-
Diese Erfindung betrifft medizinische Zusammensetzungen, die
eine wirksame Menge von TCF-II zur Behandlung von
Hypoproteinämie enthalten, was die Stimulation der Proteinsynthese umfaßt.
-
Es sind biologisch aktive Substanzen, die durch von Menschen
stammenden Fibroblastzellen produziert werden, z.B.
β-Interferon als ein cytotoxischer Tumorfaktor, gut bekannt.
-
Andere biologisch aktive Substanzen als β-Interferon, die durch
Fibroblastzellen hergestellt werden, wie ein cytotoxisches
Glycoprotein, das in der ungeprüften japanischen
Patentveröffentlichung Nr. 146293 (1983) CBF genannt wird, ein Tumorzellen
Proliferationinhibitor (INF) mit einem Molekulargewicht von
35.000 bis 45.000 aus der ungeprüften japanischen
Patentveröffentlichung Nr. 33120 (1986), ein Tumorproliferationsfaktor
(FNF) aus der ungeprüften japanischen Patentveröffentlichung
Nr. 1872 (1986), eine physiologisch aktive Substanz mit einem
Molekulargewicht von 40.000 bis 60.000 und einem
isoelektrischen Punkt bei einem pH von 5,0 ± 0,5 aus der ungeprüften
japanischen Patentveröffentlichung Nr. 103021 (1987) und ein
cytotoxischer Tumorfaktor mit einem Molekulargewicht von 36.000
± 1.000 und einer speziellen Aminosäurensequenz bei einem
isoelektrischen Punkt von pH 10,5 oder mehr aus der ungeprüften
japanischen Patentveröffentlichung Nr. 10998 (1989) sind
bekannt. Die Erfinder haben von menschlichen Fibroblastenzellen
stammende Antitumorsubstanzen untersucht und eine neue
eiweißartige Antitumorsubstanz gefunden. Weiter haben die Erfinder in
erfolgreicher Weise eine cDNA geklont, die das Protein kodiert
und ihre Aminosäurensequenz bestimmt. Es wurde auch die
Brauchbarkeit des Proteins bestätigt. Das neue Antitumorprotein und
sein Gen wurden in der internationalen Patentveröffentlichung
Nr. 10651 (1990) der Erfinder offenbart. Das neue
Antitumorprotein wurde TCF-II genannt.
-
TCF-II weist sowohl eine starke Antitumoraktivität als auch
eine die Proliferation stimulierende Aktivität für normale
Zellen auf und ist ein Mitglied der HGF
(Leberzellenwachstumsfaktor) Gruppe. Die Molekulargewichtsbestimmung von TCF-II mit SDS
Elektrophorese zeigte 78.000 ± 2.000 oder 74.000 ± 2.000. Die
Reduktionsprodukte von TCF-II wiesen eine gemeinsame Bande (A
Kette) bei 52.000 ± 2.000 und zwei Banden (B und C Ketten) bei
30.000 ± 2.000 bzw. 26.000 ± 2.000 auf.
-
TCF-II kann wegen seines proliferativen Effektes für
Leberzellen für die Regeneration der Leber nach einer Leberresektion
angewendet werden.
-
Es ist außerdem eine Verbesserung oder ein therapeutischer
Effekt bei einer Hyporoteinämie, die durch Leberkrankheiten,
durch Nierenversagen oder Unterernährung bedingt ist, gefunden
worden. Plasmaprotein besteht aus mehr als 80 Proteinarten und
meist liegen ihre Molekulargewichte im Bereich von 40.000 bis
1.000.000. Sie liegen oft in Kombination mit Kohlenhydraten
oder Lipiden vor und bilden konjugierte Proteine. Diese
Plasmaproteine weisen wichtige physiologische Signifikanzen wie
Blutgerinnungsfaktoren, Immunoglobuline, Komplemente und Enzyme auf
und nehmen auch an der Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks
von Plasmacolloiden und dem Metabolismus im peripheren Gewebe
teil. Die meisten anderen Plasmaproteine als Immunoglobuline
werden in der Leber synthetisiert, in den Blutstrom freigesetzt
und nicht nur in den Blutgefäßen, sondern auch in Geweben und
den Flüssigkeiten der Körperhöhlen weit verbreitet und werden
durch Lymphe aktiv ausgetauscht. Ihr Katabolismus umfaßt die
Sekretion oder Exkretion in den Magen-Darm-Trakt, die Nieren,
die Atmungsorgane, die Geschlechtsorgane und die
Tränenflüssigkeit und den Abbau in der Leber und dem Reticuloendothelsystem.
