DE69321935T2 - Zentrifugalseparator - Google Patents

Zentrifugalseparator

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zentrifugalseparator für die Trennung der Blutbestandteile (Aphärese) oder der Bestandteile anderer biologischer Fluide, der dazu bestimmt ist, im Hinblick auf eine eventuelle Autotransfusion zum Beispiel in ein Gerät für die Rückgewinnung und Sterilfiltration von Blut vor und nach der Operation eingebaut zu werden.
  • Im vorgenannten Gerätetyp wird das gewonnene Blut aus dem Operationsfeld angesaugt und mit einer antikoagulierenden Lösung vermischt, sodann vorübergehend in einem Filtriergefäss aufbewahrt. Dieses Blut wird dann zum Mantel einer Zentrifuge gepumpt, wo die Abtrennung und Ansammlung der roten Blutkörperchen bei erhöhter Zentrifugiergeschwindigkeit (etwa 6000 U/min) erfolgt. Wenn der Mantel voll ist, werden die roten Blutkörperchen mit einer sterilen Lösung gewaschen, während die anderen Blutbestandteile in einem Wiederaufbereitungsbeutel gesammelt werden. Am Ende der Waschphase werden die roten Blutkörperchen in einen Reinfusionsbeutel überführt, um eine spätere Verwendung für den Patienten abzuwanten.
  • Man kennt bereits Zentrifugalseparatoren für solche Geräte, zum Beispiel die in den US-Patentschriften 4 300 717. 4 795 419 und 4 859 524 beschriebenen, die einen in eine Drehschale eingebauten zentralen Körper aufweisen. Diese Separatoren weisen jedoch Nachteile auf, insbesondere was ihre Befestigung im Separator und ihren Drehantrieb betrifft, die verhältnismässig kompliziert und teuer sind. Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Zentrifugalseparator zu schaffen, der von einfacherer und billigerer Bauweise als die bekannten ist, aber dennoch ähnliche Leistungen wie diese zu erzielen gestattet. Ein weiteres Ziel besteht darin, die Bedingungen der Aufarbeitung der Bestandteile nach der Abtrennung zu verbessern.
  • Der erfindungsgemässe Zentrifugalseparator zielt darauf ab, die vorgenannten Ziele zu erreichen, und weist die in Anspruch 1 definierten Merkmale auf.
  • Die beigefügte Zeichnung veranschaulicht schematisch und beispielhaft eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Zentrifugalseparators.
  • Fig. 1 ist eine Gesamtansicht im senkrechten Schnitt.
  • Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht eines vergrösserten Ausschnitts des oberen Separatorteils.
  • Fig. 3 und 4 sind waagerechte Schnittansichten des Drehmantels entlang der Linien III-III bzw. IV-IV der Fig. 1.
  • Fig. 5 ist eine partielle, senkrechte Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des Separators gemäss Fig. 1, in der der Mantel und seine Antriebstrommel zylindrisch sind.
  • Fig. 6 ist eine partielle, senkrechte Schnittansicht einer Abwandlung der Fig. 5.
  • Fig. 7 und 8 sind partielle Ansichten einer Abwandlung des unteren Abschnitts des Zentrifugiermantels in der Perspektive bzw. von oben.
  • Der erfindungsgemässe Zentrifugalseparator, wie ihn beispielhaft Fig. 1 veranschaulicht, umfasst ein aus zwei Teilen 1a, 1b gebildetes Behältnis, wobei diese Teile miteinander durch elastische Elemente 2 verbunden sind, die zwischen diesen beiden Teilen als erschütterungsdämpfende Aufhängung dienen. Im Inneren dieses Behältnisses ist eine konische Drehantriebstrommel 3 angebracht, die sich nach unten hin als eine Drehachse 4 fortsetzt, die ihrerseits durch einen (nicht gezeigten) Motor in Drehbewegung versetzt wird. Das Behältnis 1a, 1b und die Antriebstrommel 3, die vorzugsweise aus Metall gearbeitet sind, zum Beispiel aus Aluminium, stellen den dauerhaften, nicht wegzuwerfenden Anteil des Zentrifugalseparators dar, der dazu bestimmt ist, zum Beispiel in ein Blutbehandlungsgerät eingebaut zu werden.
