollen, um die Brückenkonstruktion zu halten.
- In bestimmten Fällen, wenn der Patient lange Zeit zahnlos war und aus diesem Grund der Kieferknochen teilweise resorbiert wurde, ist die Abmessung und die Haltekraft des Kieferknochens unzulänglich zum Befestigen einer oder mehrerer Befestigungseinrichtungen. Der Patient kann somit nicht erfolgreich mit einer wünschenswerten prothetischen Einrichtung behandelt werden oder er ist gegebenfalls nicht bereit, die Gefahr des Verlusts der Prothese oder eines gebrochenen Kieferknochens, die in einem solchen Fall beträchtlich sein kann, zu akzeptieren.
- EP-A-0 438 048, EP-A-0 491 211 und WO-A-91/18 556 offenbaren alle Befestigungselemente eines Typs, der dem entspricht, der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegeben ist.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung in einem vorher beschriebenen Fall ist es, eine Befestigungseinrichtung zu erzielen, bei welcher künstliche Zähne oder eine Zahnbrückenkonstruktion in einem Oberkiefer mit solchen Eigenschaften, daß er die Abmessungs- oder Haltekraftanforderungen nicht erfüllt, die für einen solchen Vorgang normalerweise erforderlich sind, erfolgreich beibehalten werden können.
- Dies wird durch die Verwendung des vorher beschriebenen Befestigungselements mit den kennzeichnenden Merkmalen erreicht, die im kennzeichnenden Abschnitt des Anspruchs 1 angegeben sind.
- Beide mit Gewinde versehene Teile können geeigneterweise zusammenlaufen, um ein kontinuierliches Außengewinde mit verschiedenen Durchmessern zu bilden.
- Gemäß einer geeigneten Ausführungsform der Erfindung kann das Befestigungselement einen nicht mit Gewinde versehenen Mittelabschnitt zwischen den mit Gewinde versehenen Abschnitten der Endteile aufweisen.
- Erfindungsgemäß ist das Befestigungselement durch seine Verwendung als das erwünschte Befestigungselement zur Befestigung von künstlichen Zähnen oder Brückenkonstruktionen dafür vorgesehen, durch seinen zahnnahen Teil im Oberkiefer und seinen entfernt gelegenen Teil (Einsetzteil) im Jochbogen gehalten zu werden, wodurch die Belastungskräfte im Oberkiefer verringert werden.
- Um dies zu erreichen, ist die Länge des Befestigungselements geeigneterweise für einen Halt mit seinem zahnnahen Teil im Oberkieferknochen und mit seinem Einsetzteil im Jochbogen bemessen und ist an seinem zahnnahen Ende mit Mitteln zum Halten von prothetischen Elementen versehen.
- Es ist bevorzugt, daß der Durchmesser der Befestigungseinrichtung über eine beträchtliche Ausdehnung von ihrem nächstliegenden Ende aus größer als über eine beträchtliche Ausdehnung von ihrem entfernt gelegenen Ende aus ist.
- Für die Befestigungsmittel ist es bevorzugt, daß sie eine Bohrung mit Innenwindungen und wenigstens einen Anschlagbereich für die Zahnprothese oder Brücke umfassen und daß die Bohrung in Bezug auf die Mittelachse in einem Winkel angeordnet ist.
- Es ist ferner bevorzugt, daß der Winkel zwischen der Mittelachse der Befestigungseinrichtung und der Achse der Bohrung der Befestigungsmittel zwischen 15º und 60º, vorzugsweise etwa bei 45º liegt, oder alternativ eine Möglichkeit zur Einstellung dieses Winkels in einem geeigneten Bereich besteht.
- Die Befestigungseinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung kann an ihrem entfernt gelegenen Ende mit einer Bohrung und Durchgangsschlitzen versehen sein, die sich von dem Abschnitt nahe dem entfernt gelegenen Ende aus oder von diesem Ende aus in Richtung des nächstgelegenen Endes erstrecken. Es ist ebenfalls geeignet, daß das entfernt gelegene Ende etwas abgeschrägt ist. Die Windungen können eine selbstschneidende (self-tapping) Gestaltung haben.