Die biologische Halbwertzeit von Plasmaproteinen beträgt im
allgemeinen 2 bis 20 Tage. Die klinisch ernste Hypoproteinämie
tritt durch verschiedene Kombinationen von weit verbreiteter
Blutung einschließlich von einem Ulcus und einer Hematune,
einer durch Leberkrankheiten bewirkten verringerten
Proteinsynthese, Erschöpfung und einer verringerten Produktion von
Plasmaproteinen auf, neben denen eine Unterernährung auftritt,
welche durch Nephrosis und Nephritis, Versagen von mehreren
Organen, maligne Tumore, ansteckende Krankheiten, Diabetes
Mellitus, Gestose usw. bewirkt wird.
-
Bisher ist eine intravenöse Verabreichung von
Albuminpräparationen zur Behandlung der vorstehend erwähnten Hypoproteinämie
durchgeführt worden, wodurch eine temporäre Verbesserung
erreicht wurde, es ist aber kein vollständiges Nachlassen der
Krankheitserscheinungen und auch keine wirksame Behandlung
gefunden worden.
Zusammenfassung der Erfindung
-
Die Erfinder haben die biologische Aktivität von TCF-II bemerkt
und haben die Verwendung von TCF-II als ein Antitumormittel und
als einen diagnostischen Marker der Krankheiten untersucht.
-
Die Erfinder haben gefunden, daß TCF-II nicht nur die
Proliferation von Leberzellen sondern auch therapeutische Wirkungen
bei verschiedenen Leberkrankheiten bereitstellt. Bisher ist die
therapeutische Wirkung von TCF-II bei verschiedenen
Leberkrankheiten nicht bestätigt worden.
-
Die Erfinder haben gefunden, daß TCF-II eine therapeutische
Wirkung bei verschiedenen Hypoproteinämien aufweist und die
therapeutische Wirkung von TCF-II bei Hypoproteinämie ist
überraschend.
-
Durch die vorliegende Erfindung wird die Verwendung von TCF-II
bei der Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von
Hypoproteinämie bereitgestellt.
-
Die vorliegende Erfindung führt zu einem hochwirksamen
Proteinsynthesestimulator, der einen wirksamen TCF-II Bestandteil zur
Behandlung von Hypoproteinämie umfaßt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
Fig. 1 zeigt die Zunahme des gesamten Plasmaf ibrinogens in
Ratten mit Hypoproteinämie nach einer 70%-igen Leberresektion
gefolgt von der Verabreichung des Behandlungsmittels, das durch
die vorliegende Erfindung bereitgestellt wird.
-
Fig. 2 zeigt die Zunahme des Gesamtserumproteins in Ratten mit
Hypoproteinamie nach einer 70%-igen Leberresektion gefolgt von
der Verabreichung des Behandlungsmittels, das durch die
vorliegende Erfindung bereitgestellt wird.
-
Fig. 3 zeigt die Verkürzung der Prothrombindauer bei Ratten mit
Hypoproteinämie nach einer 70%-igen Leberresektion, gefolgt von
der Verabreichung des Behandlungsmittels, das durch die
vorliegende Erfindung bereitgestellt wird.
-
Fig. 4 zeigt die Zunahme von Plasmaf ibrinogen in Ratten mit
Hypoproteinämie, die durch DIC bewirkt wird, gefolgt von der
Verabreichung des Behandlungsmittels, das durch die vorliegende
Erfindung bereitgestellt wird.
-
Fig. 5 zeigt die Zunahme von Antithrombin III in Ratten mit
Hypoproteinämie, die durch DIC bewirkt wird, gefolgt von der
Verabreichung des Behandlungsmittels, das durch die vorliegende
Erfindung bereitgestellt wird.