  • Der aktive Bauteil des erfindungsgemässen Zentrifugalseparatons wird von einem Zentrifugiermantel 5 aus Kunststoff dargestellt, vorzugsweise durch Spritzguss bzw. Blasen aus einem Kunstharz fabriziert. Dieser Mantel 5 ist von allgemein kegelförmiger Gestalt mit nach oben hin zunehmendem Durchmesser; er weist in seinem unteren Teil eine Verengung auf, die eine ringförmige Wulst 6 im Inneren des Mantels in der Nähe des Bodens 7 bildet, der seinerseits leicht kegelförmig ist. Der obere Teil des Mantels 5 weist zunächst einen Bereich 8 auf, der umgekehrt kegelförmig ist und sich nach oben hin in einen gleichfalls leicht kegelförmigen Hals 9 fortsetzt, schliesslich einen offenen Endabschnitt 10, den sich nach oben hin erweitert.
  • In der in Fig. 1 veranschaulichten Arbeitsstellung ist der Zentrifugiermantel 5 an seinem oberen Ende 10 mit einem Deckel 11, zum Beispiel aus rostfreiem Stahl, versehen, wobei ein Zwischenstück 12 die Befestigung dieses Deckels 11 auf dem benannten Mantel 5 sowie eine dichte Verbindung dieser beiden Elemente ge währleistet (siehe Fig. 2). Die Befestigung des Zwischenstücks 12 an dem benannten Ende 10 des Mantels 5 wird zum Beispiel durch eine Ultraschallverschweissung erhalten.
  • Der Zentrifugiermantel 5 weist weiter fertigungsmässig eine obere ringförmige Wulst 14 auf, in die senkrechte Durchlässe 14' eingearbeitet sind, die als "Überläufe" dienen (zum Beispiel vier an der Zahl) und gleichmässig über den Umfang der benannten Wulst verteilt sind (siehe Fig. 4). Desgleichen weist die untere innere Wulst 6 zwei senkrechte Durchlässe 15 auf, die einander diametral gegenüberstehen, wie in Fig. 3 gezeigt.
  • Der erfindungsgemässe Zentrifugalseparator wird an seinem oberen Ende von einem Deckel 16 verschlossen, der abnehmbar mit einem klassischen System vom Bajonetttyp auf dem oberen 'Teil 1a des Behältnisses befestigt ist und auf seiner Innenseite eine weiche Drehdichtung 17 umfasst, zum Beispiel aus Elastomeren, die in der Arbeitsstellung mit der Oberseite des Manteldeckels 11 zusammenwirkt, um bei dessen Umdrehung im Inneren des feststehenden Behältnisses einen dichten Verschluss zu gewährleisten. Dieser Deckel 16 des Separators weist noch Öffnungen 18 auf, um eine Entlüftung des Berührungsbereichs zwischen der Drehdichtung 17 und dem Manteldeckel 11 sowie des Mantels selbst zu gestatten. Andererseits bildet er wie der Mantel 5 selbst einen wegwerfbaren Bestandteil der Vorrichtung.
  • Dieser wegwerfbare Anteil umfasst gleichfalls ein Einführungsrohr 21, das senkrecht durch den Deckel 16 gezogen und mit diesem fest verbunden ist und dessen unteres, offenes Ende sich in der Arbeitsstellung nahe dem Boden 6 des Zentrifugiermantels 5 befindet, sowie zwei kreisförmige, konische Elemente 28. 28', die Ansauglippen bilden, wobei ein Austrittsrohr 19 mit dem die benannten Ansauglippen trennenden Raum in Verbindung steht. Schliesslich sind Rührflügel 22 im Inneren des Mantels 5 vorgesehen, die vorzugsweise gleich beim Blasen in einem Stück mit der Wandung des Mantels 5 hergestellt worden sind.