- Gemäß einem weiteren bevorzugten Aspekt der Erfindung ist ein nicht mit Gewinde versehener Zwischenabschnitt zwischen den nächstgelegenen und den entfernt gelegenen Außenwindungen angeordnet. Es ist bevorzugt, daß där Zwischenabschnitt den gleichen Außendurchmesser aufweist wie der Außendurchmesser der entfernt gelegenen Windungen. Dieser Zwischenabschnitt ist vorzugsweise etwas kleiner als der Abstand zwischen den Seiten des Jochbogenknochens und des Oberkiefers, die einander gegenüberstehen.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist eine periostale Platte um den Bereich des Eindringens in das Zahnfleisch herum am zahnnahen Ende des Befestigungselements angeordnet, wonach diese Platte porös ist und eine Dicke von 0,1 bis 0,3 mm aufweist und geeigneterweise mit einem konzentrischen Loch mit einem Durchmesser versehen ist, der etwas geringer als der größte Außendurchmesser des Befestigungselementes ist.
- Die obigen Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen deutlich, ohne auf die gezeigten Ausführungsformen eingeschränkt zu sein.
- In der begleitenden Zeichnung zeigt:
- Fig. 1 ein Befestigungselement gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung in einer nahezu Seitenansicht,
- Fig. 2 eine schematische Ansicht der Orientierung des Befestigungselements in Beziehung zum Oberkiefer und dem Jochbogenknochen in situ nach der Operation,
- Fig. 3 eine alternative Ausführungsform des Befestigungselements in situ nach der Operation und mit einer periostalen Platte versehen und
- Fig. 4 eine Ansicht der in Fig. 3 gezeigten Platte.
- Im Prinzip ist das in den Figuren gezeigte Befestigungselement hauptsächlich zylindrisch und an einem Ende, dem sogenannten tragenden Ende, mit Tragmitteln versehen, um direkt oder indirekt nach dem Einpflanzen in den Knochen Prothesen, künstliche Gelenkteile, Zahnbrücken, künstliche Zähne usw. aufzunehmen. Solche Befestigungselemente sind früher beschrieben worden, siehe US 5,064,425, die das sogenannte Einsetzende mit einem Außengewinde versehen zeigt, wodurch das Befestigungselement in ein vorgefertigtes gebohrtes Loch mit einem geringfügig kleineren Durchmesser als der Außendurchmesser des Gewindes am Befestigungselement eingeschraubt ist.
- In diesem Fall sollte vorzugsweise das Gewinde selbstschneidend sein, wie in US 5,064,425 veranschaulicht.
- Um ein bestmögliches Einpflanzen und eine Knochenintegration mit dem umgebenden Gewebe zu erreichen, sollte die Oberfläche des Befestigungselements mit Mikrovertiefungen innerhalb eines Größenbereichs von 10 bis 1.000 nm ausgebildet sein, wie z. B. in US 4,330,891 beschrieben.
- In den beigefügten Zeichnungen ist eine von vielen möglichen Angaben für ein vorgeschlagenes Befestigungselement gemäß der Erfindung dargestellt, nämlich zum Halten von künstlichen Zähnen oder Brückenkonstruktionen bei Patienten mit verschiedenen Defekten am Kieferknochen.
- Durch die Verwendung des vorgeschlagenen Befestigungselements besteht die Möglichkeit einer doppelten Befestigung im Oberkiefer und im Jochbogenknochen.
- Die Erfindung kann natürlich auch für viele andere Anwendungen genutzt werden, z. B. lange Knochen können für solch ein Prinzip der doppelten Befestigung verwendet werden. Das in Fig. 1 gezeigte Befestigungselement wird in einem Stück aus reinem Titan hergestellt und hauptsächlich aus zwei benachbarten in einer Linie ausgerichteten, zylinderförmigen Segmenten aufgebaut.
- Die in Fig. 1 gezeigte Befestigungseinrichtung wird als einzelnes Stück aus reinem Titan hergestellt und besteht im wesentlichen aus zwei zylindrischen Segmenten 1, 2, die aneinander grenzen und miteinander fluchten, wobei das Segment, das dem Kiefer am nächsten liegt und einen Durchmesser hat, der größer als der des vom Kiefer 2 entfernt liegendere Segments ist, mit 1 bezeichnet ist.
- Die Außenseite der Befestigungseinrichtung ist mit Gewinde versehen, außer in einem Montageabschnitt, der sich vom nächstliegenden Ende der Befestigungseinrichtung erstreckt und mit dem zylindrischen nächstliegenden Segment 1 verbunden ist. Die Außenwindungen umfassen erste Windungen 4 am nächstliegenden zylindrischen Segment 1 und zweite Windungen 5 am entfernt gelegenen zylindrischen Segment 2. Die Steigung ist für beide Windungen 4, 5 die gleiche, die am Grenzbereich zwischen den zylindrischen Segmenten verschmelzen. Der Innendurchmesser der ersten Windungen 4 ist etwas, aber nicht viel größer als der Außendurchmesser der zweiten Windungen 5. Die Windungen 4, 5 sind selbstschneidend.