-
Fig. 6 zeigt die Zunahme des Gesamtserumproteins in Ratten mit
Hypoproteinämie, die durch DIC bewirkt wird, gefolgt von der
Verabreichung des Behandlungsmittels, das durch die vorliegende
Erfindung bereitgestellt wird.
-
Fig. 7 zeigt die Zunahme des Gesamtserumproteins in Ratten mit
Hypoproteinämie, die durch chronisches Nierenversagen bewirkt
wird, gefolgt von der Verabreichung des Behandlungsmittels, das
durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt wird.
-
Fig. 8 zeigt die Verkürzung der Prothrombindauer in Ratten mit
Hypoproteinämie, die durch Unterernährung bewirkt wird, gefolgt
von der Verabreichung des Behandlungsmittels, das durch die
vorliegende Erfindung bereitgestellt wird.
-
Fig. 9 zeigt die Zunahme der Antithrombin III Aktivität bei
Ratten mit Hypoproteinämie, die durch Unterernährung bewirkt
wird, gefolgt von der Verabreichung des Behandlungsmittels, das
durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt wird.
Detaillierte Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
-
Der wirksame Bestandteil der vorliegenden Erfindung ist ein
bekanntes Glycoprotein (TCF-II), das, wie vorstehend beschrieben,
aus menschlichen Fibroblastzellen stammt.
-
TCF-II weist bei SDS Elektrophorese ein Molekulargewicht von
78.000 ± 2.000 oder 74.000 ± 2.000 im nicht reduzierten Zustand
auf und ein gemeinsames Band A von 52.000 ± 2.000 und zwei
Banden B von 30.000 ± 2.000 und C von 26.000 ± 2.000 im
reduzierten Zustand. TCF-II weist auch einen isoelektrischen Punkt bei
einem pH Wert von 7,4 bis 8,6 auf und wurde als ein
Glycoprotein mit einer Sequenz von 723 Aminosäuren bestimmt.
-
Das vorstehend erwähnte TCF-II kann durch Verdampfen einer
Kulturlösung von menschlichen Fibroblastzellen, die Adsorption in
einem Ionenaustauscherharz, und einer Affinitätschromatographie
des Eluats (WO 90/10651) oder durch ein gentechnisches
Verfahren (WO 92/01053) erhalten werden.
-
TCF-II kann aus menschlichen Fibroblastzellen erhalten werden,
die durch das Verfahren kultiviert wurden, welches in der WO
90/10651 offenbart wurde.
-
Weiter kann TCF-II verwendet werden, das durch eine genetische
Rekombinationstechnik unter Verwendung von Mikroorganismen oder
anderen Zellen mit der Gensequenz hergestellt worden ist, die
in der vorstehend erwähnten Patentveröffentlichung offenbart
wurde. Die Herstellung von TCF-II durch das gentechnische
Verfahren kann durch das Verfahren durchgeführt werden, das von
den vorliegenden Erfindern erfunden und in der WO 92/01053
offenbart wurde. Zusätzlich können auch TCF-II Analoga verwendet
werden, die unterschiedliche Zuckerketten oder keine
Zuckerbestandteile aufweisen, welche von unterschiedlichen Wirtszellen
oder Mikroorganismen produziert wurden. Das Vorliegen von
Zuckerbestandteilen wird jedoch bevorzugt, da sie am
Stoffumsatz in vivo teilnehmen.
-
TCF-II kann durch übliche Isolations- und Reinigungsverfahren,
z.B. durch Ausfällung mit einem organischen Lösungsmittel,
Aussalzen, Gelfiltrationschromatographie,
Affinitätschromatographie unter Verwendung eines monodonalen Antikörpers und
Elektrophorese konzentriert und gereinigt werden. Die Reinigung
durch Affinitätschromatographie unter Verwendung eines
monoclonalen Antikörpers, der in der japanischen Patentanmeldung Nr.
177236 (1991) von den vorliegenden Erfindern offenbart wurde,
kann angewendet werden.