  • Der Einbau des Mantels 5 in den Separator und die Verriegelung des Deckels 16 lassen sich mit einer Hand bewältigen. Der Bajonettverschluss gestattet es, die Baugruppe Deckel 16 - Mantel 5 - Trommel 3 einzusenken, indem man über einen Anschlag 20 elastisch auf die Aufhängungen 2 drückt, dann diese Baugruppe wieder anzuheben und in der in Fig. 1 veranschaulichten Stellung zu verriegeln, wobei der Anschlag 20 dann nicht mehr mit dem Deckel 11 des Mantels 5 in Berührung steht, da letzterer im Gegenteil mit der elastischen Drehdichtung 17 Berührung bleibt.
  • Eines der wesentlichen Elemente der vorliegenden Erfindung besteht in der besonderen Geometrie des Zentrifugiermantels 5. Vor allem gestattet die allgemein kegelförmige Gestalt des Mantels (mit etwa 2 bis 10º Steigungswinkel) eine vollkommene Zentrierung des Mantels in der Trommel 3 sowie dessen wirksamen Antrieb durch diese Trommel. Der Mantel 5 wird mit einer Kraft in der Grössenordnung von 20 Newton in die kegelförmige Trommel 3 hineingedrückt. Der Boden 7 des Mantels 5 steht nicht mit dem Boden der Trommel 3 in Berührung, so dass seine Höhenabweichungen für den Funktionsbereich der weichen Drehdichtung 17 nicht berücksichtigt werden müssen.
  • In den bekannten Zentrifugalseparatoren ist dem Drehmantel eine Spindel beigeordnet, die namentlich dafür bestimmt ist, eine höhere Einführungsgeschwindigkeit zu gestatten und die dadurch hervorgerufenen Wirbel zu glätten. Dank der besonderen Geometrie des erfindungsgemässen Separators und vor allem seines Zentrifugiermantels wurde es möglich, auf eine solche Spindel ganz zu verzichten. Die ringförmige Wulst 6 in der Nähe des Bodens 7 des Mantels 5 dient nämlich als Stabilisierungsdamm, wenn das zu behandelnde Fluid durch das untere Ende des Rohres 21 eingeführt wird, und zwar zur Begrenzung der Störungen auf der ganzen Trennfläche. Hingegen sind die beiden senkrechten Durchlässe 15, die in diese untere Wulst 6 eingearbeitet sind, dazu bestimmt, einen turbulenten Bereich zu schaffen, der in der Waschphase von Nutzen ist. Andererseits stellen die gleichmässig über die obere Wulst 14 verteilten senkrechten Durchlässe 14', immer noch als Teil der Geometrie des Mantels 5, einen Überlauf dar, mit dem der Fluidaustritt über die ganze Peripherie des Mantels gleichförmig gemacht und Unwucht beseitigt werden kann. Schliesslich weisen die beiden Scheiben 28, 28', die mit dem Einführungsrohr 21 und dem Separatordeckel 16 fest verbunden sind, vorzugsweise leicht verschiedene Steigungswinkel auf, um den Raum zwischen den beiden Lippen zu ihrer Peripherie hin zu verkleinern, wodurch die erhöhte Tangentialgeschwindigkeit des anzusaugenden Fluids (die von der Zentrifugalkraft herrührt) vermindert und somit eine Entlerung ohne Wirbel zunächst zur Mitte, dann zum Austrittsrohr 19 hin gewährleistet werden kann.
  • Was das Funktionieren des erfindungsgemässen Zentrifugalseparators betrifft, so unterscheidet man die beiden folgenden Phasen.