- Eine symmetrisch zentrierte Bohrung (nicht gezeigt) erstreckt sich vom entfernt liegende Ende 6 und hat eine Ausdehnung entsprechend etwa der Hälfte der Länge des nächstliegenden Segments 2. Zwei im Segment 2 symmetrisch und in seiner Längsrichtung angeordnete Durchgangsschlitze 7, 8 erstrecken sich von einer zur Mittelachse nahe dem entfernt gelegenen Ende 6 senkrechten Ebene über eine Länge von etwa drei Windungsabständen. Die Schlitze 7, 8 bauen zum Transport vom durch Abtragen entferntem Knochenmaterial eine Verbindung zwischen der Außenseite des nächstliegenden Segments 5 und der darin angeordneten, symmetrisch zentrierten Bohrung auf. Die Außenseite des entfernt gelegenen Segments 2 ist zum Ende 6 hin abgeschrägt (Abschrägung 16).
- Der Montageabschnitt 3 ist in einer zylindrischen Kammer mit einem Durchmesser enthalten, der dem Außendurchmesser des zylindrischen Segments 1 entspricht. Das Montagesegment 3 umfaßt einen Basisabschnitt 9 mit der Form eines zylindrischen Körpers, der von einer Ebene in einem Winkel von 45º in Bezug auf die Zylinderachse geschnitten wird. Die kreisförmige Basis des Basisabschnitts 9 ist mit dem nächstliegenden Ende des nächstliegenden zylindrischen Segments 1 verbunden, mit dem sie verschmilzt. Der Basisabschnitt 9 hat am nächsten zum nächstliegenden zylindrischen Segment 1 einen ringförmigen Flansch 14, mit dem sich eine ringförmige Nut 15 in Richtung des nächstliegenden Endes verbindet. Die Endfläche 10 des Basisabschnittes 9 ist durch die oben erwähnte schneidende Ebene definiert und verbindet sich in ihrer nächstliegenden Zone glatt gerundet mit dem Zylindermantel des Basisabschnittes 9, wobei die Rundung zum entfernt gelegenen Abschnitt des Basisabschnittes hin allmählich abnimmt. Wegen der Abschrägung ist das Profil der Endfläche 10 im wesentlichen kreisförmig. Die Endfläche 10 hat in der Mitte eine Bohrung 12, die in einem Winkel von 45º in Bezug auf die Längsachse A für die Zylindersegmente 1 und 2, d. h. für die Befestigungseinrichtung verläuft. An der Bohrung 12 ist der Basisabschnitt 9 unter Bildung eines Kegelstumpfes 11 verlängert, der sich in Richtung vom Basisabschnitt 9 weg verjüngt. Die Mantelfläche 13 des Kegelstumpfes 11 und die ringförmige Endfläche 10 sind für ein abdichtendes Anstoßen einer Zahnprothese oder Brücke (nicht gezeigt) vorgesehen, die durch Schraubenmittel am Basisabschnitt angebracht werden kann.
- Die Teile der erfindungsgemäßen Befestigungseinrichtung im Kontakt mit lebendem Knochengewebe Weisen eine Oberfläche auf, die die Integration fördert, vorzugsweise ein mit Mikrovertiefungen oder ähnlichen Oberflächenunregelmäßigkeiten in der Größenordnung von 10 bis 1.000 nm bedeckte Oberfläche.
- Eine Implantation beginnt mit dem Bereitstellen einer Bohrung im Kieferknochen mit einem Durchmesser, der dem Innendurchmesser der Windungen 4 entspricht, und in einem um 45º von der Vertikalen (der Längsachse des menschlichen Körpers in aufrechter Stellung) abweichenden Winkel, gefolgt von einer Bohrung im Jochbogenknochen mit einem Durchmesser, der dem Innendurchmesser der Windungen 5 entspricht, und in einer Linie mit dem ersten Loch liegt. Danach wird die Befestigungseinrichtung mit ihrem schmalen Ende 6 in das Loch im Oberkiefer eingesetzt, bis sie mittels ihres abgeschrägten. Abschnitts mit dem im Jochbogenknochen angeordneten Loch in Eingriff kommt. Danach wird die Befestigungseinrichtung in selbstschneidender Weise in das Loch im Jochbogenknochen und auch gleichzeitig, nachdem die Windungen 4 den Kieferknochen erreicht haben, in den letzteren in selbstschneidender Weise eingeschraubt. Wenn eine für die Befestigungseinrichtung ausreichende Einsetztiefe erreicht wird, wobei eine solche Tiefe dadurch definiert ist, daß das freie Ende der Befestigungseinrichtung den richtigen Abstand vom Kieferknochen hat, wird der Einschraubvorgang beendet. Durch Feinabstimmung, d. h. Drehung im Gegenuhrzeigersinn oder im Uhrzeigersinn um ihre Längsachse wird die mit Innenwindungen versehene Bohrung 12 zum Anbringen der Prothese in die richtige Position gebracht, d. h. in eine Position, in welcher die Bohrung 12 im wesentlichen mit der Längsachse des menschlichen Körpers parallel ist. Die Position für eine eingepflanzte Befestigungseinrichtung gemäß der Erfindung ist in Fig. 2 schematisch gezeigt; der Jochbogenknochen wurde mit O und der Oberkiefer mit M bezeichnet.