-
Das entstandene gereinigte TCF-II kann unter Tiefkühltrocknung
oder Tiefkühlung gehalten werden.
-
Der aus der vorliegenden Erfindung resultierende
Proteinsynthesestimulator kann als Injektionspräparat verabreicht werden und
es kann jeder Applikationsweg, wie intravenöse,
intraarterielle, intramuskuläre und subkutane Injektionen ausgewählt
werden. Blutkoagulantien, wie Fibrinogen,
Koagulationskontrollfaktoren, wie Antithrombin III und Arzneimittel, wie FOY, ein
Proteaseinhibitor Gabexatmesylat, der für die Behandlung von DIC
verwendet wird, können ebenfalls gleichzeitig verwendet werden.
-
Die Injektionspräparate von TCF-II können einzeln oder in
Kombination mit den vorstehend erwähnten Medikamenten und
Adjuvantien in menschlichem Serumalbumin, grenzflächenaktiven Mitteln,
Aminosäuren und Zuckern verwendet werden.
-
Die Dosen von TCF-II, die in den Proteninsynthesestimulantien
enthalten sind, können gemäß den Symptomen, den Zuständen und
dem Alter der Patienten bestimmt werden, aber im allgemeinen
werden Präparate, die 100 bis 30.000 µg, vorzugsweise 500 bis
3.000 µg TCF-II enthalten, 1 bis 7 mal pro Woche verabreicht.
Eine chronische Verabreichung kann gemäß den Symptomen und
Zuständen der Patienten geeignet sein.
-
Die vorliegende Erfindung wird durch die folgenden Beispiele in
größerem Detail erklärt.
Beispiel 1
Reinigung von TCF-II
-
Gereinigtes TCF-II wurde durch eine Zellkultur gemäß dem
Verfahren erhalten, das in der WO 90/10651 oder von Higashio, K.
et al. (B. B. R. C., 170, 397 bis 404, 1990) offenbart wurde.
-
Menschliche Fibroblastzellen IMR-990 (ATCC CCL 186), 3 x 10&sup6;
Zellen, wurden in einer Rollflasche in 100 ml DMEM Medium, das
5% Rinderserum enthielt, gebracht und bei 0,5 bis 2 Umdrehungen
/ Min. sieben Tage lang gezüchtet. Die Züchtung wurde bis zu
einer Gesamtmenge von 1 x 10&sup7; Zellen fortgesetzt, die
proliferierten Zellen wurden durch Behandlung mit Trypsin abgetrennt
und am Boden der Flasche gesammelt. In die Flasche wurden 100 g
sterilisierte 5 bis 9 Mesh Keramik (Toshiba Ceramic Co., Ltd.)
gebracht und 24 Stunden stehend gezüchtet. Dann wurden 500 ml
des vorstehend angegebenen Kulturmediums in die Flasche gegeben
und es wurde weiter gezüchtet. Die Gesamtmenge des
Kulturmediums wurde alle 7 bis 10 Tage gewonnen und es wurde zur weiteren
Züchtung frisches Kulturmedium zugesetzt. Somit wurde die
Kultur 2 Monate lang fortgesetzt und es wurden vier 1 / Flasche
der Kulturlösung gewonnen.
-
Die kombinierte Kulturlösung wies eine spezifische Aktivität
von 32 µ/ml auf.
-
Die Ultraf utration von 750 l der Kulturlösung wurde unter
Verwendung eines Membranfilters (Amicon Corp., MW 6.000 cut)
durchgeführt und das Filtrat in fünf Schritten unter Verwendung
von CM Sephadex C-50 (Farmacia Biosystems Corp.), Cona
Sepharose (Farmacia Biosystems Corp.), Monos Säule (Farmacia
Biosystems Corp.), und Heparin Sepharose (Farmacia Biosystems
Corp.) chromatographiert und ergab gereinigtes TCF-II mit einer
spezifischen Aktivität von 5.248.000 U/mg.