  • a) Das Füllen. Die zu behandelnde Mischung (zum Beispiel Blut) wird durch das Rohr 21 in den Boden i des Zentrifugiermantels 5 eingeführt, und zwar so, dass dieses Fluid zuerst auf die untere Wulst 6 trifft und nur durch die beiden Einführungskanäle 15 eintreten kann, was ohne Störung der Trennungsschicht erfolgt, also bei möglichst laminarer Strömung. Da der Mantel 5 mit einer Geschwindigheit in der Grössenordnung von 10 000 U/min in Drehbewegung versetzt wird, werden die roten Blutkörperchen 23 in der Nähe den Wandung des benannten Mantels zurückgehalten, während die überstehende Flüssigkeit 24 (Plasma) oben am Mantel 5 durch die Strömungskontrollüberläufe 14' überläuft und die Vorrichtung durch das Austrittsrohr 19 (über die Ansauglippen 28. 28') verlässt, um aufbereitet zu werden.
  • Die Füllstandskontrolle des Mantels 5 wird zum Beispiel mit einem optischen Strahlenbündel erhalten, das im oberen Abschnitt 9 (gerade unterhalb der oberen Wulst 14) des benannten Mantels zwischen einem Sender 26 und einem Empfänger 27 ausgebildet ist, die so im oberen Abschnitt 1a des Separators angeordnet sind, dass das benannte Strahlenbündel leicht exzentrisch verläuft, um nicht auf das Einführungsrohr 21 zu treffen. Der Durchgang der ersten roten Blutkörperchen verursacht eine Unterbrechung des optischen Strahlenbündels und definiert somit den Augenblick, da der Mantel 5 von diesen gefüllt ist. Man vermindert dann die Drehgeschwindigkeit des Mantels um etwa die Hälfte, bis rote Blutkörperchen ein zweites Mal durch Unterbrechung des optischen Strahlenbündels nachgewiesen werden, wodurch dann das Füllen abgebrochen wird, wenn der Hämatokritwert im Mantel 5 etwa 80% beträgt. Da die Dicke der Plasmaschicht gering ist (siehe Fig. 2), ist das Verfahren von Plasmahämolyse unabhängig.
  • b) Das Waschen. Das Waschen bestellt darin, eine durch das Rohr 21 eingeführte physiologische Kochsalzlösung mit den roten Blutkörperchen zu vermischen und die von Verunreinigungen und verschiedenen Bruchstücken angefüllte überstehende Flüssigkeit zu entleeren. Im Gegensatz zur vorangehenden Phase des Füllens ist das Waschen bei laminarer Strömung nicht wirkungsvoll; es ist daher angebracht, den kleinen kontrollierten Turbulenzbereich zu nutzen, der sich dort befindet, wo die beiden Einführungskanäle 15 in den Mantel münden und wo sich die beiden Fluide mischen, und die zu waschenden roten Blutkörperchen durch die gemeinsame Wirkung von "Bremsstössen" der Zentrifuge und der Gegenwart der beiden Rührflügel 22 immer wieder in diesen Bereich zu bringen. Es versteht sich, dass diese Bremsstösse vorübergehend die ausgebildeten Schichten der roten Blutkörperchen destabilisieren, man muss daher die Waschpumpe etwas vorher anhalten, um zu vermeiden, dass zu viele dieser roten Blutkörperchen verloren gehen.
  • In der Ausführungsform des erfindungsgemässen Separators, wie sie partiell in Fig. 5 veranschaulicht ist, weist die Hauptwandung des Mantels 35 eine zylindrische Gestalt auf, ebenso wie die Antriebstrommel 36. Dieser Mantel 35 weist ebenfalls an seinem Umfang eine obere Schulter 37 auf, die gerade unterhalb des oben als umgekehrt kegelförmig bezeichneten Abschnitts 8 des Mantels gelegen und dazu bestimmt ist, den Mantel 35 senkrecht in der Trommel 36 zu halten, und zwar so, dass der Mantel nicht den Boden der Trommel berührt. Des weiteren sind Zentrierspitzen 38, 39 auf den peripheren Bereichen oben und unten auf der zylindrischen Wandung des Mantels 35 vorgesehen (etwa vier Spitzen, über die Peripherie verteilt).