- Die Zahnprothese oder Brücke kann nach der Operation oder nach einer Heilungsperiode angebracht werden, während welcher die Befestigungseinrichtung fortschreitend im Knochengewebe verankert wird.
- Die Länge der Befestigungseinrichtung und der zylindrischen Abschnitte 1 und 2 und der Winkel der Bohrung 12 im Basisabschnitt 9 sind an die anatomischen Erfordernisse des einzelnen Patienten angepaßt. Ein begrenztes Sortiment von erfindungsgemäßen Befestigungseinrichtungen, einschließlich Befestigungseinrichtungen mit unterschiedlicher Gesamtlänge, unterschiedlichem Längenverhältnis der zylindrischen Abschnitte und unterschiedlichem Winkel der Bohrung 12 im Basisabschnitt 9 in Beziehung zur Längsachse der Befestigungseinrichtung, wird für die Abdeckung der Bedürfnisse der meisten Patienten genügen.
- Es ist auch möglich, die Befestigungseinrichtung in zwei Teilen herzustellen, einem getrennten Basisteil 9 und einem Teil 1, 2, der mit Außenwindungen versehen ist. Der Basisteil und der Teil mit Außenwindungen können auf verschiedene Arten verbunden werden, beispielsweise durch einen symmetrisch zentrierten Zapfen, der an einem Ende des Basisteils 9 von der Bohrung 12 weg zeigend angeordnet ist, wobei der Zapfen zum Einschrauben in eine mit Gewinde versehene Bohrung im freien Ende des Teils 1, das mit Außenwindungen versehen ist, angeordnet ist, wobei beide Teile ansonsten ebene Stoßflächen (Linie B in Fig. 1 gibt ihre Position an) zum Anstoßen aneinander aufweisen.
- In einer in Fig. 3 gezeigten zweiten Ausführungsform der Befestigungseinrichtung gemäß der Erfindung weist nur der nächstliegende Abschnitt des nächstliegenden Segments 1' erste Außenwindungen 4' auf. Der Rest des nächstliegenden Segments 1' hat eine polierte Oberfläche, d. h. im wesentlichen der Abschnitt, der bei Einpflanzung in die Oberkieferhöhle 17 zwischen dem Oberkiefer M und dem Jochbogenknochen Z positioniert wird. Die ersten Außenwindungen 4' haben somit eine Ausdehnung, die im wesentlichen der Tiefe der im Kieferknochen M bei der Vorbereitung zur Einpflanzung bereitgestellten Durchgangsbohrung entspricht. Das entfernt gelegene Segment 2' ist mit entsprechenden zweiten Außenwindungen 5' versehen.
- Wie ebenfalls in Fig. 3 gezeigt ist, kann diese zweite Ausführungsform (wie es die in Fig. 1 gezeigte, erste Ausführungsform kann) mit einer periostalen Platte oder Folie 20 zur Verbesserung der Integration des Implantats mit dem lebenden Gewebe in einem Bereich versehen sein, in dem die entfernt gelegene Endzone des entfernt gelegenen Abschnitts 2' mit dem Montageabschnitt 3' aus der Durchgangsbohrung im Oberkiefer M herauskommt. Die periostale Platte oder Folie 20 ist eine poröse Scheibe aus dünnem reinem Titan, vorzugsweise mit einer Dicke von etwa 0,1 bis etwa 0,3 mm und mit einem konzentrischen Loch 21 mit einem Durchmesser, der geringfügig größer als der größte Außendurchmesser der Befestigungseinrichtung 1', 2', 3' ist, was gestattet, daß die Platte oder Folie 20 wie ein Kragen um den Teil der Befestigungseinrichtung herum angebracht wird, der aus dem Oberkiefer M vorsteht. Die periostale Platte oder Folie 20 ist mit ihrer einen Seite an die Außenfläche 19 des Oberkiefers M nach teilweiser Entfernung der Knochenhaut 18 (aus Gründen der Verständlichkeit ist in Fig. 3 die Dicke der Knochenhaut 18 übertrieben) angebracht, die an die andere Seite der periostalen Platte oder Folie 20 zurückgelegt wird. Die Poren (in Fig. 3 und 4 nicht gezeigt) in der periostalen Folie oder Platte 20 sind Durchgangsporen und sorgen für eine Verbindung zwischen beiden Seiten der Folie oder Platte 20; es ist bevorzugt, daß die Poren einen durchschnittlichen Durchmesser von etwa 0,1 bis etwa 0,01 mm aufweisen. Die periostale Folie oder Platte 20 fördert das Verankern der Befestigungseinrichtung um ihren nächstliegenden Teil herum und verringert die Gefahr einer Verbindung zwischen der Mundhöhle 22 und der Oberkieferhöhle 17.