Beispiel 2
Herstellung von rekombinantem TCF-II Gen
-
Rekombinante TCF-II Genzellen wurden gemäß dem Verfahren
gezüchtet, das in der WO 92/01053 offenbart wird und es wurde
gereinigtes TCF-II erhalten. Transformierte Namalwa Zellen wurden
gezüchtet und 20 l der Kulturlösung wurden erhalten. Die
Kulturlösung wurde nacheinander mit HPLC unter Verwendung einer
CM-Sephadex C-50 Chromatosäule, Con-A Sepharose CL-68
Chromatosäule und Monos Säule behandelt und ergab etwa 11 mg aktives
TCF-II.
Beispiel 3
Herstellung von pharmazeutischen Zusammensetzungen von TCF-II
-
In den vorliegenden Beispielen wurde rekombinante TCF-II, die
in Beispiel 2 erhalten worden war, zur Herstellung von
Präparaten zur intravenösen, subkutanen und intramuskulären Injektion
verwendet.
-
(1) TCF-II 40 µg
-
Menschliches Serumalbumin 1 mg
-
Die vorstehende Zusammensetzung wurde in 0,01M PBS bei einem
pH-Wert von 7,0 gelöst und auf eine Gesamtmenge von 20 ml
eingestellt. Die Lösung wurde sterilisiert, in Glasfläschen
aufgeteilt (jeweils 2 ml), lyophilisiert und versiegelt.
-
(2) TCF-II 40 µg
-
Tween 80 1 mg
-
Menschliches Serumalbin 100 mg
-
Diese Zusammensetzung wurde in einer Kochsalzlösung zur
Injektion gelöst und auf eine Gesamtmenge von 20 ml eingestellt. Die
Lösung wurde sterilisiert, in Glasflaschen aufgeteilt (jeweils
2 ml), lyophilisiert und versiegelt.
-
(3) TCF-II 20 µg
-
Tween 80 2 mg
-
Sorbit 4 g
-
Diese Zusammensetzung wurde in 0,01M PES bei einem pH Wert von
7,0 gelöst und auf eine Gesamtmenge von 20 ml eingestellt. Die
Lösung wurde sterilisiert, in Glasflaschen aufgeteilt (jeweils
2 ml), lyophilisiert und versiegelt.
-
(4) TCF-II 40 µg
-
Tween 80 2 mg
-
Glycin 2 g
-
Diese Zusammensetzung wurde in einer Kochsalzlösung zur
Injektion gelöst und auf eine Gesamtmenge von 20 ml eingestellt. Die
Lösung wurde sterilisiert, auf Glasflaschen verteilt (jeweils 2
ml), lyophilisiert und versiegelt.
-
(5) TCF-II 40 µg
-
Tween 80 l mg
-
Sorbit 2 g
-
Glycin 1 g
-
Diese Zusammensetzung wurde in einer Kochsalzlösung zur
Injektion gelöst und auf eine Gesamtmenge von 20 ml eingestellt. Die
Lösung wurde sterilisiert, auf Glasfiaschen verteilt (jeweils 2
ml), lyophilisiert und versiegelt.
-
(6) TCF-II 20 µg
-
Sorbit 4 g
-
Menschliches Serumalbumin 50 mg
-
Diese Zusammensetzung wurde in 0,01M PBS bei einem pH Wert von
7,0 gelöst und auf eine Gesamtmenge von 20 ml eingestellt. Die
Lösung wurde sterilisiert, auf Glasflaschen verteilt (jeweils 2
ml), lyophilisiert und versiegelt.
-
(7) TCF-II 40 µg
-
Glycin 2 g
-
Menschliches Serumalbumin 50 mg
-
Diese Zusammensetzung wurde in einer Kochsalzlösung zur
Injektion gelöst und auf eine Gesamtmenge von 20 ml eingestellt. Die
Lösung wurde sterilisiert, auf Glasfiaschen aufgeteilt (jeweils
2 ml), lyophilisiert und versiegelt.
-
(8) TCF-II 10 µg
-
Menschliches Serumalbumin 100 mg
-
Diese Zusammensetzung wurde in 0,01 M PBS bei einem pH Wert von
7 gelöst und auf eine Gesamtmenge von 20 ml eingestellt. Die
Lösung wurde sterilisiert, auf Glasflaschen aufgeteilt (jeweils
2 ml), lyophilisiert und versiegelt.