  • Andererseits umfasst die in Fig. 6 dargestellte Abwandlung ebenfalls einen Mantel, dessen Hauptwandung 35' ebenso wie die Antriebstrommel 36' von allgemein zylindrischer Gestalt ist, sowie untere elastische Zentrierspitzen 39'. Hingegen unterscheidet sich der obere Teil des Mantels dieser Fig. 6 von dem der Fig. 5 durch einen kegelförmigen Führungsabschnitt 40, der sich nach oben hin erweitert und der gleichzeitig als Anschlag und als Befestigungsorgan in der Trommel dient, wobei er mit einem entsprechenden oberen Abschnitt 41 der benannten Trommel zusammenwirkt.
  • Mit dem Ziel, die Bedingungen des Waschens zu verbessern, d. h. eine wirkungsvolle Vermischung der physiologischen Kochsalzlösung mit den roten Blutkörperchen zu erreichen, ohne letztere zu verlieren, ist schliesslich eine Abwandlung des unteren Teils des Zentrifugiermantels erdacht worden, wie in Fig. 7 und 8 dargestellt. Mit dieser Abwandlung vermeidet man prinzipiell die vorstehend unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschriebenen Handhabungen, die darin bestanden, der Zentrifuge "Bremsstösse" zu erteilen. Der untere Teil 42 des Mantels weist einen ringförmigen Kanal 43 auf, der durch eine eingearbeitete Wulst gebildet wird und dazu dient, die Stösse der Einführungspumpe zu glätten. Dieser untere Teil 42 hat ferner einen einzelnen radialen Kanal 44, der den ringförmigen Kanal 43 mit dem zylindrischen Abschnitt des Mantels verbindet und dazu bestimmt ist, durch Beschleunigung die durch das Rohr 21 in den ringförmigen Kanal 43 einge führte Waschflüssigheit in Gestalt eines kompakten Strahles wegzuleiten, der die roten Blutkörperchen bis zu den peripheren Ber eichen des Mantelbodens hin durchdringt; da die Strömung turbulent ist, kann sich die Waschflüssigkeit wirkungsvoll mit den äusseren roten Blutkörperchen vermischen.
  • Der radiale Kanal 44 weist ausserdem einen an seinem peripheren Ende (im Drehsinn des Mantels) gekrümmten Abschnitt 45 auf, damit der radiale Strahl in einen tangentialen Strahl umgewandelt wird, der eine spiralförmig ansteigende Strömung der Mischung erzeugt.
  • Schliesslich ist ein waagerechter Flügel 46 oberhalb des radialen Kanals 44 angeordnet, mit dem die senkrechte Geschwindigkeit begrenzt und ein zu rascher Austritt vermieden wenden kann, der zu einem Verlust von roten Blutkörperchen führen könnte. Ein zweiter, ähnlichen Flügel 47 kann zum gleichen Zweck oberhalb des ersten Flügels vorgesehen werden, allerdings diametral gegenüber. Diese beiden Flügel 46. 47 sind vorzugsweise ebenfalls mit dem übrigen Mantel aus einem Stück gefertigt.