Claims (12)
1. Befestigungselement zur Einpflanzung in Gewebe,
insbesondere Knochengewebe, das eine im wesentlichen
rotationssymmetrische Form hat und aus einem biokompatiblen
Material besteht, das an seinem einen Ende, dem
tragenden Ende, Prothesen, künstliche Gelenkteile,
Zahnbrücken, künstliche Zähne usw. tragen soll, und das an
seiner Außenseite mit einem äußeren Schraubengewinde (4,
5) versehen ist, an dem das Befestigungselement im
wesentlichen zylindrisch ist, und daß seine Endteile (1,
2) einen unterschiedlichen Durchmesser haben, bei
welchem der Endabschnitt (2) mit dem kleineren
Durchmesser den Einsetzteil des Befestigungselements
bildet und die Endteile (1, 2) wenigstens teilweise mit
einem Gewindeabschnitt (4, 5) versehen sind, wobei das
Gewinde (4, 5) zum Einsetzende hin gerichtet ist und
beide Gewindeabschnitte (4, 5) die gleiche Steigung
haben, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des
Befestigungselementes so ist, daß der nächstliegende
Teil (1) des Befestigungselementes für eine Befestigung
im Oberkiefer ausgelegt ist, während der entfernt
gelegenere Teil (2) für eine Befestigung im
Jochbogenknochen ausgelegt ist.
2. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewindeabschnitte (4, 5) in der Zone
zwischen den genannten Gewindeabschnitten mit
unterschiedlichem Durchmesser verschmelzen, um ein
integriertes Außengewinde zu bilden.
3. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Befestigungselement zwischen den
Gewindeabschnitten (4, 5) eine mittlere Zone ohne Gewinde
aufweist.
4. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Elements über eine
beträchtliche Ausdehnung von seinem nächstliegenden Ende
(1) aus größer ist als über eine beträchtliche
Ausdehnung von seinem entfernt gelegeneren Ende (2) aus.
5. Befestigungselement nach Anspruch 1 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel eine Bohrung
(12) mit Innenwindungen und wenigstens einen
Anschlagbereich (10, 13) für die Zahnprothese oder Brücke
umfassen, und daß die Bohrung (12) in Bezug auf die
Mittelachse (A) in einem Winkel angeordnet ist.
6. Befestigungselement nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen der Mittelachse (A)
und der Bohrung (12) zwischen 15º und 60º, vorzugsweise
bei etwa 45º liegt.
7. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1, 4, 5
oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Element an
seinem entfernt gelegeneren Ende (6) mit einer Bohrung und
Durchgangsschlitzen (7, 8) versehen ist, die sich vom
Abschnitt nahe dem entfernt gelegeneren Ende (6) oder
von diesem Ende in Richtung des nächstliegenden Endes
erstrecken.
8. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 oder 4
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser
der entfernt gelegeneren Außenwindungen (5) der gleiche
oder geringer als der Innendurchmesser der
nächstliegenden äußeren Windungen (4) ist.
9. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 oder 4
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
nächstliegenden Außenwindungen (4) und den entfernt
gelegeneren Außenwindungen (5) ein nicht mit Gewinde
versehener Zwischenabschnitt angeordnet ist.
10. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 oder 4
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es eine periostale
Platte oder Folie (20) aus reinem Titan oder einem
anderen biokompatiblen Material umfaßt, die etwa die Form
eines Kragens und einen Innendurchmesser aufweist, der
etwas größer als der maximale Außendurchmesser des
Elements (1', 2', 3') ist.
11. Befestigungselement nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die periostale Platte oder Folie (20)
Durchgangsporen mit einem bevorzugten Durchmesser von
etwa 0,1 bis etwa 0,01 mm aufweist.
12. Befestigungselement nach Ansprüch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die periostale Platte oder Folie
(20) eine Dicke von etwa 0,1 bis etwa 0,3 mm hat.
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