-
Diese pharmazeutischen Präparate können als
Proteinsynthesestimulantien gemäß der vorstehend erwähnten Dosierung und Diät
verwendet werden.
-
Nachstehend werden Testexperimente mit gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellten Behandlungsmitteln gezeigt, um die
therapeutischen wirkungen zu bestätigen und die vorliegende
Erfindung zu erläutern.
-
Die Verwendung der vorliegenden Erfindung führt zu die
Proteinsynthese stimulierenden Mitteln, die einen wirksamen
Bestandteil von TCF-II zur Behandlung von Hypoproteinämie enthalten.
Nachstehend werden Experimente gezeigt, die die therapeutische
Wirkung des in den vorliegenden Beispielen hergestellten
Mittels
zeigen, um die Wirkung der vorliegenden Erfindung zu
erläutern.
Experiment 1
Die Steigerungswirkung bzgl. des Gesamt-Seruniproteins
(1) Verfahren
-
TCF-II wurde sieben Wochen alten männlichen Wistar Ratten,
sechs in einer Gruppe, in Dosen von null, fünf, 50, 500 und
5,000 µg/kg in 12 Stunden Intervallen 14 Tage lang (insgesamt
28 mal) wiederholt intravenös verabreicht und 12 Stunden nach
der letzten Verabreichung Blut entnommen, uni die Gesamtmenge an
Serumprotein und Serumalbumin zu bestimmen.
(2) Ergebnisse
-
Die TCF-II Dosis steigerte die Gesamtmenge an Serumprotein
(Fig. 14) und Serumalbumin (Fig. 15) in abhängiger Weise.
Insbesondere steigerten Dosen von 5 µg/kg oder mehr beide
Parameter signifikant und bestätigen die Steigerungswirkung bzgl.
Serumprotein.
Experiment 2
Therapeutische Wirkung von TCF-II auf durch eine Leberresektion
bedingte Hypoproteinämie
-
Modellratten mit einem verringerten Plasmaprotein wurden durch
eine Leberresektion vorbereitet und die Wirkung von TCF-II
unter Verwendung der Modelltiere bestätigt. Zusätzlich wurden die
Plasmafibrinogenkonzentration und der exogene
Koagulationsfaktor als Indikatoren des Plasmaproteins festgestellt und die
Veränderungen der Prothrombindauer wurden als Indikatoren von
Plasmaprotein einschließlich exogener Koagulationsfaktoren
(Faktoren II, V, VII und X) festgestellt.
(1) Verfahren
-
Sieben Wochen alte männliche Wistar Ratten, sechs in einer
Gruppe, wurden für das Experiment verwendet und 70% der Leber
wurden entfernt. TCF-II wurde den Ratten in Dosen von null, 20,
100 und 500 µg/kg zwei Tage lang in 12 Stunden Intervallen,
insgesamt 4 mal, wiederholt intravenös verabreicht und Blut
wurde 48 Stunden nach dem Start des Experiments entnommen, um
die Prothrombindauer, die Plasmafibrinogenkonzentration und die
Gesamtmenge an Serumprotein zu bestimmen.
(2) Ergebnisse
-
Eine Verkürzung der Prothrombindauer (Fig. 3), eine Steigerung
der Plasmafibrinogenkonzentration (Fig. 1) und der Gesamtmenge
an Serumprotein (Fig. 2) wurden bei der Verabreichung von TCF
II beobachtet. Diese Resultate zeigen die Wirksamkeit der
vorliegenden Erfindung zur Behandlung von durch Leberschädigung
bewirkter Hypoproteinämie.
Experiment 3
Therapeutische Wirkung auf durch DIC bewirkte Hypoproteinämie
-
DIC bewirkt eine plötzliche Zunahme des Verbrauchs von
Plasmaprotein durch eine intravaskuläre Koagulation und zeigt somit
eine Hypoproteinämie an. Das therapeutische Mittel der
vorliegenden Erfindung wurde Modelltieren verabreicht, um die
therapeutische Wirkung zu bestätigen.