  • Zusätzlich zu einer offensichtlichen Vereinfachung der Vorrichtung, die insbesondere auf das gänzliche Fehlen einer Spindel im Zentrifugiermantel zurückgeht, und somit zu den geringeren Gestehungskosten weist der erfindungsgemässe Zentrifugierseparator die folgenden Vorteile gegenüber bekannten Vorrichtungen auf, zum Beispiel denen, die in den Patenten beschrieben werden, die im einführenden Abschnitt erwähnt sind:
  • - Die Geometrie des Zentrifugiermantels gestattet es einerseits, die Blutbestandteile zum Beispiel mit einer erhöhten Eintrittsgeschwindigkeit zu trennen, und zwar dank der laminaren Eintrittsströmung, andererseits das Waschen der roten Blutkörperchen wirkungsvoll unter turbulenten Bedingungen auszuführen; obwohl dieser Mantel mehr für relativ geringe Inhalte (in der Grössenordnung von 100 bis 150 ml) konstruiert wurde, gestattet es die erhöhte Durchsatzgeschwindigkeit, mit der das Fluid behandelt werden kann, damit eine praktisch universelle, sehr leistungsfähige Vorrichtung zu gestalten, selbst wenn grosse Mengen behandelt werden müssen:
  • - Die geringe hydrostatische Tiefe, die auf Grund des geringen Volumens vorliegt, bietet auch den Vorteil, den auf den roten Blutkörperchen lastenden Zentrifugaldruck zu begrenzen, wodurch man mit Manteldrehgeschwindigkeiten in der Grössenordnung von 10 000 U/min arbeiten kann, während bei den bekannten Vorrichtungen diese Geschwindigkeit allgemein bei etwa 6000 U/min liegt;
  • - Die vorgenannte Drehgeschwindigkeit wird ebenfalls durch eine verbesserte Entlüftung an der Drehdichtung und am Deckel des Mantels ermöglicht; die Drehung der Baugruppe Trommel - Mantel - Manteldeckel bewirkt nämlich einen Lufteinzug durch den oberen Teil (Öffnungen 18) und einen Luftaustritt durch den unteren Teil (Durchlässe 25) des Separators, und zwar so, dass eine Strömung entsteht, die die benannte Baugruppe kühlen soll; darüber hinaus leitet der aus hoch wärmeleitfähigem rostfreiem Stahl gefertigte Manteldeckel die Wärme nach aussen, wo sie durch Konvektion infolge hoher peripherer Geschwindigkeiten weggeführt wird;
  • - Die weiche Drehdichtung aus Elastomeren, die am Deckel des Mantels gleitet, gewährleistet den dichten Abschluss in einer wirkungsvollen und viel weniger aufwendigen Weise als die bei den benannten Vorrichtungen werwendeten Dichtungen, die allgemein aus zwei starren Stücken grafitgefüllten Kunststoffs bestehen, die vollkommen gerade bearbeitet und geglättet sein müssen;
  • - Schliesslich gestattet es die oben beschriebene Art und Weise der Überprüfung des Durchgangs der ersten roten Blutkörperchen durch optische Fasern, die anstelle der Erkennung des Farbübergangs zwischen den roten Blutkörperchen und dem Plasma verwendet wird, die in den bekannten Vorrichtungen eingesetzt wird, höhere Hämatohritwerte zu erhalten, nämlich in der Grössenordnung von 80% anstelle der 40 bis 60% für diese bekannten Vorrichtungen; das hat ausserdem den Vorteil, das notwendige Volumen von Waschflüssigheit und somit den Verbrauch von Waschwasser zu verringern.

Claims (12)

1. Zentrifugalseparator für Fluide mit einem Behältnis, in das drehbar eine Antriebstrommel (3), ein Einweg-Zentrifugiermantel (5) aus Kunststoff, der eine der Antriebstrommel entsprechende äussere Gestalt aufweist und unter Kraftanwendung in die Arbeitsstellung in der benannten Trommel eingepasst wird, einen Deckel (16), der mit dem Behältnis zusammenwirkt, um dieses oberhalb des benannten Mantels abzuschliessen, ein Einführungsrohr (21) für das zu behandelnde Fluid, das senkrecht so in diesem Mantel angeordnet ist, dass sein offenes Ende in der Nähe des Bodens (7) des benannten Zentrifugiermantels mündet, sowie zwei kreisrunde, konische Elemente (28, 28') eingebaut sind, die Ansauglippen bilden, wobei der Raum zwischen ihnen mit einem Entleerungsrohr (19) in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass der benannte Zentrifugiermantel (5) zwei ringförmige Wülste, einen oberen (14) und einen unteren (6), aufweist, wobei in jedem dieser Wülste senkrechte Durchlässe (14', 15) angebracht sind, dadurch, dass dieser Mantel an seinem oberen peripheren Ende von einem Metalldeckel (11) verschlossen wild, durch den das fest mit ihm verbundene Einführungsrohr (21) führt, und dadurch, dass eine weiche Drehdichtung (17), die mit dem Deckel (16) des Separators fest verbunden ist, mit dem benannten Deckel (11) des Mantels in Berührung steht.