(1) Verfahren
-
Sieben Wochen alte männliche Wistar Ratten, zehn in einer
Gruppe, wurden für das Experiment verwendet und 70% der Leber
wurden entfernt. Direkt nach der Resektion wurden 500 mg/kg
Galactosamin subkutan verabreicht, um ein pathologisches Modell
sowohl einer Leberschädigung als auch von DIC Symtomen
herzustellen. TCF-II wurde den Ratten in einer Dosis von 500 µg/kg
zwei Tage lang in 12 Stunden Intervallen, insgesamt 4 mal,
wiederholt verabreicht und Blut wurde 48 Stunden nach dem Start
des Experiments entnommen, um die
Plasmafibrinogenkonzentration, die Antithrombin III Aktivität und die Gesamtmenge an
Serumprotein als Indikatoren für die Hypoproteinämie zu
bestimmen.
(2) Ergebnisse
-
Die Zunahme an Plasmafibrinogen (Fig. 4), der Antithrombin III
Wirksamkeit (Fig. 5) und der Gesamtmenge an Serumprotein (Fig.
6) wurde bei der Verabreichung von TCF-II beobachtet, was die
Wirksamkeit der vorliegenden Erfindung zur Behandlung von durch
DIC bewirkter Hypoproteinämie bestätigt.
Experiment 4
Therapeutische Wirkung auf mit Inkontinenz verbundener (leaky)
Hypodroteinämie, die durch Nierenversagen verursacht wird
(1) Verfahren
-
Acht Wochen alte männliche Wistar Ratten, elf in einer Gruppe,
wurden für das Experiment verwendet und die Nieren wurden
teilweise entfernt. Nach drei Wochen wurde den Ratten TCF-II in
einer Dosis von null und 500 µg/kg in 12 Stunden Intervallen,
insgesamt 10 mal, wiederholt intravenös verabreicht und 12
Stunden nach der Verabreichung wurde Blut entnommen, um die
gesamte Serumproteinkonzentration zu bestimmen.
(2) Ergebnisse
-
Eine Zunahme der Gesamtmenge an Seruniprotein wurde bei der
Verabreichung von TCF-II beobachtet, was die Wirksamkeit der
vorliegenden Erfindung zur Behandlung von mit Inkontinenz
verbundener Hypoproteinämie bestätigt, die durch Nierenversagen
verursacht wurde (Fig. 7).
Experiments
Therapeutische Wirkung auf durch Unterernährung verursachte
Hypoproteinämie
(1) Verfahren
-
Einen Mangel an einer essentiellen Aminosäure aufzuweisende
Ratten wurden durch Ersetzen der essentiellen Aminosäure
Methionin durch ein synthetisches DL-Ethionin vorbereitet.
-
Ethionin wurde in einer Dosis von 250 mg/kg/Tag vier Tage lang
wiederholt intraperitoneal verabreicht, um an Methioninmangel
leidende Ratten vorzubereiten. Das Serumprotein der Ratten nahm
wegen des Aminosäuremangeis ab. TCF-II wurde den Ratten, 10
Ratten in einer Gruppe, in Dosen von null, 50 und 500 µg/kg
zwei Tage lang alle 12 Stunden, insgesamt vier mal, wiederholt
intravenös verabreicht; 48 Stunden nach dem Start des
Experiments wurde Blut entnommen und die Prothrombindauer und die
Antithrombin III Aktivität wurden als Indikatoren für
Hypoproteinämie bestimmt.
(2) Ergebnisse
-
Eine Verkürzung der Prothrombindauer (Fig. 8) und eine Zunahme
der Antithrombin III Aktivität (Fig. 9) wurden bei der
Verabreichung von TCF-II beobachtet, was die Wirksamkeit der
vorliegenden Erfindung zur Behandlung von Hypoproteinämie bestätigt,
die durch Unterernährung ausgelöst wurde.
-
Diese Ergebnisse bestätigen die Wirksamkeit des durch die
vorliegende Erfindung hergestellten Behandlungsmittels für
Hypoproteinämie.