2. Separator gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebstrommel (3) und der Zentrifugiermantel (5) von allgemein konischer Form sind und sich nach oben hin erweitern.
3. Separator gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebstrommel (36) und der Zentrifugiermantel (35) von allgemein zylindrischer Form sind und dass der Mantel an seiner zylindrischen Aussenwand Elemente zur senkrechten Positionierung (37) und Zentrierung (38, 39) aufweist, die in der Arbeitsstellung mit der zylindrischen Innenwand der benannten Trommel zusammenwirken.
4. Separator gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis von zwei übereinander gesetzten Teilen (1a, 1b) gebildet wird, die miteinander durch elastische Organe (2) verbunden sind, die als erschütterungsdämpfende Aufhängung dienen.
Separator gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentrifugiermantel (5) einen leicht konischen Boden (7), einen konischen, nach oben hin ausgeweiteten oder zylindrischen Hauptteil, zwei aneinandergrenzende, sich nach oben hin verjüngende konische Abschnitte (9) sowie einen zweiten, nach oben hin ausgeweiteten konischen Abschnitt (10) aufweist, wobei sich der obere Wulst (14) zwischen dem zweiten, sich verjüngenden konischen Abschnitt (9) und dem zweiten, ausgeweiteten konischen Abschnitt (10) befindet.
6. Separator gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Manteldeckel (11) an seinem Umfang über einen Befestigungszwischenring (12) am offenen Ende des benannten zweiten konischen Abschnitts (10) befestigt ist.
7. Separator gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Rührflügel (22) an der Innenseite des Zentrifugiermantels (5) zusammen mit diesem gefertigt worden sind.
8. Separator gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teil (42) des Mantels einen Ringkanal (43) sowie einen Radialkanal (44) umfasst, der den Ringkanal mit dem oberen Teil des Mantels verbindet, wobei der periphere Endabschnitt dieses Radialkanals im Drehsinn des Mantels abgekrümmt ist.
9. Separator gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein waagerechter Flügel (46) oberhalb des Radialkanals (44) angeordnet ist, und dass der Ringkanal, der radiale Verbindungskanal und der (die) waagerechte(n) Flügel mit dem Mantel zusammen gefertigt worden sind.
10. Separator gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel des Separators (16) Befestigungsorgane von Bajonetttyp umfasst, die dazu bestimmt sind, mit entsprechenden Organen zusammenzuwirken, die der obere Teil des Separatorbehältnisses aufweist, und dadurch, dass Lüftungsöffnungen (12) in diesem Deckel angebracht sind.
11. Separator gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Steuervorrichtung mit einem optischen Strahlenbündel aufweist, das waagerecht zwischen einem Sender (26) und einem Empfänger (27) gerade unterhalb des benannten oberen Wulstes (9) des Mantels und axial geringfügig exzentrisch ausgebildet ist.
12. Separator gemäss einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die benannten kreisrunden, konischen Elemente (28, 28'), die die Ansauglippen bilden, verschiedene Kegelsteigungen aufweisen, so dass sich der Raum zwischen diesen beiden Elementen in Richtung auf ihre Peripherie verjüngt.
DE69321935T 1993-01-29 1993-12-06 Zentrifugalseparator Expired - Lifetime DE69321935T2 (de)

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